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ECS P55H-AK - Intel P55 mit SLI, CrossFire, USB 3.0 und SATA 6 Gb/s - Druckansicht - Seite 1 von 20

Bevor wir uns wieder mit Intels aktuellen Chipsätzen und Prozessoren befassen, werden wir noch einen letzten Abstecher zum Sockel LGA1156 machen und uns das ECS P55H-AK ansehen. ECS hat dieses Mainboard mit allem ausgestattet, was der Markt hergibt: Zwei Controller für USB 3.0, zwei Controller für SATA 6 Gb/s, zwei zusätzliche PCIe-Brücken für einen höheren Datendurchsatz und SLI-Unterstützung. Eine klare Kaufempfehlung?


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Seit Anfang 2011 setzt Intel auf die neuen Sandy-Bridge-CPUs und den Sockel LGA1155, doch nicht jeder, der erst 2010 einen neuen Prozessor gekauft hatte, will nun schon wieder in eine neue Plattform investieren. Dennoch sind die Aussicht auf USB 3.0, SATA 6 Gb/s und SLI-Unterstützung verlockend. Warum also nicht bei der "alten" Plattform bleiben und lediglich ein neues Mainboard kaufen? Das ECS P55H-AK bietet beispielsweise eine so umfassende Ausstattung, dass im Vergleich etliche LGA1155-Modelle erblassen.

Intels P55-Chipsatz
Bevor wir das Mainboard detailliert untersuchen, wollen wir zunächst auf die Fähigkeiten des Chipsatzes einzugehen. Mit dem Wechsel zum Sockel LGA1156 hat Intel den Speicher-Controller in die CPUs verlagert. Genauer gesagt landete die komplette Northbridge des Chipsatzes inklusive des PCI-Express-Controllers und - zumindest im Fall des Clarkdale - auch die Grafikeinheit im Prozessor. Der P55, welchen Intel im Performance-Segment platziert, führt die integrierte HD-Grafik allerdings nicht aus.


Anbindung der PEG-Slots an die CPU; Quelle: Intel

Der P55-Chipsatz ist eigentlich nur noch eine Southbridge und ein naher Verwandter der ICH10R. Echte Neuheiten wie USB 3.0 und Serial-ATA 6 GB/s sucht man somit vergebens, stattdessen gibt es die bekannte Hausmannskost in Form von 14 USB-2.0-Ports sowie sechs Serial-ATA-Anschlüssen mit einer Geschwindigkeit von 3 Gb/s. Hinzu kommen HD-Audio und Gigabit-LAN, wobei die Mainboard-Hersteller von der zuletzt genannten Option zumeist keinen Gebrauch machen und auf Controller mit PCIe-Anbindung setzen.


Funktionsdiagramm des P55; Quelle: Intel

Die Anbindung an den Prozessor geschieht über das Direct Media Interface (DMI) mit einer Bandbreite von 2 GB/s. Das aufwändigere Quick Path Interconnect (QPI) wird im Gegensatz zum Sockel LGA1366 lediglich innerhalb der Prozessoren verwendet, denn hier befindet sich ja auch der PCIe-2.0-Controller für die Anbindung der Grafikkarten. Wird nur eine Grafikkarte verwendet, kann diese auf 16 PCIe-Lanes der zweiten Generation zurückgreifen. Kommen zwei Grafikkarten zum Einsatz, stehen jeder Karte acht Lanes zur Verfügung. Normalerweise jedenfalls, denn beim ECS P55H-AK kommt NVIDIAs PCIe-Brücke nForce 200 mit 32 zusätzlichen Lanes zum Einsatz.

ChipsatzH55H57P55
SATA Ports666
SATA Datenrate3 Gb/s3 Gb/s3 Gb/s
SATA RAIDnur AHCI0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeinekeine
USB 2.0 Ports121414
HD-Audiojajaja
GBit-LANjajaja
PCIe 2.0 x1688

Weitere acht PCIe-Lanes der zweiten Generation befinden sich im P55-Chipsatz, doch diese taktet Intel lediglich mit halber Geschwindigkeit. Somit erreichen sie eine Rohbandbreite von 2,5 GT/s bzw. 250 MB/s pro Richtung und Lane, was dem Niveau von PCIe 1.1 entspricht. Für moderne Anwendungen wie SATA 6 Gb/s und USB 3.0 ist das aber zu langsam, weshalb ECS dem Chipsatz eine zusätzliche PCIe-2.0-Brücke vom Typ PLX ExpressLane PEX8608 zur Seite stellt. Dessen acht Lanes arbeiten mit jeweils 5,0 GT/s bzw. 500 MB/s pro Richtung.




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ECS P55H-AK: Der Lieferumfang
Das ECS P55H-AK protzt mit einer umfangreichen Ausstattung, die sich auch in seinem Lieferumfang widerspiegelt. Neben dem Handbuch und der Treiber-DVD finden wir drei abgewinkelte SATA-Kabel (orange) sowie ein spezielles SATA-III-Kabel (weiß). Im Prinzip sollte jedes ordentliche SATA-Kabel mit Übertragungsraten von 6 Gb/s zurecht kommen, so dass die Unterscheidung nicht wirklich ins Gewicht fällt.


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Weiterhin umfasst der Lieferumfang ein I/O-Shield und drei SLI-Brücken. Neben zwei kurzen Brücken ist auch eine lange enthalten, welche für Konfigurationen mit drei Karten benötigt wird. Der mittlere Stecker soll dabei nicht verwendet werden und wurde daher mit einem Aufkleber versehen. Auf die Beigabe von CrossFire-Brücken hat ECS verzichtet.


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Eine wirklich gute Idee sind die USB-3.0-Frontanschlüsse. ECS legt dem P55H-AK einen schwarzen Einsatz für 3,5-Zoll-Schächte bei, mit dem man zwei USB-3.0-Buchsen an die Gehäusefront bringt. Leider ist das Kabel mit einer Länge von nur 36 cm etwas kurz geraten, so dass man dieses Zubehör in vielen Gehäusen nicht nutzen kann.


