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Intels Clarkdale: Der GPU-Prozessor Core i5 661 im Test - Druckansicht - Seite 1 von 21

Im November 2008 hatte Intel mit dem Bloomfield (Core i7 9xx) erstmals seine Nehalem-Architektur präsentiert und diese im September 2009 mit dem Lynnfield (Core i7 8xx und i5 7xx) auch dem mittleren Preisbereich zugänglich gemacht. Was noch fehlte, war ein Nehalem für den Massenmarkt, doch dieser kam nie auf den Markt. Intel hat das "Tock" seines Tick-Tock-Entwicklungszyklus schlicht und einfach übersprungen und "tickt" stattdessen mit der Westmere-Architektur weiter. Und genau dieser werden wir mit unserem heutigen Test in Form des Intel Core i5-661 auf den Grund gehen.

Die neuen Prozessoren
Am heutigen Morgen fällt zwar die Berichtsperre für uns Journalisten, doch die neuen Produkte wird Intel erst am 7. Januar 2010 vorstellen. Insgesamt handelt es sich um 18 Prozessoren, 7 Chipsätze und eine neue Generation von WiFi- und WiMAX-Lösungen für Notebooks. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Desktop-CPUs mit dem Codenamen "Clarkdale":

CPUTakt
in GHz
Kerne
Threads
L3
in MB
TDP
in W
Preis
in US$
Desktop: Dual-Core Prozessor, 32 nm, DDR3-1333
Core i5 6703,46
-3,73
2/4473284
Core i5 6613,33
-3,60
2/4487196
Core i5 6603,33
-3,60
2/4473196
Core i5 6503,20
-3,46
2/4473176
Core i3 5403,062/4473133
Core i3 5302,932/4473113
Pentium G69502,802/2373k.A.

Im Desktop-Bereich gibt es sieben neue Prozessoren. Es handelt sich durch die Bank um Dual-Core-CPUs und abgesehen vom Pentium G6950 beherrschen alle Modelle HyperThreading. Dies bedeutet, dass jeder Kern zwei Aufgaben parallel bearbeiten kann, wodurch man eine Art "Quad-Core light" erhält. HyperThreading kann zwar keinen vollständigen Kern aufwiegen, benötigt aber auch deutlich weniger Energie und Transistoren. Dual-Core-CPUs mit HyperThreading verbrauchen somit weniger Strom und lassen sich preiswerter produzieren.

Die Desktop-Modelle der 6xx-Serie wurden zudem mit Intels Turbo-Modus ausgestattet. Dieser wurde wie beim Bloomfield zweistufig umgesetzt: Wird nur ein Kern belastet, kann der Prozessor um zwei Taktstufen von jeweils 133,33 MHz hochtakten, werden beide Kerne genutzt, steht hingegen nur eine Stufe zur Verfügung. Intel will mit dem Turbo-Modus die TDP seiner CPUs soweit wie möglich ausreizen und dies gilt umso mehr für die mobilen "Arrandale" Prozessoren:

CPUTakt
in GHz
Kerne
Threads
L3
in MB
TDP
in W
Preis
in US$
Mobil: Dual-Core Prozessor, 32 nm, DDR3-1066
Core i7 620M2,66
-3,33
2/4435332
Core i7 640LM2,13
-2,93
2/4425332
Core i7 620LM2,00
-2,80
2/4425300
Core i5 540M2,53
-3,06
2/4335257
Core i5 520M2,40
-2,93
2/4335225
Core i5 430M2,26
-2,53
2/4335k.A.
Core i3 350M2,262/4335k.A.
Core i3 330M2,132/4335k.A.
Mobil: Dual-Core Prozessor, 32 nm, DDR3-800
Core i7 640UM1,20
-2,26
2/4418305
Core i7 620UM1,06
-2,13
2/4418278
Core i5 520UM1,06
-1,86
2/4318241

Der Core i7 620M bietet fünf Tubrostufen, die Modelle Core i7 640LM und 620LM sowie Core i5 520UM sechs und Core i7 640UM und 620UM sogar acht. Im Mobilbereich kommt der Turbo-Modus auf breiter Front zum Einsatz, nur die Core i3 CPUs müssen auf diese Funktion verzichten. Intel verspricht sich hiervon eine Bestmögliche Kombination aus hoher Rechenleistung und langer Akku-Laufzeit.


Quelle: Intel

Durch die Änderungen in der Roadmap des letzten Jahres scheint der klare Trennstrich zwischen Nehalem und Westmere verwischt. In einigen seiner Unterlagen spricht Intel noch von der Nehalem-Architektur, in anderen wird stattdessen die Bezeichnung Westmere verwendet. Allen Clarkdales und Arrandales ist indes gemein, dass ihre Kerne bereits im 32nm-Prozess gefertigt werden. Doch in diesen Prozessoren steckt weit mehr als zwei CPU-Kerne.




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Grafikprozessor und Mikroprozessor vereint
Intel hat nicht nur den Speicher-Controller sondern auch die Grafikeinheit vom Chipsatz in die CPU verlagert und wie die CPU profitiert auch der Grafikkern von der schnelleren Speicheranbindung ohne die Engstelle namens Frontsidebus. Doch während der Speicher-Controller beim Core i7 9xx (Bloomfield) ein Bestandteil des 45nm-Package der CPU ist, besteht der Clarkdale aus zwei Chips, welche sich eine Trägerplatine teilen.


Quelle: Intel

Der Clarkdale ist somit eine Kombination aus zwei CPU-Kernen nebst Cache und der Northbridge eines IGP-Chipsatzes. Und nur die CPU-Kerne werden im neuen 32nm-Prozess gefertigt, für den Uncore mit PCI-Express-, Speicher-Controller und Grafikkern nutzt Intel nämlich weiterhin Strukturgrößen von 45 nm. Rund 383 Millionen Transistoren finden sich im nur 81 mm2 großen 32nm-Chip, wohingegen der aus weiteren 177 Millionen Transistoren bestehende Uncore auf 114mm2 Grundfläche kommt.

GPUIntel G45/GM45Intel GMA HD
Eckdaten
Execution Units1012
maximaler Takt800 MHz900 MHz
HW Vertex ProcessingEnhancedEnhanced
+ clip, cull, setup
Hierarchical Z
+ Fast Z Clear
neinja
maximaler Speicher768 MByte1,7 GByte
maximale Auflösung2560 x 16002560 x 1600
3D-Unterstützung
DirectX10.010.0
Shader Model4.04.0
OpenGL2.02.1
Video-Unterstützung
HD-BeschleunigungAVC, VC-1, MPEG2AVC, VC-1, MPEG2
Streams12
HDCP1 Stream2 Streams
Dolby TrueHDneinja
DTS-HD Masterneinja

Intel verwendet bei allen neuen Prozessoren den selben Grafikkern, lässt diesen aber mit unterschiedlichen Taktraten laufen. Der von uns getestete Core i5 661 hat mit 900 MHz den schnellsten Grafikkern, Core i3 530 und 540 sowie Core i5 650, 660 und 670 müssen sich mit 733 MHz begnügen und dem Pentium G6950 gesteht Intel nur 533 MHz zu.


