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NVIDIA GeForce 7800 GTX vs MSI Radeon RX850XT-PE vs Gigabyte GeForce 7800 GT vs HIS Radeon X1800XL - 22/22
28.07.2005 by doelf; UPDATE: 12.11.2005
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Fazit
Eine Grafikkarte mit ATis Radeon X850XT-PE GPU (540/590 MHz) bekommt man ab ca. 430€, die MSI RX850XT PE-VT2D256E bietet ein paar Extras mehr und schlägt mit ca. 480€ zu Buche. Wenn man mit 520/540 MHz zufrieden ist und auf ViVo verzichten kann, findet man bereits für ca. 360€ eine Radeon X850XT. Diese Karten sind weitgehend identisch und verwenden auch die gleiche Kühlung. Für die meisten Spieler, selbst für Hardcore-Gamer, wird eine Radeon X850XT vollkommen ausreichen, somit kann man hier etwas Geld sparen. Wer derzeit auf ATis Spitzenmodell setzt, wird damit leben müssen, daß in absehbarer Zeit ein deutlich überlegener Nachfolger erscheint.

Bei NVIDIAs GeForce 7800 GTX handelt es sich bereits um den Nachfolger, und es wäre kaum verwunderlich, wenn NVIDIA ATis kommende Neuvorstellung mit einer GeForce 7800 Ultra torpedieren würde. Mit einem Einstiegspreis von derzeit 455 € ist NVIDIAs GeForce 7800 GTX in den letzten beiden Monaten zu einem echten "Schnäppchen" geworden. Ob man die Leistung dieser GPU auf dem lokalen Monitor auch umsetzen kann, ist eine andere Frage, denn nur bei 1600x1200 Bildpunkten und 4xAA/8xAF erweist sich die GeForce 7800 GTX in der Spielepraxis als deutlich überlegen. Zudem sollte auch die CPU ausreichende Power für den Grafikboliden bieten: Ein AMD Athlon 64 3500+ oder ein Intel Pentium 4 mit 3,4 oder 3,6 GHz sollten es schon sein.

Wer sowie mit 1280x1024 Bildpunkten unterwegs ist, sollte sich die GeForce 7800 GT genauer ansehen. Mit einem Preis ab 388,90 € sind diese Karten bezahlbarer, zudem hat die Gigabyte 7800 GT in unserem Test in fast allen Punkten überzeugen können. Einzig ein Kühlkonzept, welches die Abluft aus dem Gehäuse befördert, haben wir vermißt.

Auch die HIS Radeon X1800XL zeigte zumeist eine gute Performance, konnte sich aber gegen die GeForce 7800 GT nur selten in Szene setzen. Als störend empfanden wir bei dieser Karte die noch unausgereiften Treiber und den lauten, bereits im 2D-Betrieb hochschaltenden Lüfter.

Kommen wir nun zu den Einzel-Bewertungen:




NVIDIA GeForce 7800 GTX Referenzkarte
Die Bewertung der NVIDIA GeForce 7800 GTX Referenzkarte kann zugleich als Wertung für die Mehrzahl der aktuellen Grafikkarten mit GeForce 7800 GTX GPU herangezogen werden, da diese Grafikkarten NVIDIAs Referenzdesign verwenden. ViVo, Leistung satt und dabei leise - was will man mehr? Nun, ein Kühlkonzept, welches nicht bei der Grafikkarte aufhört, wäre in Anbetracht der 100 bis 110 Watt Stromaufnahme wünschenswert. Eine leise Grafikartenkühlung ist zwar erfreulich, aber die Hitze muß auch aus dem PC herausgeführt werden, und darüber hat sich NVIDIA keine Gedanken gemacht. Unser zweiter Kritikpunkt betrifft die Abmessungen der Karte: NVIDIAs Spitzenmodelle werden immer größer und mit der GeForce 7800 GTX wurde nun das Maximum dessen erreicht, was man in handelsübliche Gehäuse problemlos einbauen kann. Hier ist für die Zukunft Umdenken gefragt!