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Hat man diese Hürde gemeistert, verhindern die mitgelieferten Schrauben einen zügigen Einbau, denn sie passen nicht in die Gewinde der Frontblende. Ganz normale Festplattenschrauben funktionieren hingegen einwandfrei. Wer die beiden USB-3.0-Buchsen lieber auf die Rückseite seines Gehäuses verfrachten möchte, findet eine entsprechende Slot-Blende im Karton, deren Einbau problemlos vonstatten geht.




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ECS P55H-AK: Die Anschlüsse
Im Anschlusspanel des ECS P55H-AK findet sich ganz links ein keiner Schalter zum Zurücksetzen der BIOS-Einstellungen (CLEAR-CMOS). Es folgt eine PS/2-Buchse (wahlweise für Tastatur oder Maus) sowie acht USB-Anschlüsse der zweiten Generation (schwarz und rot, Intel P55). Bei den beiden blauen Buchsen handelt es sich bereits um USB-3.0-Ports (NEC D720200FI).


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Zudem werden zwei rote eSATA-Buchsen geboten, welche dank Marvells 9128 nicht nur RAID 0 und 1 sondern auch Datenraten von bis zu 6 Gb/s beherrschen. Die beiden Gigabit-LAN-Buchsen realisiert ECS mit zwei Controllern vom Typ Realtek RTL8111E, die auch Teaming beherrschen, und für die Audioausgabe kommt der HDA-Codec Realtek RTL889 mit acht Kanälen zum Einsatz.


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Am unteren Rand des Mainboards reihen sich die Abgriffe für die Audio-Anschlüsse des Gehäuses (schwarz), der digitale Audio-Ausgang (weiß) und der Anschluss des Gehäuselüfters (weiß). Es folgen die Buchse für die USB-3.0-Ports Nummer drei und vier (grau, NEC D720200FI) sowie der rote Jumper zum Zurücksetzen der BIOS-Einstellungen (CLEAR-CMOS).


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Die rechte, untere Ecke des PCB beherbergt zwei weiße Abgriffe für vier weitere USB-2.0-Buchsen sowie die Gehäuseanschlüsse (schwarz). Darüber sehen wir die Diagnose-LED, die CMOS-Batterie sowie die beiden Taster für Power und Reset.


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Die sechs weißen SATA-Buchsen stellt der Chipsatz bereit, sie beherrschen RAID 0, 1, 0+1 und 5 sowie Übertragungsraten von bis zu 3 Gb/s. Für die beiden grauen Buchsen zeichnet sich ein zweiter Marvell 9128 verantwortlich, diese Anschlüsse beherrschen bereits 6 Gb/s und unterstützen RAID 0 und 1. Hinter den SATA-Ports sieht man den passiven Kühler auf Intels P55 und dahinter einen kleineren, silbernen Kühler für die PCIe-Brücke PLX ExpressLane PEX8608.




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ECS P55H-AK: Das Layout
ECS setzt auf eine traditionelle Anordnung der Komponenten und beschränkt sich bei seiner Farbwahl ganz unasiatisch auf Schwarz, Grau und Weiß. Das steht dem P55H-AK gut und gibt dem Mainboard ein hochwertiges Erscheinungsbild. Zudem springt dem Betrachter sofort der aufwändige Kühler ins Auge, welcher sich aus vier Profilen und zwei Heatpipes zusammensetzt.


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Die beiden Kühlprofile links und oberhalb des CPU-Sockels kühlen den Wandler, welcher 14 Phasen umfasst. Zwölf Phasen versorgen die CPU-Kerne, während die beiden übrigen für den Uncore-Bereich des Prozessors reserviert sind. Unter dem Kühlprofil, welches unterhalb des CPU-Sockels zu sehen ist, befindet sich die PCIe-Brücke nForce 200 von NVIDIA. Diese ist mit den 16 PCIe-2.0-Lanes des Prozessors verbunden und verteilt ihre eigenen 32 Lanes auf die drei grauen PCIe-2.0-x16-Slots. Eine Heatpipe führt zudem weiter zu Intels P55, welcher sich unter dem Kühlprofil rechts unten verbirgt.


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Das ECS P55H-AK verfügt über eine EPS+12V-Buchse mit acht Kontakten, einen ATX-Hauptanschluss mit 24 Kontakten sowie eine zusätzliche Stromeinspeisung über eine Molex-Buchse mit vier Kontakten. Die beiden Letztgenannten finden sich hinter den vier DIMM-Sockeln ganz am Rand der Platine. Das Mainboard unterstützt DDR3-Speicher im Zweikanalbetrieb.


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Die Anordnung der Steckplätze für Erweiterungskarten gestaltet sich wie folgt:

  1. PCIe 2.0 x1 (2,5 GT/s)
  2. PCIe 2.0 x16 (16 Lanes mit je 5,0 GT/s)
  3. -
  4. PCIe 2.0 x1 (2,5 GT/s)
  5. PCIe 2.0 x16 (8 Lanes mit je 5,0 GT/s)
  6. 32-Bit PCI
  7. PCIe 2.0 x16 (8 Lanes mit je 5,0 GT/s)

Während die beiden x1-Steckplätze mit Intels P55 verbunden sind und daher lediglich auf eine Bandbreite von 2,5 GT/s kommen, versorgt NVIDIAs nForce 200 die drei x16-Slots mit 5,0 GT/s pro Lane. Nur der oberste x16-Steckplatz wird dabei mit den vollen 16 Lanes angebunden, die übrigen 16 Lanes verteilen sich gleichmäßig auf die beiden unteren x16-Slots. Dies ist auch der Fall, wenn nur einer dieser Steckplätze verwendet wird.




