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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 1/7
23.04.2006 by doelf
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Im Rahmen unseres 3D-Performance Guide 2006 hatten wir bisher die Spitzenklasse, die obere Mittelklasse sowie die untere Mittelklasse abgedeckt. Zuletzt fügten wir dann noch zwei Einsteigermodelle hinzu, welche wir uns heute detailliert ansehen wollen:
Grafikkarten unter 80 €: XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2

Nicht jeder Kunde kann sich Grafikkarten für 150 € oder mehr leisten und nicht jeder Kunde legt Wert auf Computerspiele. Da viele onboard Grafiklösungen nur einen VGA-Ausgang haben und auf einen digitalen DVI-Anschluß verzichten, welcher gerade auf hochauflösenden Flachbildschirmen ein deutlich besseres Bild ermöglicht, ist der Griff zur Grafikkarten in vielen Fällen unverzichtbar. Zudem besitzen Grafikkarten eigenen Speicher, während die Mehrzahl der IGP Grafikkerne in den Chipsätzen ihren Speicher vom Arbeitsspeicher abzwackt. Doch halt, seit PCI-Express stimmt obige Aussage in dieser Form nicht mehr, denn sowohl ATi als auch NVIDIA haben einen neuen Weg gefunden, um Kosten zu sparen: ATi nennt diese Technik HyperMemory, NVIDIA hat sie TurboCache getauft. Doch was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen?

Beide Techniken erlauben es der Grafikkarte, zusätzlich zum auf ihrer Platine verbauten Speicher noch Teile des Arbeitsspeichers zu verwenden. Während PowerColor seine Radeon X1300 HyperMemory 2 mit 128 MByte angibt und darauf verweist, daß der Grafikspeicher durch HyperMemory 2 auf 512 MByte erweitert werden kann, findet sich auf der Verpackung sowie der Webseite der XFX GeForce 7300 GS TurboCache nur der Hinweis auf 512 MByte Speicher. Kein Wort davon, daß die Karte selber nur 128 MByte Grafikspeicher besitzt und die weiteren 384 MByte vom Arbeitsspeicher des Computers genommen werden - das gibt Punktabzüge, denn der Kunde wird hier irregeführt!

Die Grafikchips: ATi Radeon X1300
ATis Radeon X1300 wird im 90 nm Prozess gefertigt und bietet DirectX 9 sowie das Shader Modell 3.0 und HDR Lighting. Auch CrossFire und ATis Video-Beschleunigung Avivo, welche zum Wiedergeben und Erstellen/Konvertieren von Video-Dateien genutzt werden kann, beherrscht dieser preiswerte Grafikprozesor. Die Ausstattung spiegelt somit den aktuellen Stand der Technik wieder.
Ein Blick auf die technischen Daten offenbart, daß man hier keine Leistungswunder erwarten darf: Die 105 Transistoren verwirklichen lediglich vier Pixel- und zwei Vertex-Shader. Das Speicherinterface kann mit GDDR3-, DDR2- und DDR1-Speicher arbeiten und bietet vier 32-Bit breite Kanäle, so daß Karten mit 32, 64 sowie 128 Bit Speicheranbindung realisiert werden können.

Die R515 GPU wird von ATi in zwei Versionen angeboten: Die Radeon X1300 Pro taktet mit 600 MHz, die Radeon X1300 mit 450 MHz. Zum Thema Speicherausbau und Speichertakt macht ATi keine näheren Angaben, wohl ein Grund dafür, daß ATis Partner hier alle möglichen Kombinationen auf den Markt werfen. Die Größe des onboard-Speichers reicht von 32 bis 512 MByte, wobei die Pro-Modelle nur mit 128 bzw. 256 MByte angeboten werden. Dabei nutzen die Hersteller alle vier der 32-Bit breiten Speicherkanäle und realisieren eine 128 Bit breite Speicheranbindung. Der Speichertakt liegt bei den Pro-Vereionen bei 500 (DDR1000) oder 400 MHz (DDR800), HyperMemory wird bei der Pro-Version nicht genutzt.
Die nicht-PRO Modelle werden zumeist mit 128, 256 aber auch mit 512 MByte Speicher angeboten, es gibt diese Grafikkarten als Modelle mit HyperMemory 2, aber auch ohne. Verzichtet der Hersteller auf HyperMemory 2, dann wird ebenfalls ein 128 Bit breites Speicherinterface verwirklicht. Nutzt die Karte HyperMemory 2, so wird der Arbeitsspeicher des Computers mitverwendet und die Speicherbandbreite reduziert sich auf 64 Bit, also die Bandbreite, welche ein Single-Channel SD-RAM Modul liefert. Unabhängig von HyperMemory takten die Speicherchips auf der Grafikkarte mit 250 (DDR500) oder 400 MHz (DDR800).
Ein Punkt, bei dem der Käufer genau hinsehen sollte, ist der Speichertakt, denn dieser sinkt bei fast allen Herstellern, sobald die Grafikkarte mit mehr Grafikspeicher ausgestattet wird. Daher sind Modelle mit 128 bzw. 256 MByte Grafikspeicher oft deutlich performanter als die teureren Varianten mit 256 oder 512 MByte.

