Au-Ja! - Intel DH67BL und ECS H67H2-M - Intels Sandy Bridge mit Grafik - Druckversion
 

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UPDATES




Anfang dieses Monats hatte Intel seine neuen Prozessoren der Sandy-Bridge-Generation vorgestellt. Diese CPUs bieten nicht nur eine hohe Rechenleistung, sondern enthalten auch einen Grafikkern. Wer diesen nutzen möchte, benötigt hierzu ein Mainboard auf Basis des Chipsatzes Intel H67. Beispielsweise die Micro-ATX-Modelle Intel DH67BL und ECS H67H2-M Black Deluxe, welche wir im Rahmen dieses Testberichtes unter die Lupe genommen haben.

Wer das Übertakten einer Sandy-Bridge-CPU plant, sollte diesen Artikel überspringen und sich stattdessen unseren Test der beiden ATX-Mainboards ECS P67H2-A Black Extreme und Intel DP67BG zu Gemüte führen. Wer hingegen auf die Grafikfunktionen der Sandy-Bridge-Prozessoren Wert legt, ist bei den H67-basierenden Hauptplatinen goldrichtig. Verwirrt? Ein kurzer Blick auf die Funktionen der beiden Chipsätze schafft Klarheit.

Intels H67-Chipsatz und der Sockel LGA1155
Doch bevor wir uns näher mit den beiden Chipsätzen beschäftigen, sei zunächst vermerkt, dass Intel mit den Sandy-Bridge-Prozessoren zugleich auch wieder einen neuen CPU-Sockel eingeführt hat. Die bisherigen Prozessoren können im neuen Sockel LGA1155 leider ebenso wenig verwendet werden, wie die neuen Prozessoren im Sockel LGA1156 Platz finden. Nach wenig über einem Jahr wird Intel den Sockel LGA1156 bereits vollständig ablösen.

Für den Sockel LGA1155 stehen nun zwei Chipsätze - H67 und P67 - zur Auswahl, welche in ihren Funktionen weitgehend identisch sind. Es handelt sich quasi um die Nachfolger der Chipsätze H57 und P55 des Sockels LGA1156. Für den H55-Chipsatz, einer in ihrer Funktion reduzierten Variante des H57, gibt es keinen Erben. Bei Intels aktuellen Chipsätzen handelt es sich eigentlich nur noch um eine Southbridge, da die typischen Funktionen einer Northbridge - also Grafik, Speicher-Controller und PCIe-2.0-Controller - in den Prozessor gewandert sind.


H67 Chipsatz; Quelle: Intel

Auf den PCIe-2.0-Controller müssen wir nun etwas genauer eingehen: Intels Sandy-Bridge-Prozessoren enthalten 16 PCIe-Lanes der zweiten Generation, welche zur Anbindung von Grafikkarten gedacht sind. Nur der P67-Chipsatz kann diese Lanes auf zwei Karten verteilen, wobei jede Grafikkarte acht Lanes erhält. Soll ein Mainboard auf Basis des H67 einen zweiten PEG-Slot erhalten, müssen dessen Lanes vom Chipsatz kommen. Sowohl der P67 als auch der H67 besitzen 8 PCIe-2.0-Lanes, welche im Gegensatz zu Intels vorheriger Chipsatzgeneration endlich mit der vollen Transferrate von 5 GT/s arbeiten.

ChipsatzH67P67H57
SATA Ports 6 Gb/s22keine
SATA Ports 3 Gb/s446
SATA RAID0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeinekeine
USB 3.0 Portskeinekeinekeine
USB 2.0 Ports141414
Grafikausgabejaneinja
PCIe 2.0 x1888
PCIe Datenrate5 GT/s5 GT/s2,5 GT/s
HD-Audiojajaja
GBit-LANjajaja

Weitere Kritikpunkte an den Chipsätzen des Modelljahrs 2010 war das Fehlen moderner Funktionen wie USB 3.0 und SATA 6 Gb/s. USB 3.0 vermissen wir zwar auch weiterhin, doch zumindest beherrschen nun zwei der sechs SATA-Ports Transferraten von 6 Gb/s. Da aktuelle Festplatten diese Geschwindigkeiten noch nicht erreichen, bieten sich diese Anschlüsse in erster Linie für schnelle Solid State Drives an und somit werden zwei SATA-Ports der dritten Generation für die meisten Benutzer ausreichen. Die übrigen vier SATA-Anschlüsse arbeiten wie zuvor mit einer Datenrate von 3 Gb/s.

Beim Übertakten hat sich viel geändert und hier spielen auch die Chipsätze eine wichtige Rolle: Wer die CPU-Kerne eines Sandy-Bridge-Prozessors mit einer höheren Taktrate betreiben möchte, kommt um den P67-Chipsatz nicht herum. Wer den Grafikkern verwenden möchte, benötigt hingegen eine H67-basierende Hauptplatine und kann dort dann zumindest den Grafikkern übertakten. Eine eierlegende Wollmilchsau, welche alle Funktionen der Sandy-Bridge-CPUs nutzen kann, hat Intel noch nicht im Angebot, daher muss man seine Prioritäten schon vor dem Kauf eines Mainboards festlegen.




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ECS H67H2-M Black Deluxe: Lieferumfang und Anschlüsse
Wir beginnen mit dem ECS H67H2-M Black Deluxe, welches uns in der Version 1.1 erreichte. Es handelt sich hierbei um ein Mainboard im Micro-ATX-Format, in dessen Lieferumfang sich die ATX-Blende, vier SATA-Kabel sowie ein eSATA-Anschluss befinden. Hinzu kommen das Handbuch und die DVD mit Software und Treibern.


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Das Bracket mit dem eSATA-Anschluss wäre eigentlich nicht notwendig gewesen, denn ECS hat auch im Anschlusspanel einen solchen Port (rot) bereitgestellt. Hier finden sich zudem sechs USB-Buchsen, von denen die beiden blauen bereits der Version 3.0 entsprechen und somit SuperSpeed beherrschen. ECS verwendet diesmal einen USB-3.0-Controller vom Typ EtronTech EJ168A statt der weiter verbreiteten Chips des japanischen Herstellers NEC.


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Bezüglich der Bildschirmanschlüsse geht ECS keine Kompromisse ein und bietet neben VGA, DVI und HDMI auch einen DisplayPort. Zwischen diesen Buchsen befindet sich ein kleiner, roter Taster. Es handelt sich um einen CLEAR-CMOS-Schalter, wie man ihn normalerweise nur auf Mainboards vorfindet, welche auf Übertakter zugeschnitten sind.

Die Buchsen des externen Anschlusspanels von links nach rechts:

Erwähnenswert sind desweiteren die beiden Gigabit-LAN-Ports (schwarz), welche jeweils mit einem Realtek RTL8111E realisiert wurden. Für die sechs Audio-Anschlüsse, darunter ein optischer Digitalausgang, zeichnet sich ebenfalls ein Chip aus dem Hause Realtek verantwortlich, der HD-Audio-Codec ALC892.


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Intern reihen sich die Anschlüsse am unteren Rand des PCB. Von links nach rechts sehen wir den Abgriff für die Audiobuchsen des Gehäuses (schwarz) und daneben einen digitalen SPDIF-Ausgang (weiß). Es folgt ein Anschluss für Gehäuselüfter (4-Pin, weiß), der CLEAR-CMOS-Jumper (rot) und die Kontakte für das optionale TPM-Modul (schwarz). Dann kommen vier USB-2.0-Abgriffe (weiß und grau) für acht weitere USB-Ports. Rechts unten sehen wir zudem die beiden Taster für Power und Reset.


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Oberhalb der Tasten befinden sich die Abgriffe für die Gehäusefunktionen und darauf folgen fünf SATA-Anschlüsse. Drei davon sind weiß und arbeiten mit 3 Gb/s, während die beiden grauen bereits 6 Gb/s beherrschen. Der sechste SATA-Port, welchen Intels H67 besitzt, hat ECS als eSATA-Anschluss ausgeführt. Hinter den vier um 90° gekippten SATA-Ports sieht man einen Lautsprecher, den Chipsatz sowie eine Diagnose-LED, welche bei der Fehlersuche helfen kann.




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ECS H67H2-M Black Deluxe: Layout und Steckplätze
Auch beim H67H2-M Black Deluxe hat sich ECS auf die Farben Schwarz, Weiß und Grau beschränkt, was dieser Hauptplatine eine elegante Optik verschafft. Auf dem H67H2-M Black Deluxe kommen ausschließlich Feststoffkondensatoren zum Einsatz, welche im Vergleich zu herkömmlichen ELKOs kleiner bauen und auch eine längere Lebenszeit aufweisen.


