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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 1/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Mit dem Begriff "Multimedia" werben PC-Hersteller schon lange, doch nur wenige Benutzer kamen zu Zeiten des 486ers auf die Idee, eine grau-beige Kiste mit röhrend lautem Netzteil in ihr Wohnzimmer zu stellen - zumal außer Mäusekino im Briefmarkenformat und die unkompfortable Wiedergabe von Audi-CDs über rauschende Soundkarten kaum ein Nutzen zu erkennen war. Das hat sich mit dem Siegeszug des Internets und der zunehmenden Digitalisierung der Unterhaltungselektronik grundlegend geändert. Heutzutage verbringen die Menschen mehr Zeit im Internet als vor dem Fernseher, Video-, Audio- und Bilddateien liegen in digitalen Formaten vor und moderne Flachfernseher bieten VGA-, DVI- oder HDMI-Anschlüsse, wodurch sie eher einem Monitor als einem klassischen Fernseher gleichen. Moderne PCs spielen und erstellen CDs und DVDs, zeichnen TV-Programme auf, verwalten die Fotos und Medien ihrer Benutzer, dienen als Spielekonsole und liefern nicht nur eine gute Bild-, sondern auch eine hochwertige Audio-Qualität. Ihre Daseinsberechtigung im Wohnzimmer ist gegeben, nur drei Punkte stören noch: Ein Wohnzimmer-PC sollte leise sein, in einem schicken Gehäuse stecken, welches sich an der Unterhaltungselektronik orientiert, und weitgehend fernbedienbar sein. All dies bieten die sogenannten HTPC-Gehäuse.

Der Home-Theater PC orientiert sich an Desktop-Gehäusen bzw. Servergehäusen im 19-Zoll Format. Statt in die Höhe geht ein solcher PC in die Breite und fügt sich somit in die bereits vorhandene HiFi- und Heimkinolandschaft ein. Wir werden uns heute drei dieser Gehäuse ansehen, die auf Basis von handelsüblichen ATX oder Micro-ATX Mainboards einen modernen PC in ein Stück Unterhaltungselektronik verwandeln.

Das Testfeld im Überblick
Anhand der Eckdaten verschaffen wir uns zunächst einmal einen Überblick über das Testfeld. Obwohl sich alle drei Gehäuse für die Verwendung von ATX-Mainboards eignen, verwirklichen die Hersteller hier ganz unterschiedliche Formate und Konzepte.

  3R Systems
HT1100
Cooler Master
CM260
Silverstone
LC20-M
Maße in mm
(BxHxT)
435 x 147 x 458 430 x 88,9 x 440 430 x 170 x 430
Gewicht in kg 6,0 6,0 7,0
Mainboards ATX, Micro-ATX ATX, Micro-ATX ATX, Micro-ATX
Laufwerksschächte
extern
1x 5,25" 1x 5,25"
1x 3,5"
2x 5,25"
1x 3,5"
Laufwerksschächte
intern
2x 3,5" 2x 3,5" 6x 3,5"
Lüfterplätze
vorne
- - 2x 92/80 mm
Lüfterplätze
seitlich
1x 80 mm 1x 60 mm 1x 80 mm
Lüfterplätze
hinten
2x 60 mm,
1x 80 mm
- 2x 80 mm
Lüfterplätze
oben
- 2x 70 mm -
Lüfter
im Lieferumfang
1x 80 mm,
1x 60 mm
2x 70 mm,
1x 60 mm
-
Frontanschlüsse 2x USB 2.0,
1x Firewire,
Mikrofon,
Kopfhörer
2x USB 2.0,
1x Firewire,
Mikrofon,
Kopfhörer
4x USB 2.0,
1x Firewire,
Mikrofon,
Kopfhörer
Kartenleser CF, MD, SMC,
SD, MMC, MS
- -
Display,
Fernbedienung
Soundgraph iMON Soundgraph iMON Soundgraph iMON
Besonderheiten - Risercard
für AGP/PCI
-

Der wesentliche Unterschied zwischen den drei Gehäusen ist die Bauhöhe. Während das Silverstone La Scala SST-LC20S-M im Inneren an ein typisches 19-Zoll Servergehäuse erinnert und viel Platz bietet, wird es aufgrund seiner Bauhöhe von 170 mm nur in wenigen HiFi-Racks Platz finden. Das HT1100 von 3R Systems verlagert das Netzteil vor das Mainboard und kann dadurch die Höhe auf 147 mm reduzieren. Cooler Master geht ähnlich vor und kommt bei seinem CM260 sogar mit lediglich 88,9 mm Bauhöhe aus. Wir werden sehen, welche Variante sich in der Praxis am besten bewährt.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Silverstone La Scala SST-LC20S-M: Lieferumfang
Wir beginnen diesen Vergleich nicht in alphabetischer Reihenfolge, sondern arbeiten uns von dem größten bis zum kleinsten Gehäuse vor. Die Abmessungen des Silverstone La Scala SST-LC20S-M erinnern an ein typisches Desktop-Gehäuse, das Gewicht ist aufgrund der Aluminiumkonstruktion allerdings etwas geringer. Dennoch wird wohl kaum jemand mit seinem HTPC auf eine LAN gehen. Extern bietet das LC20-M Platz für zwei Geräte im 5,25-Zoll Format - z.B. einen DVD-Brenner und ein DVD-Laufwerk - sowie ein Geräte im 3,5-Zoll Format - z.B. ein Diskettenlaufwerk oder einen Cardreader. Das sollte ausreichend sein. Zudem können im Innenraum bis zu sechs Festplatten montiert werden, sicher auch mehr als genug Speicherplatz für die heimische Musik und Filmsammlung.


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Mit Hilfe von bis zu fünf Lüftern kann man sein Gehäuse ausreichend gut durchlüften. Silverstone verzichtet leider auf 100 oder 120 mm Lüfter, die bei gleichem Luftdurchsatz leiser arbeiten als Modelle mit kleinerem Durchmesser, obwohl die Bauhöhe des Gehäuses dies zugelassen hätte. Doch auch mit langsam drehenden 92 oder 80 mm Lüftern sollte sich ein leiser Betrieb bewerkstelligen lassen. Mit vier USB, einem Firewire und zwei Audioanschlüssen (Mikrofon und Kopfhörer) auf der Gehäusefront bietet Silverstone zahlreiche Anschlußmöglichkeiten, die es dem Benutzer ersparen, hinter sein Gehäuse kriechen zu müssen.

Lieferumfang
Im Lieferumfang finden wir neben dem Silverstone La Scala SST-LC20S-M die folgenden Dinge:


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Silverstone liefert somit fast alles, was man zur Inbetriebnahme des Gehäuses benötigt, mit. Zur Komplettierung würde noch ein Paar passende AAA-Batterien für die Fernbedienung beitragen, auch die Beigabe von ein oder zwei Lüftern wäre wünschenswert.


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Vorbildlich ist die mehrsprachige, auf festem Papier gedruckte Bedienungsanleitung, welche in 24 bebilderten Schritten einfach und verständlich den Einbau der Hardware und anschließend die korrekte Verkabelung erklärt. Die zusätzlichen Lüftergitter halten Finger und Kabel von den rotierenden Flügeln fern.

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Silverstone La Scala SST-LC20S-M: Das Äußere #1
Das Design des LC20M ist schlicht und zugleich äußerst elegant. Man könnte meinen, die Front bestehe aus einer einzigen, ca. 4 mm starken, geschwungenen Aluminium-Platte, in die ein Streifen aus schwarzem Plexiglas eingelassen ist.


