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Fujitsu Lifebook AH530 - Viel CPU- und 3D-Leistung für kleines Geld - Druckansicht - Seite 1 von 14

UPDATES:

Fujitsus Lifebook AH530 verspricht viel Leistung für wenig Geld. Die von uns getestete Variante AH530/HD6 Blue ziert ein dunkelblauer Deckel. Sie ist mit Intels Core i3-380M und AMDs Radeon HD 6530M 1GB recht gut ausgestattet und wird derzeit für 459,- Euro verkauft. Das ist an sich schon ein fairer Preis, doch wer dieses Laptop noch in diesem Monat kauft, bekommt vom Hersteller sogar noch 51 Euro zurück!


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Nachdem wir uns Ende Juni 2011 mit dem HP 625 ein besonders günstiges Einstiegsmodell angesehen hatten, präsentierten wir vor einer Woche die mobile Workstation Dell Precision M6600. Nun ist der mittlere Leistungsbereich an der Reihe und hier drängt sich Fujitsus Lifebook AH530 aufgrund des aktuellen Angebots geradezu auf. Was darf man heutzutage als Gegenwert für etwas mehr als 400 Euro erwarten? Erstaunlich viel, wie unser Test zeigen wird.


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Die Eckdaten
Natürlich muss man auch beim Fujitsu Lifebook AH530/HD6 Blue Kompromisse eingehen. So sind die Abmessungen mit 37,8 x 25,2 cm zwar typisch für ein Notebook mit 15,6-Zoll-Display, doch mit einer Bauhöhe zwischen 3,57 und 3,84 cm gehört das Lifebook AH530 keineswegs zu den flachen Modellen, die derzeit besonders angesagt sind. Die Oberfläche des Notebooks besteht aus Kunststoff, der im Falle des Deckels und der Handauflage glänzend umgesetzt wurde. Verarbeitung, Passgenauigkeit und Verwindungssteifigkeit geben keinen Anlass zur Klage.

Das Gewicht von 2,50 kg beinhaltet bereits die Batterie, welche mit sechs Zellen und 48 Wh leider kein Dauerläufer ist. Der Hersteller verspricht Akkulaufzeiten von bis zu drei Stunden und das ist heutzutage kaum noch zeitgemäß. Auch die Herstellergarantie fällt für unseren Geschmack mit zwölf Monaten zu kurz aus.


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Auch bei der Verpackung offenbart sich ein gewisse Sparzwang: Fujitsu hat den Karton des Lifebook AH530 zwar mit einem Tragegriff versehen, doch bereits nach wenigen Metern merkt man, dass sich dieser höchstens zum Abtrennen der Finger eignet. Gut gefallen hat uns indes, dass der Hersteller konsequent auf Wellpappe setzt, die man sehr einfach recyclen kann.




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Der Lieferumfang
Im Lieferumfang des Fujitsu Lifebook AH530/HD6 Blue finden wir drei DVDs, ein kurzes Handbuch mit den Garantieunterlagen sowie das Netzteil nebst Stromkabel. Die Wiederherstellung des Systems verteilt sich auf zwei der DVDs und die dritte enthält die vorinstallierten Treiber sowie die Software.


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Das Netzteil namens "ADP-80NB A" leistet 80 Watt und gibt 19 Volt (4,22 Ampere) aus, es stammt von Delta Electronics. Auf den Akku, welchen Fujitsu bereits vorinstalliert hat, kommen wir später zu sprechen.

Die Anschlüsse
An der Front des Fujitsu Lifebook AH530/HD6 Blue befinden sich die Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon, rechts daneben folgt der 4-in-1-Kartenleser für Speichermedien der Formate SD, MS, MS Pro und MMC.


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Auf der rechten Seite sehen wir einen der drei USB-2.0-Anschlüsse (Intel Mobile HM55 Express), eine Öse für das Sicherheitsschloss, die Lade des DVD-Brenners (TSST TS-L633F DVD+/-RW) und die runde Netzteilbuchse. Im Auslieferungszustand lag die Lade links nicht richtig an, doch nach zweimaligem Öffnen schließt sie nun sauber.


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Die Rückseite des Fujitsu Lifebook AH530/HD6 Blue ist dem Akku vorbehalten. Nur links neben der Batterie findet sich noch eine zweite Öse zur Diebstahlsicherung des Notebooks.


