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Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 1 von 13

UPDATES:




"Das Ganze noch einmal, nur ein wenig schneller", so lässt sich unsere Begegnung mit Intels Core i7-2700K zusammenfassen. Seit Intel im Januar dieses Jahres seinen Core i7-2600K von der Leine gelassen hatte, dominierte dieser Prozessor das Desktop-Segment. AMD hatte und hat dem nichts entgegenzusetzen, so dass dem Platzhirsch nun eine Taktsteigerung um magere 100 MHz genügt, um seine Herrschaftsansprüche zu erneuern.


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Sicher, es gibt noch den bereits kräftig angestaubten Sockel LGA1366 und dessen Nachfolger LGA2011 für den Sandy Bridge-E steht ebenfalls schon vor der Tür, doch für diese teure Enthusiasten-Plattformen entscheiden sich nur wenige Kunden. Die meisten Käufer greifen zum Sockel LGA1155 und hier steht mit dem Core i7-2700K nun ein weiterer Prozessor zur Auswahl.


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Je nach Auslastung der Kerne beläuft sich der Taktvorteil des Core i7-2700K im Vergleich zum Core i7-2600K auf 2,63 bis 2,94 Prozent, das ist wahrlich nicht viel. Beim Preis schlägt Intel immerhin 4,73 Prozent auf und verlangt laut offizieller Liste 332 US-Dollar. Obwohl der Preisunterschied mit 15 US-Dollar nicht allzu hoch ausfällt, erscheint der Core i7-2700K nicht übermäßig attraktiv. Schließlich kann man sich den Aufpreis auch sparen und stattdessen die Multiplikatoren eines Core i7-2600K um eine Stufe anheben.

Die Core-i7-Modelle der zweiten Generation
Intel hatte den Core i7-2600K und seine Schwestermodelle Core i7-2600 (mit eingeschränkten Übertaktungsfunktionen) und Core i7-2600S (mit einer um 30 Watt niedrigeren TDP) - wie bereits erwähnt - im Januar 2011 auf den Markt gebracht. Seither herrschte Stillstand und es gab weder neue Modellvarianten noch eine Anpassung der Preise. Auch die Vorstellung des neuen Core i7-2700K geht nicht mit der gewohnten Preissenkung einher, der neue Prozessor ordnet sich einfach oberhalb des Core i7-2600K ein.

CPUTakt
in GHz
Kerne
Threads
L3
in MB
TDP
in W
Preis
in US$
Core i7-2700K3,5-3,94/8895332
Core i7-2600K3,4-3,84/8895317
Core i7-26003,4-3,84/8895294
Core i7-2600S2,8-3,84/8865294

Beim Core i7-2600K garantiert Intel 3,4 GHz und bietet darüber hinaus Turbostufen von 3,5, 3,6, 3,7 und 3,8 GHz. Der Core i7-2700K taktet mindestens mit 3,5 GHz, nutzt im Normalfall aber die Turbostufen 3,6, 3,7, 3,8 sowie 3,9 GHz. Die 4-GHz-Grenze lässt Intel also auch weiterhin unangetastet.


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Am Prozessordesign wurden keinerlei Änderungen vorgenommen, sowohl unsere CPU vom Januar als auch der neue Core i7-2700K nutzen das Stepping D2. Für Intel gab es schlicht und einfach keinen Anlass, etwas zu ändern oder schnellere CPUs nachzulegen, da es in dieser Preis- und Leistungsklasse keinen Herausforderer seitens AMD gibt. Somit bleiben die Preise hoch und die Entwicklungsschritte innerhalb einer CPU-Generation klein.




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Grafik inklusive: Intels HD 3000
Bezüglich der Grafikeinheit gibt es keinen Unterschied zwischen dem Core i7-2600K und dem neuen Core i7-2700K: Beide Prozessoren umfassen die leistungsfähigere Variante HD 3000, die auf zwölf Execution Units (EUs) zurückgreifen kann.

