Au-Ja! - Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckversion
 

www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-hdd-docking-stations-usb-30-print.phtml

Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 1 von 10

UPDATE 11.08.2011: Die Bewertung des Icy Dock MB881U3-1SA wurde auf "Sehr Gut" angehoben, da der Straßenpreis des Gerätes deutlich niedriger liegt, als ursprünglich von uns angenommen.

Dockingstationen für Festplatten erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit, da Benutzer, die mit vielen Datenträgern arbeiten, nicht unbedingt für jede Festplatte oder jedes Solid-State-Drive ein externes Gehäuse kaufen wollen. Heute werden wir uns drei dieser Geräte ansehen, welche bereits über einen schnellen USB-3.0-Anschluss verfügen. Es handelt sich um die Modelle Icy Box IB-110StU3-B, Icy Dock MB881U3-1SA und Sharkoon Quickport USB 3.0.

Viele unserer Leser werden die Icy Box IB-110StU3-B bereits kennen, denn diese HDD-Dockingstation hatten wir bereits Mitte März getestet. Sie dient uns nun als Messlatte für die beiden neu hinzugekommenen Modelle Icy Dock MB881U3-1SA und Sharkoon Quickport USB 3.0. Doch statt auf die alten Messwerte zurückzugreifen, haben wir unsere Testkonfiguration noch etwas aufgerüstet.

Testkonfiguration
Abermals kommt bei unseren Messungen ein Solid-State-Drive zum Einsatz, doch statt des Intel X25-V 40 GB verwenden wir diesmal das deutlich schnellere SATA-III-Modell Crucial RealSSD C300 128 GB. Während USB 2.0 mit maximal 480 Mbit/s für die heutigen Festplatten viel zu langsam ist, sind die heutigen Festplatten wiederum viel zu langsam für die 5 Gbit/s, welche USB 3.0 ermöglicht. Auf der Software-Seite haben wir NECs USB-3.0-Treiber auf die Version 2.1.19.0 und HDTune Pro auf die Version 4.61 aktualisiert.

Hier die komplette Testkonfiguration im Detail:

Da diese Frage immer wieder aufkommt, möchten wir sie auch in diesem Artikel nochmals ansprechen: Kann man USB-3.0-Geräte auch an USB-Anschlüssen der Generationen 1.1 und 2.0 betreiben? Ja, man kann. Und es ist auch möglich, ältere Geräte an einem USB-3.0-Anschluss zu verwenden.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 2 von 10

Icy Box IB-110StU3-B: Lieferumfang und Frontseite
Wir beginnen mit unserem Referenzgerät, der Icy Box IB-110StU3-B. Im Karton finden wir die eigentliche Dockingstation, ein schwarzes USB-3.0-Kabel, ein Netzteil sowie eine mehrsprachige Kurzanleitung. Letztere benötigt man nur bedingt, da sich die Handhabung des Gerätes sehr einfach gestaltet.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die USB-Anschlüsse der dritten Generation besitzen fünf zusätzliche Kontakte, weshalb spezielle Stecker benötigt werden. Der flache A-Stecker (links) passt auch in ältere USB-Buchsen der Generationen 2.0 und 1.1, doch der kompaktere B-Stecker (rechts) musste nach oben aufgestockt werden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der B-Stecker kann daher nicht mit älteren USB-Geräten verwendet werden. Die Icy Box IB-110StU3-B besteht aus mattem, sehr unempfindlichen Kunststoff und misst 146 x 84 x 82 mm (T x B x H). Die Dockingstation fühlt sich sehr stabil und massiv an.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auf der Gehäusefront sieht man einen runden Kranz aus transparentem Kunststoff und darin einen schwarzen Kreis. Wer vermutet, dass der transparente Kranz die Power-LED beherbergt, hat richtig geraten. Wer den inneren Kreis jedoch als Power-Taste betrachtet, liegt damit falsch.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei dem länglichen Bereich unter dem Kreis handelt es sich um die Zugriffs-LED. Beide LEDs leuchten blau, sind aber nicht so hell, dass sie blenden würden.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 3 von 10

