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FRITZ!DECT Repeater 100 - mehr Reichweite für Telefone - Druckansicht - Seite 1 von 4
Bei der kabellosen Übertragung von Daten und Sprache gibt es zwei Hauptprobleme: Die Reichweite und die Sicherheit. WLAN-Netzwerke lassen sich recht leicht mit einem Repeater erweitern, der die Reichweite erhöht, ohne dass man hierfür die Sicherheit opfern muss. Bei DECT-Telefonen war dies bisher anders: Mehr Reichweite bedeutete zugleich keine Verschlüsselung. Mit dem FRITZ!DECT Repeater 100 bietet AVM einen Ausweg.

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Das Problem mit der Reichweite

Der Erfolg schnurloser Telefone beruht darauf, dass man sich mit diesen frei bewegen kann. Losgelöst von einer kurzen oder langen Leitung können wir im Haus, im Garten oder der Firma herumlaufen und dennoch preiswert über das Festnetz telefonieren. Wenn wir allerdings an die Grenzen der Reichweite stoßen, macht sich dies in Form von Aussetzern und Knistern bemerkbar. Insbesondere verschlüsselte Verbindungen leiden im Grenzbereich deutlich, da sich die Sprachdaten nicht mehr zuverlässig herstellen lassen.

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Solche Aussetzer sind lästig und störend, doch während für WLAN-Netzwerke unzählige Repeater angeboten werden, gibt es für DECT-Telefone bisher nur eine Handvoll Profilösungen. Noch seltener sind DECT-Repeater für den Heimgebrauch und diese arbeiten zudem ohne Verschlüsselung. Mit dem FRITZ!DECT Repeater 100 schließt der Berliner Hersteller AVM diese Marktlücke, wobei für den verschlüsselten Betrieb eine FRITZ!Box benötigt wird.

Für und wider Verschlüsselung

Nun mag so mancher Endkunde einwerfen, dass er absolut nichts zu verbergen habe und die Nachbarn seinen Telefongesprächen gerne lauschen dürfen. Solchen Unverbesserlichen können wir normalerweise nicht helfen, doch heute machen wir eine Ausnahme. Preislich macht es nämlich keinen Sinn, einen DECT-Repeater ohne Verschlüsselung zu kaufen. Die meisten dieser Geräte richten sich an professionelle Nutzer und unter den wenigen Endkundengeräten ist der FRITZ!DECT Repeater 100 mit einem Preis ab 70 Euro derzeit der Günstigste.

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Wer also unbedingt frei und unverschlüsselt fernsprechen möchte, deaktiviert die Verschlüsselung bei seinen DECT-Telefonen und kann den FRITZ!DECT Repeater 100 dennoch nutzen. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass die Reichweite noch etwas größer wird bzw. die Datenverluste eine geringere Auswirkung auf die Sprachqualität haben. Wer als DECT-Basisstation keine FRITZ!Box benutzt, muss ohnehin auf die Verschlüsselung verzichten.

Zusätzliche Funktionen im Betrieb mit einer FRITZ!Box

Abgesehen von der abhörsicheren Verschlüsselung bringt die Kombination des FRITZ!DECT Repeater 100 mit einer FRITZ!Box noch weitere Vorteile. Dazu gehören das Telefonieren in HD-Qualität, der Zugriff auf Internetradio und Podcasts sowie der Abruf von E-Mails und RSS-Feeds. Im Empfangsbereich des Repeaters lassen sich zeitgleich bis zu drei Gespräche führen, jeweils in HD-Qualität.



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Der Lieferumfang

Der Lieferumfang des FRITZ!DECT Repeater 100 ist schnell abgehandelt: In der Verpackung finden sich lediglich eine deutschsprachige Anleitung und der Repeater. Die Anleitung beschreibt die Inbetriebnahme des Gerätes sehr verständlich und umfasst auch mehrere anschauliche Bilder. Erfreulicherweise weist AVM bereits auf der Verpackung darauf hin, dass die verschlüsselte Übertragung nur in Verbindung mit einer FRITZ!Box möglich ist.