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Die Spannungswandler, welche sich links sowie oberhalb des CPU-Sockels befinden, hat der Hersteller mit einem mächtigen Kühlkonstrukt versehen. Die beiden Kühlprofile sind über zwei Heatpipes miteinander verbunden und rücken dem Prozessor recht dicht auf die Pelle, was den Einbau großformatiger CPU-Kühler erschwert. Die achtpolige EPS-Buchse, welche sich unterhalb des Knicks in der äußeren Heatpipe befindet, lässt sich noch recht gut erreichen. Da ihre Haltenase jedoch in Richtung des Kühlprofiles orientiert wurde, fällt das Lösen des Steckers mitunter etwas schwer.


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Der Anschluss des CPU-Lüfters (4-Pin) befindet sich links oben neben den vier DIMM-Slots, welche DDR3-1066 sowie DDR3-1333 unterstützen. Die Speicherriegel werden rechts neben dem Prozessor verbaut und der Abstand zum CPU-Kühler ist ausreichend groß dimensioniert. Den ATX-Hauptanschluss hat ECS am rechten Rand des PCB platziert.


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Das Micro-ATX-Format erlaubt vier Steckplätze für Erweiterungskarten. ECS hat sich hierbei für die folgende Anordnung entschieden:

  1. PCIe 2.0 x16 (16 Lanes)
  2. PCIe 2.0 x1
  3. PCIe 2.0 x1
  4. 32-Bit PCI

Wird eine Grafikkarte mit einem Dual-Slot-Kühler verbaut, bleibt je ein Steckplatz der Varianten PCIe x1 sowie PCI nutzbar. Hierdurch rückt die Grafikkarte jedoch dicht an die DIMM-Slots heran, so dass längere Modelle ausgebaut werden müssen, wenn der Arbeitsspeicher erweitert oder ausgetauscht werden soll.


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Auch der Wechsel der BIOS-Batterie erfordert den Ausbau der Grafikkarte. Diese Probleme teilt das ECS H67H2-M Black Deluxe mit den meisten anderen Micro-ATX-Platinen, denn der Platz, welcher auf diesen Mainboards zur Verfügung steht, ist nun einmal beschränkt.




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ECS H67H2-M Black Deluxe: Controller und Chips
Zuletzt betrachten wir die zusätzlichen Controller und Chips, welche ECS auf seinem H67H2-M Black Deluxe verbaut hat. Folgender Lageplan verschafft uns eine Übersicht:


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Wir beginnen mit dem HD-Audio-Codec ALC892 von Realtek (grün), welcher sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Audio-Abgriffen befindet. Daneben sehen wir einen USB-3.0-Controller vom Typ EtronTech EJ168A, welcher eine PCIe-Lane als Anbindung nutzt. Der Controller führt zwei SuperSpeed-Ports aus, welche sich im externen Anschlusspanel finden.


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Auch die beiden Realtek RTL8111E (gelb), welche die Gigabit-LAN-Ports realisieren, sind per PCI-Express angebunden. Während der eine Chip gut neben den PEG-Steckplatz zu erkennen ist, verbirgt sich der zweite unter dem Kühlprofil zwischen CPU-Sockel und Anschlusspanel.


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Bleibt noch der ITE IT8893 (blau), eine PCIe-zu-PCI-Brücke, welche den PCI-Steckplatz ermöglicht. Dieser Bridge-Chip wird benötigt, da Intels H67 die veralteten PCI-Slots nicht mehr unterstützt.


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Insgesamt erscheint das Layout des ECS H67H2-M Black Deluxe durchdacht, auch wenn die Bauteile aufgrund des Micro-ATX-Formats an einigen Stellen recht gedrängt stehen. Hierzu trägt natürlich auch die gute Ausstattung dieser Hauptplatine bei, welche kaum Wünsche offen lässt. Lediglich einen Firewire-Anschluss vermissen wir.




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Intel DH67BL: Lieferumfang und Anschlüsse
Intels DH67BL erreichte uns quasi nackt, als einziges Zubehör wurde ein I/O-Shield mitgeliefert. Wir können somit leider keine Aussagen zum üblichen Lieferumfang dieser Hauptplatine machen. Zudem erscheint es uns sehr fraglich, ob das DP67BG tatsächlich in der getesteten Form in den Handel kommen wird. Intel hat das Mainboard nämlich an etlichen Stellen abgeklebt. Selbst der ELKO rechts neben den DIMM-Slots war mit einem Klebestreifen versehen. Folgendes Foto hebt das "Patchwork" grün hervor:


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Warum testen wir also ein Produkt, welches offensichtlich aus einer Vorserienfertigung stammt? Ganz einfach: Weil es sich um Intels Referenzlösung für den H67-Chipsatz handelt. Und zumindest an der Ausstattung des Mainboards hat sich im Vergleich zu den im Handel erhältlichen Exemplaren nichts verändert.


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Im Anschlusspanel des DH67BL finden sich lediglich zwei Bildschirmausgänge. Während ECS beim H67H2-M alle aktuellen Anschlüsse inklusive VGA und DisplayPort unterstützt, begnügt sich Intel mit DVI und HDMI. Wer einen DisplayPort benötigt, muss zur Modellvariante DH67GD greifen. Der eSATA-Port wurde beim DH67BL über den H67-Chipsatz realisiert und Gigabit-LAN wird von Intels 82579V gestellt.

Hier nun die Belegung des externen Anschlusspanels von links nach rechts:

Wir finden insgesamt acht USB-Ports, von denen die beiden blauen der dritten Generation entsprechen und SuperSpeed ermöglichen. Intel verwendet hierfür NECs D720200F1, der aktuell auf den meisten Motherboards zum Einsatz kommt. Weiterhin werden sechs Audio-Anschlüsse geboten, darunter ein optischer Digitalausgang. Die HD-Audio-Funktion des Chipsatzes wurde über Realteks ALC892 ausgeführt.


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Intern finden sich am unteren Rand der Hauptplatine die folgenden Abgriffe (von links nach rechts): Zunächst sehen wir den Header für die Audio-Anschlüsse des Gehäuses (gelb) und den SPDIF-Ausgang (gelb), dann folgen vier schwarze Abgriffe für acht weitere USB-2.0-Ports. In der rechten, unteren Ecke befindet sich ein gelber Jumper, mit dem der Konfigurationsmodus des BIOS aktiviert wird.


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Der bunte Block darüber wird mit den Gehäuseschaltern und LEDs verbunden. Weiterhin finden sich hier fünf SATA-Buchsen in unterschiedlichen Farben. Die beiden blauen Ports arbeiten mit bis zu 6 Gb/s, die drei übrigen mit 3 Gb/s. Der Schwesterkanal des roten Anschlusses wird für die eSATA-Buchse im Anschlusspanel genutzt, dieser Port soll für Intels optionale eSATA-Erweiterung verwendet werden.




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Intel DH67BL: Layout und Steckplätze
Wie die meisten Mainboards von Intel kommt auch das DH67BL mit einem blauen PCB daher. Die Komponenten nutzen einen recht wilden Farbmix aus mehreren Blautönen, Schwarz, Weiß, Rot und Gelb. Diese Hauptplatine stellt die Funktion in den Vordergrund und ist weniger dazu geeignet, um als Schauobjekt hinter dem Plexiglasfenster eines Gehäuses präsentiert zu werden.


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Während uns die Optik nicht weiter stört, können wir nicht nachvollziehen, warum Intel nur die Kondensatoren des Spannungswandlers als Feststoffvariante aufgeführt hat. Die meisten anderen Hersteller verwenden diese haltbareren Kondensatoren auf ihren Hauptplatinen mittlerweile flächendeckend. Intel verzichtet beim DH67BL auch auf eine EPS+12V-Buchse mit acht Kontakten und begnügt sich mit einem vierpoligen ATX+12V-Anschluss. Der ATX-Hauptanschluss am rechten Rand der Platine hat wie üblich 24 Kontakte.


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Auf den Bauteilen des Spannungswandlers finden sich keine Kühlprofile, hier muss also der Luftstrom des CPU-Kühlers ausreichen. Wer CPU-Kühler eines Drittanbieters verbaut, sollte somit sicherstellen, dass dieser einen ausreichenden Luftstrom über die MOSFETs leitet. Am oberen Rand des Mainboards finden sich drei Lüfteranschlüsse, die jeweils mit vier Kontakten ausgeführt wurden. Der weiße Anschluss in der Mitte ist für den CPU-Lüfter vorgesehen, die roten Buchsen rechts und links davon für den vorderen und hinteren Gehäuselüfter.


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Rechts neben dem CPU-Sockel finden sich vier DIMM-Slots. Intel hat diese so dicht wie eben möglich an den Prozessor herangerückt, was mit einigen CPU-Kühlern zu Problemen führen wird. Zudem ist der Abstand zur Grafikkarte so gering, dass diese ausgebaut werden muss, wenn die Speicherriegel eingebaut oder ausgetauscht werden sollen.


