Au-Ja! - Lian Li PC-U6 - PC-Gehäuse zur Schnecke gemacht - Duckansicht
 

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Lian Li PC-U6 - PC-Gehäuse zur Schnecke gemacht - Druckansicht - Seite 1 von 11

Computergehäuse sind in erster Linie eines: Eine Geschmacksfrage! Viele Modelle sind einfach nur billig oder gnadenlos langweilig, andere martialisch aufgemacht und auf Krawall getrimmt. Die Produkte des Herstellers Lian Li gehören zu den erfreulichen Ausnahmen, denn dort stehen eine hohe Fertigungsqualität und eine elegante Schlichtheit im Vordergrund. Zuweilen werden Lian Lis Schöpfungen wegen ihrer Kastigkeit getadelt, doch bei unserem heutigen Testkandidaten, dem Lian Li PC-U6, besteht diese Gefahr nicht.


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Dafür spaltet das Lian Li PC-U6 die Meinungen. Der taiwanische Hersteller hatte das Gehäuse auf der letztjährigen CeBIT gezeigt und damit Begeisterung und Unverständnis zugleich hervorgerufen. Keine Frage, die Schneckenform dieses Gehäuses ist ein echter Hingucker, doch Computerkomponenten sind nun einmal eckig und so steht sie mit der Philosophie in Kontrast, dass die Form der Funktion folgen oder diese zumindest widerspiegeln sollte.


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Doch auch wenn das Lian Li U6 auf den ersten Blick nicht sonderlich praktisch erscheint, muss man dennoch die Handwerkskunst loben. An der Fertigungsqualität und der Passgenauigkeit gibt es nichts auszusetzen, alle Details wurden sauber ausgearbeitet und der Hersteller hat innovative Lösungen gefunden. Als Objekt kann das Lian Li U6 überzeugen, doch funktioniert es auch als Computergehäuse? Genau diese Frage werden wir heute klären.

Die Eckdaten
Beginnen wir mit etwas ganz Profanem aber Wichtigem, den technischen Daten des PC-U6:

ModellbezeichnungPC-U6
FormatTower-Gehäuse, Micro-ATX
Abmessungen (BxHxT)219 x 500 x 410 mm
MaterialAluminium
Außenfarbeschwarz
Innenfarbeschwarz
MainboardMicro-ATX, Mini-ITX, DTX
Erweiterungskarten4, Lochblechblenden
Länge max. 310 mm
CPU-KühlerHöhe max. 140 mm
Laufwerksschächte1 x 5,25" (extern)
3 x 3,5" (intern)
2 x 2,5" (intern)
LüfterSeite: 2 x 120 mm
hinten: 1 x 80 mm (optional)
Anschlüsse2 x USB 3.0
1 x eSATA
Kopfhörer und Mikrofon
Kabelmanagementvorhanden
Schlauchdurchführungnein
NetzteilLänge max. 200 mm

Zwei großformatige Lüfter sind bereits vorinstalliert und ein 80-mm-Lüfter kann nachgerüstet werden. Es gibt Platz für sechs Laufwerke, die Grafikkarte darf bis zu 310 mm lang sein und das Netzteil bis zu 200 mm tief. Das klingt nicht schlecht, als einzige Engstelle ist der CPU-Kühler zu erkennen, dessen Höhenbegrenzung auf 140 mm den Einsatz vieler Turmkühler verhindert.




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Die Frontseite
Bereits die Gehäusefront des Lian Li PC-U6 präsentiert sich ungewöhnlich: Ganz oben, kurz bevor die Vorderseite in den Deckel übergeht, finden sich links und rechts die winzigen Status-LEDs. Darunter folgt eine Blende, hinter der das optische Laufwerk verschwindet. Statt eines weiteren 5,25-Zoll-Schachtes kommen dann die runden Schalter für Power und Reset.


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Lian Li achtet bei seinem PC-U6 auf eine strenge Symmetrie, weshalb beide Schalter mittig platziert wurden. Die Reset-Taste ist dabei deutlich kleiner und mit einem Rahmen versehen, der eine versehentliche Betätigung verhindert. Unterhalb der Tasten bekommt des Gehäuse einen Bauch, welcher aus perforiertem Aluminium besteht.