Da wir nur eine Referenzkarte ohne Zubehör im Test hatten, ist die Wertung schwieriger als bei einem kompletten Produkt, dennoch wollen wir es versuchen: NVIDIAs neue GPU ist schnell, sogar extrem schnell. Technische Finessen wir "Soft Shadows", "Transparency Adaptive Supersampling" und "Transparency Adaptive Multisampling" verbessern die Bildqualität, drücken jedoch derart stark auf die Performance, daß ihre Nutzung derzeit noch nicht sinnvoll erscheint. Auch höhere Einstellungen als 4-faches Anti-Aliasing mit 8-facher anisotropher Filterung sollen für bessere Bilder sorgen, Unterschiede sind aber selbst bei Standbildern kaum auszumachen und werden im Spiel ganz bestimmt nicht auffallen. Bleiben noch höhere Auflösungen wie z.B. 1600x1200 Bildpunkte: Auch diese sollen das Bild verbessern, lassen sich auf modernen Flachbildschirmen im 17- oder 19-Zoll Format allerdings gar nicht darstellen. Die Leistung einer GeForce 7800 GTX ist beeindruckend, tatsächlich braucht sie heute aber noch niemand. Für die meisten Spieler ist eine GeForce 6600GT völlig ausreichend und bereits eine GeForce 6800GT absolut nicht ausgelastet. Es verhält sich ähnlich wie mit einem Sportwagen: Es ist ganz nett zu wissen, daß man 300 km/h fahren könnte, aber brauchen tut man diese teure Extraperformance nicht.

Dennoch: Die GeForce 7800 GTX ist ihrem Vorgänger sowie der Radeon X850XT-PE klar überlegen, arbeitet leiser und braucht nur wenig mehr Strom. Daher kann die Wertung nur "Editor's Choice" lauten!


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MSI RX850XT-PE VT2D256E
Vieles, was wir zuvor zur GeForce 7800 GTX gesagt haben, gilt - etwas abgemildert - auch für die Radeon X850XT-PE GPU: Für fast jeden Spieler bietet eine Grafikkarte mit Radeon X800 oder X800XL eine völlig ausreichende Performace und wird zumeist sogar unterfordert sein. Wer sich dennoch zu einem Modell mit Radeon X850XT-PE verleiten lassen möchte, sollte zumindest einen Monitor mit 1280x1024 Bildpunkten und eine leistungsstarke CPU besitzen. MSIs RX850XT-PE VT2D256E basiert auf dem Referenzdesign von ATi und ergänzt dieses um den RageTheater-Chip, welcher die ViVo-Funktionalität verwirklicht. Wir sind sehr angetan von der Karte und ihrer Kühlung, die jedoch nicht ganz so leise arbeitet wie diejenige, welche NVIDIA für die GeForce 7800 GTX und 7800 GT entwickelt hat. Da die MSI RX850XT-PE VT2D256E die Abwärme des Grafikchips jedoch konsequent aus dem Gehäuse befördert, erscheint uns ATis Konzept durchdachter und wirkungsvoller als die Kühlung der GeForce 7800 GTX.

Bei der rohen Performance liegt die Radeon X850XT-PE GPU zurück, das allerdings auf einem sehr hohen Niveau. MSIs RX850XT-PE VT2D256E bietet einen umfangreichen und sinnvollen Lieferumfang, wodurch die Karte etwas teurer ist, als die meisten Mitbewerber. Im Vergleich zu einer GeForce 7800 GTX ist MSIs RX850XT-PE VT2D256E jedoch zu teuer. Bei einem Preis unter 420€ würden wir mit "Sehr Gut" urteilen, da dieser derzeit jedoch noch nicht erreicht wurde, bewerten wir die Karte mit "Gut".


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Gigabyte 7800 GT
Die Gigabyte 7800 GT bietet NVIDIAs Referenzplatine mit NVIDIAs Referenzkühlung, sie entspricht somit der Mehrzahl der aktuellen Grafikkarten mit diesem Grafikchip. Wie bei der GeForce 7800 GTX wurde auch bei der 7800 GT eine sehr große Platine verwendet, welche nicht in allen Gehäusen Platz finden wird und auf einigen Mainboards Probleme mit Bauteilen verursachen könnte, welche hinter den PCIe x16-Steckplätzen angeordnet wurden. Die Kühlung ist durchaus gelungen, aber nicht so leise wie bei der Referenzplatine der GeForce 7800 GTX. Dafür funktioniert auf der Gigabyte 7800 GT die Lüfterregelung.

