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Ungleiche Namensvettern - Core i3-2100 (65W) und Core i3-2100T (35W) - Druckansicht - Seite 1 von 11

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Der Core i3-2100 markiert mit einem offiziellen Listenpreis von 117 US-Dollar den Einstieg in Intels Core-Prozessoren der zweiten Generation. Doch während Intel für diese CPU eine TDP von immerhin 65 Watt nennt, gibt es auch eine deutlich stromsparendere Variante, den Core i3-2100T. Dieser ist lediglich 10 US-Dollar teurer und begnügt sich dafür mit 35 Watt. In Zeiten stetig steigender Energiepreise dürfte die Entscheidung also klar auf der Hand liegen. Doch wie so oft im Leben lohnt sich ein zweiter Blick!

Warum überhaupt 35 Watt?
In Desktop-Systemen lässt sich die Abwärme recht einfach abtransportieren, wozu braucht man also einen Prozessor, der ähnlich sparsam arbeitet wie eine leistungsstarke Mobil-CPU? Sofern es um einen Computer im ATX- oder Micro-ATX-Format geht, braucht man keinen 35W-Prozessor. Doch auch das Desktop-Segment hat sich weiterentwickelt und immer mehr Käufer greifen zu besonders kleinen Bauformen wie Mini-ITX, deren Kühlmöglichkeiten oft stark eingeschränkt sind. Zudem werden die Mini-Gehäuse häufig mit externen Netzteilen geliefert, deren Leistung auf 60 bis 90 Watt beschränkt ist. Ein Prozessor, der alleine schon 65 Watt verbraucht, wäre hier überdimensioniert, während die 35 Watt des Core i3-2100T im Rahmen bleiben. Ein weiteres Einsatzgebiet solch energieeffizienter CPUs sind passiv gekühlte Systeme, ein Konzept, von dem wir allerdings abraten würden. Statt rein passiv zu kühlen sollte man lieber ein oder zwei Lüfter verwenden, die unhörbar leise mit 500 bis 800 U/min rotieren. Hierdurch sinken die Temperaturen deutlich, ohne dass der Computer merklich lauter wird.

Vergleich: Core i3-2100 und Core i3-2100T
Beide Prozessoren besitzen zwei Kerne, können dank HyperThreading aber vier Threads zeitgleich bearbeiten. Den Kernen stehen 3 MByte L3-Cache zur Verfügung und neben 64-Bit Befehlen beherrschen die CPUs auch SSE4.1, SSE4.2 sowie AVX. Die AES-Befehle, welche Verschlüsselungsoperationen stark beschleunigen können, und Intels Management-Funktionen (vPro) werden jedoch nicht geboten, bei der Virtualisierung gibt es zudem nur den Basisumfang (VT-x).


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Schwerer wiegt allerdings das Fehlen der Turbostufen, denn die 35 Watt kosten nicht nur 10 US-Dollar, sondern auch 600 MHz. Richtig gelesen: Obwohl sich Core i3-2100 und Core i3-2100T nur durch ein "T" unterscheiden, liegen satte 600 MHz zwischen den Taktraten dieser beider Prozessoren. Während der Core i3-2100 auf respektable 3,1 GHz kommt, bringt es der Core i3-2100T nur auf magere 2,5 GHz.


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Nicht einmal durch Übertakten kann dieser Unterschied ausgeglichen werden, da das Übertakten bei Intels Core-Prozessoren der zweiten Generation über die Turbostufen verwirklicht wird. Während der Core i3-2100T im Lastbetrieb eine Spannung von 1,080 Volt verwendet, benötigt der Core i3-2100 immerhin 1,136 Volt. Das mag zwar nicht viel erscheinen, doch selbst Intels derzeitigem Top-Modell Core i7-2600K genügen auf dem verwendeten Mainboard 1,184 Volt.




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Grafik inklusive: Intels HD 2000
Beide Prozessoren verfügen über einen Grafikkern des Typs Intel HD 2000, der mit maximal 1.100 MHz taktet. Nur beim 2D-Takt der Grafikeinheit gibt es einen Unterschied von 200 MHz, denn der Core i3-2100T reduziert diesen bis auf 650 MHz, während sich der Core i3-2100 mit einer Untergrenze von 850 MHz begnügt.


