Au-Ja! - Im Test: MSI Eclipse SLI, Luxus-Platine für Intels Core i7 - Druckversion
 

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Im Test: MSI Eclipse SLI, Luxus-Platine für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 1 von 22

HINWEIS: Der Nachtest mit dem BIOS 1.21 ist jetzt verfügbar!

Anfang November 2008 durften wir Intels neue Nehalem-Architektur in Form der Core i7 Prozessoren präsentieren. Zum Betrieb dieser neuen CPUs wird auch ein neues Motherboard benötigt, auf dem sich ein CPU-Sockel vom Typ LGA1366 sowie ein kompatibler Chipsatz befindet. Derzeit steht nur ein einziger Chipsatz, nämlich Intels X58 mit der Southbridge ICH10R, zur Auswahl. Und da dieser Chipsatz nicht gerade billig ist, sind auch die entsprechenden Hauptplatinen hochpreisig und umfassend ausgestattet - wie das MSI Eclipse SLI, welches wir heute vorstellen möchten.


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Der Intel X58 Chipsatz
Bevor wir uns das Mainboard ansehen, betrachten wir allerdings zunächst den Chipsatz. Während die Southbridge ICH10R bereits mit den Chipsätzen der 45er Baureihe kombiniert wurde, ist die Northbridge X58 eine echte Neuheit. Es handelt sich hierbei um Intels erste Northbridge, welche keinen Speicher-Controller beinhaltet, denn dieser wurde beim Core i7 in den Prozessor verlagert. Stellte der Frontsidebus bei Intels bisherigen Architekturen ein Nadelöhr dar, da die CPU über den Chipsatz auf den Speicher zugreifen musste, stehen beim Core i7 nun die volle Bandbreite sowie niedrigere Latenzen zur Verfügung. Der Speicher-Controller besitzt drei Kanäle, doch bereits bei Verwendung eines einzelnen Kanals mit DDR3-1066 CL7 Speicher erreichte der Core i7 Extreme 965 in unserem Test den Speicherdurchsatz eines gleich hoch getakteten Core 2 Extreme QX9770 mit einer DDR3-1333 CL8 Dual-Channel-Bestückung.

Northbridge (IOH/MCH)X58X48
SystembusQPIFrontsidebus
Datendurchsatz Bus25,6 GB/s12,8 GB/s
PCI Express2.02.0
PCIe Lanes3632
CrossFirejaja
SLIoptionalnein
DDR31066 / 8001600 / 1333 / 1066 / 800
DDR2nein800 / 667
Speicherkanäle32
TDP in Watt24,130,5

Beim Speicher fällt auf, dass sich Intel in Bezug auf die Taktrate sehr zurückhaltend gibt. Aufgrund der direkten Anbindung an den Prozessor und der drei Speicherkanäle muss die Bandbreite nicht mit Hilfe des Taktes erzwungen werden, dennoch hätten wir zumindest eine offizielle Freigabe für DDR3-1333 erwartet. Inoffiziell lassen sich im BIOS der Mainboards allerdings DDR3-1333 sowie DDR3-1600 freischalten. Durch die Auslagerung des Speicher-Controllers ist auch die TDP der Northbridge gesunken, sie liegt beim X58 mit maximal 24,1 Watt um 6,4 Watt niedriger als beim X48 Chipsatz.

Da der Frontsidebus abgeschafft wurde, hält beim X58 Chipsatz die serielle Punkt-zu-Punkt-Anbindung QPI (Quick Path Interconnect) zwischen CPU und Northbridge Einzug. Sie bietet mit 25,6 GB/s doppelt soviel Bandbreite wie FSB1600, allerdings nur, wenn der Core i7 Extreme 965 zum Einsatz kommt. Wer zu einem der beiden preiswerteren Prozessoren greift, erhält eine auf 19,2 GB/s reduzierte Anbindung. In Hinblick auf die Grafikkarten bietet der X58 Chipsatz die Möglichkeit, zwei Grafikkarten mit jeweils 16 oder vier Grafikkarten mit jeweils 8 Lanes anzubinden. AMDs Crossfire Technologie wird von Hause aus unterstützt, eine Lizenz für SLI muss der Hersteller des Mainboards bei NVIDIA hinzukaufen.

Während Intel die Chipsätze X58, P45, P43, G45 und G43 mit der Southbridge ICH10R kombiniert, muss sich der X48 noch mit der älteren ICH9R begnügen. Da die Ausstattungsmerkmale beinahe identisch sind, wird der Benutzer den Unterschied jedoch kaum bemerken:

Southbridge (ICH)ICH10RICH9R
SATA Ports66
SATA Datenrate3 Gb/s3 Gb/s
SATA RAID0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeine
USB 2.0 Ports1212
HD-Audiojaja
GBit-LANjaja
PCI-Express x166
TDP in Watt4,54,3

Die Neuerungen liegen lediglich im Detail, bespielsweise in Form von Intels Remote Wake Technology: Während sich der PC im Ruhemodus befindet, kann er über das Internet geweckt werden. So muss der PC nicht immer angeschaltet sein, damit man extern auf seine Daten zugreifen kann. Zur Annahme von VOIP-Anrufen ist diese Technologie ebenfalls geeignet.

Zwei weitere, interessante Funktionen, welche allerdings auch die ICH9R bereits beherrscht, sind:




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Lieferumfang
Ein Blick auf die aktuellen Straßenpreise für das MSI Eclipse SLI sorgt für Ernüchterung: 320 Euro muss man derzeit für diese Hauptplatine auf den Tisch legen, hinzu kommen mindestens 280 Euro für den derzeit preiswertesten Core i7 Prozessor mit der Modellnummer 920. Wer soviel Geld investiert erwartet auch einen umfassenden Lieferumfang. Mal sehen, was MSI zu bieten hat:


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Die D-LED 2 Platine kam bei unserem frühen Testmuster noch ohne Kunststoffgehäuse. Sie wird unten rechts auf das Mainboard gesteckt und zeigt die Bootmeldungen in Textform an, was die Fehlersuche bei Startproblemen erheblich erleichtert. Der Temperaturfühler wird mit dem D-LED 2 Display verbunden und kann am Kühlprofil eines beliebigen Bauteils befestigt werden.


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Das Green Power Genie dient in Verbindung mit dem Green Power Center zur Auswertung des Stromverbrauchs. Dieser Adapter wird zwischen der 24-Pin ATX-Buchse der Hauptplatine und dem Netzteil eingeschleift, zudem wird er mit einem quadratischen Abgriff auf dem Mainboard verbunden. Weitere Details zum Green Power Center gibt es im Kapitel zum Stromverbrauch.


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Anschlüsse
Das Anschlusspanel des MSI Eclipse SLI ist gut bestückt. Neben acht USB 2.0-Anschlüssen finden sich hier zwei eSATA-Ports, ein Anschluss für Firewire-Geräte und zwei Gigabit-LAN Buchsen.


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Zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse befinden sich auf einem im Lieferumfang enthaltenen Bracket. Ein zweites Slotblech führt zwei zusätzliche eSATA-Buchsen und einen Stromanschluss heraus.


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Doch halt, wo sind denn die Audio-Anschlüsse? MSI packt dem Eclipse SLI eine PCI-Express x1 Soundkarte mit Creative X-Fi Audio-Controller bei. Diese Soundkarte beherbergt folgende Buchsen:


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Das MSI Eclipse SLI ist eindeutig ein Mainboard mit Vollausstattung und wird somit seinem Premium-Charakter gerecht. Dennoch ist der aktuelle Straßenpreis zu hoch, 260 bis 280 Euro wären unserer Meinung nach angemessener.




