www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-hiq-pc-02-2012-amd-fx-4100-radeon-hd-6870-print.phtml

HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 1 von 13

Nach langer Zeit werden wir heute wieder einen Komplett-PC testen, den HiQ PC des Monats Februar. Bei diesem Computer setzt unser Partner HiQ24 konsequent auf AMD auf die neueste Technik: Ein AMD FX-Prozessor mit vier Kernen, eine Grafikkarte auf Basis von AMDs Radeon HD 6870, ein schnelles SSD mit SandForce SF-2281 und DDR3-1866-Speicher. SATA 6 Gbps und USB 3.0 sind natürlich ebenfalls mit an Bord.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Normalerweise testen wir einzelne Komponenten für jene Benutzer, die ihre Computer selber zusammenbauen oder bereits vorhandene Rechner aufrüsten wollen. Viele Kunden greifen jedoch lieber zu fertigen Systemen, für die der Hersteller dann auch eine umfassende Garantie übernimmt. Im Falle des getesteten Systems gibt der Hersteller eine 24-monatige Garantie und validiert die Stabilität mit einem 24-stündigen Testlauf. Versandkunden erhalten darüber hinaus 24 Tage Rückgaberecht und einen 24-monatigen Reparaturabholservice innerhalb Deutschlands.

Übersicht: Die Komponenten
Wie bereits erwähnt, setzt HiQ in diesem Monat konsequent auf AMD: Als Prozessor kommt das Quad-Core-Modell AMD FX-4100 (Bulldozer) zum Einsatz, das Mainboard basiert auf dem aktuellen Chipsatz AMD 970 und für eine spieletaugliche Grafikleistung sorgt eine Grafikkarte auf Basis von AMDs Radeon HD 6870. Hinzu kommen das Solid-State-Laufwerk Mushkin Chronos 60 GB (SandForce SF-2281), 8 GByte DDR3-1866-Speicher von G.Skill und ein sparsames Netzteil von be quiet! - das klingt erst einmal vielversprechend.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Hier die vollständige Liste der verbauten Komponenten:

Übersicht: Die Anschlüsse
Der HiQ PC des Monats Februar bietet umfangreiche Anschlussmöglichkeiten inklusive USB 3.0, eSATA 6 Gbps, HDMI und Display-Port. Auch auf ältere Schnittstellen wie die PS/2-Buchsen für Tastatur und Maus muss man nicht verzichten, dafür fehlt allerdings Firewire.

Das Betriebssystem ist bei diesem Computer optional, da viele Kunden vorhandene Lizenzen weiterverwenden oder alternative Betriebssysteme wie Linux installieren wollen. Soll die deutsche Version von Windows 7 Home Premium 64-Bit vorinstalliert werden, kostet dies einen Aufpreis von 90,90 Euro.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 2 von 13

Gehäuse und Netzteil
Bei Xigmateks Asgard handelt es sich um einen von innen wie außen schwarz lackierten Midi-Tower aus 0,6 mm starkem SGCC-Stahl. Das Gehäuse misst 185 x 475 x 408 mm (B x T x H) und verfügt im Bereich seiner Front über eine luftdurchlässige Lochblechstruktur. Im oberen Bereich finden vier 5,25-Zoll-Geräte Platz, zudem gibt es einen externen und fünf interne 3,5-Zoll-Schächte für Festplatten und SSDs. Die Montage aller Laufwerke erfolgt ohne Werkzeug.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Anschlüsse befinden sich mittig zwischen den Tasten für Reset (links) und Power (rechts). Neben zwei USB-Ports der zweiten Generation gibt es zwei Audiobuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Die USB-Anschlüsse unseres Testmusters funktionieren einwandfrei, doch das Einstecken der Geräte verlangt überraschend viel Kraft.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Unterhalb der Anschlüsse befindet sich ein Lüfter mit 120 mm Durchmesser, der die Festplatten kühlt. Zwei weitere Lüfter dieses Formats lassen sich optional am linken Seitenteil befestigen und ein vierter 120-mm-Lüfter findet auf der Rückseite des Asgard Platz. Alternativ kann man auch Lüfter mit 80 oder 92 mm Durchmesser verwenden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Xigmatek Asgard wird das ATX-Mainboard unterhalb des Netzteils platziert. Es lassen sich bis zu sieben Erweiterungskarten verbauen, wozu man die Slotbleche leider herausbrechen muss. Wahlweise kann man die Steckkarten werkzeuglos fixieren oder verschrauben. Beim Netzteil greift HiQ zum be quiet! Pure Power L7 530 Watt, welches die Zertifizierung "80 Plus" erhalten hat.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Dies bedeutet, dass dieses Netzteil mit einer Effizienz von mindestens 80 Prozent arbeitet und somit beim Stromsparen hilft. Mit 530 Watt ist seine Leistung mehr als ausreichend, so dass der 120-mm-Lüfter im Boden des Netzteils auch unter Last sehr langsam dreht und kaum zu hören ist. Weitere Details finden sich in unserem Test des be quiet! Pure Power L7 530 Watt.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 3 von 13

