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Im Test: Newton Peripherals MoGo Mouse - 1/4
07.12.2006 by Rolf
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Die Maus gehört zu den beliebtesten und wichtigsten Eingabegeräten neben der Tastatur, sie hat Touchpads und Trackballs in ein Nischendasein gedrängt. Jeder hatte bereits eine Maus in der Hand, doch was ist nun eine "MoGo Mouse"? Erst Ende November brachte der Hersteller Newton Peripherals seine MoGo Mouse auch auf den europäischen Markt, eine Woche später wurde das Gerät von HP lizensiert und nun auch als "HP Bluetooth PC Card Mouse" vertrieben. Wir werden euch dieses innovative Produkt im heutigen Testbericht vorstellen.


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Die MoGo Mouse richtet sich nicht an Spieler, sondern an Profis, welche tagtäglich mit ihrem Notebook unterwegs sind. Diese tragbaren Computer verfügen zwar über Touchpads und ähnliche Lösungen, welche die Funktion einer Maus übernehmen, doch viele Benutzer tun sich mit diesen Eingabegeräten schwer. Zudem ist die Steuerung per Maus präziser und erleichtert den Umgang mit komplexer Software wie z.B. CAD- oder Grafikprogrammen. Bisher packten viele Nutzer eine Maus in ihre Notebooktasche, doch normale Mäuse sind zu groß und die kleinen Notebook-Mäuse lassen die Hände schnell ermüden oder gar verkrampfen, da sie kaum Auflagefläche bieten. Mit der MoGo Mouse steht nun ein Eingabegerät zur Verfügung, welches keinen zusätzlichen Platz braucht, als vollwertige Maus arbeitet und über eine große Auflagefläche für die Hand verfügt.


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Der Lieferumfang
Was beinhaltet das kleine Paket, das uns erreichte? In der soliden Umverpackung finden wir:

Eine Treiber-CD gibt es nicht, die Maus wird vom Computer als HID-Gerät erkannt. Das Handbuch verdient erfreulicherweise diese Bezeichnung, alle Angaben sind auch in deutscher Sprache enthalten.


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Die technischen Daten
Folgende Daten gibt Newton Peripherals im Handbuch an:

Die Auflösung von 500 dpi wird für die meisten Zwecke ausreichen, dennoch findet sich die MoGo Mouse damit im unteren Bereich der aktuellen Produktpalette. Die Höhe von 5 mm bezieht sich auf den zusammengeklappten Zustand der Maus. Sobald wir die Maus für den Betrieb aufklappen, ragt sie 21 mm über die Unterlage. Leider gibt der Hersteller die Kapazität des Akkus nicht an, auch zu den Lauf- und Ladezeiten des Akkus macht Newton Peripherals keine konkreten Angaben.

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Im Test: Newton Peripherals MoGo Mouse - 2/4
07.12.2006 by Rolf
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Die Maus
Ist das jetzt eine Maus oder eine Steckkarte, mag sich so mancher bei folgendem Bild fragen:


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Es ist beides. Die MoGo Mouse ist ein kabelloses Eingabegerät, welches mit dem Computer via Bluetooth kommuniziert. In der Maus befindet sich ein Akku, welcher über den PC-Card Steckplatz des Notebooks aufgeladen wird. Steckt die Maus im Slot, nimmt sie zudem beim Transport keinen Platz weg - eine clevere Lösung.


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Die MoGo Mouse besitzt zwei Tasten und verwendet einen symetrischen Aufbau, wodurch sie sich für Rechts- wie Linkshänder eignet. Die Auslegung läßt sich in der Systemsteuerung umstellen.


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Der Grundkörper besteht aus Kunststoff und ist im oberen Außenbereich gut verrundet, im unteren Bereich gibt es hingegen einige gratige, scharfkantige Stellen. Die Unterseite ist mit einem Blechdeckel verschlossen, in dem sich Aussparungen für die Sende- und Empfangsdiode befinden.


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Mit Hilfe eines aufklappbaren Bügels bekommt die MoGo Mouse die notwendige Höhe für eine ergonomische Bedienung. Leider verwendet der Hersteller für den Bügel nur Kunststoff und kein Metall, so dass sich an dieser Stelle die Frage der Haltbarkeit einer solchen Konstruktion stellt.