Quelle: Intel

Haupteinsatzgebiet der neuen Grafiklösung sind jedoch weniger Spiele als Anwendungen und die Wiedergabe hochauflösender Videos. Daher ist es im Mobil-Bereich auch möglich, zwischen dem Grafikkern des Prozessors und einer diskreten Grafiklösung umzuschalten - ohne das System hierzu neu starten zu müssen.


Quelle: Intel

Eine weitere Besonderheit der mobilen "Arrandale" Prozessoren ist die Möglichkeit, die Turbo-Technologie auch auf den Grafikkern anzuwenden. Sofern die CPU-Kerne nicht ausgelastet sind und die TDP noch ausreichend Spielraum bietet, kann der Grafiktakt erhöht werden. Diesen erweiterten Turbo-Modus kennen die Clarkdales leider nicht.




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Die neuen Chipsätze
Sieben neue Chipsätze begleiten die neuen Prozessoren. Im Desktop-Segement sind es die Modelle H57, H55 und Q57, im Mobil-Bereich die Varianten QM57, QS57, HM57 und HM55. Allerdings handelt es sich mehr um Southbridges als um vollständige Chipsätze, denn die Funktionen der Northbridge sind ja in den Uncore der CPUs gewandert.


Quelle: Intel

Sonderlich spannend sind die neuen Chipsätze nicht, denn sie bieten weder USB 3.0 noch SATA 6 Gb/s. Für Geräte stehen sechs bis acht PCI-Express-2.0-Lanes zur Verfügung, zusätzlich lassen sich vier PCI-Geräte ankoppeln. Im Gegensatz zu H57 und Q57 beherrscht der SATA-Controller des H55 lediglich AHCI aber kein RAID.


Quelle: Intel

Intel versieht seine Chipsatzdiagramme mit der Angabe "500 MB/s each x1", was auf den ersten Blick nach der üblichen Bandbreite von PCI-Express 2.0 aussieht. Mit der Einführung von PCI-Express 2.0 wurde die rohe Bandbreite pro Lane von 2,5 GT/s auf 5,0 GT/s angehoben. Tatsächlich nutzbar sind jedoch nur 4,0 GT/s, da aus 8 Bit Rohdaten ein 10 Bit großes Paket kodierter Daten wird. 4,0 GT/s bzw. 4 Gbit/s ergeben somit 500 MByte/s. An anderer Stelle spricht Intel jedoch von 2,5 GT/s, was 250 MByte/s und somit den Vorgaben von PCI-Express 1.1 entsprechen würde. Da PCI-Express vollduplexfähig ist, kann Intel pro Richtung und Lane 250 MByte/s übertragen und da es zwei Richtungen gibt, bezieht sich die Angabe "500 MB/s each x1" auf den Duplex-Betrieb. Tatsächlich verschönt das Diagramm den Umstand, dass die neuen Chipsätze nur die halbe Bandbreite von PCI-Express 2.0 erreichen und die Anbindung mit einer Lane für SATA III 6 Gb/s und USB 3.0 zu langsam ist.

ChipsatzUSB
2.0
SATA
3 GB/s
RAIDPCIe 2.0
Lanes
PCI
Geräte
Desktop-Chipsätze
Q571460, 1, 0+1, 5, JBOD84
H571460, 1, 0+1, 5, JBOD84
H55126nur AHCI64
Mobil-Chipsätze
QM571460, 1, 0+1, 5, JBOD84
QS571460, 1, 0+1, 5, JBOD84
HM571460, 1, 0+1, 5, JBOD84
HM55124nur AHCI64

Wie das obige Chipsatz-Diagramm veranschaulicht, sind die Prozessoren für die Anbindung der Grafikkarte und des Arbeitsspeichers verantwortlich. Maximal erlaubt Intel den Einsatz von DDR3-1333, die Anbindung der Grafikkarte erfolgt mit 16 PCI-Express-2.0-Lanes. Diese lassen sich nicht aufspalten, so dass weder CrossFire noch SLI möglich sind.


Quelle: Intel

Das von uns im Test verwendete Mainboard, ein MSI H55M-E33, basiert auf dem H55 Chipsatz. Dieser stellt sozusagen die preiswerte Alternative im Desktop-Segement dar, während der H57 mehr Funktionen bietet und der Q57 für den Einsatz am Arbeitsplatz gedacht ist.




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Der Core i5 661
Wenden wir uns nun unserem Testobjekt zu, dem Core i5 661. Es handelt sich hierbei um einen Prozessor für den Sockel LGA1156, der zwei CPU-Kerne und einen Grafikkern umfasst.

Beim Core i5 661 kommt eine dreistufige Cache-Architektur zum Einsatz. Jeder der beiden Kerne besitzt einen 32+32 KByte großen L1-Cache sowie 256 KByte L2-Cache. Hinzu kommt ein gemeinsamer L3-Cache, welcher 4 MByte umfasst.

Intel spezifiziert den Prozessor mit einer Taktrate von 3,33 GHz, doch mit dieser wird er nur selten arbeiten. Dank Turbo-Modus liegen normalerweise 3,46 GHz an, sollte nur ein Kern belastet werden sind auch 3,60 GHz möglich.

Der Grafikkern des Core i5 661 arbeitet mit 900 MHz und ist somit 166,66 MHz schneller als beim Core i5 660. Damit diese Taktrate erreicht werden konnte, hat Intel die TDP der CPU von 73 auf 87 Watt angehoben. Zudem wurden einige Funktionen gestrichen. Hierzu gehören die vPro Technologie, die I/O-Virtualisierung (VT-d) und TXT (Trusted Execution Technology).

Dafür kostet der Core i5-661 allerdings auch keinen Cent mehr als der Core i5-660. Der Core i5 661 kann übrigens auch auf einem Mainboard mit Intels P55 Chipsatz betrieben werden, doch dort ist die Verwendung des integrierten Grafikkerns nicht möglich.




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Die Vergleichs-Prozessoren
Für diesen Test mussten wir unser bisheriges Setup umstellen, da wir mit möglichst aktuellen Spielen und Anwendungen arbeiten wollten. Aus Zeitgründen sowie aufgrund der Tatsache, dass uns viele der bereits zuvor getesteten Prozessoren nicht mehr zur Verfügung stehen, waren wir zudem gezwungen, uns auf einen Vergleich von drei Modellen zu beschränken. Intel nennt für den Core i5 661 einen Preis von 196 US-Dollar, was uns die Auswahl erleichterte.