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Tatsächlich hat Silverstone aber noch zwei Klappen versteckt. Hinter der oberen finden zwei optische Laufwerke Platz, die untere Klappe verbirgt die Frontanschlüsse, den Restknopf und die Einbaubucht für das externe 3,5-Zoll Laufwerk.


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Hinter dem Plexiglas befindet sich das Display, sowie die Power- und HDD-LED. Mit diesem Design fügt sich das Gehäuse perfekt in das heimische Wohnzimmer ein.


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Silverstone La Scala SST-LC20S-M: Das Äußere #2
Gerade bei diesen beiden Klappen hat Silverstone viel Sorgfalt investiert, denn sie sind nicht einfach mit zwei Scharnieren befestigt, sondern wurden mit einem Widerstand versehen, der dafür sorgt, daß die Klappen beim Öffnen nicht einfach auffallen. Ein leichter Druck auf die Klappe läßt diese herabsinken. Im linken, unteren Teil der Front findet man den ebenfalls aus Aluminium gefertigten Einschaltknopf, der leider einen etwas zu weichen Druckpunkt aufweist.


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Der Rest des Gehäuses ist passend zur gebürsteten Aluminiumfront silbern lackiert. Links und rechts findet man Gitter zur Belüftung des Gehäuses. Wer sein Gehäuse in ein HiFi-Rack stellt, dessen Seiten geschlossen sind, muß allerdings beachten, daß bei einer solchen Konstellation durch diese Einlässe keine oder nur wenig Luft hineinkommt. Auch die Unterseite des LC20-M wurde lackiert und nicht, wie bei vielen anderen Gehäusen, in Blech ausgeführt. Zudem finden wir hier vier gummierte Standfüße, die für einen sicheren Stand und eine gute Entkopplung sorgen.


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Das Gehäuse ist sauber verarbeitet. Alles, selbst der Einschaltknopf, ist abgerundet und man findet keine scharfen Kanten, an denen man sich unschöne Verletzungen zuziehen könnte.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Silverstone La Scala SST-LC20S-M: Der Einbau der Hardware #1
Nachdem man auf der Rückseite vier Schrauben, welche leider keine Thumbscrews sind, entfernt hat, kann man den Deckel zurückschieben und abheben.


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Die Anleitung empfiehlt, mit dem Einbau der optischen Laufwerke zu beginnen. Dazu muß man einen mit zwei Schrauben befestigten Laufwerkskäfig entfernen. In ihm sind zwei wiederverwendbare Laufwerksblenden montiert, wovon wir eine durch ein DVD-Laufwerk ersetzen. Silverstone setzt bei der Montage auf Schrauben und bietet leider kein Schienensystem an, was den Einbau erleichtern würde. Dabei sollte man allerdings auch bedenken, dass man die Hardware in seinem HTPC wohl nicht besonders oft wechseln wird. Unter dem 5,25-Zoll Laufwerkskäfig findet sich ein weiterer für das externe 3,5-Zoll Laufwerk.


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Bei der Montage der Festplatten geht man analog zu dem bisher Gesagten vor: Laufwerkskäfig ausbauen, Festplatte festschrauben und den Käfig wieder einbauen. Möchte man auf den mittleren Käfig zugreifen, so muß man zuerst die Strebe in der Mitte des Gehäuses entfernen, die dem LC20-M zusätzliche Stabilität und Steifigkeit geben soll.


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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Silverstone La Scala SST-LC20S-M: Der Einbau der Hardware #2
Das Mainboard kann nach dem Eindrehen mehrerer Abstandshalter fixiert werden, auch beim Netzteil und den Erweiterungskarten läuft die Montage wie bei einem Standardgehäuse ab. Ungewöhnlich ist nur, daß das Netzteil nicht neben der CPU sondern in Nachbarschaft der PCI Steckplätze verbaut wird.


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Um die Fernbedienung und das Display nach dem Aufbau auch nutzen zu können, muß man diese per USB anschließen. Dabei steht einem ein normaler USB-Stecker zur Verfügung, dessen Kabel aus dem Gehäuse herausgeführt und auf der Rückseite in eine USB-Buchse des Mainboards gesteckt werden muß. Sinnvoller scheint uns der Anschluß an einen internen USB-Header auf dem Mainboard, ein passender Adapter liegt dem Gehäuse bei.


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Zur Stromversorgung des Displays - und damit wir den HTPC vom Sofa aus per Fernbedienung einschalten können - muß man einen Adapter zwischen den ATX-Stromanschluß des Mainboards und den Stromstecker des Netzteiles einstecken. Dieser Adapter eignet sich sowohl für 20-polige, als auch für den 24-polige Stromanschlüsse.

Damit der Einschaltimpuls von der Fernbedienung auch das Mainboard erreicht, wird der Stecker des Einschaltknopfes mit dem Frontmodul verbunden und dann ein weiteres Kabel vom Frontmodul zum Mainboard geführt. Nach dem Anschluss der IDE-Kabel und Stromstecker hat man den Einbau der Hardware erfolgreich abschlossen. Abgesehen von der Einbindung des Displays unterscheidet sich der Zusammenbau des Silverstone La Scala SST-LC20S-M kaum von dem eines normalen Desktop PCs.


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Die Luftführung des LC20M ähnelt im wesentlichen einem auf die Seite gedrehten Midi-Tower und ist dementsprechend effektiv. Zwischen Gehäusefront und den Festplattenkäfigen kann man zwei 92 mm Lüfter anbringen, welche die maximal sechs möglichen Platten optimal kühlen. Die Lufteinlässe hierfür befinden sich im Boden vorne unter der Front. Die Luft, die man an dieser Stelle sinnvollerweise ansaugen sollte, wird auf der Rückseite über zwei 80 mm Lüfter aus dem Gehäuse geführt, ein weiterer 80 mm Lüfter führt die Luft zur Seite hin ab. Somit sollte sich auch ein SLI/Corssfire-System mit Dualcore-Prozessor in diesem Gehäuse problemlos betreiben lassen.

Für den Radiator einer möglichen Wasserkühlung sehen wir leider keinen Platz, von daher müsste dieser extern aufgestellt werden. Falls man eine passive Variante wie den Cape Cora oder Innovatek Konvekt-O-Matik verwendet, lässt sich sicher ein leises System aufbauen. Dieses Gehäuse kann von oben und von der Seite zugestellt werden, was im Wohnzimmer oder im HiFi-Rack ja durchaus vorkommen kann. Solange man die Rückseite sowie die Front für den Lufttransport frei läßt, sollte es keine Probleme in Hinblick auf die Kühlung geben.

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Silverstone La Scala SST-LC20S-M: Display und Fernbedienung
Mit der Fernbedienung lässt sich nicht nur die mitgelieferte Mediacenter-Software steuern, es können auch andere Programme eingebunden werden, so daß der Benutzer im Prinzip auch ohne Maus und Tastatur auskommt. Da alle drei Testgehäuse die selbe Software verwenden, werden wir diese später detailliert vorstellen und uns zunächst auf das Display und die Fernbedienung beschränken.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand. Der Winkel, aus dem die Fernbedienung anspricht, ist ausreichend. Der Druckpunkt der Tasten ist für unseren Geschmack etwas zu weich. Die Tasten haben zum Teil unterschiedliche Formen und Größen, dennoch ist die haptische Erfassung nicht einfach, da es sehr viele Tasten gibt. Drückt man eine Taste der Fernbedienung, so wird der Befehl auf dem Display quittiert.


