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Projekt & Test: Zwei moderne Komplett-PCs unter 250 Euro - Druckansicht - Seite 1 von 9
Wie billig kann ein PC heutzutage sein, wenn man aktuelle Schnittstellen und Technologien sowie eine ordentliche Qualität verlangt? Um diese Frage zu klären, hatten wir uns Mitte Mai 2014 mit HiQ Computer zusammengesetzt und zwei Komplettsysteme zusammengestellt, die zu Preisen von 229,- bzw. 249,- Euro sehr viel zu bieten haben.

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Zu Anfang dieses Projekts stand eine ziemlich lange Wunschliste: Wir wollten eine CPU mit vier Kernen sowie aktuellen Befehlssatzerweiterungen und eine Grafiklösung mit DirectX 11.2 sowie HDMI-, DVI- und VGA-Anschluss. Dazu 4 GByte DDR3-1600 von einem namhaften Hersteller, 500 GB Festplattenkapazität und ein optisches Laufwerk. Ein solides Mainboard mit USB 3.0 und SATA 6 Gbps ist ebenso ein Muss wie ein sparsames Markennetzteil mit der Zertifizierung 80 Plus Bronze. Das alles wollten wir in ein schickes Gehäuse mit USB 3.0 an der Front verpacken und den Preis dennoch unter 250 Euro drücken.

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Zurück auf dem Boden der Realität landete unser Komplett-PC bei 229,- Euro, so dass uns sogar noch etwas Spielraum für mehr CPU- und Grafikleistung blieb. Es wäre auch möglich gewesen, den Preis unter 200 Euro zu drücken, doch dann hätten wir an mehreren Stellen Kompromisse eingehen müssen. Angesichts des Budgets dürfte jedem klar sein, dass sich unser "kompromissloser" Billig-PC nicht an Spieler richtet. Es ist vielmehr ein sparsamer und leiser Computer für Büroaufgaben sowie die alltägliche Nutzung zwischen Internet und Multimedia.

HiQ System 900 (Basic) und System 950 (Basic) im Überblick

Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick, aus welchen Komponenten sich die beiden PC-Systeme zusammensetzen. Abgesehen von dem SoC, welches Prozessor, Grafiklösung und Chipsatz in sich vereint, ist die Ausstattung beider Modellvarianten identisch:

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Wir haben uns für AMDs Kabini-SoCs und den Sockel AM1 entschieden, da dieser moderne Technologien, einen überaus attraktiven Preis und einen sehr niedrigen Stromverbrauch vereint. Intels Einstiegs-CPUs der Baureihen Celeron und Pentium besitzen nur zwei Kerne und müssen auf AVX und die hardwarebeschleunigte AES-Verschlüsselung verzichten. Zudem liegt ihre TDP mit 53 Watt deutlich höher. Ein weiteres Argument für die Kabinis ist das SoC-Konzept: Die CPUs sind zugleich auch Grafikprozessor und Chipsatz, so dass nur ein Bauteil gekühlt werden muss und die Hauptplatinen fast schon unverschämt günstig sind.



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Das Gehäuse: Zalman T3 USB3

Als Gehäuse haben wir das kompakte Zalman T3 USB3 gewählt. Dieser schwarze Micro-ATX-Tower misst 189 x 427,5 x 364 mm (BxHxT) und macht unter dem Schreibtisch eine ebenso gute Figur wie im Wohnzimmer. Insbesondere die glänzende Front lässt das Gehäuse sehr wertig aussehen, sie ist allerdings auch anfällig für Staub.

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Ganz oben befinden sich Power- und Reset-Schalter, die Betriebs-LEDs, zwei USB-Anschlüsse und zwei Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Einer der USB-Ports entspricht bereits der dritten Generation. Gleich darunter folgt der externe 5,25-Zoll-Einschub, der beim HiQ System 900 (Basic) und System 950 (Basic) für das DVD-Laufwerk genutzt wird.

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Im Inneren finden zwei 3,5-Zoll-Festplatten, drei 2,5-Zoll-Laufwerke und vier Steckkarten Platz, wobei das ASUS AM1M-A nur drei Karten (1 x PCIe 2.0 x16 und 2 x PCIe 2.0 x1) aufnehmen kann. Grafikkarten dürfen bis zu 250 mm lang sein. Wer den Festplattenkäfig entfernt, gewinnt weitere 50 mm hinzu, ist dann aber auf 2,5-Zoll-Laufwerke angewiesen.

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Auf der Rückseite des Gehäuses ist ein 92-mm-Lüfter vorinstalliert, der sich mit knapp 800 U/min dreht. Hinter der Front und am linken Seitenteil lassen sich insgesamt drei 120-mm-Lüfter nachrüsten. Für diese Lüfter sind bereits Staubfilter vorhanden, ein weiterer befindet sich am Boden, wo das Netzteil verbaut wird. Und dank des integrierten Kabelmanagements präsentiert sich das fertige System sehr aufgeräumt.

