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MSI Big Bang-XPower II: Der Kampfkoloss im XL-Format

Autor: doelf - veröffentlicht am 14.08.2012
s.6/21

Das UEFI-BIOS
MSI hat sein Big Bang-XPower II natürlich mit einem modernen UEFI-BIOS, dem "Click BIOS II", ausgestattet, welches sich wahlweise mit der Maus oder per Tastatur bedienen lässt. Obwohl das Grundkonzept durchaus übersichtlich umgesetzt wurde, sind einige Menüs recht verschachtelt geraten. Wir haben das Big Bang-XPower II mit dem aktuellen BIOS 1.2 getestet und dieses in Form einer Fotostrecke dokumentiert:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Dieses BIOS hat leider noch ein paar Fehler und stammt, was in diesem Zusammenhang schwerer wiegt, vom 14. Februar 2012. In den vergangenen sechs Monaten hat es also kein offizielles BIOS-Update gegeben! Schade, wir hätten erwartet, dass MSI einem solch teuren Premiumprodukt mehr Aufmerksamkeit schenken würde. Kommen wir nun zu den Problemen:

  • Falscher CPU-Takt: Unter Last taktet MSI alle sechs Kerne unseres Intel Core i7-3960X mit 3,90 GHz. Diese Taktrate hat Intel allerdings nur für Last auf einem oder zwei Kernen vorgesehen. Bei der Verwendung von drei oder vier Kernen sollten 3,70 GHz anliegen und für Last auf fünf oder sechs Kernen sind 3,60 GHz spezifiziert. Erst wenn im BIOS die standardmäßig aktivierte Option "Enhanced Turbo" abgeschaltet wird, liegen die richtigen Turbostufen an.

  • OC-Profile verschwinden: Im BIOS des Big Bang-XPower II kann man sechs OC-Profile hinterlegen. Allerdings merkt sich das Mainboard nur die ungeraden Nummern 1, 3 und 5, während die Profile mit den geraden Nummern 2, 4 und 6 beim Neustart verloren gehen. Uns liegt ein Beta-BIOS vor, welches diesen Fehler behebt. Es datiert auf die zweite Februarhälfte.

Die Testkonfiguration
Für diesem Test nutzen wir Windows 7 Home Premium 64-Bit SP1 inklusive der aktuellsten DirectX-Updates als Betriebssystem. Intels Core i7-3960X stellt als Prozessor die bestmögliche Rechen-Power sicher, denn eine schnellere Desktop-CPU kann man derzeit nicht kaufen. Dem Prozessor stehen 16 GByte DDR3-1600 vom Typ GeIL Enhance Corsa (GEC316GB1600C9QC) zur Seite.

Als Grafikkarte kommt einmal mehr unsere bewährte MSI N570GTX Twin Frozr II/OC zum Einsatz und den Datendurchsatz der SATA- und USB-Schnittstellen messen wir mit Hilfe des Solid-State-Laufwerks Crucial M4 64GB. Dieses Modell ist eine ideale Wahl, da es uns nur auf die Leseleistung ankommt. Hier nun alle Eckdaten der Testkonfiguration als Übersicht:

Soundcheck
MSI setzt beim Big Bang-XPower II auf Realteks HD-Audio-Codec ALC898, welchen wir zuvor bereits auf dem MSI Z77A-GD65 vorgefunden haben. Weiterer Vergleichswerte liefert das ASUS Rampage IV Gene, auf dem ein Realtek ALC892 zum Einsatz kommt. Welche Hauptplatine ist besonders audiophil?

RMAA 6.2.3
24-Bit/192kHz
ASUS
Rampage IV
Gene
MSI
Z77A-GD65
MSI
Big Bang
XPower II
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,02 dB
-0,05 dB
+0,19 dB
-0,08 dB
+0,19 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-95,5 dBA -100,0 dBA -101,2 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
103,7 dBA 100,2 dBA 101,3 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0080 % 0,0700 % 0,0042 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,034 % 0,052 % 0,049 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-94.0 dB -82,5 dB -82,1 dB

Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Das ASUS Rampage IV Gene hat leichte Defizite beim Eigenrauschpegel, punktet dann aber beim Übersprechen der Stereokanäle gegen die beiden Hauptplatinen von MSI. Insgesamt liegen alle drei Mainboards in der selben Klasse, doch das ASUS Rampage IV hinterlässt den ausgewogensten Eindruck.

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