Der Core 2 Duo E8500 taktet mit 3,16 GHz und ist als Zweikern-CPU der Penryn-Generation der direkte Vorgänger des Core i5 661. Mit einem Preis von aktuell 183 US-Dollar passt dieser Prozessor auch preislich gut ins Gefüge.

Auf Seiten AMDs bekommt man für 195 US-Dollar bereits das aktuelle Top-Modell Phenom II X4 965 Black Edition. Uns liegt die 140W-Variante dieses Prozessors vor und wir sind gespannt, wie sich Intel mit zwei Kernen und HyperThreading gegen dieses Biest behaupten will.

Die Testsysteme im Überblick
Hier die vier Testkonfigurationen - auf Seiten AMDs kamen zwei Mainboards zum Einsatz, da wir sowohl die Radeon HD 4200 des AMD 785G Chipsatzes als auch die Radeon HD 3300 des AMD 790GX zum Vergleich heranziehen wollten - im Überblick:

Konfiguration für Intels Core i5 661:

Konfiguration für AMDs Phenom II X4 965 BE:

Konfiguration für Intels Core 2 Duo E8500:




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SiSoft Sandra 2010c (16.26) Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2010c (16.26).

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

SiSoft Sandra 2010c Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
50.81
33.00
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
48.86
31.70
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
48.53
39.22
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
29.0
21.36

Die mathematischen Tests von Sandra nutzen mehrere Kerne, so dass der Trubo des Core i5 661 um eine Stufe hochschaltet. Dies bedeutet einen Mehrtakt von 133,33 MHz bzw. vier Prozent und genau diese finden wir auch in den Ergebnissen wieder. Bei ganzzahligen Berechnungen ist der Core i5 661 satte 75,2 Prozent schneller als der Core 2 Duo E8500 - HyperThreading macht's möglich. Die Gleitkommaberechnungen hat Intel um beeindruckende 54,5 Prozent beschleunigt.

AMDs Phenom II X4 965 hat die Kraft der vier Kerne, dennoch verliert er den Integer-Durchlauf an den Core i5 661. Der Core i5 661 ist bei ganzen Zahlen zwar 4,7 Prozent schneller, doch sobald Nachkommastellen in die Rechnung einfließen, schlägt die Stunde des Phenom II. Sein Vorsprung beläuft sich hier auf 18,85 Prozent.

SiSoft Sandra 2010c (16.26) Multimedia
Wir bleiben bei den synthetischen Messungen und betrachten nun typische Multimedia-Berechnungen. Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

SiSoft Sandra 2010c Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
158.1
97.00
52.67
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
92.25
68.84
37.27
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
88.70
66.83
36.33
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
76.88
50.73
26.34

Nur bei Ganzzahlen kann der Core i5 661 den Taktvorteil des Turbo-Modus vollständig in Mehrleistung umsetzen, bei Fließkommaberechnungen steigt die Leistung lediglich um 3 Prozent und bei Double-Werten sind es 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Core 2 Duo E8500 ist die Integer-Leistung um zwanzig Prozent gestiegen, die Disziplinen Fließkomma und Double konnte Intel sogar um 35,7 bzw. 41,5 Prozent verbessern. Abermals wirkt sich hier nicht nur der höhere Takt sondern vor allen Dingen das HyperThreading positiv auf die Ergebnisse aus.

Dennoch ist HyperThreading eine Krüke und kann vollwertige Kerne nicht ersetzen. Daher kann sich der AMD Phenom II X4 965 einen deutlichen Vorsprung erarbeiten und ist bei Ganzzahlen 71,4, bei Gleitkommawerten 40,9 und bei Double-Berechnungen 41,3 Prozent schneller als der Core i5 661.




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SiSoft Sandra 2010c (16.26) Kryptographie
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2010c messen kann. Getestet wird mit einer AES256 (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung und dem Secure Hash Algorithm (SHA256). Intel hat seine Westmere-Prozessoren mit Optimierungen ausgestattet, welche Verschlüsselungsoperationen deutlich beschleunigen sollen. Hiervon sollte auch der Core i5 661 profitieren.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

SiSoft Sandra 2010c Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
3330
452
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
3270
434
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
511
627
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
268
389

Beeindruckend: AES256 läuft auf dem Core i5 661 rasend schnell ab, so dass wir im Vergleich zum Core 2 Duo E8500 eine Steigerung um 1143 Prozent sehen. Betrachten wir AMDs Phenom II 965, so ist Intels Newcomer um 552 Prozent schneller. Der Turbo bringt dem Core i5 661 diesmal jedoch nur magere 1,8 Prozent Leistungsgewinn.

Anders sieht es beim Hashing aus, hier scheinen die Optimierungen nicht zu greifen und der Phenom II 965 liegt 38,7 Prozent vor dem Core i5 661, welcher seinerseits um 16,2 Prozent besser abschneidet als der Core 2 Duo E8500. Gut vier Prozent seiner Leistung generiert der Core i5 661 dabei aus dem Turbo-Modus.

SiSoft Sandra 2010c (16.26) Speicherbandbreite
Durch die Integration des Speicher-Controllers in die CPU hatte AMD lange Zeit einen architektonischen Vorteil, doch Intel hat die Engstelle Frontsidebus beim Nehalem und Westmere ebenfalls beseitigt. Der Core 2 E8500 gehört hingegen zur Penryn-Generation und kann die Bandbreite des DDR3-1333-Speichers nicht ausschöpfen. Eigentlich wollen wir mit 4 GByte DDR3-1333CL8 testen, doch aufgrund von Kompatibilitätsproblemen mit der neuen Plattform mussten wir uns mit 2 GByte DDR3-1333CL9 begnügen.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv. Zusätzlich haben wir einen Messlauf mit dem integrierten Grafikkern des Core i5 661 durchgeführt, da dieser Teile des Hauptspeichers verwendet und hierdurch die Speicherbandbreite beeinflusst.

SiSoft Sandra 2010c Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
12.00
12.00
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
11.42
11.42
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
11.34
11.35
Core i5 661
3,33GHz turbo/HT/IGP
DDR3-1333CL9/2Ch
11.00
11.00
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
7.13
7.06

Der Turbo-Modus wirkt sich kaum auf die Speicherbandbreite des Core i5 661 aus, wir messen lediglich eine Steigerung um 0,7 Prozent. Anders sieht es aus, wenn eine Grafikkarte statt der im Prozessor integrierten Grafikeinheit verwendet wird. Hierdurch können wir die Speicherbandbreite um immerhin 3,8 Prozent verbesern.