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In Bezug auf die Steckplätze für Erweiterungskarten hat Intel den selben Weg gewählt wie ECS bei seinem H67H2-M:

  1. PCIe 2.0 x16 (16 Lanes)
  2. PCIe 2.0 x1
  3. PCIe 2.0 x1
  4. 32-Bit PCI

Sofern eine Grafikkarte verwendet wird, welche zwei Slots belegt, bleiben je ein PCI- und ein PCIe-x1-Steckplatz erhalten. Vor dem unteren PCIe-x1-Slot findet ein Firewire-Controller nebst des dazugehörigen Abgriffs Platz, diese wurden bei unserem H67H2-M allerdings nicht ausgeführt.




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Intel DH67BL: Controller und Chips
Zuletzt wollen wir noch untersuchen, welche zusätzlichen Controller und Chips Intel auf seinem DH67BL verbaut hat. Hier der Lageplan:


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Wir beginnen am linken Rand des Mainboards, wo wir den HDA-Codec Realtek ALC892 (grün) vorfinden. Direkt hinter dem Anschlusspanel wurde der über PCI-Express angebundene USB-3.0-Controller NEC D720200F1 (türkis) verbaut.


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Der winzige Gigabit-LAN-PHY Intel 82579V (gelb) befindet sich in der Nähe der ATX+12V-Buchse. Im Gegensatz zu den meisten Herstellern, welche einen Controller mit PCI-Express-Schnittstelle verbauen, führt Intel die Gigabit-LAN-Funktion seines Chipsatzes aus. Da Intels H67 keine PCI-Steckplätze bereitstellt, übernimmt die PCIe-zu-PCI-Brücke ITE IT8892E (orange) diese Aufgabe.


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Das Layout des Intel DH67BL hat mit einigen Schwächen zu kämpfen, welche sich insbesondere im Zusammenspiel mit großen CPU-Kühlern und Grafikkarten offenbaren. Wie man auf folgendem Foto gut erkennen kann, ist der Abstand zum Arbeitsspeicher sehr knapp bemessen.


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Ist die Grafikkarte sehr lang und belegt zudem zwei Steckplätze, kann der rote SATA-Anschluss nicht mehr genutzt werden. ECS war in dieser Hinsicht geschickter und hat die SATA-Buchsen auf seinem H67H2-M Black Deluxe einfach abgewinkelt.


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Die Kapitel Ausstattung und Layout kann das ECS H67H2-M Black Deluxe ganz klar für sich entscheiden. Intels DH67BL verlangt dem Benutzer zu viele Kompromisse ab, bietet weder einen zweiten Gigabit-LAN-Anschluss, noch gibt es einen DisplayPort oder einen VGA-Ausgang. Auch dass Feststoffkondensatoren lediglich im Bereich des Spannungswandlers Verwendung finden, deutet auf die Kostenoptimierung bei dieser Hauptplatine hin.




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Das Testsystem
Obwohl die Testzeit recht knapp bemessen war, haben wir uns bemüht, die beiden Hauptplatinen mit einer umfangreichen Auswahl an Hardware zu konfrontieren. Folgende Komponenten sind dabei zum Einsatz gekommen:

Soundcheck
Auf Intels DH67BL und dem ECS H67H2-M finden wir Realteks HD-Audio-Codec ALC892, kein schlechter Codec, doch wir bevorzugen den ALC889, der einen Signal-Rauschabstand von 108 dB bei der Wiedergabe und 104 dB bei der Aufnahme ermöglicht. Dieser wird beispielsweise auf MSIs P55A-GD65 verbaut, welches uns die Vergleichswerte liefert:

RMAA 6.2.3
24-Bit/192kHz
ECS
H67H2-M
Intel
DH67BL
MSI
P55A-GD65
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,02 dB
-0,06 dB
+0,02 dB
-0,07 dB
+0,03 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-90,3 dBA-90,3 dBA-100,0 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
91,0 dBA90,1 dBA100,3 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0036 %0,0035 %0,0058 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,013 %0,013 %0,0082 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-85,2 dB-83,9 dB-86,8 dB

Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Zunächst müssen wir festhalten, dass Intels DH67BL und das ECS H67H2-M mit sehr guten Werten aufwarten. Zugegeben, Realteks ALC889 bietet nochmals ein höheres Potential, kann sich aber nur beim Dynamikbereich und beim Eigenrauschpegel deutlich absetzen. Beim Übersprechen der Kanäle schwächelt zudem Intels DH67BL ein wenig.

Taktraten und Spannungen
Folgende Taktstufen und Spannungen haben wir bei den getesteten Mainboards vorgefunden:

Takt / SpannungECS H67H2-MIntel DH67BL
Multiplikator, Idle1616
Takt, Idle1596,7 MHz1596,2 MHz
Spannung, Idle0,948 V0,912 V
Multiplikator, 1 Thread3838
Takt, 1 Thread3791,9 MHz3792,2 MHz
Spannung, 1 Thread1,236 V1,216 V
Multiplikator, 2 Threads3737
Takt, 2 Threads3692,4 MHz3692,6 MHz
Spannung, 2 Threads1,224 V1,208 V
Multiplikator, 3 Threads3636
Takt, 3 Threads3592,2 MHz3592,8 MHz
Spannung, 3 Threads1,212 V1,200 V
Multiplikator, 4 Threads3535
Takt, 4 Threads3492,1 MHz3494,5 MHz
Spannung, 4 Threads1,212 V1,192 V
Basistakt99,8 MHz99,9 MHz
Speichertakt532,2 MHz532,2 MHz

Die obigen Werte wurden mit Hilfe der Programme CPU-Z und Core2MaxPerf ermittelt. Während die Taktraten des Prozessors bei beiden Hauptplatinen nahezu identisch sind, legt das ECS H67H2-M durchweg etwas höhere Spannungen an.




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Hinweis zu den Benchmarks
EIST, der Turbo-Modus sowie die C-States waren bei allen Messungen aktiviert, so dass der Core i7 2600K jeweils mit der höchstmöglichen Taktstufe arbeiten konnte. Weiterhin wurde in allen Tests HyperThreading verwendet. Die einzelnen Ergebnisse spiegeln den Durchschnitt von mindestens fünf Messläufen wieder, wobei das Minimum und das Maximum gestrichen wurden. Für die Messungen des Datendurchsatzes an SATA, PCIe und USB wurden die Energiesparfunktionen der CPU deaktiviert.

Datendurchsatz: SATA, PCIe und USB
Betrachten wir nun den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen, den USB-Anschlüssen sowie die Performance der PCIe-x1-Steckplätze. Für diese Tests verwenden wir ein Solid State Drive vom Typ Crucial RealSSD C300 128GB FW0002, welches wir an den jeweiligen Anschlüssen des Mainboards bzw. an einem SATA-6Gb/s-Controller mit Marvell-Chipsatz betreiben. Vergleichswerte liefern uns die auf Intels P67 basierenden Modelle Intel DP67BG und ECS P67H2-A sowie die Mainboards ASUS P6T Deluxe (Sockel LGA1366) und MSI P55A-GD65 (Sockel LGA1156).

SATA: HDTune Pro 3.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS P6T Deluxe
PCIe-x1-Karte 6Gb/s
364.4
369.9
346.9
ECS H67H2-M
Intel H67 6 Gb/s
362.1
363.6
359.9
Intel DH67BL
Intel H67 6 Gb/s
361.6
363.1
358.4
Intel DP67BG
Intel P67 6 Gb/s
361.3
363.1
354.8
ECS P67H2-A
Marvell 88SE9128 6 Gb/s
360.8
365.0
352.1
ECS P67H2-A
Intel P67 6 Gb/s
359.7
363.3
334.6
MSI P55A-GD65
Marvell SE9128 6 Gb/s
359.6
365.3
348.5
ASUS P6T Deluxe
Intel ICH10R 3Gb/s
270.0
270.1
269.9
ECS P67H2-A
Intel P67 3 Gb/s
268.8
268.9
268.5
ECS H67H2-M
Intel H67 3 Gb/s
268.5
268.6
267.2
Intel DH67BL
Intel H67 3 Gb/s
268.3
268.4
266.8
Intel DP67BG
Intel P67 3 Gb/s
267.6
267.7
265.7
MSI P55A-GD65
Intel P55 3 Gb/s
266.6
268.2
266.5
Intel DP67BG
Marvell 88SE6111 3 Gb/s
164.8
164.9
164.7
MSI P55A-GD65
JMicron JMB363 3 Gb/s
134.4
134.8
134.4

Die beiden SATA-Ports der dritten Generation, welche Intels H67 bereitstellt, erfüllen unsere Erwartungen und erzielen einen Datendurchsatz, wie wir ihn von Controllern anderer Hersteller und vom P67-Chipsatz her gewohnt sind. Auch die vier übrigen SATA-Anschlüsse des H67, welche auf 3 Gb/s beschränkt sind, bieten keinen Anlass zur Klage. Die eSATA-Anschlüsse der beiden H67-Mainboards nutzen einen der vier 3Gb/s-Kanäle des Chipsatzes und zeigten eine entsprechende Performance, weshalb wir diese im obigen Diagramm nicht separat aufführen.