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Layout #1
Betrachten wir nun das Motherboard selbst: Beim Eclipse setzt MSI auf eine neue Farbgestaltung, das PCB zeigt sich im gewohnten Schwarz und auch drei DIMM-Slots, die SATA-Anschlüsse der ICH10R und vier PCI-Express 2.0 Steckplätze bestehen aus schwarzem Kunststoff. Die zweite vorherrschende Farbe ist blau, welches für die restlichen DIMM-Slots, Laufwerksbuchsen und Steckplätze verwendet wurde. Die neue Farbgebung wirkt angenehm zurückhaltend und unasiatisch.


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Das dominierende Bauteil des MSI Eclipse ist seine Kühlung, dieser Chipsatzkühler arbeitet mit Heatpipes und verzichtet auf Lüfter. Zwei Heatpipes führen von der Southbridge bis zur Northbridge, ein zweiter Kühler befindet sich auf den MOSFETs hinter dem Anschlusspanel. Als Material für den Kühler hat MSI Kupfer gewählt. Kupfer ist im Vergleich zu Aluminium der bessere Wärmeleiter, erhöht das Gewicht des Mainboards jedoch deutlich. Der Kühler ist mit Pushpins am PCB befestigt.


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Bei der Northbridge handelt es sich um Intels neue X58, bei der Southbridge um die bereits bekannte ICH10R. Den Spannungswandler hat MSI 6-phasig ausgeführt. Je nach Last können einzelne Phasen deaktiviert werden, was das Eclipse SLI mit LEDs anzeigt. Hier sind beispielsweise alle sechs Phasen aktiv:


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Und auf dem folgenden Foto sind es lediglich zwei Phasen:


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Der ungewohnt aussehende CPU-Sockel besitzt 1366 Kontakte und ist ausschließlich für Intels Core i7 Prozessoren geeignet.


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Auch der Abstand zwischen den vier Bohrungen für die Befestigung des Prozessorkühlers ist gewachsen, so dass ein Quadrat mit einer Kantenlänge von 80 mm entstanden ist. Beim Sockel LGA775 sind es hingegen 72 mm, weshalb für den Sockel LGA1366 neue CPU-Kühler bzw. zumindest neue Befestigungsmechanismen benötig werden. Der mittlerweile übliche 8-Pin +12V-EPS-Anschluss befindet sich links oben hinter dem Anschlusspanel, ein 3-Pin-Header für den hinteren Gehäuselüfter ist links neben dem Northbridgekühler zu verorten.


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Da MSI sechs DIMM-Slots anbietet, rückt der Prozessor recht weit nach links und auch der Abstand zwischen CPU-Sockel und Arbeitsspeicher ist nicht allzu groß. Besonders ausladende CPU-Kühler werden daher problematisch, sobald sie auf sehr hohe Speichermodule treffen. Die schwarzen Slots müssen zuerst bestückt werden und zwar vom CPU-Sockel ausgehend. Erst nachdem jeder der drei Speicherkanäle mit einem Modul versehen wurde, kann man auch die blauen Steckplätze belegen. Der Drei-Kanal-Betrieb ist natürlich nur mit drei oder sechs Speicherriegeln möglich.


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Oberhalb der ersten beiden DIMM-Slots befindet sich der 4-Pin Abgriff für den CPU-Lüfter. Die 24-Pin ATX-Buchse hat MSI am rechten Rand der Platine platziert, gleich darunter liegt der quadratische 3-Pin Anschluss für das Green Power Genie.




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Layout #2
Auf dem MSI Eclipse finden wir sieben Steckplätze für Erweiterungskarten:

  1. PCI-Express 2.0 x1 (schwarz)
  2. PCI-Express 2.0 x16 (schwarz)
  3. PCI-Express 2.0 x1 (schwarz)
  4. 32-Bit PCI (blau)
  5. PCI-Express 2.0 x16 (schwarz)
  6. 32-Bit PCI (blau)
  7. PCI-Express 2.0 x16 (blau)


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Die beiden oberen PEG-Slots sind schwarz und mit vollen 16 Lanes angebunden, sie sollten daher für Einzelkarten, SLI- oder CrossfireX-Konfigurationen verwendet werden. Der untere PCIe-x16-Steckplatz wurde blau gefärbt, er verfügt über lediglich vier Lanes und eignet sich zudem nur für Grafikkarten mit einem Kühler im 1-Slot-Design. Da sich direkt unter diesem Steckplatz zahlreiche Anschlüsse befinden, ist seine Bestückung problematisch.


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Das MSI Eclipse bietet sechs schwarze und vier blaue SATA II Anschlüsse, hinzu kommt ein ebenfalls blauer ATA133-Kanal. Die schwarzen SATA II Ports werden über Intels ICH10R verwirklicht, für die blauen zeigt sich hingegen ein Controller von JMicron mit der Bezeichnung JMB363 verantwortlich, welcher inmitten dieser Anschlüsse zu finden und der via PCI-Express angebunden ist. Hinter den schwarzen und blauen SATA-Headern findet sich jeweils ein 3-Pin Anschluss für Gehäuselüfter.


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Auch MSI verbaut einen Power- und einen Reset-Taster (die "Easy Buttons") auf der Hauptplatine. Zudem findet sich hier ein dritter Taster mit der Aufschrift "D-LED 2", welcher die Anzeige des D-LED 2 Displays umschaltet. Rechts daneben wurde ein roter Block mit drei DIP-Schaltern platziert, dieser dient dazu, den Grundtakt der CPU zu verändern. Standardmäßig arbeitet der Core i7 mit 133 MHz, alternativ kann man auch 166 oder 200 MHz ausprobieren. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dieser Basistakt auch für den Speicher und die QPI-Anbindung verwendet wird.


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Am unteren Rand des Mainboards reiht MSI folgende Anschlüsse und Bauteile auf: Firewire-Abgriff, 3-Pin Lüfteranschluss, Taster und OC-DIP-Switch, zwei USB 2.0-Header, Abgriff für eine serielle Schnittstelle, Kontakte für ein TPM-Modul und die Gehäuseanschlüsse. Auf eine Floppy-Buchse hat der Hersteller verzichtet.


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Am linken Rand des PCB sehen wir einen VIA VT6308P Firewire-Controller vor dem unteren PCI-Steckplatz, gleich darüber folgt ein JMicron JMB362 SATA II Controller, welcher sich für die beiden eSATA-Ports verantwortlich zeichnet, sowie zwei Realtek RTL8111C Gigabit-LAN Controller. Während der SATA- und die beiden Ethernet-Controller über je eine PCI-Express Lane angebunden sind, handelt es sich bei dem Firewire-Controller um einen PCI-Chip.




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Testkonfiguration
Für diesen Test verwenden wir Intels Core i7 Extreme 965 Prozessor, welcher mit einer Taktrate von 3,2 GHz das derzeitige Spitzenmodell ist. Als Betriebssystem kommt Windows Vista Ultimate 64-Bit SP1 zum Einsatz, die Grafikkarte basiert auf AMDs Radeon HD 4870 X2 Dual-GPU Architektur und stammt wie das Mainboard aus dem Hause MSI. Hier alle Komponenten des Testsystems in der Übersicht:

Soundcheck

HINWEIS: Ein Nachtest mit einer ausgetauschten Soundkarte ist jetzt verfügbar!