Die Integration des Speicher-Controllers in die CPU ist auf jeden Fall der richtige Weg, denn der Core i5 661 erzielt bei identischer Speicherkonfiguration einen um 61 Prozent höheren Durchsatz als der FSB-limitierte Core 2 Duo E8500. Dennoch hat AMDs Phenom II 965 auch weiterhin die Nase vorn und ist weitere 5,1 Prozent schneller.




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Cinebench 10 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 10 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
14323
3929
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
10895
4617
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
10465
4382
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
7575
3916

Verwenden wir nur einen Thread zum Rendering, bringt der Turbo-Modus dem Core i5 661 einen Leistungszuwachs um 5,4 Prozent. Nutzen wir hingegen vier Threads, gewinnen wir lediglich 4,1 Prozent. Vergleichen mit dem Core 2 Duo E8500 ist die Rechenleistung mit einem Thread um 17,9 Prozent gewachsen. Nutzen wir mehrere Threads, kann der Core i5 661 dank HyperThreading einen Vorteil von satten 43,8 Prozent erzielen.

Lassen wir Cinebench mit einem Thread auf dem Phenom II X4 965 laufen, ist der Core i5 661 deutliche 17,5 Prozent schneller. Kann AMDs Prozessor jedoch alle vier Kerne in Szene setzen, erweist sich HyperThreading einmal mehr als zahnloser Tiger und der Phenom liegt klare 31,5 Prozent in Front.

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie der maximalen Anzahl an Threads. Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
3082
788
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
2162
856
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
2073
802
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
1456
734

POV-Ray verhält sich ähnlich wie Cinebench: Der Turbo-Modus bringt dem Core i5 661 bei Verwendung eines Threads eine Steigerung um 6,7 Prozent, mit vier Threads sind es nur 4,3 Prozent. Der Core i5 661 ist mit einem Thread 16,6 Prozent schneller als der Core 2 Duo E8500, dank HyperThreading werden daraus 48,5 Prozent.

Solange wir das Raytracing auf einen Thread beschränken, ist der Core i5 661 immerhin 8,6 Prozent schneller als AMDs Phenom II 965. Wirft der Phenom II jedoch alle vier Kerne in die Waage, deklassiert er HyperThreading mit einem Vorsprung von 42,6 Prozent.




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7-Zip 9.10 Beta: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da 7-Zip beim Packen maximal zwei Kerne auslasten kann, machen wir einen Durchlauf mit einem und einen zweiten mit zwei Threads.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

7-Zip 9.10 Beta Packen: 2 Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
117
252
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
124
273
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
125
248
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
126
277

Ohne Turbo-Modus benötigt der Core i5 661 zwischen 1,5 und 1,6 Prozent mehr Zeit für die Archivierung der Daten. Da 7-Zip nur zwei Threads verwendet, liegt der Core 2 Duo E8500 diesmal auf dem selben Niveau wie der Core i5 661. Nutzt der Packer nur einen Thread, benötigt der Core i5 661 sogar gut zehn Prozent länger. Hieran zeigt sich, wie gut 7-Zip auf die Cache-Architektur des Core 2 optimiert wurde.

Der Gewinner dieser Runde ist jedoch der Phenom II X4 965, der zwar nur die Hälfte seiner Kerne nutzen kann, aber dennoch sieben Sekunden schneller fertig ist als Intels Core i5 661. Oder anders gesagt: Für die Bearbeitung benötigt der Core i5 661 rund sechs Prozent mehr Zeit.

WinRAR 3.91: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR. WinRAR geht hierbei sogar noch einen Schritt weiter als 7-Zip, denn es kann seine Arbeit auf 8 Threads verteilen. Abermals packen wir die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite und stoppen die Zeit.

WinRAR 3.91 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
165
377
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
166
380
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
167
328
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
179
302

Der Turbo-Modus bringt bei WinRAR noch weniger als 7-Zip, wir messen lediglich eine um 0,6 bis 0,8 Prozent längere Bearbeitungszeit, wenn wir ihn deaktivieren. Diesmal ist der Phenom II X4 965 trotz seiner vier Kerne um 1,2 Prozent langsamer als der Core i5 661 und der Core 2 Duo E8500 benötigt 8,5 Prozent mehr Zeit für die Archivierung.

Wird nur ein Thread genutzt, kommt auch WinRAR mit den Cache-Architekturen des Core 2 Duo und des Phenom II deutlich besser zurecht. Der Core i5 661 benöigt 15 Prozent mehr Zeit als der Phenom II X4 965 und sogar 24,8 Prozent länger als der Core 2 Duo E8500.




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DivX 7.2.1: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir mit DivX 7.2.1 eine 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach DivX HD1080P konvertieren und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Die Zeitmessung läuft vom Beginn der Konvertierung bis zur Fertigstellung der Menüstruktur.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

DivX 7.2.1: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
106.54
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
112.79
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
116.31
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
132.25

DivX führt die Konvertierung auf mehreren Threads parallel aus und somit verwundert es kaum, dass der Core i5 661 ohne Turbo-Modus ca. 3,1 Prozent länger benötigt. Die Bearbeitungszeit des Core 2 Duo E8500 ist um 17,25 Prozent länger, wobei der Core i5 661 abermals HyperThreading in die Waagschale werfen kann. Dennoch benötigt Intels Neuling 5,9 Prozent mehr Zeit als AMDs Phenom II X4 965, dessen vier Kerne für den knappen Vorsprung sorgen.

Windows Movie Maker: Video-Encoding
Als zweite Video-Software verwenden wir den Windows Movie Maker, welcher zum Lieferumfang von Windows Vista Ultimate SP2 gehört. Abermals konvertieren wir die 120 Sekunden lange Videosequenz - diesmal von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) in Windows Media HD1080p - und stoppen die Zeit.

Windows Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
82.87
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
99.89
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
103.68
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
129.55

Auch der Windows Movie Maker arbeitet mit mehreren Threads und die Ergebnisse ähneln denen von DivX. Ohne Turbo-Modus benötigt der Core i5 661 diesmal 3,8 Prozent länger, zugleich ist der Abstand des Core 2 Duo E8500 deutlich angestiegen. Knapp 30 Sekunden bzw. 29,7 Prozent länger benötigt der Dual-Core-Prozessor, dem HyperThreading schmerzlich fehlt.

Über HyperThreading kann der Phenom II X4 965 hingegen nur müde lächeln. Er setzt mit vier echten Kernen den Bestwert in diesem Durchgang und der Core i5 661 benötigt für die Umwandlung 20,5 Prozent mehr Zeit.




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Audacity 1.3.10: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format bei Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv.

