Au-Ja! - Intel SSD 520 Series 240 GB (Cherryville) mit SandForce SF-2281 - Druckversion
 

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Intel SSD 520 Series 240 GB (Cherryville) mit SandForce SF-2281 - Druckansicht - Seite 1 von 13

UPDATE vom 13.06.2012:

Heute läuft Intels SSD 520 Serie (Codename: Cherryville) vom Stapel und dabei setzt Intel erstmals auf einen Controller des Herstellers SandForce. Die zweite Generation der SandForce-Controller erfreut sich aufgrund ihrer hohen Leistung einer großen Beliebtheit, hatte zu Anfang aber auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Intel hat die holprige Startphase zwar umgangen, doch ist es mittlerweile nicht schon zu spät, um auf den SandForce-Zug aufzuspringen?


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Wir versuchen, diese Frage anhand Intels SSD 520 Series 240 GB zu klären, wobei uns der Platzhirsch OCZ Vertex 3 240GB die Vergleichswerte liefern wird. Zugleich finden sich in den Benchmark-Diagrammen sechs weitere Solid-State-Drives mit 60 bzw. 64 GB Speicherkapazität, von denen jedes auf einem anderen Controller basiert.

Der lange Weg zur 520er-Serie
Schnell waren die SandForce-Controller schon immer. Was allerdings oft Probleme bereitete, war ihre Zuverlässigkeit. SandForce liefert seinen Kunden, meist kleineren Firmen aus dem DRAM-Segment, ein Komplettpaket aus Controller, Firmware und einem dazu passenden Referenzdesign. Dies spart den Kunden Entwicklungszeit und reduziert den Validierungsaufwand, so dass die Produkte schnell in den Handel kommen. Viele Fehler zeigen sich allerdings erst beim Kunden und müssen mit Firmware-Updates nachgebessert werden. Bananenware, die erst beim Kunden reift, kann sich eine Firma wie Intel allerdings nicht leisten. Als LSI sich SandForce Ende 2011 für 322 Millionen US-Dollar einverleibte, stand allerdings schon fest, dass die SandForce-Controller auch im OEM-Markt Fuß fassen sollen. Und was kann dabei besser helfen als eine umfangreiche Validierung durch Intel? Intel hat nach eigenen Angaben mehrere tausend Teststunden investiert und die Firmware zusammen mit LSI überarbeitet. Eine fünfjährige Garantiezeit soll nun auch kritische Kunden überzeugen.

Intel SSD 520 Series 240 GB: Lieferumfang
Intel packt nicht nur das nackte Solid-State-Drive in den Karton, sonder liefert alles mit, was zum Einbau in einen Desktop-Computer oder ein Notebook benötigt wird. Wir finden einen Adapterrahmen für Laufwerksschächte im 3,5-Zoll-Format und die dazugehörigen Schrauben.


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Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein SATA-Kabel und ein Stromadapter für Molex-Stecker mit vier Kontakten. Ein Kurzanleitung und eine kleine CD mit weiteren Informationen und Intels SSD-Software fehlen ebenso wenig wie ein Aufkleber, mit dem man auf das schnelle Laufwerk hinweisen kann, sofern man dies für notwendig erachten sollte.




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Intel SSD 520 Series 240 GB: Eckdaten
Bei seiner Baureihe SSD 520 verbaut Intel den im Februar 2011 vorgestellten SandForce SF-2281. Dieser beherrscht SATA 6 Gbps und setzt auch weiterhin auf die Kompression der Daten. SandForce fasst Kompression, Block-Management, Wear-Leveling und Garbage-Collection unter dem Begriff "DuraWrite" zusammen und will durch diese Maßnahmen die Schreibleistung verbessern und zugleich die Lebensdauer der Flash-Zellen verlängern.


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Da sich die zum Auslesen der Daten erforderlichen Parameter und Algorithmen im Controller selbst befinden, stellt der SandForce SF-2281 ein Problem bezüglich der Datenrettung dar: Fällt der Controller aus, übrigens der häufigste Defekt bei SSDs, kann dieser nicht ausgetauscht werden und die Daten sind verloren. Das leidige Thema der AES-256-Verschlüsselung handeln wir weiter unten in einen eigenen Absatz ab.


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Intel verbaut 16 seiner hauseigenen NAND-Flash-Speicher mit Strukturgrößen von 25 nm. Es handelt sich um MLC-Chips (Multi-Level Cell), die synchron betrieben werden. Das Vertrauen in die eigenen Chips und DuraWrite scheint sehr hoch zu sein, denn Intel gibt fünf Jahre Garantie. Der Hersteller beziffert die typische Lebenserwartung des Laufwerks auf 1,2 Millionen Stunden, was wiederum im üblichen Rahmen liegt. Andere Hersteller gehen zumeist von 1 bis 2 Millionen Stunden aus.


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Unser Testmuster verfügt über 240 GB Speicherplatz und erzielt laut Intel eine sequentielle Leserate von bis zu 550 MB/s. Werden zusammenhängende Daten geschrieben, sollen 520 MB/s möglich sein, und beim Zufallsschreiben von 4K-Blöcken werden 60.000 IOPS erreicht. All diese Angaben entsprechen exakt denen, die OCZ für sein Vertex 3 240GB macht. Lediglich beim Zufallslesen von 4K-Blöcken verspricht OCZ 85.000 IOPS, während Intel lediglich 50.000 IOPS angibt.