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Das Display des Silverstone La Scala SST-LC20S-M ist hinter dem linken Teil des Plexiglases eingelassen und lässt sich aus nahezu jedem Blickwinkel ablesen. Blickt man von oben herab, so bricht sich das Licht der 2x16 Zeichen an den abgerundeten Kanten des Kunststoffes.


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Die Anzeigeoptionen des Displays sind sehr vielfältig. Dazu gehören Systeminformationen, Datum und Uhrzeit, News, Wetter oder ein graphischer Equalizer. Weiterhin kann auch noch der Status eingerichteter Email-Postfächer dargestellt werden.

Zunächst gab es Probleme, das Display mit der mitgelieferten Software in Betrieb zu nehmen. Ein Update aus dem Internet sorgte für Abhilfe, zudem stand uns nun eine deutschsprachige Version zur Verfügung.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Lieferumfang
Das Gehäuse von 3R Systems ist 23 mm flacher als das Modell von Silverstone. Das mag sich nicht nach einem großen Unterschied anhören, doch aufgrund der niedrigeren Höhe ist es wesentlich einfacher, ein passendes HiFi-Rack zu finden. Doch dieses Format bringt dem HT1100 nicht nur Vorteile. Da ein um 90° gekipptes Netzteil höher ist als dieses Gehäuse, muß die Stromversorung horizontal verbaut werden und paßt - sofern man die gängige Breite von HiFi-Komponenten (43 cm) einhalten möchte, nicht mehr neben ein ATX-Mainboard. 3R Systems platziert das Netzteil daher vor dem Mainboard und muß damit leben, daß das HT1100 dadurch 28 mm tiefer wird als Silverstones LC20-M.


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Das Gewicht fällt 1 kg leichter aus, dafür lassen sich aber auch deutlich weniger Laufwerke verbauen. Es gibt lediglich einen externen 5,25-Zoll Schacht und zwei interne Buchten für 3,5-Zoll Festplatten. Da 3R Systems den Cardreader bereits in das Gehäuse integriert hat, muß man also lediglich auf ein Diskettenlaufwerk verzichten. Zwei USB 2.0-Anschlüsse, ein Firewire- und zwei Audioanschlüssen (Mikrofon und Kopfhörer) wurden hinter einer Klappe auf der Gehäusefront versteckt.

Lieferumfang
Im Lieferumfang finden wir neben dem 3R Systems HT1100 noch Folgendes:


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Inklusive der Batterien und Lüfter wird hier alles geboten, was für die Inbetriebnahme des Gehäuses benötigt wird. Allerdings ist die Anleitung von 3R Systems viel zu knapp und die Abbildungen sind unverständlich. Hinzu kommt die englische Sprache und der Umstand, daß der Einbau des Displays auf einer zweiten, knappen Anleitung dokumentiert wird, die keinerlei Bezug zu dem hier verwendeten Gehäuse hat. Anfänger werden mit dieser Dokumentation ihre liebe Not haben, hier ist Nachbesserung notwendig!

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 9/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Das Äußere #1
Das 3R Systems HT1100 wirkt deutlich schlanker als Silverstones LC20-M. Das Gehäuse ist zwar nur 23 mm flacher, es weist aber eine mehrfache horizontale Gliederung auf, die von der Höhe ablenkt und seine Breite betont.


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Das optische Laufwerk durchstößt die Gehäusefront auf der rechten Seiten auf Höhe des Displays und der Knöpfe und LEDs, die zusammen eine horizontale Fläche bilden. Natürlich würde die Plastiklade eines DVD-Laufwerkes die Front des Gehäuses ruinieren, um dennoch ein einheitliches Bild zu gewährleisten, legt 3R Systems eine Aluminiumblende bei, welche an der Schublade des optischen Laufwerkes befestigt wird.


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Am unteren Rand des Gehäuses befindet sich eine Klappe, die über die komplette Gehäusefront spannt und von einem Magneten gehalten wird. Hinter dieser befinden sich die Frontanschlüsse und der Kartenleser.


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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 10/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Das Äußere #2
Um die Klappe zu öffnen, muß man von vorne oder von der Seite zugreifen - die Verwendung eines Fingernagels ist beim Frontalangriff sinnvoll. Wir finden Silverstones Vorgehen, die Klappe auf Druck öffnen zu lassen und diese zusätzlich abzufedern, geschickter.


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An den Seiten verzichtet 3R Systems auf jegliche Öffnung, auch der Deckel zeigt sich als geschlossene Fläche. Sofern das Lüftungskonzept funktionert, ist dieses Vorgehen durchaus sinnvoll. Die seitliche Luftzufuhr wird von Phonomöbeln oft abgeschnitten, zudem bietet die Oberfläche solcher Geräte immer wieder eine willkommene Ablage und Lüftungskonzepte, welche den Gehäusedeckel verwenden, kommen nicht selten durch eine simple Fernsehzeitung gehörig ins Schwitzen.


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Auch 3R Systems setzt konsequent auf Aluminium, selbst bei den Knöpfen des Power-, Reset- und Auswurfschalters. Leider sind diese Knöpfe in der Bedienung etwas schwammig und ungenau, optisch sind sie ein echter Leckerbissen.


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Die Verarbeitung ist hochwertig, das HT1100 hat keine scharfen Kanten oder unschönen Details. Das Gehäuse wurde konsequent auf den Look hochwertiger Unterhaltungselektronik getrimmt - bis hin zu den Füßen.


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Wie das Silverstone La Scala SST-LC20S-M setzt auch das HT1100 von 3R Systems auf eine dicke Frontplatte, wirkt aber nicht ganz so modern, sondern eher etwas konservativ. Und da viele Audio-Enthusiasten ein solches Design bevorzugen, wird es mit Sicherheit viele Freunde finden.

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 11/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Der Einbau der Hardware #1
Gleich sechs kleine Schrauben halten den Deckel des 3R Systems HT1100 und diese sind so klein, daß unser ausgewachsener PC-Schraubenzieher eine Nummer zu groß ist. Wir wechseln das Werkzeug, entfernen den Deckel und staunen.


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Bereits der erste Blick in das HT1100 sorgt bereits für Verwunderung: Auf der linken Seite (von vorne betrachtet) befindet sich eine Abdeckung, in die ein Lüfter eingesetzt werden kann. Kommt hier das Netzteil hinein?


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Nein, 3R Systems versucht gängigen HiFi-Formaten gerecht zu werden und verbaut das Netzteil daher horizontal und nicht vertikal - das spart Höhe. Da das Netzteil nun nicht mehr neben das Mainboard paßt, verfrachtet es der Hersteller kurzerhand nach vorne. Das Netzteil saugt Luft aus dem Innenraum an, zudem bekommt es Frischluft durch ein Loch im Gehäuseboden.


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Doch was ist mit dieser seitlichen Abdeckung? Es handelt sich um einen Luftkanal, durch den die Abluft aus dem Gehäuse herausgeführt wird. Ein Verlängerungskabel verbindet das Netzteil mit der Rückseite des Gehäuses, wo 3R Systems einen 80 mm Lüfter verbaut hat, der die Abluft aus dem Gehäuse führt.