Mit der Dreingabe einer Creative X-Fi basierenden PCI-Express-Soundkarte dürfte MSI dieses Kapitel bereits gewonnen haben, oder? Treiber und Software lassen sich ohne Probleme installieren, doch bereits beim Versuch, die Lautstärke zu ändern, passiert folgendes:


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Sollte irrtümlich das falsche Audiogerät - etwa die HDMI-Ausgabe der Grafikkarte - ausgewählt sein? Nein, der Soundblaster X-Fi ist aktuell gewählt:


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Und so kommt es, wie es kommen muss: Der Mixer von Creative verweigert uns und der X-Fi die Zusammenarbeit:


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Greifen wir nun auf den Mixer von Windows zu, sehen wir diese Warnung:


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Danach ist es uns nicht möglich, die beiden Stereokanäle auch nur annährend soweit auszupegeln, um mit dem Rightmark Audio Analyser 6.2.1 eine Messung vornehmen zu können. Dies gelingt erst mit der älteren Version 5.5 dieser Software und die Resultate sind erschreckend:

RMAA 5.5
24-Bit/96kHz
ASUS
P5Q-E
MSI
Eclipse SLI
MSI
P35 Neo2-FR
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringer=besser)
+0,05;-0,02+1,96;-2,24+0,02;-0,05
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-92,1-76,8-88,9
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
91,878,388,2
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,01233,6060,0056
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,01735,4760,029
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-89,8-77,9-85,3

Zum Vergleich führen wir das ASUS P5Q-E mit dem HD-Audio-Codec SoundMAX AD2000B sowie das MSI P35 Neo2-FR mit dem Realtek ALC888 auf. Normalerweise würden wir von einem Messfehler ausgehen, doch der Klang der Soundkarte ist tatsächlich deutlich verzerrt und ab 85 Prozent Lautstärke hört man nur noch einen übersteuerten Klangbrei. Angesichts des Treiberdatums - das Paket auf MSIs Webseite datiert auf den 26. April 2007 - begaben uns zu Creative und probierten die X-Fi Treiber in der aktuellen Version 2.18.0004 aus. Wie zu erwarten fanden diese kein unterstütztes Produkt, da es sich bei der mitgelieferten Karte ja nur um eine OEM-Lösung handelt.

Während wir am Audiotest arbeiteten, zeigte sich zudem, dass einer der Kanäle gelegentlich verstummte oder Windows Vista keinen Neustart durchführen konnte, da der Mixer hängengeblieben war. MSI sollte sich dieser Treiberproblematik schnellstmöglich annehmen, da derzeit nur der Name X-Fi gut klingt (zumindest unter Windows Vista 64-Bit).

Taktraten
Unter Last taktet das MSI Eclipse SLI den Core i7 Extreme 965 mit 3208,4 MHz und erschleicht sich folglich einen Mehrtakt von 8,4 MHz:


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Das Intel Extreme DX58SO legt hingegen nur 3200,1 MHz an, wodruch das MSI Eclipse SLI einen Taktvorteil von knapp 0,3 Prozent hat. Diese wirkt sich natürlich auch auf die Benchmarks aus.




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USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), welche wir über einen USB 2.0-Anschluss im I/O Panel des zu testenden Mainboards anschließen.

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten in MB/s (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
35.1
ASUS P5E3 Premium
ICH9R, BIOS 0151
35.1
MSI Eclipse SLI
ICH10R, BIOS 1.1B2
35.1
MSI P35 Neo
ICH9, BIOS BI34
35.1
MSI P965 Neo-F
ICH8, BIOS 1.6
35.1
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
26.3

Mit 35,1 MB/s erreicht die ICH10R des MSI Eclipse SLI ein Resultat im üblichen Rahmen.

IDE-Performance: ATA133
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir zudem die IDE-Burstrate gemessen. Folgende Festplatte kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten in MB/s (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
119.2
ASUS P5E3 Premium
JMicron, BIOS 0151
117.5
MSI P35 Neo
Marvell, BIOS BI34
116.1
MSI Eclipse SLI
JM363, BIOS 1.1B2
115.7
MSI P35 Neo2
Marvell, BIOS 1.8
114.2
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
108.2

Intel hat die Parallel-ATA Schnittstelle mit der Einführung seiner 965er-Chipsätze zu einem Relikt vergangener Zeiten erklärt. Wenn die Mainboardhersteller auch weiterhin einen Parallel-ATA Anschluss anbieten wollen, müssen sie einen zusätzlichen Controller integrieren. Beim MSI Eclipse SLI übernimmt diese Aufgabe ein JMicron JMB363, der bei dieser Messung eine mittlere Burstrate erreicht.

IDE-Performance: SATA 3,0 Gb/s
Wichtiger als die Leistung der Parallel-ATA Anschlüsse, welche oft nur noch für optische Laufwerke genutzt werden, ist der Datendurchsatz der Serial-ATA Controller. Folgende Festplatte kamen hierbei zum Einsatz:

S-ATA 3.0 Gb/s AHCI - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
174.3
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
170.3
ASUS M3N-HT Deluxe
Marvell eSATA
163.9
MSI Eclipse SLI
ICH10R, BIOS 1.1B2
159.0
MSI Eclipse SLI
JM363, BIOS 1.1B2
137.6
MSI Eclipse SLI
JM362, BIOS 1.1B2
0

Während es unsere Festplatte an der ICH10R im AHCI-Betrieb auf eine Burstrate von immerhin 159 MB/s bringt, messen wir am JMicron JMB363 lediglich 137,6 MB/s. Das hat seinen Grund, denn wir können nur zwischen RAID0, RAID1, JBOD und Normal als Betriebsmodi wählen, AHCI steht nicht zur Auswahl. Für den JMicron JMB362, welcher die beiden eSATA-Buchsen bedient, können wir zwar den AHCI-Betrieb aktivieren, doch dann misst HDTach völlig unrealistische Werte zwischen 3500 und 3600 MB/s. Dieses Problem trat auch im Zusammenspiel mit dem ASUS P5Q-E auf und eine Lösung ist uns bisher nicht bekannt. Aber sehen wir es positiv: Die Übertragungsrate der Festplatte lag bei beiden Motherboards im grünen Bereich.




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SiSoft Sandra 2009 Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen.

SiSoft Sandra 2009 Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.03
66.52
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
78.01
66.60
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
77.73
66.30
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
77.82
66.22

Das MSI Eclipse SLI taktet den Prozessor um 0,3 Prozent schneller, was sich auf die reinen CPU-Messungen auswirkt.

SiSoft Sandra 2009 Multimedia
Wir bleiben bei den synthetischen Messungen und betrachten nun typische Multimedia-Berechnungen.

SiSoft Sandra 2009 Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
161.73
125.09
68.76
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
161.76
125.11
68.73
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
161.29
124.75
68.15
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
161.26
124.84
68.60

Auch der Multimedia-Durchlauf geht dank des höheren Taktes an MSI, um den Taktvorteil bereinigt wären beide Mainboards gleich schnell.

SiSoft Sandra 2009 Kryptographie
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2009 messen kann. Getestet wird mit einer AES256 (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung und dem Secure Hash Algorithm (SHA256).

SiSoft Sandra 2009 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
578
536
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
577
536
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
576
536
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
575
536

Die schnellere Taktung des Prozessors wirkt sich nur auf die Verschlüsselung mit AES256 aus, beim Hashing sehen wir hingegen identische Werte.




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SiSoft Sandra 2009 Speicherbandbreite
Durch die Integration des Speicher-Controllers in die CPU und die Verbreiterung der Speicheranbindung auf bis zu 3 Kanäle verzeichnet der Core i7 eine deutlich höhere Speicherbandbreite als der FSB-limitierte Penryn. Mit SiSoft Sandra 2009 messen wir nach, wieviel Bandbreite den Anwendungen zur Verfügung steht.