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Intel bietet in der 520er-Serie auch Solid-State-Laufwerke mit 60 GB, 120 GB, 180 GB, 240 GB sowie 480 GB Speicherkapazität an. Die sequentielle Schreibrate der 60-GB-Variante ist auf 475 MB/s beschränkt, zudem liest das Einstiegsmodell zufällige 4K-Blöcke nur mit 15.000 IOPS und schreibt dieselben mit 23.000 IOPS. Greift man zur 120-GB-Version, wird eine sequentielle Schreibrate von 500 MB/s geboten. Das Zufallslesen von 4K-Blöcken geschieht mit 25.000 IOPS und das Zufallsschreiben mit 40.000 IOPS. Bezüglich des 480 GB fassenden Laufwerks ist zudem die auf 42.000 IOPS verminderte Schreibrate zu vermerken.

Die peinliche AES-256-Panne
Während der Vorgänger SF-1222 auf die AES-128-Verschlüsselung beschränkt war, versprach SandForce beim SF-2281 die sicherere AES-256-Variante. Erst im Juni 2012, also 16 Monate nach der Markteinführung der neuen Controller, änderte SandForce diese Angabe in AES-128 und blamierte damit nicht nur sich, sondern auch Intel. Der aktuelle Stand am 13. Juni 2012 lautet: SandForce will in kommenden Revisionen seiner Controller AES-256 nachrüsten, die bisher verkauften Chips sind jedoch auf 128 Bit beschränkt. Daher bietet Intel den Käufern von SSDs aus der 520er-Baureihe die Erstattung des Kaufpreises an. Dieses Angebot gilt für Laufwerke, die vor dem 1. Juli 2012 gekauft wurden. Der entsprechende Antrag kann bis zum 1. Oktober 2012 bei Intels Kundendienst eingereicht werden.




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Das Testsystem
Unser Testsystem basiert auf dem Mainboard MSI Z68A-GD80 (B3), welches Intels Chipsatz Z68 verwendet. Alle SSDs wurden am ersten SATA-6-Gbps-Port des Z68 betrieben, während die Festplatte mit dem Betriebssystem und der Software am ersten SATA-3-Gbps-Port angeschlossen war. Die SATA-Ports liefen im AHCI-Betrieb mit Intels Rapid Storage Technik in der Version 10.6.0.1022.

Da wir möglichst hohe und konstante Werte erreichen wollten, wurden EIST, C1E und die C-States für alle Benchmark-Messungen deaktiviert. Im normalen Betrieb mit aktivierten Stromspartechnologien fallen die Leistungswerte etwas geringer aus und schwanken zudem deutlicher. Dies ist allerdings abhängig von der jeweiligen Plattform und sogar von der verwendeten BIOS-Version.

Hier die Übersicht aller getesteten Solid-State-Laufwerke:

SSDKapazitätSATATRIMGCPreis
Intel
SSD 520
Firmware 400i
240 GB6,0 Gbpsjaja450,00 €
OCZ
Vertex 3
Firmware 2.15
240 GB6,0 Gbpsjaja329,00 €
Corsair
Force F60
Firmware 2.0
60 GB3,0 Gbpsjaja99,00 €
Corsair
Force 3 F60
Firmware 1.3.3
60 GB6,0 Gbpsjaja101,90 €
Crucial
C300 64GB
Firmware 0007
64 GB6,0 Gbpsjaja97,90 €
Crucial
M4 64GB
Firmware 0009
64 GB6,0 Gbpsjaja97,90 €
Samsung
SSD 470
Firmware AXM09B1Q
64 GB3,0 Gbpsjaja89,90 €
Samsung
SSD 830
Firmware SD04
64 GB6,0 Gbpsjaja108,90 €

Die Testsoftware
Für unsere Messungen verwenden wir vier Programme, um die Leistung der Laufwerke möglichst objektiv beurteilen zu können:

Die Technologien, welche in Solid-State-Drives zum Einsatz kommen, unterscheiden sich nämlich deutlich. Die Geräte reagieren nicht nur mit starken Abweichungen auf unterschiedliche Blockgrößen, sondern zuweilen auch auf unterschiedliche Datenarten. Laufwerke, deren Controller mit Kompressionstechniken arbeiten, erzielen beispielsweise mit gut zu packenden Textdateien einen deutlich höheren Durchsatz als mit bereits hochgradig komprimierten Audio- und Videodaten. Zudem spielen auch die Umsetzung des TRIM-Befehls, die Garbage Collection und das Wear-Leveling eine Rolle, denn im Gegensatz zu Festplatten ist die Leistung von SSDs über die Einsatzzeit betrachtet weit weniger konstant.

Die Testmethodik
Zunächst machen wir Lesetests mit HDTune Pro 4.61. Für Schreibtests ist HDTune Pro nicht geeignet, da diese Software nur auf unformatierte Datenträger schreibt und in diesem Fall der TRIM-Befehl und die Garbage Collection der Laufwerke nicht greifen. Im Anschluss formatieren wir die SSDs mit dem Dateisystem NTFS und befüllen sie mit knapp 33 GByte Daten. Diese Daten werden nach wenigen Minuten wieder gelöscht und wir räumen den Laufwerken eine halbe Stunde ein, um den TRIM-Befehl und die Garbage Collection durchzuführen. Danach führen wir ATTO Disk Benchmark 2.47 und AS SSD 1.6.4237.30508 jeweils dreimal aus. Zum Abschluss lassen wir Iometer 2006.07.27 dreimal für eine halbe Stunde laufen, zwischen den einzelnen Durchläufen gibt es eine Pause von 15 Minuten. Iometer soll uns insbesondere darüber Auskunft geben, ob die Leistung der Laufwerke nach mehreren Durchgängen abbaut.




