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Firefox OS 2.0, 2.1 und 2.2 - Was macht der Fuchs? - Druckansicht - Seite 1 von 7
UPDATES:
Im Juli 2013 hatten wir mit dem Geeksphone Peak, das erste Smartphone mit Firefox OS getestet. Damals war die Version 1.0.1 von Mozillas mobilem Betriebssystem vorinstalliert und die konnte nur bedingt überzeugen. Mittlerweile ist die Entwicklung von Firefox OS 2.0 weitgehend abgeschlossen und auch die Version 2.1 steht schon in den Startlöchern. Höchste Zeit, nochmals einen Blick auf den Fuchs zu werfen!

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Dank Alcatel und ZTE hat sich die Marktsituation etwas gebessert und es finden sich inzwischen mehrere Smartphones mit Firefox OS im Handel, doch die Auswahl ist weiterhin gering und die Preise liegen meist über denen gleich ausgestatteter Android-Modelle. Zudem hat nun auch Microsoft die Einstiegsklasse ins Visier genommen und platziert dort beispielsweise sein Lumia 530, welches man schon für unter 80 Euro findet. Kein Wunder, dass es dem Fuchs schwer fällt, eine Nische zu finden.

17 Monate mit dem Geeksphone Peak

Als uns das Geeksphone Peak Anfang Juni 2013 erreichte, war die Begeisterung groß: Endlich ein unabhängiges Betriebssystem für Smartphones, dessen Quellcode zudem gänzlich offen liegt. Auch das Peak selbst machte einen ordentlichen Eindruck, obwohl die Hardware schon damals nur in der Mittelklasse angesiedelt war. Da das Peak jedoch in erster Linie auf Entwickler abzielte, hatten wir einen unsanften Ritt erwartet und wurden in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht: Firefox OS konnte in der Version 1.0.1 (Gecko 18) leider noch nicht als alltagstauglich bezeichnet werden.

Foto: Das Geeksphone Peak
Das Betriebssystem lief zwar überraschend stabil, doch sein Funktionsumfang lag noch deutlich hinter dem von Android und iOS zurück. Beispielsweise fehlte dem E-Mail-Client die Unterstützung für STARTTLS, so dass der Zugriff auf Anbieter wie Alfahosting, Hosteurope und T-Mobile scheiterte. Bluetooth entpuppte sich als Großbaustelle mit Abstürzen und fehlenden Funktionen: Unsere Tastatur blieb funktionslos und die Kontakte aus dem Adressbuch konnten nicht auf die Freisprechanlage kopiert werden. Weiterhin war die Kamera-App mit den 8 Megapixeln des Peak überfordert und schoss lustige Nostalgiefotos:

Zunächst sahen die Fotos aus wie ein Heimatfilm aus den 50er Jahren...
Da es sich um ein Entwicklertelefon handelt, stellt Geeksphone fast täglich neue Firmware-Updates aller aktuellen Entwicklungsschienen bereit. An sich ein toller Service, doch es gibt weder Tests noch Anpassungen für die Hardware des Peak und so sind Instabilitäten an der Tagesordnung. Anfang Juni 2013 versagte zunächst der Stromsparmodus, in der zweiten Julihälfte kam dann Firefox OS 1.1 (Gecko 18+) und stolperte über die "hohe" Auflösung von 960 x 540 Bildpunkten. Als direkte Folge war der Webbrowser bis in den August hinein unbrauchbar und der schwarze Bildschirm beim Scrollen verschwand sogar erst Anfang September. Zwischendurch war WLAN ohne Funktion, dann gab es wieder Probleme mit dem Stromverbrauch und Mitte Oktober 2013 legte eine neue Kamera-App die Fotofunktion des Peak komplett lahm.
Am 19. November 2013 veröffentlichte Geeksphone dann eine stabile Version 1.1.1, mit der die Kamera erstmals ihre volle Auflösung von 8 Megapixel nutzen konnte. Doch bei dieser Version handelte es sich nicht um Firefox OS, sondern um B2G (Boot to Gecko): Da Geeksphone eigenhändig Anpassungen für das Peak vorgenommen hatte, blieb der offizielle Segen seitens Mozilla nebst Logos und Markennamen verwehrt. Dessen ungeachtet läuft B2G 1.1.1 sauber und brachte neben dem Kamera-Upgrade auch die vermisste Unterstützung für STARTTLS sowie eine Rechtschreibkorrektur mit Wortvorschlägen. Leider handelt es sich bei B2G 1.1.1 nach wie vor um die letzte stabile Version, die für das Geeksphone Peak angeboten wird.
Mit Firefox OS 1.2 (Gecko 26) wurde die Bluetooth-Unterstützung ausgeweitet, aber bei uns lief diese Version nie zuverlässig und am Ende wurde sie auch von keinem Hersteller adaptiert. Besser erging es der Version 1.3 (Gecko 28), die auch auf dem Peak ganz ordentlich läuft - einmal abgesehen vom funktionslosen GPS und der fehlerhaften Erkennung von SIM-Karten. Sollte keine SIM-Karte gefunden werden, muss man den Flugzeugmodus aktivieren und wieder verlassen. Firefox OS 1.3 unterstützt NFC und WebGL und brachte auch einen deutlichen Leistungsschub. Seit dem 9. Juni 2014 ist der Code von Firefox OS 1.4 (Gecko 30) komplett. Dieses Update bringt neue Optionen für die Kamera App und ermöglicht die Nutzung von LTE, CDMA und IPv6.
Auf dem Peak läuft Firefox OS 1.4 aber nicht ganz rund, so dass man auch gleich den Schritt zur Version 2.0 (Gecko 32) machen kann. Der Code von Firefox OS 2.0 wurde am 1. September 2014 fertiggestellt und ist mittlerweile recht stabil. Die zweite Generation bringt ein neues Design, welches das Aussehen und die Bedienung des Betriebssystem weitreichend umkrempelt. Wenn man Firefox OS 2.0 mit einem Firefox-Konto verknüpft, wird dieses automatisch für den Marktplatz und die Funktion "WheresMyFox" verwendet. Über diese lässt sich das Telefon aus der Ferne aufspüren, sperren oder löschen. Und schon am 21. November 2014 soll dann auch der Code von Firefox OS 2.1 (Gecko 34) komplett vorliegen.



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Was bringt Firefox OS 2.0?

Mit der Version 2.0 lässt Firefox OS die Benutzeroberfläche der ersten Generation hinter sich. Der Homescreen ist ab sofort vertikal organisiert, wie man es beispielsweise von Windows Phone her kennt. Horizontale Unterteilungen erlauben dabei eine thematische Sortierung und schaffen etwas Übersicht. Die Icons für Apps und Webseiten sind deutlich größer geworden, da die Zahl der Spalten von vier auf drei reduziert wurde.

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Zugleich haben die Entwickler das Erscheinungsbild der Icons weiter reduziert und beispielsweise den angedeuteten Schatten entfernt. Im Gegensatz zu den Live-Kacheln von Windows Phone 8.1 bieten diese Symbole aber keinen zusätzlichen Informationsgehalt, weshalb uns vier Spalten besser gefallen hatten. Glücklicherweise lässt sich die vierte Spalte über die Einstellungen zurückholen.

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Um zusätzliche Unterteilungen einzufügen, muss man ein Icon an den unteren Rand des Homescreens ziehen - dort lagern sozusagen zusätzliche Linien. Wer seinen Homescreen umfassend personalisieren möchte, muss am Ende viele Icons hoch und runter schieben - eine recht mühselige Arbeit. Die bei Firefox OS 1.x am rechten Rand des Homescreens angedockten Erweiterungsbildschirme ließen sich leichter organisieren.



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Was bringt Firefox OS 2.0? (fortgesetzt)

Eine Alternative stellen die "Intelligenten Sammlungen" dar. Drei davon - "Sozial", "Spiele" und "Musik" - sind auf dem Homescreen vorinstalliert, weitere lassen sich aus dem Internet nachinstallieren. Diese Sammlungen bestehen aus Internetangeboten, welche Mozilla automatisch zuordnet und die sich nicht aus der Sammlung entfernen lassen, sowie lokalen Apps und Links, die thematisch passen. Man kann auch manuell weitere Apps und Links in die Sammlungen kopieren.

