Au-Ja! - GMC R-3 Corona - ATX kompakt verpackt - print/7
 

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GMC R-3 Corona - ATX kompakt verpackt - Druckansicht - Seite 1 von 7

In diesem Jahr haben wir bereits einige preiswerte Gehäuse für Mainboards im ATX-Format getestet, doch das Modell R-3 Corona des Herstellers GMC unterscheidet sich deutlich von Antecs Three Hundred und Sharkoons Rebel9. Die primäre Zielsetzung beim R-3 Corona waren neben einem eleganten Erscheinungsbild seine besonders kompakten Abmessungen.


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Die Gehäusefront
Das Gehäuse ist 18,0 cm breit, 42,0 cm hoch und lediglich 32,0 bis 35,0 cm tief. Zum Vergleich: Antecs Three Hundred ist 20,5 cm breit, 45,8 cm hoch und 46,5 cm tief. Lassen wir uns das noch einmal auf der Zunge zergehen: GMC kommt beim R-3 Corona mit 11,5 cm weniger Bautiefe aus. Wie ist das möglich?


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Um es etwas spannender zu machen, werden wir die weiteren Daten des GMC R-3 Corona erst später präsentieren. Von außen sieht man lediglich, dass der obere Teil des Gehäuses ein Stück weit auskragt. Doch dies wirft nur weitere Fragen auf, denn man kann keinen Einschub für Laufwerke erkennen. Stattdessen sehen wir eine schwarze, spiegelglatte Kunststofffront.


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Den Einschaltknopf platziert GMC mittig, aber ziemlich weit unten. Steht der Computer auf dem Boden, muss man sich recht weit herunterbeugen, um den Rechner einzuschalten. Auch die Frontanschlüsse - zwei mal USB 2.0 und Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofon - sowie der Reset-Taster sind nur schwer zu erreichen, denn sie befinden sich am unteren Rand des Gehäuses. Ein Firewire-Anschluss ist zwar vorgesehen, war bei unserem Testmuster jedoch nicht ausgeführt.


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Der Blick von der Seite zeigt, wie gering die Tiefe des Gehäuses ist. Gut, eine Hauptplatine im ATX-Format wird in das R-3 Corona passen, aber wo soll man die Laufwerke unterbringen?


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In Höhe der Grafikkarten wurde das Blech des linken Seitenteils perforiert, um die Luftzufuhr zu verbessern. Darüber sehen wir einen Lufteinlass, welcher sich für einen Lüfter mit 80 mm Durchmesser eignen würde. Doch dahinter befindet sich ein Trichter (Air Duct), welcher den CPU-Kühler mit Frischluft versorgen soll.




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Besonderheiten
Wir müssen schon etwas genauer hinsehen, um dem seltsamen Konzept des GMC R-3 Corona auf die Spur zu kommen. Auf der rechten Seite der Gehäusefront finden wir einen kleinen Schieber.


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Doch welche Aufgabe hat dieser Schieber? Ein Pfeil zeigt nach unten und der Schieber ist mit "Push" (Drücken) beschriftet.


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Wir drehen das Gehäuse auf seine Rückseite und betrachten die obere Ausbuchtung etwas genauer. Hier soll das optische Laufwerk in vertikaler Ausrichtung eingebaut werden und der Schieber bedient die Auswurftaste. Die Lade des Laufwerks fährt nach unten aus! Im Praxistest werden wir uns dieses Konzept später noch genauer ansehen.


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Das GMC R-3 Corona steht auf vier grauen Gummifüßen. Eine etwas dunklere Farbgebung wäre zwar schicker gewesen, doch wann betrachtet man sein Gehäuse schon von unten?


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Wer dies dennoch tut, entdeckt eine weitere Möglichkeit, einen 80 mm Lüfter zu verbauen. An dieser Stelle Luft anzusaugen ist jedoch problematisch, da hier leicht Staub ins Gehäuse dringt.




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Rückseite und Kühlkonzept
Von hinten wirkt das GMC R-3 Corona recht unspektakulär und unterscheidet sich nicht von normalen ATX-Gehäusen.


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Ganz oben wird ein Netzteil im ATX-Format verbaut. Es sitzt oberhalb des Prozessors und befördert dessen Abluft nach hinten aus dem Gehäuse. Gleich unter dem Netzteil können zwei 80 mm Lüfter verbaut werden und das Netzteil bei dieser Aufgabe unterstützen.