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Benchmarks: HDTune Pro 4.61, sequentiell lesen, 8 MB
Wir beginnen mit dem Low-Level-Test von HD Tune Pro 4.61, welcher sich bei Solid-State-Laufwerken nur zur Überprüfung der Leseleistung eignet. Wird HD Tune Pro hingegen als Schreibtest verwendet, greifen der TRIM-Befehl und die Garbage Collection nicht ein, da auf dem Laufwerk kein Dateisystem vorhanden ist. HDTune Pro eignet sich somit für die Ermittelung der maximalen sequentiellen Leserate mit bestimmten Blockgrößen, zudem können wir die dazugehörige Zugriffszeit und CPU-Auslastung messen. Wir beginnen mit einer Blockgröße von 8 MB:

HDTune Pro 4.61: Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Crucial M4 64GB
529.7
530.0
528.4
Corsair Force 3 F60
526.9
529.7
524.4
OCZ Vertex 3 240GB
525.6
528.9
523.3
Intel SSD 520 240GB
525.4
528.6
523.0
Samsung 830 64GB
506.7
507.7
505.6
Crucial C300 64GB
361.9
362.9
359.4
Corsair Force F60
269.9
271.5
263.4
Samsung 470 64GB
253.4
254.0
248.6

Intels 520 Series 240GB und der Platzhirsch OCZ Vertex 3 240GB liegen in dieser Messung gleichauf und nur knapp hinter Corsairs Force 3 F60, einem weiteren auf dem SandForce SF-2281 basierenden Modell. Noch etwas höhere Leseraten erzielt allerdings Crucials M4 64GB.

HDTune Pro 4.61: Zugriffszeit Lesen in ms (geringere Werte sind besser)
Corsair Force 3 F60
0.035
Intel SSD 520 240GB
0.036
OCZ Vertex 3 240GB
0.036
Crucial M4 64GB
0.040
Corsair Force F60
0.041
Samsung 830 64GB
0.046
Samsung 470 64GB
0.065
Crucial C300 64GB
0.114

Auch bei der Zugriffzeit erweisen sich Intels 520 Series 240GB und das OCZ Vertex 3 240GB als ebenbürtig, während das kleinere Modell Corsair Force 3 F60 noch einen winzigen Wimpernschlag schneller ist.

HDTune Pro 4.61: CPU-Last in Prozent (geringere Werte sind besser)
Corsair Force F60
0.4
Samsung 470 64GB
0.4
Crucial C300 64GB
0.5
Corsair Force 3 F60
0.6
Intel SSD 520 240GB
0.6
OCZ Vertex 3 240GB
0.6
Samsung 830 64GB
0.6
Crucial M4 64GB
0.7

Bezüglich der CPU-Last gilt: Je mehr Daten pro Sekunde transportiert werden, desto mehr muss der Prozessor arbeiten. Die schnellen Laufwerke sind hier also im Nachteil. Doch wir führen diesen Messlauf in erster Linie aus, um ungewöhnliche Abweichungen feststellen zu können - und von diesen gab es keine.




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Benchmarks: HDTune Pro 4.61, sequentiell lesen, 64 KB
Wir wiederholen den Low-Level-Test der sequentiellen Leseleistung, verwenden diesmal allerdings kleinere Blöcke, genauer gesagt 64 KB. Diese Größe ist zugleich die Voreinstellung des eigentlich auf Festplatten spezialisierten Programms. Doch während bei Festplatten kein Unterschied zwischen 64 KB und 8 MB großen Blöcken festzustellen ist, werden Solid-State-Drives deutlich langsamer, wenn sie kleinere Blöcke verarbeiten.

HDTune Pro 4.61: Leserate (Blocksize = 64 KB) Ø, max, min in MB/s
Samsung 830 64GB
441.8
443.9
441.1
Corsair Force 3 F60
398.0
406.1
394.3
OCZ Vertex 3 240GB
396.9
405.0
393.8
Intel SSD 520 240GB
396.0
404.6
393.6
Crucial M4 64GB
390.2
393.4
389.0
Crucial C300 64GB
320.2
324.3
313.9
Corsair Force F60
235.0
238.9
230.0
Samsung 470 64GB
222.8
223.2
218.6

Dass wir nun mit 64 KB großen Blöcken arbeiten, ändert nichts daran, dass die drei SandForce-SSDs eng beisammen liegen. Abermals ist das OCZ Vertex 3 240GB minimal schneller als Intels Newcomer SSD 520 240GB, während Crucials M4 64GB zurückgefallen ist und Samsungs 830 64GB die Spitze übernommen hat.

HDTune Pro 4.61: Zugriffszeit Lesen in ms (geringere Werte sind besser)
Corsair Force 3 F60
0.034
Intel SSD 520 240GB
0.035
OCZ Vertex 3 240GB
0.035
Corsair Force F60
0.041
Crucial M4 64GB
0.041
Samsung 830 64GB
0.046
Samsung 470 64GB
0.066
Crucial C300 64GB
0.113

Bei der Zugriffzeit liegen Intels SSD 520 240GB und das OCZ Vertex 3 240GB gleichauf. Corsairs Force 3 F60, dass nur 60 GB verwalten muss, ist einen Hauch schneller.