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Auf der linken Seite geht es dann besonders eng zu: Von links nach rechts sehen wir den VGA-Ausgang, den Gigabit-LAN-Port (Realtek), den Luftauslass, den HDMI-Anschluss für digitale Bild- und Tonsignale (max. 1.920 x 1.200 Pixel) sowie zwei weitere USB-2.0-Buchsen. Oberhalb der USB-Ports hat Fujitsu noch einen ExpressCard-Einschub für 54-mm-Karten platziert.


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Betrachten wir nur die Anschlüsse, hat das Lifebook AH530, abgesehen vom HDMI-Ausgang und dem ExpressCard-Einschub, nichts zu bieten, was über die Grundausstattung der billigsten Einstiegsmodelle hinausgehen würde. Wir vermissen zumindest Firewire und eSATA, ganz zu schweigen von USB 3.0 und einem DisplayPort.




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Display, Webcam, Tastatur und Touchpad
Das Display des Fujitsu Lifebook AH530/HD6 Blue hat eine Bilddiagonale von 39,6 cm (15,6 Zoll) und nutzt das 16:9-Format. Es bietet die für diese Größe übliche Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten und verfügt über eine LED-Hintergrundbeleuchtung.


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Die Farben, der Kontrast und die Helligkeit können sich sehen lassen. Dies liegt allerdings auch daran, dass Fujitsu den Bildschirm glänzend ausgeführt hat. Je nach Lichteinfall gleicht die Anzeige mehr einem Spiegel und das gefällt bei weitem nicht jedem Kunden.


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Im Rahmen des Bildschirms befindet sich eine Webcam mit einer Auflösung von 1,3 Megapixel. Links davon kann man zudem das kleine Loch des integrierten Mikrofons erkennen.


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Die spritzwassergeschützte Tastatur verfügt über einen numerischem Tastenblock. Fujitsu hat auf spezielle Multimedia-Tasten verzichtet und auch die Pfeiltasten nicht von den übrigen Tasten abgesetzt. Da diese zudem auf die halbe Höhe beschnitten wurden, fällt ihre Verwendung recht schwer. Ansonsten lässt es sich auf dem Lifebook AH530 recht gut tippen.


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Die weiße Beschriftung der Tasten ist leicht erhaben, sie wurde also nur aufgetragen und ist daher nicht annähernd so haltbar wie eine Lasergravur. Im Betrieb wird die Tastatur recht warm und zwar insbesondere am linken Rand, wo das Notebook die heiße Luft ausbläst. Nur der Nummernblock bleibt hingegen auch unter Last kühl.


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Unterhalb der Tastatur findet sich das matte Touchpad, dessen beide Tasten in glänzender Chromeoptik daherkommen. Genau wie der Deckel und die Handauflage lieben auch diese Tasten jedes einzelne Staubkorn und jeden einzelnen Fingerabdruck. Dafür arbeiten das Touchpad und seine Tasten präzise und problemlos.




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Prozessor und Arbeitsspeicher
Bei Fujitsus Lifebook AH530/HD6 Blue reicht die CPU-Palette vom preiswerten Pentium P6100 bis zum leistungsstarken Core i7-640M. Der mit 2,53 GHz getaktete Core i3-380M, welchen wir in unserem Testmuster vorgefunden haben, ordnet sich hierbei im unteren Mittelfeld ein. Beim Core i3-380M handelt es sich noch um ein Arrandale-Modell und nicht um einen Vertreter aktuelle Sandy-Bridge-Generation. Der im 32nm-Prozess gefertigte Prozessor besitzt zwei Kerne und kann dank HyperThreading vier Threads zeitgleich bearbeiten.


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Der Core i3-380M taktet mit 2,53 GHz, doch Turbostufen bietet er keine. Sein L3-Cache ist auf 3 MByte beschränkt und als TDP nennt Intel 35 Watt. Geboten werden 64-Bit-Fähigkeit, SSE4.1 und SSE4.2 sowie Virtualisierung (nur VT-x, kein VT-d). Intels Management-Funktionen (vPro) ist leider ebenso wenig mit an Bord wie die Trusted Execution Technology (TXT) und die AES-Beschleunigung.