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Ebenfalls auf der Verpackung findet sich eine Kurzanleitung, welche die Inbetriebnahme auf drei Punkte reduziert. Für den Großteil der Käufer dürfte diese Beschreibung bereits ausreichen, denn der FRITZ!DECT Repeater 100 erweist sich als erfreulich unkompliziert.

Der Repeater im Detail

Zunächst fällt auf, dass AVM die Steckdose beim FRITZ!DECT Repeater 100 durchschleift, so dass im Haus kein Stromanschluss verloren geht. Die Betonung liegt dabei auf "im Haus", denn für den Einsatz im Außenbereich ist das Gerät nicht gedacht. Die Steckdose des Repeater verkraftet 2.300 Watt und 10 Ampere, allerdings darf sie nicht für Geräte genutzt werden, von denen eine Brandgefahr ausgeht. Das wären beispielsweise Bügeleisen oder Heizlüfter.

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Unterhalb der Steckdose finden sich zwei grüne LEDs mit der Beschriftung "Status" und "DECT". Diese zeigen nicht nur den aktuellen Betriebszustand des Repeaters an, sondern dienen zugleich auch als Schalter. Mit der Taste "Status" lassen sich die LEDs aus- bzw. anschalten und mit der Taste "DECT" meldet man den Repeater an der DECT-Basis an bzw. ab. Hierzu muss der Schalter für mindestens sechs Sekunden gedrückt werden.

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An der Verarbeitung des FRITZ!DECT Repeater 100 gibt es nichts auszusetzen, das Gerät macht einen robusten Eindruck und ist sauber verarbeitet. Die Abmessungen des Repeaters betragen - ohne den Stecker - 93 x 59 x 41 mm (H x B x T), er wiegt 135 g. AVM beziffert die typische Reichweite innerhalb des Hauses auf 40 m, im Freien sind bis zu 300 m möglich. Doch, wie eingangs dieses Kapitels erwähnt, rät der Hersteller ausdrücklich vom Außeneinsatz ab.



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Die Inbetriebnahme

Bevor wird uns mit dem Repeater beschäftigen, müssen wir auf die DECT-Basis zu sprechen kommen. Um überhaupt mit einem Repeater arbeiten zu können, muss diese den GAP-Standard unterstützen. Zudem ist es für die Anmeldung des FRITZ!DECT Repeater 100 erforderlich, dass an der Basis die DECT-Pin "0000" eingestellt ist. Bei der FRITZ!Box findet sich die entsprechende Einstellung in der Konfigurationsoberfläche unter "DECT" im Untermenü "Basisstation".
Ein typischer Fehler, der im Umgang mit Repeatern immer wieder begangen wird, ist deren Aufstellung. Um eine maximale Reichweite zu erzielen, werden die Repeater in der Randzone des Empfangsbereiches platziert und das Ergebnis ist bescheiden. Und wie sollte es auch anders sein? Der Repeater ist zunächst nur ein weiteres Gerät, das auf einen guten Empfang angewiesen ist. Somit gehört er in eine Position, die ausreichend weit von der Basis entfernt liegt und dennoch einen guten Empfang bietet. Um dies zu prüfen, kann man ein DECT-Telefon verwenden und dessen Empfangsstärke an möglichen Standorten ablesen. Übrigens: Für besonders ungünstig geschnittene Gebäudekomplexe gibt es auch die Möglichkeit, bis zu sechs Repeater zu kombinieren.

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Ist eine passende Stelle gefunden, geht es zunächst zurück zur Basis, denn für die Ersteinrichtung ist es sinnvoll, wenn sich Basis und Repeater in unmittelbarer Nähe zueinander befinden. Wir stecken den FRITZ!DECT Repeater 100 in eine Steckdose und die Leuchtdiode "DECT" beginnt gleichmäßig zu blinken, das Gerät ist jetzt für Basisstationen sichtbar. Nun schicken wir die Basis auf die Suche nach neuen DECT-Geräten. Bei einer FRITZ!Box drückt man hierzu die Taste "DECT", bis die Leuchtdiode "Info" zu blinken beginnt. Nach einigen Sekunden leuchtet die DECT-LED des Repeaters dauerhaft, die Verbindung ist hergestellt. Nun können wir den Repeater aus der Steckdose ziehen und an seinen Bestimmungsort verfrachten.
ACHTUNG: Sollte die Status-LED des FRITZ!DECT Repeater 100 blinken, wird ein Firmware-Update übertragen. Solange diese LED blinkt, darf das Gerät nicht aus der Steckdose gezogen werden!