Icy Box IB-110StU3-B: Rückseite, Einschub und Stand
Auf der Rückseite der Icy Box IB-110StU3-B befindet sich die blaue USB-3.0-Buchse. Den schwarzen Knubbel darunter übersieht man leicht, doch dieser ist für den Betrieb unerlässlich: Es handelt sich um die etwas versteckt angebrachte Power-Taste.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Darunter folgt dann noch die runde Buchse zum Anschluss des Netzteils. Auf der Oberseite befindet sich ein Deckel, welcher eine Aussparung für 2,5-Zoll-Festplatten mit einer Bauhöhe von bis zu 12,5 mm enthält. Wird ein 3,5-Zoll-Laufwerk eingesetzt, klappt dieser Deckel nach innen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Laut Hersteller werden 2,5-Zoll-Festplatten mit bis zu 500 GB Speicherplatz unterstützt, für 3,5-Zoll-Modelle wird eine Obergrenze von 2,0 TB genannt. Auf dem folgenden Foto sieht man deutlich, dass die Oberseite der Icy Box IB-110StU3-B schrägt zugeschnitten ist.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Diese Schräge sorgt beim Einsetzen zuweilen für Verwirrung, da man nicht intuitiv erkennen kann, ob man den Datenträger richtig angesetzt hat. Im Test konnten wir ohne Probleme SATA-Geräte der Generationen I, II und III verwenden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auf der Unterseite der Icy Box IB-110StU3-B sehen wir sechs runde Gummifüße, welche zusammen mit dem niedrigen Schwerpunkt für einen rutschsicheren Stand sorgen. Wir haben die Dockingstation auf diversen Oberflächen ausprobiert und haben in dieser Hinsicht keinen Grund zur Klage.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 4 von 10

Icy Dock MB881U3-1SA: Lieferumfang und Frontseite
Icy Dock hat bei seinem MB881U3-1SA EZ-Dock einen anderen Weg eingeschlagen und dieses Geräte als Universaladapter konzipiert. Am MB881U3-1SA EZ-Dock kann man nämlich nicht nur SATA-Geräte, sondern auch PATA-Festplatten anschließen. Betrachten wir zunächst den Lieferumfang.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Neben der Dockingstation finden sich im Karton ein Steckernetzteil, ein USB-3.0-Kabel, eine Verlängerung mit vierpoligem Molexstecker und eine mehrsprachige Kurzanleitung. Bei dem knapp einen Meter langen USB-Kabel handelt es sich um eine Ausführung der dritten Generation, welche in einem Stecker vom Typ "Micro-B USB 3.0" endet.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Dieser wurde gegenüber der zweiten Generation quasi um einen zweiten Stecker verbreitert, welcher die fünf zusätzlichen Adern umfasst. Mit Abmessungen von 112 x 92 x 125 mm (L x B x H) ist Icy Docks MB881U3-1SA besonders kompakt. Der grün lackierte Fuß besteht aus Aluminium und sorgt für die notwendige Standsicherheit.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das weiße Segment, welches auch die Anschlüsse umfasst, wurde aus Kunststoff gefertigt. Die Kante am linken Rand dient zum Anlegen von SATA-Laufwerken, während die geschwungene Ausbuchtung des Fußes (rechts) SATA-Festplatten im 3,5-Zoll-Format stützt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Unter dem Namenszug befindet sich eine schlanke Taste, mit der man den Adapter anschaltet. Die orangefarbene Betriebs-LED, welche bei Zugriffen blinkt, hat Icy Dock einmal mehr im "D" seines Namens versteckt.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 5 von 10

Icy Dock MB881U3-1SA: Anschlüsse und Variabilität
Auf der rechten Seite des Icy Dock MB881U3-1SA sehen wir oben die schwarze Anschlussleiste für PATA-Festplatten im 2,5-Zoll-Format, unten befindet sich der runde Eingang für die Stromversorgung über das Steckernetzteil.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Analog hierzu findet sich auf der linken Seite eine Buchse des Typs "Micro-B USB 3.0". Darüber sehen wir die schwarze Anschlussleiste für PATA-Festplatten der 3,5-Zoll-Klasse. Wie sich der Hersteller den Anschluss solcher Geräte vorstellt, klären wir gleich. Zuvor nehmen wir noch die Molex-Buchse am oberen Ende des Icy Dock MB881U3-1SA zur Kenntnis.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Nur SATA-Laufwerke werden senkrecht aufgesteckt und somit ähnlich wie in den beiden anderen Dockingstationen betrieben. Eine ausreichende Standsicherheit ist zwar gegeben, doch insbesondere bei Verwendung von 3,5-Zoll-Festplatten wirken die beiden Mitbewerber robuster. Im Test verweigerte die Maxtor Maxline III 250 GB, eine SATA-Festplatte der ersten Generation, den Betrieb an Icy Docks MB881U3-1SA.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Sollen PATA-Laufwerke angeschlossen werden, zieht man das weiße Docking-Modul vom grünen Standfuß ab. Nun wird auch klar, warum der Hersteller eine Molex-Verlängerung beigepackt hat. Die Inbetriebnahme der PATA-Festplatte funktionierte problemlos.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Am Icy Dock MB881U3-1SA lassen sich ein PATA- und ein SATA-Gerät parallel betreiben, so dass man problemlos Daten überspielen kann. Im Falle von SATA-Laufwerken wird Hot-Swap unterstützt und 2,5-Zoll-Datenträger können über den USB-Anschluss mit Strom versorgt werden. Eine Größenbegrenzung für den Speicherplatz von Festplatten nennt Icy Dock nicht.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 6 von 10