Die Performance der GeForce 7800 GT liegt nur knapp hinter der GeForce 7800 GTX. Wer mit 1280x1024 Bildpunkten arbeitet, wird von der Mehrleistung der 7800 GTX nicht viel haben und sollte gleich zur GT-Variante greifen, um dabei knapp 100 € zu sparen. Wem die Leistung der Gigabyte 7800 GT dann noch immer nicht ausreichen sollte, der kann diese Grafikkarte hervorragend übertakten. Eine Steigerung von 89 MHz beim Chip- sowie 100 MHz beim Speichertakt sprechen für sich.

Der Lieferumfang mit zwei DVI-zu-VGA Adaptern, der ViVo-Kabelpeitsche, Video- und DVD-Software sowie zwei Spieletiteln ist ordentlich, wir haben aber auch schon mehr gesehen. Das macht der Preis allerdings wieder wett: 388,90 € sind nicht wenig, für die gebotene Leistung ist dieser Preis jedoch mehr als angemessen. Für die Bewertung bleibt da nicht mehr viel Spielraum: "Editor's Choice".


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Bester Preis:
Gigabyte 7800 GT 256MB PCIe Retail für 389 €!




HIS Radeon X1800XL
Der Leistungsvergleich geht recht deutlich an die Gigabyte 7800 GT. Die bessere Übertaktung bietet eindeutig die Gigabyte 7800 GT. Die ausgereifteren Treiber hat die Gigabyte 7800 GT. Und selbst der wirklich nicht perfekte Lüfter der Gigabyte 7800 GT ist im 2D-Betrieb eine Wohltat im Vergleich zu der ewig rauf- und runterregelnden Lärmquelle auf der HIS Radeon X1800XL. Auch der Preis spricht für die Gigabyte 7800 GT (388,90 €) und gegen die HIS Radeon X1800XL (429,00 €). Warum sollte man also zu einer Grafikkarte mit Radeon X1800XL GPU greifen?
Ich kann derzeit keinen Grund finden, warum man dies tun sollte. Sobald die Preise für die Radeon X1800XL Grafikkarten sinken und HIS eine andere Kühllösung anbietet, mischen sich die Karten wieder neu. Im heutigen Test hat jedoch die GeForce 7800 GT alle Trümpfe in der Hand.

Der Lieferumfang der HIS Radeon X1800XL ist recht ordentlich und soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: Zwei DVI-zu-VGA Adapter, ViVo-Kabelpeitsche, HDTV-Kabel, S-Video-Kabel und Composite-Kabel sowie die Software-Titel PowerDirector 3 SE Plus, Power2Go 4 und PowerDVD 6 fanden sich im Karton unserer Testkarte.


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Bester Preis:
HIS Radeon X1800XL für 429 €!




Unser Dank gilt:




1. Einleitung, Chipvergleich und Setup
2. NVIDIA GeForce 7800 GTX Referenzkarte
3. MSI RX850XT-PE
4. Gigabyte 7800 GT
5. HIS Radeon X1800XL
6. Benchmarks: 3DMark2005 v120
7. Benchmarks: Aquamark03
8. Benchmarks: Doom3
9. Benchmarks: Unreal Tournament 2004
10. Benchmarks: The Chronicles of Riddick
11. Benchmarks: Tombraider: Angel Of Darkness
12. Benchmarks: Splinter Cell: Pandora Tomorrow
13. Benchmarks: Joint Operations: Typhoon Rising
14. Benchmarks: Gunmetal 2
15. Benchmarks: Final Fantasy XI
16. Benchmarks: Quake III Arena
17. Benchmarks: Comanche 4
18. Benchmarks: SPECviewperf 8.01
19. Overclocking
20. Kühlung und Schallpegel
21. Bildqualität und Alltagsbetrieb
22. Fazit

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