Au-Ja! - MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckversion
 

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MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 1 von 21
Anfang Juni brachte Intel die vierte Generation seiner Core-Prozessoren in den Handel und da diese einen anderen Sockel nutzen, werden auch neue Hauptplatinen benötigt. Im heutigen Test werden wir uns mit dem MSI Z87-G43 ein Mainboard im ATX-Format ansehen, welches sich in erster Linie an preisbewusste Übertakter richtet.

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Die "Shark Bay"-Plattform

Die neuen Haswell-CPUs gehören zu Intels "Shark Bay"-Plattform und diese bringt uns - wie bereits erwähnt - wieder einen neuen Sockel. LGA1150 nennt er sich und ist inkompatibel zu den Prozessoren der Generationen "Ivy Bridge" und "Sandy Bridge". Somit wird ein neues Mainboard benötigt, während man CPU-Kühler, welche die Sockel LGA1155 oder LGA1156 unterstützen, umziehen kann. In Hinblick auf die zu erwartende Abwärme ordnen sich die Haswell-Prozessoren oberhalb der "Ivy Bridge"-Modelle, aber unterhalb der "Sandy Bridge"-CPUs ein. Der LGA1150 soll laut Intel auch vom für 2014 erwarteten Haswell-Nachfolger "Skylake" genutzt werden. Die Frage, ob aktuelle Hauptplatinen dann tatsächlich mit "Skylake" funktionieren werden, muss die Zukunft beantworten.

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Doch zurück zum Haswell: Auch für den Sockel LGA1150 bietet Intel weiterhin nur Prozessoren mit zwei oder vier Kernen an, der Speicher-Controller verharrt bei zwei Kanälen und der maximale Speichertakt ohne Übertaktung beläuft sich nach wie vor auf 800 MHz (DDR3-1600). Auch die 16 PCIe-3.0-Lanes, die sich auf bis zu drei Grafikkarten verteilen lassen, kennen wir bereits von der "Ivy Bridge"-Generation. Überarbeitet wurden die CPU-Kerne, die integrierte Grafikeinheit und das Energiemanagement. Zudem hat Intel den Spannungswandler, der die Versorgungsspannungen für die CPU- und Grafikkerne, den System Agent und die analogen und digitalen I/O-Module regelt, in den Prozessor verlagert. Diese Maßnahme erleichtert das Design von Mainboards und spart - insbesondere im mobilen Bereich - auch Platz.
Die neuen Chipsätze der Lynxpoint-Familie umfassen die Modelle Z87, H87, B85, Q85 und Q87, die allesamt in Strukturgrößen von 32 nm gefertigt werden, wodurch die TDP von 6,7 auf 4,1 Watt sinkt. Sie sind nach wie vor über ein DMI-2.0-Interface mit dem Prozessor verbunden, bringen aber auch ein wenig frischen Wind für Intels neue Plattform. So ist die Zahl der SATA-6bps-Ports auf bis zu sechs gewachsen, es gibt bis zu sechs USB-3.0-Anschlüsse und bis zu acht PCIe-Lanes der zweiten Generation. Der Grund für das schwammige "bis zu" lautet "Port Flexibility": Je zwei der USB-3.0- und SATA-6Gbps-Schnittstellen teilen sich Ports mit den PCIe-Ausgängen, so dass der Hersteller des Mainboards darüber entscheidet, welche Ressourcen er auf seiner Hauptplatine anbietet.
Chipsatzvergleich:
 Z87Z77H77
SATA Ports 6 Gb/sbis zu 622
SATA Ports 3 Gb/sbis zu 244
SATA RAID0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeinekeine
USB 3.0 Portsbis zu 644
USB 2.0 Ports141010
Grafikausgabejajaja
PCIe 2.0 Lanesbis zu 888
PCIe Datenrate5 GT/s5 GT/s5 GT/s
HD-Audiojajaja
GBit-LANjajaja
CPU-Übertaktungjajanein
RAM-Übertaktungjajaja
Grafik-Übertaktungjajaja
MSI hat sich beim Z87-G43 für sechs schnelle SATA-Ports und vier USB-3.0-Anschlüsse entschieden, darüber hinaus nutzt die Hauptplatine alle acht PCIe-2.0-Lanes. Zu den weiteren Merkmalen der Chipsätze gehören HD-Audio und Gigabit-LAN. Besondere Funktionen wie Rapid Strorage Technology, Smart Connect Technology und Rapid Start Technology führt Intel offiziell als optionale Extras, doch die meisten Mainboard-Hersteller werden diese integrieren - auch beim MSI Z87-G43 ist dies der Fall.



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Der Lieferumfang

Die Verpackung des MSI Z87-G43 ist recht schmucklos geraten und in ihrem Inneren steckt nicht viel mehr als das Mainboard selbst. Abgesehen vom Handbuch, einer Kurzbeschreibung und der Treiber-DVD finden wir nur die I/O-Blende und zwei abgewinkelte SATA-Kabel. Andererseits ist der Lieferumfang für die Inbetriebnahme der Hauptplatine voll und ganz ausreichend.

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Die Anschlüsse

Das Anschlusspanel des MSI Z87-G43 umfasst von links nach rechts eine PS/2-Buchse (violett/grün) für Maus oder Tastatur, sechs USB-2.0-Anschlüsse (Intel Z87, schwarz), einen HDMI-Ausgang und eine Gigabit-LAN-Buchse (Realtek 8111E). Die maximale Auflösung des HDMI-Ausgangs beläuft sich auf 4.096 x 2.160 Pixel bei 24 Hertz bzw. 2.560 x 1.600 Pixel bei 60 Hertz. Wird eine Farbtiefe von 36 Bit verwendet, sind 1.920 x 1.080 Bildpunkte bei 60 Hertz möglich.

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Weiter geht es mit einem analogen VGA-Anschluss (blau) und einer digitalen DVI-D-Buchse (weiß), die beide auf 1.920 x 1.200 Bildpunkte bei 60 Hertz und 24 Bit Farbtiefe beschränkt sind. Wer will, kann alle drei Bildschirmausgänge zeitgleich nutzen. Es folgen zwei USB-3.0-Ports (Intel Z87, blau) sowie sechs analoge Audio-Anschlüsse (Realtek ALC892).

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Am unteren Rand der Hauptplatine reihen sich von links nach rechts der Audioabgriff (Realtek ALC892) für die Gehäuseanschlüsse, die Kontaktleiste für das TPM-Modul sowie ein paralleler und ein serieller Anschluss. Es folgen die Buchse für den zweiten Gehäuselüfter, zwei Header für die USB-2.0-Ports sieben bis zehn (Intel Z87) und die Gehäuseanschlüsse für Schalter und LEDs.