Mainboard, CPU und Arbeitsspeicher
Die Hauptplatine ASRock 970 Extreme3 (BIOS 1.30) basiert auf AMDs Northbridge 970 und der Southbridge SB950, ihr Sockel AM3+ kann sowohl die neuen FX-Prozessoren als auch die älteren CPUs der Baureihen Phenom II und Athlon II aufnehmen. Prozessoren mit einer TDP von 140 Watt werden unterstützt, doch der von HiQ verbaute FX-4100 begnügt sich mit 95 Watt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das ASRock 970 Extreme3 kann sechs Erweiterungskarten (2 x PCIe 2.0 x16, 2 x PCIe 2.0 x1, 2 x PCI) aufnehmen, darunter zwei Grafikkarten. AMDs CrossFireX wird unterstützt, doch während der obere PCIe-2.0-x16-Slot mit vollen 16 Lanes angebunden ist, stehen beim zweiten nur vier Lanes zur Verfügung. Weiterhin werden vier DIMM-Slots für DDR3-Arbeitsspeicher geboten.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

HiQ hat zwei Sniper-Module von G.Skill verbaut, die mit einem DDR-Takt von 1.866 MHz arbeiten. Dabei verwendet der Arbeitsspeicher Latenzen von CL9-10-9-28 sowie die spezifikationskonforme Spannung von 1,50 Volt. AMDs FX-4100 unterstützt DDR3-1866 ganz offiziell, so dass hierbei nicht einmal übertaktet wird. Wer zwei weitere Speicherriegel einbaut, sollte allerdings auf DDR3-1600 zurück schalten, denn für den Vollausbau garantiert AMD die hohen Taktraten nicht.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

AMDs SB950 stellt sechs SATA-Ports der dritten Generation (6 Gbps) bereit, von denen ASRock fünf intern und einen extern ausgeführt hat. Der Mainboard-Hersteller hat zudem den HD-Audio-Codec Realtek ALC892 mit 7.1-Kanälen, den Gigabit-LAN-Controller Realtek RTL8111E und den USB-3.0-Controller Etron EJ168A verbaut. Kommen wir zurück zum AMD FX-4100: Dieser Prozessor setzt sich aus zwei Bulldozer-Kernen zusammen, die jeweils zwei Integer- und eine Gleitkommaeinheit umfassen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Insgesamt werden somit vier Integer- und zwei Gleitkommakerne geboten. Werden alle Kerne belastet, takten sie mit 3,60 GHz. Werden nur zwei Kerne benötigt, sind 3,80 GHz möglich. Übertakter wird zudem freuen, dass der Multiplikator frei gewählt werden kann. Zur Kühlung verbaut HiQ einen Arctic Cooling Freezer 7 Pro in der Revision 2. Der PWM-gesteuerte Lüfter dieses CPU-Kühlers hat einen Durchmesser von 92 mm und rotiert mit 900 bis 2.200 U/min. Drei Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 6 mm verteilen die Abwärme des Prozessors auf 45 Aluminiumbleche.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 4 von 13

Die Grafikkarte
Nun werden die Spieler unter unseren Lesern hellhörig: Da AMDs FX 4100 ein reiner Prozessor ohne Grafikkern ist, wird eine Grafikkarte benötigt. HiQ greift zur Sapphires HD 6870 1GB GDDR5 PCIE und damit zu einem leistungsstarken Allrounder. Egal ob man mit Full-HD-Auflösung spielen, 3D-Filme anschauen oder drei Bildschirme gleichzeitig betreiben will, diese Grafikkarte kann's.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die 230 mm lange Sapphire HD 6870 1GB GDDR5 PCIE verfügt über einen großen Lüfter mit 90 mm Durchmesser, der im Leerlauf mit weniger als 1.000 U/min rotiert und in unserem Test unter Last bis 1.800 U/min beschleunigte. Drei kupferne Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 8 mm verteilen die Abwärme des Grafikprozessors auf die Aluminiumbleche des Kühlkörpers. Zwei Stromanschlüsse mit 6 Kontakten stellen die Stromversorgung der Grafikkarte sicher.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

