Au-Ja! - MSI A88XM Gaming - Sockel FM2+ für Spieler - Druckversion
 

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MSI A88XM Gaming - Sockel FM2+ für Spieler - Druckansicht - Seite 1 von 15
UPDATES:
Heute starten wir unsere Testreihe von Motherboards für AMDs Sockel FM2+ mit dem MSI A88XM Gaming. Dieses Micro-ATX-Modell richtet sich an Spieler und bietet neben zwei PCIe-x16-Steckplätzen für Grafikkarten auch eine hochwertige Audiolösung, den leistungsstarken Gigabit-LAN-Controller Killer E2200 sowie umfangreiche Übertaktungsfunktionen. Doch auch für die integrierten Grafikkerne der APUs stellt MSI vier unterschiedliche Anschlüsse zur Verfügung. Ist das quadratische MSI A88XM Gaming eine runde Sache?

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Die Kaveris und der Sockel FM2+

AMD, das muss man leider so sagen, ist seit Jahren nur noch die zweite Wahl. Dies gilt sowohl für die Kunden als auch für die Hersteller von Mainboards, die für AMDs Prozessoren und APUs weit weniger Modelle im Angebot haben als für den Platzhirsch namens Intel. Zudem stammen die meisten dieser Hauptplatinen aus der unteren und mittleren Preisklasse, was beim europäischen DIY-Käufer keine Begeisterung aufkommen lässt. Auch die Dualität zwischen den FX-Prozessoren und den APUs hat AMDs Stellung nicht wirklich gut getan, sondern nur für eine Vielzahl unterschiedlicher Sockel - AM3+, FM1, FM2, FM2+ und AM1 - gesorgt. Nur so lässt es sich erklären, dass die Kunden lange Zeit an den technisch veralteten Phenom-Modellen festgehalten hatten.

Der Sockel FM2+ - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
AMDs modernste Plattform ist der Sockel FM2+, der APUs der Baureihen Kaveri, Richland und Trinity aufnehmen kann. Die Kaveris sind dabei die neuesten APUs und für sie musste auch das "Plus" an den Sockel FM2 angehängt werden. Alle Prozessoren und APUs, die AMD in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht hat, basieren auf der Bulldozer-Architektur. Bei Richland (Desktop-Varianten seit Juni 2013 erhältlich) und Trinity (Desktop-Varianten seit Oktober 2012 erhältlich) kommen Rechenkerne der Generation Piledriver in Kombination mit einer GPU im 4D-VLIW-Shader-Design zum Einsatz, wobei Richland nur eine höher getaktete Weiterentwicklung von Trinity darstellt.

AMD A10-7850K - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Im Januar 2014 fiel dann der Startschuss für die Kaveris, die Steamroller-Kerne mit einer GPU auf Basis der GCN-Architektur verbinden. Während Richland und Trinity noch im 32-nm-Prozess gefertigt wurden, markiert Kaveri den Wechsel zu 28-nm-Strukturen. Bei den Kaveris nimmt die Grafikeinheit fast die Hälfte der gesamten Chipfläche in Anspruch, sie beherrscht DirectX 11.2, OpenGL 4.3 sowie AMDs hauseigene Mantle-Schnittstelle. Obwohl die mäßige Rechenleistung ein Kritikpunkt an der Bulldozer-Architektur ist, hat AMD den Takt der Rechenkerne bei den Kaveris zu Gunsten der Grafikeinheit zurückgeschraubt. Die maximale Leistung der integrierten Grafik genießt für AMD Priorität, was bei Notebooks mehr Sinn macht als bei Desktop-Systemen.
Dennoch hat AMD auch das Zusammenspiel mit Grafikkarten verbessert, denn der Kaveri ist AMDs erste APU, die PCI-Express 3.0 beherrscht. Die APUs besitzen 16 PCIe-3.0-Lanes, die sie auf zwei Grafikkarten verteilen können. Zugleich legt der Hersteller mit dem Kaveri den Grundstein für seine "Heterogenous System Architecture" (HSA), welche die Verteilung von Rechenaufgaben auf Rechen- und Grafikkerne vereinfachen soll. Beim Kaveri wurde HSA allerdings nur zum Teil umgesetzt, es gibt lediglich einen gemeinsamen Adressraum für den gesamten Speicher (Heterogeneous Uniform Memory Access). Erst der für Mitte 2015 angekündigte Carrizo wird die HSA-Spezifikation 1.0 vollständig unterstützen. Carrizo wird zunächst nur für Notebooks und Tablets erscheinen. Ob es auch eine gesockelte Desktop-Variante geben wird, hat AMD bisher noch nicht verraten.



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Der Lieferumfang

In Preisvergleichen findet man das MSI A88XM Gaming derzeit ab 100 Euro und das ist schon recht viel für ein FM2+-Mainboard. Der Lieferumfang beinhaltet vier abgewinkelte SATA-Kabel, eine ATX-Blende, eine Gaming-Plakette sowie ein spezielles Türschild für Spielsüchtige. Dazu gibt es eine Kurzanleitung, ein Handbuch sowie die Software-DVD mit den Treibern. Das ist befriedigend, doch Luxus sieht anders aus.

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Die mehrsprachige Kurzanleitung ist sehr allgemein gehalten und geht nicht auf das MSI A88XM Gaming im Speziellen ein. Dafür kann das englischsprachige Handbuch überzeugen, das sowohl die Hauptplatine als auch deren BIOS und die Treiberinstallation umfassend behandelt. Zahlreiche Bildschirmfotos und Zeichnungen helfen dem Benutzer, sich schnell und sicher zurechtzufinden. Auch die Installation der Treiber und Software funktioniert reibungslos, wobei auf MSIs Webseite bereits neuere Versionen zu finden sind.