Audacity 1.3.10: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
183
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
195
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
198
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
233

Audacity arbeitet mit einem einzigen Thread und wurde nicht sonderlich auf AMD-basierende Prozessoren optimiert. Dies hat zur Folge, dass der Phenom II X4 965 satte 50 Sekunden bzw. 27,3 Prozent länger benötigt. Auf der anderen Seite kann der Turbo des Core i5 661 diesmal zwei Stufen nutzen, daher wächst die Bearbeitungszeit ohne Turbo um 6,6 Prozent an. Der Rückstand des Core 2 Duo E8500 ist noch etwas größer, er braucht 8,2 Prozent mehr Zeit für den Export der Audiodaten als der Core i5 661 mit Turbo.

OpenOffice.org 3.1.1: PDF-Export
Kommen wir nun zu einer Office-Anwendung. OpenOffice.org ist eine komplette, quelloffene Office-Suite und wir werden ein Text-Dokument (ODT, 96,8 MByte) mit aufwändigem Layout und zahlreichen Fotos als PDF exportieren. Die exportierte PDF-Datei hat eine Größe von 11,6 MByte. Wir stoppen die Zeit, welche OpenOffice.org für diese alltägliche Büroaufgabe benötigt.

OpenOffice.org 3.1.1: PDF-Export in s - geringere Werte sind besser
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
26.09
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
27.86
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
28.05
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
29.90

Nach schier unzähligen Messläufen steht fest, dass der Turbo-Modus diesmal keine Vorteile bringt und der Core i5 661 im Schnitt 6,8 Prozent mehr Zeit benötigt als der Core 2 Duo E8500. AMDs Phenom II X4 965 kann abermals nicht von seinen vier Kernen profitieren und braucht 7,3 Prozent länger für den Export als der Core i5 661.




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Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist auch bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comic-artige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Wir haben alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt. Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv. Betrachten wir zunächst die Messung mit der Radeon HD 4870 X2:

Street Fighter IV in fps (1280x1024, kein AA, kein AF, hoch/max)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
269.75
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
238.37
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
229.84
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
187.36

Ohne Kantenglättung und bei niedriger Auflösung limitieren beide Intel-Prozessoren die Leistung der Radeon HD 4870 X2. Der Core i5 661 ist zwar 27,2 Prozent schneller als der Core 2 Duo E8500, doch AMDs Phenom II X4 965 übertrifft den Core i5 um weitere 13,2 Prozent. Durch den Tubro-Modus gewinnt der Core i5 661 gut 3,7 Prozent bei der Framerate dazu.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Street Fighter IV in fps (1920x1200, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
156.46
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
152.79
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
147.23
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
128.90

Bei höherer Anzeigequalität werden die Abstände geringer. Der Core i5 661 ist nun 18,5 Prozent schneller als der Core 2 Duo E8500, wird jedoch abermals vom Phenom II X4 965 überholt, dessen Framerate um weitere 2,4 Prozent besser ausfällt. Der Turbo-Modus bringt dem Core i5 661 diesmal 3,8 Prozent Mehrleistung.

Doch was ist mit dem GMA HD Grafikkern, den Intel im Core i5 661 verbaut hat? Wie schneidet er im Vergleich zu AMDs 785G (Radeon HD 4200) und 790GX Chipsatz (Radeon HD 3300) ab? Und wie schlägt er sich gegen Grafikkarten wie die preiswerte GeForce GT220?

Street Fighter IV in fps (1280x1024, kein AA, kein AF, hoch/max)
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
50.65
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 3300
16.80
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
15.73
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
12.22

Intels GMA HD ordnet sich zwischen AMDs Radeon HD 4200 und HD 3300 ein, dennoch sind die Frameraten weit von jeder Spielbarkeit entfernt. Ganz anders die GeForce GT220, welche mit diesen Einstellungen eine annehmbare Leistung erzielt.




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Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden. HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen auf "hoch" und die Umgebungs-Absorption auf "sehr hoch" gestellt.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv. Betrachten wir zunächst wieder die Messung mit der Radeon HD 4870 X2:

Tom Clancy's HAWX in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
129
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
126
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
123
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
110

Im Durchlauf mit geringen Anforderungen ist der Core i5 661 deutliche 14,6 Prozent schneller als der Core 2 Duo E8500. An der Spitze hält sich jedoch AMDs Phenom II X4 965, dessen Framerate nochmals um 2,4 Prozent besser ist. Ebenfalls 2,4 Prozent gewinnt der Core i5 durch die Verwendung des Turbo-Modus.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Tom Clancy's HAWX in fps (1920x1200, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
92
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
91
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
91
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
87

Nun liegen Phenom II X4 965 und Core i5 661 Kopf an Kopf, denn die CPU-Leistung wirkt kaum noch als limitierender Faktor. Dies sieht man auch daran, dass der Turbo des Core i5 keinerlei Vorteile bringt. Auch der Rückstand des Core 2 Duo E8500 ist geringer, die mit dem Core i5 661 gemessene Framerate ist nur noch 4,6 Prozent besser.

Kommen wir abermals zum Intel GMA HD Grafikkern. Wie wird sich Intels CPU-GPU-Gespann diesmal schlagen?

Tom Clancy's HAWX in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
18
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 3300
7
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
5
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
0

Bei Tom Clancy's HAWX sehen wir mit Intels GMA HD und DirectX 10 lediglich ein schwarzes Bild. Drücken wir dann eine Taste, ist das Spiel beendet. Versuchen wir es nochmal und geben uns diesmal etwas anspruchsloser (DirectX 9):

Tom Clancy's HAWX in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220; DX9
69
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 3300
27
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD; DX9
22
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200; DX9
19

Abermals bringt nur die GeForce GT220 eine akzeptable Performance zustande. Intels GMA HD kann sich zwar abermals zwischen die beiden AMD-Chipsätze schieben, dennoch bleibt die 3D-Performance mager.




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Colin McRae DiRT 2 (DX9/11)
Colin McRae DiRT 2 ist ein top-aktuelles Rennspiel mit einem kleinen Haken: Es unterstützt zwar DirectX 9 und 11 aber kein DirectX 10 oder 10.1. Wer DiRT 2 mit einer DirectX-10-Karte testet, muss daher mit DirectX 9 vorlieb nehmen. Wir haben die offizielle Benchmark-Funktion des Spiels verwendet und die Strecke Baja mit einem Auto befahren. Kommen mehrere Autos zum Einsatz, fällt die Framerate etwas niedriger aus, schwankt aber auch deutlich. Für unseren Test haben wir alle Einstellungen auf die höchste Stufe gesetzt.

Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv. Betrachten wir zunächst wieder die Messung mit der Radeon HD 4870 X2:

Colin McRae DiRT 2 in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
104.9
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
94.6
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
94.1
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
82.3

Wer vom Core 2 Duo E8500 zum Core i5 661 wechselt, erhält eine um 14,95 Prozent höhere Framerate als Belohnung. Wer sich für AMDs Phenom II X4 965 entscheidet, ist weitere 10,9 Prozent schneller. Der Turbo bringt dem Core i5 661 diesmal herzlich wenig oder genauer gesagt 0,5 Prozent Mehrleistung.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Colin McRae DiRT 2 in fps (1920x1200, 8x FSAA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
62.1
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
60.5
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
58.9
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
56.7

Der zweite Durchlauf von DiRT 2 birgt eine Überraschung: Mit aktiviertem Turbo wird der Core i5 661 etwas langsamer. Dieser Effekt ist seltsam aber reproduzierbar. So kommt es, dass der Core i5 661 diesmal nur 3,9 Prozent vor dem Core 2 Duo E8500 liegt, die Ergebnisse des Phenom II X4 965 aber um 5,4 Prozent besser sind.

Und was macht Intels GMA HD? Bekommen wir diesmal wenigstens ein Bild?

Colin McRae DiRT 2 in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
21.8
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 3300
13.1
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
13.0
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
0

DirectX 9, der Aufruf des Spiels im sicheren Modus - nichts hilft! Nachdem uns Dirt die Intros diverser Firmen gezeigt hat, wird und bleibt die Anzeige schwarz. Angesichts der bescheidenen Werte, welche die GeForce GT220 liefert, hätten wir von Intels Grafikkern allerdings auch nicht viel erwarten dürfen.




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Far Cry 2 (DX10)
Der Egoshooter Far Cry 2 nutzt bis zu vier Kerne, unterstützt DirectX 10 und spielt in einer beeindruckenden afrikanischen Landschaft mit unzähligen Pflanzen und Tieren. Und das Spiel wird, was wir besonders mögen, mit einem richtig guten Benchmark-Tool geliefert.

Wir haben alle Optionen auf die höchst mögliche Einstellung gesetzt. Die Energiespartechniken Cool'n'Quiet (AMD) und EIST (Intel) wurden bei den Messungen genutzt. Der Core i5 661 wurde sowohl mit als auch ohne Turbo-Modus getestet, in beiden Konfigurationen war HyperThreading aktiv. Betrachten wir zunächst die Messung mit der Radeon HD 4870 X2:

Far Cry 2 in fps (1280x1024, Small Ranch, kein AA, Ultra High, DirectX 10)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
87.37
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
82.05
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
80.73
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
66.69

In der niedrigen Auflösung bremst der Core 2 Duo E8500 unsere Grafikkarte eindeutig aus, denn mit dem Core i5 661 erzielen wir eine um 23 Prozent höhere Framerate. Weitere 6,5 Prozent mehr Leistung bietet AMDs Phenom II X4 965. Der Turbo-Modus wirkt sich diesmal nur geringfügig aus und bringt dem Core i5 661 eine Mehrleistung von 1,6 Prozent.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Far Cry 2 in fps (1920x1200, Small Ranch, 8x AA, Ultra High, DirectX 10)
Phenom II X4 965
3,40GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
45.47
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
44.72
Core i5 661
3,33GHz fix/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
44.66
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
DDR3-1333CL9/2Ch
44.25

Nun ist die Grafikkarte der limitierende Faktor und alle Systeme liegen auf ein und dem selben Niveau. Abermals sehen wir den Phenom II X4 965 an der Spitze und den Core 2 Duo E8500 am Ende des Feldes, doch spürbar sind die Leistungsunterschiede nicht mehr.

Ein letztes Mal konfrontieren wir den Intel GMA HD mit einem Spiel:

Far Cry 2 in fps (1280x1024, Small Ranch, kein AA, Ultra High, DirectX 10)
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
17.40
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 3300
6.48
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
5.89
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
4.79

Wenn das Spiel läuft, ist Intels GMA HD schneller als AMDs ATi Radeon HD 4200, doch das ist keine große Kunst. Die Radeon HD 3300 des AMD 790GX Chipsatzes taktet im Vergleich zur Radeon HD 4200 etwas höher und besitzt eigenen Speicher und an dieser kommt Intel nicht vorbei. NVIDIAs GeForce GT220 schafft mühelos eine dreimal höhere Framerate, doch selbst das reicht für die gewählten Einstellungen noch lange nicht aus.




Intels Clarkdale: Der GPU-Prozessor Core i5 661 im Test - Druckansicht - Seite 16 von 21

HD-Videobeschleunigung
Dass die GMA HD Grafikeinheit im Core i5 661 mit anspruchsvollen Spielen überfordert ist und sich eher an jene Benutzer wendet, die gelegentlich ein Browser-Spiel aufrufen, hat unser Benchmark-Parcours bereits anschaulich dokumentiert. Doch wie steht es um die Wiedergabe von HD-Videos? Wird die CPU hierbei so deutlich entlastet, wie Intel es in seinen Unterlagen verspricht?

Zum Test spielen wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MOV, H.264) mit ArcSoft Total Media TMT3 V3.0.0.140 ab. Wir messen die CPU-Last während der ersten Minute des Trailers. Das folgende Diagramm ist auf 100% skaliert.

HD-Videobeschleunigung (CPU-Last in Prozent, geringere Werte sind besser)
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Radeon HD 4870 X2
1.31
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
1.40
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
1.78
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 3300
3.05
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
3.41
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
nur CPU
13.54

Ohne Hardware-Beschleunigung durch den Grafikchip messen wir eine durchschnittliche CPU-Last von 13,54 Prozent. Aktivieren wir die Beschleunigung in Total Media, reduziert sich diese auf 1,78 Prozent. Damit ist Intels GMA HD fast so leistungsstark wie diskrete Grafiklösungen und anscheinend auch besser als die IGPs von AMD. Anscheinend, denn dank Cool'n'Quiet taktet AMDs CPU weiter herunter als der Core i5 661 und die Last der Videowiedergabe fällt daher zwangsläufig höher aus.

Grafikprobleme
Abgesehen davon, dass Colin McRae DiRT 2 die Zusammenarbeit mit Intels GMA HD verweigerte und Tom Clancy's HAWX nur im DirectX-9-Betrieb lief, hatten wir auch mit anderen Grafikfehlern zu kämpfen. Zuweilen blieben Fensterfragmente auf dem Bildschirm zurück, öfter aber wurden wir von einem flackernden Bildschirm begrüßt. Anscheinend haben Intels Grafiktreiber ein Problem damit, unseren über DVI angeschlossenen Samsung 245B mit der richtigen Taktrate anzusteuern. Auch das Windows-Logo zeigte sich beim Start von Vista gründsätzlich derart verzerrt.