Sharkoon Quickport USB 3.0: Lieferumfang und Frontseite
Testkandidat Nummer drei ist Sharkoons Quickport USB 3.0. Diese Dockingstation ähnelt vom Grundkonzept der Icy Box IB-110StU3-B, denn abermals werden nur SATA-Laufwerke unterstützt, die - Anschlüsse zuerst - vertikal in die Station eingeführt werden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Lieferumfang befinden sich neben der HDD-Dockingstation ein USB-3.0-Kabel, ein Steckernetzteil mit drei Aufsätzen, eine mehrsprachige Kurzanleitung sowie eine CD mit Treibern. Das USB-Kabel ist einen Meter lang und es endet in einem B-Stecker der dritten Generation.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wer viel reist, wird sich über das modulare Steckerkonzept der Stromversorgung freuen, denn neben dem bekannten Euroflachstecker (Typ C) findet sich im Lieferumfang auch ein Stecker vom Typ G (Großbritannien) sowie ein weiterer vom Typ A (Nordamerika).


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Mit Abmessungen von 135 x 94 x 69 mm (B x T x H) ist Sharkoons Quickport USB 3.0 ein wenig kompakter als die IB-110StU3-B von Icy Box. Zudem wählt Sharkoon eine andere Ausrichtung und ordnet die Stecker auf der Längsseite an, während sich die Betriebs-LED und die Auswurftaste auf der Oberseite des Gerätes befinden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Durch den Druck auf die Auswurftaste wird das Laufwerk, welches in der Dockingstation steckt, leicht angehoben und das Herausnehmen erleichtert. Zudem schont dieses Konzept die Anschlüsse im Inneren des Quickport USB 3.0.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 7 von 10

Sharkoon Quickport USB 3.0: Rückseite, Einschub und Stand
Auf der Rückseite des Sharkoon Quickport USB 3.0 findet sich der Einschalter, die Strombuchse und der USB-3.0-Anschluss. Die Beschriftung ist klar, eindeutig und verständlich, so dass man dieses Gerät auch ohne Anleitung in Betrieb nehmen kann.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Ein Blick ins Innere der HDD-Dockingstation zeigt die SATA-Buchsen für Daten und Strom. Wie bei Icy Box weist der Deckel eine Aussparung für 2,5-Zoll-Geräte mit einer Bauhöhe von bis zu 11,0 mm auf. Bei dickeren Festplatten und 3,5-Zoll-Laufwerken klappt der Deckel nach innen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Sharkoon nennt eine Obergrenze von 3,0 TB für den Speicherplatz. Im Betrieb hatten wir mit keinem SATA-Gerät Probleme, ganz gleich ob es sich um ein Laufwerk der ersten, zweiten oder dritten Generation handelte.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wird Sharkoons Quickport USB 3.0 mit Strom versorgt, leuchtet die LED blau. Bei Zugriffen kommt dann eine rote LED hinzu. Das hohe Gewicht der Dockingstation und die vier Gummifüße geben dem Gerät eine hohe Standfestigkeit.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auf der mitgelieferten CD findet sich das Firmware-Update 3025 für USB-3.0-Controller von NEC/Renesas. Weiterhin entdecken wir einen USB-3.0-Treiber der Version 1.0.19.0 sowie einen UASP-Treiber (USB Attached SCSI Protocol) der Version 10010. Laut Beipackzettel verbessern diese Updates die Leistung von USB-3.0-Geräten, weitergehende Informationen finden sich auf der CD leider nicht.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Nach der Installation der Updates starteten wir das System neu, konnten aber nicht mehr auf die Datenträger im Quickport USB 3.0 zugreifen. Nachdem wir den UASP-Treiber entfernt und den USB-3.0-Treiber 2.1.19.0 wiederhergestellt hatten, funktionierte die Dockingstation dann wieder normal.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 8 von 10

