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NVIDIA GeForce 7800 GTX vs MSI Radeon RX850XT-PE vs Gigabyte GeForce 7800 GT vs HIS Radeon X1800XL - 5/22
28.07.2005 by doelf; UPDATE: 12.11.2005
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HIS Radeon X1800XL
Da wir über ATis neue Grafikprozessoren noch keinen Einführungsartikel veröffentlicht haben, möchten wir bei der HIS Radeon X1800XL ein wenig weiter ausholen und die Vorstellung des neuen Chips nachholen. Bereits seit Monaten konnte NVIDIA mit Shader Model 3.0 und HDR (High Dynamic Range) werben, während ATis neue Chipgeneration und damit die Integration diese Funktionen lange auf sich warten ließ. Schon bei den GPUs der GeForce 6800-Serie führte NVIDIA diese beiden Techniken erfolgreich als Verkaufsargument ins Feld, wodurch ATis X800er und X850er Modelle trotz anständiger Performance und Kühlung immer mehr ins Hintertreffen gerieten.


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Ein weiteres Argument für NVIDIA war zudem SLI, denn ATi hatte lange Zeit keine entsprechende Technik zur Kombination zweier baugleicher Grafikkarten zur Hand. Als CrossFire dann vorgestellt wurde, dauerte es wiederum Monate, bis der offizielle Launch stattfinden konnte. Und obwohl dieser schon seit Wochen hinter uns liegt, fehlt es auch Mitte November 2005 immer noch an entsprechenden Mainboards. Eine einzige CrossFire Grafikkarte, die "MSI RX850XT CrossFire", wird derzeit bei einigen Händler gelistet, allerdings ist selbst diese eine Karte derzeit noch nicht lieferbar. Abgesehen von der Marktabstinenz der CrossFire-Produkte sind derzeit auch die Einschränkungen, wie z.B. die Bildwiederholrate von maximal 60 Hertz bei einer Auflösung von 1600x1200 Bildpunkten, ein Indiz dafür, daß ATi hier einen Schnellschuß begangen hat, welcher noch etwas Finetuning benötigt. Wir haben volles Vertrauen in ATi, daß CrossFire im Laufe des Jahres 2006 zu einem ernsthaften Herausforderer für SLI wird, derzeit ist es aber noch nicht soweit.

Bevor wir nun vorgehalten bekommen, daß wir Partei für NVIDIA ergreifen würden, sei an dieser Stelle an diverse Treiberprobleme und flackernde Texturen erinnert, welche den Käufern einer GeForce 7800 GTX oder GT den Spielgenuß zuweilen deutlich trübten. In letzter Zeit ist NVIDIA wieder zu häufigeren Treiber-Updates übergegangen, dennoch gefällt uns ATis Politik der monatlichen Updates eindeutig besser. Was uns als online Medium weniger gefällt, ist der Umstand, daß ATi nur wenig Interesse an einer Zusammenarbeit an den Tag legt. Während NVIDIA uns mit aktuellen Informationen und Testmustern versorgt, zeigen sich die ATi Mitarbeiter jedes Mal wieder aufs neue überrascht, daß es www.Au-Ja.de überhaupt gibt, und vergessen uns dann binnen Sekunden auch wieder. Wenn sich unsere Berichterstattung derzeit also mehr auf NVIDIA konzentriert, dann liegt das auch daran, daß NVIDIA und die Interprom Werbe GmbH hervorragende Arbeit leisten.


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Während NVIDIA gehörig über ATis Papiertiger lästerte (selber in der Vergangenheit allerdings auch solche Tierchen im eigenen Stall hatte), haben es zumindest die neuen Grafikchips auf den Markt geschafft: Die Radeon X1800er-Familie setzt auf den R520-Kern, die Radeon X1600 GPUs verwenden den RV530 und die Radeon X1300er Chips den RV515. Alle diese GPUs werden im 90 Nanometerprozess gefertigt und alle drei GPU-Familien bieten Shader Model 3.0, HDR und CrossFire. Technisch hat man somit wieder zu NVIDIA aufgeschlossen und möchte dem Benutzer mit Avivo zudem das beste Bild für die Heimkinowiedergabe bieten.