HDTune Pro 4.61: CPU-Last in Prozent (geringere Werte sind besser)
Corsair Force F60
0.7
Samsung 470 64GB
0.7
Crucial C300 64GB
0.9
Corsair Force 3 F60
1.0
Intel SSD 520 240GB
1.0
OCZ Vertex 3 240GB
1.0
Crucial M4 64GB
1.1
Samsung 830 64GB
1.2

Aufgrund der kleineren Blöcke ist die CPU-Last gestiegen, doch die Reihenfolge bleibt weitgehend unverändert. Lediglich am unteren Ende haben Crucials M4 64GB und die Samsung 830 64GB ihre Plätze getauscht.




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Benchmarks: HDTune Pro 4.61, Zufallslesen
Für den Alltagsbetrieb sind Zufallszugriffe wichtiger als sequentielle Datenraten, denn nur selten werden große Datenmengen in einem Stück geladen. Beim Zufallslesen berücksichtigt HDTune Pro 4.61 die Zugriffszeit und die Datenrate, um die Anzahl von I/O-Operationen pro Sekunde (IOPS) zu bestimmen. Der Test wird mit unterschiedlich großen Blöcken durchgeführt.

HDTune Pro 4.61: Zufallslesen, 512 Byte in IOPS
Corsair Force 3 F60
28771
OCZ Vertex 3 240GB
28652
Intel SSD 520 240GB
28137
Crucial M4 64GB
24539
Corsair Force F60
24345
Samsung 830 64GB
23766
Samsung 470 64GB
15239
Crucial C300 64GB
8822

Das Zufallslesen bringt uns einmal mehr eine dreifache Führung für die SandForce-Fraktion - in der gewohnten Reihenfolge.

HDTune Pro 4.61: Zufallslesen, 4 KB in IOPS
Corsair Force 3 F60
25762
OCZ Vertex 3 240GB
25588
Intel SSD 520 240GB
25055
Crucial M4 64GB
21083
Samsung 830 64GB
20771
Corsair Force F60
19996
Samsung 470 64GB
12722
Crucial C300 64GB
8384

Wer sich von Intels SandForce-Premiere Wunder erhofft hat, sieht sich enttäuscht, denn das OCZ Vertex 3 240GB ist wiederum ein wenig flotter unterwegs.

HDTune Pro 4.61: Zufallslesen, 64 KB in IOPS
Corsair Force 3 F60
6427
OCZ Vertex 3 240GB
6413
Intel SSD 520 240GB
6379
Crucial M4 64GB
6187
Samsung 830 64GB
5224
Crucial C300 64GB
3948
Corsair Force F60
3788
Samsung 470 64GB
3330

Die Blöcke sind auf 64 KB gewachsen, doch an der Spitze sehen wir auch weiterhin keine Veränderungen.

HDTune Pro 4.61: Zufallslesen, 1 MB in IOPS
Crucial M4 64GB
521
OCZ Vertex 3 240GB
520
Corsair Force 3 F60
519
Intel SSD 520 240GB
519
Samsung 830 64GB
394
Crucial C300 64GB
351
Corsair Force F60
268
Samsung 470 64GB
249

Erst bei einer Blockgröße von 1 MB kommt ein wenig Bewegung in die Spitzengruppe und Crucials M4 64GB übernimmt die Führung. Bei den SandForce-Modellen setzt sich das OCZ Vertex 3 240GB vor die gleich schnellen Laufwerke von Corsair und Intel.

HDTune Pro 4.61: Zufallslesen, zufällige Größe in IOPS
Crucial M4 64GB
1005
Corsair Force 3 F60
998
OCZ Vertex 3 240GB
998
Intel SSD 520 240GB
996
Samsung 830 64GB
820
Crucial C300 64GB
648
Corsair Force F60
525
Samsung 470 64GB
480

Verwenden wir beim Zufallslesen eine zufällige Blockgröße, bleibt Crucials M4 64GB an der Spitze. Diesem dicht auf den Fersen sind die drei SandForce-Laufwerke, wobei Intels SSD 520 240GB wieder ein wenig zurückhängt.




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Benchmarks: ATTO Disk Benchmark 2.47, lesen
Da uns HD Tune Pro für die Schreibtests keine große Hilfe ist, greifen wir zu ATTO Disk Benchmark 2.47. ATTO testet die sequentielle Lese- und die Schreibleistung formatierter und partitionierter Laufwerke mit unterschiedlichen Blockgrößen von 512 Byte bis 8 MB. Wir haben für unsere Messungen eine Transferlänge von 256 MB gewählt und überlappende I/O-Zugriffe aktiviert, die Queue ist hierbei vier Stufen tief. Insbesondere Hersteller aus der SandForce-Fraktion verweisen gerne auf ATTO, da dieser Test gleichförmige Datenpakete verwendet, die sich sehr gut komprimieren lassen.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Lesen, 512 Byte in KB/s
Crucial C300 64GB
37836
Crucial M4 64GB
32654
Samsung 830 64GB
22027
OCZ Vertex 3 240GB
20599
Intel SSD 520 240GB
20488
Corsair Force F60
19008
Corsair Force 3 F60
18699
Samsung 470 64GB
15143