NVIDIA GeForce 7300 GS
Der GeForce 7300 GS Grafikprozessor von NVIDIA bietet ebenfalls DirectX 9, das Shader Modell 3.0 und HDR Lighting, hinzu kommt NVIDIAs Videobeschleunigung PureVideo. Natürlich kann auch mit GeForce 7300 GS Grafikkarten ein SLI-Betrieb realisiert werden und mit einem Chiptakt von 550 MHz sowie einem Speichertakt von 400 MHz (DDR800) liegen diese Grafikkarten beinahe auf dem Niveau der Radeon X1300 Pro. Mit vier Pixel-Shadern herrscht Gleichstand zwischen den beiden GPUs, bei den Vertex-Shader Prozessoren kann die GeForce 7300 GS jedoch drei und somit einen mehr als ATis Radeon X1300 aufweisen.

Grafikkarten mit GeForce 7300 GS GPU werden mit 128 oder 256 Grafikspeicher angeboten, das Speicherinterface ist dabei immer 64 Bit breit. Mit Hilfe von TurboCache läßt sich der Grafikspeicher auf bis zu 512 MByte erweitern - wie bei ATis HyperMemory 2 auf Kosten des Arbeitsspeichers.

Verschaffen wir uns einen tabellarischen Überblick:

ChipGPU
Takt
Speicher TaktSpeicher-
bandbreite
Speicher-
interface
Pixel/
Vertex
Shader
Modell
DX
GF 7300 GS550 MHz405 MHz6.5 GB/s64 Bit4/33.09
GF 6600325 MHz250 MHz8.0 GB/s128 Bit8/33.09
GF 6600 LE325 MHz
300 MHz
250 MHz8.0 GB/s128 Bit4/33.09
Radeon X1300 Pro600 MHz400-
500 MHz
12.8-
16.0 GB/s
128 Bit4/23.09
Radeon X1300450 MHz250-
400 MHz
2.0-
12.8 GB/s
32-
128 Bit
4/23.09
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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 2/7
23.04.2006 by doelf
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XFX GeForce 7300 GS TurboCache
Die von uns getestete Grafikkarte entspricht der XFX PV-T72G-WAN, hat aber eine schwarze Platine und einen neon-gelben DVI-Anschluß, das Bracket der Karte ist anthrazitfarben lackiert. Auf der Verpackung sowie der Produktseite spricht XFX lediglich von "Supporting 512 MB", daß die Grafikkarte über lediglich 128 MByte Grafikspeicher verfügt, wird weder aus ihrem Namen, dem Produktcode noch der Verpackung oder Anleitung ersichtlich. Auch die Bezeichnung "TurboCache" wird lediglich im Rahmen der Feature-Liste für NVIDIAs GeForce 7300 GS GPU aufgeführt. Damit schafft es XFX erfolgreich viele Kunden und Händler zu verwirren, denn sowohl bei eBay als auch in etlichen Shops wird diese Grafikkarte mit 512 MByte Grafikspeicher angepriesen - das gibt Abzüge für schlechten Stil und Kundenverwirrung!
Im Rahmen dieses Testberichtes haben wir "TurboCache" an den Produktnamen angehängt, um unsere Leser nicht zusätzlich zu verwirren.


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Die Beigaben sind schnell aufgezählt: Es gibt ein mehrsprachiges Handbuch, eine Treiber-CD sowie ein S-Video Kabel. Die Karte nutzt eine sehr schmale Platine, welche sich für den Einsatz in Slim-Desktops eignet, ein passendes Slotblech für eine solche Nutzung befindet sich leider nicht im Lieferumfang.