Noch ein paar Anmerkungen zu den Vergleichsplatinen auf Basis des P67-Chipsatzes: Während ECS die beiden eSATA-Buchsen des P67H2-A mit Marvells 88SE9128 realisiert und somit 6 Gb/s ermöglicht, setzt Intel beim DP67BG auf einen Controller vom Typ Marvell 88SE6111. Dieser sollte zumindest 3 Gb/s schaffen, arbeitet jedoch im IDE-Betrieb, was wir im BIOS auch nicht ändern konnten, da die entsprechende Option nicht anwählbar war. Die Folge ist ein magerer Datendurchsatz auf SATA-I-Niveau.




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Datendurchsatz: PCI-Express
Für die folgenden Messungen verwenden wir unsere auf einem Controller von Marvell basierende Steckkarte. Während die PCIe-Lanes der Chipsätze H67 und P67 mit der vollen Bandbreite von PCI-Express 2.0 arbeiten, laufen die des P55 nur mit halber Kraft. Dies sollte man am Datendurchsatz ablesen können:

PCIe: HDTune Pro 3.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS P6T Deluxe
PCIe-x1-Karte 6Gb/s
364.4
369.9
346.9
ECS P67H2-A
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
Slot PCIe x1 #2
361.6
366.3
354.1
Intel DH67BL
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
Slot PCIe x1 #1
361.2
365.4
354.0
Intel DH67BL
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
Slot PCIe x1 #2
359.8
365.8
349.3
ECS P67H2-A
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
Slot PCIe x1 #1
358.6
365.1
351.5
MSI P55A-GD65
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
blauer Slot (5,0 GT/s)
357.3
362.4
349.7
ECS H67H2-M
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
Slot PCIe x1 #2
356.7
362.8
342.7
ECS H67H2-M
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
Slot PCIe x1 #1
356.3
362.5
342.8
Intel DP67BG
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
PCIe x1 Slot #1
355.8
358.7
349.2
Intel DP67BG
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
PCIe x1 Slot #3
355.1
360.0
348.7
Intel DP67BG
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
PCIe x1 Slot #2
353.1
356.9
345.1
MSI P55A-GD65
PCIe-x1-Karte 6 Gb/s
schwarzer Slot (2,5 GT/s)
197.5
198.5
196.8

Beim MSI P55A-GD65 hängt der blaue PCIe-x1-Slot an einem zusätzlichen PCIe-Controller vom Typ PLX ExpressLane PEX8608-BA50BC, da die Lanes des P55-Chipsatzes lediglich mit 2,5 GT/s arbeiten. Dies erkennt man an dem geringen Durchsatz, welchen unser SATA-Controller im schwarzen Steckplatz erzielt. Die H67- und P67-basierenden Mainboards können hingegen auf zusätzliche PCIe-Controller verzichten, da die Lanes des Chipsatzes hier mit vollen 5,0 GT/s zu Werke gehen. Unsere Controller-Karte erreicht in allen Slots einen akzeptablen Datendurchsatz. Während Intels DH67BL im H67-Duell gegen das ECS H67H2-M gewinnt, kann das ECS P67H2-A den P67-Vergleich gegen Intels DP67BG für sich entscheiden.




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Datendurchsatz: USB
Kommen wir nun zu den USB-Anschlüssen, wobei uns die Dockingstation RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B als Adapter für unser Crucial RealSSD C300 128GB FW0002 dient. Vergleichswerte liefert zudem eine PCIe-x1-Karte, welche mit einem Controller von NEC bestückt ist:

USB: HDTune Pro 3.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ECS H67H2-M
EtronTech EJ168A USB 3.0
203.6
204.8
189.5
MSI P55A-GD65
PCIe-x1-Karte USB 3.0
191.8
191.9
191.6
Intel DH67BL
NEC D720200F1 USB 3.0
190.9
191.0
190.6
ECS P67H2-A
NEC D720200F1 USB 3.0
190.3
191.1
189.9
Intel DP67BG
NEC D720200F1 USB 3.0
190.0
190.2
189.6
ASUS P6T Deluxe
PCIe-x1-Karte USB 3.0
188.3
188.8
188.1
MSI P55A-GD65
NEC D720200F1 USB 3.0
177.9
190.8
177.4
ASUS P6T Deluxe
Intel ICH10R USB 2.0
33.3
33.3
33.3
Intel DH67BL
Intel H67 USB 2.0
33.2
33.3
27.8
ECS H67H2-M
Intel H67 USB 2.0
33.1
33.2
27.7
ECS P67H2-A
Intel P67 USB 2.0
33.1
33.1
28.6
Intel DP67BG
Intel P67 USB 2.0
32.6
32.9
27.4
MSI P55A-GD65
Intel P55 USB 2.0
30.6
30.7
30.4

Da Intels H67 und P67 noch kein USB 3.0 unterstützen, müssen die Mainboard-Hersteller zusätzliche Controller verbauen. Auf Intels DH67BL und DP67BG sowie auf dem ECS P67H2-A finden wir das Modell NEC D720200F1, welches wir bereits von MSIs P55A-GD65 und unserer Steckkarte her kennen. Während der Datendurchsatz des Controllers beim MSI P55A-GD65 zwischen 177 und 191 MB/s schwankte, erzielen die drei Hauptplatinen die gleiche Performance wie unsere PCIe-Karte. Noch besser schlägt sich der EtronTech EJ168A auf dem ECS H67H2-M, der im Schnitt nochmals 12 MB/s mehr schaufelt.

USB 2.0 wird über Intels H67 und P67 bereitgestellt und auch hier erfüllt der durchschnittliche Datendurchsatz unsere Erwartungen. Wir sahen allerdings bei allen vier Mainboards und in allen Messläufen einen kurzzeitigen Einbruch der Übertragungsrate um ca. 5 MB/s.




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SiSoft Sandra 2011b (17.25) Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2011b (17.25).

Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen.

SiSoft Sandra 2011b Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
118.00
82.74
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
118.00
82.63
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
118.00
82.63
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
118.00
82.60
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
117.80
82.70
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
117.70
82.77
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
117.57
82.75
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
117.69
82.64

In Bezug auf die reine CPU-Leistung, liegen alle vier Hauptplatinen eng beisammen. Auf die Rechenkraft hat der Chipsatz somit keinen Einfluss und die Taktraten, welche die Mainboards anlegen, sind ja ebenfalls identisch. Die geringen Unterschiede kann man vernachlässigen und auch die Energieprofile haben keine Auswirkung auf die Messungen.

SiSoft Sandra 2011b (17.25) Multimedia
Wir bleiben bei den synthetischen Messungen und betrachten nun typische Multimedia-Berechnungen.

SiSoft Sandra 2011b Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
201.28
153.00
83.40
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
201.20
153.00
83.27
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
201.14
153.00
83.15
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
201.13
152.68
83.16
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
201.08
152.82
83.28
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
201.00
153.00
83.38
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
201.00
153.00
83.30
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
200.66
152.81
83.32

Mainboard, Chipsatz und Energieprofil spielen für die Multimedia-Leistung keine große Rolle. Abermals sind die Abstände marginal und alles andere als kaufentscheidend.




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SiSoft Sandra 2011b (17.25) Kryptographie
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2011b messen kann. Getestet wird mit einer AES256 (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung und dem Secure Hash Algorithm (SHA256). Intel hat seine Sandy-Bridge-CPUs mit Optimierungen ausgestattet, welche Verschlüsselungsoperationen deutlich beschleunigen.

Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen.

SiSoft Sandra 2011b Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
5000
875
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
5000
875
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
5000
875
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
5000
875
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
4320
875
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
4320
875
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
4320
875
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
4320
875

In Hinblick auf die Kryptographie herrscht eine Zweiklassengesellschaft, zumindest wenn es um AES256 geht. Diese Funktion wird vom Core i7 2600K beschleunigt und der benötigt hierzu eine möglichst hohe Speicherbandbreite. Leider verweigerten beide H67-Mainboards den DDR3-1333CL9-Betrieb mit unserem Referenzspeicher und auch zwei weitere DDR3-1333CL9-Module haben diese Hauptplatinen verschmäht. Daher mussten wir mit DDR3-1066CL7 testen und genau das sorgt hier für eine Leistungseinbruch - auch die P67-Mainboards sind mit DDR3-1066CL7 keinen Deut schneller, wie eine kurze Gegenprüfung ergab. Das SHA256-Ergebnis ist bei allen vier Motherboards gleich, denn das Hashing wird noch nicht beschleunigt.