SiSoft Sandra 2009 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20.70
20.70
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18.33
18.34
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20.71
20.73
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18.26
18.29

Unser Eclipse SLI zeigt mit DDR3-1066 CL7 einen leicht höheren Speicherdurchsatz als das Intel Extreme DX58SO, dafür liegt Intels Hauptplatine in Kombination mit DDR3-1333 CL8 in Front.

SiSoft Sandra 2009 Mehrkerneffizienz
AMDs Hauptargument für eine monolithische 4-Kern-Architektur war die schnellere Kommunikation zwischen den einzelnen Prozessorkernen. Während sich Intels 65 nm Kentsfield sowie der 45 nm Yorkfield aus zwei Dual-Core CPUs zusammensetzen, handelt es sich beim Nehalem ebenfalls um einen "echten" Quad-Core-Prozessr. Mit SiSoft Sandra 2009 messen wir die Bandbreite und die Latenzzeit zwischen den Kernen:

SiSoft Sandra 2009: Bandbreite Kern-Kern in GB/s (höhere Werte sind besser)
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
38.67
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
38.25

Dank des höher getakteten Prozessors erreicht das MSI Eclipse SLI auch eine höhere Bandbreite zwischen den Kernen.

SiSoft Sandra 2009: Latenz Kern-Kern in ns (niedrigere Werte sind besser)
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17

Die Latenz blieb hingegen unangetastet, was auch zu erwarten war.

SiSoft Sandra 2009 Cache/Speicherlatenz
Interessant sind natürlich auch die Latenzen von Arbeitsspeicher und Cache, denn der Nehalem hat ja nicht nur einen integrierten Speicher-Controller bekommen, sondern auch eine dritte Cache-Ebene:

SiSoft Sandra 2009: Latenz L1/L2/L3 in Clocks; Speicher in ns (niedrigere Werte sind besser)
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4
10
50
73
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4
11
53
76

Während beide Mainboards Zugriffe auf den L1-Cache in vier Taktzyklen ausführen, greift das MSI Eclipse SLI aggressiver auf den L2- und L3-Cache zu, was in Verbiundung mit einigen Anwendungen Leistungsvorteile bringen kann.

SiSoft Sandra 2009: Bandbreite L1/L2/Cache-Speicher in GB/s (niedrigere Werte sind besser)
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
253.83
223.83
64.52
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
253.28
224.27
64.60

Bei den Bandbreiten kann man allerdings keinen Vorteil für das eine oder andere Mainboard erkennen.




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Cinebench 10 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 10 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance.

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18321
4500
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18324
4501
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18377
4248
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18425
4266

Während das Intel Extreme DX58SO den Multi-Thread-Durchlauf mit einem leichten Vorsprung für sich entscheiden kann, passiert bei Verwendung eines einzelnen Threads etwas Seltsames: Mit DDR3-1066 CL7 ist das MSI Eclipse SLI um 5,51 Prozent besser, mit DDR3-1333 CL8 kann das Mainboard sogar 5,93 Prozent auf das Resultat der Intel Platine packen. Doch woher kommt diese Leistung? Die Vermutung liegt nahe, dass der Turbo-Modus den belasteten Kern hochtaktet, doch dieser wurde im BIOS deaktiviert und CPU-Z zeigt keine Taktsteigerung an.

POV-Ray 3.70 Beta 29 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.70 Beta 29 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
4027
787
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4009
781
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
4026
784
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4017
783

Die Unterschiede bei POV-Win sind gering, auch bei Verwendung eines einzelnen Kernes sehen wir keinen Vorteil für das MSI Eclipse SLI. Damit können wir das Eingreifen des Turbo-Modus entgültig ausschließen.




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7-Zip 4.60 Beta: Benchmark
Der Packer 7-Zip enthält ein Benchmark-Tool, welches die Leistung beim Komprimieren und Dekomprimieren von Daten ermittelt. Im Gegensatz zum Programm selbst, welches maximal zwei Kerne auslastet, kann das Tool auch mit acht Threads umgehen.

7-Zip 4.60 Beta Benchmark: 8, 2 und 1 Threads in MIPS
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18194
6452
3492
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17989
6455
3458
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
17987
6426
3446
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17866
6396
3418

Verwenden wir nur einen Thread, ist das MSI Eclipse SLI um knapp 1,2 Prozent schneller. Bei zwei Threads verringert sich dieser Leistungsgewinn auf 0,9 Prozent und bei acht Threads bleibt lediglich eine Steigerung um 0,7 Prozent übrig.

7-Zip 4.60 Beta: Packen
Nach der Theorie kommen wir nun zur Praxis und packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da 7-Zip beim Packen maximal zwei Kerne verwendet, machen wir einen Durchlauf mit einem und einen zweiten mit zwei Threads.

7-Zip 4.60 Beta Packen: 2 Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
96
213
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
99
219
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
97
213
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
101
221

Sobald wir tatsächlich eine Datei packen, dreht sich dieses Verhältnis: Solange nur ein Thread genutzt wird, bleibt der Vorsprung des MSI Eclipse SLI bei nicht einmal einem Prozent. Werden zwei Kerne genutzt, ist das Eclipse jedoch knapp zwei Prozent schneller. Bei Verwendung von DDR3-1333 herrscht dann wieder Gleichstand zwischen den beiden Hauptplatinen.

WinRAR 3.80: Packen
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR. WinRAR geht hierbei sogar noch einen Schritt weiter als 7-Zip, denn es kann seine Arbeit auf 8 Threads verteilen. Abermals packen wir die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite und stoppen die Zeit.

WinRAR 3.80 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
124
257
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
127
268
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
130
261
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
133
272

Im Multi-Thread-Durchlauf erarbeitet sich das MSI Eclipse SLI einen Vorsprung von ca. 4,5 Prozent auf das Intel Extreme DX58SO, verwenden wir nur einen Kern, sind es immerhin noch 1,5 Prozent. Diese Leistungsunterschiede sind überraschend, entsprechen sie doch einem Mehrtakt von ca. 144 MHz.

WinAce 2.69: Packen
Als dritte und letzte Kompressionssoftware sehen wir uns WinAce in der Version 2.69 an. Während WinRAR die Berechnung auf acht Threads verteilen kann und 7-Zip zumindest zwei Threads verwendet, ist WinAce nur singlethreaded programmiert. Packen wir also ein letztes Mal die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite.

WinAce 2.69 Packen: 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
200
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
202
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
204
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
204

Auch WinAce kann das MSI Eclipse SLI für sich entscheiden. Hier liegt sein Vorpsung bei ein bis zwei Prozent.




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DivX 6.8.4: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir mit DivX 6.8.4 eine 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach DivX HD1080P konvertieren und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Die Zeitmessung läuft vom Beginn der Konvertierung bis zur Fertigstellung der Menüstruktur.

DivX 6.8.4: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
69.90
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
72.37
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
77.17
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
76.89

Dachten wir bei Cinebench und WinRAR bereits, dass 5,5 bzw. 4,5 Prozent erstaunlich große Unterschiede seien, beendet DivX das Encoding mit DDR3-1066 CL7 um 5,9 Prozent früher. Mit DDR3-1333 CL8 ist das Programm sogar um 9,4 Prozent schneller.

Nero Vision 9: Video-Encoding
Nero Vision ist in der beliebten Brenn- und Authoring-Suite Nero 9 enthalten. Wir nutzen dieses Programm, um unsere 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach MPEG2 HDTV 1080i zu exportieren. Diese Umwandlung an sich mag nicht sonderlich sinnig sein, doch Nero Vision nutzt hierbei mehr als vier Threads, so dass der Core i7 sein Hyperthreading ins Spiel bringen kann.

