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Neu von MSI

MSI K7D Master-L, Dual Power mit AMD 760MPX Chipsatz - 2/7
15.07.2002 by holger

Die Ausstattung:

  MSI K7D Master L
DDR-RAM4 (PC2100, ab 2 DIMMs Reg. vorgeschrieben)
AGP-Pro, PCI, ISA, ACR1 (4x), 3 x PCI 32 Bit/33 MHz, 2 x PCI 64 Bit/66 MHz
COM, LPT, USB2, 1, 4 (Adapter beigelegt)
UDMA100/Raid2 / 0
SoundVIA VT1611A/AC97
LAN100 MBit Intel 82559ER
Hardwaremonitorja
Lüfteranschluß4
BesonderheitenD-LED-Bracket mit zwei USB 1.1, USB 2.0-Karte mit 4 externen und einem internen Anschluss

Unschwer kann der User erkennen, dass es auf dem extended ATX-Board recht eng zugeht. Daher ist es umso lobenswerter, dass MSI sinnvolle Ausstattungsmerkmale auf dem Mainboard integriert hat. Insbesondere der Intel-LAN-Adapter macht angesichts der knappen Anzahl von PCI-Steckplätzen Sinn. Wird das MB als echtes Workstation-Board genutzt, das nur ab und zu einen Piepser von sich geben muss, so reicht die VIA-AC97-Soundlösung durchaus aus. Soll der Rechner als High-Performance-Zocker-Kiste missbraucht werden, kann man den AC97 gleich im Bios abschalten. Über das D-LED-Feature haben wir uns besonders gefreut, zumal MSI auf das mitgelieferte Bracket gleich zwei weitere USB 1.1-Anschlüsse draufpackt. Anhand des Handbuches können, in Abhängigkeit der rot und grün aufleuchtenden Lämpchen, mögliche Fehlerquellen leicht identifiziert werden. Gerade ein Failure des “Memory Detection Test” muss den User stutzig machen und sollte keinesfalls ignoriert werden.

Leider kann man die INT-Request-Tabelle auf Seite 2.29 des Handbuches keinesfalls als vollständig bezeichnen:

 Order 1Order 2Order 3Order 4
PCI 1INT AINT BINT CINT D
PCI 2INT BINT CINT DINT A
PCI 3INT AINT BINT CINT D
PCI 4INT BINT CINT DINT A
PCI 5INT CINT DINT AINT B
Der Interrupt Request Table MSI K7D Master L

MSI ist offensichtlich der Auffassung, dass es dem User genügen muss, wenn er das Routing über die PCI-Slots kennt. Zunächst wollen wir allerdings den obigen Table erläutern, da immer wieder Verwirrung bezüglich der Ablesbarkeit der MSI-Tabellen besteht. Im Grunde ist die Auflistung sehr viel aussagekräftiger als die Darstellung von Asus und Co (insofern diese überhaupt dokumentiert werden). Anhand der beigelegten USB 2.0-Karte erkennt der User die Problematik, die die MSI-Tabelle zu lösen versucht: Der verwendete USB 2.0-Chipset von NEC begnügt sich keinesfalls mit nur einer INT-Leitung, sondern verlangt gleich noch 3 Schienen! Wird die Karte also in Slot 4 eingesteckt, so werden die INT-Leitungen B, C und D adressiert (macht drei IRQs im Gerätemanager). Verwendet eine Karte jedoch lediglich eine INT-Leitung, muss man sich nur an der Order 1 orientieren – ganz einfach. Jetzt kommt der Haken an der obigen Tabelle: Der AGP-Slot belegt offensichtlich die INT-B, da sich der AGP mit einer im Slot 2 und 4 befindlichen Karte shared. Heutige Grafikkarten, insbesondere die GeForce 4 Ti4400/4600 sind jedoch wahre Heizöfchen, ein Einsatz einer PCI-Karte in Slot 1 kann unter Umständen problematisch werden. Wurde jedoch eine Promise TX2 in Slot 2 eingesteckt, so kam der Rechner offensichtlich aus dem Tritt, Windows XP Pro ruckelte und stockte; dies kann als Anzeichen gedeutet werden, das ein gemeinsame Adressierung von zwei bandbreitenhungrigen Geräten über die INT B nicht funktioniert. Hinzu kommt, dass MSI den Intel-Netzwerkchip ebenfalls über die INT B adressiert, wird die genannte USB-Karte in Slot 4 eingesteckt, dann shared sich eine weitere Karte auf dieser Leitung.

Die Lösung unter Verwendung einer SBLive 5.1, der USB 2.0-Karte, dem Intel-Netzwerkchip und einer Promise TX2 sieht folgendermaßen aus: Die Promise TX2 wird, da diese über den primären Bus weitaus höhere Burst-Rates überträgt als am sekundären Bus, in Slot 1 gesteckt – es wird INT A belegt. Slot 2 und 3 bleiben leer. Slot 4 beheimatet die USB 2.0-Karte, da über die Order 3 die INT D adressiert werden kann – die Karte benötigt drei Leitungen! Die SBLive 5.1 fühlte sich in Slot 5 wohl, es wurde also die INT C genutzt. Wer also ein instabiles Verhalten auf seiner Maschine beobachtet, der sollte unbedingt die PCI-Belegung noch einmal überdenken.

Der MPX-Chipsatz steht in dem Verdacht am sekundären PCI-Bust schlechte Burst-Rates zu produzieren, der Einsatz von SCSI- oder Raid-Controllern sollte also am primären PCI-Bus erfolgen. Tatsächlich beobachteten wir am sekundären Bus Werte um 72 MB/s, während am primären Bus (WD1200JB, 8 MB-Cache) satte 84 MB/s gemessen wurden. Uns geht es keinesfalls um eine lächerlichen Unterschied von 12 MB/s bei Burst-Rate-Messungen, vielmehr kann so indirekt auf die Leistungsfähigkeit des PCI-Busses geschlossen werden. Der Einsatz eines 64 Bit/66 MHz-PCI-Busses (oder gar höher, wie z.B. PCI-X) erscheint bereits heute unumgänglich, gerade auf einem Workstation-Board!

Weiter: 3. Das MSI K7D Master-L: Layout

1. Einleitung und AMD 760MPX
2. Das MSI K7D Master-L: Resourcen und PCI
3. Das MSI K7D Master-L: Layout
4. Testsetup
5. Stabilität, Kompatibilität und BIOS
6. Benchmarks
7. Fazit

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