SiSoft Sandra 2011b (17.25) Speicherbandbreite
Durch die Integration des Speicher-Controllers in die CPU hatte AMD lange Zeit einen architektonischen Vorteil, doch Intel hat die Engstelle Frontsidebus seit dem Nehalem ebenfalls beseitigt.

SiSoft Sandra 2011b Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
ECS P67H2-A
DDR3-1600CL8
Energie: Höchstleistung
21.15
21.17
ECS P67H2-A
DDR3-1600CL8
Energie: Ausbalanciert
21.16
21.15
Intel DP67BG
DDR3-1600CL8
Energie: Ausbalanciert
21.00
21.00
Intel DP67BG
DDR3-1600CL8
Energie: Höchstleistung
21.00
21.00
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
16.13
16.15
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
16.13
16.15
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
16.13
16.15
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
16.10
16.14
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
13.43
13.44
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
13.43
13.43
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
13.42
13.43
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
13.42
13.43

Intels P67-Chipsatz unterstützt XMP-Profile und ermöglicht auch den Einsatz schneller OC-Module. Wir haben daher neben der üblichen Messung mit DDR3-1333CL9 auch DDR3-1600CL8 mit in unseren Test einbezogen. Beim H67 sieht das anders aus, denn dieser Chipsatz ignoriert XMP und kommt ausschließlich mit DDR3-1066 und DDR3-1333 zurecht. Aufgrund der Probleme mit den DDR3-1333CL9-Modulen mussten wir zu DDR3-1066CL7 greifen und somit liegen die H67 basierenden Hauptplatinen auch ein ganzes Stück hinter den P67-Modellen zurück. Die Energieprofile haben abermals keinen Einfluss auf die Messung.




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Cinebench 11.5 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen.

Cinebench 11.5 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
6.86
1.47
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
6.86
1.53
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
6.86
1.46
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
6.85
1.46
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
6.84
1.53
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
6.84
1.52
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
6.84
1.52
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
6.83
1.52

Verwenden wir bei Cinebench 11.5 nur einen Thread, macht sich die Wahl des Energieprofils erstmals bemerkbar und mit dem Profil "Höchstleistung" fällt das Ergebnis um 4,1 bis 4,8 Prozent höher aus. Einzige Ausnahme ist Intels DP67BG, welches mit beiden Profilen gleich schnell arbeitet. Werden acht Threads genutzt, sehen wir bei den Messergebnissen lediglich eine Spanne von 0,4 Prozent.

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie mit der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.70 Beta 34 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
4951
1092
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
4951
1083
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
4947
1082
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
4942
1088
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
4942
1082
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
4893
1069
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
4891
1075
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
4872
1067

Auch POV-Ray zeigt uns geringere Werte, wenn wir das Energieprofil "Ausbalanciert" verwenden. Wird nur ein Thread genutzt, ist die Option "Höchstleistung" um 1,2 bis 2,0 Prozent schneller, kommen mehrere Threads zum Einsatz, sind es 1,0 bis 1,4 Prozent. Einzig die Abweichungen bei Intels DP67BG bewegen sich lediglich im Bereich der Messtoleranz.




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7-Zip 9.10 Beta: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da 7-Zip beim Packen maximal zwei Kerne auslasten kann, machen wir einen Durchlauf mit einem und einen zweiten mit zwei Threads. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen.

7-Zip 9.10 Beta Packen: 2 Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
77
195
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
78
195
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
78
200
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
80
195
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
81
202
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
81
202
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
83
207
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
83
208

7-Zip reagiert deutlich auf die Speicherbandbreite, was die beiden H67-Mainboards, welche unsere DDR3-1333CL9-Module verschmähten, zurückwirft. Auch die Energieprofile nehmen wieder Einfluss auf die Ergebnisse und mit "Ausbalanciert" dauert es zwischen 2,5 und 3,0 Prozent länger, bis das Archiv fertig ist.

WinRAR 3.91: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR. WinRAR geht hierbei sogar noch einen Schritt weiter als 7-Zip, denn es kann seine Arbeit auf 8 Threads verteilen. Abermals packen wir die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite und stoppen die Zeit.

WinRAR 3.91 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
80
218
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
83
218
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
84
219
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
85
230
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
85
235
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
86
228
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
87
223
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
88
235

Bei WinRAR reagieren beide H67-Mainboards auf die Änderung des Energieprofils, allerdings verhalten sie sich leicht unterschiedlich. Wird nur ein Thread genutzt, benötigt Intels DH67BL mit "Ausbalanciert" rund 2,2 Prozent mehr Zeit, das ECS H67H2-M packt knapp 3,1 Prozent länger. Bei Verwendung von acht Threads hat das gewählte Energieprofil keine Auswirkung auf die Leistung des Intel DH67BL, während das ECS H67H2-M mit "Ausbalanciert" immerhin zwei Sekunden länger braucht.




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DivX 7.2.1: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir mit DivX 7.2.1 eine 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach DivX HD1080P konvertieren und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Die Zeitmessung läuft vom Beginn der Konvertierung bis zur Fertigstellung der Menüstruktur. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen.

DivX 7.2.1: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
80.62
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
80.72
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
80.96
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
81.48
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
82.69
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
84.13
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
84.34
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
84.40

Obwohl der Video-Encoder DivX alle Kerne belastet, zeigt sich abermals ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Energieprofilen. Schalten wir auf "Ausbalanciert" um, verlängert sich die Bearbeitungszeit um 4,2 bis 4,6 Prozent. Lediglich Intels DP67BG reagiert mit 1,5 Prozent deutlich schwächer auf den Wechsel der Energieprofile. Zudem zeigt sich, dass der Chipsatz und der Speicherdurchsatz keinen nennenswerten Einfluss auf dieses Ergebnis haben.

Windows Movie Maker: Video-Encoding
Als zweite Video-Software verwenden wir den Windows Movie Maker, welcher zum Lieferumfang von Windows Vista Ultimate SP2 gehört. Abermals konvertieren wir die 120 Sekunden lange Videosequenz - diesmal von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) in Windows Media HD1080p - und stoppen die Zeit.

Windows Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
61.00
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
61.12
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
61.21
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
62.02
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
62.05
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
62.10
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
63.08
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
64.92

Im Gegensatz zu DivX wirken sich die Energieprofile beim Windows Movie Maker weniger stark aus. Die beiden P67-Mainboards reagieren gar nicht, die H67-Platinen mit einer um 1,7 bis 2,9 Prozent längeren Bearbeitungszeit. Während sich Intels DH67BL gut schlägt, hat das ECS H67H2-M mit diesem Testlauf seine liebe Not. In jedem unserer zehn Messläufe fehlen diesem Mainboard zwischen zwei und vier Sekunden auf die Mitbewerber.




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Audacity 1.3.10: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format bei Verwendung der höchsten Qualitätsstufe. Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen.

Audacity 1.3.10: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
149
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
149
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
149
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
150
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
150
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
158
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
158
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
159

Audacity gehört zu den noch immer zahlreichen Programmen, die lediglich einen Thread verwenden, und so verwundert es uns kaum, dass die Energieprofile hier wieder eine große Rolle spielen. Kommt das Profil "Ausbalanciert" zum Einsatz, verlängert sich die für den Export benötigte Zeit um 6,0 bis 6,7 Prozent. Nur Intels DP67BG zeigt sich einmal mehr unbeeindruckt und ignoriert die Energieprofile.

Zwischenfazit
An dieser Stelle wollen wir ein kurzes Zwischenfazit ziehen, bevor wir uns den Spielen zuwenden. Was die Rechenleistung betrifft, liegen die P67- und die H67-basierenden Mainboards gleich auf. Kommt es auf die Speicherbandbreite an, haben Intels DH67BL und das ECS H67H2-M dann aber damit zu kämpfen, dass sie unsere DDR3-1333CL9-Module nicht mochten und daher mit DDR3-1066CL7 antreten mussten. Wir haben inzwischen mit anderen Speichermodulen experimentieren können und dabei hat sich gezeigt, dass Intels P67 und H67 in allen Belangen gleichwertig sind. Somit sorgen primär die Energieprofile für Leistungsunterschiede und hierbei fällt auf, dass einzig Intels DP67BG nur geringfügig auf den Wechsel des Profils reagiert. Die übrigen Mainboards bieten nur dann die volle Leistung, wenn das Profil "Höchstleistung" aktiviert wurde. Dies gilt in erster Linie für jene Anwendungen, welche mit nur ein oder zwei Threads arbeiten.