Nero Vision 9: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
86.75
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
88.06
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
87.92
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
89.68

Die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Hauptplatinen fallen bei Nero Vision 9 deutlich geringer aus: Wir messen einen Vorteil von 1,8 Prozent für das MSI Eclipse SLI mit DDR3-1066 CL7, wird der Speicher als DDR3-1333 CL8 betrieben, sind es leidglich 1,3 Prozent.

Windows Movie Maker: Video-Encoding
Als dritte und letzte Video-Software verwenden wir den Windows Movie Maker, welcher zum Lieferumfang von Windows Vista Ultimate gehört. Abermals konvertieren wir die 120 Sekunden lange Videosequenz - diesmal von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) in Windows Media HD1080p - und stoppen die Zeit. Da diese Software deutlich abweichende Ergebnisse zeigte, haben wir die Zahl der Messläufe von drei auf fünf erhöht.

Windows Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
69.04
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.18
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
71.37
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.57

Auch den dritten Video-Test kann das MSI Eclipse SLI für sich entscheiden, mit DDR3-1066 CL7 ist es um ein halbes Prozent schneller, mit DDR3-1333 CL8 sind es sogar knapp 3,3 Prozent.




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Lame 3.98.2: Audio-Encoding
Lame ist ein beliebter, quelloffener Audio-Encoder, mit dem wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) in MP3 (320 kbps, 44,1 KHz) umwandeln. Wir verwenden die Qualitätseinstellung VHQ (Very High Quality). Lame nutzt in diesem Test lediglich einen Thread.

Lame 3.98.2: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
230
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
231
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
232
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
233

Lame reagiert eigentlich nur auf den CPU-Takt, so dass wir aufgrund der schnelleren Taktung einen Vorteil von 0,3 Prozent für das MSI Eclipse SLI erwarten. Doch der Vorsprung beläuft sich auf 0,9 Prozent und fällt somit etwas größer aus.

Audacity 1.3.5: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir unsere 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und ändern die Geschwindigkeit von 33,33 auf 45 Umdrehungen pro Minute. Dies ist eine typische Bearbeitungsaufgabe, wenn eine Schallplatte mit der falschen Geschwindigkeit digitalisiert wurde oder die geringere Drehzahl genutzt wurde, um die Auswirkung von Kratzern zu minimieren.

Audacity 1.3.5: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
102
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
100
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
99
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
99

Bei Audacity setzt sich das Intel Extreme DX58SO durch und benötigt ein bis drei Prozent weniger Zeit für die Umrechnung.

OpenOffice.org 3.0.0: PDF-Export
Kommen wir nun zu einer Office-Anwendung. OpenOffice.org ist eine komplette, quelloffene Office-Suite und wir werden ein Text-Dokument (ODT, 96,8 MByte) mit aufwändigem Layout und zahlreichen Fotos als PDF exportieren. Die exportierte PDF-Datei hat eine Größe von 11,6 MByte. Wir stoppen die Zeit, welche OpenOffice.org für diese alltägliche Büroaufgabe benötigt.

OpenOffice.org 3.0.0: PDF-Export in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
24.20
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
23.91
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
24.01
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
23.54

Auch der PDF-Export mit OpenOffice.org funktioniert auf dem Intel Extreme DX58SO ein wenig schneller als mit dem MSI Eclipse SLI.




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3DMark06 1.1.0: CPU-Wertung
Der beliebte 3D-Test 3DMark06 enthält eine CPU-Wertung, welcher wir uns im Folgenden ansehen wollen. Dieses Benchmarkprogramm kann mehr als vier Threads nutzen, so dass der Nehalem sein Hyperthreading anwenden kann.

3DMark06: CPU-Wertung
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
5669
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
5670
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
5585
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
5569

Dieser Test geht wieder an das MSI Eclipse SLI, welches 1,5 bis 1,8 Prozent mehr Punkte holt.

3DMark06 1.1.0: Gesamtwertung
In die Gesamtwertung von 3DMark06 fließen neben der CPU-Messung auch jeweils zwei Grafiktests mit Shader Model 2.0 und 3.0 (HDR) ein. Das Shader Model 3.0 Ergebnis dominiert dabei die Wertung. Wir haben diesen Testlauf in der Auflösung 1280 x 1024 ohne Kantenglättung durchgeführt, als Grafikkarte kam eine MSI R4870X2-T2D2G-OC mit Grafiktreiber Catalyst 8.10 zum Einsatz.

3DMark06: Gesamtwertung
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20560
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
20601
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
19963
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
19423

Berücksichtigt man neben der CPU-Messung auch die Resultate der 3D-Durchläufe, steigt der Vorsprung des MSI Eclipse SLI auf deutliche 3 bis 6 Prozent.

Assassin's Creed 1.02
Das Spiel Assassin's Creed feierte zunächst auf den Spielekonsolen Erfolge, bevor es - inklusive DirectX 10 Unterstützung - auch für den PC veröffentlicht wurde. Da wir das System und nicht die Grafikkarte testen wollen, beschränken wird die Auflösung auf 1280 x 1024 Bildpunkte, Effekte sind an, Multisampling steht auf 1/3, Schatten auf 3/3 und Qualität sowie Detail auf 4/4. Zum Ermitteln der Framerate verwenden wir das Tool Fraps und da solche Messungen immer um einige Frames schwanken, machen wir je nach Grad der Abweichungen zwischen fünf und zehn Durchläufe.

Assassin's Creed: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.19
246.00
48.25
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.71
232.00
45.33
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
70.36
237.67
44.67
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
74.46
239.33
43.33

Dank des Creative X-Fi Audio-Controllers, welcher im Gegensatz zu HD-Audio-Codecs die CPU nicht sonderlich belastet, hat das MSI Eclipse SLI bei Spielen einen klaren Vorteil. Den kann es bei Assassin's Creed allerdings erst mit DDR3-1333 CL8 zünden, dennoch ist die um 11,1 Prozent höhere Framerate, welcher wir als Durchschnitt aus zehn Messläufen erhalten, alles andere als schlecht.




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Crysis
Das Spiel Crysis baute extrem hohe Erwartungen auf und konnte diese trotz vielversprechender Ansätze nicht ganz einlösen. Insbesondere die hohen Anforderungen an die Hardware sowie der schnell eingestellte Support sorgten bei vielen Spielern für Enttäuschung. Wir messen die Framerate mit dem Crysis Benchmark Tool 1.05 und dem CPU-optimierten Testlauf. Kantenglättung wird nicht verwendet, die Auflösung wurde auf 1280 x 1024 Bildpunkte festgelegt, die Qualität auf hoch. Da die Ergebnisse mit DirectX 10 in Verbindung mit 64-Bit zum Teil keinen Sinn ergaben, haben wir das Spiel mit DirectX 9 vermessen.

Crysis: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.41
105.03
44.82
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
75.33
97.54
51.47
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
76.24
98.95
50.37
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.73
94.30
41.49

Dank der diskreten Audio-Lösung legt Crysis mit dem MSI Eclipse SLI um 2,17 Prozent (DDR3-1066 CL7) bzw. 2,85 Prozent (DDR3-1333 CL8) an Leistung zu.

Crysis mit 4-facher Kantenglättung
Das Zuschalten der vierfachen Kantenglättung sollte die Unterschiede zwischen den einzelnen Durchläufen verringern, da nun die Grafikkarte und nicht der Prozessor zum limitierenden Faktor wird. Abermals verwenden wir das Crysis Benchmark Tool 1.05 mit dem CPU-optimierten Testlauf in der Auflösung 1280 x 1024.