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Um die Ecke liegen dann noch sechs SATA-Buchsen (Intel Z87), die allesamt mit 6 Gbps arbeiten, der Anschluss für den dritten Gehäuselüfter und der blaue Abgriff für die USB-3.0-Ports (Intel Z87) drei und vier. MSI nutzt die Möglichkeiten des Intel Z87 gut aus, verzichtet aber auf zwei USB-3.0-Anschlüsse. Warum dies so ist, erklären wir im Kapitel "Zusätzliche Controller und Chips".



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Das Layout

Laut Hersteller bieten die hochwertigen Bauteile des MSI Z87-G43 einen besseren Schutz vor Hitze und Feuchtigkeit. Wir haben dennoch darauf verzichtet, unser Testmuster mit Wasser zu besprühen, denn hierbei geht es um Umwelteinflüsse wie hohe Luftfeuchtigkeit und den Betrieb außerhalb klimatisierter Räume. Die PCB-Struktur soll zudem elektromagnetische Strahlung minimieren und alle Anschlüsse sind mit einem Kurzschlussschutz ausgestattet.

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Das MSI Z87-G43 nutzt ein typisches Layout für ATX-Mainboards mit einteiligem Chipsatz. Die Wandlereinheit befindet sich links und oberhalb vom CPU-Sockel, wo auch die EPS+12V-Buchse angeordnet wurde. MSI setzt hierbei auf langlebige Super-Ferrit-Spulen und Feststoffkondensatoren und platziert zwei passive Kühler auf den MOSFETs.

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Rechts neben dem CPU-Sockel folgen die vier Steckplätze für DDR3-Speicherriegel, am Rand sieht man die 24-polige ATX-Hauptbuchse und gleich darunter den blauen USB-3.0-Header. Der Abstand zwischen dem oberen PEG-Steckplatz und den DRAM-Slots ist groß genug, um Speicherriegel auch bei eingebauter Grafikkarte austauschen zu können.

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Für Erweiterungskarten werden sieben Steckplätze geboten:
  1. PCIe 2.0 x1
  2. PCIe 3.0 x16 (16 Lanes)
  3. PCIe 2.0 x1
  4. PCI 32-Bit
  5. PCIe 2.0 x16 (4 Lanes)
  6. PCI 32-Bit
  7. PCI 32-Bit
Obwohl Intels Z87 die Verteilung der 16 PCIe-3.0-Lanes auf zwei (8/8) oder drei Steckplätze (8/4/4) ermöglicht, ist beim MSI Z87-G43 nur der oberste PEG-Slot mit dem Prozessor verbunden. Für die zweite Grafikkarte verwendet MSI vier PCIe-2.0-Lanes des Chipsatzes, was auf den ersten Blick unlogisch erscheint.

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Doch das Z87-G43 hat zwei Schwesterplatinen, welche das selbe Layout mit den Chipsätzen H87 bzw. B85 kombinieren. Und da diese Chipsätze keine Aufteilung der PCIe-3.0-Lanes zulassen, musste auch das Z87-G43 auf diese Möglichkeit verzichten. Die deutlich geringere Bandbreite des zweiten PEG-Steckplatzes macht diesen für den CrossFire-Betrieb jedoch unattraktiv und SLI wird gar nicht unterstützt.



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Zusätzliche Controller und Chips

Auch auf dem MSI Z87-G43 finden sich einige zusätzliche Controller und Chips, welche die Funktionen des Chipsatzes ausführen oder ergänzen. Folgender Lageplan markiert deren Position auf dem Mainboard:

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Auf dem Lageplan findet sich oben links der Codec Realtek ALC892, welcher die die HD-Audio-Funktion des Intel Z87 ausführt. Rechts daneben liegt der Super-I/O Nuvoton NCT6779D, der die parallele und serielle Schnittstelle verwirklicht. Zudem liest dieser Chip die Temperaturen und Spannungen aus und übernimmt die Regelung von bis zu fünf Lüftern. Als Gigabit-LAN-Controller verbaut MSI einen Realtek 8111E, der eine PCIe-Lane des Z87 nutzt.

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Die PCIe-zu-PCI-Brücke ASMedia ASM1083 benötigt ebenfalls eine Lane. Rechnen wir die sechs PCIe-Lanes hinzu, welche MSI für die Steckplätze nutzt, sind alle acht Lanes des Z87 im Einsatz. Beziehen wir die sechs schnellen SATA-Ports mit ein, bleiben keine Ressourcen für zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse übrig.

Lüfteranschlüsse und Regelung

MSI hat auf dem Z87-G43 fünf Lüfteranschlüsse verteilt. Alle Anschlüsse sind mit vier Kontakten versehen und lassen sich über Pulsweitenmodulation regeln. Der folgende Lageplan zeigt die Positionen der Anschlüsse:

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Die Regelung erfolgt per Software oder direkt über das UEFI-BIOS. MSI hat den Hardware-Monitor im BIOS grafisch umgesetzt und das betrifft auch die Lüfterregelung, deren Eckwerte man über Schieber einstellt.

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Für alle Lüfter kann man eine Zieltemperatur zwischen 40 und 100°C vorgeben, wobei dieser Temperaturbereich für die Gehäuselüfter recht ungünstig gewählt wurde. Die Mindestdrehzahl der CPU-Lüfter lässt sich zwischen 12,5 und 87,5 Prozent einstellen, die maximale Drehzahl zwischen 25 und 100 Prozent. Bei den Gehäuselüftern stehen feste Drehzahlen zwischen 50 und 100 Prozent zur Auswahl.



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Das BIOS

MSI nennt sein aktuelles UEFI-BIOS "Click BIOS 4" und dieser Name ist Programm. Viele Funktionen wurden grafisch umgesetzt, doch auch mit der Tastatur lässt sich das "Click BIOS 4" recht gut bedienen.

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In der Kopfzeile finden sich einige Angaben zur Systemkonfiguration sowie die aktuellen Temperaturen und eine grafische Darstellung der Bootgeräte. Darunter folgen am rechten und linken Rand sechs Kategorien, deren Unterpunkte in der Mitte des Bildschirms geöffnet werden. Dabei setzt MSI dann wieder primär auf Text.

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Das MSI Z87-G43 bietet ein komplettes Angebot an Übertaktungs- und Tuningfunktionen, welche wir später noch ausführlich testen werden. Alternativ kann man links oben auf den Schalter "OC-Genie" klicken und das Übertakten ganz automatisch vornehmen lassen.