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ECS P55H-AK: Controller und Chips
Da ECS sein P55H-AK mit zahlreichen Zusatzfunktionen versehen hat, haben wir die diversen Controller und Chips auf folgendem Foto farbig gekennzeichnet:


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Der HD-Audio-Codec Realtek ALC889 wurde grün markiert, die beiden über PCI-Express angebundenen Gigabit-LAN-Controller Realtek RTL8111E mit Gelb hervorgehoben.


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Türkis kennzeichnet die beiden USB-3.0-Controller vom Typ NEC D720200FI. ECS hat diese über die PCIe-Brücke PLX ExpressLane PEX8608 (blau) angebunden, welche die volle Transferrate von 5,0 GT/s ermöglicht.


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Gleiches gilt für die beiden SATA-6Gb/s-Controller, welche mit roter Farbe markiert wurden. ECS hat sich hierbei für das Modell Marvell 9128 entschieden.


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Bleibt noch NVIDIAs PCIe-Brücke nForce 200 zu erwähnen, welche wir auf obigem Übersichtsplan violett hervorgehoben haben. Die Ausstattung des ECS P55H-AK ist so gut wie komplett, einige Kunden werden aber vermutlich die Firewire-Anschlüsse vermissen.




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eJIFFY
Auf der Treiber-DVD des ECS P55H-AK befindet sich auch das Mini-Linux eJIFFY, welches an Express Gate von ASUS erinnert. Hier eine Übersicht der gebotenen Funktionen, wir greifen hierbei auf unsere Screenshots aus dem Test des ECS A785GM-M zurück. Genau wie Express Gate muss auch eJIFFY unter Windows installiert werden...


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...und wird, sofern diese Funktion im BIOS aktiviert wurde, beim Start des Computers als Boot-Option angezeigt:


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Nach ca. zehn Sekunden ist das BIOS geladen und zeigt sein Startmenü, welches...


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...einen Webbrowser...


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...eine einfache Bildbearbeitung...


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...und einen Instantmessenger umfasst:


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Ob viele Benutzer von eJIFFY Gebrauch machen werden, wagen wir in Frage zu stellen. Das Mini-Linux ist in jedem Fall eine nette Beigabe und wird sicherlich auch den einen oder anderen Fan finden.




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Das Testsystem im Überblick
Für unser Testsystem verwenden wir Intels Core i7 870, einen der schnellsten Prozessoren für den Sockel LGA1156. Der Core i7 870 gehört zur Lynnfield-Familie und besitzt vier Kerne, dafür aber keine integrierte Grafikeinheit. Hier die Übersicht der im Test verwendeten Hardware:

Soundcheck
Auf dem ECS P55H-AK finden wir Realteks HD-Audio-Codec ALC889, der einen Signal-Rauschabstand von 108 dB bei der Wiedergabe und 104 dB bei der Aufnahme ermöglicht. Den selben Chip verbaut MSI auf seinem P55A-GD65, während beim ECS H57H-MUS der etwas preiswertere Realtek ALC892 zum Einsatz kommt.

RMAA 6.2.3
24-Bit/192kHz
ECS
H57H-MUS
ECS
P55H-AK
MSI
P55A-GD65
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,09 dB
-0,22 dB
+0,03 dB
-0,09 dB
+0,03 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-86,5 dBA-99,3 dBA-100,0 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
86,5 dBA99,6 dBA100,3 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0045 %0,0073 %0,0058 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,016 %0,0098 %0,0082 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-81,8 dB-85,9 dB-86,8 dB

Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Dank des ALC889 kann das ECS P55H-AK zum MSI P55A-GD65 aufschließen und verfehlt dessen Vorgaben nur knapp. Auch das ECS H57H-MUS erzielt eine gute Qualität, bleibt jedoch deutlich unter dem Niveau der beiden P55-Modelle.

Lüfterregelung
Das ECS P55H-AK bietet vier Lüfteranschlüsse, von denen sich zwei (CPU und System) regeln lassen, während die beiden übrigen (Power und Case) nicht mal über eine Drehzahlüberwachung verfügen. Während der Anschluss "CPU" mit vier Kontakten ausgestattet ist, finden wir bei den übrigen lediglich drei Pins.


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Folgende Optionen stehen für die Lüftersteuerung zur Auswahl:

Das ECS P55H-AK bietet eine brauchbare Lüfterregelung, doch wir haben auch schon bessere Lösungen gesehen. Mit den Anschlüssen Power und Case sollte man nur Lüfter verbinden, die von Hause aus recht leise arbeiten, da hier keine Regelung möglich ist.




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Taktraten
Obwohl Intel den Core i7 870 mit einer Taktrate von 2,93 GHz anpreist, läuft dieser Prozessor dank der Turbostufen unter Last mit 3,20 bis 3,60 GHz. Für jede Taktstufe wird die Spannung geändert, um die vorgegebenen Grenzwerte für Temperatur und Stromstärke einhalten zu können. Standardmäßig hat ECS beim P55H-AK die C-States deaktiviert, so dass wir die Turbostufen nicht ganz auskosten konnten. Erst nachdem diese Funktion im BIOS freigeschaltet wurde, stand uns die volle Bandbreite zur Verfügung.