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Dank EIST kann der Core i3-380M seine Taktrate und die Spannung im Leerlauf drastisch reduzieren. Der integrierte Speicher-Controller des Prozessors umfasst zwei Kanäle und unterstützt maximal 8 GByte DDR3-800 oder DDR3-1066. Unser Testmuster ist mit 2 x 2 GByte DDR3-1066 ausgestattet, die beiden SODIMM-Slots sind also voll.


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In Intels Core i3-380M steckt zudem ein Grafikkern, der mit 500 bis 667 MHz taktet, doch dieser wird nicht genutzt. Stattdessen ist AMDs Radeon HD 6530M über 16 PCIe-Lanes der zweiten Generation mit dem Prozessor verbunden.




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Der Grafikprozessor
AMDs Radeon HD 6530M umfasst 400 Stream-Prozessoren, die im Lifebook AH530 mit 500 MHz takten und damit eine Rechenleistung von 400 GigaFLOPS erzielen. Neben zwanzig Textur-Einheiten gibt es in diesem Grafikprozessor acht Raster-Operation-Einheiten. Der Radeon HD 6530M beherrscht DirectX 11, OpenGL 4.1 sowie OpenCL 1.1.


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Die GPU greift über ihr 128 Bit breites Interface auf 1.024 MByte Grafikspeicher zu. Dieser taktet mit 900 MHz, doch da Fujitsu statt der schnellen GDDR5-Variante nur GDDR3-Chips verbaut hat, ist die Datenrate auf 1,8 Gbps beschränkt. Schade, mit GDDR5 hätte man diesen Wert verdoppeln können. Unter Last steigt die GPU-Temperatur schnell auf 70°C an, dann dreht das Notebook seinen Lüfter hoch. Instabilitäten im 3D-Betrieb konnten wir trotz mehrstündiger 3D-Last nicht feststellen.


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Der Radeon HD 6530M enthält AMDs "Unified Video Decoder" in der zweiten Version, der die Wiedergabe der Formate MPEG-4 AVC/H.264, VC-1, MPEG-2 (SD und HD) sowie Adobe Flash beschleunigen kann. Zum Test der HD-Videobeschleunigung spielen wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4, H264) mit ArcSoft Total Media TMT3 V3.0.0.140 ab. Da das Display des Fujitsu Lifebook AH530 nur 1.366 x 768 Bildpunkte anzeigen kann, geben wir das Video über HDMI an einen Full-HD-Bildschirm aus. Gemessen wurde die CPU-Last während der ersten Minute des Trailers.

HD-Videobeschleunigung (CPU-Last in Prozent, geringere Werte sind besser)
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
3.6
Fujitsu Lifebook AH530
AMD Radeon HD 6530M 1GB
14.2

Das obige Diagramm ist auf 100%-CPU-Last skaliert, es enthält die Durchschnittswerte von jeweils fünf Messläufen, wobei Minimum und Maximum gestrichen wurden. Die CPU-Kerne werden durch die HD-Videobeschleunigung des Grafikchips deutlich entlastet, was die Akku-Laufzeit bei der Wiedergabe von Filmen deutlich verlängert. Doch auch ohne die Unterstützung der GPU kann Intels Core i3-380M das Testvideo ruckelfrei abspielen, die maximale CPU-Last stieg während unserer Messungen nie über zwanzig Prozent.


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Dank AMDs Eyefinity können wir drei Bildschirme parallel verwenden. Hierfür stehen neben dem Display des Notebooks je ein HDMI- und VGA-Anschluss zur Verfügung und dank HDMI 1.4a lassen sich auch stereoskopische 3D-Inhalte ausgeben. Die maximale Auflösung am HDMI-Ausgang ist auf 1.920 x 1.200 Pixel beschränkt.




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Stromverbrauch, Akku und Laufzeit
Das mitgelieferte Netzteil des Fujitsu Lifebook AH530/HD6 Blue leistet 80 Watt und ist damit um 15 Watt stärker als das des HP 625, welches uns im weiteren Verlauf dieses Testberichtes als Vergleichsgerät dienen wird. Die höhere Lesitung macht durchaus Sinn, denn einerseits steckt in unserem Lifebook AH530 ein zusätzlicher Grafikchip und andererseits fällt auch die TDP des Prozessors um 10 Watt höher aus.