Zuweilen schließt die Installation des Grafiktreibers zwar normal ab, doch nach dem Neustart wird er nicht geladen. Auch eine nochmalige Installation oder der Versuch, den Treiber manuell einzubinden, scheitert. Der Grund scheint Microsofts Software-Plattform .NET zu sein, welche Intels Grafiktreiber benötigt. Ist diese nicht vorhanden oder aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise die Installation oder das Entfernen anderer Softwarepakete, unvollständig oder inkompatibel, kann der Treiber nicht mehr geladen werden. Erst nach einer Neuinstallation von .NET funktioniert er dann wieder.




Intels Clarkdale: Der GPU-Prozessor Core i5 661 im Test - Druckansicht - Seite 17 von 21

Benutzeroberfläche des Grafiktreibers
Intel hat die Bedienelemente seines Grafiktreibers generalüberholt. Die Optik ist nun wesentlich eleganter und die Optionen sind dennoch leicht zu finden. Leider halten sich die Konfigurationsmöglichkeiten in Grenzen.


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Insbesondere im 3D-Bereich gibt es nur wenige Optionen. Aber das passt gut zur 3D-Leistung, welche sich ja auch nicht ernsthaft an Spieler wendet. Intels GMA HD soll sich in erster Linie mit Videos und dem Windows-Desktop beschäftigen.




Intels Clarkdale: Der GPU-Prozessor Core i5 661 im Test - Druckansicht - Seite 18 von 21

Stromverbrauch: Idle
Um Strom zu sparen, takten AMD und Intel ihre Prozessoren im lastfreien Betrieb herunter, senken die anliegende Spannung und schalten zudem einzelne Einheiten des Prozessorkerns ab. Im Falle des Core i5 661 reicht eine Spannung von 0,928 Volt für den lastfreien Betrieb aus, der Takt sinkt jedoch nur auf 1330 MHz, da der kleinste Multiplikator, den wir erreichen konnten, 10 war.

Bei der Betrachtung des Stromverbrauchs messen wir jeweils die Leistungsaufnahme der kompletten Systeme, wobei wir beim Core i5 661 auf dessen integrierte Grafikeinheit zurückgreifen und beim Phenom II X4 965 die IGP des AMD 785G Chipsatzes verwenden. Intels X48 Chipsatz, welcher sich auf dem Mainboard des Core 2 Duo E8500 befindet, besitzt keine Grafikeinheit, weshalb wir hier mit einer GeForce GT220 arbeiten. Um dennoch eine Vergleichbarkeit des Core 2 Duo E8500 mit dem Core i5 661 gewährleisten zu können, haben wir diesen zusätzlich mit der GeForce GT220 vermessen.

Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
38
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
42
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
52
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
GeForce GT220
64

Ohne Frage, ein Verbrauch von nur 38 Watt - wir reden hier wohlgemerkt vom System und nicht nur von der CPU - ist erstaunlich. Selbst mit der GeForce GT220 bleibt der Core i5 661 stolze 22 Watt unter dem Core 2 Duo E8500. AMDs Phenom II X4 965 schlägt sich für einen Vierkern-Prozessor vorbildlich, da er mit 1,000 Volt bis auf 800 MHz heruntertaktet.

Stromverbrauch: Last
Nun lasten wir alle Kerne der Prozessoren mit dem Tool Core2MaxPerf 1.6 aus. Der Core i5 661 taktet hierbei mit 3,46 GHz und benötigt hierzu 1,152 Volt.

Angesichts der hohen Taktrate ist die Spannung erstaunlich niedrig. Der Phenom II X4 965 benötigt für seine 3,40 GHz beispielsweise 1,400 Volt, wobei zu bedenken ist, dass er vier Kerne versorgen muss.

Stromverbrauch Last 4 Threads in Watt, niedriger ist besser
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
Intel GMA HD
82
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
GeForce GT220
87
Core 2 Duo E8500
3,16GHz
GeForce GT220
104
Phenom II X4 965
3,40GHz
Radeon HD 4200
208

Der Clarkdale gibt sich auch unter Volllast bescheiden. Mit nur 82 Watt bleibt das komplette System sogar unter der von Intel für die CPU spezifizierten TDP. Im Vergleich der Messungen mit der GeForce GT220 verbraucht der Core 2 Duo E8500 immerhin 17 Watt mehr und AMDs Phenom II X4 965 verbraucht in Kombination mit der Chipsatzgrafik des AMD 785G sogar satte 208 Watt. Zugegeben, der Phenom II war zumeist schneller, doch einen Mehrverbrauch von 126 Watt rechtfertigt dieser Leistungsunterschied kaum. Selbst wenn wir die 125W-Variante des Phenom II verwendet hätten, wäre ein Mehrverbrauch von über 100 Watt unumgänglich gewesen.




Intels Clarkdale: Der GPU-Prozessor Core i5 661 im Test - Druckansicht - Seite 19 von 21

Übertakten
Intel hat den Core i5 661 mit 3,33 GHz spezifiziert, doch dank Turbo läuft diese CPU unter Last eigentlich immer mit 3,46 GHz bzw. 3,60 GHz, sofern nur ein Kern gefordert wird. Beim Übertakten wollten wir daher zumindest die 3,60 GHz übertreffen und nach Möglichkeit die magische Grenze von 4,00 GHz durchbrechen. Wir erreichten zumindest einen Teilerfolg:

Obwohl wir mit einem Basistakt von 175 MHz ins BIOS kamen, verweigerte Windows den Start. Vermutlich ist hierfür der QPI-Takt verantwortlich, den wir auf dem MSI H55M-E33 nicht verändern können. Dieser Takt berechnet sich aus dem Multiplikator 24 und dem Basistakt, welchen wir zum Übertakten anheben müssen. Erst mit einem Basistakt von 155 MHz läuft Windows stabil, wobei wir allerdings mit einer moderaten Spannungserhöhung um 0,100 Volt nachhelfen mussten.

Hieraus ergibt sich allerdings ein neues Problem, denn der maximale Multiplikator des Core i5 661 ist 25 und damit erreichen wir maximal 3875 MHz. Dadurch dass wir den Turbo aktivieren, können wir allerdings auch einen Multiplikator von 26 erzwingen. Dies reicht für 4030 MHz, doch leider sehen wir statt der Windows-Oberfläche nur einen Bluescreen. Wir gewinnen de facto also nur 408 MHz bzw. 11,8 Prozent und das ist für einen Dual-Core-Prozessor dann doch etwas mager.

Immerhin können wir auch beim Übertakten EIST nutzen, so dass der CPU-Takt und die Spannung im Leerlauf abgesenkt werden. Unsere Übertaktungsversuche mit aktiviertem Grafikkern fielen übrigens noch bescheidener aus. Wer einen Clarkdale übertakten möchte, sollte auf jeden Fall zu einer Grafikkarte greifen.