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Die XFX GeForce 7300 GS TurboCache bietet einen VGA-, einen DVI- und einen S-Video Ausgang. Der Grafikchip wird aktiv gekühlt, die Speicherchips bleiben ungekühlt. XFX taktet den Grafikprozessor mit den üblichen 550 MHz, der Speichertakt liegt mit 530 MHz allerdings deutlich über den zumeist verwendeten 400 MHz.


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Der 64-Bit breit angebundene Grafikspeicher stammt von der A-DATA Tochter V-DATA und trägt die Aufschrift VD29616A8A-370. Leider konnten wir zu diesen Chips keine genaueren Angaben finden. Beim Übertaktungstest wird sich zeigen, wo ihre Grenzen liegen.


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Da unser Testsystem 1024 MByte Arbeitsspeicher verwendet, arbeitet die XFX GeForce 7300 GS TurboCache mit 512 MByte, sie reserviert sich somit 384 MByte vom Arbeitsspeicher. Auf Systemen mit 512 MByte Arbeitsspeicher arbeitet die Karte mit 256 MByte Grafikspeicher, da TurboCache hier nur 128 MByte vom Arbeitsspeicher abzwackt.
Die XFX GeForce 7300 GS TurboCache kostet im Handel 69,90 €.

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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 3/7
23.04.2006 by doelf
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PowerColor Radeon X1300 HyperMemory 2
PowerColor bietet derzeit schon eine Radeon X1300 HyperMemory 2 an, doch diese Karte arbeitet mit dem üblichen Chiptakt von 450 MHz. Unser Testmuster ist da etwas leistungsstärker und taktet den Grafikchip mit satten 594 MHz - also dem Takt, welcher eigentlich der Radeon X1300 Pro vorbehalten ist. Zudem wählt Powercolor für unser Modell 128 MByte Grafikspeicher und somit den schnelleren Speichertakt von 396 MHz.


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Unser Vorserienmuster kommt mit Treiber-CD, Handbuch, S-Video- und koaxialem Videokabel im neutralen Karton.


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Die Anschlüsse gleichen denen der XFX GeForce 7300 GS TurboCache, auch PowerColors Radeon X1300 HyperMemory 2 bietet VGA, DVI und einen TV-Ausgang im S-Video Format. Auch in Hinblick auf die Abmessungen sind die beiden Karten beinahe identisch, leider packt auch PowerColor kein Slotblech für low profile Gehäuse bei.


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Die Radeon X1300 GPU wird aktiv gekühlt, beim Speicher verzichtet PowerColor auf eine spezielle Kühlung. Die vier Speicherchips stammen von hynix und tragen die Bezeichnung HY5PS561621A FP25. Dieser Speicher ist mit 400 MHz spezifiziert und erlaubt somit - zumindest auf dem Papier - keine weitere Übertaktung.


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Die PowerColor Radeon X1300 HyperMemory 2 mit 450 MHz Chiptakt wird derzeit für um die 70 € angeboten, die von uns getestete Version mit 600 MHz dürfte ein wenig teurer werden.

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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 4/7
23.04.2006 by doelf
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53 Benchmarks
Wir haben die beiden hier vorgestellten Karten im Rahmen unseres 3D-Performance Guide 2006 durch 53 Benchmarkläufe geschickt. Da diese Ergebnisse den Rahmen dieses Tests sprengen würden, werden wir sie hier nicht nochmals aufführen.

Zu den im 3D-Performance Guide 2006 herangezogenen Testdisziplinen gehören:

Übertakten
Kommen wir nun zum Übertakten: Durch die 64-Bit Speicheranbindung darf man von beiden Karten auch bei deutlich angehobenen Taktraten keine Wunder erwarten. Für Spieler sind beide Modelle nicht geeignet und daran ändert auch eine Taktsteigerung nur wenig:

Aquamark03: ohne AA + ohne AF
Asus Silencer 6600
256MB; Forceware 81.98
40488
XFX GeForce 7300GS
590/580 MHz
36047
XFX GeForce 7300GS
550/530 MHz
33802
Albatron 6600 LE
256MB; Forceware 81.98
33355
PowerColor X1300HM2
680/410 MHz
30937
PowerColor X1300HM2
594/396 MHz
28296