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Wir haben das Notebook in vier Lastzuständen vermessen:

Stromverbrauch in Watt, niedriger ist besser
Standby
0.4
Idle
18.0
Volllast, 2 Kerne
48.0
3D-Grafiklast
51.0

Im Leerlauf ist Fujitsus Lifebook AH530/HD6 Blue um zwei Watt durstiger als das HP 625, doch im Standby sowie bei Volllast auf den CPU-Kernen liegen die beiden Notebooks gleich auf. Der Durchlauf mit Grafiklast, welcher beim Lifebook AH530 den höchsten Verbrauch bewirkt, lässt sich nur schwer vergleichen, da HPs 625 keinen dedizierten Grafikprozessor besitzt.

Der im Lieferumfang enthaltene Lithium-Ionen-Akku besteht aus 6 Zellen und leistet 48 Wh (4.400 mAh). Laut Fujitsu kann man hiermit Laufzeiten von bis zu drei Stunden erreichen. Das ist nicht gerade viel und wir sind sehr gespannt, wie sich diese Batterie im Praxiseinsatz schlagen wird.


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Hierzu probieren wir vier verschiedene Lastzustände aus:

Akkulaufzeit in Minuten, höher ist besser
Textverarbeitung
206
Musikwiedergabe (WAV)
186
HD-Video (MP4)
133
3D-Grafiklast
102

Mit dem Fujitsu Lifebook AH530 sollte man sich nie allzu weit von einer Steckdose entfernen. Dies gilt insbesondere, wenn man spielen will, doch auch für überlange Filme reicht eine Akkuladung nicht aus. Doch auch wenn wir WLAN deaktivieren und nur Texte bearbeiten, kommen wir nicht über 3 Stunden und 26 Minuten hinaus. Zum Vergleich: HPs 625 hielt bei dieser Messung immmerhin 49 Minuten länger durch. Während die Akkulaufzeiten recht bescheiden ausfallen, sind die Ladezeiten geradezu entnervend lang. Wir hätten diesen Testbericht zwei Tage früher veröffentlichen können, wenn nicht jeder einzelne Ladevorgang drei Stunden gedauert hätte.

Testaufbau und Vergleichssysteme
Die Vergleichswerte für unseren heutitgen Test liefern zwei Notebooks, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Das Dell Precision M6600 ist eine leistungsstarke Workstation im Wert von 4.346,- Euro, während HPs 625 zu den preiswertesten Laptops gehört, die man derzeit im Handel finden kann. Zusätzliche Werte liefert uns ein schnelles Desktop-System, in dem die folgende Hardware verbaut wurde:

Als Betriebssystem wurden entweder Windows 7 Home Premium 64-Bit oder Windows 7 Professional 64-Bit SP1 installiert, DirectX kam in der Version 9.29.1974 (April 2011) zum Einsatz.




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SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70) Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2011 SP4 (17.70). Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
136.57
81.58
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
125.04
76.14
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
37.18
26.25
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
17.72
12.51

Mit zwei Kernen, einer Taktrate von 2,53 GHz und HyperThreading kann sich Intels Core i3-380M im Fujitsu Lifebook AH530 deutlich von dem AMD Athlon II P360 im HP 625 absetzen. Sowohl bei Ganzzahlen als auch bei Fließkommaberechnungen ist Intels Prozessor mehr als doppelt so schnell.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer x16; Fließkomma x8; Double x4 in MPixel/s
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
210.18
286.17
163.12
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
192.06
223.85
126.44
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
67.54
50.34
27.63
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
11.79
19.37
10.30

War Intels Core i3-380M bei den Arithmetik-Messungen bereits doppelt so schnell wie AMDs Athlon II P360, geht der Athlon bei den Multimediaberechnungen nun komplett unter. Der Grund hierfür ist die auf 64 Bit beschnittene FPU dieses Mobilprozessors.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
5305
1041
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
5300
951
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
309
330
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
233
209

Intel verwehrt dem Core i3-380M die AES-Beschleunigung, so dass dem Fujitsu Lifebook AH530 in dieser Disziplin etwaige Höhenflüge verwehrt werden. Dennoch ist Intels Dual-Core-CPU um 32,6 Prozent schneller als AMDs Athlon II P360 und kann diesen Vorsprung bei der SHA-Messung sogar auf 57,9 Prozent ausbauen.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
17.64
17.64
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
17.30
17.30
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
8.24
8.24
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
7.21
7.20

Obwohl die Samsung-Module, welche Fujitsu in seinem Lifebook AH530 verbaut, Taktraten von 666,66 MHz (DDR3-1333) beherrschen, arbeiten sie lediglich mit 533,33 MHz (DDR3-1066). Dies ist die maximale Taktrate, die der Speicher-Controller des Core i3-380M erlaubt. Der Vorsprung auf HPs 625 fällt daher mit 14,4 Prozent nicht allzu hoch aus.




