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Maus und Matte: Func MS-3 und Func Surface 1030 L im Test - Druckansicht - Seite 1 von 6
Für Insider ist Func zwar eine Gaming-Marke mit langer Tradition, doch in den letzten Jahren herrschte sozusagen "Funcstille". Erst vor wenigen Monaten wagten die Kalifornier ihr Comeback und führen neben Mousepads nun auch andere Produkte in ihrem Sortiment. Wir werfen in unserem heutigen Test einen Blick auf die Func MS-3, die erste Maus der Firma, und probieren mit Funcs Surface 1030 L auch gleich die passende Unterlage aus.
Der Schwerpunkt dieses Artikels ist jedoch die MS-3. Bei ihrer Entwicklung hatte für Func eine optimale Ergonomie im Vordergrund gestanden, welche auf die speziellen Bedürfnisse von Spielern eingeht. Das Ergebnis sieht schick aus und kann sich durchaus von seinen Mitbewerbern abheben. Doch bietet die Func MS-3 tatsächlich die versprochene Funktionalität sowie eine überlegene Ergonomie?

Über Func

Im Jahr 1999 wurde am PC zwar schon kräftig gespielt, doch statt spezieller Tastaturen, Mäuse und Mausmatten kamen jene Eingabegeräte zum Einsatz, die eigentlich für die Büroarbeit konzipiert waren. Aus diesem Mangel heraus entwickelten ambitionierte Spieler im sonnigen Kalifornien das doppelseitige Mousepad Func sUrface 1030, welches im Jahr 2000 auf den Markt kam. Hierzulande wurde Func außerhalb der Gamer-Szene nie bekannt, denn abgesehen von ein paar Mausmatten hatte die Firma nichts zu bieten. Das änderte sich erst im Jahr 2012, als Func den Entschluss fasste, sein Portfolio um eine Maus, eine Tastatur und ein Headset zu erweitern.

Die Matte: Func Surface 1030 L

Bevor wir zur MS-3 kommen, betrachten wir das Mousepad Surface 1030 L. Vor dreizehn Jahren betrat sein Urahn Neuland, doch heutzutage gibt es auf dem Markt reichlich Konkurrenz. Func bietet das Surface 1030 in zwei Größen an: Unsere Variante L misst 330 x 260 mm, die größere XL bringt es auf 360 x 280 mm. Der Mausmatte liegt eine mehrsprachige Anleitung in gedruckter Form bei.

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Das Surface 1030 L besteht aus zwei Teilen: Zunächst wäre da der Kunststoffrahmen, in den die eigentliche Mausmatte eingelegt wird. Auf seiner Unterseite befinden sich neun großflächige Gummistreifen, welche dem Rahmen einen sicheren Halt verschaffen.

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Die eigentliche Mausmatte besteht aus Polycarbonat und kann gewendet werden: Auf der einen Seite findet sich die raue Oberflächenstruktur F30.r, auf der anderen die deutlich feinere F10.s. Welche Seite man verwendet, hängt von der gewählten Auflösung und dem persönlichen Geschmack ab.

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Im Test kamen wir mit beiden Oberflächen gut zurecht, ich persönlich bevorzuge jedoch die feineren Strukturen. Aufgrund des Rahmens baut Funcs Surface 1030 L fast einen halben Zentimeter hoch. Spieler, die möglichst flache Unterlagen bevorzugen, werden sich hieran sicherlich stören.



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Die Maus: Erster Blick und Lieferumfang

Zunächst einmal müssen wir festhalten, dass es sich bei der Func MS-3 um eine kabelgebundene Maus für Gamer handelt. Für tagtägliche Büroaufgaben wurde sie nicht konzipiert, weshalb wir diese Disziplin nur am Rande betrachten werden - eine gewisse Alltagstauglichkeit erwarten wir dennoch. Darüber hinaus ist die Func MS-3 ein Produkt für Rechtshänder. Wer mit der linken Hand spielt, braucht definitiv eine andere Maus.