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Folgende Tabelle fasst die Spannungen und Taktraten des ECS P55H-AK und zweier Vergleichsplatinen zusammen:

Takt / SpannungECS
H57H-MUS
ECS
P55H-AK
MSI
P55A-GD65
Takt, Idle1197,0 MHz1200,1 MHz1203,0 MHz
Spannung, Idle0,876 V0,900 V0,864 V
Takt, 1 Thread3589,1 MHz3598,5 MHz3607,3 MHz
Spannung, 1 Thread1,260 V1,296 V1,216 V
Takt, 2 Threads3456,3 MHz3465,2 MHz3473,7 MHz
Spannung, 2 Threads1,248 V1,248 V1,192 V
Takt, 3 Threads3192,0 MHz3200,2 MHz3207,9 MHz
Spannung, 3 Threads1,214 V1,224 V1,128 V
Takt, 4 Threads3192,0 MHz3066,8 -
3200,1 MHz
3208,1 MHz
Spannung, 4 Threads1,212 V1,236 -
1,188 V
1,136 V
Basistakt133,0 MHz133,3 MHz133,7 MHz
QPI-Takt2393,9 MHz2400,1 MHz2406,1 MHz
Speichertakt664,9 MHz666,7 MHz668,3 MHz

Im Gegensatz zu MSI verzichtet ECS auf eine Erhöhung des Basistaktes, legt aber durchweg höhere Spannungen an. Werden vier Kerne belastet, hält das ECS P55H-AK die gewünschten 3.200 MHz nicht konstant, sondern schaltet immer wieder um eine Stufe auf 3.067 MHz zurück. Während der Mindertaktung liegt kurioser Weise eine höhere Spannung an als bei der Belastung von lediglich drei Kernen. Welche Auswirkungen wird dies auf den Stromverbrauch haben?

Stromverbrauch
Wir messen den Stromverbrauch des kompletten Systems, wobei wir die sparsame MSI RX2400Pro-TD256EH als Grafikkarte verwenden und als Netzteil das "80 Plus Bronze" zertifizierte be quiet! Straight Power BQT E7 400W einsetzen.

Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
45
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
45
ECS H57H-MUS
BIOS 1.0; DDR3-1333CL9
48
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
50
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
72

Bereits im Leerlauf fällt das ECS P55H-AK durch seinen hohen Stromverbrauch auf. Gut, dieses Mainboard beherbergt jeweils zwei zusätzliche Controller für SATA 6 Gb/s und USB 3.0 sowie die PCIe-Brücken NVIDIA nForce 200 PCI Express und PLX PEX 8608, dennoch sind 50 Prozent Mehrverbrauch recht heftig.

Stromverbrauch Last mit 4 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
126
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
140
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
144
ECS H57H-MUS
BIOS 1.0; DDR3-1333CL9
164
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
180

Belasten wir den Core i7 870 mit vier bzw. acht Threads des Tools Core2MaxPerf, steigt der Stromverbrauch des Prozessors auf bis zu 95 Watt an. Abermals sehen wir das ECS P55H-AK am Ende des Feldes, doch hierbei gilt zu beachten, dass diese Hauptplatine die Turbo-Taktrate von 3,2 GHz nicht konstant halten konnte. Immer wieder wurde der CPU-Takt um 133,3 MHz reduziert, was sich positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. Gleiches gilt für das MSI H55M-E33, welches den Core i7-870 sogar bis auf 2.933 MHz herunter bremste, doch hier wird zumindest tatsächlich Strom gespart.

Stromverbrauch Last mit 8 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
126
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
138
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
144
ECS H57H-MUS
BIOS 1.0; DDR3-1333CL9
162
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
180

Der Einsatz von HyperThreading sorgt für keine zusätzliche Belastung, der Verbrauch geht bei mehreren Mainboards sogar ein wenig zurück. Selbst wenn wir die umfangreiche Ausstattung mit in die Waagschale werfen, kann das ECS P55H-AK in Hinblick auf seine Energieeffizienz keinen Blumentopf gewinnen.




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Hinweis zu den Benchmarks
EIST, der Turbo-Modus sowie die C-States waren bei allen Messungen aktiviert, so dass der Core i7 870 jeweils mit der höchstmöglichen Taktstufe arbeiten konnte. Weiterhin wurde in allen Tests HyperThreading verwendet. Lediglich für die Messungen des Datendurchsatzes an SATA, PCIe und USB wurde das Heruntertakten der CPU deaktiviert.

Datendurchsatz: SATA, PCIe und USB
Betrachten wir nun den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen, den USB-Anschlüssen sowie die Performance der beiden PCIe-x1-Steckplätze. Für diese Tests verwenden wir ein Solid State Drive vom Typ Crucial RealSSD C300 128GB FW0002, welches wir an den jeweiligen Anschlüssen des Mainboards bzw. an einem SATA-6Gb/s-Controller mit Marvell-Chipsatz betreiben. Vergleichswerte liefert uns das ASUS P6T Deluxe:

SATA: HDTune Pro 3.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS P6T Deluxe
PCIe-x1-Karte 6Gb/s
364.4
369.9
346.9
MSI P55A-GD65
Marvell SE9128 6 Gb/s
359.6
365.3
348.5
ECS P55H-AK
Marvell SE9128 6 Gb/s
interne Anschlüsse
359.5
365.3
347.6
ASUS P6T Deluxe
Intel ICH10R 3Gb/s
270.0
270.1
269.9
MSI P55A-GD65
Intel P55 3 Gb/s
266.6
268.2
266.5
ECS P55H-AK
Intel P55 3 Gb/s
266.0
267.3
265.9
ECS P55H-AK
Marvell SE9128 6 Gb/s
eSATA-Anschlüsse
260.7
261.1
260.3
MSI P55A-GD65
JMicron JMB363 3 Gb/s
134.4
134.8
134.4

Während unser Solid State Drive am internen Marvell SE9128 problemlos funktionierte, verweigerte uns der für die beiden eSATA-Anschlüsse zuständige Marvell SE9128 jeden Zugriff auf das Crucial RealSSD C300 128GB FW0002. Wir konnten daher lediglich eine Messung mit Intels X25-V 40 GB durchführen, welches nur SATA 3 Gb/s unterstützt. Zumindest belegt diese Messung, dass der eSATA-Controller nicht durch die PCIe-Anbindung limitiert wird. An den SATA-Anschlüssen des Intel P55 erzielen wir dann wieder den zu erwartenden Datendurchsatz.