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Bei der Montage darf man daher keinesfalls vergessen, den Stromschalter des Netzteiles auf "an" zu stellen, ansonsten darf man nacher das ganze System nochmals auseinanderbauen. Zudem muß man aufgrund dieses Verlängerungskabels auf einen Ausschalter am Gehäuse verzichten. Die seitliche Öffnung des Luftkanals kann zur Montage eines weiteren 80 mm Lüfters genutzt werden, welcher die warme Luft aus dem Bereich des Mainboards abführt.

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 12/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Der Einbau der Hardware #2
Frischluft wird über zwei Öffnungen im Boden angesaugt, zudem sollten auf der Rückseite des Gehäuses zwei 60 mm Lüfter montiert werden, die Luft in das Gehäuse blasen.


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Im Prinzip führt 3R Systems die Luft somit U-förmig durch das Gehäuse: Rechts hinten wird die Frischluft angesaugt und zunächst zum Prozessor geführt, dann streift sie die Laufwerke, wird vom Netzteil aufgenommen und in den Luftkanal geblasen. Da 3R Systems für die Lüftung nur die Rückseite und den Boden verwendet, gibt es auch keine Probleme mit herkömmlichen HiFi-Racks - lediglich auf die Stelltiefe muß man achten. Soweit, so gut.


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Der Luftkanal soll die Luft nun aus dem Gehäuse führen, doch das funktioniert nur, solange der hintere 80 mm Lüfter schneller als der Netzteillüfter dreht. Dreht der hintere Lüfter langsamer, tritt die warme Luft durch die seitliche Öffnung des Luftkanals wieder in das Gehäuse ein. Dem kann man entgegenwirken, indem man an dieser Stelle ebenfalls einen 80 mm Lüfter montiert, doch dadurch wird der vom Netzteil kommende Luftstrom teilweise zurückgedrückt. Sinnvoller erscheint es uns, diese Öffnung zugunsten eines klar definierten Luftflusses zu verschließen - jedenfalls bei Mainboards mit onboard Grafikeinheit.


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Denn damit kommen wir zum nächsten Problem: Die Grafikkarte. Diese teilt das Gehäuse wie eine Wand in zwei Kammern auf und kommt nur schwer an Frischluft heran. Um einen Luftfluß zu schaffen, von dem auch die Grafikarte etwas hat, muß der optionale, seitlich in den Luftkanal einblasende 80 mm Lüfter nämlich montiert werden. Um dies tun zu können, muß der Luftkanal zunächst entfernt werden, doch leider halten ihn unzählige Schrauben am Gehäuse und diese sind nicht immer leicht zu erreichen. Wir verstehen durchaus, daß eine mehrfache Verschraubung des Luftkanals sinnvoll ist, da er dem Gehäuse zusätzliche Steifigkeit bringt, doch hier hat 3R Systems definitiv übertrieben!

Das Kühlkonzept des 3R Systems HT1100 ist komplex und bedarf deutlich mehr Erklärungen, als der Laie sie in der spärlichen Dokumentation erhält. Wenn man zwei langsam drehende 60 mm Lüfter in das Gehäuse einblasen läßt, ein ebenfalls langsam drehender 80 mm Lüfter seitlich in den Luftkanal bläst und der hintere 80 mm Lüfter ungebremst seine Arbeit verreichtet, ist die Kühlung auch im Zusammenspiel mit sehr leisen Netzteilen und schnellen Prozessoren erstaunlich effektiv und leise. Werden keine allzu anspruchsvollen Komponenten verbaut, reichen die beiden mitgelieferten Lüfter völlig aus - sofern man den seitlichen Lufteinzug des Luftkanals verschließt.

Nachdem das Belüftungskonzept steht, können wir uns dem Einbau zuwenden. Zunächst entfernt man die Netzteilhalterung, welche mit zwei Schrauben am Luftkanal befestigt ist. Diese wird nun am Netzteil verschraubt.


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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 13/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Der Einbau der Hardware #3
Nun lösen wir die vier Schrauben, die den Laufwerkskäfig halten. Auch 3R Systems verzichtet auf Schienen oder andere Befestigungshilfen, die Festplatten und das optische Laufwerk werden schlicht und einfach mit jeweils vier Schrauben befestigt. Bevor wir aber den Laufwerkskäfig einsetzen, bauen wir das Mainboard und das Netzteil ein.


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Die Abstandshalter für gängige Mainboardformate wurden bereits montiert, ist einer dieser Abstandshalter zuviel, muß er entfernt werden. Der Einbau des Mainboards erfolgt wie bei allen anderen Gehäusen, allerdings sollte man sich Towerkühler in diesem Gehäuse aus dem Kopf schlagen, da diese einfach zu hoch sind.


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Es ist jetzt an der Zeit, das Power-Kabel vom Mainboard zum Display zu führen. Auch der Stromadapter, den wir vom Silverstone La Scala SST-LC20S-M her kennen, sollte nun auf dem Mainboard aufgesteckt und am Display angeschlossen werden. Danach bauen wir das Netzteil ein, da wir es leichter einsetzen können, solange der Laufwerkskäfig noch nicht eingebaut wurde. Zuletzt setzen wir die Laufwerke ein und verschrauben den Käfig mit dem Boden des Gehäuses.

Bei der Wahl des Netzteiles sollte man sich für ein Modell mit wenigen oder abnehmbaren Kabelsträngen entscheiden. Was passiert, wenn ein Netzteil mit zahlreichen Kabelsträngen im 3R Systems HT1100 auf ein ATX-Mainboard trifft, haben wir ausprobiert und es ist kein schöner Anblick:


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Die überzähligen Kabel nehmen Platz weg, den man schlicht und einfach nicht hat. Stopft man sie unter das Netzteil, behindert man den Lufteinzug und es besteht die Gefahr, daß sich ein Kabel in den Netzteillüfter verirrt. Der Platz zwischen Netzteil und Laufwerkskäfig ist zu eng, auf dem Mainboard können wir den Kabelsalat auch nicht ablegen... Sicher, mit einiger Mühe kann man alle Kabel irgendwo hinquetschen, doch diesen Aufwand sollte man sich lieber ersparen.
Wir haben einen zweiten Aufbau durchgeführt, diesmal hat das Netzteil abnehmbare Kabel und das Mainboard nur das Micro-ATX Format:


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Na, das sieht doch gleich VIEL besser aus. So macht das 3R Systems HT1100 auch wieder Spaß. Wir raten dringend dazu, Netzteil und Mainboard sorgfältig auszuwählen!


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Zuletzt verkabeln wir den USB-Anschluß des Displays und den des Kartenlesers mit einem USB-Header auf dem Mainboard, ein zweiter USB-Header wird mit den Frontanschlüssen verbunden, ebenso werden der Firewire-Port und die Audiobuchsen auf dem Mainboard angeschlossen. Noch schnell die Laufwerks- und Stromanschlüsse anbringen und der Deckel kann wieder verschraubt werden.

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 14/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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3R Systems HT1100: Display und Fernbedienung
Wie bei Silverstone kommt auch bei 3R Systems ein Soundgragh iMON VFD Display mit Fernbedienung zum Einsatz, welches spziell auf dieses Gehäuse zugeschnitten wurde. Bei der Fernbedienung handelt es sich wieder um das Modell iMON PAD, 3R Systems versieht dieses allerdings mit dem MStation Logo und färbt eine handvoll Tasten etwas anders ein.