Crysis: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
64.68
79.24
37.13
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
64.11
81.38
36.85
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
63.78
78.29
37.88
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
63.71
80.71
39.45

Aufgrund der Kantenglättung, welche primär die Grafikprozessoren belastet und die CPU in den Hintergrund schliebt, fallen die Vorteile für das MSI Eclipse SLI in diesem Durchlauf geringer aus. Wir messen eine Steigerung der Framerate um 0,63 Prozent (DDR3-1066 CL7) bzw. 1,41 Prozent (DDR3-1333 CL8).




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Company Of Heroes 1.71
Praktischerweise beinhaltet das Spiel Company Of Heroes ein integriertes Benchmark-Tool. Wir verwenden die Version 1.71 dieses Spiels im DirectX 10 Betrieb, mit aktuelleren Patches fror der Test nämlich immer wieder ein (möglicherweise weil der Kaffee von Soldat Hans so unglaublich mies ist?). Für die Messungen war es erforderlich, das Spiel mit der Option -novsync zu starten, da die Framerate ansonsten auf ca. 60 fps beschränkt wird. Abermals verwenden wir eine Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und verzichten auf jegliche Kantenglättung.

Company Of Heroes 1.71: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
138.83
311.40
58.60
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
137.03
315.63
56.63
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
126.40
280.13
48.57
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
123.50
270.00
44.50

Deutlicher als Crysis profitiert das Spiel Company Of Heroes vom MSI Eclipse SLI. Die Framerate steigt im Schnitt um ca. 10 Prozent.

Company Of Heroes 1.71 mit 4-facher Kantenglättung
Wie wird sich die Kantenglättung auf Company Of Heroes auswirken? Wir verwenden das integrierte Benchmark-Tool mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und starten das Spiel mit der Option -novsync.

Company Of Heroes 1.71: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
131.03
268.53
56.57
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
131.87
275.60
48.73
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
118.0
273.0
51.0
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
121.8
269.0
40.9

Selbst wenn wir die Kantenglättung zuschalten, ist das MSI Eclipse SLI rund 10 Prozent schneller als das Intel Extreme DX58SO.




Im Test: MSI Eclipse SLI, Luxus-Platine für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 16 von 22

Call Of Juarez
Testet man Grafikkarten, verhält sich das Benchmark-Demo von Call Of Juarez parteiisch und ist mit Vorsicht zu genießen. Für unsere heutigen Zwecke ist dieser DirectX 10 Grafiktest jedoch gut geeignet und wir starten ihn mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Call Of Juarez: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
113.80
256.40
58.10
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
113.60
256.40
58.10
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
110.80
256.40
56.80
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
110.50
256.40
56.80

Call Of Juarez testen wir ohne Sound, der Creative X-Fi kann diesmal also keine Vorteile bringen. Dennoch ist das MSI Eclipse SLI um 2,7 bis 2,8 Prozent schneller.

Call Of Juarez mit 4-facher Kantenglättung
Zum Abschluss lassen wir auch Call Of Juarez mit 4-facher Kantenglättung und einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten laufen.

Call Of Juarez: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
98.3
232.6
41.3
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
98.2
232.6
41.3
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
95.8
213.9
37.0
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
96.1
232.6
40.6

Nur unwesentlich geringer fällt die Steigerung der Framerate bei Verwendung der Kantenglättung aus: 2,2 bzw. 2,6 Prozent sind deutlich mehr als eine Messtoleranz.




Im Test: MSI Eclipse SLI, Luxus-Platine für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 17 von 22

Stromverbrauch: Green Power Center

HINWEIS: Ein Nachtest mit neuen Versionen der MSI Programme ist jetzt verfügbar!

MSI liefert ein Programm namens Green Power Center sowie einen Adapter, welcher zwischen Netzteil und Motherboard eingeschleift wird, mit. Dieser Adapter, das so genannte Green Power Genie, soll die Überwachung des Stromverbrauchs in Echtzeit ermöglichen. Die Software soll durch vorgefertigte Profile sowie mit manuellen Justierungen einen besonders energieeffizienten Betrieb des Computers ermöglichen. Doch bereits beim Start gibt es Probleme:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Obwohl diese Software für Windows Vista 64-Bit freigegeben wurde, fehlt ein signierter Treiber. Auf der Suche nach einer aktualisierten Fassung luden wir von MSIs Webserver den MSI Dual Core Center 2.0.4.5 herunter, welcher für das MSI Eclipse SLI und Windows Vista 64-Bit geeignet sein soll. Nach der Installation verweigert der Dual Core Center 2.0.4.5 allerdings den Start:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wo wir gerade dabei sind - auch der Overclocking Center verhält sich solidarisch und mag das Sicherheitskonzept von Windows Vista so gar nicht leiden:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

So langsam vermissen wir Windows XP, denn mit Windows Vista 64-Bit scheint MSI seine Software nicht getestet zu haben. Schade, denn eine solche High-End-Plattform schreit geradezu nach DirectX 10 und einem 64-Bit Betriebssystem. Doch kommen wir zurück zum Green Power Center: Trotz der Warnung läd das Programm und bietet uns neben dem Standard-Betrieb die Profile "Optimize" und "Max Power Saving" sowie eine manuelle Konfiguration:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das Green Power Center zeigt beispielsweise an, wieviele Phasen die Spannungswander der CPU (max. 6), der Northbridge (max. 2) und des Speichers (max. 2) aktuell verwenden:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Was die Angaben zum Stromverbrauch betrifft, sind wir allerings äußerst skeptisch: Wie kann es beispielsweise sein, dass der gesamte Stromverbrauch zuweilen mit dem des Prozessors identisch ist. Zudem schwankt die Anzeige für den Gesamtverbrauch ohne Last im Green Power Center zwischen 34 und 89 Watt, während der Strommesser am Netzteil vergleichsweise konstante 108 bis 110 Watt misst.




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Stromverbrauch: Messungen
Kommen wir nun zu den Stromverbrauchsmessungen: Wir messen die Leistungsaufnahme des kompletten Systems mit dem festen Takt von 3,2 GHz (fix), im Turbo-Modus mit einem maximalen Multiplikator von 27 bzw. 3,60 GHz (turbo) sowie mit den Einstellungen "Optimize" und "Max Power Saving" des Green Power Center. Während bei "Optimize" lediglich die Möglichkeit zum Abschalten einzelner Phasen genutzt wird, reduziert "Max Power Saving" den Prozessortakt dauerhaft auf 1,6 GHz. Zugleich wird die an der CPU anliegende Spannung auf 1,112 Volt abgesenkt.

Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
MSI Eclipse SLI
3,20+GHz turbo
DDR3-1333CL8/3Ch
109
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
109
MSI Eclipse SLI
3,20GHz optimze
DDR3-1066CL7/3Ch
109
MSI Eclipse SLI
1,60GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
103
Intel Extreme DX58SO
3,20+GHz turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
97
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
94

Ohne Last sehen wir einen klaren Vorteil für das Intel Extreme DX58SO. Dies ist allerdings kaum verwunderlich, da das MSI Eclipse SLI über eine deutlich bessere Ausstattung verfügt und zudem die Soundkarte mit Strom versorgen muss. Weiterhin können wir feststellen, dass beim Eclipse der Stromverbrauch im Idle-Betrieb nicht ansteigt, wenn der Turbo-Modus aktiviert wurde. Allerdings fällt er auch nicht, wenn das Mainboard die Phasen reduziert.

