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MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 1 von 24

Das Thema unseres heutigen Tests sind zwei Grafikkarten, welche im für viele Spieler besonders attraktiven Preisbereich zwischen 150 und 200 Euro angesiedelt sind. Beide Modelle stammen von MSI und setzen auf ein eigenständiges Design bei der Platine und dem Kühler. Doch während die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC auf Basis von NVIDIAs GeForce GTX 460 ein echter Verkaufsschlager ist, fällt die MSI R5830 Twin Frozr II mit AMDs ATi Radeon HD 5830 eher in die Kategorie Ladenhüter.

Doch besteht der Hype um NVIDIAs GeForce GTX 460 zu Recht? Für die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC spricht der geringere Preis von ca. 145 Euro, während man für die MSI R5830 Twin Frozr II auch über ein halbes Jahr nach ihrer Markteinführung noch um die 200 Euro investieren muss. Zugegeben, die MSI R5830 Twin Frozr II besitzt ein Drittel mehr Speicher und ihre Platine ist größer sowie aufwändiger umgesetzt, doch rechtfertigt dies einen Mehrpreis von knapp 38 Prozent?

Wer deutlich mehr Geld ausgibt will am Ende auch deutlich mehr Leistung sehen - und so ist dieser Testbericht in erster Linie ein Kräftemessen in diversen Spielen. Natürlich werden wir die Lautstärke und den Stromverbrauch ebenfalls nicht außer Acht lassen. Vergleichswerte der letztjährigen GPU-Generation liefert uns eine MSI R4890 Cyclone OC (AMD ATi Radeon HD 4890).

Technische Daten
Bevor wir uns die beiden Grafikkarten im Detail ansehen, betrachten wir die Eckdaten der verwendeten Grafikprozessoren. Während MSI bei der R5830 Twin Frozr II die von AMD vorgegebenen Taktraten umsetzt, sind unsere Vergleichskarte MSI R4890 Cyclone OC sowie das Modell MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC bereits herstellerseitig übertaktet. In den folgenden Tabellen finden sich die Angaben für die übertakteten Grafikkarten (OC), die üblichen Standardwerte haben wir in Klammern vermerkt.

Grafikprozessor
ModellMSI Radeon
HD 4890
OC (Standard)
MSI Radeon
HD 5830
Standard
MSI GeForce
GTX 460 768MB
OC (Standard)
DirectX10.111.011.0
Shader Modell4.15.05.0
Fertigung (nm)554040
Transistoren (Mio.)95921501950
Chiptakt (MHz)880
(850)
800728
(675)
Shader-Einheiten8001120336
Pixel in GPixel/s14,6
(14,1)
12,817,5
(16,2)
Textureinheiten405656
Textur in GTexel/s36,4
(35,2)
44,840,8
(37,8)
ROPs161624
Stromverbrauch (W)>190175>160

Beide Grafikprozessoren werden mit einer Strukturgröße von 40 nm gefertigt und besitzen mit rund zwei Milliarden Transistoren mehr als doppelt so viele wie ein ATi Radeon HD 4890. Aufgrund der kleineren Strukturen und der geringeren Taktrate ist der Stromverbrauch im Vergleich zur Vorgängergeneration dennoch gesunken. Die Zahl der Shader-Einheiten wurde nur der Vollständigkeit halber angegeben, die unterschiedlichen Architekturen von AMD und NVIDIA lassen sich anhand dieser Kenngröße nämlich kaum miteinander vergleichen. Während AMDs ATi Radeon HD 5830 bei der Texturrate punktet, liegt NVIDIAs GeForce GTX 460 bei der Pixelrate vorne.

Speicheranbindung
ModellMSI Radeon
HD 4890
OC-Version
MSI Radeon
HD 5830
Standard
MSI GeForce
GTX 460 768MB
OC-Version
SpeichertypGDDR5GDDR5GDDR5
Speichertakt (MHz)9751000900
Datenrate (Gbps)3,94,03,6
Speicher (MByte)10241024768
Speicherbus (Bit)256256192
Bandbreite (GB/s)124,8128,086,4

Sowohl AMD als auch NVIDIA setzen bei leistungsstarken Grafikkarten auf den schnellen GDDR5-Speicher. Die Modelle MSI R4890 Cyclone OC und MSI R5830 Twin Frozr II treten mit 1024 MByte und einer 256 Bit breiten Speicheranbindung an. Hier hat die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC das Nachsehen und muss sich mit 768 MByte sowie 192 Bit begnügen. NVIDIAs GeForce GTX 460 gibt es nämlich in zwei Ausbaustufen und wir haben die schwächere Variante getestet.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 2 von 24

MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC #1
Wir beginnen mit der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC. Diese Grafikkarte basiert auf NVIDIAs GeForce GTX 460 und ist im Handel bereits zu Preisen ab 145 Euro zu finden. Das kling nach einem Schnäppchen.


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Zum Lieferumfang der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC gehören eine Kurzanleitung sowie die Treiber-CD. Auf dieser befindet sich auch die hauseigene Übertaktungs-Software Afterburner, welche wir in diesem Test verwendet haben. Wer auf Spiele gehofft hat, wird hingegen enttäuscht.


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Weiterhin finden wir zwei Molex-Adapter für die beiden 6-Pin-Stromanschlüsse der Grafikkarte. Wir raten in Hinblick auf die Stabilität und den Stromverbrauch allerdings dringend, ein Netzteil mit echten PEG-Anschlüssen zu verwenden. Ebenfalls im Karton entdecken wir je einen DVI-zu-VGA- und DVI-zu-HDMI-Adapter.


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Die Grafikkarte selbst besitzt zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge und einen Mini-HDMI-Anschluss. Der DisplayPort hat bei NVIDIA hingegen noch immer nicht Einzug gehalten. Maximal lassen sich zeitgleich zwei Bildschirme an einer MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC betreiben.


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Am gegenüberliegenden Ende der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC befinden sich zwei Strombuchsen mit jeweils sechs Kontakten. Jede dieser Buchsen kann bis zu 75 Watt liefern, weitere 75 Watt stellt der PCI-Express-Steckplatz bereit. Somit stünden theoretisch bis zu 225 Watt zur Verfügung, NVIDIA spezifiziert den Stromverbrauch des GeForce GTX 460 allerdings mit lediglich 150 Watt. Da MSI den Grafikprozessor allerdings deutlich übertaktet, wird der Stromverbrauch bei unserer Testkarte etwas höher ausfallen.