Das Mainboard im Überblick

Das 24,4 x 24,4 cm große MSI A88XM Gaming ordnet seine Komponenten auf die traditionelle Weise an. Der Spannungswandler liegt L-förmig links sowie oberhalb des CPU-Sockels, wobei MSI massive Kühlprofile auf den MOSFETs platziert. Rechts neben dem Prozessor befinden sich vier DIMM-Steckplätze für DDR3-Speicherriegel. AMDs APUs unterstützen derzeit Speichertakte bis zu 2.133 MHz, MSI verspricht beim Übertakten bis zu 2.400 MHz. Am rechten Rand der Hauptplatine sitzen die 24-polige ATX-Stromzufuhr sowie mehrere Schalter, auf die wir später noch eingehen werden.

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Die untere Hälfte des MSI A88XM Gaming gliedert sich in drei Zonen: Ganz links befindet sich die Audioelektronik, die MSI vom Rest der Platine abgetrennt hat. Daneben folgen die vier Steckplätze für Erweiterungskarten. Der obere PCIe-x16-Steckplatz ist über 16 Lanes an die APU angebunden, davon führen acht Lanes weiter zum unteren PCIe-x16-Slot. Nur wenn ein Kaveri zum Einsatz kommt, steht PCIe 3.0 zur Verfügung, da die Baureihen Richland und Trinity lediglich PCIe 2.0 beherrschen. Die beiden PCIe-x1-Steckplätze nutzen immer die zweite Generation und hängen am AMD A88X.

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Zwischen den PCIe-x16-Steckplätzen befinden sich das BIOS, die CMOS-Batterie und der Super-I/O Fintek F71878AD, welcher auch für die Lüftersteuerung verantwortlich ist. Die Lage der drei vierpoligen Lüfteranschlüsse haben wir auf obigem Foto markiert. Eine echte PWM-Regelung bietet MSI leider nur für den CPU-Lüfter, die beiden Gehäuselüfter werden lediglich über die Spannung gedrosselt. AMDs Chipsatz A88X befindet sich unter dem Kühlprofil mit dem Drachenlogo, um ihn herum hat MSI die Buchsen und Abgriffe der SATA- und USB-Schnittstellen angeordnet. Zudem finden sich am unteren Rand des Motherboards weitere Anschlüsse.



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Die externen Anschlüsse

Im Anschlusspanel des Mainboards finden wir einen PS/2-Anschluss für Maus oder Tastatur. Dieser besitzt vergoldete Kontakte und wurde für Mäuse mit Abtastraten von 500 bis 1.000 MHz optimiert. Laut MSI konnte die Antwortzeit von acht auf eine einzige Millisekunde verkürzt werden. Darunter sehen wir zwei USB-2.0-Buchsen, die ebenfalls für den Einsatz von Maus oder Tastatur gedacht sind.

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Rechts daneben folgen zwei USB-3.0-Ports, die nicht über den Chipsatz, sondern mit einem zusätzlichen Controller realisiert wurden. Es handelt sich dabei um VIAs VL806, der über eine PCIe-Lane angebunden ist. Die beiden USB-3.0-Anschlüsse neben den Audio-Buchsen stammen hingegen von AMDs A88X. MSI verspricht für alle USB-Anschlüsse eine extrem stabile 5-Volt-Versorgung, von der insbesondere Audiogeräte profitieren sollen.

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Weiter geht es mit den vier Bildschirmanschlüssen: Über VGA ist die Auflösung auf 1.920 x 1.200 Bildpunkte mit 24 Bit Farbtiefe und 60 Hertz limitiert. DVI-D ermöglicht immerhin 2.560 x 1.600 Bildpunkte mit 24 Bit Farbtiefe und 60 Hertz, doch nur HDMI und der DisplayPort sind für die 4K-Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten bei 24 Hertz geeignet. Während der HDMI-Ausgang 36 Bit Farbtiefe beherrscht, gibt es über den DisplayPort lediglich 24 Bit. Man kann bis zu drei Bildschirmanschlüsse zeitgleich nutzen, solange der DisplayPort aus dem Spiel bleibt.

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Eine Besonderheit des MSI A88XM Gaming ist der Gigabit-LAN-Controller Killer E2205, der einen höheren Datendurchsatz sowie geringere Latenzen verspricht. Dieser Chip ist über PCI-Express angebunden, doch technische Details hält der Hersteller Qualcomm Atheros unter Verschluss. Treiber und Konfigurationssoftware sind bisher nur für Windows 7 und 8.1 verfügbar, andere Betriebssysteme werden nicht unterstützt. Unter Linux wird der Controller allerdings von der Ubuntu-Familie erkannt und funktioniert einwandfrei, wenn auch mit eingeschränkten Konfigurationsmöglichkeiten.

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Für den hochauflösenden 7.1-Sound greift MSI zu Realteks ALC1150. Dieser hochwertige HD-Audio-Codec bietet ein Signal-Rausch-Verhältnis von über 100 dB(A) und ermöglicht Abtastraten von bis zu 192 kHz - sowohl bei der Digital-Analog- als auch bei der Analog-Digital-Wandlung. MSI hat die Audioeinheit vom Rest der Hauptplatine abgekoppelt und den Codec mit einer Abdeckung gegen Störstrahlung versehen. Die verbauten Kondensatoren kommen aus japanischer Produktion und der Kopfhörerausgang wird von einem eigenen Verstärker (Impedanz: 600 Ohm) gespeist. Neben den sechs analogen 3,5-Zoll-Klinkenbuchsen stellt der Realtek ALC1150 auch den optischen S/PDIF-Ausgang.



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Die internen Anschlüsse

Am unteren Rand des MSI A88XM Gaming reihen sich diverse Anschlüsse, die wir jetzt von links nach rechts durchgehen werden. Ganz links befindet sich der Audio-Abgriff für die Frontanschlüsse des Gehäuses. Es folgen der Anschluss für den zweiten Gehäuselüfter, eine serielle Schnittstelle und die Kontaktleiste für das Trusted Platform Module (TPM).

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Der USB-3.0-Header, welcher den dritten und vierten Port des AMD A88X ausführt, sitzt ziemlich mittig. Weiter rechts befinden sich die drei Header, welche die USB-2.0-Ports drei bis acht bereitstellen. Auch für diese ist der AMD A88X zuständig. In der rechten, unteren Ecke des MSI A88XM Gaming liegen zudem die beiden Kontaktleisten für die Schalter und LEDs des Gehäuses.