Was passiert, wenn Marvells Controller über die PCIe-Anbindung des P55 läuft, zeigt folgender Vergleich an der PCIe-x1-Karte:

PCIe: HDTune Pro 3.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS P6T Deluxe
PCIe-x1-Karte 6Gb/s
364.4
369.9
346.9
MSI P55A-GD65
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
blauer Slot (5,0 GT/s)
357.3
362.4
349.7
MSI P55A-GD65
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
schwarzer Slot (2,5 GT/s)
197.5
198.5
196.8
ECS P55H-AK
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
unterer Slot (2,5 GT/s)
197.5
198.0
196.9
ECS P55H-AK
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
oberer Slot (2,5 GT/s)
196.6
196.7
196.4

Beide PCIe-x1-Slots des ECS P55H-AK hängen an Intels P55-Chipsatz, dessen Lanes auf 2,5 GT/s beschränkt sind. Dies bremst unseren SATA-6Gb/s-Controller deutlich aus, weshalb die Datentransfers geringer ausfallen als an den SATA-3Gb/s-Anschlüssen des Chipsatzes selbst.

Kommen wir nun zu den USB-Anschlüssen, wobei uns die Dockingstation RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B als Adapter für unser Crucial RealSSD C300 128GB FW0002 dient. Vergleichswerte liefert zudem eine PCIe-x1-Karte, welche mit einem Controller von NEC bestückt ist:

USB: HDTune Pro 3.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ECS P55H-AK
NEC D720200FI USB 3.0
vordere Anschlüsse
191.9
195.9
191.4
ECS P55H-AK
NEC D720200FI USB 3.0
hintere Anschlüsse
191.9
192.0
191.6
MSI P55A-GD65
PCIe-x1-Karte USB 3.0
191.8
191.9
191.6
ASUS P6T Deluxe
PCIe-x1-Karte USB 3.0
188.3
188.8
188.1
MSI P55A-GD65
NEC D720200FI USB 3.0
177.9
190.8
177.4
ECS P55H-AK
PCIe-x1-Karte USB 3.0
132.4
132.9
132.2
ASUS P6T Deluxe
Intel ICH10R USB 2.0
33.3
33.3
33.3
ECS P55H-AK
Intel P55 USB 2.0
33.3
33.3
33.3
MSI P55A-GD65
Intel P55 USB 2.0
30.6
30.7
30.4

Der durchschnittliche Durchsatz über die USB-3.0-Anschlüsse des ECS P55H-AK ist knapp 6-mal höher als über USB 2.0. Dies liegt im Rahmen dessen, was wir von anderen Mainboards und unserer Controller-Karte gewohnt sind. In den PCIe-x1-Steckplätzen des ECS P55H-AK liefert die Controller-Karte allerdings um 60 MB/s geringere Werte, denn hier bremst der Chipsatz die USB-3.0-Schnittstellen aus.




ECS P55H-AK - Intel P55 mit SLI, CrossFire, USB 3.0 und SATA 6 Gb/s - Druckansicht - Seite 10 von 20

SiSoft Sandra 2010c (16.26): Arithmetik und Multimedia
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2010c (16.26).

SiSoft Sandra 2010c Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
94.26
61.20
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
93.76
61.00
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
91.50
60.92
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
90.64
60.69
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
86.00
57.6

Obwohl das ECS P55H-AK bereits einige Monate Reifezeit hinter sich hat, sehen wir bei dieser Hauptplatine ein Performance-Problem: Werden alle Kerne unseres Core i7-870 ausgelastet, taktet das Mainboard regelmäßig von 3.200 MHz auf 3.066 MHz zurück, so dass insbesondere die CPU-Messungen von Sandra hier deutlich geringere Ergebnisse liefern. Ein ähnliches Verhalten zeigte auch das MSI H55M-E33, doch dieses Motherboard reduzierte den CPU-Takt sogar auf 2,93 GHz.

Wir bleiben bei den synthetischen Messungen und betrachten nun typische Multimedia-Berechnungen:

SiSoft Sandra 2010c Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
173.64
129.56
70.32
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
173.26
129.00
70.00
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
170.14
124.91
67.86
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
169.50
124.19
67.52
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
158.95
118.30
64.15

Auch bei den Multimedia-Berechnungen macht sich die zeitweise Taktreduzierung negativ bemerkbar und das ECS P55H-AK landet nur auf dem vorletzten Platz. Einzig das MSI H55M-E33 hat noch mehr Probleme mit dem Turbo-Betrieb.




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SiSoft Sandra 2010c (16.26): Kryptographie und Speicherbandbreite
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2010c messen kann. Getestet wird mit einer AES256 (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung und dem Secure Hash Algorithm (SHA256). Im Gegensatz zu den Clarkdale-Prozessoren fehlt unserem Core i7 870 noch die AES-Beschleunigung.

SiSoft Sandra 2010c Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
578
839
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
573
829
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
555
820
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
553
817
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
528
762

Die Kryptographie bestätigt die bisherigen Reihenfolge: Auch dieser Test belastet alle vier Kerne unseres Core i7-870, so dass die Modelle ECS P55H-AK und MSI H55M-E33 abermals über den Turbo stolpern.

Zuletzt betrachten wir die Speicherbandbreite: Da das MSI H55M-E33 die Zusammenarbeit mit Corsairs TR3X6G1600C8D (DDR3-1600CL8) verweigerte, mussten wir aus Gründen der Vergleichbarkeit mit zwei 1 GByte Modulen von Qimonda vorliebnehmen, welche als DDR3-1333CL9-9-9-24 betrieben wurden.

SiSoft Sandra 2010c Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
15.54
15.50
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
15.46
15.46
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
15.40
15.42
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
15.38
15.44
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
15.38
15.40

Der Turbo-Betrieb hat nur geringfügige Auswirkungen auf die Speicherbandbreite, so dass wir das ECS P55H-AK diesmal auf dem zweiten und das MSI H55M-E33 auf dem dritten Platz finden.