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Dieser gerundete Abschnitt übernimmt, wie sich später zeigen wird, allerdings nur eine passive Rolle bei der Kühlung, denn hinter dem gelochten Blech hat Lian Li keine Lüfter angeordnet. In erster Linie wird der Bauch für die Schneckenform benötigt und schafft im Inneren des Gehäuses zugleich Platz für das Mainboard.


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Die Frontanschlüsse wurden ganz unten am Gehäusefuß angeordnet. Dies ist sehr unpraktisch, wenn das Gehäuse auf dem Fußboden steht, doch viele Käufer werden das auffällige PC-U6 auf ihrem Schreibtisch platzieren und gelangen dann sehr gut an die Anschlüsse. Neben zwei USB-Buchsen der dritten Generation gibt es erfreulicherweise auch einen eSATA-Port - und Mikrofon und Kopfhörer hat der Hersteller ebenfalls nicht vergessen.




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Die Rückseite
Aufgrund der geschwungenen Form bilden der Deckel und die Rückseite des Lian Li PC-U6 eine Einheit. Da die Auswahl an kreisförmigen Hauptplatinen allerdings seit vielen Jahren bei exakt Null liegt und sich darin in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird, musste der Hersteller an dieser Stelle tricksen.


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Eine geschwungene Klappe aus Drahtgeflecht führt die Form des Schneckengehäuses fort und dient auch ein wenig als Staubschutz, doch der wahre Abschluss des PC-U6 endet genauso gerade wie der jedes anderen Gehäuses. Die Anschlüsse des Mainboards lassen sich auch bei geschlossener Klappe gut nutzen, bei den Steckkarten sieht das anders aus.


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Insbesondere starre DVI-Kabel lassen sich nur schwer hinter die Klappe zwingen, so dass man sie für einige Konfigurationen öffnen muss. Rechts neben der Aussparung für die Mainboard-Anschlüsse sehen wir einen runden Drehregler, welcher als Lüftersteuerung dient. Darunter befindet sich ein Gitter, welches den Einbau eines optionalen 80-mm-Lüfters ermöglicht.


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Das PC-U6 kann Hauptplatinen im Micro-ATX-Format aufnehmen und die vier Slot-Bleche vor den Steckplätzen der Erweiterungskarten hat Lian Li mit Luftschlitzen versehen. Ganz unten hat der Hersteller den Netzteilschacht platziert. Ein Staubfilter unter dem Gehäuse schützt das Netzteil vor Schmutz, er kann nach hinten herausgezogen und gereinigt werden.




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Die Seitenteile
Keine Frage, die Seitenansicht ist beim Lian Li PC-U6 dominant. Ein zwischen 35 und 40 mm breiter Rahmen aus gebürstetem Aluminium umgibt das Gittergeflecht mit der auffälligen Schneckenstruktur. Auf dem folgenden Foto sieht man oben links die einzelne Rändelschraube, welche das Seitenteil am Korpus des Gehäuses fixiert.


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Nachdem wir diese Schraube entfernt haben, können wir das linke Seitenteil ohne großen Kraftaufwand abnehmen. Auf der rechten Seite des PC-U6 verfahren wir ebenso und in wenigen Sekunden sind beide Abdeckungen entfernt. Trotz ihrer filigranen Anmutung erweisen sich die beiden Seitenteile als überraschend verwindungssteif.


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Doch wie ist es Lian Li gelungen, die Seitenteile mit je einer Rändelschraube zu befestigen? Des Rätsels Lösung sind kleine Metallnasen, deren Aussehen ein wenig an die Spielfiguren aus "Mensch ärgere Dich nicht" erinnern. Die Nasen der Seitenteile greifen in Aussparungen im Gehäuserahmen, die der Hersteller mit Gummi ausgekleidet hat.


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Dieses Konzept funktioniert sehr gut: Es hält die Seiten nicht nur sicher am Gehäuse, sondern verhindert zugleich auch die Übertragung von Vibrationen. Beim Kabelmanagement kann das System allerdings an seine Grenzen stoßen, doch dazu mehr im Kapitel zum Einbau der Hardware.