AMDs Grafikprozessor Radeon HD 6870 unterstützt DirectX 11 inklusive des Shader-Modells 5.0 sowie OpenGL 4.1. Die 1.120 Stream-Prozessoren des Chips takten mit 900 MHz und der 1.024 MByte große GDDR5-Speicher mit 1.050 MHz (4.200 Mbps). Das Speicherinterface hat eine Breite von 256 Bit, woraus sich eine Bandbreite von 134,4 GB/s errechnet.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Sapphire hat seine Grafikkarte mit vier Bildschirmausgängen versehen: Es gibt zwei DVI-Anschlüsse, einen Dual-Link für Auflösungen von bis zu 2.560 x 1.600 Bildpunkte sowie einen Single-Link für maximal 1.920 x 1.200 Bildpunkte. Hinzu kommen ein HDMI-Ausgang der Version 1.4a sowie ein DisplayPort der Generation 1.2, die beide auch 7.1-Audiokanäle übertragen und stereoskopisches 3D unterstützen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wer mehr als drei Monitore an dieser Grafikkarte betreiben will, kann einen weiteren Vorteil des DisplayPort 1.2 nutzen und bis zu vier Bildschirme reihen (Daisy-Chain). Hierzu werden entweder Monitore, die ebenfalls DisplayPort 1.2 unterstützen, oder ein Hub, der mehrere Streams verteilen kann, benötigt.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 5 von 13

Laufwerke, Übertragungsraten an SATA und USB
Solid-State-Laufwerke sind derzeit in aller Munde, bringen sie doch einen kräftigen Leistungsschub im Vergleich zu konventionellen Festplatten. Insbesondere Modelle mit dem SandForce SF-2281 sind heiß begehrt, denn sie bieten dank Datenkompression extrem hohe Lese- und Schreibraten. Das getestete System verwendet mit Mushkins Chronos 60 GB einen solchen Datenträger, der sequentiell mit bis zu 550 MB/s liest und mit 515 MB/s schreibt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auch beim Schreiben zufälliger 4-KB-Blöcke ist das Laufwerk sehr schnell und erreicht 90.000 IOPS. Das TRIM-Kommando wird natürlich auch unterstützt und Mushkin gibt 3 Jahre Garantie auf sein SSD. Da 60 GB nur für das Betriebssystem und die Anwendungen reichen, hat HiQ noch eine konventionelle Festplatte des Typs Western Digital Caviar Green 500 GB (WD5000AADS) verbaut.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Festplatte bietet 500 GB Speicherplatz, sie ist mit 32 MByte Cache ausgestattet und verfügt über eine SATA-Schnittstelle der zweiten Generation. 3 Gbps sind für Festplatten mehr als ausreichend, so dass ein Modell mit 6 Gbps keinen Sinn machen würde. Zudem ist die WD5000AADS nicht auf Leistung, sondern einen leisen Betrieb optimiert.

Betrachten wir nun die Übertragungsraten der beiden Datenträger sowie die Geschwindigkeit der USB-Anschlüsse. HiQ liefert den PC mit aktivierten Energiesparoptionen aus, was auch sinnvoll ist. Die maximalen Datenraten erzielt man jedoch nur ohne diese Stromspartechnologien. Wir haben daher beide Konfigurationen vermessen:

HDTune Pro 4.61 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
60GB SSD, SATA 6Gbps
maximale Leistung
480.6
509.0
401.2
60GB SSD, SATA 6Gbps
energieoptimiert
462.1
491.8
385.3
60GB SSD, USB 3.0
maximale Leistung
196.6
197.2
191.5
60GB SSD, USB 3.0
energieoptimiert
168.6
169.6
167.6
500GB HDD, SATA 3Gbps
maximale Leistung
79.5
99.8
45.1
500GB HDD, SATA 3Gbps
energieoptimiert
79.5
99.8
45.1
60GB SSD, USB 2.0
maximale Leistung
35.6
35.6
35.1
60GB SSD, USB 2.0
energieoptimiert
31.8
32.3
31.3