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Cinebench 11.529 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
6.82
1.53
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
6.19
1.41
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
2.10
0.85
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
1.22
0.62

Nutzt Cinebench 11.529 nur einen Thread, ist der Intel Core i3-380M um 37,1 Prozent schneller als der AMD Athlon II P360 im HP 625. Seinen größten Trumpf spielt Intels CPU aber erst im Multithread-Durchlauf aus, denn dank HyperThreading kann der Core i3-380M vier Threads parallel bearbeiten. Diese ermöglicht einen Vorteil von 72,1 Prozent.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie mit der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
1203.12
275.35
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
1021.12
254.24
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
384.07
157.55
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
243.39
124.37

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit verhält sich ähnlich wie Cinebench. Verwenden wir einen Thread, ist das Resultat des Intel Core i3-380M im Fujitsu Lifebook AH530 um 26,7 Prozent höher als das des AMD Athlon II P360 im HP 625. Dank HyperThreading kann der Core i3-380M diesen Vorsprung im Multithread-Durchgang auf 57,8 Prozent ausbauen.

7-Zip 9.22 Beta 64-Bit: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da wir hierbei bis zu acht Threads verwenden wollen, wählen wir den Datenkompressionsalgorithmus LZMA2. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

7-Zip 9.22b, Packen: 8 Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
38
195
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
38
199
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
117
352
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
206
438

Auch bei 7-Zip erweist sich HyperThreading als probates Mittel zur Leistungssteigerung. Mit einem Thread benötigt der AMD Athlon II P360 im HP 625 nur 24,4 Prozent länger als der Intel Core i3-380M. Treten jedoch zwei gegen vier Threads an, braucht der AMD Athlon II P360 schon 76,1 Prozent mehr Zeit.

WinRAR 4.01: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR 4.01. Auch bei WinRAR werden wir die Last auf bis zu acht Threads verteilen und komprimieren abermals die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Dabei stoppen wir die benötigte Zeit.

WinRAR 4.01 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
91
222
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
103
258
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
256
485
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
352
555

Bei WinRAR 4.01 fällt der Unterschied zwischen AMDs Athlon II P360 und dem Intel Core i3-380M geringer aus. Nutzen wird einen einzelnen Thread, benötigt AMDs Prozessor für diese Aufgabe um 14,4 Prozent mehr Zeit. Verteilen wir sie auf bis zu vier Threads, dauert die Komprimierung mit dem Athlon II P360 rund 37,5 Prozent länger.




Fujitsu Lifebook AH530 - Viel CPU- und 3D-Leistung für kleines Geld - Druckansicht - Seite 9 von 14

ArcSoft Mediaconverter 7.1.0.98: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) mit Hilfe des Programms ArcSoft Mediaconverter 7.1.0.98 in das Format AVI-264 umwandeln und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

ArcSoft Mediaconverter 7.1.0.98: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
24
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
34
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
72
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
0

Auf dem HP 625 startet die Konvertierung des Videomaterials nicht, weshalb uns dieses Notebooks diesmal keinen Vergleichswert liefern kann. Mit 72 Sekunden benötigt Fujitsus Lifebook AH530 gut doppelt so lange wie Dells Precision M6600, doch dessen Core i7-2920XM besitzt auch doppelt so viele Kerne und taktet zudem auch deutlich schneller. Wer darauf hofft, dem Lifebook AH530 mit Hilfe von AMDs Radeon HD 6530M 1GB auf die Sprünge zu helfen, wird enttäuscht: Verwenden wir Stream zur Umwandlung des Videos, vergehen lange 124 Sekunden bis zur Fertigstellung.