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Im 3D-Bereich ist Intels Grafikkern nicht auf der Höhe der Zeit, denn er bietet nur DirectX 10.1 sowie OpenGL 3.0. Und im Gegensatz zur Variante HD 3000 umfasst der HD 2000 nur halb so viele Execution Units (EUs) - nämlich sechs.

Im Videobereich wird die Wiedergabe stereoskopischer 3D-Inhalte unterstützt und "Quick Sync Video" beschleunigt das Umwandlen von Videodateien in andere Formate - Messwerte hierzu finden sich im Benchmark-Kapitel. Zum Test der Videobeschleunigung spielen wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4, H.264) mit ArcSoft Total Media TMT3 V3.0.0.140 ab und messen die CPU-Last während der ersten Minute des Trailers:

HD-Videobeschleunigung (CPU-Last in Prozent, geringere Werte sind besser)
Intel Core i7-2600K
HD-Beschleunigung
0.797
Intel Core i3-2100
HD-Beschleunigung
0.868
Intel Core i3-2100T
HD-Beschleunigung
0.926
AMD Phenom II X6 1010T
HD-Beschleunigung
3.279
Intel Core i7-2600K
reine CPU-Berechnung
5.145
AMD Phenom II X4 840
HD-Beschleunigung
6.711
Intel Core i3-2100
reine CPU-Berechnung
10.156
Intel Core i3-2100T
reine CPU-Berechnung
10.419
AMD Phenom II X6 1010T
reine CPU-Berechnung
11.017
AMD Phenom II X4 840
reine CPU-Berechnung
17.775

Das obige Diagramm ist auf 100% CPU-Last skaliert. Wie man sieht, entlasten die Videoeinheiten die Prozessoren deutlich. Insbesondere Intel hat hier eine sehr gute Arbeit geleistet. Übrigens wurde beim HD 2000 bzw. HD 3000 auch das Post-Processing in die Hardware verlagert, beispielsweise die Korrektur von Hauttönen, die Verbesserung der Kontraste sowie die Farbkontrolle. Die kabellose Anbindung über "Wireless Display" beherrscht leider keiner der beiden Prozessoren.

Sowohl Core i3-2100 als auch Core i3-2100T umfassen einen zweikanaligen Speicher-Controller, der bis zu 32 GByte DRAM des Typs DDR3-1066 oder DDR3-1333 unterstützt. Die maximale Speicherbandbreite beläuft sich auf 21 GB/s. Ebenfalls in die CPUs integriert ist ein PCI-Express-Controller der zweiten Generation, der 16 Lanes für die Anbindung von Grafikkarten bietet. Diese 16 Lanes können, sofern der Chipsatz dies erlaubt, auf zwei Grafikkarten verteilt werden.




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Intels CPU-Kühler
Wir haben uns die beiden getesteten Prozessoren in der Boxed-Variante inklusive Kühler besorgt. Bereits der erste Blick bestätigt, dass Intel beim Core i3-2100 keine große Hitzeentwicklung erwartet. Der runde Kühler besteht aus einem einfachen Aluminiumblock, auf dem sich ein freistehender Lüfter mit 80 mm Durchmesser befindet.


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Der Lüfter (12 V; 0,60 A) stammt von Delta, hat sieben Blätter und der Kühler baut inklusive Lüfter lediglich 52 mm hoch. Intel hat die Wärmeleitpaste bereits auf der Unterseite des Kühlers aufgebracht. Die Montage erfolgt mit Hilfe von vier Pushpins, was aufgrund der geringen Abmessungen und des Gewichts von nur 195 g kein Problem darstellt.


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Dass es sogar noch kleiner geht, beweist der Core i3-2100T, dessen Kühler mitsamt des Lüfters auf lediglich 35 mm kommt. Sowohl der Kühlkörper als auch der Lüfter (12 V; 0,46 A) wurden hier deutlich flacher umgesetzt und das Gewicht auf 113 g reduziert.


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Der Lüfter hat diesmal elf Blätter, abermals stammt er von Delta und weist einen Durchmesser von 80 mm auf. Bei beiden Kühlern hat Intel auf einen Kupferkern verzichtet, der die Wärme schneller ableiten würde als das verwendete Aluminium.