Die Messwerte überzeugen, insbesondere die Geschwindigkeit der SSD am internen SATA-Controller sowie an den USB-Anschlüssen. Dass Western Digitals Caviar Green 500 GB kein Überflieger ist, war uns bewusst, doch dank der schnellen SSD fällt dies auch gar nicht auf.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bleibt noch der DVD-Brenner. Es handelt sich um einen LG GH22NS90, der DVDs mit 16-facher, M-Discs mit 12-facher und CDs mit 48-fache Geschwindigkeit liest. Bezüglich der Schreibgeschwindigkeit gelten die folgenden Daten: CD-R (48x), CD-RW (32x), DVD+R/-R (22x), DVD+RW (8x), DVD-RW (6x), DVD-RAM (12x) und M-Disc (4x). Bei der M-Disc handelt es sich um einen DVD-kompatiblen Datenträger, der sich für die dauerhafte Sicherung von Daten eignet.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 6 von 13

Benchmarks: SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70)
Kommen wir nur zur Prozessorleistung und zum Speicherdurchsatz. Diese messen wir zunächst mit den synthetischen Benchmark-Tests von SiSoft Sandra 2011 SP4. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert. Wir testen unter Windows 7 Home Premium 64-Bit inklusive Service Pack 1 und dem Performance-Patch für AMDs FX-Prozessoren.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.57
82.88
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
75.80
57.13
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
60.70
36.76
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
53.09
31.33
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
48.77
29.65
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.19
36.94

Die Bewertung des AMD FX-4100 fällt schwer: Im Dhrystone-Durchlauf, bei dem ganze Zahlen verarbeitet werden, profitiert dieser Prozessor von seinen vier Integerkernen und der hohen Taktrate. Doch für die Gleitkommaberechnungen stehen nur zwei Kerne zur Verfügung und so fällt die Whetstone-Wertung recht mager aus.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer x16; Fließkomma x8; Double x4 in MPixel/s
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
210.18
286.17
163.12
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
134.55
75.58
40.69
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91.52
126.80
72.23
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
85.48
139.37
76.48
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
73.81
102.23
58.20
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
54.71
90.00
49.52

Auch bei den Multimedia-Berechnungen trifft eine starke Integer-Leistung auf bescheidene Werte in der Verarbeitung von Gleitkommawerten.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5432
1066
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
4834
224
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
992
901
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
648
585
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
412
472
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
333
381

Dank seiner AES-Beschleunigung kommt AMDs FX-4100 beim Test der AES256-Verschlüsselung dicht an Intels Core i7-2600K heran, doch beim Secure Hash Algorithm (SHA256) offenbart die Bulldozer-Architektur einmal mehr ihre Schwäche.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
18.00
18.00
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.71
17.71
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.30
17.30
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
12.15
12.16
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
11.29
11.29
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
10.72
10.81
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1600
Radeon HD 6870
10.30
10.29
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1333
Radeon HD 6870
10.07
10.07

Überrascht haben uns die Ergebnisse der Speicherbandbreite, denn der AMD FX-4100 kann keinen entscheidenden Vorteil aus DDR3-1866 ziehen - die Unterschiede zur Messung mit DDR3-1600 und DDR3-1333 sind nur marginal. Insgesamt enttäuschen die Ergebnisse des zweikanaligen Speicher-Controllers.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 7 von 13

Cinebench 11.529 64-Bit: Rendering
Nach rein synthetischen Messungen nähern wir uns nun praktischen Anwendungen. Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.88
1.53
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.86
1.09
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
3.55
0.90
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
2.99
1.25
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
2.95
0.92
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
2.42
1.00

Abermals ist AMDs FX-4100 nicht gerade ein Überflieger und muss sich bei Verwendung aller Kerne sogar dem Phenom II X4 840 geschlagen geben.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie mit der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1203.12
275.35
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1155.46
218.04
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
736.92
189.20
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
607.21
200.35
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
539.02
228.10
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
433.75
183.64

POV-Ray bestätigt das Ergebnis von Cinebench: Sobald wir alle Kerne nutzen, zieht der Phenom II X4 840 am FX-4100 vorbei.

7-Zip 9.22 Beta 64-Bit: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da wir hierbei bis zu acht Threads verwenden wollen, wählen wir den Datenkompressionsalgorithmus LZMA2.

7-Zip 9.22b, Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
195
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
46
248
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
63
221
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
76
230
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
80
343
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
88
259

Beim Packer 7-Zip nutzt der AMD FX-4100 die Vorteile des HiQ-Systems und platziert sich genau in der Mitte zwischen dem Phenom II X4 840 und dem Phenom II X6 1010T. Der Abstand beträgt in beide Richtungen 17 Sekunden und bei Verwendung eines einzelnen Threads ist der FX-4100 sogar richtig flott.

