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Neu von MSI

Intel Pentium 4 Mainboard Roundup, Sommer 2002 - 14/40
21.08.2002 by doelf

Overclocking und BIOS
Nach dem ersten Start, setzte ich im BIOS den Frontsidebus auf 133 MHz und den Speichertakt auf 266 MHz. Danach startete der Rechner nicht mehr. Erst ein CMOS_CLEAR half weiter. Erst nach ein paar weiteren Versuchen fand ich die Ursache: wenn ich für unsere Test-CPU - einen Intel Pentium 4 Northwood mit 1.8 GHz - den FSB auf 133 MHz einstellte und die CPU somit auf 2.4 GHz betreiben wollte, durfte ich den Speichertakt nicht auf 266 MHz festlegen. Mit 200 MHz Speichertakt war ein Booten problemlos möglich. Aber ein Systembus der mit 4x133=533 MHz läuft und eine Speichertaktung von 2x100=200 MHz macht keinen Sinn! SiSoft Sandra erkannte nach dem Windowsstart 266 MHz Speichertakt und auch die Benchmarks weisen eindeutig auf 266 MHz Speichertakt hin. Mit der Auswahl von 200 MHz haben wir also tatsächlich auf 266 MHz gestellt - MSI hat hier noch einen Dreher im BIOS, den man dringend beseitigen sollte! Wahrscheinlich soll 200 MHz soviel wie "synchron 1:1" und 266 MHz eben "asynchron 3:4" bedeuten.
Nachdem wir das Problem erkannt hatten, gab es keine Probleme mehr. Folgende Speichertimings können auf dem MSI 845E MAX2-BLR gesetzt werden:

  • CAS Latency: 2 oder 2,5
  • RAS Precharge: 2 oder 3
  • RAS to CAS Delay: 2 oder 3
  • Precharge Delay: 5, 6 oder 7
Mit 2-2-2-6 und 2400 MHz lief unser System einwandfrei, dabei wurde der Speicher per Default mit 2.50 Volt und die CPU mit 1.50 Volt betrieben. Das Asus P4B533-E brauchte die Einstellung 2.5-3-3-6, dort wurde der Speicher mit 2.7 Volt (+0.2) und die CPU mit 1.575 Volt (+0.075) betrieben. Das gibt wieder zwei Pluspunkte für das MSI 845E MAX2-BLR.

Übertaktern bietet MSI folgende Optionen:
Ist die CPU nicht gesperrt - was auf dem Markt nie vorkommt - kann der Multiplikator eingestellt werden. Bei unserer CPU stand bei CPU Ratio lediglich "locked". Übertaktet wird also per Systembus. MSI erlaubt die Eingabe von Werten zwischen 100 und 200 MHz. Jenseits der 150 MHz wird das Unterfangen jedoch schnell sinnlos, da PCI- und AGP-Bus zu weit jenseits ihrer Spezifikationen laufen und der CPU-Takt zu stark ansteigt. Zur Veranschaulichung ein paar Beispiele:
  • P4 1600@100 MHz: CPU 1600 MHz, AGP 66 MHz, PCI 33 MHz
  • P4 1600@133 MHz: CPU 2133 MHz, AGP 66 MHz, PCI 33 MHz
  • P4 1600@140 MHz: CPU 2240 MHz, AGP 70 MHz, PCI 35 MHz
  • P4 1600@150 MHz: CPU 2400 MHz, AGP 75 MHz, PCI 37,5 MHz
  • P4 1600@166 MHz: CPU 2666 MHz, AGP 83 MHz, PCI 41,5 MHz
  • P4 1600@200 MHz: CPU 3200 MHz, AGP 100 MHz, PCI 50 MHz
  • P4 1800@100 MHz: CPU 1800 MHz, AGP 66 MHz, PCI 33 MHz
  • P4 1800@133 MHz: CPU 2400 MHz, AGP 66 MHz, PCI 33 MHz
  • P4 1800@140 MHz: CPU 2520 MHz, AGP 70 MHz, PCI 35 MHz
  • P4 1800@150 MHz: CPU 2700 MHz, AGP 75 MHz, PCI 37,5 MHz
  • P4 1800@166 MHz: CPU 3000 MHz, AGP 83 MHz, PCI 41,5 MHz
  • P4 1800@200 MHz: CPU 3600 MHz, AGP 100 MHz, PCI 50 MHz
Die Schallgrenze für unseren Northwood 1.8 GHz lag bei etwa 2520/140 MHz. Mit einigen 1.6 GHz CPUs werden auch 150 MHz machbar sein, die Tabelle zeigt aber deutlich, daß 166 und 200 MHz eher unter Wunschdenken einzuordnen sind. Allerdings dokumentiert MSI nirgendwo, wie PCI und AGP angesteuert werden. Umfangreiche Nachmessungen haben ergeben, daß MSI den AGP/PCI Bus nicht auf 66/33 festlegt, egal welche Taktrate für den Systembus gewählt wird - Schade! Hier muß ich EPoX loben, denn dort sieht man sofort im BIOS, welche Werte verwendet werden. MSI sollte hier mehr Transparenz bieten!
Auch die Spannungen kann man auf dem MSI 845E MAX2-BLR tunen, um aus Speicher, Grafikkarte und CPU das Maximum herauszukitzeln:
  • CPU VCore: 1,50 bis 1,80 Volt (Northwood) bzw. bis 1,85 Volt (Willamette); +0,025
  • Speicher: 2,5 bis 2,8 Volt; +0,1
  • AGP: 1,5 bis 1,8 Volt; +0,1
Die onboard Komponenten (USB, RAID, LAN, Sound) können im BIOS allesamt deaktiviert werden und für die sechs PCI-Steckplätze ist eine manuelle IRQ Vergabe möglich (1/6, 2/5, 3, 4).