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Der zweite Lüfterplatz wurde von GMC bereits bestückt. Das Mainboard wird in der üblichen Ausrichtung mit den Steckplätzen nach unten verbaut. Das Blech neben den Steckkarten wurde perforiert und soll den Luftfluss um die Karten herum verbessern.


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GMC hat das linke Seitenteil mit Rändelschrauben befestigt, das Gehäuse kann daher auch ohne Werkzeug geöffnet werden. Nehmen wir das Seitenteil ab, entdecken wir das Air-Duct, welches den CPU-Kühler mit Frischluft versorgen soll.


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Der Trichter kann verschoben werden und funktioniert sowohl mit typischen Boxed Kühlern, als auch mit größeren Down-Blower-Modellen wie dem Noctua NH-C12P.


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Wer einen Turmkühler verbauen möchte, muss den Lufttrichter allerdings entfernen. Besonders hohe Kühler wie der Cooler Master Hyper Z600 stoßen bei nur 18,0 cm Breite jedoch auf bzw. gegen ein anderes Problem: Das Seitenteil.




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Einbau der Festplatte
Der Blick ins Innere des Gehäuses offenbart, dass hier tatsächlich nur ein ATX-Mainboard und ein entsprechendes Netzteil Platz finden. Auf die traditionellen Laufwerksschächte hat GMC hingegen verzichtet.


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Ein kleiner Käfig bietet Platz für zwei Festplatten, doch diese werden im GMC R-3 Corona nicht horizontal sondern vertikal verbaut.


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Der Metallrahmen ist mit zwei Schrauben befestigt und kann leicht herausgenommen werden. Dies ist für den Einbau der Festplatten auch erforderlich, da das rechte Seitenteil zusammen mit dem Deckel eine Einheit bildet und fest mit dem Gehäuse vernietet wurde.


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Die Festplatten werden ganz normal verschraubt, eine Entkopplung gibt es nicht. GMC konnte auch keinen Lüfter vor den Festplatten montieren, so dass nur die Perforation in der rechten Gehäuseseite für ein wenig Frischluft sorgt. Wenn zwei Festplatten verbaut werden, kann es daher recht warm werden.


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Natürlich sorgen das Netzteil und die Lüfter auf der Rückseite des Gehäuses für einen stetigen Luftfluss, doch dieser hat eine deutlich geringere Auswirkung auf die Festplatten als ein direkt auf die Laufwerke gerichteter Lüfter.


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GMC hat bereits einen 80 mm Lüfter auf der Rückseite verschraubt, der leider nicht sonderlich leise arbeitet und nur einen Molex-Anschluss besitzt. Im Laufe des Tests haben wir diesen gegen ein entkoppeltes Modell des Herstellers Noctua ausgetauscht und dadurch den Schallpegel des Systems merklich senken können.




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Einbau des optischen Laufwerks
Bevor wir unseren DVD-Brenner einbauen können, muss - wie bei so vielen Gehäusen - zunächst die Front entfernt werden. Dies ist beim GMC R-3 Corona ein Kinderspiel: Man greift einfach vorne unter das Gehäuse und zieht die Front vorsichtig ab. Die mit ihr verbundenen Kabel kann man durch zwei Öffnungen stecken.


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Am Gehäuse selbst sehen wir nun, wo das Laufwerk befestigt wird. Der DVD-Brenner wird - wie die Festplatten - senkrecht verschraubt, wobei die Lade nach unten zeigt.


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"Senkrecht" stimmt jedoch nicht ganz, denn GMC hat einen flachen Winkel eingeplant, durch den sich der Datenträger später leicht gegen die Lade lehnt und nicht wieder herausfällt.


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Wer nur eine Festplatte verbaut, kann den zweiten Schacht für die Verkabelung der Laufwerke nutzen und auf diese Weise einen aufgeräumten Innenraum verwirklichen.


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Nachdem die Laufwerke verkabelt sind, kann man die Front wieder am Gehäuse befestigen. Hierzu führt man die Kabel ins Innere und drückt die Plastiknasen vorsichtig in die hierfür vorgesehenen Löcher.