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Das Display ist gut lesbar, der Blickwinkel beeinflußt die Lesbarkeit kaum. Auch bei unserem 3R Systems HT1100 werden zunächst Systeminformationen, Datum und Uhrzeit, Nachrichten und das Wetter in Südkorea angezeigt, mit Hilfe der Software läßt sich die Anzeige jedoch abändern.


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Auch beim Gehäuse von 3R Systems hatte die mitgelieferte Version der Software noch ein paar Macken und installierte die Fernbedienung nicht richtig. Erst eine manuelle Einbindung der Treiber über den Gerätemanager beseitigte dieses Problem. Wir spielten auch diesmal das Update von Soundgraph auf und versuchten uns sogar an Windows XP 64-Bit Edition. Auch unter diesem Betriebssystem arbeiteten Software und Panel einwandfrei. Erstaunlich! Daumen hoch für Soundgraph!

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 15/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Lieferumfang
Die Abmessungen des Cooler Master CM260 entsprechen bis auf die Höhe dem Silverstone La Scala SST-LC20S-M, das Gewicht ist ein kg geringer und liegt auf dem Niveau des 3R Systems HT1100. Das flache Design erkauft sich das Gehäuse allerdings mit deutlich weniger Platz im Innenraum. Die drei mitgelieferten Lüfter (2x 70 mm und 1x 60 mm) sollen für eine ausreichende Kühlung sorgen. Mit zwei USB-, einem Firewire- und zwei Audioanschlüssen (Mikrofon und Kopfhörer) bietet es die selbe Anschlussvielfalt wie das Gehäuse von 3R Systems, Silverstone bietet zwei USB-Anschlüsse mehr.


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Ob man zugunsten von acht Zentimetern Höhe auf insgesamt 5 Laufwerksschächte verzichten möchte muß jeder selbst entscheiden. Will man den PC ausschließlich im Wohnzimmer einsetzten und hat dort nicht viel Platz, erscheint das Cooler Master CM260 als pfiffigere Wahl. Allerdings sollte man nicht unbedingt auf die schnellste und heißeste Hardware zurückgreifen. Wer einen vollwertigen High-End PC mit leistungsstarker Grafikkarte und mehreren Festplatten aufbauen möchte, sollte lieber zum Silverstone La Scala SST-LC20S-M greifen.


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Lieferumfang
Im Lieferumfang des CM260 befinden sich:

Der Lieferumfang des CM260 ähnelt dem der anderen beiden Gehäuse. Cooler Master denkt - wie 3R Systems - daran, Batterien für die Fernbedienung beizupacken. Zudem wurde ein Faltblatt beigelegt, dass die wichtigsten Funktion der Fernbedienung und den Anschluss des Displays und der Fernbedienung erläutert.
Dieses Gehäuse ist es eigentlich viel zu schade, um es in ein Serverrack einzubauen. Für Studios, die mit 19-Zoll Racks arbeiten, ist es jedoch wichtig zu wissen, daß dieses Gehäuse die entsprechende Ausstattung mitbringt. Die Bedienungsanleitung ist gut bebildert und erklärt Schritt für Schritt den Einbau der Hardware.

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 16/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Das Äußere #1
Das CM260 erinnert aufgrund seiner Abmessungen und Gestaltung ein wenig an einen Videorekorder. Auch bei Cooler Master setzen die Designer auf eine massive Aluminiumfront, die aufgrund der kompakten Baufrom jedoch etwas unauffälliger wirkt. Das mittige Display teilt die Front in zwei Hälften, auf der linken Hälfte befindet sich - ungewohnter Weise - die Laufwerkslade. CD- und DVD-Player setzten heutzutage zumeist auf ein zentral angeordnetes Laufwerk, alternativ finden sich auch Geräte mit einer auf der rechten Seite verbauten Lade.


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Die zunächst recht streng wirkende Symetrie wird bei näherem Hinsehen durch diese Lade gebrochen. Doch nicht nur die ungewohnte Anordnung überrascht, auch die Materialität sorgt für Verwunderung, denn die Blende für das optische Laufwerk besteht nur aus Kunststoff. Möglicherweise ist sie der Grund für unseren ersten Eindruck vom "Videorekorder".


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Direkt unter dem Auswurfknopf des Laufwerkes platziert Cooler Master ein kleines Fenster für den Infrarot-Empfänger. Sonderlich geschickt ist diese Lage nicht gewählt und Fingerabdrücke auf dem Empfänger sind somit vorprogrammiert. Es wäre wesentlich geschickter gewesen, den Infrarot-Empfänger hinter die Plexiglasscheibe zu setzen, die auch das Display beheimatet.


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Fast scheint es, als gäbe es keine Frontanschlüsse, doch ein kleiner, vertikaler Schlitz, der fast - aber nicht ganz - mittig unter dem Display zu erkennen ist, verrät Cooler Masters Täuschungsversuch: Es gibt noch zwei Klappen! Hinter der linken Klappe verbirgt sich das externe 3,5-Zoll Laufwerk...

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 17/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Das Äußere #2
Die rechte Blende versteckt die Frontanschlüsse, den Einschalt- und den Restknopf:


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Die Knöpfe haben bei Cooler Master einen sauberen Druckpunkt, sind aber leider aus Plastik gefertigt und wirken daher nicht ganz so hochwertig. Zum Öffnen der von Magneten gehaltenen Klappen muß man seitlich zugreifen, der Einsatz eines Fingernagels ist auch beim CM260 hilfreich. Da sich das Cooler Master Gehäuse einem Frontalangriff auf die Klappen widersetzt, sollte man ein ausreichend breites HiFi-Rack für dessen Aufstellung wählen.

Das Gehäuse ist in einem matten schwarz lackiert, Deckel und Seiten sind mit fast komplett mit Lüftungsschlitzen versehen, um eine ausreichende Kühlung zu gewährleisten. Und hier sind wir zunächst etwas verwundert, denn die ersten Muster des CM260 sahen noch ganz anders aus. Ein Blick auf Cooler Masters Homepage bestätigt unseren Verdacht:


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Ursprüglich hatte der Deckel nun eine kleine Luftöffnung oberhalb der CPU, auch die Seiten waren nur zum Teil perforiert und ein seitlicher 80 mm Lüfter kümmerte sich um die Kühlung. Anscheinend war dieser erste Ansatz aber nicht für alle Konfigurationen ausreichend, so daß nun zwei 70 mm und ein 60 mm Lüfter zum Einsatz kommen und die Lüftungsschlitze das Gehäuse - abgesehen von Front- und Rückseite - fast vollständig überziehen.


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Auf der Unterseite finden wir - wie bei der Konkurrenz - gummierte Standfüße, welche einen sicheren Stand und HiFi-Look vermitteln. Im Gegensatz zum LC20M ist die Unterseite leider nicht lackiert.


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Wir sind gespannt, was uns im Inneren des Gehäuses erwarten wird, denn Cooler Master muß aufgrund der flachen Bauweise noch deutlich besser tricksen, als 3R Systems dies beim HT1100 getan hat. Auch wenn das Design des CM260 kleinere Schwachpunkte hat (Laufwerksblende und Knöpfe aus Kunststoff, Frontklappenbefestigung, Verortung des IR-Sensors), so liefert Cooler Master dennoch ein gefälliges Design, hinter dessen Fassade wohl kaum jemand einen vollwertigen PC vermuten würde.