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Das Spielgerät erreicht uns in einem schlichten, weißen Karton, auf dem das Markenlogo in Orange-Rot prangt. Ein Produktbild der Maus verbirgt sich auf seiner Rückseite, doch wir können den mit zwei Klettklebern fixierten Deckel anheben und einen Blick auf das tatsächliche Produkt erhaschen. Zudem ermöglicht der ausgeformte Kunststoff einen ersten Probegriff.

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Der Lieferumfang beschränkt sich auf die Maus, eine gedruckte Anleitung und die Software-CD. Die Anleitung ist recht ausführlich und beschreibt neben der Maus auch die Software, doch leider gibt es sie nur in englischer Sprache.

Die Maus im Detail #1

Was zunächst auffällt, ist die Größe der Func MS-3. Die Maus ist zwar nicht besonders lang, aber dafür sehr breit. Wo sich andere Hersteller damit begnügen, dem Ringfinger etwas Halt zu geben, gibt es auf der MS-3 ausreichend Platz für alle fünf Finger. Hierdurch wird der Nager 126,92 mm lang, 100,69 breit und 42,38 mm hoch. Das Gewicht beläuft sich mit Kabel auf 157 g, ohne Kabel sind es 127 g.

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Die mattschwarze Oberfläche der Func MS-3 wird lediglich von den glänzend schwarzen Knöpfen und den LEDs unterbrochen. Sie ist gummiert, was die Griffigkeit der Maus erhöht und schwitzigen Händen vorbeugt. Func hat seine erste Maus mit deutlichen Konturen versehen, die jedem Finger seinen eigenen Platz zuweisen. Der Hersteller verspricht sich hiervon eine bessere Ergonomie. Auch die zehn Tasten wurden laut Func so platziert, dass sie optimal zu erreichen sind.

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Die beiden Haupttasten und das Mausrad finden sich an gewohnter Stelle. Func hat die Haupttasten mit Schaltern von Omron umgesetzt und das Scrollrad mit quer verlaufenden Einkerbungen versehen. Rechts und links des gummierten Mittellaufs weist das Scrollrad Lichtbänder für die integrierte LED-Beleuchtung auf. Die rechte Maustaste wurde im vorderen Bereich eingeschnitten, um Platz für einen zusätzlichen Schalter zu schaffen. Dieser ist schmal, weist eine glatte Oberfläche auf und dient zum Wechsel der Profile.



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Die Maus im Detail #2

Für den Ringfinger und den kleinen Finger gibt es eigene Auflagen, aber keine speziellen Tasten. Die beiden runden Schalter hinter dem Mausrad lassen sich gut mit dem Zeigefinger bedienen. Sie sind ebenfalls glatt und identisch geformt, standardmäßig dienen sie zur Wahl der DPI-Stufe. Mit Hilfe der Software lässt sich ihre Funktion ändern, was übrigens für alle zehn Tasten gilt.

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Mit vier Tasten bekommt der Daumen viel zu tun. Am oberen Rand finden sich zwei Tasten, denen Func den Sprung vor und zurück zugewiesen hat. Weiter vorne sitzt eine runde Taste mit konfigurierbarer LED-Beleuchtung, die entfernt an ein Auge erinnert. Sie ist mit der Funktion "Instant Aim" belegt, welche wir zunächst erklären müssen.

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Spielt man mit niedriger DPI-Stufe, um mehr Feingefühl zu haben (z.B. als Scharfschütze), kann man durch das Drücken und Halten von "Instant Aim" temporär auf eine höhere DPI-Stufe wechseln und so besser auf einen überraschenden Angriff reagieren. Am unteren Ende der Daumenauflage hat Func die vierte Daumentaste platziert, die man nicht mit der Spitze sondern mit der Seite des Fingers bedient. Standardmäßig schaltet sie die Audioausgabe stumm.