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MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC #2
Das prägende Merkmal der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC ist der Cyclone-Kühler mit seinem großen Lüfter. Dieser hat knapp 90 mm Durchmesser und sitzt mittig zwischen den Kühlblechen, welche MSI entlang von zwei Heatpipes auffächert.


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MSI hat ein solches Kühlerdesign zuvor schon bei einigen AMD-basierenden Grafikkarten verwendet, beispielsweise finden wir einen Cyclone-Kühler auf unserer Vergleichskarte MSI R4890 Cyclone OC, dort wurde der Kühler jedoch mit vier Heatpipes und einem 100mm-Lüfter ausgeführt.


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Dennoch ist auch der Kühler der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC recht leistungsstark und ermöglicht es MSI, den von NVIDIA vorgegebenen Chiptakt von 675 auf 728 MHz anzuheben - eine Steigerung um immerhin 7,85 Prozent. Der Shader-Takt klettert von 1.350 auf 1.455 MHz, lediglich der Speichertakt blieb mit 900 MHz unverändert.


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Wie bereits erwähnt, setzt MSI bei seiner N460GTX Cyclone 768D5/OC auf ein eigenes Platinendesign, welches auf eine Länge von 20,6 cm kommt. Mit Bauteilen der "militärischen Klasse" (dies soll eine besonders hohe Qualität bedeuten), sorgt MSI für eine längere Lebenserwartung und vermeidet unerwünschte Nebenerscheinungen wie beispielsweise ein hochfrequentes Spulensingen.


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Bei voller Bestückung besitzt eine GeForce GTX 460 basierende Grafikkarte 1024 MByte Grafikspeicher, welcher über ein 256 Bit breites Interface angebunden ist. Dies wird mit acht Speicherchips realisiert, doch auf der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC finden sich nur sechs. Dies reduziert den Speicherausbau auf 768 MByte und dessen Anbindung auf 192 Bit. Die Speicherchips stammen von Samsung und tragen die Bezeichnung K4G10325FE-HC05. Sie bieten eine Zugriffszeit von 0,5 ns.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 4 von 24

MSI R5830 Twin Frozr II #1
Bei der zweiten Grafikkarte handelt es sich um das Modell MSI R5830 Twin Frozr II auf Basis von AMDs ATi Radeon HD 5830. In Preisvergleichen findet man dieses Modell für knapp unter 200 Euro, es kostet somit satte 55 Euro mehr als die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC.


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Zum Lieferumfang gehören eine Kurzanleitung, zwei Molex-Adapter für die beiden 6-Pin-Stromanschlüsse sowie ein DVI-zu-VGA-Adapter. Auf die Beigabe von Spielen hat MSI verzichtet, dafür findet sich auf der CD wieder die Übertaktungs-Software Afterburner.


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Die MSI R5830 Twin Frozr II ist eine stattliche Erscheinung, denn diese Grafikkarte ist mit 25,7 cm Platinenlänge genau so lang wie eine ATi Radeon HD 5850 und mehr als 5 cm länger als die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC. Hinzu kommt der gewaltige Kühler, welcher die Grafikkarte in voller Länge überspannt.


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Vier Heatpipes führen die Abwärme des Grafikprozessors ab und verteilen diese auf in Längsrichtung angeordnete Aluminiumbleche. Über diesen hängen zwei großformatige Lüfter mit ca. 75 mm Durchmesser, die temperaturabhängig geregelt werden.


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Als wir die MSI R5830 Twin Frozr II erstmals installierten, liefen die Lüfter recht schnell und laut. Dies hat sich seit einigen Treiber-Updates allerdings gelegt und im 2D-Betrieb ist die Grafikkarte nun sogar richtig leise.




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MSI R5830 Twin Frozr II #2
Zwei 6-Pin-Buchsen stellen die Stromversorgung der MSI R5830 Twin Frozr II sicher. Jede dieser Buchsen kann bis zu 75 Watt liefern, hinzu kommen 75 Watt aus dem PCI-Express-Steckplatz. Zusammen wären das 225 Watt, doch ganz so schlimm kommt es dann doch nicht: AMD nennt für seinen ATi Radeon HD 5830 eine TDP von 175 Watt.


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MSI verwendet für die R5830 Twin Frozr II übrigens nicht nur eine eigene Kühllösung, sondern auch ein eigenes Platinendesign. Hi-C Kondensatoren sorgen für eine deutlich längere Lebenserwartung und eine bessere Spannungsstabilität der Grafikkarte und Solid-State-Chokes verhindern das nervenaufreibende Spulensingen.


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Trotz der aufwändigen Umsetzung hat MSI bei der R5830 Twin Frozr II auf eine herstellerseitige Übertaktung verzichtet. Der Grafikprozessor taktet mit den üblichen 800 MHz und der GDDR5-Speicher läuft mit 1.000 MHz bzw. 4,0 Gbps. Wer mehr Leistung möchte, muss zum Afterburner greifen, doch der brachte unser Testsystem leider immer zum Absturz.


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Das Soltblech der MSI R5830 Twin Frozr II beherbergt drei Bildschirmausgänge. Neben Dual-Link-DVI werden auch HDMI und ein DisplayPort geboten. Wer noch auf eine analoge VGA-Buchse angewiesen ist, greift zum mitgelieferten DVI-zu-VGA-Adapter. Maximal lassen sich drei Monitore zeitgleich an einer MSI R5830 Twin Frozr II betreiben, das ist einer mehr als bei der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC.


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Die Rückseite der Grafikkarte lässt die Position der GPU sowie der acht Speicherchips erahnen. MSI hat den Typ Samsung K4G10325FE-HC04 gewählt der laut Hersteller mit einer Zugriffszeit von 0,4 ns arbeitet. Diese Chips sind somit um 0,1 ns schneller als diejenigen, welche wir auf der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vorgefunden haben. Mit 1024 MByte bietet die MSI R5830 Twin Frozr II die typische Speicherausstattung einer Radeon HD 5830.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 6 von 24

Das Testsystem
Für unser Testsystem greifen wir auf AMDs AM3-Plattform zurück und als CPU dient uns ein auf 3,50 GHz übertakteter AMD Phenom II X4 955 Black Edition.

Hier die weiteren Komponenten:

Bei den Benchmarks bitten wir zu berücksichtigen, dass einige der getesteten Grafikkarten herstellerseitig übertaktet sind. Folgendes Foto zeigt die Vergleichskarte MSI R4890 Cyclone OC.

