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Im Test: MSI P35 Neo2-FR

Autor: doelf - veröffentlicht am 06.05.2008
s.1/19
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Intels P35 Chipsatz steht kurz vor seinem ersten Geburtstag und in wenigen Wochen sollen bereits die ersten Mainboards auf Basis seines Nachfolgers P45 auf den Markt kommen. Dementsprechend sind die Preise für P35-basierende Mainboards in den letzten Wochen gesunken, denn die Hersteller beginnen so langsam mit dem Abverkauf. Der Zeitpunkt ist also günstig, eine der ausgereiften Hauptplatinen auf Basis des P35 Chipsatzes zu erwerben. Wir werden im Laufe des Mai noch einige dieser Mainboards vorstellen, den Anfang macht heute das MSI P35 Neo2-FR.


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Wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt über den P35 Chipsatz nachdenken, drängt sich die Frage auf, ob man lieber auf seinen Nachfolger P45 warten sollte. Intel wird beim P45 Chipsatz noch stärker als bisher auf DDR3-Arbeitsspeicher setzen, dennoch zeigten die meisten Hersteller auf der diesjährigen CeBIT auch Varianten für DDR2-Speicher sowie hybride Lösungen für DDR2 und DDR3. Ein Vorteil des P45 Chipsatzes ist jedenfalls die PCI-Express 2.0 Unterstützung, welche wir bei Intel derzeit nur beim X38 und X48 Chipsatz finden. PCI-Express 2.0 verdoppelt zwar die theoretische Bandbreite pro Lane auf 500 MByte/s, bringt mit aktueller Hardware allerdings noch keine Leistungssteigerungen.


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Wer den Einsatz zweier Grafikkarten mit AMD/ATi Grafikprozessor plant, sollte unbedingt zum X38 oder X48 Chipsatz greifen oder zumindest auf den P45 warten. Intels P35 bindet die primäre Grafikkarte zwar mit vollen 16 Lanes an, der sekundären Grafikkarte stehen hingegen nur vier Lanes zur Verfügung. Aufgrund dieser ungünstigen 16/4-Verteilung arbeiten schnelle Grafikkarten im CrossFire-Verbund äußerst ineffizient. Während Intels X38 und X48 jeder Grafikkarte volle 16 Lanes bieten, kann der P45 Chipsatz zumindest 16 Lanes auf 2x 8 Lanes aufteilen, wie es bereits Intels 975X Chipsatz gemacht hat.

Doch noch ist der P45 Chipsatz Zukunftsmusik und seine Spezifikationen sind unbestätigt. Wenden wir uns daher Intels aktuellen Angeboten in Form einer Vergleichstabelle zu:

Northbridge (MCH) P35 X38 X48
FSB 1333 / 1066 / 800 1333 / 1066 / 800 1600 / 1333 / 1066 / 800
PCI Express 1.0 2.0 2.0
PCIe Lanes (PEG) 16 / 4 16 / 16 16 / 16
CrossFire ja ja ja
DDR3 1066 / 800 1333 / 1066 / 800 1600 (XMP) / 1333 / 1066 / 800
DDR2 800 / 667 800 / 667 -
Dual Channel ja ja ja
Extreme Memory Profiles (XMP) nein ja ja
TDP in Watt 16,0 26,5 30,5

Intels P35 Chipsatz unterstützt die aktuellen 45 nm Prozessoren - mit einer Ausnahme: Der Core 2 Extreme QX9770 benötigt einen mit 4x 400 MHz getakteten Frontsidebus (FSB1600) und dieser wird offiziell nur vom X48 Chipsatz geboten. Inoffiziell haben einige Hersteller diesen Prozessor allerdings auch für ihre P35 Mainboards freigeschaltet. Beim MSI P35 Neo2-FR wurde dieser Prozessor beispielsweise im aktuellen BIOS 1.8 eingepflegt. Der bei Übertaktern vor zwei Jahren sehr beliebte Pentium D 805 wird hingegen nicht unterstützt.

Sowohl X38 als auch X48 beherrschen PCI-Express 2.0, entsprechenden PCI-Express Geräten steht damit die doppelte Bandbreite - 5,0 statt 2,5 GT/s bzw. 500 statt 250 MByte/s pro Lane - zur Verfügung. Eine mit 16 Lanes angebundene Grafikkarte kann somit auf eine Bandbreite von 16 GB/s (8 GB/s pro Richtung) zurückgreifen. Zudem dürfen Grafikkarten ab sofort bis zu 300 Watt Leistung aufnehmen, der PCI-Express x16 Steckplatz liefert allerdings auch weiterhin nur 75 Watt. Weitere 225 Watt werden daher über +12 Volt Schienen direkt vom Netzteil in die Karten eingespeist.

Auch in Hinblick auf die Speicherunterstützung bieten die beiden High-End Chipsätze einen Mehrwert: Werden DDR3-Module verwendet, setzt Intel beim P35 mit 533 MHz (DDR3-1066) enge Grenzen. Leistungsgewinne im Vergleich zu DDR2-800 sind jedoch erst ab DDR3-1333 zu erwarten, was nur X38 und X48 offiziell erlauben. Wer noch schnelleren Arbeitsspeicher verwenden möchte, muss zu Modulen greifen, welche Intels Extreme Memory Profiles (XMP) beherrschen. Der Betrieb ist hierbei allerdings auf ein Modul pro Kanal beschränkt. Unser MSI P35 Neo2-FR kommt laut Hersteller mit DDR2-1066, DDR2-800 und DDR2-667 Modulen zurecht.

Southbridge (ICH) ICH9R ICH9
SATA Ports 6 4
SATA Datenrate 3 Gb/s 3 Gb/s
SATA RAID 0 / 1 / 5 / 10 nein
PATA Kanäle keine keine
USB 2.0 Ports 12 12
HD-Audio ja ja
GBit-LAN ja ja
PCI-Express x1 6 6
TDP in Watt 4,3 4,3

Bei der Southbridge gibt es keinerlei Unterschiede, die Hersteller können zur ICH9R oder ICH9 ohne RAID-Funktionalität greifen. Auf hochpreisigen Hauptplatinen mit einem X38 oder X48 Chipsatz wird man ausschließlich die ICH9R finden, preiswerte Modelle mit P35 Chipsatz haben allerdings gelegentlich auch die funktional etwas abgespeckte ICH9 an Bord. MSI erweist sich als großzügig und gönnt dem P35 Neo2-FR die ICH9R.

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