Bei 512 Byte großen Häppchen kommen die SandForce-SSDs noch nicht so recht auf Touren. Das OCZ Vertex 3 240GB liegt einmal mehr knapp vor Intels SSD 520 240GB und Corsairs Force 3 F60 60GB hat diesmal das Nachsehen.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Lesen, 4 KB in KB/s
Crucial M4 64GB
283557
Crucial C300 64GB
269012
Samsung 830 64GB
202522
OCZ Vertex 3 240GB
162071
Intel SSD 520 240GB
160986
Corsair Force 3 F60
156144
Corsair Force F60
136265
Samsung 470 64GB
93189

Auch bei 4 KB dominieren die beiden Laufwerke von Crucial, während sich die SandForce-Fraktion im unteren Mittelfeld tummelt. Abermals lautet die Reihenfolge: OCZ Vertex 3 240GB vor Intel SSD 520 240GB vor Corsair Force 3 F60 60GB.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Lesen, 64 KB in KB/s
Samsung 830 64GB
517626
OCZ Vertex 3 240GB
468324
Intel SSD 520 240GB
464352
Corsair Force 3 F60
434716
Crucial M4 64GB
430052
Crucial C300 64GB
335684
Corsair Force F60
264880
Samsung 470 64GB
255167

Mit größeren Blöcken kommen die SandForce-Modelle in Fahrt und kämpfen sich nach vorne. Die beiden 240-GB-Laufwerke lassen Corsairs Force 3 F60 dabei klar hinter sich und auch diesmal bezwingt das OCZ Vertex 3 240GB seinen neuen Mitbewerber von Intel.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Lesen, 1 MB in KB/s
OCZ Vertex 3 240GB
557950
Intel SSD 520 240GB
557519
Crucial M4 64GB
554958
Corsair Force 3 F60
548657
Samsung 830 64GB
547414
Crucial C300 64GB
371458
Corsair Force F60
278865
Samsung 470 64GB
269874

Mit 1 MB großen Blöcken rückt die Spitze wieder enger zusammen und die beiden SandForce-SSDs von Intel und OCZ setzen sich ganz vorne fest. Der Vorsprung des OCZ Vertex 3 240GB ist nur noch hauchdünn.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Lesen, 8 MB in KB/s
OCZ Vertex 3 240GB
560107
Intel SSD 520 240GB
558809
Crucial M4 64GB
554958
Corsair Force 3 F60
554111
Samsung 830 64GB
546588
Crucial C300 64GB
374565
Corsair Force F60
278847
Samsung 470 64GB
269514

Mit 8 MB großen Blöcken verteidigen das OCZ Vertex 3 240GB und Intels SSD 520 240GB ihre Führung und auch die letzte Wertung kann sich das Laufwerk von OCZ sichern.




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Benchmarks: ATTO Disk Benchmark 2.47, schreiben
Messen wir nun das sequentielle Schreiben mit ATTO Disk Benchmark 2.47. Abermals verwenden wir Blockgrößen von 512 Byte bis 8 MB und haben für unsere Messungen eine Transferlänge von 256 MB gewählt. überlappende I/O-Zugriffe sind aktiviert und die Queue ist vier Stufen tief. Insbesondere beim Schreiben sollten die SandForce-Laufwerke von ihrer Datenkompression profitieren können.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Schreiben, 512 Byte in KB/s
Crucial M4 64GB
43489
Crucial C300 64GB
38400
Samsung 830 64GB
34020
Samsung 470 64GB
19790
OCZ Vertex 3 240GB
18230
Intel SSD 520 240GB
18215
Corsair Force 3 F60
18045
Corsair Force F60
17151

Bei den kleinen 512-Byte-Blöcken scheint die Kompressionstaktik der SandForce-Fraktion noch nicht zu zünden und so finden sich diese Laufwerke am Ende des Feldes.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Schreiben, 4 KB in KB/s
Intel SSD 520 240GB
244471
OCZ Vertex 3 240GB
242565
Corsair Force 3 F60
242086
Corsair Force F60
182948
Samsung 830 64GB
170654
Crucial M4 64GB
110677
Samsung 470 64GB
103972
Crucial C300 64GB
79132

Bereits bei 4 KB fliegen dann die SandForce-SSDs an die Spitze des Feldes und endlich kann sich Intels SSD 520 240GB einmal gegen das OCZ Vertex 3 240GB durchsetzen.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Schreiben, 64 KB in KB/s
OCZ Vertex 3 240GB
508741
Intel SSD 520 240GB
507909
Corsair Force 3 F60
479355
Corsair Force F60
264657
Samsung 470 64GB
183991
Samsung 830 64GB
170709
Crucial M4 64GB
111255
Crucial C300 64GB
80025

Ab 64 KB hat sich eine feste Reihenfolge etabliert und das OCZ Vertex 3 240GB die Top-Position zurückerobert. Der Rückstand des Intel SSD 520 240GB ist zwar gering, doch als Herausforderer muss hier eigentlich Intel punkten.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Schreiben, 1 MB in KB/s
OCZ Vertex 3 240GB
527643
Intel SSD 520 240GB
525494
Corsair Force 3 F60
495196
Corsair Force F60
269333
Samsung 470 64GB
183723
Samsung 830 64GB
170496
Crucial M4 64GB
108979
Crucial C300 64GB
80050

Bei 1 MB großen Blöcken sehen wir kaum noch Steigerungen und die Rangfolge bleibt unverändert.