Das Netzteil: be quiet! System Power 7 300 Watt

Bezüglich des Netzteils machen wir keine Kompromisse, schließlich geht es hier sowohl um die Sicherheit als auch um einen möglichst geringen Stromverbrauch und ein leises Betriebsverhalten. Daher vertrauen wir auf das 300 Watt starke be quiet! System Power 7, welches die Zertifizierung 80 Plus Bronze, aktive Leistungsfaktorkorrektur (PFC), zwei unabhängige +12V-Spannungskreise sowie 3 Jahre Herstellergarantie vorweisen kann. In Hinblick auf die 25-Watt-CPU ist dieses Netzteil bereits überdimensioniert, doch unterhalb von 300 Watt sind kaum energieeffiziente ATX-Modelle zu finden und Steckernetzteile werden nur für Mini-ITX-Gehäuse angeboten.

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Bei 20-prozentiger Auslastung arbeitet das be quiet! System Power 7 mit einer Effizienz von 84 Prozent und bei 50- bzw. 100-prozentiger Auslastung sind es sogar 87 Prozent. Zur Kühlung hat be quiet! einen 120-mm-Lüfter verbaut und nennt einen Geräuschpegel von maximal 20,7 dB(A). Die Schutzmechanismen decken Überstrom, Überspannung, Unterspannung, Kurzschluss, Überhitzung und Überlast ab. Es gibt vier Stecker für SATA-Laufwerke, zwei vierpolige Molex-Anschlüsse und einen Floppy-Stecker. Durstige Grafikkarten passen nicht in unser Konzept, weshalb wir den fehlenden PEG-Stecker nicht vermissen.



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Die CPUs: AMD Sempron 3850 und Athlon 5350

Bevor wir zum Mainboard kommen, müssen wir auf die Prozessoren oder genauer gesagt die SoCs eingehen. AMDs gesockelte Kabinis vereinen vier CPU-Kerne, die Grafikeinheit und den Chipsatz - Northbridge sowie Southbridge - in einem einzelnen Chip, was die Hauptplatinen recht simpel und billig macht. Obwohl AMD seine Jaguar-Architektur schon vor knapp einem Jahr vorgestellt hatte, dauerte es bis zum 9. April 2014, bis die gesockelten Prozessoren für den Desktop-Einsatz in den Handel kamen. Diese Chips werden mit Strukturgrößen von 28 nm gefertigt und verwenden den Sockel FS1b, den AMD kurz vor der Markteinführung in "AM1" umbenannt hat.
Abgesehen von den Taktraten gibt es keine Unterschiede zwischen den von uns ausgewählten SoCs Sempron 3850 und Athlon 5350. Beide umfassen vier Jaguar-Kerne und eine Grafikeinheit aus 128 Shader-Kernen. Alle CPU-Kerne teilen sich 2 MByte L2-Cache (16-fach assoziativ) und einen Speicherkanal mit der integrierten GPU. Um den Stromverbrauch und die Komplexität möglichst gering zu halten, verzichtet AMD auf eine dritte Cache-Ebene und den zweiten Speicherkanal. Zumindest wird DDR3-1600 unterstützt und mit AVX (Advanced Vector Extensions), BMI1 (Bit Manipulation Instructions Sets), CLMUL (Carry-less Multiplication), F16C, MOVBE (Move Big-Endian Instruction), AES-Beschleunigung und SSE 4a, 4.1 und 4.2 sind die CPU-Kerne auf einem aktuellen Stand. Der Datenpfad der FPU wurde mit Einführung der Jaguar-Architektur auf 128 Bit verbreitert. Dass die Rechenkerne Out-of-Order arbeiten und 64 Bit sowie Virtualisierung bieten, ist bei AMD selbstverständlich.
Um Strom zu sparen drosseln beide SoCs die Taktrate ihrer Rechenkerne im Leerlauf auf 800 MHz. Unter Last arbeitet der Sempron 3850 dann mit 1,30 GHz, während dem Athlon 5350 2,05 GHz vergönnt sind - zusätzliche Turbostufen gibt es nicht. Leider lassen sich die Multiplikatoren nicht ändern und der Basistakt bietet keinen nennenswerten Spielraum zum Übertakten. Die integrierte Grafiklösung auf Basis der aktuellen GCN-Architektur bezeichnet AMD in seinen Broschüren als "Radeon R3 Graphics", doch auch hier gibt es Taktunterschiede. Die integrierte GPU des Sempron 3850 taktet mit 450 MHz, während die Grafiklösung des Athlon 5350 mit 600 MHz arbeitet. In jedem Fall werden DirectX 11.2, OpenGL 4.3, OpenCL 1.2 und AMDs "Video Codec Engine" (VCE) geboten. Auch bezüglich der TDP macht AMD keinen Unterschied und bescheinigt beiden SoCs 25 Watt.
Beim integrierten Chipsatz spricht AMD von einem "Fusion Controller Hub" (FCH). Dieser umfasst zwei SATA-Ports mit 6 Gbps, zwei USB-3.0-Ports, acht USB 2.0-Ports und HD-Audio. Weitere Funktionen lassen sich über PCI-Express nachrüsten, welches die Kabinis in der zweiten Generation bieten. Leider gibt es nur 8 Lanes, von denen vier zur Anbindung einer Grafikkarte vorgesehen sind. Mit vier PCIe-2.0-Lanes erreichen wir lediglich 4 GB/s, während mit 16 PCIe-3.0-Lanes satte 32 GB/s möglich sind. Der Einbau einer schnellen Grafikkarten macht somit keinen Sinn, empfehlenswert sind lediglich Modelle in der Preisklasse bis 60 Euro.