Unseren Arbeitsspeicher haben wir als DDR3-1237 mit Latenzen von CL8-8-8-24 betrieben. Einen höheren Speichertakt konnten wir leider nicht umsetzen, da das Mainboard in Zusammenspiel mit unseren OC-Modulen leider keinen stabilen Betrieb zuließ.




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Übertakten: Benchmarks
Doch genug der grauen Theorie: Was bringt uns die Übertaktung des Core i5 661 in der Praxis? Wir haben ein paar Tests ausgewählt, welche alle Kerne belasten, und beginnen mit den CPU-Messungen von SiSoft Sandra 2010c:

SiSoft Sandra 2010c Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
Core i5 661
3,875GHz OC/HT
DDR3-1237CL8/2Ch
56.81
36.92
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
50.81
33.00

Die Taktsteigerung um 11,8 Prozent spiegelt sich in den Resultaten dieser Messung perfekt wieder. Beim Speicher konnten wir den Takt jedoch nicht weiter anheben, dafür haben wir mit etwas schärferen Latenzen gearbeitet:

SiSoft Sandra 2010c Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Core i5 661
3,875GHz OC/HT
DDR3-1237CL8/2Ch
12.18
12.19
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
11.42
11.42

Die schärferen Latenzen und der höhere CPU-Takt verbessern den Speicherdurchsatz um 6,65 Prozent. Kommen wir nun zu Cinebench 10:

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads in CB
Core i5 661
3,875GHz OC/HT
DDR3-1237CL8/2Ch
12189
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
10895

Auch Cinebench spiegelt beim Rendering mit vier Threads die Taktsteigerung perfekt wieder. Wird sich POV-Ray ebenso verhalten?

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: X Threads in PPS
Core i5 661
3,875GHz OC/HT
DDR3-1237CL8/2Ch
2416
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
2162

Ja, auch POV-Ray kann den Mehrtakt nahezu verlustfrei in eine höhere Rechenleistung umsetzen. Zuletzt werfen wir noch einen Blick auf das Spiel Street Figher IV, welches bei mittleren Auflösungen sehr CPU-lastig reagiert:

Street Fighter IV in fps (1280x1024, kein AA, kein AF, hoch/max)
Core i5 661
3,875GHz OC/HT
DDR3-1237CL8/2Ch
258.04
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
DDR3-1333CL9/2Ch
238.37

Die Taktsteigerung um 11,8 Prozent führt bei Street Figher IV zu einer Verbesserung der Framerate um immerhin 8,25 Prozent. Der Core i5 661 lässt sich zwar nicht allzu weit übertakten, kann die gewonnene Taktrate aber zumindest in eine entsprechende Leistungsverbesserung umsetzen.




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Fazit
GutNachdem unser Test in den frühen Morgenstunden noch ohne Übertaktungsergebnisse online ging, konnten wir diese zwischenzeitlich nachreichen und so steht einem endgültigen Fazit nichts mehr im Wege: Der Core i5 661 ist ohne Zweifel ein beachtlicher Prozessor. Im Vergleich zum Core 2 Duo E8500 bietet er deutlich mehr Leistung sowie einen geringeren Stromverbrauch, während sein Preis lediglich um 13 US-Dollar höher ausfällt. Das erscheint mehr als gerechtfertigt, zumal der Grafikkern in die CPU gewandert ist. Intels Graphics Media Accelerator HD ist in Bezug auf seine 3D-Leistung kein Überflieger, aber das war auch nicht zu erwarten. Immerhin erreicht Intel das Niveau aktueller IGPs von AMD und für die Wiedergabe hochauflösender Videos ist dieser Grafikkern gut geeignet. Darstellungsfehler beim Startbildschirm von Windows und zuweilen auch auf dem Desktop sowie Probleme mit einigen Spielen zeigen allerdings, dass Intels Grafiktreiber noch ein wenig Feinschliff benötigen.

Im Vergleich zu AMDs Phenom II X4 965 Black Edition, der ebensoviel kostet, hält sich Intels Core i5 661 wacker. Natürlich kann HyperThreading die vier Kerne des Phenom II nur selten kompensieren, doch diese Technologie verringert zumindest den Abstand und verbraucht dabei deutlich weniger Strom als zwei weitere Kerne. Intels Core i5 661 ist dennoch kein sonderlich guter Übertakter. Nur um knapp zwölf Prozent konnten wir den Takt des Clarkdale anheben und dies entspricht der Steigerung, die auch beim Phenom II X4 965 möglich ist. Somit kann der Core i5 661 seinen Rückstand nicht durch eine bessere Übertaktbarkeit kompensieren. Wenn es nur um Preis und Leistung geht, gewinnt also AMDs Phenom II X4 965 diesen Vergleich klar. Doch sobald wir den Stromverbrauch in die Waagschale werfen, wendet sich das Blatt. Während AMDs Prozessor im Leerlauf noch ganz passable Verbrauchswerte liefert, schluckt er unter Last gleich 2,4-mal soviel Strom.

Darüber, ob die Grafikeinheit bei Desktop-Systemen unbedingt in die CPU wandern muss, kann man streiten. Für den Benutzer macht es jedenfalls keinen Unterschied, ob die integrierte Grafik im Prozessor oder im Chipsatz steckt. Dass der Core i5 661 ein extrem energieeffizienter Prozessor ist und somit hervorragend zum Zeitgeist passt, steht hingegen außer Frage. Wir würden dennoch eher zum gleich teuren Core i5 660 greifen, dessen Grafikeinheit etwas langsamer taktet, der dafür aber einen kompletten Funtkionsumfang inklusive Intels vPro Technologie, I/O-Virtualisierung (VT-d) und TXT (Trusted Execution Technology) aufweisen kann. Der Core i5 661 bekommt daher nur die Wertung "Gut" während der Core i5 660 mit einem "Sehr Gut" rechnen dürfte. Bleibt noch eine Frage in Richtung AMD: Wo bleibt Fusion?

Ein paar Worte zur Plattform
Zum Abschluss noch ein Wort zur neuen Plattform: Wir raten dazu, den aktuellen Mainboards noch ein, zwei Monate Reifezeit zu geben, denn hier läuft längst noch nicht alles rund. So versuchte die von Intel zum Test gestellte Hauptplatine beharrlich, uns zur Verzweiflung zu treiben. Die Installation von Windows Vista Ultimate 64-Bit mit einem optischen SATA-Laufwerk blieb grundsätzlich hängen und mit unserer Radeon HD 4870 X2 bekamen wir auf dieser Hauptplatine statt eines Bildes nur ein leises Protestpiepsen zu hören. Zum Glück hatte uns MSI bereits sein H55M-E33 geschickt, auf das wir für diesen Test ausweichen konnten. Dieses Motherboard zickte anfangs zwar in Kombination mit einigen Speicherriegeln, doch am Ende lief es stabil und zuverlässig.




Unser Dank gilt:







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