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Auf der Unterseite sehen wir vier große Gleitflächen mit halbwegs abgerundeten Kanten. Beim Lasersensor handelt es sich um den Avago ADNS-9500, der Auflösungen zwischen 90 und 5.670 DPI, eine Geschwindigkeit von 5,1 Metern in der Sekunde und eine Beschleunigung von bis zu 30 g ermöglicht. Avago ist ein namhafter Hersteller und der im Mai 2009 vorgestellte ADNS-9500 ist ein sehr guter Sensor, doch mit dem ADNS-9800 gibt es längst einen Nachfolger. Somit verwundert es, dass Func nicht zum neueren Modell gegriffen hat.

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Die Maus ist mit 512 KByte Speicher ausgestattet, in dem die Konfiguration inklusive der Macros gespeichert wird. Für die USB-Anbindung sorgt ein Weltrend WT6573, die Abfragerate lässt sich über die Software zwischen 125 und 1.000 Hz einstellen. Das stoffummantelte USB-Kabel ist zwei Meter lang und endet in einem vergoldeten Stecker.



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Die Software der Func MS-3

Die Func MS-3 selbst ist plug&play und benötigt keinen speziellen Treiber. Die mitgelieferte Software wird lediglich zur Konfiguration benötigt - beispielsweise um die DPI-Stufen der Profile anzupassen und die LED-Farben zu ändern. Erfreulicherweise dürfen wir bei der Installation die Ordner selbst bestimmen, auf der anderen Seite ist die Software leider nur in englischer Sprache verfügbar. Die Benutzeroberfläche zeigt sich klar gegliedert und übersichtlich.

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In den "Basic Settings" können wir die drei DPI-Stufen für jedes der drei Profile zwischen 90 und 5670 DPI anpassen - auch getrennt für die X- und die Y-Achse. Zudem lassen sich hier die Empfindlichkeit des Mauszeigers, die Geschwindigkeit des Doppelklicks und die Stufen des Scroll-Rades einstellen. Man kann die Beschleunigung des Mauszeigers zuschalten und Winkelsprünge aktivieren. Auch die Abhebehöhe (gering / mittel / hoch) und die Abfragerate (125 bis 1.000 Hz) sind konfigurierbar.

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Die Zuordnung der zehn Maustasten hat Func mittels eines Produktfotos sehr anschaulich umgesetzt. Jeder einzelnen Taste lassen sich Standardfunktionen, typische Windows-Befehle wie Öffnen, Speichern, Ausschneiden, Einfügen und Kopieren, Multimedia-Funktionen wie Abspielen, Pause und Stopp, einzelne Tasten oder auch Makros zuweisen - dazu gleich mehr. Darüber hinaus kann man jede einzelne Taste deaktivieren.

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Wer die voreingestellten Farben (Orange/Orange, Orange/Blau, Rot/Rot) nicht mag, kann diese frei konfigurieren - es stehen 16 Millionen Farben zur Auswahl. Dies geschieht unabhängig für das Scrollrad und den runden Schalter auf der linken Seite. Die drei LEDs, mit denen die aktive DPI-Stufe und der Profilwechsel angezeigt werden, leuchten hingegen immer orange bzw. weiß. Man kann jeweils die Farbe sowie deren Sättigung und Helligkeit einstellen, darüber hinaus kann man die LEDs auch pulsieren lassen.

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Weiterhin bietet die Software einen Macro-Editor. Mit diesem lassen sich Tastatureingaben aufzeichnen, welche man später den Maustasten zuweisen kann. Gespeichert werden allerdings ausschließlich die gedrückten Tasten, nicht aber die Zeitabstände zwischen diesen Eingaben. Maximal kann ein Macro zwanzig Tastendrucke umfassen und der Speicher der Maus bietet Platz für 60 solcher Macros. Im Test ließen sich unsere Macros problemlos zuweisen und funktionierten einwandfrei.

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Bleibt noch die Schaltfläche "Get Support", welche auf die Internetadresse "http://www.func.net/en/support/ms3/" verweist. Sie führt dummerweise ins Leere, denn die richtige Adresse lautet: "http://www.func.net/en/support/ms-3-support/". Func sollte diesen unschönen Fehler schnellstmöglich beheben.