ATTO Disk Benchmark 2.47: sequentielles Schreiben, 8 MB in KB/s
OCZ Vertex 3 240GB
527206
Intel SSD 520 240GB
526775
Corsair Force 3 F60
496719
Corsair Force F60
268436
Samsung 470 64GB
183861
Samsung 830 64GB
170856
Crucial M4 64GB
111696
Crucial C300 64GB
80050

Der Schritt von 1 MB auf 8 MB bringt keine weiteren Verbesserungen. Wir müssen an dieser Stelle nochmals betonen, dass die Kompressionstechnik der SandFore-Controller sehr von den Daten, die ATTO in diesem Test schreibt, profitiert. Mit hochgradig komprimierten Daten wären diese Laufwerke deutlich langsamer.




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Benchmarks: AS SSD 1.6.4237.30508, lesen
Unser dritter Test ist das Programm AS SSD 1.6.4237.30508, welches speziell auf Solid-State-Drives zugeschnitten ist. Im Gegensatz zu ATTO verwendet AS SSD jedoch zufällig generierte Daten, die sich deutlich schlechter komprimieren lassen. Und so kommt es, dass die SandForce-Fraktion mit dieser Software so ihre Probleme hat. Wir beginnen mit der sequentiellen Leseleistung. Hierbei wird eine 1 GByte große Datei ohne Nutzung des Betriebssystem-Caches von den Laufwerken gelesen.

AS SSD 1.6.4237.30508: sequentielles Lesen in MB/s
Crucial M4 64GB
519.01
OCZ Vertex 3 240GB
517.24
Samsung 830 64GB
508.44
Intel SSD 520 240GB
507.59
Crucial C300 64GB
352.56
Samsung 470 64GB
254.92
Corsair Force 3 F60
203.25
Corsair Force F60
199.99

Dass Crucials M4 64GB sequentiell sehr schnell liest, hatten bereits HD Tune Pro und ATTO gezeigt - selbst das OCZ Vertex 3 240GB kann nicht vorbeiziehen. Der sequentielle Durchsatz von Intels SSD 520 240GB fällt fast 10 MB/s geringer aus, so dass sich Samsungs 830 64GB zwischen die beiden 240-GB-Modelle drängen kann.

Es folgt der 4K-Test, bei dem zufällig ausgewählte Blöcke gelesen werden. Diese Messung wird einmal mit einem Thread durchgeführt und danach auf 64 Threads verteilt. Mit Hilfe dieser Verteilung kann man die Implementierung des Native Command Queuing (NCQ) und die Leistungsfähigkeit des Controllers untersuchen:

AS SSD 1.6.4237.30508: 4K/64Thr., 4K/1Thr. Zufallslesen in IOPS
Crucial M4 64GB
66850
6940
Intel SSD 520 240GB
60328
6416
Samsung 830 64GB
58375
6140
OCZ Vertex 3 240GB
51902
5975
Crucial C300 64GB
50478
7682
Corsair Force F60
27146
5502
Corsair Force 3 F60
24080
5072
Samsung 470 64GB
20141
4458

Und auch beim 4K-Zufallslesen sehen wir deutliche Unterschiede zwischen den 240-GB-Laufwerken von Intel und OCZ, doch diesmal zugunsten von Intels SSD 520 Serie. Verwendet AS SSD nur einen Thread, erzielt Intels SSD ein um 7,4 Prozent höheres Ergebnis. Bei 64 Threads sind es dann sogar 16,2 Prozent. Der Grund hierfür sind große Schwankungen beim OCZ Vertex 3 240GB.

Zuletzt ermitteln wir die Zugriffszeit über die gesamte Kapazität der SSD (Fullstroke):

AS SSD 1.6.4237.30508: Zugriffszeit Lesen in ms (geringere Werte sind besser)
Crucial M4 64GB
0.102
Samsung 830 64GB
0.106
Crucial C300 64GB
0.120
Corsair Force 3 F60
0.135
Corsair Force F60
0.144
Samsung 470 64GB
0.150
Intel SSD 520 240GB
0.156
OCZ Vertex 3 240GB
0.178

Die Zugriffszeiten weichen deutlich von den Ergebnissen ab, die wir zuvor mit HD Tune Pro 4.61 ermittelt hatten, und die großen Datenträger werden nach hinten durchgereicht. Dennoch regiert Intels SSD 520 240GB deutlich flotter als das OCZ Vertex 3 240GB.




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Benchmarks: AS SSD 1.6.4237.30508, schreiben
Weiter geht es mit dem sequentiellen Schreiben, für das AS SSD 1.6.4237.30508 wieder zufällig generierte Daten nutzt. Und da sich diese bedeutend schlechter komprimieren lassen als eine Datei aus lauter Nullen, erwarten wir wieder Probleme für die SandForce-Modelle. Im Test wird eine 1 GByte große Datei ohne Nutzung des Betriebssystem-Caches auf die Laufwerke geschrieben.

AS SSD 1.6.4237.30508: sequentielles Schreiben in MB/s
OCZ Vertex 3 240GB
297.84
Intel SSD 520 240GB
281.98
Samsung 470 64GB
174.82
Samsung 830 64GB
161.89
Crucial M4 64GB
106.19
Corsair Force F60
94.44
Corsair Force 3 F60
79.39
Crucial C300 64GB
73.29

Die beiden 240-GB-Laufwerke kommen nun nicht mehr an die Marke von 500 MB/s heran, dennoch kann sich ihre sequentielle Schreibleistung sehen lassen. Diesmal liegt das OCZ Vertex 3 240GB sogar um knapp 16 MB/s vor seinem Herausforderer von Intel.