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Angesichts von 25 Watt benötigen weder Sempron 3850 noch Athlon 5350 einen aufwändigen Kühler. AMD beschränkt sich daher auf einen kleinen Aluminiumblock und einen 10 mm hohen Lüfter mit 50 mm Durchmesser. Dieser verrichtet seine Arbeit zwar nicht lautlos, aber unauffällig. Selbst unter Volllast übertönten die Festplattenzugriffe das Lüftergeräusch. Da sich die Befestigung auf vier Schrauben beschränkt, ist der Austausch des Lüfter problemlos möglich. Auch der Kühlerwechsel ist ein Kinderspiel, da dieser nur von zwei Kunststoffstiften gehalten wird.



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Das Motherboard: ASUS AM1M-A

Unter den Hauptplatinen für den Sockel AM1 bietet das ASUS AM1M-A die rundeste Ausstattung. Das Motherboard nutzt das Micro-ATX-Format und ist 226 mm hoch, aber nur 170 mm breit. Das reicht für zwei DIMM-Slots und drei Erweiterungskartensteckplätze, aber dennoch wirkt das AM1M-A sehr zierlich. Dies liegt auch an dem kleinen CPU-Sockel, der simplen Wandlereinheit aus 1 plus 1 Phasen und dem fehlenden Chipsatz.

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Im Anschlusspanel des Mainboards finden wir einen PS/2-Anschluss für Maus oder Tastatur sowie zwei USB-3.0- und vier USB-2.0-Buchsen. Für USB 3.0 nutzt ASUS an dieser Stelle nicht die APU, sondern einen zusätzlichen Controller des Typs ASMedia ASM1042. Dazu kommen drei Bildschirmausgänge (HDMI, DVI und VGA), Gigabit-LAN (Realtek 8111GR) und drei analoge Audiobuchsen (Realtek ALC887-VD).

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Über DVI und VGA sind 1.920 x 1.200 Pixel bei 60 Hertz möglich, der HDMI-Anschluss ermöglicht darüber hinaus auch 4.096 x 2.160 Pixel bei 24 Hertz. Intern gibt es zwei DIMM-Slots für DDR3-1600/1333 sowie drei PCI-Express-Steckplätze der zweiten Generation. Der physikalische x16-Steckplatz ist allerdings nur über 4 PCIe-Lanes angebunden, da die Kabinis nicht mehr Lanes für die Grafikkarte zur Verfügung stellen.

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Es gibt zwei SATA-Ports mit 6 Gbps und einen Abgriff für zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse. Diese vier Schnittstellen werden vom SoC gestellt, gleiches gilt für die beiden Header, welche die USB-2.0-Ports fünf bis acht bereitstellen. Selbst ein paralleler (LPT) und ein serieller (COM) Anschluss werden geboten, dazu eine Kontaktleiste für das Trusted Platform Module (TPM).

Arbeitsspeicher und Laufwerke

Da AMDs Kabinis nur einen Speicherkanal besitzen, können wir uns ohne schlechtes Gewissen auf einen Speicherriegel beschränken - so bleibt ein DIMM-Sockel zum Aufrüsten frei. Wir haben uns für Microns Hausmarke Crucial entschieden, da dieser Speicher sehr zuverlässig und unkompliziert ist. Das 4-GByte-Modul ist einseitig bestückt und arbeitet als DDR3-1600 CL11-11-12-28.