WinRAR 4.01: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR 4.01. Auch bei WinRAR werden wir die Last auf bis zu acht Threads verteilen und komprimieren abermals die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Dabei stoppen wir die benötigte Zeit.

WinRAR 4.01 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91
222
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132
273
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
146
298
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
155
334
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
159
269
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
218
450

Auch bei WinRAR ordnet sich der AMD FX-4100 zwischen seinen Vorgängermodellen mit 4 und 6 Kernen ein. Nutzen wir nur einen Thread, deklassiert er sogar den Phenom II X6 1010T recht deutlich.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 8 von 13

ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) mit Hilfe des Programms ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55 in das Format AVI-264 umwandeln und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
24
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
29
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
46
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
51
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
61

Der ArcSoft Mediaconverter ist ein kleiner Rückschlag für den AMD FX-4100: Der Prozessor kann zwar Intels i3-Modelle in Schach halten, scheitert aber am Phenom II X4 840.

Windows Live Movie Maker: Video-Encoding
Wir ziehen eine zweite Videosoftware zu Rate und greifen diesmal zum Windows Live Movie Maker, den jeder Benutzer von Windows 7 kostenlos auf seinem Computer installieren kann. Abermals dient uns der offizielle Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) als Ausgangsmaterial, gespeichert wird das Video diesmal als Windows Media HD 1080p:

Windows Live Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
74.54
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
106.63
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
107.19
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
111.80
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
123.22
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
127.68

Der Windows Live Movie Maker tut sich schwer, mehr als vier Kerne in Szene zu setzen. So kommt der AMD FX-4100 wieder recht dicht an den Phenom II X6 1010T heran und kann den Phenom II X4 840 zugleich auf Abstand halten.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format unter Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
147
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
179
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
214
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
222
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
253
AMD FX-4100 (HiQ-PC)
8GB DDR3-1866
Radeon HD 6870
265

Für den OGG-Export verwendet Audacity nur einen Thread, zudem reagiert das Programm so gut wie gar nicht auf den Cache oder den Arbeitsspeicher. AMDs FX-4100 tut sich besonders schwer und landet diesmal auf dem letzten Platz.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 9 von 13

Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von "Street Fighter IV" erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hatte, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von "Street Fighter IV" laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt. Im ersten Durchlauf testen wir ohne Kantenglättung und ohne die anisotrophe Filterung der Texturen.

Hinweis: Bei den Spieletests ziehen wir keinen Vergleich zu anderen Systemen und Grafikkarten, sondern überprüfen stattdessen mit unterschiedlichen Einstellungen und Auflösungen, wo die Stärken und Schwächen der von HiQ verbauten Sapphire HD 6870 1GB GDDR5 PCIE liegen.

Street Fighter IV in fps (Qualität=Hoch, Soft Shadow=Maximum, kein AA, kein AF)
Radeon HD 6870
1366x768px
236.18
Radeon HD 6870
1280x1024px
228.94
Radeon HD 6870
1680x1050px
218.27
Radeon HD 6870
1600x1200px
217.49
Radeon HD 6870
1920x1080px
208.72
Radeon HD 6870
1920x1200px
207.08

"Street Fighter IV" ist recht simpel gestrickt, so dass die Radeon HD 6870 in allen Auflösungen klar über 200 fps kommt. Zur Erinnerung: Ab ca. 30 fps kann man schon flüssig spielen.

Für die nächste Messung aktivieren wir die achtfache Kantenglättung sowie die 16-fache anisotrophe Filterung der Texturen:

Street Fighter IV in fps (Qualität=Hoch, Soft Shadow=Maximum, 8x AA, 16x AF)
Radeon HD 6870
1366x768px
157.88
Radeon HD 6870
1280x1024px
150.23
Radeon HD 6870
1600x1200px
146.46
Radeon HD 6870
1920x1200px
133.13
Radeon HD 6870
1680x1050px
130.76
Radeon HD 6870
1920x1080px
119.56

Auch mit achtfacher Kantenglättung erzielen wir Frameraten zwischen 120 und 158 fps, die Radeon HD 6870 wird von "Street Fighter IV" also kaum gefordert.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 10 von 13

Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel "Tom Clancy's HAWX", es handelt sich hierbei um eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden. HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt. Den ersten Durchlauf absolvieren wir ohne Kantenglättung.