CPUKennungShader2D-Takt
in MHz
3D-Takt
in MHz
Preis
in US$
Core i7-2700KHD 3000128501350332
Core i7-2600KHD 3000128501350317
Core i7-2600HD 200068501350294
Core i7-2600SHD 200068501100306

Im 2D-Betrieb taktet der Grafikkern mit 850 MHz, bei 3D-Last beschleunigt er auf 1,35 GHz, das derzeitige Maximum bei Intels Prozessoren. Technisch gesehen sind Intels Grafiklösungen nicht auf der Höhe der Zeit, denn sie bieten nur DirectX 10.1 sowie OpenGL 3.0. Für nicht allzu anspruchsvolle Spiele und mittlere Auflösungen reicht das gerade so aus.

Im Videobereich wird die Wiedergabe stereoskopischer 3D-Inhalte unterstützt und "Quick Sync Video" beschleunigt die Umwandlung von Videodateien in andere Formate - Messwerte hierzu finden sich im Benchmark-Kapitel. Zum Test der Videobeschleunigung spielen wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4, H.264) mit ArcSoft Total Media TMT3 V3.0.0.140 ab und messen die CPU-Last während der ersten Minute des Trailers:

HD-Videobeschleunigung (CPU-Last in Prozent, geringere Werte sind besser)
Intel Core i7-2700K
HD-Beschleunigung
0.617
Intel Core i7-2600K
HD-Beschleunigung
0.797
Intel Core i3-2100
HD-Beschleunigung
0.868
Intel Core i3-2100T
HD-Beschleunigung
0.926
AMD Phenom II X6 1010T
HD-Beschleunigung
3.279
Intel Core i7-2600K
reine CPU-Berechnung
5.145
Intel Core i7-2700K
reine CPU-Berechnung
5.230
AMD Phenom II X4 840
HD-Beschleunigung
6.711
Intel Core i3-2100
reine CPU-Berechnung
10.156
Intel Core i3-2100T
reine CPU-Berechnung
10.419
AMD Phenom II X6 1010T
reine CPU-Berechnung
11.017
AMD Phenom II X4 840
reine CPU-Berechnung
17.775

Das obige Diagramm ist auf 100% CPU-Last skaliert. Wie man sieht, entlasten die Videoeinheiten die Prozessoren deutlich. Insbesondere Intel hat hier eine sehr gute Arbeit geleistet. Übrigens wurde beim HD 3000 und HD 2000 auch das Post-Processing in die Hardware verlagert, beispielsweise die Korrektur von Hauttönen, die Verbesserung der Kontraste sowie die Farbkontrolle. Die kabellose Anbindung über "Wireless Display" beherrscht leider keiner der beiden Prozessoren.

Sowohl der Core i7-2700K als auch der Core i7-2600K beherbergen einen zweikanaligen Speicher-Controller, der bis zu 32 GByte DRAM des Typs DDR3-1066 oder DDR3-1333 unterstützt. Die maximale Speicherbandbreite beläuft sich auf 21 GB/s. Ebenfalls in die CPUs integriert ist ein PCI-Express-Controller der zweiten Generation, der 16 Lanes für die Anbindung von Grafikkarten bietet. Diese 16 Lanes können, sofern der Chipsatz dies erlaubt, auf zwei Grafikkarten verteilt werden.




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Die Testsysteme
Als Hauptplatine verwenden wir das MSI Z68A-GD80 (B3), da wir auf diesem Mainboard nicht nur die CPU-Kerne übertakten, sondern auch die Grafikeinheit des Prozessors nutzen können. Neuerdings bestücken wir unsere CPU-Testsysteme mit 16 GByte Arbeitsspeicher von Kingston.

Eine weitere Änderung betrifft die Grafikkarte, hier ersetzt die schnelle MSI N570GTX Twin Frozr II/OC unsere bisherige Referenzkarte auf Basis von AMDs Radeon HD 4870 X2:

Für eine gute Kühlung im übertakteten Betrieb sorgt der leistungsstarke Xigmatek Aegir SD128264. Der 120mm-Lüfter rotiert im Test natürlich immer mit der vollen Drehzahl.