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Bezüglich der Laufwerke mussten wir uns kompromissbereit zeigen. Eigentlich wollten wir das optische Laufwerk komplett weglassen, doch unsere Kollegen von HiQ Computer haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Kunden immer noch ein solches Gerät wüschen. Die Festplatte, Toshibas DT01ACA050, ist ein Balanceakt zwischen Preis und Geschwindigkeit. Aus Kostengründen begnügen wir uns mit 500 GB, bekommen aber immerhin 7.200 U/min und SATA 6 Gbps.

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Für die meisten Anwender sollte Toshibas DT01ACA050 ausreichen, doch wer mehr Speicherplatz benötigt oder einen besonders leisen PC für das Wohnzimmer sucht, sollte zu einer anderen Festplatte oder gar einem Solid-State-Laufwerk greifen. Die Komplettsysteme von HiQ Computer lassen sich hierfür flexibel anpassen.



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Testkonfiguration

Wir haben unsere Messungen mit Windows 7 Home Premium SP1 durchgeführt, der Patchlevel war März 2014. Das BIOS des ASUS AM1M-A wurde vor dem Test auf die Version 0602 aktualisiert. Da AMDs Chipsatztreiber der Version 14.4 mit AHCI-Problemen zu kämpfen hat, haben wir die aktuellsten Treiber verwendet, die ASUS für sein AM1M-A bereitstellt:

Stromverbrauch

Gesamtsystem Idle
Um den Stromverbrauch zu ermitteln, messen wir die Leistungsaufnahme des gesamten Systems über den Zeitraum einer Stunde. Wir geben also keine einmaligen Verbrauchsspitzen an, sondern den für die Praxis viel relevanteren Durchschnittswert. Der Bildschirm wurde in diesem Zeitraum weder abgedunkelt noch ausgeschaltet, bei den Notebooks war zudem Wireless-LAN aktiviert.
Stromverbrauch: Gesamtsystem Idle in W (geringere Werte sind besser)
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
13
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
14
HP 625
AMD Athlon II P360
17
HiQ System 900
Sempron 3850
22
HiQ System 950
Athlon 5350
22
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
30
Trotz des ATX-Netzteils und der Laufwerke im Desktop-Format begnügen sich die beiden PC-Systeme von HiQ mit einem Verbrauch von 22 Watt. Damit liegen sie zwischen den Notebooks und dem Desktop-PC mit dem Celeron G1620 aus der "Ivy Bridge"-Generation.
Gesamtsystem Volllast
Für die Lastmessung verwenden wir mit Prime95 27.9 einen rein synthetischen Lasttest. Prime95 nutzt die "Advanced Vector Extensions" (AVX) und generiert insbesondere im Lastszenario "In-place large FFTs" einen deutlich höheren Stromverbrauch als normale Programme. Angegeben wird abermals der Durchschnittsverbrauch, welcher im Rahmen einer einstündigen Messung ermittelt wurde.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
21
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
25
HiQ System 900
Sempron 3850
38
HP 625
AMD Athlon II P360
43
HiQ System 950
Athlon 5350
44
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
48
Auch unter Volllast machen die beiden Desktop-Computer von HiQ eine gute Figur. Das System 900 kann sich dank des Sempron 3850 sogar zwischen die Notebooks schieben, während das HiQ System 950 mit dem Athlon 5350 sechs Watt mehr verbraucht. Dennoch bleibt auch der große Kabini deutlicher unter 50 Watt.

Lautstärke

Aus einem Abstand von einem Meter haben wir einen Schallpegel von 30,5 dB(A) gemessen - das ist zwar nicht unhörbar, aber durchaus leise. Dabei sorgten nicht etwa die Lüfter für die Messspitzen, sondern die Festplattenzugriffe. Wer eine leisere Festplatte wählt oder gar ein Solid-State-Laufwerk verbaut, kann den Geräuschpegel problemlos unter 30 dB(A) drücken. Bei unserer Messung nutzten beide Testsysteme das Lüfterprofil "Standard". Dabei rotierte der Gehäuselüfter (92 mm) mit 775 U/min und der CPU-Lüfter (50 mm) mit 1.670 U/min.