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Der integrierte "Board Explorer" erklärt die Lage und den Zweck von Anschlüssen und Steckplätzen. Allerdings sollte man sich vor der Inbetriebnahme mit dem Motherboard vertraut machen, um Probleme und unbeabsichtigte Beschädigungen zu vermeiden.

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Wir haben übrigens das komplette BIOS des MSI Z87-G43 im Rahmen unserer Fotostrecke dokumentiert!



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Das Testsystem

Pünktlich zum Start des Haswell haben wir unsere Testplattform in Hinblick auf die Hard- und Software komplett überarbeitet. Es sind viele neue Tests, insbesondere aktuelle Spiele, hinzugekommen und viele andere wurden aktualisiert. Zudem haben wir mit der MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) eine deutlich leistungsstärkere Grafikkarte an Bord geholt.
Unsere bisherige Festplatte haben wir gegen das Modell Seagate SV35 ST2000VX000 getauscht und als Betriebssystem dient uns Windows 7 Professional 64-Bit SP1. Windows 7 befindet sich auf dem Patchlevel Mai 2013 und ist mit den aktuellsten DirectX-Updates versehen. Hier die übrigen Eckdaten:

Soundcheck

MSI bestückt das Z87-G43 mit dem HD-Audio-Codec Realtek ALC892, dessen Digital-Analog-Wandler ein Signal-Rausch-Verhältnis von 95 db(A) bieten, während die Analog-Digital-Wandler auf 90 dB(A) kommen. Die Vergleichswerte liefern uns die beiden Hauptplatinen ASUS H87-PRO (Realtek ALC887: keine Angaben verfügbar) und MSI Z77A-GD65 (Realtek ALC898: 110/104 dB(A)).
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 MSI
Z87-G43
ASUS
H87-PRO
MSI
Z77A-GD65
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,04 dB
-0,04 dB
+0,07 dB
-0,13 dB
+0,19 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-87,5 dBA-89,5 dBA-100,0 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
87,4 dBA89,7 dBA100,2 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0031 %0,0033 %0,070 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,014 %0,013 %0,052 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-81,1 dB-83,7 dB-82,5 dB
Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Das MSI Z87-G43 liefert mit seinem Realtek ALC892 eine gute Klangqualität, ohne dabei zu glänzen. Der Realtek ALC898 wäre sicherlich die bessere, wenngleich auch teurere Wahl gewesen.

Taktraten und Spannungen

Sowohl MSI als auch ASUS haben im BIOS standardmäßig einen erweiterten Turbo-Modus aktiviert, der unter Last alle vier Kerne unseres Core i7-4770K mit 3,9 GHz taktet. MSI nennt diese Option "Enhanced Turbo", sie findet sich gleich unterhalb der normalen Turbo-Einstellung. Für unsere Messungen haben wir diese Übertaktung ausgeschaltet. Nun setzt das MSI Z87-G43 die von Intel spezifizierten Taktraten und Turbostufen fast perfekt um, während ASUS beim Basistakt des H87-PRO immerhin 0,23 MHz verschenkt.
Takt und Spannung:
 MSI Z87-G43ASUS H87-PRO
Multiplikator, Idle88
Takt, Idle800,09 MHz798,17 MHz
Spannung, Idle0,713 V0,712 V
Multiplikator, 1 Thread3939
Takt, 1 Thread3900,67 MHz3890,89 MHz
Spannung, 1 Thread1,091 V1,209 V
Multiplikator, 2 Threads3939
Takt, 2 Threads3900,41 MHz3891,00 MHz
Spannung, 2 Threads1,154 V1,209 V
Multiplikator, 3 Threads3838
Takt, 3 Threads3800,66 MHz3791,23 MHz
Spannung, 3 Threads1,086 V1,175 V
Multiplikator, 4 Threads3737
Takt, 4 Threads3700,39 MHz3691,39 MHz
Spannung, 4 Threads1,091 V1,140 V
Basistakt100,01 MHz99,77 MHz
Speichertakt800,1 MHz798,2 MHz
Sofern CPU-Z die korrekten Spannungen meldet, sollte das MSI Z87-G43 unter Last weniger Strom verbrauchen. Wir werden dies später noch detailliert untersuchen.



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Datendurchsatz: SATA und USB

Hinweis zu den Benchmarks
EIST, der Turbo-Modus sowie die C-States waren bei allen Messungen aktiviert, so dass der Core i7-4770K jeweils mit der höchstmöglichen Taktstufe arbeiten konnte. Weiterhin wurde in allen Tests HyperThreading verwendet. Die einzelnen Ergebnisse spiegeln den Durchschnitt von mindestens fünf Messläufen wieder, wobei das Minimum und das Maximum gestrichen wurden. Für die Messungen des Datendurchsatzes an SATA und USB wurden die Energiesparfunktionen der CPU deaktiviert.
SATA-Schnittstellen
Betrachten wir zunächst den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen. Für diesen Test verwenden wir ein Solid State Drive vom Typ Crucial M4 64GB mit der Firmware 0009, welches wir an den jeweiligen Anschlüssen des Mainboards bzw. in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Anschluss betreiben.
SATA: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 6 Gbps
530.7
530.9
529.3
ASUS H87-PRO
Intel H87 6 Gbps
527.8
529.0
527.5
MSI Z87-G43
Intel Z87 6 Gbps
527.6
527.8
527.3
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 3 Gbps
269.6
270.0
269.4
Während der Intel Z77 des MSI Z77A-GD65 nur zwei SATA-Anschlüsse mit 6 Gbps bietet und die übrigen vier mit 3 Gbps betreibt, ermöglichen Intels Z87 und H87 sechs SATA-Ports mit 6 Gbps. Diese erreichen in etwa den Datendurchsatz, welchen wir vom Z77 gewohnt sind.
USB-Anschlüsse
Kommen wir nun zu den USB-Anschlüssen, wobei uns die Dockingstation RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B als Adapter für unser Crucial M4 64GB dient. Abhängig davon, wie der Mainboard-Hersteller die Ressourcen des Chipsatzes nutzt, lassen sich mit Intels Z87 und H87 bis zu sechs USB-3.0-Anschlüsse verwirklichen.
USB: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS H87-PRO
Intel H87 USB 3.0
217.8
218.2
217.0
MSI Z87-G43
Intel Z87 USB 3.0
217.4
217.6
217.0
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 USB 3.0
215.2
215.4
214.8
MSI Z87-G43
Intel Z87 USB 2.0
42.3
42.3
42.3
ASUS H87-PRO
Intel H87 USB 2.0
42.3
42.3
42.0
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 USB 2.0
33.3
33.3
33.2
Der Datendurchsatz der USB-3.0-Anschlüsse fällt beim Z87 und H87 um 2,2 bzw. 2,6 MB/s höher aus. Einen deutlich größeren Unterschied sehen wir überraschenderweise bei den USB-2.0-Ports, die sich im Gegensatz zu Intels bisherigen Chipsätzen um 9 MB/s verbessert haben. Das ist eine Steigerung um 27 Prozent, von der auch ältere Geräte profitieren.