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Natürlich wurden nicht nur die Icons optisch überarbeitet, sondern auch die mit diesen verknüpften Apps. Dies zeigt sich beispielsweise an der Telefon-App, dem Kalender, der Uhr und der E-Mail-App. Mit dem Wegfall der seitlichen Homescreen-Erweiterungen haben horizontale Wischgesten eine neue Bedeutung bekommen. Wenn man von der Kante horizontal über den Bildschirm wischt, wechselt man zwischen den zuletzt verwendeten Apps und kann sich den Umweg über die Home-Taste sparen.

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Neu hinzugekommen ist die Funktion "Find My Device" ("Mein Gerät finden"), die intern noch als "WheresMyFox" bezeichnet wird. Mit dieser lässt sich das Smartphone aus der Ferne orten, sperren und sogar löschen. Damit dies funktioniert, muss man zunächst ein Firefox-Konto anlegen und die Funktion anschließend in den Einstellungen aktivieren. Das Firefox-Konto wird natürlich auch für etwaige Einkäufe auf dem offiziellen Marktplatz verwendet.

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Unter der Haube von Firefox OS 2.0 läuft jetzt Gecko 32. Der verbesserte Netzwerkmanager unterstützt sowohl IPv4- als auch IPv6-Adressen. Auch an NFC (Near Field Communication) wurde gearbeitet - erstmals ist es möglich, Kontakte, Dateien und URLs direkt auf ein gepaartes Gerät zu übertragen. Die Kamera-App beherrscht jetzt drei Fokus-Methoden (Automatisch, Gesichtserkennung und Touch) und man soll eigene Musikdateien als Klingeltöne verwenden können. Letzteres funktionierte in unserem Test aber noch nicht.



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Und was ist mit Firefox OS 2.1? (UPDATE vom 03.03.2015)

Während Firefox OS 2.1 im November 2014 noch sehr holprig lief, ist es im Laufe des Januar und Februar 2015 deutlich gereift. Inzwischen nutzen wir Firefox OS 2.1, genauer gesagt den Build vom 19. Februar 2015, im Alltag und abgesehen von sporadischen Grafikfehlern und dem unzuverlässigen GPS gibt es wenig zu meckern. Als Grundlage für Firefox OS 2.1 dient Gecko 34. Optisch konnten wir keine großen Änderungen ausmachen, dafür wurde kräftig an der Barrierefreiheit des Systems gearbeitet.

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Wenn Webseiten auf dem Desktop abgelegt werden, sucht die Version 2.1 nach hochauflösenden Favicons und sorgt damit für eine ansprechendere Optik. Fotos sind nach wie vor auf 5 Megapixel (2.592 x 1.944 Bildpunkte) limitiert, aber die Videoaufnahme funktioniert inzwischen wieder. Die Sektion "Töne" hat eine umfangreiche Überarbeitung erfahren, doch dabei wurde auch die Auswahl der Klingeltöne reduziert. Über die Option "Töne verwalten" kann man endlich auch eigene Klingeltöne in Form von MP3-Dateien einbinden.

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An der Bluetooth-Unterstützung wurde ebenfalls geschraubt und NFC soll schon bald an kompatiblen Kassen für Zahlungen genutzt werden. Bezüglich der Bildschirmfotos bringt die Version 2.1 eine kleine Änderung: Musste man bis einschließlich Firefox OS 2.0 die Tasten "Home" und "Power" gleichzeitig drücken, sind es nun die Tasten "Lautstärke reduzieren" und "Power". Leider ist es beim Peak mit Firefox OS 2.1 nach wie vor nicht möglich, über USB auf die Micro-SD-Karte zuzugreifen. Für erfahrene Benutzer können wir eine Lösung anbieten.

Ganz frisch: Firefox OS 2.2 (UPDATE vom 27.02.2015)

Seit Mitte Februar 2015 stellt Geeksphone auch Firefox OS 2.2 für das Peak zum Download bereit. Während die Version 2.0 offiziell als Beta eingestuft wird und 2.1 als Aurora bezeichnet wird, kommt 2.2 noch aus der Nightly-Schiene und befindet sich in einer frühen Phase der Entwicklung. Man darf daher kein stabiles Betriebsverhalten erwarten! Firefox OS 2.2 basiert auf Gecko 37 und bringt erstmals einen privaten Modus für den Internetbrowser.