Für unseren Test verwenden wir ausschließlich Spiele, wobei wir uns bemüht haben, auf Titel zurückzugreifen, welche jeder Leser als Benchmark oder Demo herunterladen kann. So kann man die Leistung seines eigenen Systems schnell und unproblematisch mit unseren Ergebnisse vergleichen. Bei den Auflösungen haben wir die drei wichtigsten Varianten in der 20-Zoll-Klasse gewählt: 1680x1050, 1920x1080 sowie 1920x1200 Bildpunkte. Mit geringeren Bildgrößen zu messen macht mit unseren Testkarten keinen Sinn, da sie dann kaum noch gefordert werden.




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Arma 2: Operation Arrowhead (DX9)
"Arma 2: Operation Arrowhead" ist ein militärischer Taktik-Shooter von Bohemia Interactive. Obwohl das Spiel erst Mitte 2010 in den Handel kam, nutzt die verwendete "Real Virtuality III"-Engine nur DirectX 9. "Arma 2: Operation Arrowhead" beinhaltet einen Benchmark-Test, doch dieser hat leider einige Tücken. So muss man beispielsweise die vertikale Synchronistation bei AMD basierenden Grafikkarten mit Hilfe der Ati-Tray-Tools deaktivieren. Weiterhin empfiehlt es sich, das Spiel nach jeder Änderung einer Einstellungen neu zu starten.

Wir haben alle Optionen auf die Stufe "Sehr hoch" konfiguriert und die Sichtweite bei 3.600 belassen. Zunächst messen wir ohne Kantenglättung und ohne anisotrope Filterung:

Arma 2: OA in fps (DX9, kein AA, kein AF, Qualität=Sehr hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
49
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
45
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
45
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
44
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
41
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
40

Der erste Durchlauf von "Arma 2: Operation Arrowhead" geht an die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC, deren Frameraten um 8,9 bis 10,0 Prozent über den Ergebnissen der MSI R5830 Twin Frozr II liegen. Die beiden AMD-basierenden Modelle liegen in etwa gleich auf.

Nun stellen wir die Kantenglättung auf "hoch" und die anisotrope Filterung auf "sehr hoch":

Arma 2: OA in fps (DX9, AA=Hoch, AF=Sehr hoch, Qualität=Sehr hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
42
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
36
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
33
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
31
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
29
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
27

Der Vorsprung der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC auf die MSI R5830 Twin Frozr II wächst deutlich an und liegt jetzt bei 34,4 Prozent. Auch die MSI R4890 Cyclone OC erreicht nun eine um 6,5 Prozent höhere Framerate als AMDs Radeon HD 5830.




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Colin McRae DiRT 2 (DX9)
Colin McRae DiRT 2 ist ein aktuelles Rennspiel mit einem kleinen Haken: Es unterstützt zwar DirectX 9 und 11 aber kein DirectX 10 oder 10.1. Wer DiRT 2 mit einer DirectX-10-Karte testet, muss daher mit DirectX 9 vorlieb nehmen. Wir haben unsere DX11-Modelle daher zunächst mit DirectX 9 getestet, im Kapitel der DX11-Spiele folgen dann die Ergebnisse der DX11-Messungen. Wird DirectX 9 erzwungen, kann für die Nachbearbeitung maximal die Stufe "mittel" gewählt werden und das leistungszehrende Ambient Conclusion ist nicht aktiv.

Wir haben die offizielle Benchmark-Funktion des Spiels verwendet und die Strecke Baja mit einem Auto befahren. Kommen mehrere Autos zum Einsatz, fällt die Framerate etwas niedriger aus, schwankt aber auch deutlich. Für unseren Test haben wir alle Einstellungen auf die höchste Stufe gesetzt. Wir beginnen ohne Kantenglättung:

Colin McRae DiRT 2 in fps (DX9, kein AA, Qualität=Hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
102.9
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
94.6
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
94.2
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
90.3
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
89.5
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
88.8
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
86.0
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
85.3
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
81.6

Die erste Runde des Rennspiels geht an die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC, welche zwischen 5,0 und 8,8 Prozent schneller arbeitet als die MSI R5830 Twin Frozr II. Je höher die Auflösung, desto geringer ist der Abstand zwischen den beiden DX11-Modellen. Die Frameraten der MSI R5830 Twin Frozr II fallen durchschnittlich um 5,6 Prozent höher aus als die der MSI R4890 Cyclone OC.

Wie stark bremst Anti-Aliasing die DX9-Variante von "Colin McRae DiRT 2" aus? Wir stellen MSAA auf die Stufe acht:

Colin McRae DiRT 2 in fps (DX9, 8x MSAA, Qualität=Hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
75.5
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
68.7
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
66.9
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
61.6
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
59.3
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
57.8
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
55.9
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
55.6
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
52.8

Mit aktivierter Kantenglättung treten die AMD-basierenden Grafikkarten bei "Colin McRae DiRT 2" recht heftig in die Eisen. Die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC ist nun durchschnittlich 25,9 Prozent schneller als die MSI R5830 Twin Frozr II, welche zudem von der MSI R4890 Cyclone OC bezwungen wird. Das DX11-Modell ist zwischen 3,7 und 5,55 Prozent langsamer als die DX10-Karte und offenbart insbesondere bei 1920 x 1200 Bildpunkten ihre Schwächen.




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Risen (DX9)
Spielerisch ist Risen von Piranha Bytes mit Sicherheit ein echtes Highlight für alle Rollenspieler, doch technisch gesehen gibt es auch beim Nachfolger der aus Gothic bekannten Genome-Engine lediglich DirectX-9-Kost. Auch wenn viele Käufer davon ausgehen, bei neuen Spielen zumindest DirectX 10 geboten zu bekommen, setzen etliche Entwickler nach wie vor auf DirectX 9.

Bei Risen ist im Vergleich zu Gothic 3 Screen Space Ambient Occlusion (SSAO) und HDR-Rendering hinzugekommen, das wertet die Grafik schon einmal gehörig auf. Wir haben alle Details auf "hoch" gesetzt und auch die Tiefenunschärfe aktiviert, die anisotrope Filterung steht auf Stufe 16. Da dieses Spiel keine offizielle Leistungsmessung bietet, verwenden wir FRAPS und lassen unseren Helden vom ersten Haus durch den Wald bis hinunter zum Meer joggen. Etwaige Gegner haben wir zuvor eliminiert.