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Benchmarks: Synthetisch / SiSoft Sandra

SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Arithmetik
SiSoft Sandra ist eine umfangreiche Benchmark-Suite, die regelmäßig aktualisiert wird und daher auch die neuesten Techniken unterstützt. Die einzelnen Tests machen massiven Gebrauch von allen zur Verfügung stehenden Kernen und Threads. Wir verwenden die Version 2013.05.19.44 und beginnen mit der Prozessorleistung bei der Verarbeitung ganzer Zahlen. Hierbei kommt bereits AVX2 zum Einsatz.
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
124.80
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
124.50
Die Gleitkommawertung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 basiert auf SSE3, das alle aktuellen Prozessoren beherrschen:
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
95.04
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
94.98
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Multi-Media
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 sind die Multimediamessungen von besonderem Interesse. Wir beginnen mit der Berechnung ganzzahliger Werte, für die die Software auf AVX2 zurückgreift.
Prozessorleistung Multi-Media Integer in MPixel/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
404.32
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
403.02
Für die Gleitkommamessung FP32 nutzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 dann FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Fließkomma FP32 in MPixel/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
396.99
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
395.96
Auch für Berechnungen mit doppelter Genauigkeit - Double FP64 - verwendet SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bereits FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Double FP64 in MPixel/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
228.33
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
227.27
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Speicherbandbreite
Für die Messung der Speicherbandbreite setzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 auf AVX2 und FMA2 - sofern der Prozessor diese Befehlssatzerweiterungen beherrscht.
Speicherbandbreite Integer/Fließkomma in GB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
21.23
21.35
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
21.12
21.26
Sowohl in Bezug auf die Rechenleistung als auch in Hinblick auf den Speicherdurchsatz ist das MSI Z87-G43 mit Intels Z87 ein wenig schneller als das ASUS H87-PRO, das den preiswerteren Chipsatz H87 verwendet. Die Abstände sind jedoch so gering, dass man sie in der Praxis nie spürt.



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Benchmarks: Synthetisch / PCMark

PCMark 05 v120_1901: CPU-Suite
Die Test-Suite PCMark 05 der Firma Futuremark stammt aus dem Jahr 2005, gehört aber nach wie vor zu den meistgenutzten Benchmark-Programmen. PCMark 05 skaliert ordentlich und kann mehrere Kerne nutzen, doch HyperThreading ist in diesem Test eher von Nachteil. Wir beginnen mit der CPU-Suite, welche acht Einzeltests umfasst. Dabei werden Daten ge- und entpackt, ver- und entschlüsselt, Bilder dekomprimiert, Audiodaten komprimiert und zwei spezielle MultiThread-Tests durchgeführt.
PCMark 05 v120_1901: CPU-Suite (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
14338
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
14322
PCMark 05 v120_1901: Memory-Suite
Die Memory-Suite von PCMark 05 führt Lese-, Schreib- und Kopieroperationen im Speicher aus. Zudem sollen Zufallszugriffe die Latenzen ermitteln. Diese Tests reagieren somit auf die Größe des Arbeitsspeichers, die Speicherbandbreite sowie die Cache-Architektur des Prozessors.
PCMark 05 v120_1901: Memory-Suite (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
12687
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
12638
PCMark 7 v1.4.0: Computation-Suite
PCMark 7 ist der neueste Ableger der Reihe und wurde im Jahr 2012 veröffentlicht. Wir verwenden die Computation-Suite, welche zwei Videoumwandlungen und eine Serie von Bildmanipulationen durchführt. Auch dieser Test reagiert sowohl auf die CPU-Architektur, die Taktrate und die Zahl der Kerne, kommt aber deutlich besser mit HyperThreading zurecht.
PCMark 7 v1.4.0: Computation-Suite (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
8090
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
8035
Wie bei SiSoft Sandra zeigen auch die PCMark-Messungen einen kleinen Vorteil für das MSI Z87-G43 und den Intel Z87. Doch auch hier sind die Unterschiede so gering, dass sie für den Alltag bedeutungslos bleiben.

Benchmarks: Kryptographie

TrueCrypt 7.1a
Zum Test der Kryptographieleistung verwenden wir das frei erhältliche Programm TrueCrypt in der Version 7.1a. TrueCrypt kann sowohl komplette Datenträger als auch einzelne Dateien verschlüsseln, zudem beinhaltet die Software eine Benchmarkmessung. Mit dieser messen wir den Datendurchsatz (Puffergröße: 100 MB) und beginnen mit AES. Unser Core i7-4770K profitiert hierbei von seiner AES-Beschleunigung und der schnellen Cache-Architektur.
TrueCrypt 7.1a - AES in GB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
4.4
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
4.4
Im zweiten Durchlauf von TrueCrypt 7.1a wiederholen wir unsere Messung mit Serpent (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Serpent in MB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
398
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
397
Für die abschließende Messung verwendet TrueCrypt 7.1a die Twofish-Verschlüsselung (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Twofish in MB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
684
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
682
TrueCrypt sieht ebenfalls das MSI Z87-G43 vorne, dennoch bleiben die Vorteile minimal und sind daher rein statistischer Natur.



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Benchmarks: Rendering und Raytracing

Blender 2.67 64-Bit
Blender 2.67 ist eine freie 3D-Grafiksoftware zum Modellieren, Texturieren, Animieren und Rendern sowie zum Erstellen von Videos und Spielszenen. Wir haben für unseren Test eine Beispielszene berechnet. Blender 2.67 reagiert deutlich auf den Takt und die Zahl der Kerne, HyperThreading bringt hingegen keine Vorteile.
Blender 2.67 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
21.591
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
21.689
Cinebench 11.529 64-Bit
Mit dem Benchmark Cinebench 11.529 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Dabei profitiert Cinebench 11.529 insbesondere von möglichst vielen Kernen und Threads.
Cinebench 11.529 64-Bit (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
8.14
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
8.12
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden auch hier die 64-Bit Variante der Software, die sehr stark von zusätzlichen Kernen und Threads profitiert.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
168.339
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
168.808
Blender, Cinebench und Povwin sind sich einig: Das MSI Z87-G43 erledigt die Arbeit minimal schneller.