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3 HTPC-Gehäuse für ATX und Micro-ATX Mainboards - 18/24
22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Der Einbau der Hardware #1
Der mit zwei normalen Schrauben befestigte Deckel lässt sich nach dem Lösen derselben einfach zurückschieben und eröffnet uns einen Blick auf das Innenleben.


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Um unsere Hardware einzubauen zu können, müssen zunächst alle Innereien demontiert werden. Dazu gehören folgende Teile: Die Befestigung der beiden oberen Lüfter, die Hauptstrebe...


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...die Abdeckung der Steckkartenfestigung, die Halterung des Netzteils, der Käfig für die optischen Laufwerke und der Käfig für die Festplatten.


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Sobald man das geschafft hat, kann man sich an den Einbau seiner Hardware machen. Begonnen haben wir mit dem Netzteil, das, wie bei dem Gehäuse von 3R Systems, vor dem Mainboard verbaut wird. Allerdings platziert Cooler Master das Netzteil - von vorne gesehen - auf der rechten Seite, während es sich bei 3R Systems links befindet. Das Stromkabel wird somit von rechts vorne am CPU-Kühler vorbei zur Rückseite des Gehäuses verlängert, wo Cooler Master die Anschlußbuchse herausführt. Wie bei 3R Systems hat dieses Vorgehen den Nachteil, daß man im geschlossen Zustand nicht mehr an eventuelle Schalter oder Potis an seinem Netzteil herankommt.


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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Der Einbau der Hardware #2
Als Nächstes schrauben wird das Mainboard fest, das einen möglichst flachen CPU-Kühler verwenden sollte.


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Dann kommen die Laufwerke dran: Auch Cooler Master verzichtet auf ein Schienensystem und setzt auf die traditionellen Schrauben. Die Festplatten ordnet Cooler Master in der hinteren, linken Ecke des Gehäuses an. Seitlich spendiert man den Datenträgern zwar Lüftungsschlitze, doch in einem direkten Luftkanal sitzen sie nicht. Das könnte je nach Bestückung recht warm werden!


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Nachdem alle Laufwerke an ihrem Platz sind, werden die Käfige wieder im Gehäuse arretiert.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Der Einbau der Hardware #3
Kommen wir nun zu einer Besonderheit des Cooler Master CM260: Aufgrund der geringen Bauhöhe, passen Steckkarten nicht vertikal in dieses Gehäuse sondern müssen horizontal - parallel zum Mainboard - verbaut werden. Hierzu verwendet man die sogenannten Riser-Karten, welche optional zu erwerben sind.


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Man sollte damit beginnen, die Erweiterungskarten an der Hauptstrebe zu verschrauben und sie in die Riser-Karten zu stecken. Die PCI-Riserkarte bietet Platz für zwei herkömmliche 32-Bit PCI-Karten, eine weitere Riserkarte kippt auch den AGP-Slot um 90°. PCI-Express x16 Riserkarten hat Cooler Master ebenfalls im Programm, zudem gibt es eine alternative Riserkarte für PCI-Steckplätze, welche die Nutzung verschiedener Steckplätze ermöglicht, denn hier gibt es einige Einschränkungen:

  1. Der AGP-/PCIe x16-Steckplatz muß sich direkt unterhalb des ATX-Anschlußpanels befinden (Kartenposition #7)
  2. Direkt unterhalb des AGP-/PCIe x16-Slots muß ein PCI-Slot sitzen (Kartenposition #6)
  3. Die alternative PCI-Riserkarte ermöglicht die Nutzung der PCI-Slots auf den Positionen #2, #3 und #4

Bei der Auswahl der Grafikkarte sollte man darauf achten, dass diese auf der Rückseite über keine großen Aufbauten, wie etwa einen Passivkühler, verfügt. Diese würden nämlich gegen die Hauptstrebe stoßen. Zudem ist die Lüftung der Grafikkarte recht eingeschränkt: Die Lüfterseite orientiert sich zum Mainboard und da hier kein direkter Luftfluß entlangführt, heizt sich dieser enge Raum schnell auf.
Cooler Master hat sich bemüht, trotz aller Einschränkungen durch die Bauhöhe eine möglichst flexible Lösung zu bieten. Dennoch sind wird der Meinung, daß ein Micro-ATX Mainboard mit onboard Grafik die beste Wahl für das enge Gehäuse darstellt.

Zum Abschluß werden noch die Laufwerks- und Stromkabel angeschlossen und das Display verkabelt und "schon" ist man fertig. Der Zusammenbau des Cooler Master CM260 ist der aufwändigste der drei Gehäuse, hier muß vergleichsweise viel Zeit und Sorgfalt investiert werden.


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Die Montage ist zwar nicht übermäßig kompliziert, aufrgund der vielen Bauteile und der engen Anordnung aber recht fummelig. Auch im CM260 sollte man ein Netzteil mit wenigen oder abnehmbaren Kabelsträngen verwenden, da ein sauberer Aufbau ansonsten nicht möglich ist. Wer eine Grafikkarte verwenden möchte, muß Karte und Mainboard sorgfältig auswählen, die Verwendung von PCI-Karten gestaltet sich hingegen unkomplizierter. Der CPU-Kühler sollte möglichst niedrig sein, bei der Aufstellung des Gehäuses ist darauf zu achten, daß beide Seiten und der Deckel nicht zugestellt werden, da ansonsten Überhitzung droht. Das CM260 entfernt sich weiter vom herkömmlichen PC, als die anderen beiden Gehäuse - dafür verlangt es aber auch die meisten Kompromisse.

Zur Belüftung sind beim Cooler Master CM260 zwei 70 mm Lüfter unter dem Deckel und ein 60 mm Lüfter in der Seite verbaut, die ihr Werk mit durchschnittlicher Lautstärke verrichten. Alle Lüfter sind so montiert, dass sie die warme Luft nach draußen blasen. Zuluft gelangt also nur passiv sowie über das Netzteil ins System. Unter dessen Einbauplatz wurde der Gehäuseboden perforiert, so daß ein im Boden des Netzteils verbauter Lüfter hier Frischluft ansaugen kann, die Abluft des Netzteiles wird dann seitlich aus dem Gehäuse geführt.

Cooler Masters Kühlkonzept basiert also darauf, die Luft zu den Seiten und nach oben aus dem Gehäuse zu drücken und Frischluft durch die zahlreichen Schlitze im Deckel und in den Seiten nachzusaugen. Dieses Konzept kann nur funktionieren, solange die Seiten und der Deckel weiträumig frei gehalten werden. Selbst wenn einige Zentimeter Platz zur Wand des HiFi-Racks bleiben, könnte dies zu knapp sein, da sich die warme Luft hier anstaut und immer wieder eingezogen werden kann. Spätestens wenn jemand die Fernsehzeitung auf das Gehäuse legt, bricht das Kühlkonzept zusammen.

Da zwei Lüfter in unmittelbarer Nähe zum CPU-Kühler Luft nach oben aus dem Gehäuse blasen, kann es auch an dieser Stelle Komplikationen durch gegeneinander arbeitende Luftströme geben. In unserem Fall war der CPU-Kühler hoch genug, um neben den herausblasenden Lüftern die Zuluft durch den Deckel anzusaugen.