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Die Testsysteme
Konfiguration für Intels Core i7-2600K, Core i3-2100, Core i3-2100T:

Konfiguration für AMDs Phenom II X6 1100T Black Edition und Phenom II X4 840:




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SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70) Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2011 SP4 (17.70). Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.57
82.88
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
75.80
57.13
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
60.70
36.76
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
48.77
29.65
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.19
36.94

Intels Core i3-2100 taktet um 24 Prozent schneller als das stromsparende Modell Core i3-2100T. Somit verwundert es nicht, dass die 65W-CPU bei SiSoft Sandra eine um 24,22 Prozent höhere Wertung erzielt.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer x16; Fließkomma x8; Double x4 in MPixel/s
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
210.18
286.17
163.12
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91.52
126.80
72.23
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
85.48
139.37
76.48
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
73.81
102.23
58.20
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
54.71
90.00
49.52

Auch bei den Multimediamessungen ist der Core i3-2100 um 24,04 Prozent schneller.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5432
1066
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
992
901
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
648
585
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
412
472
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
333
381

Und bei der Kryptographie beläuft sich der Vorteil des Core i3-2100 auf immerhin 23,80 Prozent. Der gewaltige Vorsprung des Core i7-2600K bei der AES-Wertung begründet sich damit, dass Intel diesem Prozessor spezielle Befehle vergönnt, die den i3-Modellen fehlen.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
18.00
18.00
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.71
17.71
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.30
17.30
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
12.15
12.16
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
11.29
11.29

Mit 16 GB DDR3-1333CL9 ist unser Testsystem großzügig ausgestattet. Die höchste Speicherbandbreite erzielt der Core i3-2100, der diesmal nur 1,64 Prozent vor dem Core i3-2100T liegt. Mehr als zwei Kerne scheinen für eher hinderlich zu sein, so dass der Core i7-2600K leicht zurückfällt.




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Cinebench 11.529 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.88
1.53
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.86
1.09
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
3.55
0.90
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
2.99
1.25
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
2.42
1.00

Nutzt Cinebench 11.529 nur einen Thread, ist der Core i3-2100 um 25,00 Prozent schneller als die T-Variante. Kommen vier Threads zum Einsatz, beläuft sich der Vorteil auf 23,55 Prozent.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie mit der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1203.12
275.35
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1155.46
218.04
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
736.92
189.20
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
539.02
228.10
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
433.75
183.64

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit verhält sich ähnlich wie Cinebench. Verwenden wir einen Thread, schneidet der Core i3-2100 um 24,21 Prozent besser ab. Mit vier Threads ergibt sich ein Vorsprung von 24,27 Prozent.

7-Zip 9.22 Beta 64-Bit: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da wir hierbei bis zu acht Threads verwenden wollen, wählen wir den Datenkompressionsalgorithmus LZMA2. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

7-Zip 9.22b, Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
195
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
46
248
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
76
230
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
80
343
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
88
259

Während Cinebench und POV-Ray in erster Linie CPU-Leistung brauchen, kommt es bei Packern wie 7-Zip auch auf die Bandbreite von Speicher und Cache an. Verwenden wir acht Threads, benötigt der Core i3-2100T um 15,79 Prozent länger als sein Namensvetter mit 65 Watt, mit einem Thread sind es 12,61 Prozent.

WinRAR 4.01: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR 4.01. Auch bei WinRAR werden wir die Last auf bis zu acht Threads verteilen und komprimieren abermals die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Dabei stoppen wir die benötigte Zeit.

WinRAR 4.01 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91
222
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132
273
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
146
298
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
155
334
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
218
450

Bei WinRAR 4.01 benötigt der Core i3-2100T mit vier Threads 10,61 Prozent mehr Zeit. Kommt nur ein Thread zum Einsatz, sind es immerhin noch 9,16 Prozent.




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ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) mit Hilfe des Programms ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55 in das Format AVI-264 umwandeln und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
21
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
23
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
23
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
24
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
29
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
51
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
61

Beim ArcSoft Mediaconverter 7.1.0.98 wächst der Rückstand des Core i3-2100T wieder an und die Bearbeitungszeit fällt um 19,61 Prozent länger aus als mit dem Core i3-2100 ohne "T". Ausnahme: Wir verwenden Intels "Quick Sync Video" zum Umwandeln der Videodaten, denn hierbei wird die Video-Hardware des integrierten Grafikkerns genutzt. In diesem Fall sind Core i3-2100 und Core i3-2100T gleich auf und finden sich nur knapp hinter dem Core i7-2600K.