Hinweis: Bei den Spieletests ziehen wir keinen Vergleich zu anderen Systemen und Grafikkarten, sondern überprüfen stattdessen mit unterschiedlichen Einstellungen und Auflösungen, wo die Stärken und Schwächen der von HiQ verbauten Sapphire HD 6870 1GB GDDR5 PCIE liegen.

Tom Clancy's HAWX in fps (Qualität=Hoch, Umgebungs-Absorption="Sehr Hoch", DirectX 10.1, kein AA)
Radeon HD 6870
1366x768px
114
Radeon HD 6870
1280x1024px
113
Radeon HD 6870
1600x1200px
104
Radeon HD 6870
1680x1050px
100
Radeon HD 6870
1920x1200px
96
Radeon HD 6870
1920x1080px
95

"Tom Clancy's HAWX" ist deutlich anspruchsvoller als "Street Fighter IV", dennoch erreichen wir Frameraten zwischen 95 und 114 fps. Selbst in der höchsten Auflösung läuft das Spiel absolut flüssig.

Für die zweite Messung schalten zusätzlich die achtfache Kantenglättung zu:

Tom Clancy's HAWX in fps (Qualität=Hoch, Umgebungs-Absorption="Sehr Hoch", DirectX 10.1, kein AA)
Radeon HD 6870
1280x1024px
99
Radeon HD 6870
1366x768px
98
Radeon HD 6870
1600x1200px
86
Radeon HD 6870
1680x1050px
85
Radeon HD 6870
1920x1080px
79
Radeon HD 6870
1920x1200px
75

Die achtfache Kantenglättung bremst die Radeon HD 6870 zwar etwas aus, doch mit 75 bis 99 fps bleibt "Tom Clancy's HAWX" uneingeschränkt spielbar.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 11 von 13

Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten und zudem sehr anspruchsvollen DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Für die erste Messung verzichten wir auf Kantenglättung und die anisotrope Filterung der Texturen. SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt.

Hinweis: Bei den Spieletests ziehen wir keinen Vergleich zu anderen Systemen und Grafikkarten, sondern überprüfen stattdessen mit unterschiedlichen Einstellungen und Auflösungen, wo die Stärken und Schwächen der von HiQ verbauten Sapphire HD 6870 1GB GDDR5 PCIE liegen.

Alien vs Predator in fps (kein SSAO, keine Tesselation, kein AA, kein AF)
Radeon HD 6870
1366x768px
106.4
Radeon HD 6870
1280x1024px
85.6
Radeon HD 6870
1680x1050px
69.7
Radeon HD 6870
1600x1200px
63.6
Radeon HD 6870
1920x1080px
61.9
Radeon HD 6870
1920x1200px
55.8

"Alien vs Predator" stellt die höchsten Ansprüche an die Grafikkarte und schert sich dabei kaum um die CPU. Bei 1.920 x 1.200 Bildpunkten sehen wir eine Framerate von 55,8 fps, die zum flüssigen Spielen mehr als ausreicht, und in den niedrigeren Auflösungen kommen wir sogar über die 100-fps-Marke.

Nun aktivieren wir die vierfache Kantenglättung, die 16-fache anisotrope Filterung der Texturen, SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation:

Alien vs Predator in fps (SSAO=an, Tesselation=an, 4x AA, 16x AF)
Radeon HD 6870
1366x768px
55.2
Radeon HD 6870
1280x1024px
45.7
Radeon HD 6870
1680x1050px
37.7
Radeon HD 6870
1600x1200px
35.1
Radeon HD 6870
1920x1080px
33.8
Radeon HD 6870
1920x1200px
31.1

Mit allen Details und in Full-HD wird "Alien vs Predator" zu einer echten Herausforderung, dennoch erzielt die Radeon HD 6870 in allen Auflösungen mehr als 30 fps. Für besonders grafiklastige Szenen würden wir jedoch zu 1.680 x 1.050 Bildpunkten raten.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 12 von 13

Stromverbrauch
Kommen wir nun zum Stromverbrauch. Vermessen wurde jeweils das komplette System in unterschiedlichen Lastzuständen. Im Leerlauf nutzen CPU und Grafikprozessor ihre Stromsparmechanismen, so taktet der AMD FX-4100 auf 1,4 GHz herunter und deaktiviert nicht benötigte Kerne. Die Grafikkarte reduziert den Chiptakt auf 100,0 MHz und den Speichertakt auf 150,0 MHz. Für den Lastbetrieb verwenden wir das Programm Core2MaxPerf, mit dem wir zunächst zwei und dann vier CPU-Kerne belasten. Die Grafikkarte wurde mit Hilfe von "Tom Clancy's HAWX" (1920x1080 Pixel, 8x AA) beschäftigt.