F.E.A.R.: 1280x1024; ohne AA + ohne AF
Asus Silencer 6600
256MB; Forceware 81.98
18
Albatron 6600 LE
256MB; Forceware 81.98
13
PowerColor X1300HM2
680/410 MHz
12
PowerColor X1300HM2
594/396 MHz
11
XFX GeForce 7300GS
590/580 MHz
8
XFX GeForce 7300GS
550/530 MHz
7

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2)
Asus Silencer 6600
256MB; Forceware 81.98
34,43
Albatron 6600 LE
256MB; Forceware 81.98
28,48
PowerColor X1300HM2
680/410 MHz
26,51
PowerColor X1300HM2
594/396 MHz
24,20
XFX GeForce 7300GS
590/580 MHz
10,87
XFX GeForce 7300GS
550/530 MHz
10,01

Quake III Arena (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / Demo001 / 3. Durchlauf)
Asus Silencer 6600
256MB; Forceware 81.98
105,2
Albatron 6600 LE
256MB; Forceware 81.98
101,2
PowerColor X1300HM2
680/410 MHz
66,9
PowerColor X1300HM2
594/396 MHz
61,6
XFX GeForce 7300GS
590/580 MHz
20,0
XFX GeForce 7300GS
550/530 MHz
18,5

Bei der PowerColor X1300 HyperMemory 2 können wir weitere 86 MHz Chiptakt herauskitzeln, der Speichertakt befindet sich aber leider bereits am Limit und kommt über 410 MHz nicht hinaus. Die Leistungsgewinne liegen daher deutlich unter 10 Prozent und selbst übertaktet kommen wir nicht ansatzweise an die Performance der GeForce 6600 heran.
Bei der XFX GeForce 7300 GS sind weitere 40 MHz Chip- sowie 50 MHz Speichertakt möglich, akzeptable Ergebnisse erzielt die Karte aber nur bei Aquamark03, gerade bei Spielen geht die Karte unter - ob mit Standard-Takt oder übertaktet.

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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 5/7
23.04.2006 by doelf
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Schallpegel
Kommen wir nun zur Schallpegelmessung. Unser Testsystem verwendet hierfür einen passiv gekühlten Athlon 64 3500+ mit Winchester-Kern sowie ein passiv gekühltes Netzteil, das Antec Phantom 350 Watt, als Mainboard kommt das Asus A8N-VM CSM zum Einsatz. Wir messen bei offenem Aufbau aus einem Meter Entfernung (bezogen auf den Lüfter der Grafikkarte).

Schallpegel in db(A), Abstand 1 m
Asus Silencer 6600
2D/3D
0
PowerColor X1300HM2
2D/3D
30,3
Powercolor X1600XT
2D
30,6
MSI NX7900GTX-T2D512E
20 min 2D
32,5
MSI NX7900GTX-T2D512E
20 min 3D-Last
32,5
MSI NX7600GT-T2D256E
20 min 2D
34,9
Albatron 6600 LE
2D/3D
35,5
MSI NX6600GT-TD128E
2D/3D
35,6
Albatron 6600
2D/3D
35,7
XFX GeForce 7300GS
2D/3D
35,9
Albatron 6600 GT
2D/3D
38,6
Asus X700Pro
2D/3D
42,5
HIS X1900XTX
20 min 2D
43,3
HIS X1900XTX
20 min 3D-Last
43,3
MSI NX7900GTX-T2D512E
max. U/min
44,6
MSI NX7600GT-T2D256E
20 min 3D-Last
45,9
MSI NX7600GT-T2D256E
max U/min
51,9
Powercolor X1600XT
3D
52,0
HIS X1900XTX
max U/min
58,0

Beide Grafikkarten regelten ihren Lüfter im Test nicht, daher erzielen sie im 2D- sowie im 3D-Betrieb einen konstanten Schallpegel. Während sich die PowerColor X1300 HyperMemory 2 dabei vorbildlich leise verhält, arbeitet die XFX GeForce 7300 GS in einem Bereich, welchen auch GeForce 6600 basierende Karten erreichen - für die gebotene Leistung ist uns die Kühlung der XFX daher zu laut.

