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Neu von MSI

MSI K7T266-Pro v1.0, die erste Begegnung mit dem VIA KT266 2/3
22.07.2001 by doelf

Die neue Southbridge: VT8233
Neben dem "VIA 686B-Bug", der uns mit Datenverlusten nervte, zeigte sich die 686B Southbridge auch wählerisch bei Geräten am LPT oder den USB Anschlüssen. Mein Epson 760 spuckte am LPT nur im langsamsten (Normal) Übertragungsmodus zuverlässig Ausdrucke aus. Dabei gab es vor allem Probleme bei hochauflösenden Grafiken - also wenn viele Datenpakete über den LPT geschickt wurden. Schlossen wir das Gerät am USB an, so verlor der Drucker nach wenigen Minuten, oft schon nach Sekunden den Kontakt und war bis zum Reboot auch nicht mehr aufzufinden. Soviel zu den Problemen mit der alten 686B-Southbridge.


VIA VT8233 - die neue Southbridge

Wie verhält sich denn nun die VT8233? Weder am LPT noch an den USB-Anschlüssen gab es auch nur einen Aussetzer des Epson 760! Und der mußte viel drucken: 10x 80MB über den LPT im EPP, dann im ECP Modus. Danach zehn weitere Ausdrucke über USB. Zum Abschluß kopierte ich noch 200MB Fotos von dem IBM Microdrive in meiner Digitalkamera via USB auf die Festplatte. Hier konnte uns die VT8233 voll versöhnen: LPT und USB-Anschlüsse verhielten sich vorbildlich.
Und was ist mit Datenverlusten? Auch nach 500 Testdurchläufen mit unserer 130MB Referenzdatei gab es nicht einen Fehler. Auch hier scheint VIA seine Hausaufgaben gemacht zu haben.
Eigentlich sind die hier getesteten Funktionen eine Selbstverständlichkeit, ein Chipsatz kann sich keine Extrapunkte dadurch verdienen, daß er schlicht und einfach seine Funktionen erfüllt. Aber da das beim VIA KT133A nicht so selbstverständlich war, sind wir dennoch froh, daß der VIA KT266 (wie zuvor auch schon der ALi MAGiK 1) keinerlei Probleme hatte.
Der VIA KT266 stellt eine direkte 8Bit/266MHz Verbindung zwischen North- und Southbridge (V-Link) zur Verfügung, während die North- und Southbridge des VIA KT133A noch über den selbst schon hoch beanspruchten PCI-Bus kommunizieren mußten. Es hat den Anschein, als sei der KT133A an der Menge seiner Features gescheitert, welche - je nach Systemkonfiguration - an die Grenze seiner Architektur stießen. Der VIA KT266 wurde jedoch generalüberholt und scheint mehr Reserven zu bieten. In unserem Test des MSI K7T266-Pro (der Testbericht folgt in Kürze) zeigte sich der Chipsatz jedenfalls in Bestform.

Optimistisches BIOS kontra Stabilität
MSI bietet in einer BIOS Option an, auf Performance optimierte Einstellungen zu laden. Das ist zwar schön und gut, aber das ansonsten stabile Mainboard kommt dabei mächtig ins Trudeln. Frecherweise setzt das BIOS die CAS Latency nämlich ungefragt auf 2, unsere Crucial DDR-RAM Module haben jedoch eine Latenz von 2.5! Das Ergebnis waren Abbrüche bei 3DMark2000/2001 und ein kompletter Systemhänger. Und wer sich im BIOS nicht so gut auskennt, der schaut dann dumm aus der Wäsche. MSI sollte hier defensiver vorgehen! Erschwerend kommt hinzu, daß die gleichen Module auf dem Asus A7A266 mit einer Latenz von 2 funktionieren.