Datendurchsatz: SATA/Festplatte und USB

Betrachten wir nun den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen und den USB-Anschlüssen. Am internen SATA-Anschluss vermessen wir sowohl die in den PCs verbaute Festplatte Toshiba DT01ACA050 500GB als auch ein SSD vom Typ Crucial M4 64GB (Firmware 0009).
An den USB-Anschlüssen kommt das selbe SSD in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Unterstützung zum Einsatz. Es handelt sich um das Modell RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B.
HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Crucial M4 64GB
SATA 6 Gbps
490.6
506.5
489.1
Crucial M4 64GB
USB 3.0 (ASMedia)
186.0
186.8
164.5
Crucial M4 64GB
USB 3.0 (AMD)
176.1
176.6
175.8
Toshiba DT01ACA050 500GB
SATA 6 Gbps
145.6
176.6
88.7
Crucial M4 64GB
USB 2.0 (AMD)
27.8
31.9
27.4
Toshibas DT01ACA050 (500 GB, 7200 U/min, SATA 6 Gbps) liefert eine wirklich gute Performance, was ein wenig über den Geräuschpegel hinwegtröstet. Doch erst im Zusammenspiel mit Crucials M4 64GB zeigen die Kabinis, dass ihre Schnittstellen durchaus mit anderen Desktop-Plattformen mithalten können. Welcher der beiden Prozessoren dabei zum Einsatz kommt, macht keinen Unterschied.



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Benchmarks: Synthetisch / SiSoft Sandra

SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Arithmetik
SiSoft Sandra ist eine umfangreiche Benchmark-Suite, die regelmäßig aktualisiert wird und daher auch die neuesten Techniken unterstützt. Die einzelnen Tests machen massiven Gebrauch von allen zur Verfügung stehenden Kernen und Threads. Wir verwenden die Version 2013.05.19.44 und beginnen mit der Prozessorleistung bei der Verarbeitung ganzer Zahlen. Hierbei kommt bereits AVX2 zum Einsatz.
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
HiQ System 950
Athlon 5350
34.10
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
33.61
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
28.32
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
25.02
HiQ System 900
Sempron 3850
21.70
HP 625
AMD Athlon II P360
15.53
Obwohl die Kabinis AVX beherrschen, greift SiSoft Sandra in diesem Test auf SSE 4.2 zurück. Dennoch kann der Athlon 5350 an Intels Core i3-4010U, der AVX2 und HyperThreading in die Waagschale wirft, vorbeiziehen. Dank seines höheren Taktes ist der Athlon 5350 gut 57 Prozent schneller als der Sempron 3850.
Die Gleitkommawertung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 basiert auf SSE3, das alle aktuellen Prozessoren beherrschen:
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
HiQ System 950
Athlon 5350
22.72
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
21.57
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
20.17
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
16.52
HiQ System 900
Sempron 3850
14.45
HP 625
AMD Athlon II P360
12.52
Auch die Whetstone-Messung kann der Athlon 5350 für sich entscheiden und liegt abermals gut 57 Prozent vor dem Sempron 3850. Der Aufpreis von 20 Euro ist somit gut investiert.
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Multi-Media
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 sind die Multimediamessungen von besonderem Interesse. Wir beginnen mit der Berechnung ganzzahliger Werte, für die die Software auf AVX2 zurückgreift.
Prozessorleistung Multi-Media Integer in MPixel/s
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
86.32
HiQ System 950
Athlon 5350
84.42
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
61.69
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
59.56
HiQ System 900
Sempron 3850
53.84
HP 625
AMD Athlon II P360
11.28
Die Multimedia-Messungen absolvieren die Kabinis mit AVX. Diesmal verfehlt der Athlon 5350 die Spitzenposition in unserem Vergleichsfeld - allerdings nur knapp. Einmal mehr beläuft sich sein Vorsprung auf den Sempron 3850 auf etwa 57 Prozent.
Für die Gleitkommamessung FP32 nutzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 dann FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Fließkomma FP32 in MPixel/s
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
88.40
HiQ System 950
Athlon 5350
53.68
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
43.35
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
39.23
HiQ System 900
Sempron 3850
33.99
HP 625
AMD Athlon II P360
18.79
Obwohl AMD die Gleitkommaleistung mit der Jaguar-Architektur verbessert hat, bleiben die kleinen Vierkerner gegen Intels Doppelkern-Haswell mit HyperThreading chancenlos. Diesmal ist der Athlon 5350 sogar um 58 Prozent schneller als der Sempron 3850.
Auch für Berechnungen mit doppelter Genauigkeit - Double FP64 - verwendet SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bereits FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Double FP64 in MPixel/s
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
51.43
HiQ System 950
Athlon 5350
28.46
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
23.23
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
20.71
HiQ System 900
Sempron 3850
18.00
HP 625
AMD Athlon II P360
10.06
Abermals bügelt Intels Core i3-4010U unsere Kabinis, zugleich bleibt der Vorsprung des Athlon 5350 auf den Sempron 3850 bei 58 Prozent.
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Speicherbandbreite
Für die Messung der Speicherbandbreite setzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 auf AVX2 und FMA2 - sofern der Prozessor diese Befehlssatzerweiterungen beherrscht.
Speicherbandbreite Integer/Flie▀komma in GB/s
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
2 x DDR3-1333CL9
17.39
17.39
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
1 x DDR3-1600CL11
10.37
10.66
HP 625
AMD Athlon II P360
2 x DDR3-1066CL7
7.66
7.65
HiQ System 950
Athlon 5350
5.56
5,54
HiQ System 900
Sempron 3850
5,38
5,36
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
1 x DDR3-1600CL11
5.35
5.37
AMDs Kabinis sind auf einen Speicherkanal limitiert und müssen sich trotz DDR3-1600 hinten anstellen. Der CPU-Takt spielt hierbei keine große Rolle, so dass der Speicherdurchsatz des Athlon 5350 nur um 3,4 Prozent höher ausfällt als der des Sempron 3850. Übrigens: Acer liefert das Aspire E1-572-34014G50Dnkk mit einem einzelnen 4-GByte-Modul aus, obwohl der Core i3-4010U zwei Speicherkanäle besitzt. Die Haswell-CPU hat also noch Luft nach oben!



