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Neu von MSI

EPoX 8K3A+ oder die Suche nach einem Referenzsystem - 2/6
28.05.2002 by holger

Der VIA KT333 Chipsatz
Es ist ein Jahr her, da stolperten wir über Datenverluste bei VIAs KT133A Chipsatz. Der VIA KT133A baute auf seinen Vorgängern KT133 und KX133 auf und erweiterte lediglich deren Ausstattung auf ATA100 und den 133/266 MHz Frontsidebus. Im Sommer 2001 erschien dann der KT266 und brachte uns neben DDR-RAM auch den V-Link, eine direkte Anbindung von North- und Southbridge, welche den Engpaß PCI-Bus umging. Die Performance konnte noch nicht ganz überzeugen und hier und da gab es auch schon mal Probleme mit einigen Speicherriegeln. Aber der VIA KT266 war ein Schritt in die richtige Richtung. Der Nachfolger KT266A kam bereits im Herbst 2001 und legte in der Leistung deutlich zu. Auch dieser Chipsatz erwies sich als sehr zuverlässig. Nun folgt der VIA KT333 und bringt drei Neuerungen: die VT8233A "lowcost" Southbridge VT8233A beherrscht ATA133, wobei hier kaum Vorteile gegenüber ATA100 zu erwarten sind, und bietet nur noch vier USB-Anschlüsse, die Northbridge bringt uns DDR333/PC2700 Speicher. Des Weiteren wurde der Advanced PIC (programmierbarer Interrupt-Controller) aus der SB VT8233A verbannt. Der kommenden VT8235 soll diese wichtige Funktion wieder implementiert werden.
Natürlich muss sich VIA die Frage gefallen lassen, was 166/333 MHz an Speichertakt bringen, da AMD lediglich Prozessoren mit einem Frontsidebus von 100/200 MHz (Duron) und 133/266 MHz (Athlon XP) herstellt. Speicher und Frontsidebus laufen für gewöhnlich asynchron - falls man sich nicht einen entsprechenden Prozessor selbst bastelt. Michael hat umfangreiche Tests mit einem entsperrten Duron während des Asus A7V333-Tests durchgeführt. Dieser Test hat jedoch eine andere Zielsetzung: Indem wir in diesem Test Benchmarks durchführen, dienen diese Resultate als zukünftige Vergleichswerte für kommende Board-Tests: Die Speicher-Riegel werden mit 266 MHz und per SPD ermittelten Timings betrieben und mit 333 MHz (ebenfalls mit SPD-Timings). Schnellere Timings unter Verwendung von 333 MHz erscheinen uns momentan zwar durchführbar, aber leider für den Leser nicht nachvollziehbar. Zu unsicher ist der stabile Betrieb mit schärfsten Timings, was nützt es euch, wenn wir die Riegel stabil betreiben können, ihr aber nicht. DDR2700 ist einfach n o c h zu neu.


schicke Verpackung...
   
und der gut ausgestattete Inhalt

Das EPoX 8K3A+
EPoX steht in dem Ruf, stabile und hochwertige Platinen herzustellen. Die Versorgung mit Bios-Updates ist hervorragend, selbst die bei anderen Herstellern oft vernachlässigte Fixing-Liste steht zur Verfügung.

Ausstattung

EPoX 8K3A+
DDR-RAM3 (3GB: PC1600, PC2100 oder PC2700)
AGP-Pro, PCI, ISA, ACR1 (4x), 6, 0, 0
COM, LPT, USB2, 1, 4 (Adapter beigelegt)
UDMA133/Raid2 / 2 (optional, Highpoint HPT 372 ATA133 )
Sounda, 6 Kanal AC97 Digital Audio
Hardwaremonitorja
Lüfteranschluß3

Uns lag das Board in der Revision 1.1 vor und war mit dem Highpoint HPT 372 bestückt. Wie bei EPoX üblich, gehört die 7-segment Anzeige, die schnelles und zuverlässiges Debugging ermöglicht, mit zur Ausstattung. Ungewöhnlicher erscheint da schon der 6. PCI-Slot, da der KT333 eigentlich nur 5 Slots unterstützt. Um Sharing-Konflikten aus dem Wege zu gehen, findet sich im sehr guten und umfangreichen Handbuch die Interrupt-Request-Tabelle, die zugleich verrät, dass der 6. PCI mit dem 4. shared. Nun gut, wir sind von VIA wie eh und je üblich, nur 4 INT-Leitungen gewohnt, damit muss man auskommen.

INT-AINT-BINT-CINT-D
PCI 1X---
PCI 2-X--
PCI 3--X-
PCI 4---X
PCI 5--X-
PCI 6---X
AGPX---
OnBoard Audio-X--
OnBoard USB 1.1A---X
OnBoard USB 1.1B---X
Highpoint RAIDX---
Der Interrupt Request Table des EPoX 8K3A+

Leider verfügt das Board nicht über den APIC-Mode, der nur unter Windows 2000, XP und Linux nutzbar ist. Mehr zum Thema APIC findet ihr im A7V333-Review. Dieser Umstand ist schnell erklärt: Die VT8233A wurde um den Advanced PIC beraubt, wer jedoch sämtliche Legacy-Geräte abschaltet, der hat keinen Vorteil zum APIC-Mode. EPoX hätte natürlich die Möglichkeit gehabt, den Advanced PIC, wie zu Intel-BX-Zeiten üblich, durch einen gesonderten Baustein nachzurüsten. Dies ist jedoch nicht der Fall und durch den Umstand erklärbar, dass der Trend eindeutig hin zu USB und Co geht. Diejenigen, die COM- und LPT-Ports benötigen, hätten APIC bestimmt gerne gesehen. Schade!