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Cinebench 10 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 10 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance.

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
18565
4637
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
18543
4572
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
18368
4599
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
17998
4624
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
16907
4595

Solange Cinebench 10 nur einen Kern belastet, kann das ECS P55H-AK ganz oben mitspielen und erzielt das zweitbeste Ergebnis. Arbeiten wir hingegen mit acht Threads, liegt der mögliche Turbo-Takt von 3.200 MHz einmal mehr nicht dauerhaft an, so dass dieses Mainboard abermals zurückfällt. Nur das MSI H55M-E33 reduziert den Takt noch stärker.

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
3948.88
856.11
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
3940.92
847.45
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
3909.13
853.30
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
3819.28
856.07
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
3620.65
852.29

POV-Ray verhält sich ganz genauso wie CineBench 10: Abermals findet sich das ECS P55H-AK auf dem zweiten Rang, sofern nur ein Kern belastet wird. Nutzen wir jedoch acht Threads, fehlt es an Turbo-Power. Schade.




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WinRAR 3.91: Archivieren
WinRAR ist ein weit verbreiteter Packer, der seine Arbeit auf 8 Threads verteilen kann. Wir packen die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite mit WinRAR und stoppen die Zeit.

WinRAR 3.91 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
95
244
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
95
245
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
96
244
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
96
245
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
97
244

Obwohl WinRAR alle Kerne verwendet, ist die Last nicht so hoch wie bei reinen CPU-Tests. Dies spült überraschend unsere beiden Turbo-Problemfälle an die Spitze, wobei MSIs H55M-E33 knapp vor dem ECS P55H-AK liegt.

Windows Movie Maker: Video-Encoding
Als Video-Software verwenden wir den Windows Movie Maker, welcher zum Lieferumfang von Windows Vista Ultimate SP2 gehört. Wir konvertieren eine 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach Windows Media HD1080p und stoppen die Zeit.

Windows Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
77.09
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
77.80
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
79.41
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
79.49
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
79.82

Auch der Windows Movie Maker verwendet alle Kerne und wieder kann sich das MSI H55M-E33 überraschend an die Spitze des Feldes setzen. Das ECS P55H-AK findet sich immerhin im Mittelfeld.

Audacity 1.3.10: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format bei Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.

Audacity 1.3.10: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
179
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
180
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
180
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
180
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
181

Audacity kann leider nur einen Kern auslasten, so dass alle Hauptplatinen den maximalen Turbotakt von 3,60 GHz verwenden und die Resultate nur geringfügig von einander abweichen.




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Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hatte, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comic-artige Grafik ist zwar durchaus gelungen aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Wir haben alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt. Im Test beschränken wir uns auf 1280 x 1024 Bildpunkte ohne Kantenglättung, da ansonsten die Leistung der Grafikkarte zu stark in den Vordergrund treten würde.

Street Fighter IV in fps (1280x1024, kein AA, kein AF, hoch/max)
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
167.70
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
167.59
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
167.55
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
167.46
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
166.63

Bei "Street Fighter IV" liegen alle Mainboards dicht beisammen, dennoch hält das ECS P55H-AK diesmal die rote Laterne. Ist dies ein einmaliger Ausrutscher oder bremsen die zusätzlichen Latenzen, welche die Integration des nForce 200 mit sich bringt?




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Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.

HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt. Weiterhin haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt. Im Test beschränken wir uns wieder auf 1280 x 1024 Bildpunkte ohne Kantenglättung.

Tom Clancy's HAWX in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
86
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
86
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
86
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
85
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
83

Auch bei "Tom Clancy's HAWX" belegt das ECS P55H-AK nur den letzten Platz. Erst wenn zwei oder drei Grafikkarten zum Einsatz kommen, kann dieses Mainboard Kapital aus den zusätzlichen PCIe-Lanes schlagen.




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Colin McRae DiRT 2 (DX9/11)
Colin McRae DiRT 2 ist ein aktuelles Rennspiel mit einem kleinen Haken: Es unterstützt zwar DirectX 9 und 11 aber kein DirectX 10 oder 10.1. Wer DiRT 2 mit einer DirectX-10-Karte testet, muss daher mit DirectX 9 vorlieb nehmen. Wir haben die offizielle Benchmark-Funktion des Spiels verwendet und die Strecke Baja mit einem Auto befahren.

Kommen mehrere Autos zum Einsatz, fällt die Framerate etwas niedriger aus, schwankt aber auch deutlich. Für unseren Test haben wir alle Einstellungen auf die höchste Stufe gesetzt. Auch diesmal verwenden wir 1280 x 1024 Bildpunkte ohne Kantenglättung.

Colin McRae DiRT 2 in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
MSI P55A-GD65
BIOS 1.5B3; DDR3-1333CL9
82.2
MSI P55-GD55
BIOS 1.4; DDR3-1333CL9
82.0
MSI H55M-E33
BIOS 1.7; DDR3-1333CL9
81.9
ECS P55H-AK
BIOS 093010; DDR3-1333CL9
81.3
ECS H57H-MUS
BIOS 080016; DDR3-1333CL9
80.2

Bei "Colin McRae DiRT 2" hält das ECS P55H-AK den Anschluss und kann sich zumindest auf den vorletzten Platz retten. Dennoch hatten wir von diesem Mainboard mehr erwartet.




ECS P55H-AK - Intel P55 mit SLI, CrossFire, USB 3.0 und SATA 6 Gb/s - Druckansicht - Seite 17 von 20

Übertakten
Mit dem MSI P55A-GD65 hatten wir stabile 4,02 GHz mit einem Basistakt von 182,5 MHz und dem Standard-Multiplikator 22 erreicht. Wird das ECS P55H-AK diesen Wert überbieten können?