Die große Schwäche des CM260 ist die nicht definierte Luftführung, die nur den Einbau abwärmearmer Komponenten erlaubt. Auch der Einbau einer internen Wasserkühlung ist nicht möglich, so dass man auf einen externen Radiator setzten muß. Eine kompakte Pumpe, wie z.B. die Laing Li, ließe sich problemlos im hinteren Festplattenkäfig einbauen, wenn man lediglich eine Platte unter dem optischen Laufwerk montiert.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Cooler Master CM260: Display und Fernbedienung
Auch das dritte Gehäuse setzt auf ein speziell angepaßtes iMON VFD Display von Soundgragh mit dem iMON PAD als Fernbedienung, welches diesmal mit dem Cooler Master Logo versehen ist.


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Unser Testmuster des Cooler Master CM260 ist, bevor es bei uns eintraf, bereits durch die Hände einiger Tester gegangen. Dabei scheint das Display beschädigt worden zu sein, denn es ließ sich nicht mehr in Betrieb nehmen. Wir haben Cooler Master kontaktiert und warten auf Ersatz, sobald dieser eintrifft, werden wir entsprechende Fotos nachliefern.


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Da sich dieses Display nicht wesentlich von den anderen beiden Modellen unterscheidet und alle Gehäuse die gleiche Produktreihe des selben Herstellers verwenden, ist das defekte Display unserer Ansicht nach kein Grund, euch dieses Gehäuse vorzuenthalten. Solche Schäden kommen vor, wenn die Hersteller die Testmuster durch die Hände verschiedener Tester gehen lassen, damit müssen wir als Tester leben, die Hersteller, in diesem Fall Cooler Master, aber auch. Silverstone und 3R Systems haben uns nagelneue Produkte geschickt, damit haben diese beiden Hersteller solche Verschleißerscheinungen umgangen - auch dies sollte an dieser Stelle gewürdigt werden und nicht unerwähnt bleiben.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Soundgragh iMON: Software #1
Damit man auch dann in den vollen Genuss seines HTPCs kommt, wenn man die Windows Media Center Edition nicht verwendet, liefern alle drei Hersteller eine Multimediasoftware mit. Dabei handelt sich um Multimedian und iMON, die auch separat käuflich erworben werden können. Sobald man das Display über USB mit dem PC verbindet, meldet Windows sich mit einer Treiberinstallation, auf der mitgelieferten CD befindet sich der benötigte Treiber. Danach installiert man die beigepackte Software und vollendet das Ganze mit einem Neustart. Die mitgelieferte Software bietet nur eine englische, aber keine deutsche Sprachversion. Darum sollte man das neueste Update von Soundgraph herunterladen, welches viele weiteren Sprachen, darunter auch deutsch, beinhaltet.


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Zunächst werfen wir einen Blick auf iMON und dessen Konfigurationsmöglichkeiten. Mit der Fernbedienung lässt sich nicht nur die Multimedian-Software steuern, man kann mit Hilfe von IMON zudem den einzelnen Tasten auf der Fernbedienung Shortcuts zuweisen.


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Dabei gibt es Voreinstellungen für viele populäre Programme wie z.B. PowerDVD oder den Windows Media Player. Aber auch das Einrichten eigener Programme gestaltet sich nicht sonderlich schwierig. Man drückt einfach die zu belegende Taste auf der Fernbedienung und gibt dann die gewünschte Tastenkombination ein, die auf diese Weise "gedrückt" werden soll.


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Unterstützt die gewünschte Software keine Tastenkürzel, so kann man über ein Steuerkreuz immer noch einen Mauszeiger über den Bildschirm dirigieren, was leider etwas umständlich ist. Zudem steht noch die Möglichkeit offen, den Ziffernblock als Handytastatur zu missbrauchen.


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Soundgragh Multimedian: Software #2
Kommen wir nun zum Multimediacenter "Multimedian": Der Aufbau ähnelt den meisten HTPC-Programmen. Man beginnt auf dem Startbildschirm, wo man sich für die Quelle der Multimediadaten entscheiden muß. Dabei steht die eigene Festplatte, eine DVD oder Musik-CD, die TV-Karte, ein DV-Camcorder oder Internet-Radio zur Auswahl.


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Bei der Auswahl der Festplatte wird der "Eigene Dateien"-Ordner nach Bildern, Musik oder Videos durchsucht und die gefundenen Objekte werden angezeigt. Je nach gewählter Kategorie zeigt das Programm die Ergebnisse nach Ordnern sortiert an. Leider werden keine Wiedergabelisten oder ID3-Tags bei MP3-Dateien unterstützt. Größere Musiksammlungen müssen also nach Ordnern sortiert sein, wenn man diese sinnvoll verwalten will.


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Das Schauen von DVDs bereitet keine Probleme. Nach dem Einlegen einer DVD fragt Multimedian, ob man diese DVD wiedergeben möchte - sofern das Programm zuvor gestartet wurde. Der Funktionsumfang des DVD-Modi ähnelt dem der meisten DVD-Wiedergabeprogramme.


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Beim Test der analogen TV-Tunerkarte Hauppage WinTv PVR 150 mit dem Conexant CX23416 AV-Encoder gab es leider ein Problem: Die Software erwartet, daß der Audiokanal über den Line-In Eingang der Soundkarte geschleift wird, doch Video- und Audio-Signal kommen via Antennenkabel an. Somit blieb die Wiedergabe stumm. Digitale TV-Karten werden derzeit noch nicht unterstützt, unsere Twinhan VisionDTV Sat wurde jedenfalls nicht erkannt.

Außerdem hat man noch die Möglichkeit, Internet-Radio zu hören. Die Sender sind in sieben Kategorien eingeteilt und decken ein breites Spektrum von Klassik, Jazz, Blues über Rock, Hardrock und Metal bis hin zu Pop, Techno, Hiphop und Rap ab. Zudem gibt es asiatische Anbieter und Sportsender. Verbindungsprobleme treten abhängig vom gewälten Sender gelegentlich auf, zudem senden die meisten Anbieter nicht in CD-Qualität. Dennoch macht es Spaß, Blues aus Atlanta oder australische Stationen zu hören, welche einem außerhalb des Internets verborgen bleiben.


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Die Bedienung der Software ist recht einfach. Mit der Fernbedienung lassen sich problemlos alle Funktionen von der Couch aus steuern. Mit einer Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten glänzt das Programm nicht, die wichtigsten Funktionen eines Mediacenters sind jedoch vorhanden.

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22.05.2006 by Jan Philip und doelf
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Fazit
Drei Gehäuse, drei Formate, drei Charaktere. In diesem Test sollte ein HTPC-Gehäuse für jeden Geschmack dabei sein. Wer einen vollwertigen High-End PC mit Mediacenterfähigkeiten sucht, sollte zu Silverstones LC20M greifen. Mit einigen Abstrichen in Bezug auf die mögliche Hardware tritt das 3R Systems HT1100 an, bietet dafür allerdings den edelsten Look. Ein Wunder an Kompaktheit ist das CM260 von Cooler Master. Auf engstem Raum kann mit normalen PC Komponenten ein HTPC gebastelt werden, allerdings kommt das Kühlkonzept schnell ins Schitzen, so daß Hardware und Aufstellort gut überlegt sein wollen.
Alleine drei Modelle vereinen erfolgreich ein Computergehäuse für Mainboards im ATX-Format mit einem Display, Fernbedienung und Mediacenter-Funktionälität.