Benchmarks
Wie im Abschnitt "Testkonfiguration" erklärt, verwenden wir ein Solid State Drive vom Typ Crucial RealSSD C300 128 GB , da aktuelle Festplatten nicht in der Lage sind, die Bandbreite von USB 3.0 auszureizen. Der USB-3.0-Controller ist eine PCIe-x1-Karte auf Basis von NECs D720200F1, der Chip mit der aktuell weitesten Verbreitung. Die PCIe-2.0-Lane des verwendeten Steckplatzes arbeitet mit der vollen Transferrate von 5 GT/s. Die Leistungsmessung wurde mit der Software HDTune Pro 4.61 vorgenommen:

HDTune Pro 4.61: Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Icy Box IB-110StU3-B
USB 3.0
212.6
218.8
212.4
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 3.0
202.1
203.2
201.9
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 3.0
162.6
162.8
162.5
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 2.0
33.3
33.3
33.3
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 2.0
33.3
33.3
27.9
Icy Box IB-110StU3-B
USB 2.0
33.3
33.3
27.8

Mit durchschnittlich 212,6 MB/s liefert die Icy Box IB-110StU3-B den Bestwert, gefolgt von Icy Docks MB881U3-1SA - der Universaladapter kommt auf ordentliche 202,1 MB/s. Sharkoons Quickport USB 3.0 kann da nicht mithalten und erreicht im Schnitt 162,6 MB/s. Dies reicht für aktuelle Festplatten zwar voll und ganz aus, wer oft mit schnellen Solid-State-Drives arbeitet, wird allerdings ausgebremst. Am USB-2.0-Anschluss liegen alle drei Dockingstationen gleich auf.

HDTune Pro 4.61: Zugriffszeit Lesen in ms (geringere Werte sind besser)
Icy Box IB-110StU3-B
USB 3.0
0.131
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 3.0
0.135
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 3.0
0.157
Icy Box IB-110StU3-B
USB 2.0
0.433
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 2.0
0.433
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 2.0
0.435

Auch die Wertung der Zugriffszeiten kann sich die Icy Box IB-110StU3-B sichern, dicht gefolgt von Sharkoons Quickport USB 3.0. Icy Docks MB881U3-1SA muss hier seiner Vielseitigkeit Rechnung zollen und benötigt einen Wimpernschlag länger. Werden die Docking-Stationen an einem USB-2.0-Anschluss betrieben, liegen alle drei Geräte gleich auf.

HDTune Pro 4.61: CPU-Last in Prozent (geringere Werte sind besser)
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 3.0
1.4
Icy Box IB-110StU3-B
USB 2.0
1.5
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 2.0
1.5
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 2.0
1.5
Icy Box IB-110StU3-B
USB 3.0
1.7
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 3.0
1.8

Die geringste CPU-Last am USB-3.0-Anschluss erzeugt Sharkoons Quickport USB 3.0, denn mit diesem Gerät werden auch weniger Daten pro Sekunde transportiert. Die Icy Box IB-110StU3-B und Icy Docks MB881U3-1SA liegen dicht beisammen, dennoch kann sich Icy Box den Sieg in der Performance-Wertung sichern. Im USB-2.0-Betrieb messen wir mit allen drei Docking-Stationen eine CPU-Last von 1,5 Prozent.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 9 von 10

Stromverbrauch
Kommen wir nun zum Stromverbrauch der Dockingstationen. Da wir ein Solid State Drive verwenden, welches viel weniger Strom verbraucht als eine normale Festplatte, können wir den Verbrauch der Gehäuseelektronik sehr gut einschätzen. Wir messen jede Konfiguration beim Lesen, im Leerlauf sowie im ausgeschalteten Zustand.