Windows Live Movie Maker: Video-Encoding
Wir ziehen eine zweite Videosoftware zu Rate und greifen diesmal zum Windows Live Movie Maker, den jeder Benutzer von Windows 7 kostenlos auf seinem Computer installieren kann. Abermals dient uns der offizielle Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) als Ausgangsmaterial, gespeichert wird das Video diesmal als Windows Media HD 1080p:

Windows Live Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
74.54
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
80.63
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
190.05
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
534.97

Der Windows Live Movie Maker funktioniert - wie erwartet - auf allen Systemen. Für die Umwandlung des Trailers benötigt HPs 625 2,8-mal so lange wie Fujitsus Lifebook AH530, welches seinerseits 2,4-mal länger rechnet als Dells Precision M6600.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format unter Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
147
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
162
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
248
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
358

Für den OGG-Export verwendet Audacity nur einen Thread, dennoch braucht AMDs Athlon II P360 im HP 625 für diese Aufgabe 44,35 Prozent mehr Zeit als Intels Core i3-380M im Fujitsu Lifebook AH530. Da sich der reine Taktvorteil des Core i3-380M auf zehn Prozent beschränkt, müssen wir davon ausgehen, dass der Programmcode stark in Richtung Intel optimiert ist.




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Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
244.18
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
202.71
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
73.93
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
15.57

Bei Fujitsus Lifebook AH530 und beim HP 625 verwenden wir die native Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten, während wir beim Desktop-System und Dells Precision M6600 auf 1.280 x 1.024 Bildpunkte zurückgreifen mussten. Während die IGP des HP 625 eindeutig überfordert ist, erzielt AMDs Radeon HD 6530M im Lifebook AH530 problemlos eine spielbare Framerate.

Für die nächste Messung aktivieren wir die achtfache Kantenglättung sowie die 16-fache anisotrophe Filterung der Texturen:

Street Fighter IV in fps (1366x768, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
136.69
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
113.83
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
39.55
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
0

HPs 625 muss passen, denn achtfache Kantenglättung beherrscht die IGP des darin verwendeten Chipsatzes nicht. Die Radeon HD 6530M im Fujitsu Lifebook AH530 ist hier weit überlegen und erreicht abermals Frameraten, bei denen man ohne große Einschränkungen spielen kann.




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Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei um eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.

HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt. Weiterhin haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, die Kantenglättung wurde jedoch nicht verwendet. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
119
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
95
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
29
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
4

Abermals verwenden wir bei Fujitsus Lifebook AH530 und beim HP 625 die native Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten, während wir beim Desktop-System und Dells Precision M6600 auf 1.280 x 1.024 Bildpunkte zurückgreifen mussten. AMDs Radeon HD 6530M im Fujitsu Lifebook AH530 schlägt sich zwar wacker, scheitert aber knapp an der Marke von 30 fps. Um spielbare Frameraten zu erreichen, müssen wir die Detailstufen reduzieren.

Im zweiten Messlauf machen wir allerdings genau das Gegenteil und schalten zusätzlich die achtfache Kantenglättung zu:

Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
96
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
77
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
21
HP 625
AMD Athlon II P360
8GB DDR3-1066
AMD Radeon HD M4250
0

Da die IGP des HP 625 keine achtfache Kantenglättung erlaubt, muss dieses Notebook abermals aussetzen. Mit AMDs Radeon HD 6530M erfüllt Fujitsus Lifebook AH530 zwar die Grundvoraussetzungen für diesen Test, doch der mobile Grafikprozessor zeigt sich von den gewählten Einstellungen überfordert.




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Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt - die Radeon HD M4250 des HP 625 bleibt also außen vor. Für die Messung verzichten wir auf Kantenglättung und die anisotrope Filterung der Texturen.

SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert.

Alien vs Predator in fps (1366x768, kein AA, kein AF, kein SSAO, keine Tesselation)
Desktop-System
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
AMD Radeon HD 6850 1GB
69.5
Dell Precision M6600
Intel Core i7-2920XM
16GB DDR3-1333
AMD FirePro M8900 Pro 2GB
53.8
Fujitsu Lifebook AH530
Intel Core i3-380M
4GB DDR3-1066
AMD Radeon HD 6530M 1GB
21.5

Bei Fujitsus Lifebook AH530 verwenden wir die native Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten, während wir beim Desktop-System und Dells Precision M6600 auf 1.280 x 1.024 Bildpunkte zurückgreifen mussten. Obwohl wir alle leistungshungrigen Optionen deaktiviert haben, reicht die hohe Detailstufe aus, um AMDs Radeon HD 6530M in die Knie zu zwingen. 21,5 fps sind eindeutig zu wenig für ein flüssiges Gameplay.