Windows Live Movie Maker: Video-Encoding
Wir ziehen eine zweite Videosoftware zu Rate und greifen diesmal zum Windows Live Movie Maker, den jeder Benutzer von Windows 7 kostenlos auf seinem Computer installieren kann. Abermals dient uns der offizielle Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) als Ausgangsmaterial, gespeichert wird das Video diesmal als Windows Media HD 1080p:

Windows Live Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
74.54
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
106.63
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
107.19
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
123.22
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
127.68

Der Windows Live Movie Maker bestätigt das Ergebnis des ArcSoft Mediaconverter: Diesmal braucht der Core i3-2100T um 19,74 Prozent länger. Die Umwandlung von Videos setzt somit in erster Linie auf die CPU-Leistung.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format unter Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
147
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
179
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
214
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
222
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
253

Für den OGG-Export verwendet Audacity nur einen Thread, zudem reagiert das Programm so gut wie gar nicht auf den Cache oder den Arbeitsspeicher. Es verwundert daher kaum, dass die Bearbeitungszeit des Core i3-2100T um 24,02 Prozent länger ausfällt als beim Core i3-2100.




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Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
351.80
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
236.65
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
235.49
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
196.52
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
173.14
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
42.68
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
24.95
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
24.80
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
22.62
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
21.76

Intels HD 2000 im Core i3 hat nur halb so viele Recheneinheiten wie die Variante HD 3000 im Core i7-2600K, weshalb dieser eine um 72 Prozent höhere Framerate erzielt und sich damit in den spielbaren Bereich vorkämpfen kann. Der Grafikkern der Core-i3-CPUs ist hingegen kaum schneller als AMDs Radeon HD 4290 im Chipsatz 890GX und somit kaum für Spiele geeignet.

Verwenden wir die GeForce GTX 570, sehen wir klare Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Prozessoren. So erreichen wir mit dem Core i3-2100 eine um 20,42 Prozent höhere Framerate als mit dem Core i3-2100T. Allerdings liegt dies in der geringen Auflösung, der fehlenden Kantenglättung und der Anspruchslosigkeit des Spiels begründet. Für die nächste Messung aktivieren wir daher die achtfache Kantenglättung sowie die 16-fache anisotrophe Filterung der Texturen, weiterhin heben wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte an:

Street Fighter IV in fps (1920x1080, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
217.29
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
162.93
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
156.70
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
142.27
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
117.15

Mit diesen Einstellungen rücken die Prozessoren deutlich enger zusammen. Diesmal beläuft sich der Vorsprung des Core i3-2100 auf seinen 35W-Bruder nur noch auf 14,52 Prozent. Und dieser Trend wird sich bei anspruchsvolleren Spielen fortsetzen.




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Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei um eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.

HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen auf "hoch" und die Umgebungs-Absorption auf "sehr hoch" gestellt, die Kantenglättung wurde jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
197
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
163
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
150
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
145
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
18
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
9
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
9
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
7
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
7

Diesmal erzielt Intels HD 3000 im Vergleich zum HD 2000 glatt die doppelte Leistung - kein Wunder, der Grafikkern des Core i7-2600K umfasst doppelt so viele Recheneinheiten und taktet zudem auch noch um 250 MHz schneller. So kann Intels HD 2000 lediglich AMDs Radeon HD 4290 bezwingen, doch mit 9 fps bleibt HAWX in jedem Fall unspielbar.

Also heben wir die Messlatte deutlich an und greifen zur GeForce GTX 570. Diesmal erzielen wir mit dem Core i3-2100 eine um 12,41 Prozent höhere Framerate als mit dem Core i3-2100T. Damit liegen die beiden CPUs bereits näher beisammen als bei "Street Fighter IV", doch nun heben wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte an und schalten zusätzlich die achtfache Kantenglättung zu:

Tom Clancy's HAWX in fps (1920x1080, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
115
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
109
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
106
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
100
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
99

Der Unterschied zwischen den getesteten Prozessoren schrumpft auf 15 Prozent und zwischen den beiden Core-i3-Varianten liegen nur noch 2,83 Prozent. Die Mehrzahl der Spieler verwendet hohe Auflösungen in Kombination mit satten Details, so dass die Grafikkarte zum limitierenden Faktor wird. Selbst der auf 2,5 GHz beschränkte Core i3-2100T reicht in dieser Konstellation vollkommen aus.