Betrachten wir nun einige Besonderheiten im Detail:

  • Mehr Qualität beim Anti-Aliasing (FSAA) verspricht ATi durch die Verwendung des 6-fachem Multi-Sampling Anti-Aliasing mit integrierter Gamma-Korrektur. Die Kantenglättung soll durch die höhere Filterstufe an Qualität gewinnen, während die Leistung nur unwesentlich beeinträchtigt wird.
  • ATis "Adaptive Antialiasing" behebt - wie NVIDIAs "Transparency Adaptive Supersampling" und "Transparency Adaptive Multisampling" - das Problem extrem schmaler Objekte wie z.B. Maschendraht oder Grashalme. Da sich die Kanten derart schmaler Objekte bereits innerhalb der projezierten Textur befinden, greifen konventionelle Kantenglättungsfilter hier nicht.
  • HDR (High Dynamic Range) ermöglich realistischere Lichteffekte und - insbesondere in der Umgebung heller Lichtstrahlen - ein kontrastreicheres Bild der indirekt beleuchteten Objekte. Eine Besonderheit bei ATi, welche NVIDIA derzeit noch nicht bieten kann, ist die Möglichkeit alle verfügbaren FSAA-Modes in Kombination mit HDR zu verwenden.
  • Anisotrophe Texturfilter werden oft nur winkelabhängig eingesetzt, um eine bessere Gesamtleistung zu erzielen. Gerade diese Optimierungen sollen bei NVIDIA zu dem oft beklagten Texturflimmern führen. ATi verspricht durch die Wahl der Option "High Quality AF" jegliche Leistungsoptimierungen des anisotrophen Texturfilters zu deaktivieren.

Auch wenn wir wieder einmal weder Daten noch Testmuster von ATi bekommen haben, möchten wir euch die aktuellen GPUs nicht vorenthalten. Als erstes Modell hat es die Radeon X1800XL auf den Markt geschafft, die mit 500 MHz Chiptakt arbeitet, während das Spitzenmodell, die Radeon X1800XT, mit 625 MHz GPU-Takt ausgeliefert werden soll. 125 MHz Chiptakt sind ein satter Unterschied, hinzu kommen 250 MHz Differenz beim Speichertakt (Radeon X1800XT: 750 MHz; Radeon X1800XL: 500 MHz). Beide GPUs verfügen über 16 Pixel- und 8 Vertexpipelines. Während ATi die X1800XT GPU als GeForce 7800 GTX Herausforderer positioniert und Karten mit diesem Chip mit bis zu 512 MB Grafikspeicher bestücken will, richtet sich die Radeon X1800XL eher gegen NVIDIAs GeForce 7800 GT. Unser Testfeld eignet sich somit perfekt, um die Leistung der Radeon X1800XL GPU einzuschätzen.


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Unser Probant ist eine HIS Radeon X1800XL mit 256 MB Grafikspeicher. Diese Grafikkarte nutzt ATis Referenzdesign sowie ATis Referenzkühlung. Kühlung ist dabei ein gutes Stichwort, denn ATi hatte sich vom 90 nm Fertigungsprozess stromsparendere und kühler arbeitende Grafikprozessoren versprochen. Zusätzlich soll die Dynamic Voltage Control den Stromverbrauch senken.


