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Intel Core i7-4930K - Ivy Bridge-E mit sechs Kernen

Autor: doelf - veröffentlicht am 28.02.2014
s.22/22
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Fazit

Gut Die Messungen sind beendet und es Zeit für ein Fazit. Und dieses fällt, wie das gesamte Thema Ivy Bridge-E, recht zwiespältig aus. Als Kunde erwartet man von einer Premiumplattform nicht nur Premiumpreise, sondern auch eine Premiumleistung auf Basis der allerneuesten Technik. Letzteres fehlt dem Ivy Bridge-E, denn es handelt sich hierbei um eine fast zwei Jahre alte Architektur, für die es mit Haswell schon seit dem Sommer 2013 einen Nachfolger gibt. Für den Kunden ist dies leider nicht ersichtlich, vielmehr deuten Intels Produktnamen sogar das Gegenteil an: Dem Käufer werden CPUs der vierten Generation vorgegaukelt, obwohl sie der dritten Generation entspringen. Das war beim Sandy Bridge-E zwar auch nicht anders, doch zumindest kam dieser vor dem Ivy Bridge auf den Markt. Zugegeben: Am Ende kann der Ivy Bridge-E die Mehrzahl unserer Leistungsmessungen für sich entscheiden und verdient sich auf diese Weise die höhere Produktnummer, doch Intel hatte gegenüber der Presse und seinen Kunden immer kommuniziert, dass die erste Ziffer der Produktnummer für die Generation stehe.
Dass sich der Intel Core i7-4930K (Ivy Bridge-E) in diesem Test gegen den Core i7-4770K (Haswell) durchsetzen kann, liegt also nicht an technischen Neuerungen, sondern an den beiden zusätzlichen Kernen, den vier Speicherkanälen sowie dem höheren Speichertakt. Im Schnitt der synthetischen Benchmarks und Anwendungen ist der Core i7-4930K um 12,7 Prozent schneller, bei Spielen aber um 10,4 Prozent langsamer. Die deutlichsten Nachteile sehen wir bei niedrigen Auflösungen in Verbindung mit einer geringen Detailstufe, hier fällt der Core i7-4930K sogar um 16,5 Prozent hinter den Core i7-4770K zurück. Wenn bei hohen Auflösungen und Details die Grafikkarte zum limitierenden Faktor wird, schmilzt der Vorsprung des Haswell auf 3,9 Prozent. Zugleich verbraucht die Testplattform auf Basis des Core i7-4930K deutlich mehr Strom: Im Leerlauf sind es 72,7 Prozent und unter Last zwischen 39,4 und 41,9 Prozent. Dazu kommen noch die deutlich höheren Anschaffungskosten. Für den Alltagseinsatz und alle Spieler, denen eine einzelne Grafikkarte ausreicht, ist der Core i7-4770K eindeutig die bessere Lösung.
Bleiben noch jene Nutzer, deren Software sechs Kerne bzw. zwölf Threads sinnvoll nutzen kann oder die auf mehr als 32 GByte RAM bzw. zwei oder mehr Grafikkarten angewiesen sind. Für diese Gruppe war bisher der Sandy Bridge-E die erste Wahl, doch diese Prozessoren sind ausgesprochen durstig und lassen sich im übertakteten Zustand nur schwer kühlen - und genau hier kann der Ivy Bridge-E punkten: Bereits im Leerlauf verbraucht unser Testsystem mit dem Core i7-4930K (Ivy Bridge-E) 13,6 Prozent weniger Strom als mit dem Core i7-3960X (Sandy Bridge-E) und unter Last beläuft sich der Vorteil sogar auf 16,4 bis 20,7 Prozent. Wenn wir die CPUs übertakten, klaffen die Verbräuche sogar noch weiter auseinander. In Hinblick auf die Rechenleistung begegnen sich Core i7-4930K und Core i7-3960X hingegen auf Augenhöhe. Bei den synthetischen Messungen und den Anwendungen liegt der Core i7-4930K um 4,3 Prozent vorne, bei den Spielen sind es lediglich 0,5 Prozent. Wenn es unbedingt ein Prozessor mit sechs Kernen sein muss, sollte man zum Core i7-4930K greifen. Unserer Ansicht nach scheidet der minimal schnellere Core i7-4960X als Alternative aus, da dieser im Handel erst ab 870 Euro zu finden ist und damit fast als doppelt so viel kostet.
Für Intels Core i7-4930K muss man derzeit rund 480 Euro investieren und das ist in Anbetracht seiner Leistung durchaus akzeptabel. Am Ende vergeben wir dennoch nur die Note "Gut" und hoffen darauf, dass Intel seine Premiumplattform in Zukunft schneller auf die aktuelle Architektur umstellen wird.
Unser Dank gilt der Konstruktions- & Vertriebs GmbH Quint für die Bereitstellung des Intel Core i7-4930K.
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