RAID und Debug-Anzeige,
   
3-phasige Spannungsversorgung

Durch den 6. PCI-Slot wird es eng auf dem Board. Wird eine GeForce 3 Ti500 auf dem Board installiert, so kommt es zu keinen Konflikten mit den Speicherbänken. Wird dahingegen eine GeForce 4 eingesetzt, so muss zum RAM-Tausch die Grafikkarte ausgebaut werden. An dieser Stelle kommt der Tester in Verlegenheit: Einerseits sind 6 PCI-Slots eine feine Sache, die kein anderes Board bietet, andererseits können die RAM-Bänke wirklich nicht weiter an den oberen Rand der Platine verschoben werden, da ansonsten die ATX-Norm gesprengt werden würde. Daher entschieden wir uns an dieser Stelle keine Punkte abzuziehen, da nach erfolgter Speicherbestückung und unter Verwendung einer GeForce 4 Ti bestimmt nicht ständig der RAM ausgetauscht wird - oder doch? Da sich unser Micron-RAM pudelwohl auf dem Board fühlte, war kein Austausch von Nöten. Ein weiter Kritikpunkt scheint die Platzierung des Stromanschlusses zu sein - kopfschüttelnd hielt ich das Board zunächst in der Hand, um schnell eines besseren belehrt zu werden. Der Stromanschluss befindet sich in unmittelbarer Nähe zu der dreiphasigen Stromversorgung, auch die Rückseite ist, wie bei EPoX üblich, mit Leistungstransistoren bestückt. Wahre Stromversorungs-Highways verlaufen auf der Rückseite zum jeweiligen Stromschlucker. Um einen möglichst günstiges Verlegen des dicken Stromkabels zu gewährleisten, wird der ATX-Stecker einfach horizontal gekippt und auf der Höhe der NB platziert. Dadurch kann das Kabel unterhalb der CPU herumgeführt werden, ohne den zweiten Netzteillüfter von seiner Arbeit abzuhalten. Irgendwie genial - auch wenn der Tester erst im zweiten Anlauf darauf kommt;-) Lob verdient die passiv gekühlte NB; EPoX hat begriffen, dass ein lauter Radaubruder nichts auf einer lauwarmen NB zu suchen hat. Sämtliche Anschlüsse wie Floppy, IDE 1-4 sind gut erreichbar platziert. In einem großen Server-Tower müssen, um die Anschlüsse IDE 3 und 4 zu erreichen, jedoch lange Kabel verwendet werden. Den Besitzer eines kleinen Midi-Server-Gehäuses erfreut jedoch die Platzierung: So bleibt der Kabelsalat an einer Stelle des Gehäuses!


6 PCI Slots und ein ATA133 RAID Controller von HighPoint

Die Auswahl des CPU-Kühlkörpers gibt keinerlei Denksportaufgaben auf - sogar der dicke Swiftech passt problemlos und kann mit dem MB verschraubt werden, so soll es sein. Der Bios-Chip ist gesockelt und im Handbuch wird sogar erläutert, wie ein missglückter Flashvorgang behandelt wird - also der Bios-Chip ausgetauscht wird. Die Anschlussleiste für Reset-, Power-Switch und Co ist vorbildlich beschriftet, ein Blick in das Handbuch kann man sich sparen. Gerade einmal zwei Jumper tummeln sich auf dem Board: Der CMOS-Clear direkt oberhalb des Bios-Chips und ein Jumper zum Einstellen des CPU FSB, wobei dieser nicht nötig ist, da man alle Einstellungen im Bios vornehmen kann.

Der AC97 ist ein wenig kümmerlich ausgefallen: Über das I/O Shield sind gerade einmal ein Line-In, Mikro-In und Speaker-Out ausgeführt. Intern wird ein CD Audio-In, Auxiliary Line-In und ein Anschluss für ein Modem geboten. Ein wenig dünn. Per AC97-Treiber-Konfiguration lassen sich dann den I/O Shield-Anschlüssen jeweils zwei weitere Sound-Kanäle zuweisen: Macht zusammen 6 Kanäle nach 5.1 Standard.
Über den beigelegten USB-Connector lassen sich zwei weitere USB-Anschlüsse nach außen führen. Damit nutzt EPoX alle vier zur Verfügung gestellten Anschlüsse.
Damit hätten wir die Punkte 5 und 6 erfolgreich abgehakt. Sicher, das Design weist kleinere Schwächen auf, diese sind aber durchaus erklärbar und fast vernachlässigbar.

Weiter: 3. CPU-Schutz und Kompatibilität

1. Einleitung
2. Chipsatz und Mainboard
3. CPU-Schutz und Kompatibilität
4. Setup, BIOS und Stabilität
5. Benchmarks: Athlon XP 1800+
6. Fazit

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