Es folgt der 4K-Test, bei dem Blöcke aus Zufallsdaten geschrieben werden. Diese Messung wird einmal mit einem Thread durchgeführt und danach auf 64 Threads verteilt. Mit Hilfe dieser Verteilung kann man die Implementierung des Native Command Queuing (NCQ) und die Leistungsfähigkeit des Controllers untersuchen:

AS SSD 1.6.4237.30508: 4K/64Thr., 4K/1Thr. Zufallsschreiben in IOPS
OCZ Vertex 3 240GB
60572
22521
Intel SSD 520 240GB
60110
22785
Crucial M4 64GB
24387
19285
Corsair Force F60
23166
18337
Corsair Force 3 F60
19905
19598
Crucial C300 64GB
17386
15223
Samsung 830 64GB
11547
16196
Samsung 470 64GB
7082
9831

Im Gegensatz zum Zufallslesen kann das OCZ Vertex 3 240GB seine Führung behaupten und erzielt zumindest bei Verwendung von 64 Threads mehr I/O-Operationen als Intels SSD 520 240 GB. Dieses schneidet dann wiederum mit einem Thread minimal besser ab.

Zuletzt ermitteln wir die Zugriffszeit mit einer 1 GByte großen Testdatei:

AS SSD 1.6.4237.30508: Zugriffszeit Schreiben in ms (geringere Werte sind besser)
Samsung 830 64GB
0.062
Samsung 470 64GB
0.099
Intel SSD 520 240GB
0.184
OCZ Vertex 3 240GB
0.203
Corsair Force F60
0.226
Corsair Force 3 F60
0.257
Crucial M4 64GB
0.260
Crucial C300 64GB
0.685

Bei der Zugriffszeit behält Intels SSD 520 240GB die Nase vor dem OCZ Vertex 3 240GB, die Bestmarken setzen allerdings die beiden SSDs von Samsung.




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Benchmarks: AS SSD 1.6.4237.30508, Kompression
Warum sich AS SSD abweichend zu den anderen Testprogrammen verhält, haben wir ja bereits erklärt. Nun ist es an der Zeit, diese Erklärung zu veranschaulichen. Für den folgenden Testlauf streut AS SSD in die ansonsten aus Zufallsdaten bestehenden Blöcke Nullen ein. Von links nach rechts nimmt die Zahl der Nullen immer weiter zu und ganz rechts bestehen die Blöcke nur noch aus Nullen. Diese Nullen lassen sich hervorragend komprimieren, die Zufallsdaten hingegen nicht.


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Der SandForce-Controller in Intels SSD 520 240GB profitiert beim Schreiben deutlich von der Kompression und beim OCZ Vertex 3 240 GB sieht das nicht anders aus:


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In unseren drei Messläufen zeigte Intels Laufwerk allerdings immer die größeren Einbrüche nach unten. Hier scheint OCZ seinen Zeitvorsprung genutzt und die Firmware besser optimiert zu haben.

Hier noch die Diagramme der übrigen Vergleichslaufwerke:


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Benchmarks: Iometer 2006.07.27
Nicht auf sequentielle Lese- und Schreibraten, sondern auf die Simulation alltäglicher Anforderungen ist der quelloffene Test Iometer spezialisiert. Iometer beinhaltet vorgefertigte Profile, welche Lese- und Schreibzugriffe sowie unterschiedliche Blockgrößen kombinieren. Wir haben das Profil IOMix der c't verwendet, welches einen typischen Arbeitstag simulieren soll. Der Test wurde dreimal für jeweils dreißig Minuten durchgeführt, zwischen den einzelnen Messläufen gab es Regenerationspausen von 15 Minuten.

Iometer 2006.07.27: 3 Messläufe in I/Os pro Sekunde
Intel SSD 520 240GB
12737.30
11888.47
11839.82
OCZ Vertex 3 240GB
12355.23
11468.38
11510.28
Corsair Force 3 F60
4961.50
4816.25
4823.37
Corsair Force F60
4626.56
4553.08
4539.36
Samsung 830 64GB
962.52
977.11
967.58
Crucial C300 64GB
903.74
887.98
894.13
Crucial M4 64GB
864.85
867.95
875.52
Samsung 470 64GB
732.13
736.95
747.58

Diese Messung geht ganz klar an die SandForce-Fraktion, wobei Intels SSD 520 240GB zum Abschluss noch einmal die Spitze übernehmen kann. Der Abstand zum OCZ Vertex 3 240GB ist allerdings nicht sonderlich groß. Beide Laufwerke brechen beim zweiten Durchlauf etwas ein, stabilisieren sich dann aber im dritten. Der TRIM-Befehl und die Garbage Collection scheinen also zu greifen. Übrigens: Eine schnelle Festplatte wie Western Digitals Caviar Black WD1002FAEX bringt es lediglich auf 168,61 I/Os pro Sekunde.

Bleibt noch die Frage, warum die SandForce-Controller ihren Mitbewerbern in diesem Test haushoch überlegen sind. Die Antwort ist einfach: Weil sich die von Iometer verwendeten Daten sehr gut komprimieren lassen:

Obiger Screenshot zeigt die von Iometer generierte Testdatei, die 63.928.672.256 Bytes (59,5 GByte) umfasst. Packen wir diese mit 7-Zip in ein Archiv, bleiben nur noch 88.261.560 Bytes (84,1 MByte) übrig. Zwischen den beiden Dateien, die absolut die selben Daten enthalten, liegt der Faktor 724!