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Der Praxistest

Wir haben die Func MS-3 unter Windows XP Professional 64-Bit, Windows 7 Professional 64-Bit und Windows 8 Professional 64-Bit getestet. Die Maus wurde von jedem der drei Betriebssysteme sofort erkannt und konnte auch ohne ihre Software genutzt werden. Wir haben die Software dennoch aufgespielt und konnten diese ohne Neustart aufrufen. Während es unter Windows 7 und XP keinerlei Probleme gab, konnte Windows 8 die Maus nach dem ersten Warmstart nicht mehr finden und auch ein Neustart brachte keine Abhilfe. Dabei bemerkten wir jedoch, dass die Maus im BIOS normal funktionierte und noch bis kurz vor dem Anmeldebildschirm von Windows leuchtete. Die Lösung für dieses Problem lautet: Das USB-Kabel entfernen und einige Sekunden später neu einstecken. Glücklicherweise trat dieser Fehler nur einmal auf.

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Zumindest bis zum Upgrade auf Windows 8.1. Dessen Installation verlief ohne Warnung oder Fehlermeldung, doch am Ende hatten wir keine Maus mehr. Die Func MS-3 funktioniert im BIOS und leuchtet auch noch beim Startvorgang von Windows, doch dann gehen alle Lichter aus. Der Trick mit dem Abziehen des USB-Kabels scheitert ebenfalls, denn Windows 8.1 beklagt sich über ein unbekanntes USB-Gerät mit fehlender Kennung. Laut Func liegt dies an veralteten oder nicht signierten Treibern. Der Maustreiber selbst ist es wohl nicht, bleibt also AMDs USB-Treiber und der befindet sich auf dem aktuellen Stand. Zur Zeit haben wir leider noch keine Lösung für dieses Problem, doch da andere Mäuse am Testsystem einwandfrei funktionieren (z.B. die Sharkoon FireGlider), müssen wir es zumindest anteilig der Func MS-3 ankreiden.