Leistungsaufnahme
In Zeiten steigender Strompreise möchten wir auch die Leistungsaufnahme der einzelnen Testkandidaten nicht außer Acht lassen. Wir messen den Stromverbrauch des gesamten Systems, einmal im 2D-Betrieb und ein weiteres Mal im 3D-Betrieb. Für die 3D-Last verwenden wir den Durchlauf "Car Chase, High Detail" von 3DMark2001SE bei einer Auflösung von 1280x1024 Bildpunkten, 4-facher Kantenglättung sowie 8-facher anisotropher Filterung:

Leistungsaufnahme 2D in Watt (Gesamtsystem)
PowerColor X1300HM2100
Asus Silencer 6600110
Albatron 6600112
Albatron 6600 LE113
Albatron 6600 GT114
MSI NX7600GT-T2D256E114
XFX GeForce 7300GS114
Powercolor X1600XT120
HIS X1900XTX132
MSI NX7900GTX-T2D512E141

Im 2D-Betrieb liegt unser Testsystem im Zusammenspiel mit der GeForce 7300 GS bei 114 Watt, mehr verbraucht eine GeForce 6600 GT oder 7600 GT auch nicht. ATis Radeon X1300 gibt sich hier deutlich genügsamer, 100 Watt sind der neue Bestwert!
Wenn wir nun die Messungen bei 3D-Last betrachten, muß berücksichtigt werden, daß ein Großteil der zusätzlichen Stromaufnahme auf die CPU und nicht auf die Grafikkarte fällt:

Leistungsaufnahme 3D in Watt (Gesamtsystem)
PowerColor X1300HM2177
Albatron 6600 LE185
Asus Silencer 6600187
Albatron 6600190
XFX GeForce 7300GS192
MSI NX7600GT-T2D256E208
Albatron 6600 GT215
Powercolor X1600XT217
MSI NX7900GTX-T2D512E249
HIS X1900XTX278

Auch bei 3D-Last erweist sich die PowerColor HyperMemory 2 als Sparfuchs und setzt einen neuen Bestwert: 177 Watt. Mit 192 Watt liegt die XFX GeForce 7300 GS TurboCache um deutliche 15 Watt höher und übertrifft sogar die Karten mit einer GeForce 6600er GPU.

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23.04.2006 by doelf
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Video-Encoding
Ab dem Catalyst 6.3 unterstützt ATi das hardwarebeschleunigte Erstellen und Umwandeln von Video-Dateien. Die "AVIVO Video Converter Engine" ist ein kompakter Download von nur 1,7 MByte und funktioniert mit allen Karten der X1xxx-Familie. ATi versteckt die "AVIVO Video Converter Engine" im Catalyst Control Center, anstatt ein eigenes Icon anzulegen. Es dauerte recht lange, bis wir sie gefunden hatten, denn in der erweiterten Ansicht taucht sie gar nicht auf. Um ein Video umwandeln zu können, muß man zunächst auf die vereinfachte Ansicht zurückschalten, was auch auf schnellen Systemen zwischen 4 und 10 Sekunden dauern kann. Danach gibt man die Quelldatei und das gewünschte Ausgabeformat an, stellt die Qualität ein und startet die Umwandlung. Das ist zwar recht einfach, gibt Experten allerdings viel zu wenige Optionen.


Fotostrecke "AVIVO Video Converter Engine"...

Leider gibt es noch weitere Ungereimtheiten: So ist es möglich, die "AVIVO Video Converter Engine" mit Dateien zu füttern, für die kein Video- bzw. Audio-Codec installiert ist. In diesem Fall wandelt die "AVIVO Video Converter Engine" nur die Ton- bzw. Bildspur um, gibt aber keinerlei Fehlermeldung aus. Auch bei der Erkennung von Video-Dateien hapert es noch, unsere verlustfrei mit Huffyuv komprimierte Testdatei wurde z.B. als MPEG1 bzw. als MPEG2 erkannt.

Wir testen die Encoding-Funktion mit der HIS Excalibur X1900 XTX, der PowerColor Radeon X1600 XT, der PowerColor X1300 HyperMemory 2 sowie dem Tsunami MPEG-Encoder, welcher ohne die AVIVO Hardwarebeschleunigung auskommen muß. Die 455 MByte große Testdatei im PAL-Format wurde mit dem verlustfreien Codec Huffyuv 2.20 erstellt, ist 120 Sekunden lang, hat eine Auflösung von 352x288 Bildpunkten sowie 25 fps:

TMPEG 2.512.52.161 vs. ATi AVIVO (niedrigere Werte sind besser)
HIS X1900XTX
AVIVO, MPEG 1
32 sec.
PowerColor X1600XT
AVIVO, MPEG 1
32 sec.
PowerColor X1300HM2
AVIVO, MPEG 1
32 sec.
HIS X1900XTX
AVIVO, MPEG 2
32 sec.
PowerColor X1600XT
AVIVO, MPEG 2
32 sec.
PowerColor X1300HM2
AVIVO, MPEG 2
32 sec.
TMPEG, MPEG 2
High Quality
69 sec.
TMPEG, MPEG 1
High Quality
71 sec.
TMPEG, MPEG 1
Highest Quality
156 sec.
TMPEG, MPEG 2
Highest Quality
156 sec.