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Rechts um die Ecke entdecken wir acht abgewinkelte SATA-Buchsen. Jeder dieser Anschlüsse wird von AMDs A88X gestellt und arbeitet mit bis zu 6 Gbps. Neben dem normalen AHCI-Betrieb ermöglicht der Chipsatz auch diverse RAID-Konfigurationen. Abgesehen von RAID 0 und 1 werden auch die Varianten 5 und 10 unterstützt. Oberhalb der SATA-Ports folgen die ATX-Strombuchse sowie einige Schalter.

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Die Druckknöpfe "Reset" und "Power" dienen beim Testen als bequeme Alternative zu den Kontakten in der Anschlussleiste. Der Schieber "Slow" ist für Extremübertakter gedacht, die mit Flüssigstickstoff arbeiten. Im aktivierten Zustand stabilisiert "Slow" den Boot-Vorgang, dessen Erfolg aufgrund der sehr niedrigen Temperaturen ansonsten zum Glücksspiel würde. Mit "OC-Genie" schalten wir die automatische Übertaktung ein, wobei der Schieber weiter rechts die Übertaktungsstufe auswählt.

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Zum Abschluss noch ein Blick auf den CPU-Sockel und den Spannungswandler. Zwischen den beiden Kühlprofilen sieht man den EPS+12V-Anschluss, über den die APU mit Strom versorgt wird. Zwischen dem rechten Profil und den DIMM-Slots befindet sich der vierpolige Anschluss für den CPU-Lüfter, während der ebenfalls vierpolige Abgriff des ersten Gehäuselüfters zwischen dem linken Profil und dem oberen PCIe-x16-Steckplatz liegt.



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Das BIOS

Kommen wir nun zum UEFI-BIOS des MSI A88XM Gaming. MSI hat sein "Click BIOS 4" grafisch ansprechend gestaltet, ohne dass das Design auf Kosten von Übersicht oder Bedienbarkeit geht. Der Startbildschirm zeigt die Eckdaten des Systems, Taktraten sowie Temperaturen an. Links oben gibt es einen virtuellen Schalter, um OC-Genie, also die automatische Übertaktung, zu aktivieren. Links und rechts neben dem Drachen wurden die einzelnen Themenbereiche angeordnet.

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Besonders interessant ist natürlich der Punkt "OC", unter dem sich alles findet, was man zum erfolgreichen Übertakten benötigt. Hier lassen sich der Basistakt der APU, deren Multiplikator sowie die Taktraten der integrierten GPU und des Arbeitsspeichers verändern. Dazu gibt es umfangreiche Speicher-Timings und die Möglichkeit, diverse Spannungen anzuheben oder abzusenken.

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Den Hardware-Monitor hat MSI grafisch umgesetzt, wodurch insbesondere die Regelkurven der Lüfter veranschaulicht werden. Dies ist besonders für weniger kundige Benutzer wichtig, da die Optionen für die Lüftersteuerung zuweilen sehr kryptisch umschrieben werden. Profis werden durch die grafische Aufbereitung zwar ein wenig ausgebremst, doch gut funktionierende Einstellungen ändert man nur selten.

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Sehr gut gefällt uns auch der Board-Explorer, eine Art interaktiver Lageplan des MSI A88XM Gaming. Klickt man auf einen der rot markierten Bereiche, erscheint unter dem Foto des Mainboards die dazugehörige Beschreibung. Auf dem nachfolgenden Foto haben wir den unteren PCIe-x16-Steckplatz ausgewählt.

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Unser MSI A88XM Gaming wurde mit dem BIOS 1.3 geliefert, doch vor Beginn des Tests haben wir die aktuelle Version 1.4 aufgespielt. Für das BIOS-Update muss man einen der USB-Anschlüsse verwenden, die von AMDs A88X bereitgestellt werden. Zur Auswahl stehen die beiden USB-2.0-Ports unter der PS/2-Buchse sowie die beiden USB-3.0-Anschlüsse neben den Audiobuchsen.



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Die Testkonfiguration

Wir haben unsere Messungen mit Windows 7 Home Premium 64 Bit SP1 durchgeführt, der Patch-Level war März 2014. Als Chipsatz und Grafiktreiber kam AMDs aktueller Catalyst Omega 14.12 WHQL zum Einsatz. Für die Durchläufe mit der Grafikkarte MSI N570GTX Twin Frozr II/OC haben wir NVIDIAs GeForce 344.75 WHQL verwendet. Hier alle Eckdaten als Übersicht:
Soundcheck
Betrachten wir nun, was der HD-Audio-Codec Realtek ALC1150 auf dem MSI A8XM Gaming leistet. MSI hat die Audiosektion vom Rest des Mainboards abgekoppelt und den Audiochip mit einer Abdeckung versehen. Die Vergleichswerte liefern uns die Mainboards ASUS A88XM-E und Gigabyte F2A88XM-HD3, welche den günstigeren Codec Realtek ALC887 ohne irgendwelche Extras verwenden.
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 MSI
A88XM Gaming
Gigabyte
F2A88XM-HD3
ASUS
A88XM-E
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,23 dB
+0,07 dB
+0,02 dB
-0,07 dB
+0,02 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-101,7 dBA-92,3 dBA-92,5 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
101,8 dBA92,1 dBA92,5 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0082 %0,0052 %0,0047 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,0087 %0,011 %0,012 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-93,3 dB-85,5 dB-86,2 dB
In den Disziplinen Eigenrauschpegel, Dynamikbereich, Intermodulation und Übersprechen distanziert das MSI A8XM Gaming seine Mitbewerber deutlich. Auch Frequenzgang und Klirrfaktor können sich sehen lassen, doch in diesen Punkten liegt der Realtek ALC1150 überraschend zurück. Dennoch: Klanglich erreicht das MSI A8XM Gaming ein sehr hohes Niveau.