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Grundsätzlich erfordert die Form der Func MS-3 eine gewisse Gewöhnungsphase. Für mich persönlich ist es ausgesprochen ungewohnt, den kleinen Finger auf die Maus zu legen. Die Ablage ist nämlich recht hoch und ihre Ausformung passt nicht sonderlich gut zu meinem Finger, dessen zweites Gelenk unangenehm gegen die Maus drückt. Der Abspreizwinkel, der notwendig ist, um den kleinen Finger neben der Maus zu platzieren, ist jedoch so groß, dass auch dies nach kurzer Zeit zu einer verkrampften Haltung führt. Als Kompromiss habe ich den kleinen Finger auf der Kante platziert - das geht, ist aber auch nicht optimal. Die Ablage für den Ringfinger funktioniert hingegen recht gut. Allerdings gibt es da noch ein ganz anderes Problem: Wer gerne Shooter mit hohen Auflösungen spielt, ist es gewohnt, seine Maus in regelmäßigen Abständen anzuheben und umzusetzen. Dabei fixiert man die Maus üblicherweise mit dem Daumen und dem Ringfinger. Aufgrund der zusätzlichen Fingerablagen und des hohen Gewichts fällt das Anheben der Func MS-3 jedoch sehr schwer und meist muss der kleine Finger herhalten. Während des mehrwöchigen Testzeitraums ist unsere Maus dabei ein ums andere Mal abgestürzt.
BildDie beiden Haupttasten lassen sich leicht und präzise betätigen, das Scrollrad weist als dritte Maustaste einen deutlich höheren Widerstand auf. Dies ist aber auch sinnvoll und als Rad bietet es eine klare Rasterung und lässt sich ohne großen Kraftaufwand drehen. Die in Querrichtung verlaufenden Einkerbungen geben dabei haptisch Rückmeldung und verhindern das Abrutschen des Fingers. Die beiden DPI-Tasten (Schalter 9 und 10) hinter dem Scrollrad haben einen mittleren Widerstand und sind mit dem Zeigefinger gut erreichbar. Will man die Profiltaste (Schalter 8) rechts vorne drücken, kann man dazu wahlweise den Mittel- oder Ringfinger benutzen. Auf welchen die Wahl auch fällt, der Schalter ist recht schwergängig. Und das hat er mit dem beleuchteten "Auge" (Schalter 6) auf der linken Seite gemein. Dieses sitzt für meinen Daumen auch ein paar Millimeter zu weit vorne, so dass ich die Taste nur mit Mühe erwische. Insbesondere die Nutzung der Funktion "Instant Aim", bei der man die Taste gedrückt halten muss, fällt mir sehr schwer. Noch wesentlich mehr Widerstand leistet die untere Daumentaste (Schalter 7). Es ist einfach unangenehm, sie zu bedienen. Und ich konnte keine Position finden, in der mein Daumen sowohl die Schalter 6 als auch 7 erreichen kann. Die beiden oberen Daumentasten (Schalter 4 und 5) sind hingegen leichtgängig und auch gut erreichbar.
Wir haben den Sensor der Func MS-3 auf fünf Oberflächen getestet: Eine typische, blaue Mausmatte aus Stoff, ein rundes Kunststoffpad mit buntem Werbeaufdruck, das schwarze Kunststoffpad Revoltec Gamepad Precision Advanced, eine Marmorplatte sowie ein Glasbrett. Hier die Ergebnisse:
Oberflächentest mit Func MS-3
 StoffWerbedruckGamerpadMarmorGlas
Funktiono++++++-
Das Werbepad ist zwar viel zu klein, doch die Abtastung funktioniert dort ebenso zuverlässig wie mit dem Revoltec Gamepad Precision Advanced und der Tischplatte aus Marmor. Bei der Mausmatte aus Stoff kratzen die Gleitflächen der Func MS-3 spürbar, weshalb es hier zu Abzügen kommt. Auf Glas wird der Mauszeiger dann nur noch sporadisch in Bewegung versetzt, dieses Material sollte man als Oberfläche tunlichst meiden.

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Zu den füf Oberflächen, mit denen wir jede Maus testen, gesellt sich heute Funcs Surface 1030 L. Mit dieser Mausmatte kommt die Func MS-3 sehr gut zurecht, dennoch würden wir zur XL-Variante raten. Da die Maus so breit ist, stießen wir regelmäßig an die Grenzen des Surface 1030 L.



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Fazit

Ein kurzer Hinweis an alle Leser, die gerne direkt zum Fazit vorblättern: Bei unserem heutigen Test der Gamer-Maus Func MS-3 lohnt es sich besonders, das Kapitel "Praxistest" zu lesen, da dieses viele wichtige Eindrücke enthält, die wir an dieser Stelle nicht im vollen Umfang wiederholen können und wollen!

Bewertung: Func Surface 1030 L

GutMausmatten sind die Kernkompetenz von Func und somit verwundert es nicht, dass uns das Modell Surface 1030 L überzeugen kann. Mit Abmessungen von 330 x 260 mm ist es ausreichend groß, dank der großflächigen Gummistreifen auf der Unterseite seines Rahmens liegt es absolut sicher auf unserer Schreibtischplatte und auch die Verarbeitung des Produktes ist sehr ordentlich. Dass man die eigentliche Lauffläche wenden kann und zwei unterschiedlich strukturierte Oberflächen zur Auswahl stehen, ist ein willkommenes Extra, wobei nur die wenigsten Spieler regelmäßig Gebrauch von dieser Möglichkeit machen werden. Aufgrund der Konstruktion als Rahmen mit herausnehmbarer Mausmatte baut das Surface 1030 L fast einen halben Zentimeter hoch, was mit Sicherheit nicht jedem Spieler gefallen wird. Wir kamen damit aber gut zurecht. Wer mit der überbreiten Func MS-3 liebäugelt, sollte allerdings lieber zur größeren XL-Variante greifen.