Konfiguration:

  • Mainboard: MSI K7T-Pro Revision 1.0, VIA 4in1 4.32
  • Gehäuse, Netzteil: Miditower mit 300 Watt ChannelWell Netzteil
  • CPU: Athlon-B 1,0GHz (Socket-A, 10x100MHz / 7,5x133MHz)
  • CPU-Cooler: Neolec Freezer II
  • DDR-RAM Module: 1x DDR-RAM PC2100 CL2.5 (Transcend), 2x DDR-RAM PC2100 CL2.5 (Crucial)
  • Grafikkarte(n): ATI Radeon 32MB VE mit Treiber 5.13.01.3224 Beta
  • Controller: Asus SC875 UW-SCSI in PCI #2
  • Soundkarte(n): Soundblaster 128PCI in PCI #3
  • Netzwerkkarte(n): 3Com 3C905B in PCI #5
  • Primary Master: Festplatte IBM DTTA351010 10GB 5400RPM
  • Primary Slave: IBM DTLA 307030 30GB 7200RPM
  • Secondary Master: CD-ROM Teac 40x
  • Secondary Slave: -
  • SCSI ID 5: CD-Brenner Yamaha CDR-100
  • Maus: Microsoft Wheelmouse
  • Sonstiges: ETech Bullet 28.8 Modem (extern an COM1)
  • OS, Treiber: Windows 2000 SP2

Benchmarks:
Nun gut, der VIA KT266 scheint ein stabiler Chipsatz zu sein und offenkundige Fehler konnten wir auch nicht entdecken. Das gilt für den ALi MAGiK 1 jedoch auch und hier bietet das Asus A7A266 neben DDR-RAM auch noch SDR-RAM Unterstützung - man muß sich also keinen neuen Arbeitsspeicher kaufen. Ist der VIA KT266 jetzt so viel schneller, daß er die bessere Wahl ist? Und wie fällt der Vergleich zu unserem Epox 8KTA+ mit dem VIA KT133 Chipsatz aus?

Eine Schwäche des ALi MAGiK 1 ist die asynchrone Taktung von CPU und Speicher. Ein AMD Duron oder Athlon-B, die mit 100 MHz (200 MHz FSB) getaktet sind und mit PC133 oder PC2100 Speicher kombiniert werden, bringen hier nicht viel mehr Leistung als im Zusammenspiel mit PC100 oder PC1600 RAM:

MSI K7T266-Pro
PC2100 CL2.5
Asus A7A266
PC2100 CL2.5
Epox 8KTA+
PC133 CL3
CPUMark 9993,885,990,2
FPU WinMark 99551055405490
3DWinMark58,857,857
3DWinMark/CPU2,211,841,93
3DMark2000337231343251
3DMark2001183816041742

Und wie wir sehen, kommt der VIA KT266 mit der asynchronen Taktung deutlich besser zurecht! Der ALi MAGiK 1 fällt oft sogar hinter den VIA KT133 zurück, er ist für Systeme auf AMD Duron oder Athlon-B Basis nicht so gut geeignet. Doch wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, daß auch ALi in den nächten Wochen eine überarbeitete Version dieses Chipsatzes ausliefern wird!

Und wie sieht die Situation bei synchroner Taktung, also ein Athlon-C (oder wie in unserem Fall ein entsperrter Athlon-B) mit PC133 oder PC2100 Speicher?

MSI K7T266-Pro
PC2100 CL2.5
Asus A7A266
PC2100 CL2.5
Epox 8KTA+
PC133 CL3
CPUMark 9995,493,5-
FPU WinMark 9955105470-
3DWinMark59,058,8-
3DWinMark/CPU2,312,20-
3DMark200033673298-
3DMark200118921812-

Das Epox 8KTA+ besitzt zwar einen Jumper für den 133MHz Betrieb, doch das Mainboard verweigert bereits den Betrieb, wenn man diesen Jumper schief ansieht. Selbst Extrem-Kühlung und maximale Spannungen bringen es nicht einmal zum Piepen. Aber das war auch zu erwarten. Das MSI K7T266-Pro liegt auch in diesem Durchlauf vorne, doch der ALi MAGiK 1 auf dem Asus A7A266 kann deutlich von dem synchronen Takt profitieren und liegt nur knapp hinter dem VIA Chipsatz.

Weiter: 3. Overclocking und Fazit

1. Ausstattung und BIOS
2. Kompatibilität und Benchmarks
3. Overclocking und Fazit
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