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Die Oberseite besteht anscheinend aus einem satiniertem Aluminiumblech, in das die Maustasten in Form flacher Mulden eingearbeitet wurden. Diese Ausbuchtungen sind gut ertastbar und bieten dem Zeige- und Mittelfinger seitlichen Halt. Obwohl die Konstruktionshöhe der Maus lediglich 5 mm beträgt, haben die Tasten einen erstaunlich großen Hub sowie einen merklichen und guten Druckpunkt.


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Auf den ersten Blick ist die Verarbeitungsqualität überzeugend, doch beim genaueren Hinsehen fallen die gratigen Stellen auf der Unterseite sowie unsaubere Spaltmaße auf. Diese Mängel kann der Hersteller im Rahmen der Serienproduktion sicherlich noch ausmerzen.

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Im Test: Newton Peripherals MoGo Mouse - 3/4
07.12.2006 by Rolf
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Der Praxistest
Als Testplattform haben wir ein Notebook der Firma Acer vom Typ Aspire 5024 WLMi verwendet. Dieses Gerät kommt von Hause aus ohne Bluetooth, weshalb wir ein Bluetooth-Dongle für den USB-Anschluss von MSI (BToe Typ 4670) einsetzen. Grundsätzlich sollte jedes externe oder integrierte Bluetooth-Funkmodul funktionieren, vorrausgesetzt seine Software unterstützt Geräte vom Typ "Human Interface Device" (kurz HID genannt). Bei unserem Bluetooth-Dongle war ein Software-Update von Nöten.


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Vor der ersten Inbetriebnahme soll die MoGo Mouse mindestens 60 Minuten (lt. Handbuch) im PC-Card Steckplatz des Notebooks aufgeladen werden. Der PC-Card Steckplatz ersetzt bei Notebooks einen 32-Bit PCI-Slot, neuere Notebooks werden zuweilen mit einem Express-Card Steckplatz versehen, welcher das Pendant zum PCI-Express-Slot darstellt. Mit letzterem kann die Maus nicht genutzt werden, eigentlich schade, denn Erweiterungskarten für diesen Steckplatz gibt es auch noch keine. Während des Ladevorganges leuchtet eine rote LED, sobald der Akku voll ist, schaltet diese auf grün um. Wer eines der wenigen Subnotebooks ohne einen PC-Card Steckplatz besitzt, kann mit der Maus leider nicht viel anfangen. Bei unserem Notebook rutschte die MoGo Mouse etwas schwer in den PC-Card Schacht, ein Phänomen, das auch mit einer TV-Karte auftritt und somit am Schacht des Notebooks liegen kann.


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Nachdem die Maus erfolgreich aufgeladen wurde, vollzogen wir die Bluetooth-Paarung. Grundsätzlich verläuft diese Paarung wie bei allen anderen Bluetooth-Geräten ab, da Sicherheitsaspekte bei einer Maus keine Rolle spielen, wird bei der PIN-Abfrage lediglich "0000" eingegeben. Zum Einschalten der MoGo Mouse klappt man den Bügel nach unten weg. Um dies zu erleichtern findet sich auf der rechten Seite der Maus eine Ausbuchtung. Durch den Bügel bekommt die Maus mehr Volumen und erzeugt somit die Illusion einer normalen Desktop-Maus.


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Danach betätigt man den "connect"-Knopf unterhalb der Maus mit Hilfe eines Kugelschreibers und die LED der Maus beginnt im Sekundentakt zu blinken. Nun hat man drei Minuten Zeit, um eine Verbindung zwischen Maus und PC herzustellen. Ist die Verbindung hergestellt, blinkt die LED nur noch alle drei Sekunden und die Abtastdiode leuchtet kurz rot auf, um danach in ein rhythmisches Blinken zu verfallen - ähnlich wie bei normalen, optischen Nagern. Die MoGo Mouse ist nun einsatzbereit und kann genutzt werden.


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Mit etwas Skepsis starteten wir den Praxistest. Verwöhnt von Computermäusen wie der Logitech MX700 und MX1000, die üblicherweise mit der gesamten Hand geführt werden, waren wir anfangs etwas skeptisch, wie gut sich eine so flache und leichte Maus führen und bedienen läßt. Nach ersten, recht hözernen Bewegungen zeigte sich, dass man die MoGo Mouse mit dem Zeige- (linke Maustaste) und Mittelfinger (rechte Maustaste) führen sollte, statt - wie sonst üblich - mit der Handinnenfläche. Die MoGo Mouse gleitet leicht, sogar sehr leicht über unsere Tischfläche und läßt sich dabei exakt und präzise steuern.