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Im Handel starten die Preise für das Func Surface 1030 L bei 30 Euro, beispielsweise bei unserem Partner Amazon.de. Das ist sehr happig, denn Mousepads einer durchaus vergleichbaren Qualität bekommt man von anderen Herstellern schon für die Hälfte. Dennoch ist das Func Surface 1030 L ein empfehlenswertes Produkt und wir vergeben als Gesamtnote "Gut".

Bewertung: Func MS-3

14 Jahre nach ihrer ersten Mausmatte bringt die Firma Func ihre erste Maus auf einen hart umkämpften Markt. Den Pionierstatus hat Func hier verpasst, doch die Ansprüche an das eigene Produkt sind hoch. Die Kalifornier wollen nicht weniger, als neue Maßstäbe bei der Ergonomie setzen und eine perfekte Funktionalität bieten. Um dies zu erreichen, hat die Func MS-3 Ablagen für alle fünf Finger bekommen. Vor unserem Test fanden wir dieses Vorgehen nachvollziehbar und interessant, doch bei der Benutzung kamen dann schnell Zweifel auf. Ich habe die Maus selbst über mehrere Wochen intensiv zum Spielen und Arbeiten genutzt und konnte mich dennoch nie an ihre Form gewöhnen. Mehr als einmal hatte ich das Verlangen, die Ablagen für den Ringfinger und den kleinen Finger abzutrennen. Funcs Idee, eine Maus für die Hand des Spielers maßzuschneidern, scheitert schlicht und einfach daran, dass jede Hand anders geformt ist. Die MS-3 will ihre Form der Hand des Spielers aufzwingen und wenn das nicht passt, kommt man mit dieser Maus nicht gut zurecht. Hinzu kommen die teils schwergängigen Tasten, deren Platzierung uns nicht in allen Fällen überzeugt.

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Die Func MS-3 ist sauber verarbeitet und bietet hochwertige Technik (Avago ADNS 9500 mit 5.670 DPI), ist aber nicht auf dem allerneuesten Stand. Gut gefallen hat uns die Software, die Func sehr übersichtlich gestaltet hat und die alle erdenklichen Funktionen bietet. Lediglich der Macro-Editor ist noch ausbaufähig. Die Maus selbst kommt ohne Treiber aus, doch seit die Func MS-3 auf dem Markt ist, berichten Benutzer über Probleme mit Windows 8. Bei den Betroffenen wird die Maus nicht oder nicht immer vom Betriebssystem erkannt. Bei uns trat dieses Problem einmalig mit Windows 8 auf und verschwand, nachdem wir den USB-Stecker der Maus gezogen und wieder eingesteckt hatten. Nach dem Upgrade auf Windows 8.1 funktioniert die Func MS-3 nun allerdings gar nicht mehr. Der Hersteller erklärt das Problem mit veralteten bzw. unsignierten Treibern, doch eine endgültige Lösung gibt es nicht. Wir finden das sehr verwirrend, denn andere Gamer-Mäuse erkennt Windows 8.1 zuverlässig.
Aufgrund der genannten Probleme können wir keine generelle Empfehlung für die Func MS-3 aussprechen, stattdessen raten wir allen Interessenten zu einer Anprobe beim Maushändler ihres Vertrauens. Sofern die eigene Hand zur Maus passt, ist die Func MS-3 durchaus ein gutes Produkt. Die Straßenpreise für die Func MS-3 beginnen bei ca. 60 Euro - beispielsweise bei unserem Partner Amazon.de. Das ist zwar kein Schnäppchen, bewegt sich aber im Preisrahmen der Mitbewerber. Und für alle, zu deren Hände die Func MS-3 nicht passt, bleibt der Trost, dass die individuell maßgeschneiderte Maus mit dem Zeitalter des 3D-Druckers in greifbare Nähe rückt.
Unser Dank gilt Func für die Bereitstellung von MS-3 und Surface 1030 L.



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