Die "AVIVO Video Converter Engine" erzeugt sehr hochwertige Videodateien, TMPEG muß mit High bzw. Higest Quality aufgerufen werden, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Zudem arbeitet ATis Encoder 2 bis 5 mal schneller als TMPEG - das ist erstaunlich! Noch erstaunlicher ist allerdings, daß es keinen Unterschied macht, welche ATi GPU für das Encoding verwendet wird. Eine Radeon X1300 GPU mit HyperMemory erzielt die selbe Performance wie eine sündhaft teure Radeon X1900 XTX.

Zwischenzeitlich sind gehackte Avivo Encoder aufgetaucht, die auch mit anderen Grafikchips funktionieren und dabei vergleichbare Ergebnisse erzielen. Es stellt sich somit die Frage, wieviel Hardware in diesem Encoding-Prozess tatsächlich steckt. Unbestritten ist jedoch, daß ATi den Käufern der Radeon X1xxx einen schnellen und qualitativ guten Video-Encoder zum Nulltarif bietet - und alleine dies ist ein Lob wert!

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XFX GeForce 7300 GS TurboCache vs. Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 - 7/7
23.04.2006 by doelf
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Fazit
Ja, man bekommt auch unter 80 € Grafikkarten mit DirectX 9 und dem Shader Modell 3.0 - doch für Spieler sind diese Modelle nicht geeignet! Aktuelle Spiele sind auch in niedrigen Auflösungen und mit reduzierten Details oft nicht spielbar und selbst bei unserem Klassiker Quake III Arena scheitert die XFX GeForce 7300 GS TurboCache bei 1280x1024 Bildpunkten mit 4x AA und 8x AF. Besser schlägt sich die Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2, doch auch diese Grafikkarte wird Spielern keine Freude bereiten.




XFX GeForce 7300 GS TurboCache
In Bezug auf die 3D-Leistung ist die XFX GeForce 7300 GS TurboCache in unserem Leistungsvergleich chancenlos untergegangen, auch der Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 hat die Karte kaum etwas entgegenzusetzen. Die Bildqualität der XFX GeForce 7300 GS TurboCache ist befriedigend, reicht aber keinesfalls an die Powercolor Radeon X1300 heran. Zudem ist diese GeForce 7300 GS lauter, verbraucht mehr Strom und wird ohne Video-Encoder geliefert. Rechnen wir hinzu, daß wir für die irreführenden Angaben zur Speicherbestückung mit Abzügen gedroht haben, bleibt kein Spielraum, um diese Karte auch nur annähernd empfehlen zu können.
Der Preis von nur 69,90 € ist sicherlich verlockend, alles andere aber nicht.


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Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2
Auch diese Karte kann in Bezug auf die 3D-Leistung keine Punkte sammeln, bezwingt die XFX GeForce 7300 GS TurboCache vor allem in den Spieletests jedoch deutlich. Dafür überzeugt PowerColor mit guter Laufruhe, sehr niedrigem Stromverbrauch und der vorbildlichen Performance beim Avivo Video-Endoder. Da auch das Bild der Powercolor Radeon X1300 HyperMemory 2 überzeugen kann und sowohl via VGA- als auch per DVI-Ausgang klar, kontrastreich und scharf wirkt, können wir diese preiswerte Grafikkarte für alle Nicht-Spieler empfehlen, besonders in einem HTPC wird sich eine solche Grafikkarte gut machen.
Derzeit ist die Karte für ca. 70 € mit einem Chiptakt von 450 MHz erhätlich, die von uns getestete Variante mit 600 MHz Chiptakt soll aber in Kürze folgen. Da sich die Karte sowieso nicht für Spieler empfiehlt, sehen wir kein Problem darin, zur 450 MHz Variante zu greifen, denn ansonsten sind beide Modelle vollkommen identisch. Es gibt zudem eine Version mit 256 MByte Grafikspeicher, diese arbeitet jedoch mit einem Speichertakt von lediglich 250 MHz (DDR500).


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Unser Dank gilt:

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