Risen in fps (FRAPS, kein AA, 16x AF, hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
61.26
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
59.56
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
53.67
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
53.24
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
51.67
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
50.93
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
49.95
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
46.59
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
44.47

Risen liegt der MSI R5830 Twin Frozr II recht gut, nur bei 1680 x 1050 Bildpunkten ist die N460GTX Cyclone 768D5/OC um 2,85 Prozent schneller. Steigt die Auflösung, kann sich AMDs Radeon HD 5830 an die Spitze setzen. Insgesamt sind Radeon HD 5830 und GeForce GTX 460 in diesem Test gleichwertig und lassen die MSI R4890 Cyclone OC klar hinter sich.

Das HDR-Rendering verhindert die Nutzung von Kantenglättung. Zumindest offiziell bietet das Spiel die Option nicht an und wir verzichten darauf, diese über die Treiber zu erzwingen.




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Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist auch bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comic-artige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Wir haben alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, dennoch reicht für dieses Spiel auch preiswerte Hardware voll und ganz aus.

Street Fighter IV in fps (Gesamt, kein AA, hoch/max)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
203.41
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
185.15
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
184.48
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
171.75
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
164.37
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
155.22
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
153.56
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
151.25
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
149.45

Diese DX9-Messung geht ganz klar an MSIs N460GTX Cyclone 768D5/OC. Selbst wenn ihm nur 768 MByte Grafikspeicher zur Seite stehen, ist NVIDIAs GeForce GTX 460 zwischen 18,4 und 20,6 Prozent schneller als AMDs Radeon HD 5830 mit 1024 MByte Grafikspeicher. Und mit steigender Auflösung wächst auch dieser Vorsprung.

Zugleich fällt es der MSI R5830 Twin Frozr II schwer, sich gegen die MSI R4890 Cyclone OC zu behaupten. Die Frameraten der DX11-Karte liegen lediglich um 4,5 bis 2,6 Prozent höher und auch diesmal schwächelt AMDs Radeon HD 5830 bei höheren Auflösungen.

Für den zweiten Durchlauf verwenden wir achtfache Kantenglättung und einen 16-fachen Texturfilter.

Street Fighter IV in fps (Gesamt, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
133.83
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
119.47
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
118.46
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
101.07
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
94.55
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
94.47
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
93.50
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
92.34
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
85.35

Wer gehofft hatte, die MSI R5830 Twin Frozr II könnte aufgrund ihres größeren Grafikspeichers den Spieß bei aktivierter Kantenglättung umdrehen, wird enttäuscht. In den Auflösungen 1680 x 1050 und 1920 x 1080 Bildpunkte fallen die Ergebnisse der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC um 41,5 bzw. 38,8 Prozent höher aus. Offensichtlich gibt es hier ein Treiberproblem, welches AMDs Radeon HD 5830 sogar hinter die MSI R4890 Cyclone OC zurückfallen lässt. Erst mit 1920 x 1200 Bildpunkten verbessert sich die Situation, doch der Vorsprung der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC bleibt mit 27,8 Prozent überdeutlich.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 11 von 24

Far Cry 2 (DX10)
Der Egoshooter Far Cry 2 nutzt bis zu vier Kerne, unterstützt DirectX 10 und spielt in einer beeindruckenden afrikanischen Landschaft mit unzähligen Pflanzen und Tieren. Und das Spiel wird, was wir besonders mögen, mit einem richtig guten Benchmark-Tool geliefert.

Wir haben alle Optionen auf die höchst mögliche Einstellung gesetzt und Far Cry 2 auf die Grafikkarten losgelassen.

Far Cry 2 in fps (Small Ranch, kein AA, Ultra High)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
83.35
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
78.22
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
76.78
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
67.43
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
65.39
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
62.83
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
62.59
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
60.30
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
60.10

Mit ultra-hohen Einstellungen ist "Far Cry 2" auch weiterhin eine echte Herausforderung für aktuelle Grafikkarten - und diese bewältigt MSIs N460GTX Cyclone 768D5/OC am besten. Die auf NVIDIAs GeForce GTX 460 basierende Grafikkarte ist durchschnittlich um 25,3 Prozent schneller als die MSI R5830 Twin Frozr II.

Die MSI R5830 Twin Frozr II erreicht bei 1680 x 1050 und 1920 x 1080 Bildpunkten um 3,1 bzw. 4,2 Prozent höhere Frameraten als die MSI R4890 Cyclone OC, fällt bei 1920 x 1200 Bildpunkten dann aber um 3,3 Prozent zurück. Ursache hierfür ist der Umstand, dass AMDs Radeon HD 4890 bei 1920 x 1200 Pixeln ein wenig schneller arbeitet als bei der Full-HD-Auflösung 1920 x 1080.

Im zweiten Durchlauf messen wir mit achtfacher Kantenglättung:

Far Cry 2 in fps (Small Ranch, 8x AA, Ultra High)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
63.05
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
56.01
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
52.92
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
36.87
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
35.53
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
33.42
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
32.61
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
32.10
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
30.41

Auch mit achtfacher Kantenglättung und vollen Details bleibt die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC in allen Auflösungen im spielbaren Bereich, während die beiden Radeon-Modelle bereits deutliche Probleme bekommen. Die GeForce GTX 460 basierende Grafikkarte ist im Schnitt satte 75,3 Prozent schneller als die MSI R5830 Twin Frozr II, welche zudem um 3,6 bis 6,75 Prozent hinter der MSI R4890 Cyclone OC bleibt. Insbesondere die Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten bereitet MSI R5830 Twin Frozr II deutliche Probleme.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 12 von 24

Resident Evil 5 (DX10)
Beim Gruselshooter Resident Evil 5 setzt Capcom einzig und alleine auf Action. In Afrika müssen Horden von virusverseuchten Zombies abgeschlachtet werden und dabei geht niemand mit dem Samthandschuh zur Sache. Klar, wenn die Umbrella Corporation ihre Hände im Spiel hat, gehört dieses auch nur in die Hände von Erwachsenen.

Wir haben die Qualitätseinstellungen auf "hoch" gesetzt und für unseren Test den ersten offiziellen Benchmarklauf verwendet, da dieser dem realen Spielgeschehen sehr nahe kommt.

Resident Evil 5 in fps (DX10, Test 1, kein AA, hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
114.4
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
113.1
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
111.9
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
103.2
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
102.7
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
100.2
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
98.3
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
97.4
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
94.8

Resident Evil 5 ist recht anspruchslos und läuft auf allen drei Karten flüssig. MSIs N460GTX Cyclone 768D5/OC fürt abermals das Feld an und liegt zwischen 2,2 und 3,7 Prozent vor der R5830 Twin Frozr II. AMDs Radeon HD 5830 schwächelt einmal mehr bei steigender Auflösung und muss sich in allen drei Messläufen der MSI R4890 Cyclone OC geschlagen geben. Der Rückstand auf den Radeon HD 4890 bewegt sich dabei zwischen 1,1 und 2,7 Prozent.