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Das Mainboard von ECS gelangt auch dann noch ins BIOS, wenn wir den Basistakt über die Marke von 200 MHz drücken, doch der Start von Windows misslingt. Mit einem Basistakt von 195 MHz gelangen wir auf die Windows-Oberfläche, doch dann stürzen unsere Benchmarks ab. Mit 190 MHz und einer leichten Spannungserhöhung läuft dann alles stabil - die Belohnung sind 4,17 GHz bei Last auf allen vier Kernen.


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Mit Sicherheit wäre noch das eine oder andere Megahertz mehr möglich gewesen, aber wir wollten nicht auf EIST verzichten. Dank dieser Stromspartechnik werden Spannung und Taktrate im lastfreien Betrieb reduziert.


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Den Speichertakt haben wir zu Gunsten des maximalen CPU-Taktes etwas reduziert, am Ende sind es DDR3-1138 mit Latenzen von CL9-9-9-24.




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Übertakten: Benchmarks
Während wir mit dem MSI P55A-GD65 bei Belastung aller Kerne eine Übertaktung um 24,4 bzw. 25,5 Prozent erreichen konnten, beläuft sich die Steigerung beim ECS P55H-AK auf 30,4 Prozent. Doch kann die Hauptplatine diesen Mehrtakt auch in Mehrleistung umsetzen?

SiSoft Sandra 2010c Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
ECS P55H-AK
manual OC: 4,17 GHz
122.67
79.77
MSI P55A-GD65
manual OC: 4,02 GHz
118.00
76.77
MSI P55A-GD65
OC-Genie: 3,98 GHz
117.00
76.13
ECS H57H-MUS
manual OC: 3,66 GHz
107.51
70.00
MSI P55-GD55
manual OC: 3,66 GHz
107.20
69.70
MSI P55A-GD65
Default/Turbo: 3,20 GHz
94.26
61.20
MSI P55-GD55
Default/Turbo: 3,20 GHz
93.76
61.00
ECS H57H-MUS
Default/Turbo: 3,20 GHz
91.50
60.92
ECS P55H-AK
Default/Turbo: 3,20 GHz
90.64
60.69

SiSoft Sandra 2010c Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
ECS P55H-AK
manual OC: 4,17 GHz
226.00
168.79
91.60
MSI P55A-GD65
manual OC: 4,02 GHz
218.00
162.43
88.13
MSI P55A-GD65
OC-Genie: 3,98 GHz
216.19
160.87
87.40
ECS H57H-MUS
manual OC: 3,66 GHz
198.20
148.00
80.36
MSI P55-GD55
manual OC: 3,66 GHz
198.00
147.25
80.00
MSI P55A-GD65
Default/Turbo: 3,20 GHz
173.64
129.56
70.32
MSI P55-GD55
Default/Turbo: 3,20 GHz
173.26
129.00
70.00
ECS H57H-MUS
Default/Turbo: 3,20 GHz
170.14
124.91
67.86
ECS P55H-AK
Default/Turbo: 3,20 GHz
169.50
124.19
67.52

In Hinblick auf die reine Rechenleistung sehen wir beim ECS P55H-AK eine Steigerung um durchschnittlich 34,3 Prozent. Hierbei muss man allerdings berücksichtigen, dass dieses Mainboard im Normalbetrieb zeitweise untertaktet.

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
ECS P55H-AK
manual OC: 4,17 GHz
23912
5638
MSI P55A-GD65
manual OC: 4,02 GHz
23312
5625
MSI P55A-GD65
OC-Genie: 3,98 GHz
22948
5610
MSI P55-GD55
manual OC: 3,66 GHz
20870
5150
ECS H57H-MUS
manual OC: 3,66 GHz
20504
4857
MSI P55A-GD65
Default/Turbo: 3,20 GHz
18565
4637
MSI P55-GD55
Default/Turbo: 3,20 GHz
18543
4572
ECS H57H-MUS
Default/Turbo: 3,20 GHz
18368
4599
ECS P55H-AK
Default/Turbo: 3,20 GHz
17998
4624

Werden acht Threads genutzt, kann Cinebench 10 64-Bit beim ECS P55H-AK um 32,9 Prozent zulegen. Kommt nur ein Thread zum Einsatz, liegt die Verbesserung lediglich bei 21,9 Prozent. Ursache hierfür ist der höhere Turbo-Takt im Standard-Betrieb, wenn nur ein Kern belastet wird.

Übertakten: Stromverbrauch
Betrachten wir nun die Kehrseite des Übertaktens, den deutlich höheren Stromverbrauch:

Stromverbrauch Idle / 4 / 8 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI P55-GD55
Default/Turbo: 3,20 GHz
45
140
138
MSI P55A-GD65
Default/Turbo: 3,20 GHz
50
144
144
ECS H57H-MUS
Default/Turbo: 3,20 GHz
48
164
162
ECS H57H-MUS
manual OC: 3,66 GHz
51
171
170
ECS P55H-AK
Default/Turbo: 3,20 GHz
72
180
180
MSI P55A-GD65
manual OC: 4,02 GHz
102
228
230
MSI P55-GD55
manual OC: 3,66 GHz
81
231
231
MSI P55A-GD65
OC-Genie: 3,98 GHz
126
252
252
ECS P55H-AK
manual OC: 4,17 GHz
75
261
261

Bereits im Standard-Betrieb ist das ECS P55H-AK kein Kostverächter, doch wenn wir die Taktschraube um 30,4 Prozent anziehen, steigt der Stromverbrauch zugleich um 45 Prozent. Anders sieht es im Leerlauf aus, dort sehen wir kaum Veränderungen im Vergleich zum Verbrauch mit Standard-Takt.