Projekt & Test: Zwei moderne Komplett-PCs unter 250 Euro - Druckansicht - Seite 7 von 9

Benchmarks: TrueCrypt, Rendering, Raytracing, OpenCL

TrueCrypt 7.1a
Zum Test der Kryptographieleistung verwenden wir das frei erhältliche Programm TrueCrypt in der Version 7.1a. TrueCrypt kann sowohl komplette Datenträger als auch einzelne Dateien verschlüsseln, zudem beinhaltet die Software eine Benchmarkmessung. Mit dieser messen wir den Datendurchsatz (Puffergröße: 100 MB) und beginnen mit AES. Prozessoren mit AES-Beschleunigung, schnellem Cache und flottem Speicher sind hier klar im Vorteil.
TrueCrypt 7.1a - AES in MB/s
HiQ System 950
Athlon 5350
1200
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
1000
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
935
HiQ System 900
Sempron 3850
813
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
233
HP 625
AMD Athlon II P360
181
Vier Kerne und AES-Beschleunigung spülen den Athlon 5350 ganz nach vorne, doch auch der Sempron 3850 schlägt sich ordentlich. Zwischen den beiden Kabinis liegt ein Leistungsunterschied von knapp 47,6 Prozent.
Im zweiten Durchlauf von TrueCrypt 7.1a wiederholen wir unsere Messung mit Serpent (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Serpent in MB/s
HiQ System 950
Athlon 5350
142
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
107
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
104
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
91.3
HiQ System 900
Sempron 3850
90.1
HP 625
AMD Athlon II P360
86.8
Abermals profitieren die Kabinis von ihren vier Kernen. Der Athlon 5350 führt das Testfeld weiterhin an und liegt diesmal wieder um fast 58 Prozent vor dem Sempron 3850.
Für die abschließende Messung verwendet TrueCrypt 7.1a die Twofish-Verschlüsselung (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Twofish in MB/s
HiQ System 950
Athlon 5350
229
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
167
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
165
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
161
HiQ System 900
Sempron 3850
144
HP 625
AMD Athlon II P360
131
Auch den dritten Kryptografietest gewinnt der Athlon 5350 mit einem deutlichen Vorsprung. Sein Datendurchsatz fällt um 59 Prozent höher aus als der des Sempron 3850.
Cinebench 11.529 64-Bit
Mit dem Benchmark Cinebench 11.529 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Dabei profitiert Cinebench 11.529 insbesondere von möglichst vielen Kernen und Threads.
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads; 1 Thread in CB)
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
2.18
1.12
HiQ System 950
Athlon 5350
2.04
0.54
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
1.87
0.75
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
1.49
0.39
HiQ System 900
Sempron 3850
1.32
0.34
HP 625
AMD Athlon II P360
1.23
0.63
Cinebench offenbart die magere Rechenleistung der einzelnen Kabini-Kerne. Da es immerhin vier davon gibt, schlagen sich die Prozessoren im Multi-Thread-Durchlauf recht ordentlich, der Athlon 5350 ist dabei um 55 Prozent schneller als der Sempron 3850. Wird nur ein Thread genutzt, steigt diese Differenz auf 59 Prozent an.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden auch hier die 64-Bit Variante der Software, die sehr stark von zusätzlichen Kernen und Threads profitiert.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (X Threads; 1 Thread in PPS)
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
420.35
211.64
HiQ System 950
Athlon 5350
362.06
93.24
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
357.61
160.39
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
265.54
68.15
HP 625
AMD Athlon II P360
245.42
124.05
HiQ System 900
Sempron 3850
229.13
59.01
Povwin liegt den Kabinis weniger und der Athlon 5350 kann sich nur mit Mühe gegen den Core i3-4010U behaupten. In beiden Durchläufen liegt der Athlon 5350 um 58 Prozent vor dem Sempron 3850.
LuxMark 2.0 (OpenCL)
Das quelloffene Benchmark-Programm LuxMark ist eine bequeme Möglichkeit, den LuxRenderer zu testen. Wir verwenden die Version 2.0, welche die Rendering-Engine SLG2 verwendet. LuxMark ist zu 100 Prozent OpenCL und kann seine Berechnungen wahlweise auf dem Grafikchip, den CPU-Kernen oder beiden zusammen ausführen. Wir wählen die komplexe Szene "Room" und machen uns an die Messung.
LuxMark 2.0 "Room" - GPU/CPU/kombiniert in 1000 Dreicke pro Sekunde
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
152
100
180
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
71
79
117
HiQ System 950
Athlon 5350
38
77
98
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
41
63
97
HiQ System 900
Sempron 3850
30
59
88
HP 625
AMD Athlon II P360
0
42
0
In Hinblick auf LuxMark 2.0 hatten wir hohe Erwartungen an AMDs A4-5000, denn dieser Test sollte eigentlich die Paradedisziplin einer APU sein. Doch weder der Grafikkern noch die Kombination aus CPU- und GPU-Kernen sind in der Lage, Intels Celeron G1620 zu bezwingen. Dank seiner 20 Shader-Kerne kann der HD 4400 des Core i3-4010U das Ergebnis des Celeron nochmals verdoppeln und dominiert diesen Test eindeutig. Der Athlon II P360 besitzt keinen Grafikkern, weshalb wir hier nur das CPU-Ergebnis präsentieren können.