Im Spiel können wir achtfache Kantenglättung aktivieren, wodurch die Framerate deutlich sinkt:

Resident Evil 5 in fps (DX10, Test 1, 8x AA, hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
90.0
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
80.3
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
79.9
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
74.8
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
74.2
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
72.5
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
67.4
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
66.5
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
62.0

Verwenden wir achtfache Kantenglättung, bleibt die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC zwar vor der R5830 Twin Frozr II, doch ihr Vorsprung schrumpft im Schnitt auf 20,7 Prozent. Auch im Vergleich zur MSI R4890 Cyclone OC sieht AMDs Radeon HD 5830 kein Land und erleidet einen Rückstand von 8,65 Prozent.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 13 von 24

S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat (DX10.1)
Der dritte Teil von S.T.A.L.K.E.R. unterstützt DirectX 10, 10.1 und 11. Wir werden zunächst die DX10.1-Variante vermessen und dabei auf SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) verzichten. S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat misst die Framerate in vier unterschiedlichen Szenarien, wobei der Durchlauf "Day" am ehesten das Spielgeschehen widerspiegelt und auch mit Anti-Aliasing und SSAO noch brauchbare Frameraten ermöglicht.

Wir haben uns für die sehr anspruchsvolle Voreinstellung "ultra" entschieden und messen zunächst ohne Kantenglättung aber mit vollständig dynamischer Beleuchtung.

S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat in fps (Day, DX10.1, kein AA, Ultra)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
92
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
83
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
79
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
78
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
78
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
75
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
70
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
69
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
69

Ohne Kantenglättung läuft "S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat" auf der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC im Schnitt um 16,0 Prozent schneller als auf der MSI R5830 Twin Frozr II. Letztere liegt bei 1680 x 1050 und 1920 x 1080 Bildpunkten mit der MSI R4890 Cyclone OC gleich auf, bei 1920 x 1200 kann das DX10-Modell allerdings noch einmal nachlegen und erzielt eine um acht Prozent bessere Framerate.

Wir wiederholen die Messläufe nun mit vierfacher Kantenglättung (Multisample Anti-Aliasing):

S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat in fps (Day, DX10.1, 4x MSAA, Ultra)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
39
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
38
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
38
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
35
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
34
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
33
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
32
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
32
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
31

Sobald die die vierfache Kantenglättung aktivieren, liegen MSI R5830 Twin Frozr II und MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC Kopf an Kopf, wobei sich AMDs Radeon HD 5830 mit steigender Auflösung einen kleinen Vorteil erarbeiten kann. Bei 1920 x 1200 Pixeln kann allerdings die MSI R4890 Cyclone OC das beste Resultat vorweisen. Oberhalb von 1680 x 1050 Bildpunkten läuft das Spiel jedoch auf allen drei Grafikkarten bereits ziemlich zäh.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 14 von 24

Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.

HAWX unterstützt DirectX 10.1, welches wir für diesem Test auch verwenden. Bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt, dennoch erzielen wir ohne Kantenglättung sehr ordentliche Frameraten.

Tom Clancy's HAWX in fps (kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
92
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
86
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
84
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
81
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
81
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
79
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
77
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
74
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
72

Bei "Tom Clancy's HAWX" landet die MSI R5830 Twin Frozr II treffsicher in der Mitte zwischen MSI R4890 Cyclone OC und MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC. Sie ist im Schnitt 6,6 Prozent schneller als die Radeon HD 4890, die Ergebnisse der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC fallen aber nochmals um 6,2 Prozent höher aus.

Für den zweiten Durchlauf aktivieren wir im Spiel die achtfache Kantenglättung.

Tom Clancy's HAWX in fps (8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
72
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1680x1050
67
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
62
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
60
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1080
60
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 1920x1200
58
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
58
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
52
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
51

Sobald wir die achtfache Kantenglättung zuschalten, bricht die MSI R5830 Twin Frozr II stark ein und fällt im Schnitt um 12,9 Prozent hinter die MSI R4890 Cyclone OC zurück. An der Spitze sehen wir MSIs N460GTX Cyclone 768D5/OC, deren Resultate um 20,3 Prozent höher ausfallen als die der Radeon HD 5830.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 15 von 24

Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Wir gehen gleich in die Vollen und verwenden SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) sowie Tesselation und lassen dann die Monster los.

Bei unserer ersten Messreihe verzichten wir auf Kantenglättung und anisotrope Filterung:

Alien vs Predator in fps (kein AA, kein AF, SSAO und Tesselation)
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
47.7
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
44.1
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
42.3
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
38.6
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
38.2
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
35.0

"Alien vs Predator" sogt für etwas Abwechslung und lässt der MSI R5830 Twin Frozr II den Vortritt. AMDs Radeon HD 5830 ist diesmal um durchschnittlich 9,0 Prozent schneller als die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC.

Die zweite Testreihe nutzt vierfache Kantenglättung sowie 16-fache anisotrope Filterung:

Alien vs Predator in fps (4x AA, 16x AF, SSAO und Tesselation)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
26.8
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
23.9
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
23.7
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
21.7
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
21.0
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
16.1

Sobald wir die Kantenglättung zuschalten, geht der kurze Glanz der MSI R5830 Twin Frozr II wieder verloren. Die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC ist nun wieder deutlich schneller und erzielt um 13,1 bis 34,8 Prozent höhere Frameraten. Insbesondere die höchste Auflösung mit 1920 x 1200 Bildpunkten überfordert AMDs Radeon HD 5830 deutlich. Abgesehen davon erreicht mit diesen Qualitätseinstellungen keine der beiden Karten eine spielbare Geschwindigkeit.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 16 von 24

Colin McRae DiRT 2 (DX11)
Kehren wir noch einmal zu "Colin McRae DiRT 2" zurüch und schauen uns nun die DX11-Performance unser Grafikkarten an. Sobald das Spiel DirectX 11 verwendet, können wir für die Nachbearbeitung den Grad "hoch" auswählen und das leistungszehrende Ambient Conclusion hinzuschalten.