Testnotizen und subjektiver Eindruck
Probleme in Form von Fehlermeldungen oder Abstürzen hatten wir weder mit Intels SSD 520 240GB noch mit dem OCZ Vertex 3 240GB, beide Laufwerke waren mit der jeweils aktuellsten Firmware (Intel: 400i; OCZ: 2.15) ausgestattet. Im Praxisbetrieb konnten wir keinen Unterschied zwischen den beiden Datenträgern feststellen, beide reagieren blitzschnell und waren auch spürbar flotter als die Modelle der 60-GB-Klasse.




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Fazit für Endkunden
GutBeim SandForce SF-2281 hat Intel sehr lange gezögert und steht nun vor dem Problem, dass die Mitbewerber ihre Produkte bereits seit vielen Monaten am Markt etabliert haben. Intels SSD 520 Serie mag zwar eine Neuerscheinung sein, doch sie setzt auf einen Controller, der bereits seit einem vollen Jahr angeboten wird. Zugegeben: Zu Anfang hatten viele Hersteller mit dem SF-2281 zu kämpfen und es gab reichlich Bluescreens und Beschwerden, doch nach einigen Firmware-Updates wirken die auf diesem Controller basierenden Solid-State-Laufwerke sehr ausgereift. Weder Intels SSD 520 240GB noch das OCZ Vertex 3 240GB bereiteten uns im Test irgendwelche Probleme, so dass wir dem SSD 520 auch keine bessere Stabilität bzw. Kompatibilität zugute halten können. Was die Geschwindigkeit betrifft, lagen beide Laufwerke Kopf an Kopf mit leichten Vorteilen für OCZ. Auf den ersten Blick ist Intel lediglich ein weiterer Anbieter, dessen SSD in etwa die selbe Leistung bietet, welche man von OCZ und Co. bereits seit Monaten haben kann. Warum sollte also jemand zu Intels 520er-Serie greifen?


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Da wir es hier um Intel geht, darf man keine Dumpingpreise erwarten. Das von uns getestete Modell mit 240 GB Speicherkapazität soll offiziell 509 US-Dollar kosten, das sind nach dem aktuellen Umrechnungskurs 387 Euro zuzüglich der Mehrwertsteuer. Im Handel sehen wir erste Angebote um die 450 bis 470 Euro, was zwar zu Intels Vorgabe passt, aber dennoch ein stolzer Preis ist. Das OCZ Vertex 3 240GB, welches ebenfalls auf dem SandForce SF-2281 basiert und bei unseren Messungen lediglich im Lesetest von AS SSD und bei Iometer das Nachsehen hatte, kostet mehr als 100 Euro weniger. Bei unserem Partner HiQ-Computer findet man dieses SSD aktuell für 329,00 Euro inklusive der Mehrwertsteuer und zuzüglich der Versandkosten.

Statt den Preis zu drücken, setzt Intel lieber auf sein Qualitätsimage und gibt fünf Jahre Garantie auf die Laufwerke seiner SSD 520 Serie. Dies kann Kunden locken, die noch zweifeln, ob "Zuverlässigkeit" und "SandForce" wirklich gut zusammenpassen. Doch auch OCZ gibt drei Jahre Garantie und gerade in dieser schnelllebigen Branche sind fünf Jahre eine Ewigkeit. Wer hohe Geschwindigkeit fordert und daher zu einem sehr schnellen Solid-State-Drive greift, wird wohl kaum das selbe Gerät über einen Zeitraum von fünf Jahren benutzen. Somit ist Intels beachtliche Garantie für die meisten Endkunden, die hier und heute mehr als 100 Euro sparen können, uninteressant. Dies ändert natürlich nichts daran, dass Intels SSD 520 240GB ein gutes Produkt ist.

Fazit für Geschäftskunden
GutFür Geschäftskunden, die mit einer Einsatzzeit zwischen drei und fünf Jahren kalkulieren, sieht das freilich anders aus, denn hier zieht das Argument mit der Zuverlässigkeit. Ausfallzeiten und Datenverluste kosten Geld und da fällt ein Aufpreis von etwas mehr als 100 Euro gar nicht ins Gewicht. Hier wird Intels SSD 520 240GB dann auch zweifelslos schnell Kunden finden. Crucials M4 und Samsungs 830 sind zwar ebenfalls sehr zuverlässige und ausgereifte Solid-State-Laufwerke, doch diese beiden Hersteller begnügen sich wie OCZ mit einer dreijährigen Garantie.

Eigentlich hatten wir für diesen Kundenkreis eine klare Kaufempfehlung in Form der Note "Sehr Gut" vergeben, doch diese müssen wir nachträglich auf "Gut" abwerten. Grund hierfür ist die versprochene AES-256-Verschlüsselung, die gar nicht vorhanden ist. Erst im Juni 2012 gaben Intel und SandForce bekannt, dass lediglich ein 128 Bit starker Schlüssel zum Einsatz kommt. Käufer, denen diese Verschlüsselung zu schwach erscheint, können bei Intel die Erstattung des Kaufpreises beantragen.




Unser Dank gilt: Intel für die Bereitstellung des SSD 520 240GB.







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