Datendurchsatz: SATA und USB

Betrachten wir nun den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen und den USB-Anschlüssen. Hierzu deaktivieren wir zunächst sämtliche Energiesparfunktionen der Hauptplatinen, da diese unsere Messungen negativ beeinflussen können. Wir beginnen mit den SATA-Ports und verwenden hierbei ein Solid-State-Laufwerk vom Typ Crucial M4 64GB (Firmware 0009).
SATA: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) min, Ø, max in MB/s
ASUS A88XM-PLUS
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
521.0
523.8
525.9
ASUS A88XM-E
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
519.8
522.2
524.5
MSI A88X-G45 Gaming
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
517.9
521.3
523.3
Gigabyte F2A88XM-HD3
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
518.9
521.0
522.8
MSI A88XM Gaming
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
517.4
520.2
522.4
Auf allen getesteten Mainboards kommt der gleiche Chipsatz, AMDs A88X, zum Einsatz. Somit verwundert es kaum, dass alle Hauptplatinen eng beisammen liegen und die gemessenen Abweichungen für die Praxis keinerlei Bedeutung haben. Dennoch halten wir fest, dass das ASUS A88XM-PLUS unser Feld anführt.
An den USB-Anschlüssen kommt dasselbe SSD in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Unterstützung zum Einsatz. Es handelt sich um das Modell RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B.
USB: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) min, Ø, max in MB/s
MSI A88X-G45 Gaming
USB 3.0 (VIA VL805)
208.5
209.1
210.1
MSI A88XM Gaming
USB 3.0 (VIA VL806)
208.4
209.0
210.2
ASUS A88XM-E
USB 3.0 (AMD A88X)
200.0
201.7
202.6
ASUS A88XM-PLUS
USB 3.0 (AMD A88X)
200.2
201.1
202.1
Gigabyte F2A88XM-HD3
USB 3.0 (AMD A88X)
199.7
200.8
201.5
MSI A88X-G45 Gaming
USB 3.0 (AMD A88X)
199.7
200.4
201.4
MSI A88XM Gaming
USB 3.0 (AMD A88X)
198.1
200.2
201.1
ASUS A88XM-E
USB 2.0 (AMD A88X)
35.5
35.5
35.6
ASUS A88XM-PLUS
USB 2.0 (AMD A88X)
35.3
35.5
35.5
Gigabyte F2A88XM-HD3
USB 2.0 (AMD A88X)
35.2
35.4
35.3
MSI A88XM Gaming
USB 2.0 (AMD A88X)
34.8
35.1
35.4
MSI A88X-G45 Gaming
USB 2.0 (AMD A88X)
34.7
35.0
35.3
Die USB-Schnittstellen des AMD A88X hat ASUS am besten im Griff, gefolgt von Gigabyte. Die Motherboards von MSI liegen knapp dahinter, können aber mit ihren zusätzlichen USB-3.0-Controllern von VIA punkten. Diese sorgen nicht nur für weitere schnelle Anschlüsse, sondern liegen auch beim Datendurchsatz rund 8 MB/s vor AMDs Lösung.



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Benchmarks: Synthetisch / SiSoft Sandra

SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Arithmetik und Multi-Media
SiSoft Sandra ist eine umfangreiche Benchmark-Suite, die regelmäßig aktualisiert wird und daher auch die neuesten Techniken unterstützt. Die einzelnen Tests machen massiven Gebrauch von allen zur Verfügung stehenden Kernen und Threads. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit älteren Testberichten verwenden wir die Version 2013.05.19.44. Wir beginnen mit der Prozessorleistung bei der Verarbeitung ganzer Zahlen. Hierbei kommt bereits AVX2 zum Einsatz. Obwohl der AMD A10-7850K zumindest AVX beherrscht, greift SiSoft Sandra in diesem Test auf SSE 4.2 zurück.
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
64.75
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
64.64
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
64.45
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
61.59
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
61.00
Die Gleitkommawertung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 basiert auf SSE3, das alle aktuellen Prozessoren beherrschen:
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
33.96
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
33.91
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
33.81
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
33.77
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
33.52
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 sind die Multimediamessungen von besonderem Interesse. Wir beginnen mit der Berechnung ganzzahliger Werte, für die die Software auf AVX2 zurückgreift. Beim AMD A10-7850K kommt diesmal AVX zur Anwendung.
Prozessorleistung Multi-Media Integer in MPixel/s
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
130.59
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
130.37
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
130.33
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
130.31
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
130.16
Für die Gleitkommamessung FP32 nutzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 dann FMA3, das auch unser AMD A10-7850K bietet.
Prozessorleistung Multi-Media Fließkomma FP32 in MPixel/s
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
93.81
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
93.76
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
93.74
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
93.45
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
93.28
Für Berechnungen mit doppelter Genauigkeit - Double FP64 - verwendet SiSoft Sandra 2013.05.19.44 im Zusammenspiel mit dem AMD A10-7850K ebenfalls FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Double FP64 in MPixel/s
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
49.84
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
49.62
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
49.58
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
49.43
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
49.29
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bescheinigt allen Mainboards eine ähnliche CPU-Leistung. Einzig im Dhrystone-Durchlauf sind die Modelle ASUS A88XM-PLUS, ASUS A88XM-E und MSI A88X-G45 Gaming reproduzierbar um fünf bis sechs Prozent schneller, da sie die Turbo-Stufen des AMD A10-7850K zu Beginn der Messung schneller hochschalten.
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Speicherbandbreite
Zur Ermittlung der Speicherbandbreite kommt ebenfalls SiSoft Sandra 2013.05.19.44 zum Einsatz. Das Programm setzt hierbei auf AVX2 und FMA2 - sofern der Prozessor diese Befehlssatzerweiterungen beherrscht.

