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Neu von MSI

MSI 875P Neo vs. MSI 865PE Neo2 - 9/18
26.06.2003 by holger

Dynamic Overclocking
Wie bereits oben erwähnt, findet sich beim MSI 865PE Neo2 ab Bios 1.2 die Option “Dynamic Overclocking” (DNO) wieder. Bisher mussten wir davon ausgehen, dass mit der Bios-Version 1.0 DNO ungefragt aktiviert wird, es jedoch im Bios keinerlei Auswahlmöglichkeiten gibt, DNO zu deaktivieren. Dem ist definitiv nicht so, sämtliche Messergebnisse lagen mit allen Bios-Versionen innerhalb der Spezifikationen, das Board übertaktete mitnichten, wenn die CPU-Auslastung gegen 100% ging. Demnach muss sich der User, der ein MSI 865PE Neo2 sein Eigen nennt, keinerlei Gedanken bezüglich evtl. Gewährleistungsverluste machen – das Board taktet die Komponenten innerhalb der Spezifikationen! Folgerichtig muss es sich um einen Bug des Vorserienboards gehandelt haben, der DNO per default aktivierte.

Auch das MSI875P Neo, dem genau die gleichen Vorwürfe gemacht wurden, zeigte eine vollkommen reine Weste. Tatsächlich lässt sich DNO noch nicht einmal manuell im Bios aktivieren. Unter DNO stehen folgende Optionen zur Auswahl: Private, Sergeant, Captain, Colonel, General.

MSI Deutschland erklärte uns, dass man offensichtlich der Meinung sei, dass gerade Gamer ihre Systeme übertakten, deshalb habe man die Auswahloptionen entsprechend benannt. Wir halten die Benennung jedoch für äußerst unglücklich, der User hat nicht im Geringsten die Möglichkeit zu überprüfen, welche Parameter das Board in welchem Umfang einstellt.

Tatsächlich wird DNO nur dann aktiviert, wenn das Performance-Profil „Fast, Turbo oder Ultra Turbo“ ausgewählt wurde. Wurde „Slow“ ausgewählt, taktete das System unsere 3.0 GHz-CPU mit 3006.87 MHz, der Speichertakt wurde mit korrekten 200.9 MHZ eingestellt, der PCI-Bus mit 33.4 MHz. Wurde hingegen das Profil „Fast“ gewählt, taktete die CPU mit 3013.58 MHz, der Speicher mit korrekten 200.9 MHz, der PCI-Bus wurde jedoch mit satten 35.49 MHz außerhalb der Spezifikationen betrieben.

Unter „Turbo“ konnten wir die gleichen Beobachtungen treffen wie bei der Auswahl von „Fast“. „Ultra Turbo“ brachte den Rechner sofort zum Absturz.

Demnach ergibt sich folgender Zusammenhang:

 865PE Neo2
ausgewähltes Profil
CPU-Takt Speicher-Takt PCI-Takt
Slow 3006.87 200.9 33.4
Fast 3013.58 200.9 35.49
Turbo 3013.58 200.0 35.49
Ultra Turbo - - -

Im Anschluss prüften wir, welche Taktung sich ergibt, falls der höchste Rang “General” eingestellt wurde.

 865PE Neo2
ausgewähltes Profil/DNS: “General”
CPU-Takt
General+Slow 3006.87
General+Fast 3299.66
General+Turbo 3299.66
General+Ultra Turbo -

Wird also „Slow“ eingestellt, greift DNO nicht, erst wenn höhere Profile gewählt werden, wird DNO aktiviert, wodurch die CPU um ca. 10% übertaktet wird. Dass das erreichte Taktniveau nicht immer ein stabiles Systemverhalten nach sich zieht, dürfte jedem klar sein – es fehlt schlicht und ergreifend die höhere VCore. MSI führt jedoch gerade deshalb DNO ein, um das System nur dann zu übertakten, falls die CPU-Auslastung gegen 100% geht, ansonsten sollen sämtliche Komponenten innerhalb der Spezifikationen arbeiten. Erst wenn das Profil „Fast“ eingestellt wird, wird DNO aktiviert, doch bereits bei dieser Einstellung wird das System außerhalb der Spezifikationen betrieben, dies veranschaulicht unsere Auflistung der Systemzustände in Abhängigkeit des ausgewählten Profils. Wird bei einer CPU-Auslastung von 100% übertaktet, so wird zumindest unter „General“ ein Übertaktungsniveau von ca. 10% eingestellt, wodurch letztlich Spannungsanhebungen notwendig werden, die auch dann wirksam sind, wenn eine Last von unter 100% anliegt. Bei den übrigen DNO-Profilen konnten wir ein unbedenklicheres Overclocking-Niveau von 6-8% diagnostizieren, da hier seltener Spannungsanhebungen notwendig werden. Wir plädieren daher dafür, dass MSI zum jeweiligen Bios, wir gehen davon aus, dass DNO-Veränderungen geplant sind, eine ausführliche Dokumentation der Parameter in Abhängigkeit des ausgewählten DNO-Profils freigibt. Momentan tappt der User mehr oder weniger im Dunkeln; wir sind der Überzeugung, dass beide Boards hervorragende konventionelle Übertaktungsoptionen bieten, die eine genaue Justierung des Overclocking-Niveaus erlauben.

Weiter: 10. IDE-Performance

1. Einleitung
2. Ausstattung und Lieferumfang
3. Das Laylout im Vergleich: Anschlüsse
4. Das Laylout im Vergleich: Stromversorgung
5. Das Laylout im Vergleich: DIMMs, IDE, Floppy
6. Das Laylout im Vergleich: ICH5-R und Promise RAID
7. Das Laylout im Vergleich: BIOS und Gigabit-Lan-Controller
8. Bios und Overclocking
9. Dynamic Overclocking
10. IDE-Performance
11. IRQ-Routing
12. USB2.0 Performance
13. RightMark Audio Analyzer
14. Stabilität
15. Benchmarks: MAGIX mp3 maker platinum und SiSoft Sandra
16. Benchmarks: FutureMark, Vulpine GL, Codecreatures und Cinebench
17. Benchmarks: TMPEG und Mainconcept
18. Fazit und Empfehlung

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