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Spiele

Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von "Street Fighter IV" erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von "Street Fighter IV" laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.
Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.280 x 720 Bildpunkte.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
49.80
HiQ System 950
Athlon 5350
48.00
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
42.74
HiQ System 900
Sempron 3850
41.83
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
34.32
HP 625
AMD Athlon II P360
16.72
Alle Kabinis erreichen eine spielbare Framerate und der Athlon 5350 muss sich nur dem Core i3-4010U geschlagen geben. Verglichen mit dem Sempron 3850 fällt seine Framerate um 14,75 Prozent höher aus.
Doch was passiert, wenn wir die Auflösung auf 1.600 x 900 Bildpunkte anheben? Das HP 625 setzt in diesem Durchgang aus, da sein Display maximal 1.366 x 768 Pixel darstellen kann.
Street Fighter IV in fps (1600x900, kein AA, kein AF, hoch/max)
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
37.82
HiQ System 950
Athlon 5350
37.12
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
32.80
HiQ System 900
Sempron 3850
31.92
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
25.51
Wieder liegt der Athlon 5350 nur knapp hinter Intels Core i3-4010U, zudem bleiben alle Kabinis über der Marke von 30 fps. Der Abstand zwischen Athlon 5350 und Sempron 3850 ist auf 16,3 Prozent angewachsen.
Zum Abschluss versuchen wir uns noch an Full-HD, also 1.920 x 1.080 Pixel:
Street Fighter IV in fps (1920x1080, kein AA, kein AF, hoch/max)
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
29.44
HiQ System 950
Athlon 5350
28.92
HiQ System 900
Sempron 3850
24.74
Diesmal liegen alle Ergebnisse unterhalb von 30 fps, doch mit einer verringerten Qualität könnten wir zumindest mit Core i3-4010U und Athlon 5350 noch auf spielbare Frameraten kommen. Mit dem Sempron 3850, der um knapp 17 Prozent zurückliegt, dürfte dies nicht gelingen.
Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Auch AMDs Mobility Radeon HD 4250, welche im HP 625 zum Einsatz kommt, muss diesmal passen. Für unsere Messung wählen wir eine geringe Qualität und verzichten auf die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung der Texturen.
SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Abermals beginnen wir mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten.
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
25.3
HiQ System 950
Athlon 5350
24.7
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
22.5
HiQ System 900
Sempron 3850
21.9
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
21.1
Trotz geringer Qualitätsstufe reicht es bei keinem Prozessor für eine spielbare Framerate. Die beiden Durchläufe mit 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkten haben somit keinen praktischen Nutzen und wurden nur der Vollständigkeit halber durchgeführt.
Alien vs Predator in fps (1600x900, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
HiQ System 950
Athlon 5350
16.5
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
16.3
HP 17-e069sg
AMD A4-5000
15.0
HiQ System 900
Sempron 3850
14.7
Desktop-PC
Intel Celeron G1620
13.9
Mit 1.600 x 900 Bildpunkten kann sich der Athlon 5350 erstmals an die Spitze unseres Testfelds setzen, auch wenn dies bei 16,5 fps ein rein kosmetischer Gewinn ist.
Alien vs Predator in fps (1920x1080, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
HiQ System 950
Athlon 5350
11.5
Acer Aspire E1-572
Core i3-4010U
11.4
HiQ System 900
Sempron 3850
10.5
Der Athlon 5350 scheint Blut geleckt zu haben und setzt sich auch bei 1.920 x 1.080 Bildpunkten ganz vorne fest. Allerdings wird auch überdeutlich, dass der integrierte Grafikkern des schnellsten Kabini echte Spieler nicht zufriedenstellen kann.