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Als Arbeitsspeicher verwenden wir das Kit G.Skill F3-17000CL11D-8GBXL, dessen beide 4 GByte großen Module mit Latenzen von DDR3-2133 CL11-11-11-30-2N laufen. Dies funktioniert im Zusammenspiel mit AMDs A10-7850K und dem Catalyst Omega 14.12 WHQL erfreulich stabil.
Speicherbandbreite Integer/Fließkomma in GB/s
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
14.68
14.76
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
14.40
14.40
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
14.33
14.35
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
14.31
14.25
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
14.12
14.13
Trotz zweier Speicherkanäle und DDR3-2133 kommt der AMD A10-7850K nicht einmal in die Nähe der Werte, die wir von Intel gewohnt sind. Auch AMDs FX-Prozessoren sind der APU beim Speicherdurchsatz klar überlegen. Vier der getesteten Mainboards lesen das XMP-Profil unserer Speichermodule aus und konfigurieren die Timings entsprechend. Nur beim ASUS A88XM-E mussten wir eine manuelle Konfiguration vornehmen, da diese Hauptplatine die Profile zwar anzeigte, die darin hinterlegten Konfigurationsdaten aber ignorierte.



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Benchmarks: Verschlüsselung, Rendering, Raytracing, OpenCL

TrueCrypt 7.1a
Zum Test der Kryptographieleistung verwenden wir das frei erhältliche Programm TrueCrypt in der Version 7.1a. TrueCrypt kann sowohl komplette Datenträger als auch einzelne Dateien verschlüsseln, zudem beinhaltet die Software eine Benchmarkmessung. Mit dieser messen wir den Datendurchsatz (Puffergröße: 100 MB) und beginnen mit AES. Prozessoren mit AES-Beschleunigung, schnellem Cache und flottem Speicher sind hier klar im Vorteil - der AMD A10-7850K müsste demnach punkten.
TrueCrypt 7.1a - AES in GB/s
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
2.2
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
2.2
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
2.2
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
2.2
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
2.2
Im zweiten Durchlauf von TrueCrypt 7.1a wiederholen wir unsere Messung mit Serpent (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Serpent in MB/s
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
276
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
276
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
276
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
276
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
276
Für die abschließende Messung verwendet TrueCrypt 7.1a die Twofish-Verschlüsselung (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Twofish in MB/s
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
446
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
446
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
446
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
445
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
445
Bei TrueCrypt herrscht zweimal Gleichstand (AES und Serpent), nur beim Twofish-Verfahren können sich die Modelle ASUS A88XM-PLUS, Gigabyte F2A88XM-HD3 und MSI A88X-G45 Gaming einen kleinen Vorteil erarbeiten.
Cinebench 11.529 64-Bit
Mit dem Benchmark Cinebench 11.529 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Dabei profitiert Cinebench 11.529 insbesondere von möglichst vielen Kernen und Threads.
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads; 1 Thread in CB)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
3.62
1.04
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
3.62
1.02
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
3.61
1.02
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
3.61
1.02
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
3.59
1.01
In Cinebench 11.529 64-Bit offenbart das ASUS A88XM-E eine kleine Schwäche beim Multithreading, während Gigabytes F2A88XM-HD3 mit einem Thread besonders schnell arbeitet.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden auch hier die 64-Bit Variante der Software, die sehr stark von zusätzlichen Kernen und Threads profitiert.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (X Threads; 1 Thread in PPS)
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
823.90
246.13
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
823.29
246.58
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
821.78
245.75
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
819.63
244.98
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
818.94
246.04
Im Multithreading-Durchlauf von Povwin 3.7 RC7 64-Bit bleiben die beiden Hauptplatinen von ASUS hinter ihren Mitbewerbern zurück, während sich MSIs A88X-G45 Gaming im Mittelfeld findet.
LuxMark 2.0 (OpenCL)
Das quelloffene Benchmark-Programm LuxMark ist eine bequeme Möglichkeit, den LuxRenderer zu testen. Wir nehmen die Version 2.0, welche die Rendering-Engine SLG2 verwendet. LuxMark ist zu 100 Prozent OpenCL und kann seine Berechnungen wahlweise auf dem Grafikchip, den CPU-Kernen oder beiden zusammen ausführen. Wir wählen die komplexe Szene "Room" und machen uns an die Messung.
LuxMark 2.0 "Room" - kombiniert/CPU/GPU in 1000 Dreicke pro Sekunde
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
306
128
270
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
304
127
270
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
304
127
270
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
271
124
248
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
270
123
248
LuxMark 2.0 kann das Gigabyte F2A88XM-HD3 für sich entscheiden, knapp dahinter sehen wir die beiden Hauptplatinen von MSI. Die beiden Mainboards von ASUS patzen und liegen in allen drei Messungen (kombiniert: -10,9%; CPU: -2,4%; GPU: -8,2%) klar zurück. Diese Ergebnisse sind reproduzierbar, doch die Ursache bleibt rätselhaft: In keinem anderen Test zeigte das Mainboard derart deutliche Einbrüche.



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Benchmarks: Spiele mit iGPU

Kommen wir nun zum Kapitel "Spiele". Wir haben zwei gut abgehangene Titel ausgewählt, welche die integrierten Grafikkerne von Prozessoren und APUs nicht überfordern und uns reproduzierbare Ergebnisse liefern. Unsere Grafikkarte kommt erst im nächsten Kapitel zum Einsatz.
Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von "Street Fighter IV" erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von "Street Fighter IV" laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.
Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
139.53
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
138.68
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
137.81
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
137.25
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
136.79
Street Fighter IV in fps (1600x900, kein AA, kein AF, hoch/max)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
108.55
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
108.27
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
106.85
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
106.81
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
106.56
Street Fighter IV in fps (1920x1080, kein AA, kein AF, hoch/max)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
85.37
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
84.75
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
84.23
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
83.84
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
83.61
Der integrierte Grafikkern des AMD A10-7850K hat "Street Fighter IV" locker im Griff. Das Gigabyte F2A88XM-HD3 liegt in jedem Durchlauf an der Spitze, hier scheint sich der etwas höhere Speicherdurchsatz auszuzahlen. Den zweiten Rang hat das MSI A88XM Gaming abonniert.
Spiele: Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Für unsere Messung wählen wir eine geringe Qualität und verzichten auf die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung der Texturen.
SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
73.6
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
73.2
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
73.0
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
72.0
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
70.5
Alien vs Predator in fps (1600x900, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
49.1
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
48.7
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
48.2
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
48.2
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
47.4
Alien vs Predator in fps (1920x1080, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
35.0
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
35.0
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
34.9
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
34.4
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
34.0
Ein Spiel wie "Alien vs Predator" bringt die iGPU des AMD A10-7850K schnell an ihre Grenzen. Auch ohne Kantenglättung, SSAO und Tesselation bewegen wir uns bei Full-HD am Rande der Spielbarkeit. Abermals liefert Gigabytes F2A88XM-HD3 die höchste Grafikleistung, während das MSI A88X-G45 Gaming ein wenig zurückfällt.