Wir haben die offizielle Benchmark-Funktion des Spiels verwendet und die Strecke Baja mit einem Auto befahren. Kommen mehrere Autos zum Einsatz, fällt die Framerate etwas niedriger aus, schwankt aber auch deutlich. Für unseren Test haben wir alle Einstellungen auf die höchste Stufe gesetzt. Wir beginnen ohne Kantenglättung:

Colin McRae DiRT 2 in fps (DX11, kein AA, Qualität=Hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
69.7
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
64.4
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
61.1
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
59.5
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
55.4
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
54.9

Auch im DX11-Betrieb behält die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC das Steuer in der Hand und schneidet durchschnittlich um 14,9 Prozent besser ab als die MSI R5830 Twin Frozr II. Bei unseren DX9-Messungen waren es nur 6,3 Prozent gewesen.

Abermals aktivieren wir die Kantenglättung und wählen die Stufe acht:

Colin McRae DiRT 2 in fps (DX11, 8x MSAA, Qualität=Hoch)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
49.9
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
49.3
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
46.2
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
45.7
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
44.8
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
43.9

Nun bekommt die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC Probleme und verliert ihre Dominanz. Sie liegt mit der MSI R5830 Twin Frozr II gleich auf, was wir nicht erwartet hatten. Schließlich schwächelte AMDs Radeon HD 5830 bisher zumeist bei den Durchläufen mit aktivierter Kantenglättung. Möglicherweise handelt es sich um ein Treiberproblem.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 17 von 24

S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat (DX11)
Kommen wir noch einmal zurück zu "S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat" und wiederholen unsere Messung mit DirectX 11, Tessalation und SSAO (Screen Space Ambient Occlusion). Abermals wählen wir den Durchlauf "Day", weil dieser halbwegs spielbare Frameraten liefert.

Wir haben wieder die sehr anspruchsvolle Voreinstellung "ultra" verwendet und messen zunächst ohne Kantenglättung aber mit vollständig dynamischer Beleuchtung.

S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat in fps (Day, DX11, kein AA, kein SSAO, Tessalation, Ultra)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
83
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
75
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
72
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
71
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
64
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
61

Auch im DX11-Durchlauf mit Tessalation ist die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC dominant und liefert im Schnitt 17,4 Prozent höhere Frameraten als die MSI R5830 Twin Frozr II. Der Abstand ist also sogar noch leicht gewachsen.

Wir wiederholen die Messläufe nun mit vierfacher Kantenglättung (Multisample Anti-Aliasing) sowie SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) in der Einstellung HDAO/high:

S.T.A.L.K.E.R. Call of the Pripyat in fps (Day, DX11, 4x MSAA, SSAO=HDAO/high, Tessalation, Ultra)
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1680x1050
27
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1680x1050
24
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1080
24
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 1920x1200
22
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1080
20
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 1920x1200
19

Nun übernimmt die MSI R5830 Twin Frozr II die Führung und liegt im Schnitt 16,1 Prozent vor der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC. NVIDIAs Treiber haben anscheinend noch Probleme mit der effizienten Umsetzung des Multisample Anti-Aliasing, denn auch bei Stichproben ohne SSAO lag AMDs Grafikprozessor vorne. Spielbare Frameraten erreichen wir mit diesen Einstellungen allerdings nicht mehr.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 18 von 24

SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67): Rechenleistung GPGPU
Die Benchmark-Suite SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67) enthält eine Leistungsmessung für den Einsatz von Grafikprozessoren als GPGPU. Moderne GPUs bieten sich aufgrund ihrer immensen Rechenleistung auch als Co-Prozessor für Rechenaufgaben, die sich gut parallelisieren lassen, an. Der Test ähnelt dem Multi-Media-Benchmark für Prozessoren und berechnet Mandelbrot-Fraktale. Wir verwenden Microsofts Technologie Direct Compute, welche alle getesteten Grafikkarten beherrschen.

SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67): Shader-Gesamtleistung in MPixel/s
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte
875.84
MSI GeForce GTX 460
768 MByte
589.42
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte
386.2

Direct Compute in Verbindung mit DirectX 11 ergibt einen ordentlichen Leistungsschub. Die MSI R5830 Twin Frozr II rechnet mehr als doppelt so schnell wie die MSI R4890 Cyclone OC und erreicht verglichen mit der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC ein knapp 50 Prozent höheres Resultat.

SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67: Speichertransferleistung GPGPU
In einem zweiten Test ermittelt SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67) die Speichertransferleistung von und zur GPGPU:

SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67): Gesamtspeicherleistung in GB/s
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte
76.69
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte
58.55
MSI GeForce GTX 460
768 MByte
51.55

Beim Speicherdurchsatz dominiert hingegen das DX10-Modell MSI R4890 Cyclone OC. Seine Transferrate fällt knapp 50 Prozent höher aus als bei der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC und liegt 31 Prozent über dem Ergebnis der MSI R5830 Twin Frozr II. Angesichts der Eckdaten der getesteten Grafikkarten ist dieses Ergebnis überraschend.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 19 von 24

Übertakten: Stabile Taktraten
Da man eigentlich nie genug Leistung haben kann, machen wir uns zum Abschluss der Benchmarks an die Übertaktung der beiden Grafikkarten. Obwohl MSI seiner N460GTX Cyclone 768D5/OC bereits einen Mehrtakt von 53 MHz mit auf den Weg gegeben hat, versuchen wir mit Hilfe des mitgelieferten MSI Afterburner 2.0 noch etwas mehr Leistung aus der Karte herauszukitzeln.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die besten Ergebnisse erzielten wir mit einem Chiptakt von 850 MHz (+16,8%), einem Shader-Takt von 1.700 MHz (+16,8%) und einem Speichertakt von 1.140 MHz (+26,7%). Die Spannung haben wir hierbei unverändert bei 0,987 Volt belassen. Im Vergleich zu NVIDIAs Referenzwerten läuft MSIs N460GTX Cyclone 768D5/OC nun ca. 26 Prozent schneller


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Leider erwies sich die MSI R5830 Twin Frozr II als viel störrischer und quittierte den Aufruf von Afterburner 2.0 grundsätzlich mit dem Absturz des Systems. Wir haben daher auf AMDs Overdrive zurückgegriffen und damit einen Chipstakt von 875 MHz (+9,4%) sowie einen Speichertakt von 1.200 MHz (+20%) erreicht. Höhere Werte erlaubt die treiberseitige Übertaktung leider nicht.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 20 von 24

Übertakten: Benchmarks
Wie wirken sich die Taktsteigerungen auf Spiele aus? Wir starten "Alien vs Predator" mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten und ohne Kantenglättung:

Alien vs Predator in fps (1920x1200, kein AA, kein AF, SSAO und Tesselation)
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 875/1200 MHz
42.0
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 850/1140 MHz
41.6
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 800/1000 MHz
38.2
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 728/900 MHz
35.0

Bei der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC sehen wir eine Verbesserung um 18,9 Prozent, die MSI R5830 Twin Frozr II konnte sich um 10,0 Prozent steigern. In erster Linie spiegelt sich hierin der höhere Chiptakt wider.