Benchmarks: Packer

7-Zip 9.20 64-Bit
Als ersten Packer verwenden wir 7-Zip 9.20 in der 64-Bit-Variante. Dieses Programm kann bis zu zwölf Threads verwenden, sofern der Datenkompressionsalgorithmus LZMA2 genutzt wird. Wir komprimieren eine 422 MByte große WAV-Datei und nutzen dabei die höchste Kompressionsstärke. Letzteres hat zur Folge, dass nur vier Threads optimal genutzt werden.
7-Zip 9.20 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
56.503
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
57.127
Winrar 4.20 64-Bit
Winrar 4.20, von dem ebenfalls die 64-Bit-Variante zum Einsatz kommt, kann bis zu acht Threads nutzen. Abermals packen wir unsere 422 MByte große WAV-Datei und nutzen wieder die höchste Kompressionsstärke. Winrar kann in dieser Konfiguration auch mehr als vier Threads in Mehrleistung ummünzen.
Winrar 4.20 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
15.131
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
15.568
WinZip 17.5 Build 10480g 64-Bit
Zum Abschluss lassen wir noch WinZip 17.5 Build 10480g 64-Bit auf unsere 422 MByte große WAV-Datei los. Wir wählen das Kompressionsverfahren bzip2 in Kombination mit der höchsten Kompressionsstärke. Ähnlich wie bei 7-Zip sehen wir auch hier keinen Vorteil für mehr als vier Threads.
WinZip 17.5 Build 10480g 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
43.212
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
43.333
Auch die drei Packer gehen an das MSI Z87-G43, wobei einzig Winrar einen etwas deutlicheren Abstand aufzeigt. In diesem Test fällt die Bearbeitungszeit mit dem MSI Z87-G43 um 2,8 Prozent kürzer aus.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 11 von 21

Benchmarks: Audiobearbeitung

iTunes 11.0.2 für Windows 64-Bit
iTunes ist Apples Allzweckwaffe zum Kaufen, Verwalten, Konvertieren und Abspielen von Musik. Multithreading wird nicht geboten, daher reagiert diese Software primär auf die Taktrate. Wir verwenden die Version 11.0.2 64-Bit, um die 422 MByte große WAV-Datei, welche wir zuvor schon beim Test der Packer verwendet hatten, ins MP3-Format zu wandeln.
iTunes 11.0.2 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
42.517
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
42.642
NeroAAC Codec 1.5.1
NeroAAC Codec 1.5.1 ist ein kostenloser Encoder, der über die Befehlszeile ausgeführt wird. Dabei konzentriert sich das Programm auf einen Thread und reagiert hauptsächlich auf die Taktraten unserer Prozessoren. Abermals konvertieren wir die 422 MByte große WAV-Datei ins MP3-Format.
NeroAAC Codec 1.5.1 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
39.102
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
39.874
Lame 3.98.4
Lame 3.98.4 ist ein quelloffener Encoder und sozusagen der Klassiker für das MP3-Format. Wir haben den Quellcode mit VisualStudio 2008 compiliert, um ein möglichst neutrales Ergebnis zu erhalten. Die Binaries, welche üblicherweise angeboten werden, wurden nämlich mit einem Compiler von Intel erstellt. Auch Lame beschränkt sich auf einen Thread und reagiert somit nur auf die Taktrate und die CPU-Architektur.
Lame 3.98.4 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
40.779
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
40.934
iTunes, NeroAAC und Lame gehen an das MSI Z87-G43. Den deutlichsten Unterschied sehen wir bei NeroAAC, wo das MSI Z87-G43 die Bearbeitungszeit um 1,9 Prozent verkürzt.

Benchmarks: Videobearbeitung

HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit
HandBrake ist eine freie Software zur Transcodierung von Videodateien, die ursprünglich für BeOS entwickelt wurde. Die von uns verwendete Version 0.9.9 RC1 64-Bit macht massiven Gebrauch von mehreren Kernen und Threads, zudem unterstützt das Programm SSE4.2 und AVX. Für unsere Messung wandeln wir eine 370 MByte große Videodatei zunächst in eine iPod-taugliche Auflösung von 320 x 176 Pixel um.
HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit - iPod 320x176 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
18.127
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
18.674
Im zweiten Durchlauf von HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit wandeln wir die selbe Videodatei ins Full-HD-Format (1080p) um:
HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit - 1920x1080 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
177.598
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
178.660
x264 0.132.2310 über Avisynth 2.58
Der plattformübergreifende Video-Encoder x264 giert nach möglichst vielen Kernen und Threads, beherrscht aber auch SSE 4.2 sowie AVX. Mit Hilfe von Avisynth 2.58 führen wir eine 2-Pass-Konvertierung unserer 370 MByte großen Videodatei durch und stoppen die Zeit.
x264 0.132.2310 über Avisynth 2.58 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
33.889
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
34.323
HandBrake und x264 kann das MSI Z87-G43 ebenfalls für sich entscheiden. Diesmal weist der iPod-Durchlauf von HandBrake mit 2,9 Prozent den größten Abstand auf.

Benchmarks: Bildbearbeitung

Gimp 2.8.4
Gimp, das "GNU Image Manipulation Program" ist ein quelloffenes Bildbearbeitungsprogramm, welches unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird. Zumeist nutzt Gimp nur einen Thread und so entscheidet primär die Taktrate über die Bearbeitungszeit. Für unseren Test verwenden wir ein 6.145 x 6.623 Pixel großes TIFF-Bild (49,5 MByte) und lassen die Filter Unschärfe und gaußscher Weichzeichner laufen, bevor wir die roten Augen entfernen.
Gimp 2.8.4 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
28.0
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
29.0
IrfanView 4.35
Der Bildbetrachter IrfanView eignet sich hervorragend, um automatisiert große Bildermengen zu bearbeiten. Wir haben ein Verzeichnis mit 32 großformatigen TIFF-Bildern (450 MByte), die wir zunächst kleiner rechnen und dann schärfen. Auch IrfanView reagiert dabei in erster Linie auf die Taktrate unserer Prozessoren.
IrfanView 4.35 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
11.450
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
11.614
Wir beenden unsere synthetischen Benchmarks und die Anwendungen mit zwei weiteren Punktgewinnen für das MSI Z87-G43. Doch auch wenn das MSI Z87-G43 bisher jeden einzelnen Test für sich entscheiden konnte, waren die Abstände zwischen den beiden Mainboards nie sonderlich groß.