Stromverbrauch: Lesen; Leerlauf; Aus in Watt (geringere Werte sind besser)
Icy Dock MB881U3-1SA
USB 3.0
2.5
3.0
0.0
Icy Box IB-110StU3-B
USB 3.0
3.0
3.0
1.0
Sharkoon Quickport USB 3.0
USB 3.0
4.0
4.0
0.0

Egal ob wir die Icy Box IB-110StU3-B mit USB 3.0 oder USB 2.0 verwenden oder sich das Laufwerk im Leerlauf befindet, wir messen immer einen Verbrauch von drei Watt. Schalten wir die Dockingstation aus, messen wir immer noch einen Wert von einem Watt. Das geht besser, wie Icy Dock mit seinem MB881U3-1SA beweist. Diese HDD-Dockingstation ist nicht nur im Leerlauf etwas sparsamer, sondern verbraucht im Standby gar keinen Strom. Auch Sharkoons Quickport USB 3.0 treibt die Stromrechnung im ausgeschalteten Zustand nicht in die Höhe, genehmigt sich dafür aber im Betrieb vier Watt.

Kompatibilität
Zuletzt betrachten wir noch die Ergebnisse der Kompatibilitätstests, welche kaum Probleme offenbarten:

KompatibilitätIcy Box
IB-110StU3-B
Icy Dock
MB881U3-1SA
Sharkoon
Quickport USB 3.0
Crucial RealSSD C300
SATA III
okokok
Samsung HD160JJ
SATA II
okokok
Maxtor Maxline III
SATA I
okkein Zugriffok
Samsung SV1204H
ATA100
nicht unterstütztoknicht unterstützt

PATA-Geräte können nur an Icy Docks MB881U3-1SA verwendet werden, daher wird die Samsung SV1204H von den anderen Dockingstationen nicht unterstützt. Dafür muss Icy Docks Gerät bei der Maxtor Maxline III passen: Diese SATA-Festplatte der ersten Generation läuft nur kurz an, wird aber vom System nicht erkannt und es ist auch kein Zugriff möglich.




Drei HDD-Dockingstationen mit USB 3.0 im Test - Druckansicht - Seite 10 von 10

Fazit
Alle drei getesteten HDD-Dockingstationen kommen dank USB 3.0 auf Übertragungsraten, welche für aktuelle Festplatten vollkommen ausreichen. Mit Solid-State-Drives können sie zwar noch nicht mithalten, dennoch arbeiten sie fünf- bis sechsmal schneller als Dockingstationen mit USB-2.0-Anschluss. Jedes der Geräte zeigte im Test klare Stärken, zugleich kam keines ohne die eine oder andere Schwäche aus. Man muss somit abwerten, welche HDD-Dockingstation am Besten zum persönlichen Anforderungsprofil passt.




Wertung: Icy Box IB-110StU3-B
GutMit der Icy Box IB-110StU3-B liefert RaidSonic eine schnelle Dockingstation mit USB-3.0-Anschluss, welche einen sehr robusten Eindruck macht und die sehr kompatibel ist. Die Optik ist gefällig und die Standsicherheit vorbildlich, hinsichtlich der Ergonomie gibt es jedoch Verbesserungspotential. So verwirrt der schrägt verlaufende Deckel der Icy Box IB-110StU3-B den Benutzer beim Einsetzen des Datenträgers, weshalb RaidSonic das Gerät mit einem Warnaufkleber versehen hat. Zudem versteckt sich die sehr unauffällige Power-Taste auf der Rückseite und wurde bisher von niemanden, der das Gerät zum ersten Mal in der Hand hielt, als solche erkannt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der Stromverbrauch im Betrieb geht in Ordnung, im Leerlauf könnte er aber etwas niedriger sein. Dass das Netzteil der Icy Box IB-110StU3-B auch im ausgeschalteten Zustand noch ein Watt verbrät, ist allerdings ein echter Schwachpunkt. Mit einem Straßenpreis ab 28 Euro werten wir die Icy Box IB-110StU3-B mit "Gut".