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In der Praxis scheinen die 321 Millionen Transistoren dieser Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht zu haben. Der Kühler wurde im 1-Slot Design gefertigt und verwendet eng stehende Kupferbleche sowie Heatpipes. Durch die Kupferbleche bläst ein recht klein geratener Lüfter ein laues Lüftchen. Dies scheint nicht besonders effektiv zu sein, denn schon im 2D-Betrieb und im Zusammenspiel mit zwei 120 mm Gehäuselüftern und einem 120 mm Netzteillüfter steigt die Chiptemperatur binnen 12 bis 15 Minuten auf über 90° Celsius, woraufhin der Lüfter deutlich hörbar beschleunigt. Ist der Grafikchip erst einmal aufgewärmt, springt der Lüfter alle zwei bis drei Minuten an - sobald die GPU 90°C erreicht - und kühlt sie auf 87°C ab. Während die 35 dB(A) des langsam drehenden Lüfters nicht weiter stören, einnert die angehobene Drehzahl mit satten 53,7 dB(A) an NVIDIAs unrühmliche GeForce 5800 Ultra im 3D-Betrieb. Ich brauche wahrscheinlich nicht sonderlich zu betonen, daß im 3D-Betrieb binnen weniger Sekunden auf die volle Drehzahl geschaltet wird.


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Während uns ATis Referenzkühlung bei der MSI RX850XT-PE sehr gut gefällt, da hier die Abwärme der Grafikkarte aus dem Gehäuse abgeführt wird, teilt sich die HIS Radeon X1800XL die Probleme der GeForce 7800 GT basierenden Grafikkarten, welche NVIDIAs Referenzkühlung verwenden: Die Hitze bleibt im PC und heizt somit den Innenraum und alle dort verbauten Komponenten auf, so daß zusätzlich eine leistungsstarke Gehäusekühlung nötig wird. Im Unterschied zur HIS Radeon X1800XL arbeiten die GeForce 7800 GT Karten allerdings auch mit maximaler Drehzahl etwas leiser und drehen den Lüfter im 2D-Betrieb eigentlich nie hoch.


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Auch in Hinblick auf die Abmessungen der Karte hat ATi mit NVIDIAs GeForce 7800er-Serie gleichgezogen: Die HIS Radeon X1800XL ist so lang wie ein ausgewachsenes ATX-Mainboard breit ist und wird in kompakten Gehäusen - wie ihr Gegenpart von NVIDIA - für einige Probleme sorgen. Von einem Betrieb in Mini-Barebones möchten wir - auch Aufgrund des Temperaturverhaltens - dringend abraten.


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ATi stattet die Radeon X1800XL Grafikkarten mit zwei DVI-Anschlüssen sowie einem HDTV/ViVo-Anschluß aus, auch dies entspricht dem, was der Kunde bei NVIDIAs GeForce 7800 GT/GTX geboten bekommt. Für den Betrieb rät ATi mindestens ein 450 Watt starkes Netzteil zu verwenden - ob hierbei der Einzel- oder CrossFire-Betrieb gemeint ist, wird aus den Angaben leider nicht deutlich. Da NVIDIA für die GeForce 7800 GTX lediglich ein 350 Watt starkes Netzteil für den Einzelbetrieb vorschreibt, würde uns diese Einstufung für ein System mit einer einzelnen Grafikkarte allerdings wundern.

Weiter: 6. Benchmarks: 3DMark2005 v120

1. Einleitung, Chipvergleich und Setup
2. NVIDIA GeForce 7800 GTX Referenzkarte
3. MSI RX850XT-PE
4. Gigabyte 7800 GT
5. HIS Radeon X1800XL
6. Benchmarks: 3DMark2005 v120
7. Benchmarks: Aquamark03
8. Benchmarks: Doom3
9. Benchmarks: Unreal Tournament 2004
10. Benchmarks: The Chronicles of Riddick
11. Benchmarks: Tombraider: Angel Of Darkness
12. Benchmarks: Splinter Cell: Pandora Tomorrow
13. Benchmarks: Joint Operations: Typhoon Rising
14. Benchmarks: Gunmetal 2
15. Benchmarks: Final Fantasy XI
16. Benchmarks: Quake III Arena
17. Benchmarks: Comanche 4
18. Benchmarks: SPECviewperf 8.01
19. Overclocking
20. Kühlung und Schallpegel
21. Bildqualität und Alltagsbetrieb
22. Fazit

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