Wir wiederholen den Test mit vierfacher Kantenglättung:

Alien vs Predator in fps (1920x1200, 4x AA, 16x AF, SSAO und Tesselation)
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 850/1140 MHz
26.0
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 728/900 MHz
21.7
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 875/1200 MHz
17.4
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 800/1000 MHz
16.1

Diesmal kann die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC um 19,8 Prozent zulegen, die MSI R5830 Twin Frozr II hingegen nur um 8,1 Prozent. Wie im gesamten Verlauf des Tests hat AMDs ATi Radeon HD 5830 auch diesmal wieder Leistungsprobleme, sobald Kantenglättung gefragt ist.

Betrachten wir nun die Rechenleistung der GPGPU mit SiSoft Sandra 2010.SP3:

SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67): Shader-Gesamtleistung in MPixel/s
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 875/1200 MHz
957.79
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 800/1000 MHz
875.84
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 850/1140 MHz
687.78
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 728/900 MHz
589.42

Die Rechenleistung der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC wächst um 16,7 Prozent, für die MSI R5830 Twin Frozr II notieren wir 9,4 Prozent. Dies entspricht in etwa der vorgenommenen Taktsteigerung.

Auch den Speicherdurchsatz vermessen wir nochmals mit SiSoft Sandra 2010.SP3:

SiSoft Sandra 2010.SP3 (16.67): Gesamtspeicherleistung in GB/s
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 850/1140 MHz
65.42
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 875/1200 MHz
64.50
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 800/1000 MHz
58.55
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 728/900 MHz
51.55

Während die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC auch die Anhebung des Speichertaktes gut umsetzt und ihren Durchsatz um 26,9 Prozent verbessert, verpufft bei der MSI R5830 Twin Frozr II etwa die Hälfte des Taktgewinns. Ein um 10,2 Prozent höherer Durchsatz ist vergleichsweise enttäuschend.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 21 von 24

Stromverbrauch: 2D
Zuletzt messen wir noch den Stromverbrauch und den Schallpegel. Um möglichst viel Energie zu sparen, reduziert NVIDIA die Taktraten des GeForce GTX 460 im 2D-Betrieb radikal und MSI hat dies bei seiner N460GTX Cyclone 768D5/OC auch korrekt umgesetzt. Der Chip läuft nur noch mit 50,6 MHz, die Shader mit 101 MHz und der Speicher mit 67,5 MHz. Zudem wird die Spannung reduziert.


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Auch AMD taktet seinen ATi Radeon HD 5830 deutlich herunter. Mit einem Chiptakt von 157 MHz und einem Speichertakt von 300 MHz fällt die Reduzierung allerdings etwas bescheidener aus.


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Betrachten wir nun den Stromverbrauch des kompletten Computers während der Anzeige des Windows-Desktops. Da wir kürzlich einige Veränderungen am Testsystem vorgenommen hatten, sind die Ergebnisse nur bedingt mit älteren Messungen vergleichbar. Alle aufgeführten Karten wurden für das folgende Diagramm neu vermessen.

Stromverbrauch System in Watt, 2D, geringere Werte sind besser
MSI GeForce GTX 460
768 MByte
120
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte
123
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte
177

Trotz aller Unterschiede liegt der Stromverbrauch von MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC und MSI R5830 Twin Frozr II im 2D-Betrieb sehr eng beisammen. Bei der R4890 Cyclone OC hatte MSI auf die Reduzierung der Spannung und eine Absenkung des Speichertaktes verzichtet, was zu einem Mehrverbrauch von über 50 Watt führt.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 22 von 24

Stromverbrauch: 3D
Sobald 3D-Leistung gefordert wird, taktet die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC den Chip auf 728 MHz und die Shader auf 1455 MHz hoch. Der Grafikspeicher läuft nun mit 900 MHz bzw. 3,6 Gbps.


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Bei der MSI R5830 Twin Frozr II steigt der Chiptakt auf 800 MHz und der Speichertakt auf 1.000 MHz bzw. 4,0 Gbps.


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Zunächst haben wir den Stromverbrauch mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" gemessen. Dabei wurde die Auflösung 1920 x 1200 Bildpunkte mit achtfacher Kantenglättung verwendet:

Stromverbrauch System in Watt, HAWX 1920x1200 8xAA, geringere Werte sind besser
MSI GeForce GTX 460
768 MByte
228
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte
228
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte
312

Den mit Abstand höchsten Verbrauch messen wir abermals mit der MSI R4890 Cyclone OC, während sich die beiden DX11-Modelle deutlich bescheidener geben und zudem exakt den selben Messwert erreichen. Wir hatten zwar mit einem höheren Verbrauch des 55nm-Chips gerechnet, doch einen Unterschied von 84 Watt hatten wir nicht erwartet.

Für die zweite Messung verwenden wir das Testprogramm Furmark mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung:

Stromverbrauch System in Watt, Furmark 1280x1024 kein AA, geringere Werte sind besser
MSI GeForce GTX 460
768 MByte
270
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte
273
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte
306

Diesmal fällt der Unterschied mit 33 bis 36 Watt etwas geringer aus, doch das liegt primär daran, dass AMD seinen 4800er-Modellen die volle Performance bei Furmark verwehrt.




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 23 von 24

Schallpegel
Den Schallpegel haben wir im laufenden System gemessen. Zum Zeitpunkt der Messung waren die Gehäuselüfter und der CPU-Lüfter deaktiviert, die Festplatte befand sich in einer Dämmbox außerhalb des Gehäuses und der Netzteillüfter zeigte von der Grafikkarte weg. Das Schallpegelmeter wurde in einem Abstand von 100 mm mittig vor dem Lüfter bzw. den Lüftern der Grafikkarte positioniert, die Messwerte haben wir anschließend auf den üblichen Abstand von 100 cm umgerechnet.