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Benchmarks: DX9-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Serious Sam 3 - BFE
"Serious Sam 3 - BFE" ist ein extrem schneller Ego-Shooter von Croteam, der im Frühjahr 2012 in den Handel kam. Die dabei verwendete Serious Engine V. 3.5 ist auf DirectX 9 limitiert. Die Szene "Gestutzte Flügel" belastet primär den Grafikprozessor. Wir beginnen mit einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten und mittleren Details. AA und SSAA sind deaktiviert, die 16-fache anisotrope Filterung wird hingegen verwendet.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Serious Sam 3 - BFE" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
262.082
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
260.774
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
259.857
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
257.860
MSI Z87-G43
Intel HD4600
75.943
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
75.809
Die Ergebnisse der Radeon HD 7970 streuen recht stark und man kann keinen klaren Vorteil für die PCIe-3.0-Anbindung erkennen. Beim ASUS H87-PRO ist die Grafikkarte im auf vier Lanes limitierten PCIe-2.0-Steckplatz sogar schneller. Die iGPU liefert hingegen sehr konstante Werte und ihre Leistung reicht für die gewählten Einstellungen locker aus.
"Serious Sam 3 - BFE" dreht seine zweite Runde in Full-HD-Auflösung mit ultrahohen Qualitätseinstellungen und achtfachem Anti-Aliasing sowie 2x2 SSAA. Diese Einstellungen sind für Intels HD4600 zu anspruchsvoll, weshalb wir uns auf die Grafikkarte konzentrieren:
"Serious Sam 3 - BFE" - 1920x1080 Pixel / ultra Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
56.246
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
56.203
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
55.902
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
55.618
Diesmal sind die Resultate der Radeon HD 7970 sehr konstant und bei beiden Mainboards annähernd identisch. Zudem sehen wir einen minimalen Vorteil für PCIe 3.0.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 13 von 21

Benchmarks: DX9-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

The Elder Scrolls: Skyrim
"The Elder Scrolls: Skyrim" ist ein sehr erfolgreiches Rollenspiel, welches von Bethesda entwickelt und im Frühjahr 2012 veröffentlicht wurde. Es basiert auf der Creation-Engine, welche leider nur DirectX 9 unterstützt. Wir verwenden die GPU-lastige Szene "Steinbühel" und beschränken uns im ersten Durchgang auf 1366 x 768 Bildpunkte und mittlere Details. Anti-Aliasing und FXAA sind deaktiviert, die 16-fache anisotrope Filterung wird hingegen verwendet.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"The Elder Scrolls: Skyrim" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
183.761
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
183.107
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
177.608
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
175.942
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
46.909
MSI Z87-G43
Intel HD4600
46.512
Auch bei "The Elder Scrolls: Skyrim" läuft unsere Radeon HD 7970 im PCIe-2.0-Steckplatz des ASUS H87-PRO etwas schneller. Zudem fällt auf, dass MSIs Z87-G43 zwischen 6 und 7 fps mehr schafft. Bei den obigen Ergebnissen handelt es sich um Durchschnittswerte aus mehreren Messläufen, der Rückstand ist also reproduzierbar. Abermals erreicht Intels HD4600 spielbare Frameraten.
Den zweiten Durchgang bestreitet "The Elder Scrolls: Skyrim" mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten, achtfachem Anti-Aliasing, FXAA und einer sehr hohen Detailstufe:
"The Elder Scrolls: Skyrim" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
95.588
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
95.407
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
92.774
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
92.119
Mit diesen anspruchsvollen Einstellungen verschwindet der Nachteil des ASUS H87-PRO und die beiden Hauptplatinen liegen wieder auf Augenhöhe. Der Einsatz von PCIe 3.0 bringt einen bescheidenen Vorteil von ca. 3 fps.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 14 von 21

Benchmarks: DX11-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Assassin's Creed III
Der dritte Teil der Erfolgsreihe "Assassin's Creed" wurde Ende 2012 von Ubisoft veröffentlicht. "Assassin's Creed III" ist ein klassisches 3D-Action-Abenteuer, dass auf Geschick und Kampfkunst setzt. Die vom Spiel verwendete AnvilNext-Engine bietet DirectX 11 sowie Havok Physics. Für die Umgebung, die Texturen und die Schatten wählen wir eine mittlere Qualität ("normal") und beginnen mit einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. HyperThreading auf mehr als zwei Kernen ist bei diesem Spiel von Nachteil.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Assassin's Creed III" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
93.593
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
92.646
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
89.610
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
88.754
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
37.494
MSI Z87-G43
Intel HD4600
37.328
Genau wie bei "The Elder Scrolls: Skyrim" hat das ASUS H87-PRO auch bei "Assassin's Creed III" das Nachsehen - dem Mainboard fehlen ca. 4 fps auf MSIs Z87-G43. Wird der integrierte Grafikkern Intel HD4600 verwendet, liegen die beiden Hauptplatinen dann wieder Kopf an Kopf. Allerdings muss sich Intels iGPU schon ziemlich mühen, um in den spielbaren Bereich zu kommen.
Nun starten wir "Assassin's Creed III" mit voller HD-Auflösung, vierfachem MSAA und FSAA (hoch). Die Qualität von Umgebung und Schatten ist sehr hoch und die der Texturen hoch:
"Assassin's Creed III" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
63.869
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
62.642
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
59.354
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
59.096
Auch bei "Assassin's Creed III" löst sich die angezogene Handbremse des ASUS H87-PRO dank der anspruchsvolleren Grafikeinstellungen. Die Verwendung des PCIe-3.0-Steckplatzes bringt diesmal 3 bis 4 fps.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 15 von 21

Benchmarks: DX11-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Crysis 3
Auch die Erfolgsreihe Crysis hat einen dritten Teil zu bieten, der im Februar 2013 von Electronic Arts veröffentlicht wurde. "Crysis 3" setzt auf die dritte Generation der CryEngine, wobei der Ego-Shooter DirectX 11 unterstützt. Wir wählen zunächst mittlere Systemeinstellungen und Texturen bei einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Dann deaktivieren wir die Kantenglättung und setzen die anisotrope Filterung auf 16-fach.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Crysis 3" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
171.695
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
171.519
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
105.189
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
103.117
MSI Z87-G43
Intel HD4600
22.164
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
22.082
"Crysis 3" ist für Intels HD4600 zu anspruchsvoll und auch die Bandbreite von PCIe 2.0 x4 reicht für dieses Spiel nicht aus. Weichen wir auf den zweiten PEG-Steckplatz aus, verlieren wir 66 bis 68 fps!
Beim Full-HD-Durchlauf von "Crysis 3" arbeiten wir mit hohen Qualitätseinstellungen und achtfachem Anti-Aliasing. Wer mit diesen Einstellungen spielt, muss sich über den Prozessor praktisch keine Gedanken machen, da zumeist die Grafikkarte limitiert:
"Crysis 3" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
43.949
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
43.809
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
37.523
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
37.237
Nutzen wir "Crysis 3" mit sehr hohen Qualitätseinstellungen, kommt auch unsere Grafikkarte an ihre Grenzen. Die beiden Mainboards liegen gleich auf und im PCIe-3.0-Steckplatz läuft die Radeon HD 7970 gut 6 fps schneller.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 16 von 21

