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Neu von MSI

Sparschwein: Intel Core i5-3470T, ein Ivy Bridge mit 35 Watt

Autor: doelf - veröffentlicht am 20.11.2012
s.2/19
Die Neuerungen von Ivy Bridge
Bevor wir uns an die Benchmark-Messungen machen, werfen wir zunächst noch einen Blick auf die Neuerungen, welche die Ende April 2012 eingeführte "Ivy Bridge"-Architektur bringt.
22 nm senkt die TDP um 19 Prozent
Als wesentliche Neuerung sticht der Wechsel zur 22-nm-Fertigung ins Auge, bei der Intel erstmals dreidimensionale Tri-gate-Transistoren verwendet. Die neue Fertigungstechnologie reduziert den Stromverbrauch deutlich, so dass Intel die dauerhafte TDP seiner Vierkern-CPUs von 95 auf 77 Watt und die der Dual-Core-Modelle von 65 auf 55 Watt reduzieren konnte. Kurioserweise bleibt ausgerechnet bei den besonders energieeffizienten T-Modellen alles wie gehabt bei 35 Watt. Die beiden folgenden Abbildungen zeigen die enge Verwandtschaft zwischen "Ivy Bridge" und "Sandy Bridge":

Sandy Bridge
Während beim "Sandy Bridge" 995 Millionen Transistoren eine Fläche von 216 mm2 belegen, packt der "Ivy Bridge" 1,4 Milliarden Transistoren auf 160 mm2. Dies bedeutet knapp 41 Prozent mehr Transistoren auf einer um 26 Prozent geschrumpften Grundfläche. In der Vergangenheit sorgten zumeist größere Cache-Speicher und mehr CPU-Kerne für einen deutlichen Zuwachs der Transistoren, doch diesmal ist es die Grafikeinheit.
DX11-Grafik mit OpenCL und mehr Leistung
Die Grafikeinheit des "Ivy Bridge" ist deutlich leistungsfähiger als die des "Sandy Bridge", zumindest wenn man eine CPU mit der Variante HD 4000 erwischt. Diese verfügt nämlich über 16 Ausführungseinheiten (EUs), während der Vorgänger HD 3000 lediglich auf 12 kommt. Leider steckt im Core i5-3470T nur die langsamere Variante HD 2500, die es wie ihr Vorgänger HD 2000 nur auf 6 EUs bringt. Insbesondere die 3D-Leistung ist bescheiden, so dass auch DirectX 11, OpenGL 3.1 und OpenCL 1.1 nur einen schwachen Trost bieten. Zumindest kann die HD 2500 drei Bildschirme ansteuern, während es bei der HD 2000 nur zwei waren.
Mehr Bandbreite für Grafikkarten durch PCIe 3.0
In den CPUs der "Ivy Bridge"-Familie steckt ein PCIe-Controller der dritten Generation, der 16 Lanes für Grafikkarten bereitstellt. Dank PCI-Express 3.0 verdoppelt sich dabei die maximale Bandbreite auf 1 GB/s pro Lane und Richtung. Einer Grafikkarte, die über 16 Lanes angebunden ist, stehen insgesamt 32 GB/s zur Verfügung. Aktuelle Modelle können eine solch hohe Bandbreite noch gar nicht nutzen, aber dafür lassen sich die Lanes auf bis zu drei Grafikkarten aufteilen. Die Chipsätze Z77 und Z75 unterstützen die Konfigurationen 16/0/0 und 8/8/0, die Verwendung von drei Grafikkarten in der Kombination 8/4/4 ist exklusiv dem Z77 vorbehalten.
DDR3-1600 und neue Übertaktungsoptionen
Der Speicher-Controller umfasst nach wie vor nur zwei Kanäle, für eine Desktop-Plattform ist dies allerdings völlig ausreichend. Zumindest hat Intel die offiziell erlaubte DDR-Taktrate von 1.333 MHz auf 1.600 MHz angehoben. Dies ist aber eher eine Randnotiz, denn bereits die "Sandy Bridge"-Prozessoren kamen problemlos mit diesem Speichertakt zurecht.
Übertakter wird es freuen, dass Intel den maximal möglichen Speichertakt auf 2.667 MHz angehoben hat und neben dem bekannten Bezugstakt von 266 MHz nun auch 200 MHz erlaubt. Dies erweitert die zur Auswahl stehenden Taktraten deutlich:
  • Ivy Bridge: 1066, 1333, 1400, 1600, 1800, 1866, 2000, 2133, 2200, 2400, 2600 und 2667
  • Sandy Bridge: 1066, 1333, 1600, 1866, 2133
Auf dem von uns verwendeten MSI Z77A-GD65 findet sich zudem DDR3-2800 im Angebot. Weiterhin hat Intel den maximalen Multiplikator für die Rechenkerne seiner K-Modelle von 59 auf 63 angehoben (max. 6,3 GHz). Bei unserem Core i5-3470T lässt sich der Takt allerdings nur um vier Multiplikatorstufen (= 400 MHz) anheben. Dafür können wir den integrierten Grafikkern - zumindest in der Theorie - bis auf 3,0 GHz übertakten. Intel hat den dazugehörigen Multiplikator von 57 auf 60 gesteigert. Vom Basistakt sollte man auch weiterhin die Finger lassen, denn wie bei den "Sandy Bridge"-Prozessoren räumt Intel hier nur einen Spielraum von sieben Prozent ein.
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