Stromverbrauch Last 1 Thread; 2 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI Eclipse SLI
3,20+GHz turbo
DDR3-1333CL8/3Ch
154
178
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
136
152
MSI Eclipse SLI
3,20GHz optimze
DDR3-1066CL7/3Ch
138
153
MSI Eclipse SLI
1,60GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
114
124
Intel Extreme DX58SO
3,20+GHz turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
146
179
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
127
145

Werden ein oder zwei Threads gestartet, bleibt das Intel Extreme DX58SO dennoch das sparsamere Mainboard. Durch den Turbo-Modus steigt der Stromverbrauch des MSI Eclipse SLI um 18 bzw. 26 Watt, das ist etwas weniger als beim Intel Extreme DX58SO, dessen Durst um 19 bzw. 34 Watt zulegt. Grund für den gestiegenen Verbrauch ist eine Anhebung der CPU-Spannung von 1,180 auf 1,280 Volt. Abermals bringt das Optimze-Profil keinen Vorteil.

Stromverbrauch Last 4 Thread; 8 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI Eclipse SLI
3,20+GHz turbo
DDR3-1333CL8/3Ch
198
198
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
188
188
MSI Eclipse SLI
3,20GHz optimze
DDR3-1066CL7/3Ch
187
189
MSI Eclipse SLI
1,60GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
135
138
Intel Extreme DX58SO
3,20+GHz turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
236
239
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
198
200

Setzen wir den Prozessor unter Volllast, bleibt das MSI Eclipse SLI um 10 bis 12 Watt unter dem Intel Extreme DX58SO. Im Turbo-Modus sehen wir sogar Verbrauchsunterschiede von bis zu 40 Watt, doch diese liegen keinesfalls im sparsamen Design des Eclipse begründet. Während das Intel Extreme DX58SO den Core i7 Extreme 965 zumindest meistens auf 3,6 GHz hält, taktet MSIs Hauptplatine den Prozessor lediglich zwischen 3,25 und 3,55 GHz. Entweder die Stromstärke oder die Abwärme werden von dem Motherboard als grenzwertig erachtet.




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Übertakten
Wie wir beim Test der Core i7 Prozessoren erfahren mussten, ist Intels Turbo-Modus alles andere als eine akzeptable Lösung für Übertakter. Standardmäßig werden die Kerne lediglich um eine Stufe bzw. 133 MHz schneller. Nur wenn ausschließlich ein Kern belastet wird, wird eine zweite Stufe und somit um 266 MHz hochgeschaltet. Für den Core i7 bedeutet dies eine Leistungstseigerung zwischen 5 und 10 Prozent und das ist recht mager. Nur beim Spitzenmodell Core i7 Extreme 965 lassen sich diese Grenzen erweitern, doch mehr als einen Multiplikator von 27 und eine Taktrate von 3,6 GHz konnten wir auf diese Weise nicht erreichen.

Volle Leistung? Nicht immer:

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1. Turbo-Modus
Ein weiteres Problem ist die Power Control Unit (PCU), denn auch die 3,6 GHz sind uns keinesfalls sicher! Falls die Stromstärke auf 110 Ampere oder die Wärmeabgabe auf 130 Watt steigen sollte, wird der Prozessor heruntergetaktet, ganz egal welcher Multiplikator gewählt wurde. Wie wir beim Test des MSI Eclipse SLI erfahren konnten, ist der Core i7 beim Übertakten ein ziemlicher Schluckspecht. Weder mit einer TDP von 130 Watt noch mit 150 Watt wollte der Prozessor die 3,6 GHz unter Last halten. Erst als wir die Schwelle auf 175 Watt setzten, erreichten wir dauerhaft die gewünschte Taktrate. Dies lässt sich ganz gut mit dem Rendering-Test (multi threaded) von Cinebench 10 belegen:

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads in CB
MSI Eclipse SLI
turbo 175W
DDR3-1066CL7/3Ch
20458
MSI Eclipse SLI
turbo 150W
DDR3-1066CL7/3Ch
19890
MSI Eclipse SLI
turbo 130W
DDR3-1066CL7/3Ch
19044
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
18324
Intel Extreme DX58SO
turbo 130W
DDR3-1066CL7/3Ch
19997
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
18425

Mit der Begrenzung auf 130 Watt verbrauchte das komplette System maximal 200 Watt, die Steigerung der TDP-Grenze auf 150 Watt hat auch einen Anstieg des Stromverbrauchs auf 220 Watt zu Folge. Schalteten wir 175 Watt frei, verbrauchte unser Testsystem 235 Watt - die CPU blieb folglich unter dem Schwellenwert. Ausgehend vom Standardtakt erkaufen wir uns zusätzliche 400 MHz mit einem Mehrverbrauch von 47 Watt, das ist alles andere als ein Schnäppchen.

2. Basistakt

HINWEIS: Im Rahmen unseres Nachtests mit dem BIOS 1.21 konnten wir Verbesserungen beim Übertakten feststellen.

Wer den Turbo-Modus aufgrund des hohen Stromverbrauchs vermeiden möchte, kann alternativ den Bezugstakt von 133 MHz anheben. Beim Intel Extreme DX58SO erreichten wir auf diese Weise allerdings nur 140 MHz und somit einen CPU-Takt von 3,36 GHz. Jede weitere Erhöhung machte das System instabil. Beim MSI Eclipse SLI waren wir zunächst optimistischer, da das Mainboard auch mit 166 MHz bzw. 4,0 GHz booten konnte, doch bereits CPU-Z führte zum Bluescreen. Am Ende war die höchste stabile Taktrate abermals mit 140 MHz erreicht:


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1,192 Volt sind moderat und der Stromverbrauch des Gesamtsystems bleibt mit 196 Watt im Rahmen (bei 3,2 GHz waren es 188 Watt), doch eine Übertaktung um 160 MHz ist leider alles andere als prickelnd!




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Übertakten: 3. DIP-Schalter
Bleiben noch die DIP-Schalter, mit denen man den Basistakt auf 166 bzw. 200 MHz anheben kann. Bei 200 MHz schaffte es das MSI Eclipse SLI nicht ins BIOS, somit mussten wir uns mit 166 MHz begnügen. Zusammen mit dem Multiplikator 24 kommen wir auf 4,0 GHz, doch dabei ist das System höchst instabil. Wenn wir auf 23 zurückgehen, erreichen wir immerhin noch 3,83 GHz. Allerdings liegt dieser Takt auch ohne Last an, denn wir müssen zur Absenkung des Multiplikators EIST deaktivieren:


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Die QPI-Anbindung haben wir auf 4,8 GT/s reduziert, hieraus ergeben sich bei einem Bezugstakt von 166 MHz exakt 3,0 GHz. Da sich auch der Speichertakt aus dem Basistakt errechnet, senkten wir den zuständigen Multiplikator von 4 auf 3 ab. Und wo wir nun mit DDR3-1000 arbeiten, wählten wir scharfe Latenzen von CL5-6-6-15 1T:


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Ohne Last legt das Mainboard bereits 1,448 Volt an, also 0,256 Volt über dem Standard. Der Stromverbrauch des Systems schnellt somit von 109 auf 156 Watt hoch! Und was passiert unter Last?