Konfiguration für Intels Core i7-2700K, Core i7-2600K, Core i3-2100, Core i3-2100T:

Konfiguration für Intels Core i7 870:

Konfiguration für Intels Core i7 965X:

Konfiguration für AMDs Phenom II X6 1100T Black Edition und Phenom II X4 840:




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SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70) Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2011 SP4 (17.70). Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
140.67
85.61
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.57
82.88
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
98.31
68.90
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
90.43
61.20
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
75.80
57.13
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
60.70
36.76
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
48.77
29.65
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.19
36.94

Intels Core i7-2700K übertrifft den Core i7-2600K um 3,0 bzw. 3,3 Prozent. Der Zugewinn fällt somit ein wenig höher aus als die reine Taktsteigerung.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer x16; Fließkomma x8; Double x4 in MPixel/s
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
216.10
294.17
167.66
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
210.18
286.17
163.12
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
182.14
134.00
73.32
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
166.78
121.39
66.74
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91.52
126.80
72.23
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
85.48
139.37
76.48
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
73.81
102.23
58.20
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
54.71
90.00
49.52

Im Durchschnitt der drei Multimediamessungen ist der Core i7-2700K um 2,8 Prozent schneller als das bisherige Topmodell Core i7-2600K. Dies entspricht ziemlich genau dem Taktunterschied bei Auslastung aller vier Kerne.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5433
1094
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5432
1066
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
992
901
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
820
871
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
741
808
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
648
585
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
412
472
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
333
381

Dank der AES-Beschleunigung sind Core i7-2700K und Core i7-2600K in diesem Test extrem schnell, doch der Speicherdurchsatz ist wichtiger als die 100 MHz Zusatztakt, so dass wir lediglich einen Zugewinn von 0,2 Prozent notieren können. Der SHA-Durchgang setzt hingegen nur auf die Rechenleistung und kann daher um 2,7 Prozent zulegen.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
21.94
21.94
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
18.00
18.00
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.71
17.71
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.70
17.69
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.30
17.30
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
16.35
16.35
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
12.15
12.16
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
11.29
11.29

Mit 16 GB DDR3-1333CL9 ist unser Testsystem großzügig ausgestattet. Die höchste Speicherbandbreite erzielen die Dual-Core-Modelle, offenbar stehen weitere Kerne dem Speicherdurchsatz eher im Weg.




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Cinebench 11.529 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
7.05
1.57
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.88
1.53
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.86
1.09
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.71
1.19
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.27
1.21
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
3.55
0.90
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
2.99
1.25
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
2.42
1.00

Verwenden wir Cinebench mit allen Kernen, schlägt der Core i7-2700K den Core i7-2600K um 2,5 Prozent. Beschränken wir uns auf einen Thread, beläuft sich der Zugewinn auf 2,6 Prozent.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie mit der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1240.77
283.21
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1203.12
275.35
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1155.46
218.04
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1015.52
216.85
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
931.08
220.97
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
736.92
189.20
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
539.02
228.10
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
433.75
183.64

Wenn POV-Ray auf alle Kerne zugreifen darf, fällt das Resultat des Core i7-2700K um 3,1 Prozent höher aus als das des Core i7-2600K. Kommt nur ein Thread zur Anwendung, notieren wird 2,85 Prozent.

7-Zip 9.22 Beta 64-Bit: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da wir hierbei bis zu acht Threads verwenden wollen, wählen wir den Datenkompressionsalgorithmus LZMA2. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

7-Zip 9.22b, Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
37
193
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
195
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
40
201
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43
207
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
46
248
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
76
230
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
80
343
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
88
259

Beim Packer 7-Zip benötigt der Core i7-2600K rund 2,7 Prozent mehr Zeit, bis das Archiv fertig ist. Belasten wir nur einen Kern, schrumpft dieser Nachteil auf ein Prozent.

