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Intels Sandy Bridge: Core i5 2500K und Core i7 2600K im Test

Autor: doelf - veröffentlicht am 03.01.2011 - Letztes Update: 25.02.2011
s.37/38

Fazit
Intel hat "Sandy Bridge" aus dem Sack gelassen und AMDs Situation dadurch weiter verschärft. Offiziell sollen die neuen Quad-Core-CPUs ab dem 9. Januar verkauft werden und die Dual-Core-Modelle erst am 20. Februar folgen. Einige Händler hatten zwar schon vor dem Jahresende mit dem Verkauf begonnen, zur Zeit ist der hiesige Markt aber wieder leergefegt. Daher können wir noch nichts zu deutschen Straßenpreisen sagen und müssen uns an Intels Dollar-Angaben orientieren. Der preiswerteste Sandy Bridge für Desktop-PCs ist die mit 3,1 GHz getaktete Doppelkern-CPU Core i3-2100 zum Preis von 117 US-Dollar, das teuerste Modell ist der von uns getestete Core i7-2600K für 317 US-Dollar. Damit greift Intel genau den Preisbereich an, welchen AMD mit seinen Phenom-Prozessoren abdeckt. AMD bietet zwar mehr Kerne zum gleichen Preis, doch dies bedeutet nur selten mehr Leistung aber fast immer einen höheren Stromverbrauch. Nach diesem Test müssen wir sagen, dass Intel mit Sandy Bridge nun alle Trümpfe in der Hand hält und AMD seinen Bulldozer nun dringender als je zuvor braucht.

Natürlich ist es ärgerlich, dass Intel schon wieder einen neuen Sockel verwendet und man somit nicht nur einen neuen Prozessor, sondern auch eine neue Hauptplatine kaufen muss. Ein kleiner Trost dürfte allerdings sein, dass neben den CPUs diesmal auch die Infrastruktur - soll heißen: die Chipsätze - überzeugen kann. USB 3.0 wird zwar noch immer nicht geboten, doch dafür arbeiten zumindest zwei der SATA-Ports mit einem Datendurchsatz von 6 Gb/s und die acht PCIe-2.0-Lanes der Chipsätze P67 und H67 bieten die volle Bandbreite. Leider musste Intel am 31. Januar 2011 bekannt geben, dass die Chipsätze einen Fehler enthalten, welcher zu einem teilweisen oder vollständigen Ausfall der SATA-Schnittstellen führen kann. Alle wichtigen Informationen zu diesem Problem finden sich im Nachtrag "Intels Chipsatz-Rückruf".

Während unserer Tests hatten wir vier unterschiedliche Hauptplatinen verwendet und jede einzelne hatte noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Die meisten der Probleme konnten zwischenzeitlich beseitigt werden, so dass die Tests der Mainboards sind inzwischen ebenfalls online sind:

Wertung: Core i7-2600K
Editor's ChoiceWenn wir einen neuen Prozessor betrachten, geht es in erster Linie um die Rechenleistung und den Preis. Der Core i7-2600K kostet 317 US-Dollar und schiebt sich damit zwischen den Core i7-870 (294 US-Dollar) und den gleich schnell getakteten Core i7-875K (342 US-Dollar), der sich lediglich durch den frei wählbaren Multiplikator unterscheidet. Auch beim Core i7-2600K kann der Benutzer den Multiplikator frei wählen und im direkten Leistungsvergleich ist dieser Prozessor deutliche 15,8 Prozent schneller als der Core i7-870. Dabei haben wir die Kryptographie-Wertung von SiSoft Sandra 2011b sogar ausgespart, da sie den Vergleich zu sehr zu Gunsten der Sandy-Bridge-CPUs verzerren würde.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Betrachten wir den Durchschnitt jener Tests, welche wir sowohl mit einem als auch mit mehreren Threads messen können, so beläuft sich der Vorteil des Core i7-2600K auf jeweils 20 Prozent. Es ist also gleichgültig, wie viele Kerne eine Software belastet, die Vorteile der neuen Architektur machen sich immer bemerkbar. Auch bei Spielen gibt sich der Core i7-2600K dominant, doch das täuscht ein wenig. Nur bei geringen Grafikanforderungen sehen wir einen Vorsprung von 11,4 Prozent auf den Core i7-870. Wird die Grafikkarte hingegen gefordert, schrumpft dieser Vorteil auf 3,1 Prozent zusammen. Dennoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass der Core i7-2600K in allen Gebieten schneller ist und Intel sogar den Speicherdurchsatz um weitere zehn Prozent verbessern konnte.