Benchmarks: DX11-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Tomb Raider
Everybody's Darling Lara Croft is back! Die von Crystal Dynamics und Eidos Montreal entwickelte Neuauflage von "Tomb Raider" wurde im März 2013 von Square Enix veröffentlicht und ist ein Action-Abenteuer, das uns Geschick und Kampfkunst abverlangt. Die Crystal-Engine sorgt dabei für DirectX 11 und TressFX macht Laras Haare schön. Im ersten Durchgang verzichten wir allerdings auf TressFX, Tesselation und AntiAliasing. Wir verwenden 1366 x 768 Bildpunkte mit mittleren Details ("normal") und einer 16-fachen anisotropen Filterung.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Tomb Raider" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
158.771
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
155.268
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
153.282
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
152.274
MSI Z87-G43
Intel HD4600
28.978
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
28.955
Auch "Tomb Raider" gehört zu den drei Spielen, bei denen das ASUS H87-PRO mit unserer Radeon HD 7970 kleinere Leistungsdefizite offenbart: Steckte die Grafikkarte im PCIe-3.0-Slot, ist MSIs Z87-G43 rund 5,5 fps schneller. Nutzen wir Intels HD4600, liegen beide Mainboards dicht beisammen, doch die iGPU ist mit der gewählten Szene überfordert.
Den letzten Durchlauf absolviert die hübsche Lara in Full-HD und den höchsten Qualitätseinstellungen. Für das gewisse Extra an Makeup und Haarpflege sorgen 2x2 SSAA, TressFX und Tesselation:
"Tomb Raider" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
31.227
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
30.893
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
30.058
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
29.565
In unserer letzten Spielewertung dreht das ASUS H87-PRO den Spieß um und zieht knapp am MSI Z87-G43 vorbei. Wer den PCIe-2.0-Steckplatz verwendet, viert gut ein Frame pro Sekunde.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 17 von 21

Stromverbrauch

Gesamtsystem: Idle
Um den Stromverbrauch zu ermitteln, messen wir die Leistungsaufnahme des gesamten Systems über den Zeitraum einer Stunde. Wir geben also keine einmaligen Verbrauchsspitzen an, sondern den für die Praxis viel relevanteren Durchschnittswert. Das Testsystem besteht aus dem jeweiligen Mainboard inklusive der CPU, 4 x 4 GByte G.Skill Ripjaws Z (DDR3-1600 CL9-9-9-24 2T) und der 2 TB großen Festplatte Seagate SV35 ST2000VX000.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Stromverbrauch: Gesamtsystem Idle in W (geringere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
33
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
35
Schon im Leerlauf liegen die beiden Hauptplatinen um zwei Watt auseinander, obwohl sie eine sehr ähnliche Ausstattung bieten.
Gesamtsystem: Volllast
Im zweiten Durchgang erzeugen wir auf allen Kernen Volllast mit Hilfe zweier Programme: Povwin 3.7 RC7 64-Bit ist der heftigste Stromverbraucher aus unserem Testparcours und liegt knapp oberhalb des Lastprogramms Core2MaxPerf, welches wir in der Vergangenheit für unsere Stromverbrauchstests verwendet hatten. Zusätzlich haben wir eine zweite Messung mit Prime 27.9 gemacht, dessen Stabilitätstest zwar wenig Praxisrelevanz hat, aber einen deutlich höheren Stromverbrauch provozieren kann.

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Stromverbrauch: Gesamtsystem Volllast in W (geringere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
99
ASUS H87-PRO
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
104
MSI Z87-G43
Prime 27.9
129
ASUS H87-PRO
Prime 27.9
142
Mit Povwin 3.7 RC7 64-Bit verbraucht das Testsystem um die 100 Watt, wobei sich das MSI Z87-G43 einen Vorteil von immerhin fünf Watt erarbeitet. Lassen wir Prime 27.9 auf den Core i7-4770K los, steigt der Stromverbrauch nochmals deutlich und das ASUS H87-PRO genehmigt sich stolze 13 Watt mehr als das MSI Z87-G43.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 18 von 21

Übertakten der CPU-Kerne

Manuelles Übertakten
Beim Übertakten der Haswell-CPUs gibt es zwei Wege, die sich auch miteinander kombinieren lassen. Leider erwiderte das MSI Z87-G43 jeglichen Versuch zum Anheben des Basistakts mit einer Startverweigerung, weshalb wir den - unserer Ansicht nach besseren - Weg über die Turbostufen einschlagen mussten. Wie bei den Prozessoren der "Ivy Bridge"-Generation arbeiten wir mit einer Spannungserhöhung auf 1,250 Volt, die wir angesichts der 22-nm-Strukturen für gerade noch vertretbar halten. Damit uns der System Agent keinen Strich durch die Rechnung macht und aufgrund des höheren Stromverbrauchs den CPU-Takt drosselt, heben wir die TDP-Grenzen auf 110 Watt (dauerhaft) und 160 Watt (kurzfristig) an.

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Mit 4,60 GHz misslingt der Start von Windows und mit 4,50 GHz laufen die Benchmark-Messungen nicht durch. Dies gelingt erst mit 4,40 GHz, dann läuft der Core i7-4770K aber absolut stabil. Wir liegen damit 25,7 Prozent über der von Intel garantierten Taktrate, 18,9 Prozent über dem für vier belastete Kerne vorgesehenen Turbotakt sowie 12,8 Prozent über dem maximalen Turbotakt. Im Leerlauf nutzen wir EIST zur Absenkung der Taktrate, die manuell festgelegte Spannung verharrt allerdings bei knapp 1,250 Volt.

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Automatisches Übertakten
Zum automatischen Übertakten bietet das MSI Z87-G43 im BIOS einen Schalter namens "OC-Genie 4". Die Hauptplatine nimmt dann alle Einstellungen automatisch vor, weshalb man auf manuelle Eingriffe verzichten sollte. Das Ergebnis sind 4,0 GHz auf allen vier Kernen, ohne dass unter Last eine höhere Spannung anliegt.

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MSI hebt dazu beiden TDP-Grenzen auf 255 Watt an, setzt die maximale Stromstärke auf 256 Ampere und legt den CPU-Teiler auf 40 fest. Dadurch werden im Leerlauf weder die Taktrate noch die Spannung reduziert.