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Benchmarks: Spiele mit Grafikkarte

Zugegeben, die integrierte Grafikeinheit des AMD A10-7850K stellt ihre Vorgänger in den Schatten, doch wer aktuelle Spiele in hoher Auflösung und mit vollen Details spielen möchte, kommt nicht an einer Grafikkarte vorbei. Unsere MSI N570GTX Twin Frozr II/OC hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, dennoch ist sie der integrierten GPU haushoch überlegen. Mit Hilfe von "Alien vs Predator" nehmen wir zudem die unterschiedlichen Anbindungen der PCIe-x16-Slots unter die Lupe. Die getesteten Hauptplatinen bieten bis zu drei Steckplätze für Grafikkarten, doch nur einer davon ist mit der bestmöglichen Anbindung ausgestattet.
Spiele: Alien vs Predator (DX11)
Für die folgenden Messungen haben wir die selben Einstellungen verwendet, die zuvor auch bei der iGPU zum Einsatz gekommen sind: Wir verwenden eine geringe Qualität und verzichten auf die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung der Texturen. SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt.
Auf diese Weise bekommen wir einerseits Resultate, die miteinander vergleichbar sind, und verhindern andererseits, dass die Grafikkarte aufgrund zu hoher Anforderungen zum limitierenden Faktor wird. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-E
PCIe 3.0, 16 Lanes
282.0
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
281.3
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 3.0, 16 Lanes
281.2
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
280.6
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 3.0, 16 Lanes
280.1
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
278.4
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
277.7
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 2.0, 4 Lanes
269.3
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 2.0, 4 Lanes
252.6
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 2.0, 4 Lanes
241.2
Alien vs Predator in fps (1600x900, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 3.0, 16 Lanes
199.1
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.5
ASUS A88XM-E
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.4
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.4
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.0
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
197.6
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
197.4
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 2.0, 4 Lanes
193.2
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 2.0, 4 Lanes
184.5
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 2.0, 4 Lanes
176.1
Alien vs Predator in fps (1920x1080, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 3.0, 16 Lanes
144.3
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.9
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.7
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.6
ASUS A88XM-E
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.1
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
143.0
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
142.9
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 2.0, 4 Lanes
140.7
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 2.0, 4 Lanes
137.1
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 2.0, 4 Lanes
131.7
Solange der Grafikkarte alle 16 PCIe-3.0-Lanes des AMD A10-7850K zur Verfügung stehen, liegen die Motherboards Kopf an Kopf. Auch der zweite Steckplatz der Modelle MSI A88XM Gaming und MSI A88X-G45 Gaming, der über 8 PCIe-3.0-Lanes der APU angebunden ist, kann gut mithalten und bremst die MSI N570GTX Twin Frozr II/OC kaum aus.
Für den dritten Slot des MSI A88X-G45 Gaming und die zweiten der Modelle ASUS A88XM-PLUS und Gigabyte F2A88XM-HD3 stehen lediglich 4 PCIe-2.0-Lanes zur Verfügung, denn diese Steckplätze sind über den Chipsatz angebunden. Die fehlende Bandbreite bremst die Grafikkarte aus, allerdings nicht dramatisch. Hierbei fällt auf, dass ASUS aus den vier Lanes deutlich mehr Leistung herauskitzelt als MSI, wobei MSI ebenso deutlich vor Gigabyte bleibt.



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Stromverbrauch (Gesamtsystem)

Um den Stromverbrauch zu ermitteln, messen wir die Leistungsaufnahme des gesamten Systems über den Zeitraum einer Stunde. Wir geben also keine einmaligen Verbrauchsspitzen an, sondern den für die Praxis viel relevanteren Durchschnittswert. Der Bildschirm wurde in diesem Zeitraum weder abgedunkelt noch ausgeschaltet.

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Als Netzteil dient uns das extrem effiziente Antec EarthWatts EA-550 Platinum (80 Plus Platinum). Im Leerlauf drosselt das MSI A88XM Gaming die Taktrate des AMD A10-7850K auf ca. 1.700 MHz und reduziert die anliegende Spannung auf 0,936 Volt.
Stromverbrauch: Gesamtsystem Idle in W (geringere Werte sind besser)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
34
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
35
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
36
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
36
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
37
Das ASUS A88XM-E und Gigabytes F2A88XM-HD3 senken die Spannung aber noch weiter ab, zudem sind die beiden Gaming-Boards von MSI mit einem zusätzlichen USB-3.0-Controller von VIA sowie Killer-LAN beladen. Ihr Stromverbrauch fällt daher um ein bis zwei Watt höher aus. Warum das ASUS A88XM-PLUS so durstig ist, bleibt indessen unklar.
Für die Lastmessung verwenden wir mit Prime95 27.9 einen rein synthetischen Lasttest. Prime95 nutzt die "Advanced Vector Extensions" (AVX) und generiert insbesondere im Lastszenario "In-place large FFTs" einen deutlich höheren Stromverbrauch als normale Programme.