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Soundcheck
Bevor wir unser Fazit ziehen, wollen wir uns noch anhören, was der HD-Audio-Codec Realtek ALC887-VD auf dem ASUS AM1M-A zu leisten im Stande ist. Zum Vergleich ziehen wir das MSI Z77A-GD65 heran, welches uns im Zusammenspiel mit dem Intel Celeron G1620 bereits einige Vergleichswerte geliefert hat.
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 ASUS AM1M-AMSI Z77A-GD65
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,03 dB
-0,06 dB
+0,19 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-92,9 dBA-100,0 dBA
Dynamikbereich
(grö▀er=besser)
92,9 dBA100,2 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0049 %0,070 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,012 %0,052 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,7 dB-82,5 dB
Der Realtek ALC898 auf dem MSI Z77A-GD65 bietet zwar einen größeren Signal-Rauschabstand und Dynamikbereich, doch die übrigen Messwerte kann das preiswerte ASUS AM1M-A für sich entscheiden. Insbesondere die Kanaltrennung und der Klirrfaktor sind ASUS überdurchschnittlich gut gelungen.

Fazit

Mit den gesockelten Kabinis hat uns AMD eine spannende Möglichkeit eröffnet, sehr preiswerte und energieeffiziente Desktop-PCs zu bauen, ohne dabei auf moderne Schnittstellen oder aktuelle Befehlssatzerweiterungen verzichten zu müssen. Das SoC-Konzept der kleinen Prozessoren überzeugt und liefert eine alltagstaugliche Rechen- und Grafikleistung für Büroaufgaben, das Surfen im Internet und typische Multimedia-Anwendungen. Insbesondere moderne Software, die mehrere Kerne nutzt, läuft überraschend flott. Ist ein Programm hingegen auf einen einzelnen Thread limitiert, macht sich die geringe Rechenleistung der einzelnen Kerne schon mal bemerkbar. Dies gilt insbesondere für den Sempron 3850. Der Athlon 5350 bietet im Schnitt eine um 55 Prozent höhere Rechen- und eine um knapp 16 Prozent höhere Grafikleistung bei einem moderaten Aufpreis von 20 Euro. Dennoch: Für die meisten Einsatzgebiete reichen beide Kabinis aus und sind mit einem Systemverbrauch von 22 Watt im Leerlauf und 38 bzw. 44 Watt unter Volllast deutlich sparsamer als andere Desktop-PCs.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Mit einem Mini-ITX-Konzept inklusive Steckernetzteil lässt sich der Stromverbrauch noch weiter reduzieren, doch wir wollten in diesem Projekt einen klassischen Mikro-Tower zusammenstellen, der sich später auch noch erweitern lässt. Bei HiQs System 900 (Basic) und System 950 (Basic) gibt es Platz für drei Steckkarten und vier zusätzliche Laufwerke - drei im 2,5-Zoll-Format sowie eine weitere 3,5-Zoll-Festplatte. Da die Kabinis nur über zwei SATA-Anschlüsse verfügen, wird für weitere interne Datenträger allerdings ein zusätzlicher SATA-Controller benötigt. Auch aus diesem Grund bitten wir, die beiden Laufwerke nur als Vorschlag zu betrachten, der ein möglichst großes Einsatzgebiet abdecken soll. Jeder Benutzer hat andere Ansprüche und sollte die Systeme entsprechend anpassen. Das Nachrüsten einer Grafikkarte kann ebenfalls Sinn machen, man sollte dabei allerdings zu einem Modell auf AMD-Basis greifen und nicht mehr als 60 Euro investieren.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Da wir an der Zusammenstellung von HiQs System 900 (Basic) und System 950 (Basic) aktiv beteiligt waren, werden wir auf eine Bewertung verzichten. Dass wir diese beiden PC-Systeme als empfehlenswert erachten, dürfte sich von selbst verstehen, denn sonst hätten wir uns diese Arbeit gar nicht gemacht. Wir hoffen, dass wir mit diesem Testbericht zumindest bei einigen Lesern das Interesse für AMDs unterschätzte Kabini-Plattform wecken konnten.
In einem Satz: Günstig, energieeffizient und ausreichend flott - zwei PCs für Sparfüchse.



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