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Auf der folgenden Seite zeigen wir, wie sich einige unserer Benchmark-Messungen und der Stromverbrauch entwickelt haben.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 19 von 21

Übertakten der CPU-Kerne: Benchmarks und Stromverbrauch

Benchmarks
Was uns das Übertakten an echter Mehrleistung bringt, überprüfen wir mit Hilfe von Cinebench 11.529 64-Bit, Povwin 3.7 RC7 64-Bit und x264 0.132.2310 (über Avisynth 2.58).
Cinebench 11.529 64-Bit (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
OC @ 4,4 GHz
9.66
MSI Z87-G43
OC-Genie @ 4,0 GHz
8.82
MSI Z87-G43
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
8.14
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+18,67%
OC-Genie 4+8,35%
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
OC @ 4,4 GHz
143.005
MSI Z87-G43
OC-Genie @ 4,0 GHz
155.851
MSI Z87-G43
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
168.339
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+15,05%
OC-Genie 4+7,42%
x264 0.132.2310 über Avisynth 2.58 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
OC @ 4,4 GHz
29.018
MSI Z87-G43
OC-Genie @ 4,0 GHz
31.622
MSI Z87-G43
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
33.889
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+14,37%
OC-Genie 4+6,69%
Das manuelle Übertakten bringt uns Leistungsgewinne zwischen 14,37 und 18,67 Prozent, die sehr gut zur Taktsteigerung passen. Wer OC-Genie 4 verwendet, darf hingegen nur Verbesserungen zwischen 6,69 und 8,35 Prozent erwarten.
Stromverbrauch
Leider bringt das Übertakten nicht nur mehr Leistung, sondern auch einen deutlich höheren Stromverbrauch. Dieser resultiert primär aus den höheren Spannungen, doch auch das Anheben der TDP-Grenzen und Taktraten macht den Core i7-4770K deutlich durstiger:
Stromverbrauch: Gesamtsystem Volllast in W (geringere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
99
MSI Z87-G43
OC-Genie @ 4,0 GHz
112
MSI Z87-G43
OC @ 4,4 GHz
141
 Anstieg des Stromverbrauchs
manuelle Übertaktung+42,42%
OC-Genie 4+13,13%
So schön 4,4 GHz sind, ein um 42,42 Prozent höherer Stromverbrauch ist nicht akzeptabel. Hier sollte man einen Mittelweg zwischen OC-Genie 4 und unserem Ansatz suchen. Dies gilt umso mehr, da der manuell übertaktete Core i7-4770K die 4,4 GHz in Verbindung mit dem Lasttest von Prime 27.9 nicht mehr halten kann. Unser Noctua NH-D14 hat die Temperaturen des Prozessors zwar gut im Griff, doch der Verbrauch überschreitet die von uns definierten TDP-Grenzen von 110 und 160 Watt.



MSI Z87-G43 - Preiswertes OC-Mainboard für Intels Haswell - Druckansicht - Seite 20 von 21

Übertakten: iGPU

Zum Übertakten der iGPU verwenden wir den dazugehörigen Multiplikator, auf ein Anheben der Spannung verzichten wir diesmal. Bei unserem Core i7-4770K erreichen wir eine maximale Taktrate von 1,40 GHz, was einer Übertaktung um 12,0 Prozent entspricht. Bleibt noch zu prüfen, was dieser Taktgewinn in der Praxis bringt:
"Serious Sam 3 - BFE" - 1366x768 Pixel / niedrige-mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
83.806
MSI Z87-G43
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
75.943
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+10,35%
"The Elder Scrolls: Skyrim" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
49.174
MSI Z87-G43
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
46.512
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+5,72%
"Assassin's Creed III" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
39.717
MSI Z87-G43
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
37.328
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+6,40%
"Crysis 3" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
23.627
MSI Z87-G43
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
22.164
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+6,60%
"Tomb Raider" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
31.802
MSI Z87-G43
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
28.978
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+9,75%
Bei den fünf getesteten Spielen klettert die Framerate um 5,72 bis 10,35 Prozent. Um die 3D-Leistung der iGPU noch weiter zu steigern, müssten wir den Speichertakt erhöhen.
LuxMark 2.0 "Room" - GPU/CPU/kombiniert in 1000 Dreicke pro Sekunde
MSI Z87-G43
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
201
MSI Z87-G43
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
182
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+10,44%
Auch Anwendungen, die den Grafikkern zum Rechenknecht machen, profitieren von der iGPU-Übertaktung. LuxMark 2.0 beschleunigt seine Berechnungen um 10,44 Prozent.



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Fazit

Sehr GutZugegeben, das MSI Z87-G43 ist kein spektakuläres Motherboard mit einer außergewöhnlichen Ausstattung und umfangreichen Zubehör. Es ist vielmehr eine Hauptplatine, welche die Vorzüge des Intel Z87 mit einem sehr verführerischen Preis vereint. Aktuell findet sich das MSI Z87-G43 in deutschen Preisvergleichen schon ab 100 Euro und Amazon.de führt das MSI Z87-G43 für 111,45 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Dafür bekommt man eine sehr stabile und unproblematische Hauptplatine mit umfangreichen Übertaktungsoptionen, sechs SATA-6-Gbps-Ports und vier USB-3.0-Anschlüssen. Wer ältere Hardware einsetzt, wird sich zudem über je eine parallele und serielle Schnittstelle sowie drei PCI-Steckplätze freuen. Auch der Sound des MSI Z87-G43 ist ordentlich und beim Stromverbrauch kann MSIs Hauptplatine gegen das ASUS H87-PRO punkten. Das BIOS und die Lüfterregelung sind ebenfalls gut gelungen.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Vom Einsatz mehrerer Grafikkarten möchten wir abraten, denn der zweite PEG-Slot ist lediglich über vier PCIe-Lanes der zweiten Generation mit dem Chipsatz verbunden. Diese Einschränkung resultiert aus MSIs Entscheidung, das Layout des Z87-G43 auch für Mainboards auf Basis der Chipsätze H87 und B85 zu nutzen, die eine Aufteilung der PCIe-Lanes nicht unterstützen. Eine Freigabe für SLI hat das MSI Z87-G43 somit nicht und CrossFire macht nur Sinn, sofern Grafikkarten aus der mittleren Leistungsklasse verwendet werden. Am Ende bleibt ein gutes Mainboard mit einer vorbildlichen Stabilität zu einem sehr attraktiven Preis. Unser Urteil lautet: "Sehr Gut".
Unser Dank gilt MSI für die Teststellung des Z87-G43 und HiQ24.de für die Bereitstellung des Prozessors Intel Core i7-4770K.



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