Stromverbrauch in Watt, niedriger ist besser
Standby
2.9
Leerlauf
62
CPU, 2 Kerne
114
CPU, 4 Kerne
150
Grafiklast
194

Im Leerlauf erzielt das System einen für seine Leistungsklasse sehr ordentlichen Wert von 62 Watt und auch die 2,8 Watt im Standby können sich sehen lassen. Wird der Prozessor belastet, entpuppt sich AMDs FX-4100 als recht durstiger Geselle - hier sind Intels Sandy-Bridge-CPUs deutlich genügsamer. Dass wir bei hoher Grafiklast unter 200 Watt bleiben, ist hingegen ein gutes Zeichen. Trotz der respektablen Grafikleistung wird HiQs Computer beim Spielen nicht zum Stromschlucker.

Schallpegel
Bei der Betrachtung des Geräuschpegels müssen wir zunächst einmal feststellen, dass HiQ bei diesem Computer auf leise Komponenten setzt. Das Netzteil und der CPU-Kühler sind auf eine niedrige Lautstärke optimiert und auch die Grafikkarte verfügt über einen großen Lüfter mit einem weiten Regelbereich. Dennoch geht die Rechnung am Ende nicht ganz auf.

Schallpegel in dB(A), niedriger ist besser
Leerlauf
34.7
CPU, 2 Kerne
34.9
CPU, 4 Kerne
35.5
Grafiklast
36.1

34,7 dB(A) im Leerlauf sind für unseren Geschmack etwas zu laut, während 36,1 dB(A) nach einstündiger Grafiklast ein sehr ordentliches Ergebnis darstellen. Woran liegt es also, dass der Computer im Leerlauf nicht leiser arbeitet? Die Frage lässt sich leicht beantworten: Am Mainboard!

Beim ASRock 970 Extreme3 können wir für jeden Gehäuselüfter die maximale Drehzahl aktivieren, eine automatische Regelung veranlassen oder manuelle Werte hinterlegen. Leider rotiert der 120-mm-Lüfter hinter der Gehäusefront grundsätzlich mit 1.200 U/min, egal welche Einstellung wir im BIOS gewählt haben. Auch die Regelung des CPU-Lüfters erschließt sich uns nicht ganz: Hier können wir zwar eine automatische Regelung veranlassen, doch solange wir die maximale Drehzahl des Lüfters nicht beschneiden, fällt der Regelbereich sehr gering aus. Wir raten dazu, den Frontlüfter manuell auf 800 bis 1.000 U/min zu drosseln, damit kommt man dann problemlos unter die Marke von 30,0 dB(A).

Soundcheck
Auf ASRocks 970 Extreme3 finden wir Realteks HD-Audio-Codec ALC892, der beispielsweise auch auf MSIs P67A-GD65 (B3) zum Einsatz kommt. Es ist kein schlechter Codec, doch wir bevorzugen den ALC889, der einen Signal-Rauschabstand von 108 dB bei der Wiedergabe und 104 dB bei der Aufnahme ermöglicht. Dieser wird beispielsweise auf MSIs P55A-GD65 verbaut, welches uns die Vergleichswerte liefert:

RMAA 6.2.3
24-Bit/192kHz
ASRock
970 Extreme3
MSI
P67A-GD65 (B3)
MSI
P55A-GD65
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,02 dB
-0,04 dB
+0,19 dB
-0,10 dB
+0,03 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-80,6 dBA-89,8 dBA-100,0 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
80,7 dBA89,6 dBA100,3 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0041 %0,0029 %0,0058 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,031 %0,051 %0,0082 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-77,7 dB-78,6 dB-86,8 dB

Bei dieser Messung kommt eine Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Das ASRock 970 Extreme3 erzielt akzeptable Werte, doch MSI hat Realteks Codec bei seinem P67A-GD65 (B3) besser im Griff. Zudem bleibt der ALC889 auf dem MSIs P55A-GD65 ist eine Klasse für sich.