Fassen wir an dieser Stelle die 3D-Fähigkeiten des Fujitsu Lifebook AH530 zusammen: Bei einem Notebook bietet es sich an, in der nativen Auflösung zu spielen. Während dies AMDs Radeon HD 6530M bei einfach gestrickten DX9-Titeln auch mit aktivierter Kantenglättung gelingt, fehlt dem Grafikprozessor für anspruchsvolle DX10- und DX11-Spiele der notwendige Dampf. Um auf spielbare Frameraten zu kommen, müssen wir nicht nur die Kantenglättung opfern, sondern auch die Detailstufen reduzieren. Das Spielen aktueller Titel ist auf dem Fujitsu Lifebook AH530 zwar möglich, doch es erfordert Kompromisse. Doch ehrlich gesagt, kann man in dieser Preisklasse auch nicht mehr erwarten.




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Datendurchsatz: Intern, eSATA und USB
Zum Abschluss betrachten wir noch den Datendurchsatz der internen Laufwerke und der externen Anschlüsse. Zur Beurteilung des jeweiligen Datendurchsatzes haben wir pro Konfiguration fünf Messläufe vorgenommen, dann das Minimum und das Maximum gestrichen, sowie den Durchschnitt der drei übrigen Messungen errechnet. Um möglichst hohe und zugleich konstante Ergebnisse zu erreichen, haben wir EIST und die C-States deaktiviert. Wir beginnen mit den internen Datenträgern:

Intern: HDTune Pro 4.61 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Desktop-System
Crucial C300
362.9
365.5
350.1
Dell Precision M6600
128GB SSD
234.8
241.8
204.4
Dell Precision M6600
2x 500GB RAID 0
159.3
215.3
96.3
HP 625
WD3200BEVT
65.0
83.3
30.0
Fujitsu Lifebook AH530
ST9500325AS
63.3
79.8
38.9

Beim Desktop-System haben wir einen der SATA-6-Gb/s-Ports des Intel Z68 mit einem Solid-State-Drive vom Typ Crucial RealSSD C300 128GB bestückt und in Dells Precision M6600 arbeitet neben einer 128 GB großen SSD auch noch ein RAID-0-Array aus zwei Festplatten der 500GB-Klasse. Seagates Momentus ST9500325AS (500 GB, 8 MB Cache, 5.400 U/min, SATA 3Gb/s), welche wir im Fujitsu Lifebook AH530 vorfinden, lässt sich also am besten mit der Western Digital Scorpio Blue WD3200BEVT (320 GB, 8 MB Cache, 5.400 U/min, SATA 3Gb/s) vergleichen, welche wir in HPs 625 vorfinden. Im Durchschnitt ist Seagates Festplatte ein wenig langsamer, der Unterschied ist im Betrieb jedoch nicht spürbar.

Übrigens: Wer daran denkt, dem Fujitsu Lifebook AH530 ein schnelles Solid-State-Drive zu vergönnen, braucht keine Gedanken an schnelle Datenträger mit SATA 6 Gb/s zu verschwenden. In diesem Notebook sorgt nämlich noch Intels HM55 Express für die SATA-Ports und dieser Chipsatz ist auf 3 Gb/s beschränkt.

Kommen wir nun zu den externen Anschlüssen. Während Dells Precision M6600 mit USB 2.0, USB 3.0 und eSATA aufwarten kann, sind Fujitsus Lifebook AH530 und HPs 625 auf USB 2.0 beschränkt. Externe Datenträger, die schnellere Standards beherrschen, werden hierdurch deutlich ausgebremst.

Extern: HDTune Pro 4.61 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Desktop-System
Crucial C300
eSATA
359.7
363.4
353.8
Dell Precision M6600
Crucial C300
eSATA
257.4
269.4
203.8
Desktop-System
Crucial C300
USB 3.0
212.5
212.8
172.7
Dell Precision M6600
Crucial C300
USB 3.0
202.2
202.5
201.4
Dell Precision M6600
Crucial C300
USB 2.0
33.2
33.3
27.8
HP 625
Crucial C300
USB 2.0
32.2
32.4
27.9
Fujitsu Lifebook AH530
Crucial C300
USB 2.0
27.1
28.5
22.4

Schade. Nicht nur, dass Fujitsu sein Lifebook AH530 auf USB 2.0 beschränkt, auch der Datendurchsatz über diese als einzige zur Auswahl stehende Schnittstelle kann nicht überzeugen. Im Durchschnitt bleibt die Transferrate um deutliche 5 bis 6 MB/s hinter den Mitbewerbern zurück. Hier empfiehlt es sich, USB 3.0 über eine ExpressCard/54 nachzurüsten.




