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Intel Core i7-3770K - Die schnellste "Ivy Bridge"-CPU im Test

Autor: doelf - veröffentlicht am 23.04.2012 - Letztes Update: 27.04.2012
s.3/23

Vergleich: Core i7-3770K und Core i7-2700K
In unserem heutigen Test untersuchen wir das Spitzenmodell der neuen "Ivy Bridge"-Familie, den Core i7-3770K. Diesen Prozessor werden wir in erster Linie mit dem Top-Modell der Sandy-Bridge-Generation, dem Core i7-2700K, vergleichen. Beide CPUs takten mit 3,5 GHz und erreichen im Turbobetrieb maximal 3,9 GHz. Warum sich Intel davor scheut, die 4-GHz-Grenze zu durchbrechen, ist uns unklar. Schließlich hätte es sich angeboten, diesen Schritt anlässlich des Modellwechsels zu vollziehen.


Ivy Bridge - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auf den ersten Blick hat sich bei den Taktraten also nichts geändert, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail und das sind in diesem Fall die Turbo-Stufen, die Intel in seinen Unterlagen nicht weiter dokumentiert:

Die Turbostufen:
CPU Standard belastete Kerne
4 3 2 1
Core i7-3770K 35 37 38 39 39
Core i7-2700K 35 36 37 38 39

Wird mehr als ein Kern belastet, weist der Core i7-3770K einen Taktvorteil von 100 MHz (2,6 bis 2,8 Prozent) auf. Das funktioniert natürlich nur, solange der Prozessor die für TDP, Stromstärke und Temperatur hinterlegten Grenzen nicht überschreitet. Da Intel die TDP-Schwelle des Core i7-3770K auf 77 Watt gesenkt hat, kurzfristig sind bis zu 96 Watt erlaubt, kommt es bei extremer Last oft vor, dass der Prozessor Geschwindigkeiten von 3,8 und 3,9 GHz nicht konstant aufrechterhalten kann. Übertakter, die nicht auf einen stabilen Betrieb sondern auf möglichst hohe Rekorde aus sind, wird es freuen, dass der maximale Multiplikator von 59 auf 63 angehoben wurde. Somit ist es möglich, die 6-GHz-Schwelle in Angriff zu nehmen, ohne am empfindlichen Basistakt schrauben zu müssen.


Ivy Bridge - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bezüglich des Cache-Ausbaus bleibt es bei 8 MByte und der Speicher-Controller verfügt nach wie vor über zwei Kanäle. Garantiert wird beim Core i7-3770K ein DDR-Takt von 1.600 MHz, maximal kann man 2.667 Mhz auswählen. Der Core i7-2700K darf den Arbeitsspeicher offiziell nur mit 1.333 MHz ansteuern und bis 2.133 MHz übertakten. Dank des neuen Bezugstaktes von 200 MHz sind die Taktstufen 1.400, 1.800 und 2.000 hinzugekommen, die angehobene Taktgrenze ermöglicht zudem 2.200, 2.400, 2.600 und 2.667. Bleibt noch zu erwähnen, dass die "Ivy Bridge"-Modelle nun auch XMP-Profile der Version 1.3 unterstützen.

Übrigens muss man beim Kauf in Zukunft noch genauer hinsehen, da Intel vier unterschiedliche Prozessoren unter dem Namen Core i7-3770 führt:

  • Core i7-3770K: Auf Übertakter zugeschnittene Variante mit frei wählbarem Multiplikator. Diesem Prozessor fehlen die Management-Funktion vPro, die Virtualisierung für Directed I/O (VT-d) und Intels Trusted Execution Technology (TXT). Zudem fällt der i7-3770K nicht in das Stable Image Platform Program (SIPP).
  • Core i7-3770: Bei der Standardversion hat Intel den Standardtakt um 100 MHz auf 3,4 GHz reduziert, die oberste Turbo-Stufe verbleibt jedoch bei 3,9 GHz. Im Gegenzug bietet dieser Prozessor vPro, VT-d sowie TXT und gehört zum Stable Image Platform Program.
  • Core i7-3770S: Das S-Modell begnügt sich mit 65 Watt, dafür wurde allerdings die garantierte Taktrate auf 3,1 GHz reduziert. Wie beim Standardmodell liegt die oberste Turbostufe bei 3,9 GHz und es wird der komplette Funktionsumfang geboten.
  • Core i7-3770T: Diese Variante wurde noch extremer auf das Stromsparen optimiert und weist eine TDP von lediglich 45 Watt auf. Hierzu drosselt Intel den garantierten Standardtakt auf 2,5 GHz und die höchste Turbostufe auf 3,7 GHz. Auch die T-Version bietet den vollen Funktionsumfang.

Alle Versionen des Core i7-3770 umfassen einen integrierten Grafikkern des Typs HD 4000, der über 16 Ausführungseinheiten (EUs) verfügt und den HD 3000 des Core i7-2700K damit um ein Drittel übertrifft. Im 2D-Betrieb taktet der HD 4000 mit 650 MHz und kann bei 3D-Last bis auf 1.150 MHz beschleunigen. Beide Stufen liegen um 200 MHz unter jenen des HD 3000 im Core i7-2700K, der maximale Grafiktakt wurde also um 14,8 Prozent reduziert. Auf der Ausstattungsseite wirkt der HD 3000 mit DirectX 10.1 und OpenGL 3.0 schon recht angestaubt, der HD 4000 gibt sich deutlich moderner bietet DirectX 11 und OpenGL 3.1. Auch OpenCL 1.1 wird vom Grafikkern unterstützt.

Wer lieber eine Grafikkarte verbaut, profitiert beim Core i7-3770K von PCI-Express 3.0 und damit von einer Verdopplung der Bandbreite. Die Zahl der PCIe-Lanes bleibt unverändert bei 16, im Zusammenspiel mit dem Chipsatz Z77 lassen sich die Lanes nun allerdings auf bis zu drei Grafikkarten (8/4/4) verteilen. Bleibt noch der Preis: Für den Core i7-2700K veranschlagt Intel seit seiner Markteinführung im vergangenen Oktober 332 US-Dollar. Und da seitens AMD kein nennenswerter Herausforderer in Sicht ist, hatten wir damit gerechnet, dass Intel diesen Preis auch für den Core i7-3770K beibehalten wird. Erfreulicherweise startet der Core i7-3770K nun jedoch mit 313 US-Dollar und ist somit um 19 US-Dollar preiswerter als sein direktes Vorgängermodell.

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