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Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Und da Intels Grafikkerne auf DirectX 10.1 beschränkt sind, bleiben sie außen vor. Für die Messung verzichten wir auf Kantenglättung und die anisotrope Filterung der Texturen.

SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Wir beginnen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Alien vs Predator in fps (1366x768, kein AA, kein AF, kein SSAO, keine Tesselation)
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.7
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.7
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
135.4
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132.1
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
131.5

"Alien vs Predator" stellt die höchsten Ansprüche an die Grafikkarte und schert sich dabei kaum um die CPU. Gerade einmal 3,48 Prozent trennen den schnellsten von langsamsten Prozessor und an der Spitze sehen wir - etwas überraschend - die beiden Core-i3-Modelle.

Wir aktivieren die vierfache Kantenglättung, die 16-fache anisotrope Filterung der Texturen, SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation. Zudem steigern wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte:

Alien vs Predator in fps (1920x1080, 4x AA, 16x AF, SSAO, Tesselation)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
42.5
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
42.2

Nun liegen die einzelnen Messungen nur noch um 2,37 Prozent bzw. ein Frame auseinander. Intels Core-Prozessoren der zweiten Generation erreichen sogar alle die selbe Framerate. Für Spieler, die aktuelle Titel in hoher Qualität spielen, sind also auch leistungsschwächere CPUs interessant.




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Stromverbrauch
Kommen wir nun zum Stromverbrauch, dem wichtigsten Argument für die Kaufentscheidung zugunsten des Core i3-2100T. Auf dem Papier verbraucht der Core i3-2100 satte 30 Watt bzw. 85,71 Prozent mehr Strom, doch wie sieht das in der Praxis aus? Vermessen wurde jeweils das komplette Testsystem, welches ohne Grafikkarte an einem 400 Watt starken Netzteil (80Plus Bronze) betrieben wurde. Im Leerlauf nutzen alle CPUs Stromsparmechanismen und liegen daher eng beisammen:

Stromverbrauch in Watt (Idle), niedriger ist besser
Intel Core i3-2100T
Intel HD 2000
36
AMD Phenom II X4 840
Radeon HD 4290
37
Intel Core i3-2100
Intel HD 2000
37
Intel Core i7-2600K
Intel HD 3000
39
AMD Phenom II X6 1010T
Radeon HD 4290
54

Ein Unterschied von einem Watt ist bestimmt kein Kaufargument, also wenden wir uns der Lastmessung zu. Schließlich definiert Intel mit der TDP ja auch die höchste zu erwartende Abwärme:

Stromverbrauch in Watt (Last), niedriger ist besser
Intel Core i3-2100T
2 Kerne belastet
Intel HD 2000
60
Intel Core i3-2100
2 Kerne belastet
Intel HD 2000
66
Intel Core i7-2600K
2 Kerne belastet
Intel HD 3000
81
Intel Core i7-2600K
4 Kerne belastet
Intel HD 3000
105
AMD Phenom II X4 840
2 Kerne belastet
Radeon HD 4290
106
AMD Phenom II X6 1010T
2 Kerne belastet
Radeon HD 4290
156
AMD Phenom II X4 840
4 Kerne belastet
Radeon HD 4290
160
AMD Phenom II X6 1010T
4 Kerne belastet
Radeon HD 4290
171
AMD Phenom II X6 1010T
6 Kerne belastet
Radeon HD 4290
231

Unter Last beläuft sich der Mehrverbrauch des Core i3-2100 auf sechs Watt bzw. zehn Prozent. Während die TDP-Angabe von 35 Watt für den Core i3-2100T realistisch erscheint, hat Intel beim Core i3-2100 arg übertrieben. Unsere Messungen lassen auf eine TDP von maximal 45 Watt schließen, schließlich verbraucht das gesamte Testsystem inklusive Mainboard, Speicher und Festplatte nur ein Watt mehr, als Intel für den Prozessor als TDP spezifiziert hat.