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Kompatibilität: Arbeitsspeicher
Kommen wir nun zur Speicherkompatibilität des ECS P55H-AK. Wir haben das Mainboard mit unterschiedlichen Speicherkonfigurationen bestückt und die Stabilität des Systems unter Windows Vista Ultimate 64-Bit mit Core2MaxPerf und Tom Clancy's HAWX getestet. Während Core2MaxPerf mit zwei Threads lief, beschäftigte HAWX die beiden übrigen Kerne sowie die Radeon HD 4870. Die Laufzeit pro Konfiguration lag bei 12 Stunden.

Stabilitätstest: Core2MaxPerf + HAWX
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tstabil
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
800@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
GeIL GV34GB1333C9DC
2x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1TAbsturz
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
GeIL GV34GB1333C9DC
4x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tstabil

Mit zwei Modulen kommt das ECS P55H-AK sehr gut zurecht und auch die DDR3-1600CL8-Module von Corsair laufen stabil, sofern wir die Spannung - wie vom Hersteller vorgegeben - auf 1,65 Volt anheben. Sollen vier Speicherriegel zum Einsatz kommen, empfiehlt es sich, baugleiche oder zumindest ähnliche Module zu verwenden. Die sehr heterogene Kombination aus Corsair TR3X6G1600C8D und Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F lässt das Testsystem jedenfalls nach wenigen Sekunden einfrieren.

Testnotizen zum ECS P55H-AK
Im Großen und Ganzen funktionierte das ECS P55H-AK problemlos und lief im gesamten Test ohne Abstürze - unsere Übertaktungsversuche seien an dieser Stelle einmal ausgenommen. Folgende Auffälligkeiten müssen wir jedoch festhalten:

Was das ECS P55H-AK in unserem Test zurück wirft, ist seine mäßige Performance. Werden alle vier Kerne des Core i7-870 belastet, schaltet das Mainboard den Turbo-Takt immer wieder für wenige Sekunden von 3.200 auf 3.067 MHz zurück. Auch die Grafikleistung fällt eher bescheiden aus, denn NVIDIAs nForce 200 kann seine Vorteile erst dann ausspielen, wenn zwei oder besser gleich drei Grafikkarten zum Einsatz kommen. Verwendet man jedoch nur eine Grafikkarte, entstehen lediglich zusätzliche Latenzen.




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Fazit: ECS P55H-AK
GutMit dem P55H-AK hat uns ECS gezeigt, wie ein P55-basierendes Mainboard in Vollausstattung aussehen muss. Jeweils zwei Controller für Gigabit-LAN, SATA 6 Gb/s und USB 3.0 sind bei diesem Chipsatz nur die halbe Miete, da Intel die PCIe-Lanes auf 250 MB/s ausgebremst hat. Da ECS aber zusätzlich auch eine PCIe-Brücke vom Typ PLX ExpressLane PEX8608 verbaut, stehen den Controllern zeitgemäße 500 MB/s zur Verfügung. Auch beim dritten PCIe-x16-Steckplatz verzichtet der Hersteller auf halbherzige Experimente mit vier Lanes, sondern greift mit NVIDIAs nForce 200 gleich in die Vollen: Einerseits erhalten die PCIe-x16-Slots Nummer zwei und drei jeweils 8 Lanes, andererseits ist der SLI-Betrieb mit bis zu drei Grafikkarten möglich. Und AMDs CrossFireX wird von Intels P55 ja sowieso unterstützt. Ist das ECS P55H-AK also der erwartete Überflieger?


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Nicht ganz, denn in unseren Benchmark-Messungen verpasst das Motherboard die Spitzenpositionen recht deutlich. Dies gilt insbesondere für Messungen, die alle vier Kerne des Core i7-870 belasten, denn dann hält das ECS P55H-AK die maximal mögliche Turbo-Taktrate von 3,2 GHz nicht konstant. Der Rückstand auf die P55-Modelle von MSI ist zwar nicht gravierend, doch von einer Hauptplatine dieser Preisklasse erwarten wir einfach mehr. Auch NVIDIAs nForce 200 entpuppt sich als Spaßbremse, da unser Testsystem lediglich mit einer einzelnen Grafikkarte bestückt ist. Erst wenn zwei oder drei Grafikkarten im Verbund arbeiten, kann dieser Chip den Vorteil seiner zusätzlichen PCIe-Lanes in die Waagschale werfen. Mit einer Karte ergeben sich lediglich zusätzliche Latenzen. Ein weiterer Kritikpunkt ist der hohe Stromverbrauch in allen Lastzuständen. ECS setzt auf eine optimale Ausstattung, doch die zusätzlichen Controller verbrauchen auch Strom. Wenn man sich für dieses Mainboard entscheidet, sollte man die gebotenen Funktionen auch nutzen, ansonsten verschwendet man lediglich Strom. Für Käufer, die lediglich eine einzelne Grafikkarte betreiben wollen, ist das ECS P55H-AK jedenfalls die falsche Wahl.

Das ECS P55H-AK sollte bereits im Herbst 2010 für 230 Euro in den Handel kommen. Dieser Test zeigt, dass dieses Mainboard mit dem Billig-Image, welches ECS/Elitegroup vor wenigen Jahren noch anhaftete, nichts mehr zu tun hat und der Preis durchaus fair kalkuliert war. Dennoch fand das Mainboard nie seinen Weg in den europäischen Handel. Das ist sehr schade, denn diese Hauptplatine hat mehr Aufmerksamkeit verdient - auch seitens ECS, denn das aktuellste BIOS datiert auf den 30. September 2010. Wir haben uns dennoch entschlossen, das ECS P55H-AK im Rahmen eines vollständigen Tests vorzustellen, da Mainboards schlicht und einfach unsere Leidenschaft sind. Zudem ist dies eine gute Gelegenheit, den Sockel LGA1156 nach seinem kurzen Zwischenspiel würdig zu verabschieden. Die Endnote "Gut" für das ECS P55H-AK ist aufgrund der mangelhaften Verfügbarkeit dieses Mainboards jedoch eher von akademischer Natur.




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