Wertung: Icy Dock MB881U3-1SA
Sehr GutIcy Dock geht beim MB881U3-1SA einmal mehr einen ganz eigenen Weg. Dies betrifft nicht nur das Design der HDD-Dockingstation, sondern auch deren Funktionalität. So kann man den Adapter vom Standfuß trennen und diesen dann auch für PATA-Laufwerke (3,5 sowie 2,5 Zoll) verwenden. Man kann sogar ein SATA- und ein PATA-Gerät zeitgleich anschließen. Probleme bereitete allerdings unsere Maxtor Maxline III, eine SATA-Festplatte der ersten Generation, die auch sonst so ihre Tücken hat. Sie wollte partout nicht mit dem Icy Dock MB881U3-1SA zusammenarbeiten. Der abnehmbare Fuß macht diese Dockingstation übrigens auch für den mobilen Einsatz hochinteressant. Leider ist die Standsicherheit mit vertikal eingesetzten SATA-Laufwerken nicht ganz so gut wie bei den beiden anderen Modellen, aufgrund des offenen Aufbaus muss man andererseits keinen Hitzestau befürchten.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Pluspunkte sind der geringe Stromverbrauch und das originelle Design des Icy Dock MB881U3-1SA. Ergonomisch gibt es allerdings Einschränkungen, beispielsweise weil USB- und Stromkabel auf gegenüberliegenden Seiten eingesteckt werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fand sich das Icy Dock MB881U3-1SA nur im Sortiment eines einzigen Anbieters und der verlangte einen gesalzenen Preis. Dies hat sich in der Zwischenzeit geändert: Mit Straßenpreisen, die bei 37 Euro beginnen, bleibt das Icy Dock MB881U3-1SA zwar das teuerste Gerät im Testfeld, doch aufgrund der größeren Flexibilität ist dieser Aufpreis angemessen. Da der ursprünglich festgestellte Preis zu einer Abwertung geführt hatte, bekommt das Icy Dock MB881U3-1SA nun nachträglich ein "Sehr Gut" verliehen.




Wertung: Sharkoon Quickport USB 3.0
PreistippSharkoons Quickport USB 3.0 ist sehr standsicher. Der Hersteller hat das Gerät zudem so gestaltet, dass man es ganz ohne Anleitung bedienen kann. Die Anschlüsse und die Power-Taste wurden eindeutig gekennzeichnet und die Auswurftaste erleichtert das Herausnehmen der Datenträger. In Sachen Kompatibilität hatten wir mit dieser Docking-Station keinerlei Probleme, dafür fiel der Datendurchsatz überraschend gering aus. Mit durchschnittlich 162,6 MB/s bietet Sharkoons Quickport USB 3.0 zwar genügend Reserven für die schnellsten Festplatten, doch schnelle Solid-State-Drives werden hier deutlich ausgebremst.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Sharkoon legt als einziger Hersteller eine CD mit Software bei und hätte sich dies lieber sparen sollen. Auf der CD finden sich drei Installationspakete ohne jegliche Dokumentation, die veraltete Treiber einspielen. Ein Beipackzettel weist zwar darauf hin, dass man neuere Treiber auf der Webseite von Sharkoon finden könnte, doch dem war nicht so. So kam es wie es kommen musste: Die Treiber machten Probleme und wurden daher wieder entfernt. Was den Preis betrifft, kann Sharkoons Quickport USB 3.0 dann wieder Punkte sammeln: Die günstigsten Angebote beginnen knapp über 20 Euro und machen Sharkoons Quickport USB 3.0 zur günstigsten Dockingstation in unserem Testfeld. Wir vergeben unseren "Preistipp".




Unser Dank gilt:







© copyright 1998-2019 by Dipl.-Ing. Michael Doering
www.Au-Ja.de / www.Au-Ja.org / www.Au-Ja.com / www.Au-Ja.net ist eine Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Doering.
Alle Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Inhalte spiegeln die subjektive Meinung der jeweiligen Autoren wieder und sind geistiges Eigentum dieser Autoren. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Wir setzen bei Nutzung unserer Publikation ausdrücklich die Verwendung des gesunden Menschenverstandes voraus. Sollten Sie mit dieser Voraussetzung nicht einverstanden sein, verstoßen sie gegen unsere Nutzungsbedingungen! Die Verwendung jeglicher Inhalte - auch auszugsweise - ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung erlaubt. Die Nutzung kurzer Ausschnitte für Nachrichten-Ticker ist hiervon ausdrücklich ausgenommen! Die geheimdienstliche Erfassung und Verarbeitung dieser Internetseite ist strengstens untersagt!
Sollten Ihnen über Hyperlink verknüpfte externe Inhalte auffallen, welche mit der deutschen oder europäischen Rechtssprechung in Widerspruch stehen, bitten wir um eine kurze Meldung. Kommentare und Hinweise zu rechtswidrigen Inhalten unseres lokalen Angebotes sind natürlich ebenfalls erwünscht. Weitere Informationen finden Sie im Impressum!

www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-hdd-docking-stations-usb-30-print.phtml