WinRAR 4.01: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR 4.01. Auch bei WinRAR werden wir die Last auf bis zu acht Threads verteilen und komprimieren abermals die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Dabei stoppen wir die benötigte Zeit.

WinRAR 4.01 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
90
218
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91
222
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
99
239
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
108
247
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132
273
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
146
298
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
155
334
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
218
450

Der Core i7-2600K braucht 1,1 Prozent länger, um die Daten mit WinRAR zu komprimieren. Verwenden wir nur einen Thread, wächst der Unterschied auf 1,8 Prozent an.




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ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) mit Hilfe des Programms ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55 in das Format AVI-264 umwandeln und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
21
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
21
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
23
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
23
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
23
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
24
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
27
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
28
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
29
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
51
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
61

Greift der ArcSoft Mediaconverter auf Intels "Quick Sync Video" zurück, liegen Core i7-2600K und Core i7-2700K gleich auf - kein Wunder, die Grafikkerne laufen ja gleich schnell. Müssen die CPU-Kerne das Videomaterial umwandeln, ist der Core i7-2700K um eine Sekunde schneller.

Windows Live Movie Maker: Video-Encoding
Wir ziehen eine zweite Videosoftware zu Rate und greifen diesmal zum Windows Live Movie Maker, den jeder Benutzer von Windows 7 kostenlos auf seinem Computer installieren kann. Abermals dient uns der offizielle Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) als Ausgangsmaterial, gespeichert wird das Video diesmal als Windows Media HD 1080p:

Windows Live Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
69.42
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
74.54
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
83.99
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
90.71
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
106.63
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
107.19
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
123.22
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
127.68

Der Windows Live Movie Maker ist ein echter Ausreißer in unserem Testfeld, denn der Core i7-2600K braucht diesmal satte 7,4 Prozent länger als der Core i7-2700K. Es handelt sich keinesfalls um eine zufällige Abweichung, beide Prozessoren wurden von uns jeweils fünfmal vermessen.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format unter Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.

Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
142
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
147
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
177
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
179
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
179
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
214
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
222
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
253

Für den OGG-Export verwendet Audacity nur einen Thread, zudem reagiert das Programm so gut wie gar nicht auf den Cache oder den Arbeitsspeicher. Die Bearbeitungszeit fällt beim Core i7-2600K um 3,5 Prozent länger aus als beim Core i7-2700K.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 7 von 13

Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
359.19
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
351.80
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
327.20
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
307.04
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
236.65
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
235.49
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
196.52
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
173.14
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
42.78
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
42.68
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
24.95
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
24.80
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
22.62
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
21.76

Verwenden wir für "Street Fighter IV" Intels HD 3000, liegen die beiden Core-i7-Prozessoren Kopf an Kopf. Kommt die GeForce GTX 570 zum Einsatz, erreicht der Core i7-2700K eine um 2,1 Prozent höhere Framerate.

Verwenden wir die GeForce GTX 570, sehen wir klare Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Prozessoren. So erreichen wir mit dem Core i3-2100 eine um 20,42 Prozent höhere Framerate als mit dem Core i3-2100T. Allerdings liegt dies in der geringen Auflösung, der fehlenden Kantenglättung und der Anspruchslosigkeit des Spiels begründet. Für die nächste Messung aktivieren wir daher die achtfache Kantenglättung sowie die 16-fache anisotrophe Filterung der Texturen, weiterhin heben wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte an:

Street Fighter IV in fps (1920x1080, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
217.72
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
217.29
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
206.24
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
199.54
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
162.93
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
156.70
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
142.27
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
117.15

Mit hoher Auflösung und bestmöglicher Qualität schrumpft der Vorsprung des Core i7-2700K auf magere 0,2 Prozent zusammen.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 8 von 13

Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei um eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.

HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen auf "hoch" und die Umgebungs-Absorption auf "sehr hoch" gestellt, die Kantenglättung wurde jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
202
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
197
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
185
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
181
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
163
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
150
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
145
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
18
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
18
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
9
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
Intel HD 2000
9
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
7
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
Radeon HD 4290
7

Auch bei "Tom Clancy's HAWX" liegen die beiden Core-i7-Modelle gleich auf, solange wir auf Intels HD 3000 setzen. Im Gegensatz zu "Street Fighter IV" ist "Tom Clancy's HAWX" allerdings nicht mehr spielbar, hier muss man die Details deutlich reduzieren. Greifen wir zur GeForce GTX 570, erarbeitet sich der Core i7-2700K einen Vorteil von 2,5 Prozent.

Also heben wir die Messlatte deutlich an und greifen zur GeForce GTX 570. Diesmal erzielen wir mit dem Core i3-2100 eine um 12,41 Prozent höhere Framerate als mit dem Core i3-2100T. Damit liegen die beiden CPUs bereits näher beisammen als bei "Street Fighter IV", doch nun heben wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte an und schalten zusätzlich die achtfache Kantenglättung zu:

Tom Clancy's HAWX in fps (1920x1080, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
115
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
115
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
112
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
112
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
109
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
106
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
100
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
99

Abermals wird die Grafikkarte dank hoher Auflösung und Kantenglättung zum limitierenden Faktor, so dass Core i7-2600K und Core i7-2700K exakt die gleiche Framerate erreichen.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 9 von 13

Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Und da Intels Grafikkerne auf DirectX 10.1 beschränkt sind, bleiben sie außen vor. Für die Messung verzichten wir auf Kantenglättung und die anisotrope Filterung der Texturen.

SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Wir beginnen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Um die Turbo-Stufen der Vergleichs-CPUs voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.

Alien vs Predator in fps (1366x768, kein AA, kein AF, kein SSAO, keine Tesselation)
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.7
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.7
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.4
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
135.4
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
135.4
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
134.7
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
132.1
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
131.5

"Alien vs Predator" stellt die höchsten Ansprüche an die Grafikkarte und schert sich dabei kaum um die CPU. Gerade einmal 3,48 Prozent trennen den schnellsten von langsamsten Prozessor und an der Spitze sehen wir - etwas überraschend - die beiden Core-i3-Modelle. Auch die beiden Core-i7-CPUs liegen einmal mehr gleichauf.

Wir aktivieren die vierfache Kantenglättung, die 16-fache anisotrope Filterung der Texturen, SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation. Zudem steigern wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte:

Alien vs Predator in fps (1920x1080, 4x AA, 16x AF, SSAO, Tesselation)
Core i7-965X
12GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.3
Intel Core i3-2100
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Intel Core i3-2100T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Intel Core i7-2600K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Intel Core i7-2700K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Core i7-870
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
AMD Phenom II X6 1010T
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
42.5
AMD Phenom II X4 840
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
42.2

Nun liegen die einzelnen Messungen nur noch um 2,37 Prozent bzw. ein Frame auseinander. Intels Core-Prozessoren der zweiten Generation erreichen sogar alle die selbe Framerate. Für Spieler, die aktuelle Titel in hoher Qualität spielen, sind also auch leistungsschwächere CPUs interessant.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 10 von 13

Stromverbrauch
Kommen wir nun zum Stromverbrauch. Vermessen wurde jeweils das komplette Testsystem, welches im Falle der Sockel AM3 und LGA1155 ohne Grafikkarte an einem 400 Watt starken Netzteil (80Plus Bronze) betrieben wurde. Da die getesteten CPUs der Sockel LGA1156 und LGA1366 keinen Grafikkern besitzen, haben wir hier eine Grafikkarte vom Typ AMD Radeon HD 3450 verwendet.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Leerlauf nutzen alle CPUs Stromsparmechanismen, der Core i7-2700K reduziert seine Taktrate beispielsweise auf 1,6 GHz und die Spannung auf 0,976 Volt. Dies lässt die Prozessoren eng zusammenrücken:

Stromverbrauch in Watt (Idle), niedriger ist besser
Intel Core i3-2100T
Intel HD 2000
36
AMD Phenom II X4 840
Radeon HD 4290
37
Intel Core i3-2100
Intel HD 2000
37
Intel Core i7-2600K
Intel HD 3000
39
Intel Core i7-2700K
Intel HD 3000
39
Core i7-870
Radeon HD 3450
50
AMD Phenom II X6 1010T
Radeon HD 4290
54
Core i7-965X
Radeon HD 3450
93

Zumindest im Leerlauf können wir keinen Unterschied zwischen dem Core i7-2600K und dem Core i7-2700K feststellen. Belasten wir die Prozessoren nun auf zwei bzw. vier Kernen:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Werden alle vier Kerne gefordert, läuft der Core i7-2700K mit 3,6 GHz. Hierzu benötigt der Prozessor eine Spannung von 1,160 Volt.

Stromverbrauch in Watt (Last), niedriger ist besser
Intel Core i3-2100T
2 Kerne belastet
Intel HD 2000
60
Intel Core i3-2100
2 Kerne belastet
Intel HD 2000
66
Intel Core i7-2600K
2 Kerne belastet
Intel HD 3000
81
Intel Core i7-2700K
2 Kerne belastet
Intel HD 3000
81
Intel Core i7-2600K
4 Kerne belastet
Intel HD 3000
105
AMD Phenom II X4 840
2 Kerne belastet
Radeon HD 4290
106
Intel Core i7-2700K
4 Kerne belastet
Intel HD 3000
108
Core i7-870
2 Kerne belastet
Radeon HD 3450
121
Core i7-870
4 Kerne belastet
Radeon HD 3450
144
Core i7-965X
2 Kerne belastet
Radeon HD 3450
150
AMD Phenom II X6 1010T
2 Kerne belastet
Radeon HD 4290
156
AMD Phenom II X4 840
4 Kerne belastet
Radeon HD 4290
160
AMD Phenom II X6 1010T
4 Kerne belastet
Radeon HD 4290
171
Core i7-965X
4 Kerne belastet
Radeon HD 3450
210
AMD Phenom II X6 1010T
6 Kerne belastet
Radeon HD 4290
231

Bei Halblast liegen Core i7-2600K und Core i7-2700K noch gleich auf, erst bei Volllast auf allen vier Kernen verbraucht der Core i7-2700K drei Watt mehr. Ein Systemverbrauch von gerade einmal 108 Watt ist angesichts der hohen Rechenleistung dennoch beachtlich.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 11 von 13

Übertakten: CPU
Die Sandy-Bridge-CPUs sind dafür bekannt, dass sie sich sehr gut übertakten lassen. Dies gilt auch für den neuen Core i7-2700K, mit dem wir ohne Spannungsanhebung stabile 4,70 GHz erreichen:

4,70 GHz liegen satte 34,3 Prozent über dem von Intel garantierten Mindesttakt des Core i7-2700K sowie 20,5 Prozent über der höchsten Turbostufe. Mit 4,8 GHz stürzt Windows unter Last ab und mit 5,0 GHz startet das Betriebssystem erst gar nicht mehr. Die TDP-Grenzen hatten wir zuvor von 95 und 118 Watt auf 200 und 250 Watt angehoben.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Da Intels Prozessoren ihre Taktrate reduzieren, sobald sie an bestimmte Grenzwerte stoßen, sollten wir nun nachmessen, in welchem Verhältnis Takt- und Leistungssteigerung stehen.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
Intel Core i7-2700K
4,70GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
175.75
107.00
Intel Core i7-2600K
4,50GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
175.01
106.89
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
140.67
85.61
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
136.57
82.88

Auf 4,70 GHz übertaktet, kann der Core i7-2700K seine Resultate um knapp 25 Prozent verbessern. Das ist nicht schlecht, allerdings fallen diese Ergebnisse nur minimal höher aus als beim Core i7-2600K, der mit 4,50 GHz ja 200 MHz langsamer arbeitet.

SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer x16; Fließkomma x8; Double x4 in MPixel/s
Intel Core i7-2600K
4,50GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
270.05
343.12
195.76
Intel Core i7-2700K
4,70GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
272.28
318.78
181.44
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
216.10
294.17
167.66
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
210.18
286.17
163.12

Nun wird es kurios: Im Ganzzahlendurchlauf kann der übertaktete Core i7-2700K um 26 Prozent zulegen und der Core i7-2600K steigert sich sogar um 28,5 Prozent. Betrachten wir hingegen die Resultate der beiden Gleitkommawertungen, sehen wir beim Core i7-2700K nur noch eine Verbesserung um 8,3 Prozent, während die Ergebnisse des Core i7-2600K immerhin um rund zwanzig Prozent klettern. Trotz eines nominellen Mindertaktes von 200 MHz liegt der Core i7-2600K in diesen Disziplinen um 7,8 Prozent vor dem Core i7-2700K.

Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Intel Core i7-2700K
4,70GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
8.83
1.90
Intel Core i7-2600K
4,50GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
8.74
1.82
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
7.05
1.57
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
6.88
1.53

Bei Cinebench ist die Welt dann wieder in Ordnung: Nutzen wir einen Thread, ist der übertaktete Core i7-2700K um 21,0 Prozent schneller, belasten wir alle Kerne, sind es 25,25 Prozent. In beiden Messungen kann sich der mit 4,70 GHz getaktete Core i7-2700K gegen den mit 4,50 GHz laufenden Core i7-2600K behaupten.

ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel Core i7-2600K
4,50GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
20
Intel Core i7-2700K
4,70GHz OC/HT
16GB DDR3-1333
22
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
23
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
16GB DDR3-1333
24

Beim ArcSoft Mediaconverter ist dann wieder Gleitkommaleistung gefragt und abermals versagt der Core i7-2700K: Der übertaktete Core i7-2600K ist um zwei Sekunden schneller fertig. Es hat den Anschein, als ob Intels Power Control Unit bei Gleitkommaberechnungen nun deutlich früher drosselt als bisher.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 12 von 13

Übertakten: Stromverbrauch
Die Kehrseite des Übertaktens ist ein deutlicher Anstieg des Stromverbrauchs und auch der neue Core i7-2700K macht da keine Ausnahme:

Stromverbrauch in Watt (OC+Last), niedriger ist besser
Intel Core i7-2600K
4 Kerne belastet
Intel HD 3000
105
Intel Core i7-2700K
4 Kerne belastet
Intel HD 3000
108
Intel Core i7-2600K
4 Kerne übertaktet
Intel HD 3000
138
Intel Core i7-2700K
4 Kerne übertaktet
Intel HD 3000
144

Der übertaktete Core i7-2600K verbrauchte unter Volllast rund 31,4 Prozent mehr als die mit Standardtakt laufende CPU. Beim Core i7-2700K beläuft sich der Mehrverbrauch auf 33,3 Prozent und bewegt sich somit in einem ähnlichen Rahmen.

Übertakten: Grafikkern
Auch den Grafikkern des Intel Core i7-2700K kann man übertakten. Standardmäßig arbeitet dieser unter Last mit 27 x 50 MHz, also 1,35 GHz. Wir konnten diese Taktrate um 400 MHz auf 1,75 GHz steigern, immerhin ein Zugewinn von knapp 30 Prozent. Der Core i7-2600K musste bereits 100 MHz früher die Segel streichen.

Basiert das Mainboard auf dem Z68-Chipsatz, bietet sich das zeitgleiche Übertakten der CPU-Kerne und der Grafikeinheit an. Allerdings konnten wir beim Core i7-2700K dann nicht mehr den maximal möglichen CPU-Takt anlegen:

Und was bringt und die Übertaktung in der Praxis?

Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
Intel Core i7-2700K
4,50GHz OC/HT
Intel HD 3000 @ 1750MHz
49.46
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1750MHz
49.04
Intel Core i7-2600K
4,50GHz OC/HT
Intel HD 3000 @ 1650MHz
47.72
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1650MHz
47.69
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1350MHz
42.78
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1350MHz
42.68
Intel Core i3-2100T
2,50GHz HT
Intel HD 2000 @ 1350MHz
29.60
Intel Core i3-2100
3,10GHz HT
Intel HD 2000 @ 1250MHz
27.78
Intel Core i3-2100T
2,50GHz HT
Intel HD 2000 @ 1100MHz
24.95
Intel Core i3-2100
3,10GHz HT
Intel HD 2000 @ 1100MHz
24.80

Die Übertaktung um 400 MHz bringt uns bei "Street Fighter IV" gut 6 fps bzw. eine Steigerung der Framerate um 14,6 Prozent. Und mit mehr als 49 fps kann man "Street Fighter IV" schon ganz gut spielen. Der Vorteil der doppelten Übertaktung fällt vergleichsweise gering aus.

Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1750MHz
22
Intel Core i7-2700K
4,50GHz OC/HT
Intel HD 3000 @ 1750MHz
22
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1650MHz
21
Intel Core i7-2600K
4,50GHz OC/HT
Intel HD 3000 @ 1650MHz
21
Intel Core i7-2600K
3,40-3,80GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1350MHz
18
Intel Core i7-2700K
3,50-3,90GHz turbo/HT
Intel HD 3000 @ 1350MHz
18
Intel Core i3-2100T
2,50GHz HT
Intel HD 2000 @ 1350MHz
11
Intel Core i3-2100
3,10GHz HT
Intel HD 2000 @ 1250MHz
10
Intel Core i3-2100T
2,50GHz HT
Intel HD 2000 @ 1100MHz
9
Intel Core i3-2100
3,10GHz HT
Intel HD 2000 @ 1100MHz
9

Bei "Tom Clancy's HAWX" gewinnen wir durch die Übertaktung 4 fps bzw. 22,2 Prozent. Dennoch reicht eine Framerate von 22 bei weitem nicht aus, um diesen Titel flüssig spielen zu können. Diesmal bringt uns die doppelte Übertaktung keinerlei Vorteile.




Intel Core i7-2700K - Für ein paar Megahertz mehr - Druckansicht - Seite 13 von 13

Fazit
Sehr GutZugegeben, Intels Core i7-2700K kann alles, was auch der Core i7-2600K kann, und ist zudem etwas schneller. Dennoch sind wir enttäuscht, denn die Leistungssteigerung fällt mit mageren 100 MHz - weniger als drei Prozent - ausgesprochen bescheiden aus. Die Mehrzahl unserer Tests absolviert der Core i7-2700K um etwa 2,6 Prozent schneller und bei Spielen ist der Zugewinn von 0,8 Prozent nun wirklich nicht der Rede wert. Dass sich der Aufpreis mit 4,73 Prozent ebenfalls in Grenzen hält, vermag unsere Enttäuschung nicht zu kompensieren, denn nach zehn Monaten haben wir einfach mehr erwartet. Da AMD in dieser Preis- und Leistungsklasse allerdings keinen Druck auf Intel ausüben kann, bleiben die Preise hoch, die Fortschritte klein und die 4-GHz-Marke fällt auch weiterhin erst beim Übertakten. Schade.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Dennoch ist auch der Core i7-2700K ein toller Prozessor. Er bietet sehr viel Rechenleistung und lässt sich problemlos übertakten. Seine Grafikeinheit kann zumindest im Videobereich voll und ganz überzeugen, bei aktuellen Spielen ist sie hingegen überfordert. Der Blick auf die Straßenpreise zeigt, dass sich die Händler nicht an Intels Vorgaben halten. Statt auf 15 US-Dollar beläuft sich der Aufpreis zum Core i7-2600K hierzulande auf 20 Euro. Doch mit 285 Euro ist der Core i7-2700K zu teuer, schließlich erreicht ein Core i7-2600K problemlos die gleichen Taktraten. Und daher würden wir, trotzdem auch der Core i7-2700K ein sehr guter Prozessor ist, ohne zu zögern zum Core i7-2600K greifen.




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