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Lüfter und Mainboard-Träger
Der erste Blick ins Innere des Lian Li PC-U6 offenbart zwei Lüfter mit 120 mm Durchmesser. Diese wurden auf einem eigenen Träger verschraubt, der vor dem seitlichen Deckel schwebt. Auf diese Weise verhindert Lian Li die Übertragung der Lüftervibrationen auf das Seitenteil und vermeidet zugleich Kabelchaos beim Entfernen desselben.


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Der Hersteller geht allerdings noch einen Schritt weiter und hat den Lüfterträger auch vom Rahmen des Gehäuses entkoppelt. Hierzu wurden die vier Schrauben, welche den Träger halten, mit Gummipuffern versehen. Eine einzelne Rändelschraube stellt sicher, dass der Träger nicht verrutscht.


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Die beiden Lüfter hat Lian Li so ausgerichtet, dass sie über die linke Seite Frischluft ansaugen und gegen das Mainboard blasen. Beide Lüfter sind mit Staubfiltern versehen und besitzen jeweils einen 3-Pin-Stecker. Die passenden Adapter für den Betrieb an Molex-Steckern mit vier Kontakten liefert der Hersteller zwar mit, doch die meisten Kunden werden die integrierte Lüfterregelung nutzen.


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Betrachten wir das Lian Li PC-U6 von der rechten Seite, sehen wir eine große Aussparung im Mainboard-Träger. Sie soll das Verschrauben großformatiger CPU-Kühler erleichtern. Links davon befinden sich zwei Kabeldurchführungen, deren Gummitüllen die Kabel vor einer Beschädigung schützen.




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Lüfterregelung und Laufwerksträger
Nachdem wir uns einen groben Überblick verschafft haben, wollen wir uns das Innere des Lian Li PC-U6 nun näher ansehen. Ganz oben wird das optische Laufwerk eingebaut und mit einem Schnellverschluss fixiert. Man sollte zu einem möglichst kurzen Gerät greifen, da der rund abfallende Deckel nicht viel Spielraum lässt.


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An der Rückseite des Gehäuses befindet sich oberhalb des Lüfterplatzes eine kleine Platine. Diese mündet außen in dem runden Drehregler und dient zur Steuerung der Geschwindigkeit von bis zu drei Lüftern. Lian Li hat zwei der Buchsen bereits mit Verlängerungskabeln versehen, die den Anschluss der beiden Seitenlüfter vereinfachen.


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Zur Stromversorgung der Platine dient ein ganz normaler Molex-Stecker mit vier Kontakten. Wir haben aus einem Meter Entfernung eine Schallpegelmessung der beiden Gehäuselüfter im verbauten Zustand durchgeführt. Mit maximaler Drehzahl erreichten wir 36,3 dB(A), auf der Position "Minimal" waren es 31,9 dB(A). Es gibt durchaus leisere Lüfter!


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Für die Hauptplatine und die Erweiterungskarten bietet das PC-U6 erstaunlich viel Platz, zudem ist der Mainboard-Träger sehr gut zugänglich. Die Gründe hierfür sind die bauchige Gehäusefront und die Anordnung der Datenträger.


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Statt die Festplatten vertikal zu stapeln, setzt Lian Li beim PC-U6 nämlich auf einen horizontalen Träger mit zwei Ebenen. Die beiden Vertiefungen nehmen jeweils ein Laufwerk im 2,5-Zoll-Format auf, darüber lassen sich drei Festplatten der 3,5-Zoll-Baufrom montieren. Bei allen fünf Datenträgern wird eine Entkopplung vorgenommen, um die Übertragung von Vibrationen zu minimieren.




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Einbau: Mainboard und Netzteil
Nun ist es an der Zeit, unsere Hardware in das Lian Li PC-U6 einzubauen. Wir beginnen wie so oft mit dem Mainboard und greifen zu dem Modell ECS A785GM-M. Als Prozessor verwenden wir AMDs Sechskerner Phenom II X6 1075T und die vier Speicherriegel sind vom Typ GeIL GV34GB1333C9DC (4 x 2GB DDR3-1333CL9).