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Der Takt der 28-nm-APU bewegt sich jetzt zwischen 3,7 und 3,9 GHz und die Spannung steigt auf 1,384 Volt. Die maximale Geschwindigkeit von 4,0 GHz wird nur kurzzeitig erreicht, wenn wir die Last auf einen einzelnen Kern beschränken. Abermals geben wir den Durchschnittsverbrauch an, welcher im Rahmen einer einstündigen Messung ermittelt wurde.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
106
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
108
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
112
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
118
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
122
Auch unter Last begnügen sich die Hauptplatinen von ASUS und Gigabyte mit geringeren Spannungen, was sich letztendlich auch im Stromverbrauch widerspiegelt. Beim MSI A88XM Gaming beläuft sich der Mehrverbrauch auf akzeptable vier bis sechs Watt bzw. 3,7 bis 5,7 Prozent. Das MSI A88X-G45 Gaming im ATX-Format ist noch durstiger und genehmigt sich einen Zuschlag zwischen zehn und zwölf Watt, was einem Mehrverbrauch zwischen 9,3 und 11,3 Prozent entspricht. Weitere vier Watt mehr genehmigt sich das ASUS A88XM-PLUS, obwohl diese Platine nicht gerade mit ihrer Ausstattung glänzen kann.



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Übertakten: Manuell

Das MSI A88XM Gaming basiert auf dem Chipsatz AMD A88X und dieser ist sehr vielseitig in Bezug auf das Übertakten. Handelt es sich um eine APU oder einen Prozessor mit freiem Multiplikator, stellt dieser die beste Option da. Hebt man den Multiplikator selbst an, wird der Prozessor beim Überschreiten von TDP- oder Wärmegrenzen bis auf 1,7 GHz heruntergebremst. Alternativ kann man aber auch die maximale Turbostufe hochsetzen, so dass lediglich ein Rückfall auf die garantierte Taktrate - im Falle des AMD A10-7850K sind das 3,7 GHz - stattfindet. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, über den Basistakt zu gehen, der allerdings auch Einfluss auf andere Komponenten, beispielsweise die Anbindung des Chipsatzes, hat.

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Wir wählen die zweite Variante und heben die maximale Turbostufe auf 44 an. Auf diese Weise erreichen wir gut 4,4 GHz und übertreffen den seitens AMD eingeräumten Turbotakt um 400 MHz. Hierfür hebt das MSI A88XM Gaming die CPU-Spannung von 1,384 auf 1,448 Volt an. Bei langen Lastzyklen, insbesondere wenn AVX zum Einsatz kommt, wird der Takt bis auf die von AMD garantierte Geschwindigkeit von 3,7 GHz reduziert. Bei normaler Benutzung geschieht dies, eine ausreichende Kühlung vorausgesetzt, aber nur selten.

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Den Speichertakt haben wir bei 2.133 MHz belassen, da das System mit noch höheren Taktraten nicht mehr starten wollte. Auch die Latenzen bleiben, der Stabilität zuliebe, unangetastet.

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Dafür haben wir den Takt der integrierten Grafikeinheit von 720 auf 960 MHz beschleunigt, eine Steigerung um beachtliche 240 MHz. Sicher, die iGPU hätte sich über eine höhere Speicherbandbreite sicher gefreut, doch dafür müssen wir erst noch passende Speichermodule finden. Schauen wir nun, was MSIs OC-Genie so kann.



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Übertakten: OC-Genie

Mit "OC Genie 4" bietet das MSI A88XM Gaming eine zweistufige Übertaktungsautomatik. Die erste Stufe lässt es gemächlich angehen und hebt den Multiplikator auf 42 an. Zugleich wird die CPU-Spannung von 1,384 auf 1,424 Volt gesteigert. Mit diesen Einstellungen erreicht unser AMD A10-7850K lediglich 4,2 GHz, die dann sowohl unter Last als auch im Leerlauf anliegen.

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In der zweiten Stufe nutzt "OC Genie 4" einen Multiplikator von 45 und die CPU-Spannung klettert auf 1,464 Volt. Damit erreicht der AMD A10-7850K stabile 4,5 GHz, doch im Leerlauf wird abermals nur die Spannung reduziert. Dennoch: Die automatische Übertaktung übertrifft unsere manuelle Konfiguration um 100 MHz und kann diese Taktrate auch zuverlässiger halten.

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Basistakt, Arbeitsspeicher und iGPU tastet "OC Genie 4" nicht an, bezüglich der Grafikleistung ist unsere manuelle Herangehensweise also im Vorteil. Die Benchmarks werden uns Klarheit bringen, doch zunächst werfen wir noch einen Blick auf den Stromverbrauch.

Übertakten: Stromverbrauch

Der Leistungsgewinn durch Übertakten fordert immer einen Tribut und auch beim AMD A10-7850K erwarten wir einen deutlichen Anstieg des Stromverbrauchs. Daher belasten wir die APU nochmals auf allen Kernen mit Prime95 und prüfen die Stromaufnahme des Testsystems.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #2: 4,5 GHz
180
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #1: 4,2 GHz
168
MSI A88XM Gaming
man. OC: 3,7-4,4 GHz
158
MSI A88XM Gaming
Standard: 3,7-4,0 GHz
112
ModusAnstieg des Stromverbrauchs
OC-Genie #2+60,71%
OC-Genie #1+50,00%
man. OC+41,07%
Jenseits seiner Spezifikationen wird der AMD A10-7850K sehr durstig: Bei der manuellen Übertaktung liegen wir maximal um 18,9 Prozent über der seitens AMD garantierten Geschwindigkeit, doch der Stromverbrauch steigt um 41,1 Prozent an. Noch schlimmer sieht es beim Einsatz von OC-Genie aus: Die erste Stufe bringt einen Taktgewinn von maximal 13,5 Prozent, verbrät aber schon 50,0 Prozent mehr Strom. In der zweiten Stufe steigt der Takt um bis zu 21,6 Prozent, der Durst unserer APU aber um stolze 60,7 Prozent. Hoffen wir, dass die Benchmarks zumindest im Bereich der Taktsteigerungen liegen.