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Street Fighter IV
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist auch bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comic-artige Grafik ist zwar durchaus gelungen aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen. Wie üblich verwenden wir unsere Radeon HD 4870 X2, zudem geben wir die Ergebnisse des integrierten Grafikkerns unter Verwendung des Energieprofils "Höchstleistung" an.

Street Fighter IV in fps (1280x1024, kein AA, kein AF, hoch/max)
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
331.97
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
331.47
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
331.21
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
331.08
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
331.07
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
331.01
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
320.98
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
320.75
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
29.12
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
28.84

Abgesehen vom ECS P67H2-A, welches offenbar durch seinen Hydra-Chip ausgebremst wird, liegen alle Mainboards auf dem selben Niveau. Weder der Chipsatz noch der Speichertakt oder das Energieprofil wirken sich auf die Framerate aus. Intels integrierter Grafikkern verfehlt knapp die 30 fps und damit auch das absolute Minimum, um Street Fighter IV mit den gewählten Einstellungen spielen zu können.

Im zweiten Durchlauf von "Street Fighter IV" steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Street Fighter IV in fps (1920x1200, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
162.94
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
162.79
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
162.54
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
162.27
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
162.08
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
161.28
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
157.58
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
157.27

Auch Kantenglättung und eine hohe Auflösung ändern nichts daran, dass wir wieder einen klaren Rückstand des ECS P67H2-A sehen. Die übrigen Mainboards liegen wieder eng beisammen. Auf den Test des integrierten Grafikkerns haben wir diesmal verzichtet, denn abgesehen von dessen totaler Überforderung hätten wir nichts weiter feststellen können.




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Tom Clancy's HAWX
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden. HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt. Weiterhin haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt.

Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen. Wie üblich verwenden wir unsere Radeon HD 4870 X2, zudem geben wir die Ergebnisse des integrierten Grafikkerns unter Verwendung des Energieprofils "Höchstleistung" an.

Tom Clancy's HAWX in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
159
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
159
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
158
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
158
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
157
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
157
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
151
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
151
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
15
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
15

Abermals sorgt der Hydra-Chip für einen Rückstand des ECS P67H2-A, während die drei anderen Hauptplatinen um sechs bis acht Frames schneller sind. Intels HD Graphics 3000 ruckelt mit unspielbaren 15 fps vor sich hin, für anspruchsvolle Spiele reicht die Leistung des integrierten Grafikkerns einfach nicht aus.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Tom Clancy's HAWX in fps (1920x1200, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
97
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
97
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
96
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
96
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
95
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
94
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
92
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
92

Obwohl die höhere Grafikqualität die Mainboards enger zusammenrücken lässt, behält das ECS P67H2-A die rote Laterne. Intels DP67BG führt das Feld an und im Mittelfeld finden sich die beiden H67-basierenden Hauptplatinen.




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Colin McRae DiRT 2
Colin McRae DiRT 2 ist ein aktuelles Rennspiel mit einem kleinen Haken: Es unterstützt zwar DirectX 9 und 11 aber kein DirectX 10 oder 10.1. Wer DiRT 2 mit einer DirectX-10-Karte testet, muss daher mit DirectX 9 vorlieb nehmen. Wir haben die offizielle Benchmark-Funktion des Spiels verwendet und die Strecke Baja mit einem Auto befahren. Kommen mehrere Autos zum Einsatz, fällt die Framerate etwas niedriger aus, schwankt aber auch deutlich. Für unseren Test haben wir alle Einstellungen auf die höchste Stufe gesetzt.

Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wir haben zusätzlich Vergleichswerte mit der Einstellung "Höchstleistung" genommen. Wie üblich verwenden wir unsere Radeon HD 4870 X2, zudem geben wir die Ergebnisse des integrierten Grafikkerns unter Verwendung des Energieprofils "Höchstleistung" an.

Colin McRae DiRT 2 in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
129.8
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
129.5
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
129.4
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
128.9
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
127.9
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
127.8
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
124.5
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
124.0
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
19.2
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
19.2

Colin McRae DiRT 2 bestätigt unsere bisherigen Erkenntnisse: Der Hydra-Chip bremst das ECS P67H2-A aus, während die übrigen Motherboards nicht weit auseinander liegen. Intels HD Graphics 3000 ist einmal mehr überfordert und unser Rennwagen eiert mit lahmen 19,2 fps über die Piste.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Colin McRae DiRT 2 in fps (1920x1200, 8x FSAA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
66.9
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
66.2
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
66.0
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
65.8
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
64.6
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
63.5
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
62.8
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
61.0

Sobald Colin McRae DiRT 2 mit anspruchsvolleren Einstellungen arbeitet, kann das ECS P67H2-A ein wenig zu seinen Mitbewerbern aufrücken. Dennoch bleibt Intels DP67BG in Front, dicht gefolgt von den beiden H67-Modellen. Das Energieprofil "Höchstleistung" sorgt für eine Steigerung um ein bis drei Frames pro Sekunde.




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Far Cry 2
Der Egoshooter Far Cry 2 nutzt bis zu vier Kerne, unterstützt DirectX 10 und spielt in einer beeindruckenden afrikanischen Landschaft mit unzähligen Pflanzen und Tieren. Und das Spiel wird, was wir besonders mögen, mit einem richtig guten Benchmark-Tool geliefert. Wir haben alle Optionen auf die höchst mögliche Einstellung gesetzt.

Um die Turbo-Stufen voll ausschöpfen zu können, waren EIST und die C-States aktiviert. Bei Windows 7 und Vista ist das Energieprofil "Ausbalanciert" die Voreinstellung. Wie üblich verwenden wir unsere Radeon HD 4870 X2, zudem geben wir die Ergebnisse des integrierten Grafikkerns unter Verwendung des Energieprofils "Höchstleistung" an.

Far Cry 2 in fps (1280x1024, Small Ranch, kein AA, Ultra High, DirectX 10)
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
127.49
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
127.48
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
126.91
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
126.48
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
126.40
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
126.21
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
121.64
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
121.48
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
12.63
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Intel HD 3000
12.58

Auch FarCry 2 ist keine Ausnahme, wenn es um das Leistungsdefizit des ECS P67H2-A geht. Die Ergebnisse der drei weiteren Mainboards liegen hingegen nur um gut einen Frame pro Sekunde auseinander. Der Grafikkern des Core i7 2600K ist der schnellste, den Intel derzeit zu bieten hat. Doch angesichts von 12,6 fps sollten sich Spieler keine falschen Vorstellungen von dessen Leistung machen und die markigen Aussagen des Marketings ignorieren.

Im zweiten Durchlauf steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte und schalten die achtfache Kantenglättung ein:

Far Cry 2 in fps (1920x1200, Small Ranch, 8x AA, Ultra High, DirectX 10)
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
45.79
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
45.74
ECS H67H2-M
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
45.60
Intel DP67BG
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
45.52
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Ausbalanciert
45.39
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Höchstleistung
45.13
ECS P67H2-A
DDR3-1333CL9
Energie: Ausbalanciert
45.01
Intel DH67BL
DDR3-1066CL7
Energie: Höchstleistung
44.98

Lassen wir Far Cry 2 mit hoher Auflösung und aktivierter Kantenglättung laufen, limitiert die Grafikkarte so sehr, dass alle Hauptplatinen in etwa gleich schnell sind. Auch das ECS P67H2-A wahrt diesmal den Anschluss und erreicht ziemlich genau das Niveau des Intel DH67BL.




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Stromverbrauch: Idle
Um Strom zu sparen, takten die Mainboards den Prozessor im lastfreien Betrieb herunter, senken die anliegende Spannung und schalten zudem einzelne Einheiten des Prozessorkerns ab. Beim ECS H67H2-M sinkt der Takt auf 1596,7 MHz und die Spannung wird auf 0,948 Volt reduziert:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Intels DH67BL wählt mit 1596,2 MHz die selbe Taktrate, mit 0,912 Volt fällt die Spannung hier jedoch etwas geringer aus:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei der Betrachtung des Stromverbrauchs messen wir jeweils die Leistungsaufnahme der kompletten Systeme. Da die P67-Mainboards den Grafikkern des Core i7 2600K nicht nutzen können, haben wir die Messungen dort mit einer sparsamen Grafikkarte vom Typ ATi Radeon HD 3450 durchgeführt. Die H67-Platinen wurden sowohl mit der Grafikkarte als auch mit der integrierten Grafikeinheit vermessen. Als Netzteil verwendeten wir ein mit 80Plus Bronze zertifiziertes Modell der 400W-Klasse.

Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
Intel DH67BL
Core i7 2600K
Intel HD 3000
35
ECS H67H2-M
Core i7 2600K
Intel HD 3000
37
Intel DH67BL
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
40
Intel DP67BG
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
44
ECS H67H2-M
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
45
ECS P67H2-A
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
61

Verwenden wir den Grafikkern des Prozessors, verbraucht Intels DH67BL zwei Watt weniger als das ECS H67H2-M. Kommt die Grafikkarte zum Einsatz, wächst der Abstand auf fünf Watt an. Das ECS P67H2-A mit seinen zahlreichen Zusatzchips und dem Hydra-Controller hat bei dieser Messung das Nachsehen.




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Stromverbrauch: Halblast
Belasten wir zwei Kerne mit dem Tool Core2MaxPerf, erreicht der Core i7 2600K auf dem ECS H67H2-M seine zweithöchste Taktrate von 3692,4 MHz. Dabei liegt eine Spannung von 1,224 Volt an:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei Intels DH67BL sehen wir 3692,4 MHz sowie eine etwas niedrigere Spannung von 1,208 Volt:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei der Betrachtung des Stromverbrauchs messen wir jeweils die Leistungsaufnahme der kompletten Systeme. Da die P67-Mainboards den Grafikkern des Core i7 2600K nicht nutzen können, haben wir die Messungen dort mit einer sparsamen Grafikkarte vom Typ ATi Radeon HD 3450 durchgeführt. Die H67-Platinen wurden sowohl mit der Grafikkarte als auch mit der integrierten Grafikeinheit vermessen. Als Netzteil verwendeten wir ein mit 80Plus Bronze zertifiziertes Modell der 400W-Klasse.

Stromverbrauch Last 2 Threads, niedriger ist besser
Intel DH67BL
Core i7 2600K
Intel HD 3000
79
Intel DH67BL
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
80
ECS H67H2-M
Core i7 2600K
Intel HD 3000
82
Intel DP67BG
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
83
ECS H67H2-M
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
91
ECS P67H2-A
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
106

Während Intels DH67BL mit der Grafikkarte nur ein Watt mehr verbraucht, sehen wir beim ECS H67H2-M einen Anstieg um neun Watt. Abermals ist Intels Hauptplatine bei Verwendung der CPU-Grafik um zwei Watt sparsamer, bietet aber auch die schlechtere Ausstattung. Das Mainboard mit den meisten Funktionen entpuppt sich auch diesmal als durstigster Vertreter in diesem Testfeld.




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Stromverbrauch: Volllast
Diesmal belastet das Tool Core2MaxPerf alle vier Kerne des Core i7 2600K. Der Prozessor taktet auf dem ECS H67H2-M nun mit 3492,1 MHz und wird mit 1,212 Volt versorgt:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Intels DP67BG taktet mit 3494,5 MHz und verwendet mit 1,192 Volt abermals etwas weniger Spannung:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei der Betrachtung des Stromverbrauchs messen wir jeweils die Leistungsaufnahme der kompletten Systeme. Da die P67-Mainboards den Grafikkern des Core i7 2600K nicht nutzen können, haben wir die Messungen dort mit einer sparsamen Grafikkarte vom Typ ATi Radeon HD 3450 durchgeführt. Die H67-Platinen wurden sowohl mit der Grafikkarte als auch mit der integrierten Grafikeinheit vermessen. Als Netzteil verwendeten wir ein mit 80Plus Bronze zertifiziertes Modell der 400W-Klasse.

Stromverbrauch Last 4 Threads in Watt, niedriger ist besser
Intel DH67BL
Core i7 2600K
Intel HD 3000
107
Intel DP67BG
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
109
Intel DH67BL
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
110
ECS H67H2-M
Core i7 2600K
Intel HD 3000
113
ECS H67H2-M
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
121
ECS P67H2-A
Core i7 2600K
Radeon HD 3450
132

Bei Volllast liegen Intels DH67BL und das ECS H67H2-M bei Verwendung des integrierten Grafikkerns um sechs Watt auseinander, kommt die Grafikkarte zum Einsatz sind es sogar elf Watt. Das Kapitel Stromverbrauch geht somit ganz klar an Intels DH67BL, welches alle Wertungen für sich entscheiden konnte.




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Übertakten: Grafikkern
Wer auf ein Mainboard mit Intels H67-Chipsatz setzt, kommt zwar nicht in den Genuss der frei wählbaren Multiplikatoren, kann dafür aber die integrierte Grafik übertakten. Nun haben wir gesehen, dass diese zwar nicht sonderlich schnell ist, sich für eine integrierte Grafikeinheit aber recht ordentlich schlägt. Wie weit können wir dem HD 3000 auf die Sprünge helfen?

Der Core i7 2600K taktet seinen Grafikkern von Hause aus mit 1,35 GHz (27 x 50 MHz), eine schnellere Grafikeinheit bietet keine andere Sandy-Bridge-CPU. Dennoch können wir den Multiplikator auf Intels DH67BL problemlos auf 33 anheben und den Takt um 22,2 Prozent auf 1,65 GHz steigern.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Leider tappt GPU-Z bei Intels HD Graphics 3000 völlig im Dunkel, weshalb uns die Benchmarks zeigen müssen, ob diese Übertaktung von Erfolg gekrönt ist. Wir betrachten die Abstürze ab 1,70 GHz als positives Zeichen, deuten sie doch darauf hin, dass unser Mainboard tatsächlich eine Änderung vorgenommen hat.

Wir hatten das ECS H67H2-M zunächst mit dem BIOS 10/22/2010 getestet und konnten dort beliebige Multiplikatoren für den Grafikkern auswählen. Selbst mit 60, was einem Takt von 3,00 GHz entsprechen sollte, liefen alle Tests anstandslos durch, doch leider verbesserte sich die Performance nicht. Das Mainboard ignorierte also unsere Auswahl und die Übertaktung des Grafikkerns war nicht möglich. Mit dem neuen BIOS 01/13/2011 hat ECS diesen Fehler nun behoben:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

GPU-Z ist leider auch beim ECS H67H2-M keine Hilfe, doch wenn unsere Einstellungen übernommen wurden, sollte der Grafikkern nun mit 1,75 GHz arbeiten und wäre damit um weitere 100 MHz schneller als beim übertakteten Intel DH67BL. Die Benchmarks werden uns darüber Aufschluss geben.




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Übertakten: Grafikkern, Benchmarks
In der Theorie sehen die Taktsteigerungen gut aus, doch helfen sie auch in der Praxis?

Street Fighter IV in fps (1280x1024, kein AA, kein AF, hoch/max)
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,75 GHz
32.69
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,65 GHz
32.13
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
29.12
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
28.84

Intels DH67BL konnte den Grafikkern des Core i7 2600K um 11,4 Prozent beschleunigen und beim ECS H67H2-M sehen wir eine Verbesserung um 12,3 Prozent. Damit erzielen wir zumindest eine spielbare Framerate.

Tom Clancy's HAWX in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,75 GHz
18
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,65 GHz
17
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
15
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
15

Auf extrem niedrigen Niveau gelingt dem Intel DH67BL bei Tom Clancy's HAWX eine Verbesserung um 13,3 Prozent während die Framerate beim Mainboard von ECS um 20,0 Prozent klettert. Grund für diesen deutlicher Unterschied ist der Umstand, dass dieses Spiel in recht groben Schritten von 1 fps misst.

Colin McRae DiRT 2 in fps (1280x1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 9)
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,75 GHz
21.8
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,65 GHz
21.5
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
19.2
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
19.2

Mit einer um 12,0 bzw. 13,5 Prozent höheren Framerate bewegen sich Intels DH67BL und das ECS H67H2-M auch bei Colin McRae DiRT 2 auf dem Niveau, welches wir zuvor bei den anderen Spielen gesehen hatten.

Far Cry 2 in fps (1280x1024, Small Ranch, kein AA, Ultra High, DirectX 10)
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,75 GHz
15.37
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,65 GHz
14.87
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
12.63
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
12.58

Far Cry 2 kann die Taktsteigerung noch etwas besser umsetzen und Intels DH67BL steigert sein Ergebnis um 17,7 Prozent. Da das ECS H67H2-M dem Grafikkern weitere 100 MHz abringen kann, messen wir hier sogar einen Zuwachs um 22,2 Prozent.

Zum Abschluss starten wir den Arcsoft MediaConverter 7 und konvertieren ein Video von MP4 nach H264.AVI. Erledigt der übertaktete Grafikkern auch diese Aufgabe schneller?

Arcsoft MediaConverter 7 in s - geringere Werte sind besser
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,75 GHz
20
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,65 GHz
20
ECS H67H2-M
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
23
Intel DH67BL
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
23

Die Bearbeitungsdauer für die Videodatei verkürzt sich mit beiden Mainboards um 13,0 Prozent. Somit geht das Kapitel Übertakten im Nachtest eindeutig an das ECS H67H2-M.