Schallpegel in dB(A), a = 100 cm, geringere Werte sind besser
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 2D
16.20
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 2D
17.40
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 2D
17.60
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; 3D
29.20
MSI GeForce GTX 460
768 MByte; OC
31.70
MSI Radeon HD 4890
1024 MByte; 3D
33.30
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; 3D
34.40
MSI Radeon HD 5830
1024 MByte; OC
35.80

Dank unseres neuen Messverfahrens können wir bei geringen Lüfterdrehzahlen viel genauer messen. Im 2D-Betrieb sind alle drei Grafikkarten sehr leise. Den Bestwert setzt allerdings die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC, da sie nur einen Lüfter besitzt und dieser etwas kleiner ist als das Modell auf der MSI R4890 Cyclone OC. Liegt 3D-Last an, kann die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC ihren Vorsprung weiter ausbauen und ist deutliche 5,2 dB(A) leiser als die MSI R5830 Twin Frozr II. Übertakten wir die Grafikkarten, schrumpft dieser Abstand dann wieder auf 4,1 dB(A).

Der Lüfter der MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC regelte im Normalbetrieb zwischen 1.320 und 2.280 U/min, beim Übertakten beschleunigte er auf knapp 2.500 U/min. Aufgrund seines guten Gleichlaufs fällt der Lüfter nie sonderlich auf und liefert in diesem Vergleich das mit Abstand beste Resultat ab.

Für die beiden Lüfter der MSI R5830 Twin Frozr II meldete GPU-Z zwischen 1.618 und 3115 U/min, mit der übertakteten Grafikkarte stieg die Lüfterdrehzahl auf gut 3.200 U/min an. Über AMDs Overdrive können wir den Lüfter bis auf 3.820 U/min beschleunigen, wodurch der Schallpegel auf 41,5 dB(A) ansteigt. Als besonders störend empfanden wir dabei, dass die Vibrationen der Lüfter den Kühler oberhalb von 3.500 U/min scheppern lassen.

Unser Referenzmodell, die MSI R4890 Cyclone OC, regelte im Test zwischen 1.090 und 2.280 U/min. Der Lüfter hat aber noch reichlich Potential und mit AMDs Overdrive erreichten wir 4.120 U/min und einen Schallpegel von 51,5 dB(A).




MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC vs MSI R5830 Twin Frozr II - Druckansicht - Seite 24 von 24

Fazit
Unser heutiger Test sieht einen eindeutigen Sieger und einen ebenso eindeutigen Verlierer. AMDs ATi Radeon HD 5830 war im Frühjahr mit hohen Erwartungen gestartet, doch der leistungsstarke Cypress-Grafikprozessor wurde in dieser Form so stark beschnitten, dass er sich nicht einmal gegen einen ATi Radeon HD 4890 behaupten kann. Ohne Kantenglättung liegt die MSI R5830 Twin Frozr II zwar knapp 3,4 Prozent vor der MSI R4890 Cyclone OC, doch sobald wir Anti-Aliasing verwenden, ist die DX11-Karte um 6,1 Prozent langsamer.

NVIDIAs GeForce GTX 460 wurde im Gegensatz zur ATi Radeon HD 5830 nicht zwangsdegradiert, sie greift vielmehr von unten an und ist damit erfolgreich. Zugegeben, MSI hat bei der N460GTX Cyclone 768D5/OC durch die Anhebung des Chiptaktes noch etwas nachgeholfen, doch angesichts des deutlich geringeren Preises hätte der GeForce GTX 460 diesen Test sowieso gewonnen. Bereits in den Messläufen ohne Kantenglättung ist die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC rund 10 Prozent schneller als die MSI R5830 Twin Frozr II. Sobald wir Anti-Aliasing aktivieren, wächst dieser Vorsprung auf durchschnittlich 22 Prozent an.

In Kürze wird AMD zum Angriff übergehen und dem GeForce GTX 460 die beiden neuen Grafikprozessoren Radeon HD 6850 und HD 6870 entgegenstellen. Wir sind gespannt, wie sich diese neuen Modelle einordnen werden und ob sie die Preise der GeForce GTX 460 ins Rutschen bringen können.

Wertung: MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC
Sehr GutDie MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC kann in diesem Test fast alle Trümpfe aufspielen: Ihre Abmessungen sind kleiner, ihr Kühler arbeitet leiser und ihre 3D-Leistung ist deutlich höher. Der größte Trumpf dieser Grafikkarte ist jedoch ihr Preis, denn mit etwas Glück muss man für die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC nicht einmal 150 Euro investieren. Leider fehlt ein DisplayPort und zeitgleich lassen sich nur zwei Bildschirme an dieser Grafikkarte betreiben. Obwohl MSI den Grafikprozessor um gut 50 MHz übertaktet, hält der Kühler die Temperaturen niedrig und erlaubt uns sogar eine Taktanhebung um weitere 16,8 Prozent. Ein weiterer Pluspunkt dieser Grafikkarte ist die qualitativ hochwertige Auswahl der Komponenten sowie die im Lieferumfang enthaltene Übertaktungssoftware Afterburner. Uns hat die MSI N460GTX Cyclone 768D5/OC sehr gut gefallen.


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Wertung: MSI R5830 Twin Frozr II
Obwohl die MSI R5830 Twin Frozr II in diesem Vergleich untergeht, kann man dies MSI kaum anlasten. Der Kühler mit seinem Doppellüfter ist zwar etwas lauter als die Cyclone-Variante, ermöglicht aber dennoch eine sehr effiziente und vergleichsweise leise Kühlung. Die Platine wurde mit hochwertigen Bauteilen bestückt und ist trotz ihrer immensen Länger noch etwas kürzer als bei den meisten Mitbewerbern. Dass dies am Ende nicht reicht, liegt in erster Linie an AMDs ATi Radeon HD 5830, der im Vergleich zu den anderen Grafikprozessoren seiner Baureihe zu sehr beschnitten wurde. Insbesondere wenn Kantenglättung gefordert wird, und in dieser Preisklasse fordern wir Kantenglättung, geht dieser GPU die Luft aus.


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Eine herstellerseitige Übertaktung hätte den Rückstand zwar mildern, aber kaum egalisieren können. Ärgerlich finden wir zudem, dass der Start von MSIs Afterburner 2.0 unser Testsystem bei Verwendung dieser Grafikkarte zum Absturz bringt. Der DisplayPort und die Möglichkeit, zeitgleich drei Bildschirme anzusteuern, sind schön und gut - für rund 200 Euro darf der Käufer dennoch mehr erwarten.




Unser Dank gilt MSI für die Teststellung der Grafikkarten N460GTX Cyclone 768D5/OC und R5830 Twin Frozr II.







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