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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 1/7
23.04.2006 by doelf
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Im Rahmen unseres 3D-Performance Guide 2006 hatten wir bisher die Spitzenklasse, die obere Mittelklasse sowie die untere Mittelklasse abgedeckt. Zuletzt fügten wir dann noch zwei Einsteigermodelle hinzu, welche wir uns heute detailliert ansehen wollen:
Grafikkarten unter 80 €: XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2

Nicht jeder Kunde kann sich Grafikkarten für 150 € oder mehr leisten und nicht jeder Kunde legt Wert auf Computerspiele. Da viele onboard Grafiklösungen nur einen VGA-Ausgang haben und auf einen digitalen DVI-Anschluß verzichten, welcher gerade auf hochauflösenden Flachbildschirmen ein deutlich besseres Bild ermöglicht, ist der Griff zur Grafikkarten in vielen Fällen unverzichtbar. Zudem besitzen Grafikkarten eigenen Speicher, während die Mehrzahl der IGP Grafikkerne in den Chipsätzen ihren Speicher vom Arbeitsspeicher abzwackt. Doch halt, seit PCI-Express stimmt obige Aussage in dieser Form nicht mehr, denn sowohl ATi als auch NVIDIA haben einen neuen Weg gefunden, um Kosten zu sparen: ATi nennt diese Technik HyperMemory, NVIDIA hat sie TurboCache getauft. Doch was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen?

Beide Techniken erlauben es der Grafikkarte, zusätzlich zum auf ihrer Platine verbauten Speicher noch Teile des Arbeitsspeichers zu verwenden. Während PowerColor seine Radeon X1300 HyperMemory 2 mit 128 MByte angibt und darauf verweist, daß der Grafikspeicher durch HyperMemory 2 auf 512 MByte erweitert werden kann, findet sich auf der Verpackung sowie der Webseite der XFX GeForce 7300 GS TurboCache nur der Hinweis auf 512 MByte Speicher. Kein Wort davon, daß die Karte selber nur 128 MByte Grafikspeicher besitzt und die weiteren 384 MByte vom Arbeitsspeicher des Computers genommen werden - das gibt Punktabzüge, denn der Kunde wird hier irregeführt!

Die Grafikchips: ATi Radeon X1300
ATis Radeon X1300 wird im 90 nm Prozess gefertigt und bietet DirectX 9 sowie das Shader Modell 3.0 und HDR Lighting. Auch CrossFire und ATis Video-Beschleunigung Avivo, welche zum Wiedergeben und Erstellen/Konvertieren von Video-Dateien genutzt werden kann, beherrscht dieser preiswerte Grafikprozesor. Die Ausstattung spiegelt somit den aktuellen Stand der Technik wieder.
Ein Blick auf die technischen Daten offenbart, daß man hier keine Leistungswunder erwarten darf: Die 105 Transistoren verwirklichen lediglich vier Pixel- und zwei Vertex-Shader. Das Speicherinterface kann mit GDDR3-, DDR2- und DDR1-Speicher arbeiten und bietet vier 32-Bit breite Kanäle, so daß Karten mit 32, 64 sowie 128 Bit Speicheranbindung realisiert werden können.

Die R515 GPU wird von ATi in zwei Versionen angeboten: Die Radeon X1300 Pro taktet mit 600 MHz, die Radeon X1300 mit 450 MHz. Zum Thema Speicherausbau und Speichertakt macht ATi keine näheren Angaben, wohl ein Grund dafür, daß ATis Partner hier alle möglichen Kombinationen auf den Markt werfen. Die Größe des onboard-Speichers reicht von 32 bis 512 MByte, wobei die Pro-Modelle nur mit 128 bzw. 256 MByte angeboten werden. Dabei nutzen die Hersteller alle vier der 32-Bit breiten Speicherkanäle und realisieren eine 128 Bit breite Speicheranbindung. Der Speichertakt liegt bei den Pro-Vereionen bei 500 (DDR1000) oder 400 MHz (DDR800), HyperMemory wird bei der Pro-Version nicht genutzt.
Die nicht-PRO Modelle werden zumeist mit 128, 256 aber auch mit 512 MByte Speicher angeboten, es gibt diese Grafikkarten als Modelle mit HyperMemory 2, aber auch ohne. Verzichtet der Hersteller auf HyperMemory 2, dann wird ebenfalls ein 128 Bit breites Speicherinterface verwirklicht. Nutzt die Karte HyperMemory 2, so wird der Arbeitsspeicher des Computers mitverwendet und die Speicherbandbreite reduziert sich auf 64 Bit, also die Bandbreite, welche ein Single-Channel SD-RAM Modul liefert. Unabhängig von HyperMemory takten die Speicherchips auf der Grafikkarte mit 250 (DDR500) oder 400 MHz (DDR800).
Ein Punkt, bei dem der Käufer genau hinsehen sollte, ist der Speichertakt, denn dieser sinkt bei fast allen Herstellern, sobald die Grafikkarte mit mehr Grafikspeicher ausgestattet wird. Daher sind Modelle mit 128 bzw. 256 MByte Grafikspeicher oft deutlich performanter als die teureren Varianten mit 256 oder 512 MByte.

NVIDIA GeForce 7300 GS
Der GeForce 7300 GS Grafikprozessor von NVIDIA bietet ebenfalls DirectX 9, das Shader Modell 3.0 und HDR Lighting, hinzu kommt NVIDIAs Videobeschleunigung PureVideo. Natürlich kann auch mit GeForce 7300 GS Grafikkarten ein SLI-Betrieb realisiert werden und mit einem Chiptakt von 550 MHz sowie einem Speichertakt von 400 MHz (DDR800) liegen diese Grafikkarten beinahe auf dem Niveau der Radeon X1300 Pro. Mit vier Pixel-Shadern herrscht Gleichstand zwischen den beiden GPUs, bei den Vertex-Shader Prozessoren kann die GeForce 7300 GS jedoch drei und somit einen mehr als ATis Radeon X1300 aufweisen.

Grafikkarten mit GeForce 7300 GS GPU werden mit 128 oder 256 Grafikspeicher angeboten, das Speicherinterface ist dabei immer 64 Bit breit. Mit Hilfe von TurboCache läßt sich der Grafikspeicher auf bis zu 512 MByte erweitern - wie bei ATis HyperMemory 2 auf Kosten des Arbeitsspeichers.

Verschaffen wir uns einen tabellarischen Überblick:

ChipGPU
Takt
Speicher TaktSpeicher-
bandbreite
Speicher-
interface
Pixel/
Vertex
Shader
Modell
DX
GF 7300 GS550 MHz405 MHz6.5 GB/s64 Bit4/33.09
GF 6600325 MHz250 MHz8.0 GB/s128 Bit8/33.09
GF 6600 LE325 MHz
300 MHz
250 MHz8.0 GB/s128 Bit4/33.09
Radeon X1300 Pro600 MHz400-
500 MHz
12.8-
16.0 GB/s
128 Bit4/23.09
Radeon X1300450 MHz250-
400 MHz
2.0-
12.8 GB/s
32-
128 Bit
4/23.09

Weiter: 2. XFX GeForce 7300 GS TurboCache

1. Einleitung
2. XFX GeForce 7300 GS TurboCache
3. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2
4. 53 Benchmarks und Übertakten
5. Schallpegel und Stromverbrauch
6. Video-Encoding
7. Fazit

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