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Übertakten: Benchmarks

Was uns das Übertakten an echter Mehrleistung bringt, überprüfen wir mit Hilfe von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 und Cinebench 11.529 64-Bit (CPU) sowie Street Fighter IV und Alien vs Predator (Grafik). Wir beginnen mit SiSoft Sandra 2013.05.19.44:
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #2: 4,5 GHz
73.88
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #1: 4,2 GHz
71.67
MSI A88XM Gaming
man. OC: 3,7-4,4 GHz
70.81
MSI A88XM Gaming
Standard: 3,7-4,0 GHz
61.00
ModusLeistungssteigerung
OC-Genie #2+21,11%
OC-Genie #1+17,49%
man. OC+16,08%
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #2: 4,5 GHz
39.59
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #1: 4,2 GHz
37.66
MSI A88XM Gaming
man. OC: 3,7-4,4 GHz
37.64
MSI A88XM Gaming
Standard: 3,7-4,0 GHz
33.52
ModusLeistungssteigerung
OC-Genie #2+18,11%
OC-Genie #1+12,35%
man. OC+12,29%
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads in CB)
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #2: 4,5 GHz
4.25
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #1: 4,2 GHz
4.00
MSI A88XM Gaming
man. OC: 3,7-4,4 GHz
3.81
MSI A88XM Gaming
Standard: 3,7-4,0 GHz
3.62
ModusLeistungssteigerung
OC-Genie #2+17,40%
OC-Genie #1+10,50%
man. OC+5,25%
Bei der Berechnung von Ganzzahlen ist die OC-Welt noch in Ordnung, doch bereits bei den Gleitkommazahlen schrumpfen die Leistungsgewinne deutlich. Noch weniger bringt die Übertaktung bei Cinebench, insbesondere das manuelle Anheben der Turbostufe verpufft weitgehend. Lediglich die zweite Stufe von OC Genie bringt spürbare Leistungsgewinne, doch diese weist auch den mit Abstand höchsten Stromverbrauch auf.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
MSI A88XM Gaming
man. OC: 3,7-4,4 GHz
148.19
MSI A88XM Gaming
Standard: 3,7-4,0 GHz
138.68
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #1: 4,2 GHz
137.03
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #2: 4,5 GHz
136.82
ModusLeistungssteigerung
OC-Genie #2-1,34%
OC-Genie #1-1,19%
man. OC+6,86%
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
MSI A88XM Gaming
man. OC: 3,7-4,4 GHz
73.5
MSI A88XM Gaming
Standard: 3,7-4,0 GHz
73.0
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #1: 4,2 GHz
72.0
MSI A88XM Gaming
OC-Genie #2: 4,5 GHz
71.9
ModusLeistungssteigerung
OC-Genie #2-1,51%
OC-Genie #1-1,37%
man. OC+0,68%
Für die integrierte Grafikeinheit bringt OC Genie rein gar nichts, die hochgetakteten Rechenkerne bremsen die iGPU sogar aus. Doch auch die manuelle Übertaktung zahlt sich nicht aus: Obwohl wir den Takt der iGPU um ein Drittel angehoben haben, steigen die Frameraten nur um 0,7 bzw. 6,9 Prozent, denn der unveränderte Speicherdurchsatz lässt die übertaktete Grafikeinheit verhungern.



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Fazit

Sehr GutJa, AMDs APUs und der Sockel FM2+ haben mit einem Imageproblem zu kämpfen. Diese Plattform gilt im Vergleich zu Intel sowie zu den hauseigenen FX-Prozessoren als unterlegen und wird zumeist nur für einfache Bürorechner benutzt. Dass man bei Verwendung einer schnellen APU in Verbindung mit einem gut ausgestatteten Mainboard weit mehr aus dem Sockel FM2+ herauskitzeln kann, beweist MSI mit seinem A88XM Gaming. Mit sechs USB-3.0-Anschlüssen, acht SATA-6-Gbps-Ports, Killer-LAN und einer hochklassigen Audiolösung kommt zumindest ein Hauch von Luxus auf. MSI hat alle Funktionen sauber umgesetzt und liefert ein durchdachtes Layout unter Verwendung hochwertiger Bauteile. Vier DIMM-Slots und vier PCIe-Steckplätze bieten gute Erweiterungsmöglichkeiten und der CrossFire-Betrieb zweier Grafikkarten ist auf der quadratischen Micro-ATX-Platine ebenfalls möglich. Dabei werden jeder Karte acht PCIe-Lanes zugeteilt. Um in den Genuss von PCIe 3.0 zu kommen, muss zwingend eine APU aus der Kaveri-Baureihe eingesetzt werden.

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In unserem Test erwies sich das MSI A88XM Gaming als sehr stabil, auch beim Übertakten. Das benutzerfreundliche UEFI-BIOS dieser Hauptplatine bietet umfangreiche Tuning-Optionen, doch es geht auch einfacher: Mit "OC Genie 4" hat MSI eine zweistufige Übertaktungsautomatik eingebaut, die sehr gut funktioniert. "OC Genie 4" kann wahlweise per BIOS oder Schaltknopf aktiviert werden. Auf dem Mainboard gibt es auch einen Reset- und einen Power-Schalter, was beim Testen und Übertakten sehr hilfreich ist. Zudem lässt sich der Startvorgang per Schiebeschalter bremsen, um den Einsatz von Flüssigstickstoff als Kühlmittel zu ermöglichen. Beim Stromverbrauch lässt das MSI A88XM Gaming ein wenig Potential liegen, da es die Spannung im Leerlauf nicht so weit absenkt wie seine Mitbewerber.

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Positiv fällt die Vielfalt der Anschlüsse auf, welche auch vier Bildschirmausgänge (VGA, DVI-D, HDMI und DisplayPort) umfasst. Maximal wird eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten bei 24 Hertz unterstützt (HDMI oder DisplayPort), zudem kann man bis zu drei Anzeigegeräte (VGA, DVI-D und HDMI) zeitgleich ansteuern. Der Gigabit-LAN-Controller Killer E2205 bietet weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten für den Kampf gegen Lags, doch Treiber sind nur für Windows 7 und 8.1 verfügbar. Für Linux gibt es zumindest einen einfachen Treiber. Bleibt noch der Preis: Bei unserem Partner HiQ24.de kostet das MSI A88XM Gaming derzeit 110,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten, während Amazon.de 109,89 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten veranschlagt. Diese Preise bewerten wir als angemessen und erteilen dem MSI A88XM Gaming die Gesamtnote "Sehr Gut".
In einem Satz: Das quadratische MSI A88XM Gaming ist eine runde Sache für Gamer und Übertakter.



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