Silverstone La Scala SST-LC20S-M
Mit dem LC20M von Silverstone holt man sich ein wirklich tolles Gehäuse ins Wohnzimmer. Neben dem Design weiß auch die Verarbeitung und Dokumentation zu überzeugen - und zwar bis ins letzte Detail wie z.B. die Klappen und Knöpfe. Der PC passt sich sehr gut den umgebenden Geräten, wie z.B. dem Fernseher oder einem Verstärker an. Dank Fernbedienung und Multimedia-Software kann man auf eine kabellose Maus und Tastatur verzichten, sofern man nicht gerade ins Internet möchte oder Chatten will. Dank der gut bebilderten Bedienungsanleitung sollten auch Einsteiger keine Probleme mit dem Einbau ihrer Hardware in das LC20M haben.

Die englischsprachige Software läßt sich durch ein einfaches Update schnell in eine deutsche Version verwandeln, eine schraubfreie Montage ist bei HTPC-Gehäusen eher die Ausnahme und ihre Abwesenheit sollte ebenfalls keine Punktabzüge mit sich bringen. Der einzige Wehrmutstropfen bleibt somit der Preis von 219,90 €. In Anbetracht des Preises hätte Silverstone zumindest Batterien für die Fernbedienung und zwei oder drei Lüfter mitliefern können. Verzichtet man auf das Display, Fernbedienung und Multimediasoftware, kann man auch zum LC20 für rund 120 € greifen.

Pro:
  • attraktives Design
  • sehr gute Verarbeitung
  • Display, Fernbedienung und Software im Lieferumfang
  • gute Bedienungsanleitung
  • viel Platz für Festplatten
  • sehr gute Durchlüftung
Contra:
  • kein Schienensystem zum Einbau der Laufwerke
  • sehr große Bauart


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3R Systems HT1100
3R Systems trifft das Aussehen von High-End Audio Geräten perfekt, das HT1100 ist ein echter Hingucker. Die Bedienknöpfe und die Blende für das optische Laufwerk bestehen aus Aluminium und bilden mit der Gehäusefront eine überaus harmonische Einheit. Das Gehäuse ist etwas niedriger als das Silverstone La Scala SST-LC20S-M, im Inneren verbraucht allerdings ein Lufttunnel viel Platz, so daß nur zwei Festplatten und ein optisches Laufwerk eingebaut werden können.

Auch der Platz zwischen Laufwerkskäfig und Netzteil ist recht beengt, so daß Netzteile mit zahlreichen Anschlußkabeln zu einem Problem werden können. Auch der Einbau des zusätzlichen 80 mm Lüfters in die Seite des Luftkanals gestaltet sich unnötig kompliziert, da hier zahllose Schrauben zu lösen sind. Zudem ist die Dokumentation nicht besonders aufschlußreich und die Abbildungen zu klein und unklar. In der Praxis erweist sich das Belüftungskonzept des HT1100 jedoch als hoch effektiv. Die Temperaturen von CPU, Mainboard und Festplatte sind geringer als in einem Miditower (CS601), obwohl die Lüfter vom Netzteil heruntergeregelt werden. Die beiden mitgelieferten Lüfter (80 und 60 mm) sind zwar nicht wirklich laut, für einen leisen Wohnzimmerbertieb würden wir sie dennoch etwas herunterregeln.

3R Systems bietet neben den üblichen Frontanschlüssen auch noch einen integrierten Kartenleser für die Formate CF, MD, SMC, SD, MMC und MS, solche Geräte kann man zwar auch preiswert hinzukaufen, doch hier ist die Funktionalität perfekt in das Gehäuse integriert. Auch auf der CD von 3R Systems ist das Softwarepaket nur in englischer Sprache vorhanden, das Update auf die deutsche Version funktioniert allerdings auch hier problemlos.

Wer ein Netzteil mit abnehmbaren Kabelsträngen und ein Mainboard, das nicht gerade die volle ATX-Bauweise nutzt, wählt, erleichert sich das Leben deutlich und trifft mit dem 3R Systems HT1100 eine gute Wahl. Allerdings hat diese einen recht hohen Preis: 229,90 €.

Pro:
  • High-End Look
  • sehr gute Verarbeitung
  • Display, Fernbedienung und Software im Lieferumfang
  • integrierter Kartenleser
  • effektive Durchlüftung
Contra:
  • unklare Bedienungsanleitung
  • kein Schienensystem zum Einbau der Laufwerke
  • wenig Platz für Festplatten und optische Laufwerke


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Cooler Master CM260
Es ist erstaunlich, wie wenig Platz Cooler Master benötigt, um ein ausgewachsenes ATX-Mainboard unterzubringen. Allerdings muß man beim CM260 einige Kompromisse in Kauf nehmen, um die kompakte Größe genießen zu können. So schränkt der Einsatz von Riser-Karten, welche separat erworben werden müssen, die Auswahl an passenden Mainboards und Grafikkarten ein, zudem ist die Verwendung eines Netzteiles mit abnehmbaren oder nur wenigen Kabelsträngen sinnvoll. Das Gehäuse muß von oben und von den Seiten her Zuluft bekommen, da ansonsten schnell eine Überhitzung droht, denn auf Front- und Rückseite wird weder Luft angezogen noch abgegeben. Weitere "Hotspots" sind die Grafikkarte und die Festplatten im hinteren Käfig, welche nicht in einem direkten Luftstrom sitzen. Bei diesem Gehäuse gestaltet sich aber nicht nur die Auswahl der passenden Hardware komplizierter, auch die Montage ist aufwendiger und zeitintensiver, da der Platz im Inneren sehr beengt ist.

Die Verarbeitung ist ählich hochwertig wie bei der Konkurrenz, den guten Gesamteindruck stören allerdings einige Details wie z.B. die Klappe des optischen Laufwerkes, die Bedienknöpfe oder der IR-Empfänger, den Cooler Master nicht im Display integriert hat. Wie bei den Mitbewerbern ersetzen Multimediasoftware und Fernbedienung auch hier eine zusätzliche Maus und Tastatur. Bei der mitgelieferten Software handelt es sich leider auch nur um die englischsprachige Version, wie bei den beiden anderen Gehäusen ist auch beim CM260 ein Update auf die deutsche Version durch einen simplen Download möglich. Das Zubehör ist vollständig und auch die Bedienungsanleitung wird Laien beim Einbau ihrer Hardware hilfreich sein.

Ob das Cooler Master CM260 eine gute Basis für einen HTPC ist, entscheided in erster Linie der Käufer: Solange man Hardware verwendet, die wenig Wärme abgibt, besticht es durch seine kompakten Abmessungen. Gibt man dem Gehäuse zudem ausreichend Frischluft, sollte es lange Zeit als Medienzentrale dienen können. Wer hitzige Hardware verbaut und das Gehäuse von der Firschluft abschneidet, wird jedoch schnell Probleme bekommen. Um ein wirklich leises System zu erreichen, müßte man die Lüfter etwas herunterregeln, doch angesichts der mäßigen Durchlüftung können wir dieses Vorgehen nicht wirklich empfehlen. Cooler Master muß sich dem Vorwurf stellen, beim CM260 ein recht unausgegorenes Belüftungskonzept umgesetzt zu haben. Beim Preis kann man nicht meckern, das CM260 ist deutlich preiswerter als seine Mitbewerber: 174,90 €.

Pro:
  • kompaktes Design
  • gute Verarbeitung
  • Display, Fernbedienung und Software im Lieferumfang
  • gute Bedienungsanleitung
Contra:
  • keine klare Luftführung
  • umständlicher Aufbau
  • kein Schienensystem zum Einbau der Laufwerke
  • wenig Platz für Festplatten und optische Laufwerke


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Unser Dank gilt:

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