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Selbst das Verschrauben der Hauptplatine erfolgt dank der mitgelieferten Rändelschrauben ganz ohne Werkzeug. Für schlecht zugängliche Stellen legt Lian Li etwas längere Schrauben bei.


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Danach entfernen wir die Netzteilblende, welche ebenfalls mit Rändelschrauben am Gehäuse fixiert ist. Lian Li hat die Blende derart gestaltet, dass man das Netzteil in zwei Ausrichtungen verbauen kann. Wir entscheiden uns für das mit "80Plus Silber" zertifizierte be quiet! Straight Power E8 CM 480W und richten den Lüfter im Boden des Netzteils nach unten aus.


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Lian Li nennt eine maximale Baulänge von 200 mm, was uns sehr optimistisch erscheint. 160 mm sind jedenfalls kein Problem und 180 mm wären ebenfalls noch möglich. Da der Einschub sehr eng ist, sollte man die Blende nur locker anschrauben und erst festziehen, nachdem das Netzteil an seinem Platz sitzt.




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Einbau: CPU-Kühler und ODD
Nachdem das Netzteil mitsamt seines Rahmens sicher am Lian Li PC-U6 verschraubt wurde, kümmern wir uns um den CPU-Kühler. Laut Hersteller darf der Kühler bis zu 140 mm hoch sein, doch dies gilt nur, wenn man einen der seitlichen Lüfter entfernt. Will man beide Lüfter nutzen, muss man sich mit knapp 120 mm begnügen und damit scheiden die meisten Turmkühler aus.


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Da der AMD Phenom II X6 1075T unter Last recht hitzig wird, fällt die Wahl auf Noctuas NH-C14, einen gewaltigen Top-Blower. Mit seinen beiden 140-mm-Lüftern ist allerdings auch dieser CPU-Kühler zu hoch und so lassen wir den oberen Lüfter weg - die beiden Gehäuselüfter übernehmen seinen Platz.


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Im nächsten Schritt entfernen wir die Blende vor dem 5,25-Zoll-Schacht, diese ist mit zwei Rändelschrauben am Gehäuse befestigt. Die Blende wird nach innen und unten herausgenommen, was sich ein wenig fummelig gestaltet. Nun öffnen wir die Schnellverriegelung...


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...und können das optische Laufwerk in seinen Schacht schieben. Es empfiehlt sich, ein möglichst kurzes Laufwerk zu verwenden, schließlich muss zunächst die Blende wieder an ihren Platz.


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Wir schieben das Laufwerk also ein gutes Stück nach hinten durch und fädeln zunächst die Blende wieder ein. Dann holen wir das Laufwerk nach vorne und rasten die Schnellverriegelung ein.




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Einbau: Festplatte und SSD
In unserem Lian Li PC-U6 fehlen noch die Festplatten. Diese werden auf einem horizontalen Träger montiert, der sich zwischen dem Netzteil und dem Mainboard befindet. Wir beginnen mit dem Solid-State-Drive, da die 2,5-Zoll-Geräte auf der unteren Ebene Platz finden.


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Erfreulicherweise entkoppelt Lian Li alle Datenträger mit Hilfe spezieller Schrauben und dazu passender Gummipuffer. Bei Solid-State-Laufwerken ist dies zwar unnötig, aber es gibt ja auch Festplatten im selben Format.


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Während die Schrauben seitlich an den 2,5-Zoll-Geräten montiert werden, nutzt Lian Li bei Festplatten im 3,5-Zoll-Format die unteren Gewinde. Das Grundprinzip der Entkopplung ändert sich hierdurch aber nicht.


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Wir schieben die beiden Datenträger in die vorgesehenen Aussparungen und orientieren ihre Anschlüsse dabei zur rechten Gehäuseseite. Auf diese Weise können wir die Kabel hinter dem Mainboard-Träger verstecken.


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Für schnelle Festplatten würden wir die beiden hinteren Plätze (auf obigem Foto links) empfehlen, da diese im direkten Luftstrom des seitlichen Gehäuselüfters liegen.