A1+2: Mosfets mit Kühlkörper; B: ATX 12V ist Pflicht; C: überflüssiger Lüfter; D: gesockeltes BIOS; E: perfekte Anordnung von IDE, Floppy und ATX-Stromanschluß

Layout
Vier der sechs PCI Slots sind wie der AGP-Steckplatz in voller Länge nutzbar, bei den PCI Steckplätzen 4 und 5 wird es eng, sofern Festplatten am onboard RAID Controller verwendet werden. Für GeForce 4 Ti Karten gibt es genug Platz, allerdings muß man die Grafikkarte ausbauen, wenn man Speicherriegel wechseln oder hinzufügen will. Auf einem Mainboard mit 6 PCI Steckplätzen (und einem CNR-Steckplatz, der für den Endkunden eher uninteressant ist), läßt sich das allerdings kaum anderes realisieren. Die IDE Anschlüsse der ICH4 Southbridge sowie den Floppy-Anschluß und den ATX Stromstecker verfrachtet MSI geschickt hinter die Speicherbänke, wo sie gut erreichbar sind aber niemanden im Weg stehen. Ideal!
Der aktive Lüfter auf der Northbridge ist überflüssig, der passive Kühlkörper funktioniert auch ohne ihn ausreichend. An den CPU Sockel sowie die Befestigungen des CPU Kühlers kommt man gut heran und der Stromversorgung spendiert MSI gar Kühlkörper! Das BIOS ist - wie es sich gehört - gesockelt und die Beschriftung des Mainboards gut. Audio- und USB-Anschlüsse wurden gut plaziert und die Verarbeitung ist erstklassig. Wird Bluetooth genutzt, so ist der PCI-Slot 5 nicht nutzbar.
Einziger Kritikpunkt: das Mainboard verzichtet auf die dritte Schraubenreihe zur Befestigung und ist ein wenig schmaler ausgeführt. Da sich jedoch alle Bauteile, auf die Druck ausgeübt wird, hinter der zweiten Schraubenreihe befinden, hängt dieser Teil des MSI 845E MAX2-BLR sozusagen in der Luft. Beim Anschluß von IDE Laufwerken, Floppy, ATX Stromstecker und vor allem beim Einsatz von Speicherbausteinen ist also Vorsicht geboten, da zuviel Druck an dieser "Sollbruchstelle" zu eine Überstrapazierung der Platine und somit zu feinen Haarrissen führen könnte. Beim Asus P4B533-E und P4S533 sieht das allerdings auch nicht anders aus!

Weiterführende Informationen gibt es hier:

Weiter: 15. MSI 845E MAX2-BLR, Stabilität und Kompatibilität

1. Einleitung und Setup
2. Asus P4S533, der SiS 645DX Chipsatz
3. Asus P4S533, Besonderheiten und Ausstattung
4. Asus P4S533, BIOS und Layout
5. Asus P4S533, Stabilität und Kompatibilität
6. Asus P4B533-E, der Intel i845E Chipsatz
7. Asus P4B533-E, Chipsatz und Mainboard
8. Asus P4B533-E, Ausstattung
9. Asus P4B533-E, BIOS und Layout
10. Asus P4B533-E, Stabilität und Kompatibilität
11. MSI 845E MAX2-BLR, der Intel i845E Chipsatz
12. MSI 845E MAX2-BLR, Chipsatz und Mainboard
13. MSI 845E MAX2-BLR, Ausstattung
14. MSI 845E MAX2-BLR, BIOS und Layout
15. MSI 845E MAX2-BLR, Stabilität und Kompatibilität
16. MSI 845E MAX, Chipsatz und Resourcen
17. MSI 845E MAX, Ausstattung, BIOS und Layout
18. MSI 845E MAX, Stabilität und Kompatibilität
19. EPoX 4BEA-R, Intels i845E Chipsatz und Resourcen
20. EPoX 4BEA-R, Speicher und RAID
21. EPoX 4BEA-R, Ausstattung
22. EPoX 4BEA-R, BIOS und Layout
23. EPoX 4BEA-R, Stabilität und Kompatibilität
24. Asus P4B533-V, Intels i845G Chipsatz
25. Asus P4B533-V, Speicher und BIOS
26. Asus P4B533-V, Ausstattung und Resourcen
27. Asus P4B533-V, Stabilität und Kompatibilität
28. Albatron P4845G Pro II, Ausstattung und RAID
29. Albatron P4845G Pro II, Resourcen und Layout
30. Albatron P4845G Pro II, Speicher und BIOS
31. Albatron P4845G Pro II, Overclocking
32. Albatron P4845G Pro II, Stabilität und Kompatibilität
33. Benchmarks: SiSoft Sandra
34. Benchmarks: MadOnion
35. Benchmarks: OpenGL
36. Benchmarks: Video
37. Benchmarks: Auswertung
38. Fazit: Asus P4S533, Asus P4B533-E, MSI 845E MAX2-BLR
39. Fazit: MSI 845E MAX, EPoX 4BEA-R, Asus P4B533-V
40. Fazit: Albatron P4845G Pro II und Übersicht

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