Übertakten
Kommen wir zunächst zur schlechten Nachricht: Da die beiden Core-i3-CPUs keine Turbostufen besitzen, lassen sie sich nur über den Basistakt übertakten. Dieser bringt allerdings nur vier Prozent mehr Leistung, folglich ist bei den Rechenkernen keine nennenswerte Taktsteigerung möglich - dafür aber beim Grafikkern. Standardmäßig arbeitet der HD 2000 in beiden i3-Prozessoren mit maximal 1.100 MHz. Beim Core i3-2100T können wir diesen Takt bis auf 1.350 MHz anheben, der Core i3-2100 streicht hingegen bereits bei 1.300 MHz die Segel, maximal sind hier 1.250 MHz möglich. Doch was bringen uns diese Taktgewinne in der Praxis?

Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1650MHz
47.69
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1350MHz
42.68
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1350MHz
29.60
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1250MHz
27.78
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1100MHz
24.95
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1100MHz
24.80

Mit dem Core i3-2100T gewinnen wir 4,65 fps und kommen in den Bereich der magischen 30-fps-Marke. Wenn wir jetzt noch ein paar Details zurücknehmen, lässt sich "Street Fighter IV" tatsächlich spielen. Der Core i3-2100 liegt trotz Übertaktung um fast 2 fps zurück.

Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1650MHz
21
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1350MHz
18
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1350MHz
11
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1250MHz
10
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1100MHz
9
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000 @ 1100MHz
9

"Tom Clancy's HAWX" ist für Intels HD 2000 eine Nummer zu groß. Nur wer die geringste Auflösung wählt und auf alle Details verzichtet, kommt in halbwegs akzeptable Bereiche. Die Übertaktung bringt uns hingegen nur ein bis zwei Frames pro Sekunde und das ist eindeutig zu wenig.




Ungleiche Namensvettern - Core i3-2100 (65W) und Core i3-2100T (35W) - Druckansicht - Seite 11 von 11

Fazit
GutAuf den ersten Blick erschien die Entscheidung klar: Wenn man Intels Core i3-2100 in einer 35- und einer 65-Watt-Version bekommen kann, greift man natürlich zur energieeffizienteren Variante, zumal diese kaum mehr kostet. Doch trotz der sehr ähnlichen Produktnamen liegen zwischen dem Core i3-2100 und dem Core i3-2100T nicht nur 30 Watt, sondern auch satte 600 MHz. Der Core i3-2100 taktet somit um 24,0 Prozent höher und ist bei den CPU-lastigen Testläufen im Durchschnitt auch um 24,1 Prozent schneller. Bei Packern und Multimediaanwendungen benötigt der Core i3-2100T ca. 15,9 Prozent mehr Zeit und bei Spielen kommt es primär auf die gewählten Einstellungen und die jeweilige Grafiklösung an. Intels Grafikkern HD 2000, der in beiden i3-Modellen integriert ist, eignet sich jedenfalls nicht für Spiele, sondern bietet sich eher für hochauflösende Videos an.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Nun können wir mit einer geringeren Rechenleistung leben, wenn wir im Gegenzug eine deutliche Stromersparnis erhalten würden, doch dies ist nicht der Fall. Intel hat den Core i3-2100T mit 35 Watt durchaus realistisch eingestuft, doch der Core i3-2100 kommt nicht einmal annähernd an die spezifizierten 65 Watt heran. Im lastfreien Betrieb liegen die beiden Prozessoren lediglich um ein Watt auseinander, bei Volllast auf beiden Kernen sind es sechs Watt. Der Core i3-2100 erkauft sich somit eine Mehrleistung von 24 Prozent mit einem Mehrverbrauch von zehn Prozent und die TDP des Prozessors bewegt sich hierbei um die Marke von 45 Watt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Zieht man nun auch noch den Preis mit in die Berechnung ein, der Core i3-2100 kostet 109,90 Euro und der Core i3-2100T 119,90 Euro, ergibt sich ein eindeutiger Gewinner: Der Core i3-2100 ohne "T", welchen wir heute mit "Gut" bewerten. Als Ausnahme bleiben einzig Mini-PCs, bei denen es auf jedes Watt Abwärme ankommt. Für diese Systeme ist der Nischenprozessor Core i3-2100T die perfekte Lösung und bringt dazu auch gleich den passenden CPU-Kühler mit, dessen Bauhöhe inklusive des Lüfters auf gerade einmal 35 mm kommt.







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