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Neben kleineren Designoptimierungen gibt es noch zwei größere Änderungen, die überaus nützlich sind: Neue Mitteilungen werden neuerdings auf dem Sperrbildschirm angezeigt, wo man auch unmittelbar auf diese reagieren kann. Darüber hinaus gibt es jetzt eine Zwischenablage inklusive Cut & Paste.

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Wie zu erwarten läuft die Version 2.2 leider noch nicht rund: Es gibt wieder Grafikprobleme in Form eines unvollständigen Bildaufbaus. Dieser betrifft in erster Linie den Startbildschirm sowie die seitliche Scroll-Leiste. Wechselt man kurz in die Übersicht der geöffneten Apps und kehrt dann zurück, sind die Darstellungsfehler meist behoben. In einigen Builds fehlte die deutsche Übersetzung, über USB kommen wir nicht auf die Micro-SD-Karte und beim Internetzugriff sind Stromverbrauch und Wärmeentwicklung recht hoch.



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Firefox OS 2.0 auf dem Geeksphone Peak

Zum Testzeitpunkt erwies sich Firefox OS 2.1 (Build 20141113092841 vom 13. November 2014) als sehr instabil, so dass wir auf Firefox OS 2.0 Build 20141113072257, ebenfalls vom 13. November 2014, ausweichen mussten. Die Bilder 1 bis 24 unserer Fotostrecke, welche die Einrichtung des Betriebssystems zeigen, stammen von der Version 2.1, doch die Erstkonfiguration von Firefox OS 2.0 läuft genauso ab. Man muss allerdings das USB-Kabel vom Rechner trennen, da die Einrichtung ansonsten abstürzt.

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Am Ende wird unsere SIM-Karte problemlos erkannt und auch die eingesetzte Micro-SD-Karte funktioniert einwandfrei und wir können von Windows auf die darauf gespeicherten Daten zugreifen. Einzig GPS ist (mal wieder) ohne Funktion. In den Einstellungen können wir GPS aktivieren und das entsprechende Symbol wird auch in der Statuszeile angezeigt, doch Anwendungen wie Nokias "Here Maps" greifen auf fehlerhafte WiFi-Positionen zurück und lokalisieren uns knapp zwanzig Kilometer nördlich der tatsächlichen Position.

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Mozilla ist sehr bemüht, seinen Marketplace attraktiver zu machen, so dass es hier regelmäßig zu Verbesserungen kommt. Die Auswahl an Apps ist aber nach wie vor sehr eingeschränkt. Bei der Version 2.0 sind die von Firefox OS 1.x bekannten Klingeltöne noch allesamt vorhanden und der Internetbrowser läuft stabil und zuverlässig. Über die Browser-Einstellungen kann man - wie gehabt - sowohl die Chronik als auch die Cookies löschen, zudem lässt sich eine Standardsuchmaschine vorgeben. Zur Auswahl stehen Yahoo, Bing und Google.

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An die Bedienung des vertikalen Homescreens gewöhnt man sich schnell, doch wenn viele Apps und Webseiten auf diesem hinterlegt werden, wird es schnell unübersichtlich. Die Icons lassen sich problemlos verschieben und auch das Scrollen auf dem Homescreen und in der Kontaktliste läuft wie geschmiert. In den vergangenen Wochen war dies keinesfalls selbstverständlich, stattdessen verliefen das Scrollen und das Bewegen von Icons auf dem Peak nur im zuckelnden Schneckentempo. Nun, da diese Probleme behoben sind, macht die Version 2.0 richtig Spaß. Insbesondere das horizontale Wischen durch die geöffneten Apps ist ein Zugewinn.



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Firefox OS 2.0 auf dem Geeksphone Peak (fortgesetzt)

Die verbesserte Kamera-App kann Gitterlinien anzeigen und verfügt über einen Selbstauslöser. Die manuelle Fokussierung per Touch funktioniert nur bei sehr guten Lichtverhältnissen befriedigend, zudem werden unsere Fotos nur mit 2.592 x 1.944 Bildpunkten (5 Megapixel) gespeichert. Tatsächlich beherrscht das Peak aber 3.264 x 2.448 Bildpunkte (8 Megapixel), doch diese Auflösung konnte bisher nur das seitens Geeksphone modifizierte B2G 1.1.1 bieten.