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Einbau: Grafikkarte, Lüfter und Verkabelung
Unser Testsystem würde zwar auch ohne Grafikkarte funktionieren, doch wir sind sehr gespannt, wie das Lian Li PC-U6 mit unserer MSI R5830 Twin Frozr II zurechtkommt. Immerhin ist diese Karte mit ihren beiden Lüftern 257 mm lang. Sie passt perfekt und selbst zum Anschluss der Stromkabel bleibt reichlich Platz. Die Gehäusebreite setzt der Grafikkarte eine Grenze von 140 mm. Werden die Seitenlüfter verwendet, sind es sogar nur 120 mm. Für ausladende Modelle wie die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC muss man die Gehäuselüfter entfernen.


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Zum Abschluss verkabeln wir auch alle anderen Geräte und setzen die seitlichen Gehäuselüfter wieder ein. Diese sind ganz alleine für die Kühlung des Systems verantwortlich und sie blasen hierzu Frischluft in das Gehäuse ein. Lian Li hofft darauf, dass die beiden Lüfter die Abwärme nach hinten aus dem Gehäuse drücken und dass von vorne frische Luft nachströmt.


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Da vom Hersteller auf der Rückseite allerdings kein Lüfter montiert wird, erzeugen wir lediglich einen Überdruck und die Abwärme strömt überall aus. Wir haben daher einen zusätzlichen 80-mm-Lüfter vom Typ be quiet! Silent Wings USC 80 eingesetzt, der einen Teil der heißen Luft rückseitig aus dem Gehäuse bläst.


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Das Kabelmanagement stellte uns vor einige Probleme, denn zwischen dem Mainboard-Träger und dem Seitenteil bleibt nicht allzu viel Spielraum. Oder besser gesagt: Ausreichend Platz gibt es nur dort, wo sich die Windungen der Schnecke befinden. So mussten wir die Kabel etwas unorthodox verteilen. Noch ein Wort zum USB-2.0-Adapter für die Frontanschlüsse: Dass ein solcher beiliegt, ist sehr erfreulich, doch warum kann man diesen nur unter äußerster Kraftanstrengung aufstecken?




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Fazit
Editor's ChoiceWir sind am Ende unseres Tests angelangt und wissen ganz genau, dass viele Leser das Lian Li PC-U6 nach wie vor lieben werden. Dieses Gehäuse ist perfekt verarbeitet, bietet ausreichend Platz für eine leistungsstarke Grafikkarte, einen großformatigen CPU-Kühler und ein hochwertiges Netzteil. Zudem kann nicht jedes Micro-ATX-Gehäuse sechs Laufwerke beherbergen (1 x 5,25", 3 x 3,5", 2 x 2,5") und nur wenige entkoppeln alle Festplatten. Positiv fallen auch die beiden großformatigen Lüfter (ebenfalls entkoppelt) und die manuelle Lüfterregelung (für drei Lüfter) auf. Ziehen wir noch die werkzeuglose Montage, das Kabelmanagement und die einzigartige Optik hinzu führt eigentlich kein Weg an einem Editor's Choice für das Lian Li PC-U6 vorbei.


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Es sei denn, man kann mit einem Schneckengehäuse nichts anfangen oder will die happigen Straßenpreise von 210 bis 250 Euro nicht zahlen. Wer das Design des Lian Li PC-U6 hasst, wird auch die unausgegorene Kühlung beanstanden und die nicht sonderlich leisen Lüfter beklagen und sich über das knappe Platzangebot beim Kabelmanagement beschweren. Einige Leser werden sich auch daran stören, dass man keine Turmkühler verbauen kann und die ganz unten gelegenen Frontanschlüsse nur schwer zugänglich sind, wenn das Gehäuse auf dem Boden steht. Nein, ein perfektes Gehäuse ist das Lian Li PC-U6 wirklich nicht. Aber es hebt sich von der Masse ab und bleibt trotz einiger Kompromisse erstaunlich gut nutzbar.




Unser Dank gilt Lian Li für die Bereitstellung des Gehäuses PC-U6.







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