Während die Rechenleistung deutlich gestiegen ist, konnte Intel zugleich den Stromverbrauch weiter absenken. Der Core i7-2600K gehört zu den sparsamsten Quad-Core-CPUs in dieser Leistungsklasse und selbst beim Übertakten sahen wir nur einen vergleichsweise moderaten Anstieg des Stromverbrauchs. In Anbetracht einer Übertaktung um immerhin 28,6 Prozent auf 4,5 GHz gibt es auch hier keinen Grund zu Kritik. Mit einem Aufpreis von 26 US-Dollar für den freigeschalteten Multiplikator kann vermutlich jeder leben und 317 US-Dollar sind ein überaus fairer Preis für einen Prozessor wie den Core i7-2600K. Wir vergeben unseren Editor's Choice.




Wertung: Core i5-2500K
Editor's ChoiceIn der Summe aller Messungen schlägt auch der Core i5-2500K den Core i7-870, wenn auch nur um 4,85 Prozent. Dabei kostet diese CPU lediglich 216 US-Dollar und liegt somit auf dem Preisniveau des Dual-Core-Modells Core i5-655K. In den meisten Tests ist der Core i5-2500K kaum langsamer als der Core i7-2600K, lediglich in synthetischen Messungen oder wenn ein Programm massiv parallelisiert wurde, macht sich das fehlende HyperThreading bemerkbar. Beispiele hierfür sind Cinebench 11.5, POV-Ray und WinRAR. Bei Spielen macht der Core i5-2500K hingegen eine sehr gute Figur und der Windows Movie Maker läuft ohne HyperThreading sogar noch etwas schneller.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Beim Stromverbrauch kann der Core i5-2500K sein teureres Schwestermodell sogar noch leicht unterbieten, beim Übertakten ist mit 4,3 GHz hingegen etwas eher Schluss. Dennoch kann sich auch eine Übertaktung um 26,5 Prozent mehr als nur sehen lassen. Wer Wert auf die integrierte Grafikeinheit legt, muss berücksichtigen, dass diese beim Core i5-2500K etwas langsamer taktet als beim Core i7-2600K. Die Funktionen des Grafikkerns sind jedoch die selben. Angesichts seiner Leistung sind die 216 US-Dollar, mit denen Intel diesen Prozessor auspreist, schon fast ein Schnäppchen. Das ist besonders bitter für AMD, da sich die im gleichen Preisbereich eingeordneten Sechskern-CPUs im direkten Vergleich nur selten gegen den Core i7-2500K durchsetzen können. Uns bleibt keine andere Wahl, als abermals unseren "Editor's Choice" zu vergeben.




Unser Dank gilt:

  • Intel für die Bereitstellung der Prozessoren
  • AMD für die Bereitstellung der Prozessoren




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Inhaltsverzeichnis:
  1. Grundzüge der Generation "Sandy Bridge"
  2. Die Desktop-Prozessoren
  3. Die Mobil-Prozessoren
  4. Transistoren, Cache und AVX
  5. Turbo Boost 2.0
  6. Multiplikator, Basistakt und Chipsätze
  7. Die Grafikkerne, Quick Sync Video
  8. Vergleichs-Prozessoren und Testsysteme

    Benchmarks: Synthetisch
  9. Benchmarks: SiSoft Sandra 2011b Arithmetik
  10. Benchmarks: SiSoft Sandra 2011b Multimedia
  11. Benchmarks: SiSoft Sandra 2011b Kryptographie
  12. Benchmarks: SiSoft Sandra 2011b Arbeitsspeicher

    Benchmarks: Anwendungen
  13. Benchmarks: Cinebench 11.5 64-Bit
  14. Benchmarks: Cinebench 10 64-Bit
  15. Benchmarks: POV-Ray 3.7b34 64-Bit
  16. Benchmarks: 7-Zip 9.10 Beta
  17. Benchmarks: WinRAR 3.91
  18. Benchmarks: DivX 7.2.1
  19. Benchmarks: Windows Movie Maker
  20. Benchmarks: Audacity 1.3.10

    Benchmarks: 3D/Spiele
  21. Benchmarks: Street Fighter IV (1280x1024, kein AA)
  22. Benchmarks: Street Fighter IV (1920x1200, 8xAA)
  23. Benchmarks: Tom Clancy's HAWX (1280x1024, kein AA)
  24. Benchmarks: Tom Clancy's HAWX (1920x1200, 8xAA)
  25. Benchmarks: Colin McRae DiRT 2 (1280x1024, kein AA)
  26. Benchmarks: Colin McRae DiRT 2 (1920x1200, 8xAA)
  27. Benchmarks: Far Cry 2 (1280x1024, kein AA)
  28. Benchmarks: Far Cry 2 (1920x1200, 8xAA)

    Stromverbrauch, Übertakten:
  29. Stromverbrauch: Idle
  30. Stromverbrauch: Last
  31. Übertakten: CPU-Kerne
  32. Übertakten: CPU-Kerne, Benchmarks
  33. Übertakten: Grafikkern
  34. Übertakten: Grafikkern, Benchmarks
  35. CPU-Kühler: Intel DHA-A
  36. CPU-Kühler: Intel DHX-B

    Fazit:
  37. Fazit
  38. Nachtrag: Intels Chipsatz-Rückruf
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