HiQ Komplett-PC mit AMD FX-4100, Sapphire HD 6870 und SSD im Test - Druckansicht - Seite 13 von 13

Fazit
GutDass HiQ24 bei seinem PC des Monats Februar konsequent auf AMD setzt, bringt zugleich Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil ist viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld, der größte Nachteil ein unter Last durstiger Prozessor der nicht in allen Belangen überzeugen kann. Doch bleiben wir zunächst bei den Vorzügen: Sapphires HD 6870 1GB GDDR5 PCIE auf Basis von AMDs Radeon HD 6870 macht als Grafikkarte eine sehr gute Figur und ermöglicht selbst bei Full-HD-Auflösung mit aktivierter Kantenglättung und hohen Details spielbare Frameraten. Beim Stromverbrauch gibt sich die Grafikkarte genügsam und auch in Bezug auf ihre Lautstärke fällt sie nicht negativ auf. Auch das Solid-State-Drive Mushkin Chronos 60 GB (SandForce SF-2281) macht sich positiv bemerkbar und beschleunigt das System deutlich. Die beiden USB-3.0-Anschlüsse und der eSATA-6Gbps-Port binden externe Datenträger sehr schnell an und dank des energieeffizienten Netzteils be quiet! Pure Power L7 530 Watt lag der Verbrauch des gesamten Systems selbst unter Last nie über 200 Watt. Im Leerlauf haben wir 62 Watt gemessen und im Standby 2,9 Watt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Nicht ganz so überzeugend fanden wir den Auftritt des AMD FX-4100. Diese Quad-Core-Prozessor hat zwar vier Integereinheiten, aber nur zwei Gleitkommakerne, so dass er in einigen Tests recht schwach abschneidet, während er in anderen recht akzeptable Ergebnisse abliefert. Im Vergleich zu Intels aktueller CPU-Generation ist zudem der Lastverbrauch des FX-4100 zu hoch. Für die meisten Anwendungsgebiete ist die Leistung des Prozessors jedoch mehr als ausreichend und auf Spiele hat die CPU sowieso nur einen geringen Einfluss. Der zweite Kritikpunkt ist das Mainboard ASRock 970 Extreme3, dessen Lüfterregelung nur teilweise funktioniert. Dies führt dazu, dass der Gehäuselüfter im Leerlauf nicht herunter regelt und unnötig laut ist. Wer den Lüfter gegen ein langsamer drehendes Modell tauscht oder den vorhanden Lüfter drosselt, kann den Geräuschpegel im Leerlauf unter 30 dB(A) drücken.

Insgesamt bleibt ein guter Eindruck. Der HiQ PC des Monats Februar kostet 729,- Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten, wobei hierin noch kein Betriebssystem enthalten ist. Als Gegenwert erhält man ein spieletaugliches System für den Full-HD-Betrieb, dass auch anspruchsvolle Benutzer zufrieden stellen wird. Für Anwender, die nur Bürosoftware verwenden und im Internet surfen, ist dieser Computer überdimensioniert. Und wer extrem CPU-lastige Software nutzt, die möglicherweise auch noch stark für Intel optimiert wurde, sollte lieber zu einem System auf Basis eines Sandy-Bridge-Prozessors greifen.




Unser Dank gilt HiQ24 für die Bereitstellung des getesteten Computersystems.







© copyright 1998-2021 by Dipl.-Ing. Michael Doering
www.Au-Ja.de / www.Au-Ja.org / www.Au-Ja.com / www.Au-Ja.net ist eine Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Doering.
Alle Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Inhalte spiegeln die subjektive Meinung der jeweiligen Autoren wieder und sind geistiges Eigentum dieser Autoren. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Wir setzen bei Nutzung unserer Publikation ausdrücklich die Verwendung des gesunden Menschenverstandes voraus. Sollten Sie mit dieser Voraussetzung nicht einverstanden sein, verstoßen sie gegen unsere Nutzungsbedingungen! Die Verwendung jeglicher Inhalte - auch auszugsweise - ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung erlaubt. Die Nutzung kurzer Ausschnitte für Nachrichten-Ticker ist hiervon ausdrücklich ausgenommen! Die geheimdienstliche Erfassung und Verarbeitung dieser Internetseite ist strengstens untersagt!
Sollten Ihnen über Hyperlink verknüpfte externe Inhalte auffallen, welche mit der deutschen oder europäischen Rechtssprechung in Widerspruch stehen, bitten wir um eine kurze Meldung. Kommentare und Hinweise zu rechtswidrigen Inhalten unseres lokalen Angebotes sind natürlich ebenfalls erwünscht. Weitere Informationen finden Sie im Impressum!

www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-hiq-pc-02-2012-amd-fx-4100-radeon-hd-6870-print.phtml