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Das obige Foto zeigt den verbauten Brenner, für dessen Verkabelung wir ein standardmäßiges Flachbandkabel benutzen konnten. Ebenfalls gut zu sehen ist die Öffung unterhalb der Gehäusefront, welche zum Abziehen derselben sowie zur Luftzufuhr dient.




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Praxistest
Beim Einbau der Steckkarten mussten wir leider feststellen, dass die Slotblenden des GMC R-3 Corona herausgebrochen werden und sich daher nicht wiederverwenden lassen.


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Ansonsten geht der Einbau recht schnell von der Hand, da es im Inneren des Gehäuses trotz seiner kompakten Abmessungen überraschend geräumig zugeht. Da wir für den Test das Air-Duct nutzen wollten, verwendeten wir Noctuas NH-C12P als CPU-Kühler.


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Als Grafikkarten wurde die passiv gekühlte MSI NX8600GTS T2D256EZ verbaut. Allerdings schränkt das GMC R-3 Corona die Auswahl an Grafikkarten keineswegs ein, denn hier finden auch Modelle in voller Baulänge Platz.


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Das Konzept für die Lade des optischen Laufwerks funktioniert überraschend gut und erweist sich als echter Hingucker. Wenn der Computer auf dem Boden steht, muss man sich jedoch tief bücken, um einen Datenträger einzulegen oder herauszunehmen.


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Der blaue Lichtkreis in der Gehäusefront wird über einen Molex-Stecker gespeist, er gibt dem "Corona" seinen Namen. Auch der Einschaltknopf wird blau beleuchtet.


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GMC bietet das R-3 Corona in fünf Farbvarianten an, die Beleuchtung wurde jedoch immer in blau realisiert. Zur Auswahl stehen komplett schwarz sowie komplett weiß und grün, pink oder stahlblau jeweils mit schwarzer Front.




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Technische Daten
Bevor wir unser Fazit ziehen, möchten wir noch schnell die technischen Daten als Überblick bieten:

Fazit
GutDas GMC R-3 Corona unterscheidet sich deutlich von allen anderen Gehäusen, welche wir bisher getestet haben. Ein Gehäuse für Mainboards im ATX-Format, welches lediglich für ein 5,25-Zoll Laufwerk sowie für zwei 3,5-Zoll Festplatten Platz bietet, ist eigentlich indiskutabel. Doch bei GMC gehört dieser Minimalismus zum Konzept und wird mit einer Bautiefe von lediglich 35,0 cm belohnt - und dennoch bleibt im Inneren überraschend viel Platz für das Mainboard, das Netzteil und die Steckkarten. Beim GMC R-3 Corona bekommt man ein Gehäuse mit für Micro-ATX typischen Abmessungen, welches sich für ausgewachsene Mainboards im ATX-Format eignet. Aufgrund des geringen Gewichts von 3,5 kg lässt sich das Gehäuse leicht transportieren, zudem sieht es schick aus und kann recht schnell und einfach bestückt werden.


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Nicht so gut gefallen hat uns das dünne Blech, welches das Gehäuse etwas labil macht. Zudem ist es schade, dass man nur Lüfter im 80 mm Format verbauen kann, hiervon aber immerhin vier Stück. Leider richtet keiner der Lüfter seinen Luftstrom gegen die Festplatten und auch an eine Entkopplung von Lüftern oder Festplatten hat GMC bei diesem Gehäuse nicht gedacht. Der mitgelieferte Lüfter ist nur mit einem Molex-Stecker ausgestattet und zudem nicht sonderlich leise. Allerdings müssen wir uns an dieser Stelle auch vor Augen halten, dass der Preis des GMC R-3 Corona mit ca. 40 Euro recht günstig ausfällt. Dieses Gehäuse ist sicherlich nicht der perfekte Allrounder für jedermann, aber durchaus eine gelungene Nischenlösung.

Pro:
  • schickes Design
  • cleveres Konzept
  • wenig Stellplatz erforderlich
  • viel Platz für Mainboard, Karten
  • einfach zu montieren
  • geringes Gewicht
  • günstiger Preis
Contra:
  • nur ein 5,25-Zoll Laufwerk
  • nur zwei Festplatten
  • Festplatten nicht entkoppelt
  • kein Lüfter für Festplatten
  • nur 80 mm Lüfter
  • dünnes Blech
  • Anschlüsse unten platziert




Unser Dank gilt GMC für die Teststellung des R-3 Corona.




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