Die Maustasten lassen sich ebenfalls sehr gut bedienen, positiv fällt der große Hub auf und der spürbare Druckpunkt wird von der Software absolut zeitsynchron zum Klick der Hardware umgesetzt. Als Testsoftware kamen MS Office, diverse Internetanwendungen sowie das Spiel "Die Siedler IV" zum Einsatz. In den Office-Anwendungen hatte man nie das Gefühl, dass die MoGo Mouse nicht Herr der Lage war, man konnte jederzeit präzise seine Ziele ansteuern und sauber Bereiche markieren. Selbst bei den Siedlern zeigte die MoGo Mouse nur kleine Schwächen und reagierte manchmal etwas träge. Für Ego-Shooter dürfte die Maus weniger geeignet sein, doch das ist auch nicht ihre Zielgruppe.


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Dennoch eignet sich die Ergonomie der MoGo Mouse nur bedingt für den Dauereinsatz. Auch die Akkulaufzeit ist nicht für eine Langzeitnutzung ausgelegt, nach zwei bis drei Stunden Dauerbetrieb muss die Maus für ca. 60 Minuten neue Energie tanken. Wenn man die Maus nicht ständig bewegt, verlängert sich die Akkulaufzeit deutlich, da das Gerät in den Stanby- und Ruhemodus schalten kann. Tests des optischen Sensors auf unterschiedlichen Oberflächen lieferten recht brauchbare Ergebnisse. Sowohl feiner Stoff (Sofa), eine Tageszeitung, Papier, als auch leicht strukturierte Oblerflächen brachten die MoGo Mouse nicht aus dem Tritt. Nur absolute Hochglanzflächen mag sie, wie die meisten optischen Mäuse, nicht.

Wird das Notebook abgeschaltet und die MoGo Mouse im PC-Card Schacht versenkt, spielt das Gerät seinen größten Trumpf aus: Man umgeht die übliche Einpack-Orgie, muss kein Kabel aufrollen und keine klobige Maus verstauen. Wird das Notebook kalt gestartet und die MoGo Mouse aus dem PC-Card Slot geholt, muss nach dem Windows-Start eine der Maustasten gedrückt und für ca. zwei bis drei Sekunden gehalten werden, damit die Bluetooth-Verbindung aufgebaut wird. Eine erneute Paarung der Geräte ist nicht nötig.

Die MoGo Mouse bindet sich parallel zu anderen Bluetooth-Geräten ein. Das funktioniert soweit ganz gut, doch wenn ein Bluetooth-Headset intensiv genutzt wird, kommt es zu spürbaren Latenzen, welche die Reaktionen der Maus etwas träge erscheinen lassen. Hier scheint die Bandbreite der Bluetooth Verbindung an ihre Grenzen zu stoßen.

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Im Test: Newton Peripherals MoGo Mouse - 4/4
07.12.2006 by Rolf
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Fazit
Die MoGo Mouse ist ein innovatives und erstaunlich "flaches" Stück Hardware. Sie wendet sich ausschließlich an professionelle Anwender, welche mit ihrem Notebook unterwegs sind. Sofern das Notebook einen PC-Card Steckplatz bietet und über Bluetooth verfügt, spricht nichts gegen den Einsatz der platzsparenden MoGo Mouse. Das Gerät ist erstaunlich ergonomisch und sehr gut bedienbar, zudem kommt es mit den meisten Oberflächen gut zurecht. Für Spieler und mehrstündige Sitzungen ist die Maus jedoch nicht geeignet, doch das ist auch nicht ihre Zielgruppe.

Die Verarbeitung ist befriedigend und bietet an einigen Stellen Spielraum zur Verbesserung. Auf der Unterseite unseres Testmusters gab es kleine Grate und auch die Spaltmaße sind noch nicht optimal. Der Bügel, mit dem die Maus aufgebockt und eingeschaltet wird, besteht aus Kunststoff, womit sich die Frage nach der Haltbarkeit einer solchen Konstruktion stellt. Metall wäre sicherlich die bessere Wahl gewesen. Die Garantiezeit beträgt zwei Jahre, der Endkundenpreis liegt bei 69,95 € (inkl. 16% MwSt.). Die Maus ist somit nicht gerade billig, aber ein trendiges Spielzeug für Architekten und Jungmanager.


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Unser Dank gilt Newton Peripherals und der Interprom Werbe GmbH für die Teststellung der MoGo Mouse.

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