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Gigabyte GA-AM1M-S2P - Sockel AM1 (Kabini) mit LPT, COM und PCI-Steckplatz

Autor: doelf - veröffentlicht am 06.07.2014
s.2/11

AMD Athlon 5350 (Kabini)

Der Athlon 5350 ist das Spitzenmodell der aktuellen Kabini-Baureihe und kostet knapp 50 Euro. Das SoC umfasst vier Jaguar-Kerne, den kompletten Chipsatz und eine moderne Grafikeinheit aus 128 Stream-Prozessoren. Um Strom zu sparen, drosselt der Athlon 5350 die Taktrate seiner Rechenkerne im Leerlauf auf 800 MHz. Unter Last arbeiten sie dann mit 2,05 GHz, zusätzliche Turbostufen gibt es beim Athlon 5350 nicht.
Alle CPU-Kerne teilen sich 2 MByte L2-Cache (16-fach assoziativ) und einen Speicherkanal mit der integrierten GPU. Um den Stromverbrauch und die Komplexität möglichst gering zu halten, verzichtet AMD auf eine dritte Cache-Ebene und den zweiten Speicherkanal. Zumindest wird DDR3-1600 unterstützt. Mit AVX (Advanced Vector Extensions), BMI1 (Bit Manipulation Instructions Sets), CLMUL (Carry-less Multiplication), F16C, MOVBE (Move Big-Endian Instruction), AES-Beschleunigung und SSE 4a, 4.1 und 4.2 sind die CPU-Kerne auf einem aktuellen Stand.
Der Datenpfad der FPU wurde mit Einführung der Jaguar-Architektur auf 128 Bit verbreitert. Dass die Rechenkerne Out-of-Order arbeiten und 64 Bit sowie Virtualisierung bieten, ist bei AMD selbstverständlich. Die integrierte Grafiklösung des Athlon 5350 basiert auf der aktuellen GCN-Architektur und läuft standardmäßig mit 600 MHz. Für den iGPU-Takt lassen sich im BIOS des Gigabyte GA-AM1M-S2P zwischen 300 und 2.000 MHz einstellen, dazu später mehr. Ausstattungsmäßig werden DirectX 11.2, OpenGL 4.3, OpenCL 1.2 und AMDs "Video Codec Engine" (VCE) geboten.
Der integrierte Chipsatz umfasst zwei SATA-Anschlüsse mit 6 Gbps, zwei USB-3.0-Ports, acht USB 2.0-Ports und HD-Audio. Weitere Funktionen lassen sich über PCI-Express nachrüsten, welches die Kabinis in der zweiten Generation bieten. Leider gibt es nur acht Lanes, von denen vier zur Anbindung einer Grafikkarte vorgesehen sind. In Anbetracht einer TDP von lediglich 25 Watt benötigt der Athlon 5350 keinen aufwändigen Kühler. Der winzige Aluminiumblock mit seinem 50-mm-Lüfter sieht auf den ersten Blick lächerlich aus, doch er reicht vollkommen aus und verrichtet seine Arbeit unauffällig.
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