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Der Internetzugriff gelingt sowohl über WLAN als auch über UMTS. In den vorherigen Builds schaltete sich das WLAN-Modul immer wieder aus und ließ sich dann erst nach einem Neustart reaktivieren. Offenbar konnten die Entwickler diesen Fehler beheben, denn nun können wir problemlos zwischen beiden Techniken hin und her wechseln.

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Spiele wie "Cut the Rope" und "Age of Barbarians" laufen einwandfrei, dafür lässt die App "Mehr Tanken" das Betriebssystem abstürzen. Woran dies liegt, konnten wir leider noch nicht klären. Bisher ist es uns noch nicht gelungen, Musikstücke als Klingelton zu nutzen. Der Musik-App fehlt eine entsprechende Exportfunktion und bei der Konfiguration der Klingeltöne gibt es keine Möglichkeit, um weitere hinzuzufügen.

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Unsere Bluetooth-Tastatur mit QWERTZ-Layout lässt sich zwar problemlos mit dem Peak paaren, nutzt aber nach wie vor das englische QWERTY-Layout. Eine letzte Änderung betrifft das Entwickler-Menü des Peak: Dieses muss unter "Einstellungen", "Geräteinformationen", "Weitere Informationen" zunächst aktiviert werden und findet sich dann mit einem eigenen Eintrag direkt unter "Einstellungen".



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Fazit

Wie steht es also um Firefox OS? Die gute Nachricht lautet: Die Entwicklung des mobilen Fuchses schreitet schnell voran. An allen Ecken und Enden wird fleißig gearbeitet und mit der Version 2.0 bekommt das Betriebssystem einen neuen, frischen Look. Die optisch reduzierten Icons und der vertikal ausgerichtete Homescreen entsprechen dem Trend, bieten funktional aber keinen Vorteil. Abgesehen von wenigen Punkten, die allesamt auf die fehlende Anpassung für das Geeksphone Peak zurückzuführen sind, kann Firefox OS 2.0 überzeugen und hinterlässt einen alltagstauglichen Eindruck. Doch auch die Mitbewerber haben sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt und so konnte Mozilla deren Vorsprung lediglich etwas verkürzen. Betrachtet man den anderen Spätstarter Windows Phone, ist Firefox OS sogar etwas zurückgefallen. Und das ist ein Problem, denn inzwischen gibt es mit Google und Microsoft gleich zwei Mitbewerber im Einstiegssegment.

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Und das Einstiegssegment ist nach wie vor das Revier von Firefox OS. Das wäre beispielsweise das ZTE Open C, welches der chinesische Hersteller für 59,99 Euro direkt über eBay verkauft. Zum Preis von 98,00 Euro bekommt man das Alcatel One Touch Fire E, dessen Hardware-Ausstattung zumindest in der unteren Mittelklasse anzusiedeln ist. Allen verfügbaren Geräten ist jedoch eines gemein: Das einzige, was sie interessant macht, ist Firefox OS. Doch wie soll Mozillas Betriebssystem jemanden begeistern können, wenn die Hardware, welche man in der Hand hält, derart unspektakulär ist?
Und es gibt noch ein zweites Problem, welches allerdings auch mit den Hardware-Partnern zusammenhängt: Obwohl Mozilla in jedem Quartal eine neue Version von Firefox OS ausliefert, gibt es für die Benutzer so gut wie keine Updates. Da Mozilla im Gegensatz zu Apple und Microsoft keine eigene Hardware produziert, müssen neue Strategien für die Update-Versorgung gefunden werden. Google weist mit Android One einen praktikablen Weg, den Mozilla aufgreifen sollte. Schließlich gibt es auf dem Markt schon genug Sackgassentelefone, deren Sicherheitslücken aus Kostengründen nie geschlossen werden. Und ein Alleinstellungsmerkmal wie eine zuverlässige Update-Versorgung braucht Firefox OS, um am Markt dauerhaft bestehen zu können.
In einem Satz: Firefox OS wird langsam erwachsen, es fehlt aber weiterhin gute Hardware.



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