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Fazit
PreistippFujitsus Lifebook AH530/HD6 Blue ist eigentlich nichts besonders. Dieses Notebook basiert noch auf Intels 2010er-Plattform und bietet weder SATA 6 Gb/s noch USB 3.0. Die Akkulaufzeiten fallen eher bescheiden aus und eine besonders flache Optik wird auch nicht geboten. Zugegeben, der glänzende Deckel in Dunkelblau-Metallic sieht schick aus, doch genau wie die ebenfalls glänzende Handauflage und die im Chrome-Look gehaltenen Tasten des Touchpads zieht dieser Fingerabdrücke und Staub geradezu magisch an. Warum bekommt dieses Notebook also unseren "Preistipp"? Weil es sehr viel Leistung in einen sehr kleinen Preis packt! Intels Doppelkern-CPU Core i3-380M ist mit 2,53 GHz recht flott unterwegs und kann dank HyperThreading insbesondere bei modernen Programmen punkten. Hinzu kommt eine diskrete Grafiklösung vom Typ AMD Radeon HD 6530M, der 1.024 MByte Grafikspeicher zur Seite stehen. Zugegeben, ein Überflieger ist dieser Grafikprozessor nicht, doch wenn man auf die höchste Detailstufe und Kantenglättung verzichten kann, reicht seine Leistung auch für aktuelle Titel aus. Und bei vielen älteren Spielen kann man sich sogar die volle Grafikpracht inklusive Kantenglättung auf den Bildschirm holen. Angesichts des aktuellen Verkaufspreises von 459,- Euro inklusive Mehrwertsteuer führt also kein Weg am Preistipp vorbei - insbesondere da es beim Kauf bis Ende September noch 51 Euro zurück gibt!


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

4 GByte Arbeitsspeicher und 500 GB Festplattenkapazität sind solide und neben Wireless-LAN gemäß IEEE 802.11 a/b/g/n hat Fujitsu auch Bluetooth V2.1 integriert. Gigabit-LAN und ein HDMI-Ausgang werden ebenfalls geboten, doch die übrigen Schnittstellen sorgen für Enttäuschung. Die drei USB-Anschlüsse der zweiten Generation sind nicht die schnellsten, doch Alternativen gibt es keine. Weder mit Firewire noch mit eSATA oder USB 3.0 kann Fujitsus Lifebook AH530/HD6 Blue aufwarten. Auch das Kühlkonzept kann nur bedingt überzeugen: Während das Notebook auf der Schreibtischplatte recht leise bleibt, wird es auf dem Schoß schnell zum Heizkissen, denn Fujitsu zieht die Luft ausschließlich von unten an. Nach längerem Betrieb wird auch die Tastatur recht warm, einzig der Ziffernblock behält eine kühle Oberfläche. Warum dies so ist, belegt ein Blick ins Innere des Notebooks: Fujitsu konzentriert die Kühlung an einer Stelle.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das 15,6 Zoll große Display liefert satte Farben und Kontraste, doch es spiegelt auch sehr stark. Die beiden Lautsprecher, welche der Hersteller hinter der Tastatur platziert hat, verzichten zwar auf Übersteuern und Scheppern, sind aber auch bei voller Lautstärke nicht sonderlich laut und bleiben klanglich unpräzise und blass. Beim BIOS setzt Fujitsu auf Minimalismus, viel mehr als das Datum und das Boot-Laufwerk kann man dort nicht einstellen. Dafür überzeugen die präzise Verarbeitung und das verwindungssteife Gehäuse, während die auf zwölf Monate beschränkte Herstellergarantie keine Freude aufkommen lässt. Das perfekte Notebook ist Fujitsus Lifebook AH530/HD6 Blue mit Sicherheit nicht, doch Preis und Leistung reißen es heute raus.







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