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1,568 Volt bzw. 0,376 Volt über dem Standard bewirken einen Stromverbrauch von sage und schreibe 355 Watt! Wir erinnern uns: Ohne Übertaktung liegt der Stromverbrauch bei Volllast um die 188 Watt, wir haben den Stromverbrauch für 630 MHz Mehrtakt beinahe verdoppelt. Setzen wir nun die durch die Übertakung gewonnene Rechenleistung in ein Verhältnis zum Mehrverbrauch:

Cinebench 10 64-Bit multithreaded Rendering in 100CB
vs Stromverbrauch 8 Threads in Watt
MSI Eclipse SLI
3,83GHz dip166
DDR3-1333CL8/3Ch
210.91
355
MSI Eclipse SLI
3,60GHz turbo27
DDR3-1333CL8/3Ch
204.58
235
MSI Eclipse SLI
3,36GHz bus140
DDR3-1333CL8/3Ch
195.03
196
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
183.24
188

Ein trauriges Bild! Der Core i7 ist ein hoch problematischer Prozessor, wenn es zum Übertakten kommt. Das MSI Eclipse SLI macht seine Sache besser als das Intel Extreme DX58SO, dennoch empfinden wir die ungefragte und zugleich massive Spannungserhöhung beim Anheben des Bustaktes als suboptimal.




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Stabilität
Das MSI Eclipse SLI erreichte uns mit dem BIOS 1.0 und bereits diese BIOS-Version hinterließ einen guten Eindruck. Es folgten Updates auf 1.1 Beta 1 und 1.1 Beta 2, welche nun auch die Nutzung des im BIOS enthaltenen Flash-Programms erlauben. Für eine solch junge Plattform hinterlässt das Eclipse einen sehr ausgereiften Eindruck und war im Test auch ein wenig unproblematischer als unsere Referenzplatine Intel Extreme DX58SO.

Die Stabilität des Systems haben wir in zwei Schritten getestet: Zunächst wurden die verschiedenen Speicherkonfigurationen mit Memtest86+ validiert, je Konfiguration führten wir mindestens fünf Durchläufe durch:

Speichertest: Memtest86+
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,50V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte

Seit dem BIOS 1.1 Beta 2 gibt es keine Probleme mehr mit der Speicherkompatibilität, sowohl mit drei als auch mit sechs Modulen verhält sich das MSI Eclipse SLI vorbildlich. Dass wir für die Speicherriegel von Super Talent 1,60 bzw. 1,65 Volt anlegen müssen hat seinen Grund: Die auf diesem Modulen verbauten Chips des Herstellers Micron lassen sich zwar sehr hoch takten, benötigen hierfür jedoch eine sehr hohe Spannung. Für DDR3-1600 oder DDR3-1833 müssten wir 1,80 bis 1,90 Volt anlegen, doch bereits oberhalb von 1,65 Volt kann es zu einer Beschädigung des Speicher-Controllers und somit zu einem Totalausfall des Prozessors kommen. Bis uns andere Module zur Verfügung stehen, begnügen wir uns daher mit DDR3-1333.

Im Anschluss folgte ein zwölfstündiger Lasttest der fehlerfreien Konfigurationen unter Windows Vista Ultimate 64-Bit. Hierbei kombinierten wir zwei Instanzen vom Prime95 mit 3DMark06:

Lasttest: 2x Prime95 + 3DMark06
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,50V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte

Auch der Lasttest gibt keinen Anlass zur Kritik: Beim Eclipse SLI hat MSI erstklassige Arbeit geleistet und bietet bereits zur Markteinführung des Core i7 ein stabiles und ausgereiftes Motherboard an.




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HINWEIS: Der Nachtest mit dem BIOS 1.21 ist jetzt verfügbar!

Fazit
Sehr GutDa es sich bei Intels Core i7 und dem X58 Chipsatz um eine neue Plattform handelt, ist der erste Mainboard-Test dieser Plattform noch ausführlicher ausgefallen als bei uns üblich. Im Großen und Ganzen konnte uns das MSI Eclipse SLI begeistern, denn diese Hauptplatine kombiniert eine mustergültige Ausstattung mit einer vorbildlichen Stabilität und einer beeindruckenden Performance. Letztere sorgt bei uns allerdings immer noch für Verwunderung, denn unser Referenzboard, das Intel Extreme DX58SO, wurde in einigen Tests regelrecht vorgeführt:

Andere Testläufe, beispielsweise SiSoft Sandra, POV-Ray, 7-Zip, Nero Vision 9, Lame, Audacity und OpenOffice reagieren hingegen kaum oder gar nicht. Da wir diese auffälligen Ergebnisse auf beiden Motherboards mit jeweils mehr als zehn Prüfungsläufen verifiziert haben, können wir zum jetzigen Zeitpunkt lediglich festhalten, dass es so ist.

Ob Firewire, Dual-Gigabit-LAN, eSATA, drei Storage-Controller oder drei Steckplätze für PCI-Express Grafikkarten inklusive Unterstützung für AMDs CrossFireX und NVIDIAs SLI - das MSI Eclipse SLI lässt keine Wünsche offen. Hierzu gehör auch die Creative X-Fi basierende Soundkarte für den PCI-Express-Steckplatz. Da eine diskrete Audiolösung den Prozessor bei Spielen entlastet, ist dieses Ausstattungsmerkmal erfreulich und wünschenswert, doch zumindest unter Windows Vista Ultimate 64-Bit wollte uns die X-Fi keine Freude bereiten: Der Klang war verzerrt, bei höheren Lautstärken übersteuert und die mitgelieferte Software - inklusive Mixer und Konfiguration - verweigerte die Zusammenarbeit. MSI bietet lediglich veraltete Treiber an, die aktuellen Treiber von Creative erkennen hingegen keine kompatible Soundkarte. Schade, aber so macht die X-Fi keinen Spaß.


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Mit Arbeitsverweigerung fielen MSIs Dual-Core-Center und Overclocking-Center auf, der Green-Power-Center beklagte zwar einen nicht signierten Treiber, startete dann aber trotzdem. Die Abschaltung einzelner Phasen brachte nach unseren Messungen keinen Vorteil für den Stromverbrauch, besonders sparsam arbeitet das Mainboard mit der Option "Max Power Saving", doch da die CPU hierbei nur mit halber Taktrate und reduzierter Spannung läuft, ist das keine große Kunst. Ansonsten braucht das Eclipse SLI ohne Last etwas mehr als das Intel Extreme DX58SO, was zum Teil auch der besseren Ausstattung des Eclipse geschuldet ist. Je stärker das Mainboard belastet wird, desto effizienter arbeitet der Spannungswandler von MSI und das Intel Extreme DX58SO gerät ins Hintertreffen.

Das Übertakten des Core i7 ist problematisch, da dieser Prozessor mit seiner Standardspannung nur wenig Spielraum bietet und auf jede Spannungserhöhung mit gewaltigen Leckströmen reagiert, welche den Stromverbrauch in astronomische Höhen schießen lassen. So lässt die Übertaktung um 630 MHz den Stromverbrauch unseres Testsystems um 167 Watt ansteigen. Dennoch: Während uns das Intel Extreme DX58SO im Grenzbereich mit Instabilitäten nervte, ist das Übertakten auf dem MSI Eclipse SLI sowohl einfacher als auch stabiler. Eine bittere Pille können wir am Ende jedoch nicht verschweigen: Der Preis des MSI Eclipse SLI liegt derzeit um die 320 Euro. Es gibt zwar einige Anbieter, welche dieses Mainboard zu Preisen von 260 bis 280 Euro in bekannte Preisvergleiche eingestellt haben, doch wenn man diese Produkte aufruft, findet man dort das preisgünstigere X58 Platinum und keinesfalls das Eclipse SLI.

Am Ende bleibt festzuhalten: Die Hardware ist Spitzenklasse, die Software hingegen noch unausgereift - und sie wurde offensichtlich nicht mit Windows Vista Ultimate 64-Bit validiert. Es bleibt ein sehr gutes Produkt, bei dem lediglich der astronomische Preis für Schwindelgefühle sorgt.




Unser Dank gilt:







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