Praxistest

Wir haben den FRITZ!DECT Repeater 100 in einem Einfamilienhaus mit vier Etagen getestet. Telefonanschluss und FRITZ!Box befinden sich ungewöhnlicherweise im Dachgeschoss, wo seit ISDN-Zeiten ein Büro eingerichtet ist. Die DECT-Reichweite der FRITZ!Box 7270 (im folgenden Plan mit "Ro" gekennzeichnet) reicht für die 1. Etage, doch bereits im Erdgeschoss gibt es beim Telefonieren regelmäßig kurze Aussetzer und im Keller bricht die Verbindung zuweilen ganz ab. Der Repeater soll die Abdeckung in den beiden unteren Etagen verbessern. Hier zunächst die Erfassung der Ausgangslage, wobei die Empfangsqualität mit Zahlen von 1 (schlecht) bis 5 (sehr gut) angegeben wird:

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Für die zweite Messung platzieren wir den FRITZ!DECT Repeater 100 in der ersten Etage (im Plan mit "Re" markiert). Sein Standort liegt zwar auf der gegenüberliegenden Seite des Hauses, so dass das Funksignal eine Geschossdecke und zwei Wände passieren muss, doch genau hier treffen sich eine gute Empfangsqualität und eine freie Steckdose. Die Empfangslage hat sich deutlich verbessert und ist jetzt sogar im Keller akzeptabel.

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An den mit blauen Zahlen gekennzeichneten Messpunkten nutzten unsere Telefone - zum Test wurde das Modell FRITZ!Fon M2 verwendet - den Repeater, nur an den schwarzen Messpunkten wurde die Verbindung direkt mit der DECT-Basis aufgebaut. Hieraus lassen sich zwei Rückschlüsse ziehen: Erstens ist die Abdeckung des FRITZ!DECT Repeater 100 deutlich größer als die unserer FRITZ!Box 7270 und zweitens steht der Repeater eigentlich zu nah an der Basis.

Stromverbrauch

Bleibt noch die Frage, wie viel Strom der FRITZ!DECT Repeater 100 verbraucht. AVM nennt 0,9 Watt im Leerlauf und maximal 1,5 Watt unter Last. Solche geringe Verbräuche lassen sich nur schwer messen, daher sind unsere Messwerte von 1,2 bzw. 1,6 Watt mit Vorsicht zu genießen. Sie liegen allerdings dicht genug an den Herstellerangaben, um diese als bestätigt zu betrachten.



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Fazit

Editor's ChoiceAVM liefert mit dem FRITZ!DECT Repeater 100 eine sehr gute Lösung für ein weit verbreitetes Problem. Alternativen zu diesem Gerät gibt es kaum und eine funktionierende Verschlüsselung kann die Handvoll Mitbewerber auch nicht bieten. Insofern führt eigentlich kein Weg am FRITZ!DECT Repeater 100 vorbei. Oftmals erfordern solche Nischenprodukte vom Käufer Kompromisse in Hinblick auf den Preis, die Qualität oder die Funktionen, doch das ist hier erfreulicherweise nicht der Fall. AVMs Repeater kostet weniger als die Ware der Konkurrenz, bietet eine überzeugende Fertigungsqualität und erfüllt seine Aufgabe vorbildlich. Auch in der B-Note gibt es keine Abzüge, denn die Einrichtung des Repeaters ist sehr einfach und die deutschsprachige Anleitung lässt praktisch keine Fragen offen. Und als Bonus geht nicht einmal eine Steckdose verloren.

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Dass der FRITZ!DECT Repeater 100 auch die Internetfunktionen der FRITZ!Fons - Internetradio, Podcasts, E-Mails und RSS-Feeds - weiterleitet, versteht sich von selbst, soll aber an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Was jetzt noch fehlt, ist der Preis. Aktuell verkauft unser Partner Amazon.de den FRITZ!DECT Repeater 100 für 72,95 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Wir halten diesen Preis für angemessen und vergeben unseren Editor's Choice für ein rundum gelungenes Produkt.



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