Intel DH67BL und ECS H67H2-M - Intels Sandy Bridge mit Grafik - Druckansicht - Seite 27 von 28

Kompatibilität: Arbeitsspeicher
Kommen wir nun zur Speicherkompatibilität. Wir haben die beiden Mainboards mit unterschiedlichen Speicherkonfigurationen bestückt und die Stabilität des Testsystems unter Windows Vista Ultimate 64-Bit mit Core2MaxPerf und Tom Clancy's HAWX getestet. Während Core2MaxPerf mit zwei Threads lief, beschäftigte HAWX die beiden übrigen Kerne sowie die Radeon HD 4870 X2. Die Laufzeit pro Konfiguration lag bei 12 Stunden.

Hier nun die Resultate des ECS H67H2-M:

ECS H67H2-M - Stabilitätstest: Core2MaxPerf + HAWX
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1TAbsturz
GeIL GV34GB1333C9DC
2x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1Tstabil
GeIL GV34GB1333C9DC
4x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tstabil

Im BIOS des ECS H67H2-M findet sich derzeit leider keine Option, um die Taktrate des Arbeitsspeichers zu ändern und so müssen wir mit den Einstellungen leben, welche das Mainboard erkennt. Im Falle von Corsairs TR3X6G1600C8D war leider kein stabiler Betrieb möglich und das XMP-Profil dieser Module wird von Intels H67 nicht unterstützt. Die Module von Qimonda und GeIL liefen hingegen stabil, auch die Vollbestückung mit vier Speicherriegeln war möglich.

Und wie schlägt sich Intels DH67BL?

Intel DH67BL - Stabilitätstest: Core2MaxPerf + HAWX
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1TAbsturz
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tkein Boot
GeIL GV34GB1333C9DC
2x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tteils stabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1Tteils stabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tkein Boot
GeIL GV34GB1333C9DC
4x 2 GByte
667@1,50V9-9-9-24 1Tteils stabil

Auch Intels DH67BL hat mit Corsairs TR3X6G1600C8D erhebliche Probleme, doch hier können wir den Speichertakt zumindest manuell anheben. Wir versuchen dies mit den Modulen von Corsair und Qimonda, doch sobald wir das BIOS verlassen, hängt das Mainboard in einer Bootschleife, welche unsere Laufwerke auf höchst bedenkliche Weise klappern lässt. Akzeptieren wir die von der Hauptplatine vorgegebenen Einstellungen, arbeiten die Speicherriegel von Qimonda und GeIL halbwegs stabil - auch bei Vollbestückung.

Testnotizen zum ECS H67H2-M

Zunächst müssen wir festhalten, dass das ECS H67H2-M im Test einen guten Eindruck hinterließ. Obgleich das Mainboard noch sehr neu ist, gab es im ganzen Testzeitraum nur einen Absturz - das ist akzeptabel. Zu Anfang hatten wir Probleme mit den für Intels Core i7 2600K hinterlegten Multiplikatoren, doch ECS konnte diesen Fehler beseitigen. Kurz nach der Veröffentlichung dieses Tests stellte ECS zudem ein neues BIOS zum allgemeinen Download bereit, welches das Übertakten des Grafikkerns ermöglicht. Somit bleibt nur ein Kritikpunkt: Im BIOS findet sich auch weiterhin keine Einstellung, um den Speichertakt oder die Latenzen zu verändern.

Testnotizen zum Intel DH67BL

Leider müssen wir Intels DH67BL eine lausige Stabilität bescheinigen. Wir haben insgesamt sieben Speicherpaare, fünf Grafikkarten und sechs Netzteile ausprobiert, doch keine Konfiguration wollte wirklich stabil arbeiten. Gleich zu Anfang fiel die Hauptplatine negativ auf, da wir kein Bild über den DVI-Anschluss ausgeben konnten. Dieser Fehler verschwand dann nach einigem "Rumprobieren". Unser Testmuster war mit etlichen Klebestreifen versehen, welche Aufschriften auf der Platine verdeckten. Dies deutet auf ein Vorseriengerät hin. Auch das BIOS war alles andere als ausgereift und legte nach dem CPU-Tausch die falschen Multiplikatoren an. Zudem konnte man den Wert des Multiplikators verändern, was vom H67-Chipsatz aber gar nicht unterstützt wird.




Intel DH67BL und ECS H67H2-M - Intels Sandy Bridge mit Grafik - Druckansicht - Seite 28 von 28

UPDATE vom 01.02.2011:
Intel hat einen Fehler in seinen Chipsätzen H67 und P67 entdeckt, welcher zu einem teilweisen oder vollständigen Ausfall der SATA-Schnittstellen führen kann. Alle wichtigen Informationen zu diesem Problem finden sich im Nachtrag "Intels Chipsatz-Rückruf".

Fazit
Betrachten wir die üblichen Funktionen wie Audio, Gigabit-LAN, SATA, PCI-Express und USB, so unterscheiden sich Intels Chipsätze H67 und P67 kaum. Doch während nur der H67 den Grafikkern der Sandy-Bridge-CPUs nutzbar macht, ist der P67 die einzige Wahl für Übertakter. Warum dies so ist, vermag nur Intel zu erklären. Wir finden die aktuelle Situation jedenfalls etwas unglücklich.

Wertung: ECS H67H2-M Black Deluxe
GutECS hat sein H67H2-M Black Deluxe mit einer umfangreiche Ausstattung versehen, die zwei Gigabit-LAN-Controller, vier Bildschirmanschlüsse und eine überraschend flotte USB-3.0-Lösung von EtronTech umfasst. Die Farbwahl ist dezent und die massiven Kühlprofile auf dem Spannungswandler täuschen darüber hinweg, dass Intel beim H67-Chipsatz lediglich die Übertaktung des Grafikkerns erlaubt. Auf dem PCB gibt es Taster für Power und Reset, das Zurücksetzen des CMOS-Speichers ermöglicht ein kleiner, roter Knopf im Anschlusspanel. Im Test erwies sich dieses Mainboard als schnell und stabil, zudem funktionierten alle Komponenten fehlerfrei.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Was uns fehlt, ist eine BIOS-Option zur manuellen Einstellung des Speichertaktes und der Latenzen. Wird der Arbeitsspeicher nicht richtig erkannt, kann man dies derzeit leider noch nicht berichtigen. Die Einstellungen zum Übertakten des Grafikkerns hatten zunächst keine Auswirkungen, doch ECS hat diesen Fehler mit einem BIOS-Update berichtigt. Nun können wir den Grafikkern sogar um 100 MHz höher takten als auf Intels DH67BL. Unsere Wertung für das ECS H67H2-M Black Deluxe lautet: "Gut".




Wertung: Intel DH67BL
Es fällt uns schwer, eine Bewertung für Intels DH67BL zu treffen. Dieses Motherboard erreichte uns in einer Vorserienversion und diese lief im Test leider alles andere als stabil. Nun mag es sein, dass die im Handel erhältlichen Exemplare auf regelmäßige Abstürze verzichten und auch ein ausgereifteres BIOS bieten, doch das können wir nicht beurteilen. Daher beschränken wir unsere Betrachtung auf die Performance, den Stromverbrauch, die Ausstattung und das Layout des DH67BL. Die Performance ist dabei schnell abgehandelt, denn Intels DH67BL ist ebenso schnell wie die übrigen Testkandidaten. Beim Stromverbrauch kann das Mainboard weitere Punkte sammeln, denn sparsamer als das DH67BL arbeitet keine der übrigen Hauptplatinen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Doch der geringe Stromverbrauch liegt auch darin begründet, dass die Ausstattung des DH67BL nicht allzu üppig ausfällt: Es gibt einen Gigabit-LAN-Anschluss und zwei USB-3.0-Ports, ansonsten wird Standardkost geboten. Wir finden es insbesondere bedauerlich, dass Intel nur zwei Bildschirmanschlüsse - DVI und HDMI - integriert hat. Das DH67BL wurde offenbar auf einen geringen Preis optimiert (aktuelle Straßenpreise beginnen bei ca. 85 Euro), denn langlebige Feststoffkondensatoren finden sich lediglich im Bereich des Spannungswandlers. Auch das Layout des DH67BL kann uns an einigen Stellen nicht überzeugen. So ist der Abstand des CPU-Sockels zu den DIMM-Slots viel zu gering und lange Grafikkarten blockieren einen der internen SATA-Anschlüsse. Selbst wenn Intels DH67BL ein stabiles Betriebsverhalten gezeigt hätte, ist dieses Mainboard nicht die beste Wahl für ein Sandy-Bridge-System.




Unser Dank gilt:







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