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Neu von MSI

Im Test: MSI P35 Neo2-FR

Autor: doelf - veröffentlicht am 06.05.2008
s.19/19
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Probleme
MSI baut fast immer solide Hardware, doch leider können BIOS und Software oft weniger überzeugen. Mit seinen ersten BIOS-Versionen erwies sich auch das P35 Neo2-FR als problematisch, doch die meisten dieser Probleme gehören nun der Vergangenheit an. Zu Anfang hatte das Mainboard massive Probleme im Zusammenspiel mit einer GeForce 7900 GTX - übrigens von MSI - und das Aufwachen aus dem Suspend-To-RAM (S3) Modus endete zumeist mit einem schwarzen Bildschirm. Wachte das System tatsächlich auf, drehte der CPU-Lüfter mit voller Drehzahl. Diese Probleme konnten wir mit dem aktuellen BIOS 1.8 nicht mehr nachstellen. Allerdings gibt es auch weiterhin ein paar Kritikpunkte:

  • Bootzeit des Marvell 88SE6111: Eigentlich erkennt dieser Controller die angeschlossenen Laufwerke sehr fix, trifft er jedoch auf ein älteres DVD-ROM des Herstellers Toshiba, vergehen inakzeptable 150 Sekunden, bis die Laufwerkssuche abgeschlossen ist und der PC endlich starten kann.

  • EIST standardmäßig deaktiviert: Da bietet Intel schon eine sinnvolle Stromsparfunktion wie EIST an und MSI hat nichts besseres zu tun, als diese standardmäßig auszuschalten. Seit dem ersten BIOS ist der Benutzer gezwungen, ins BIOS zu gehen und EIST per Hand zu aktivieren. In Zeiten, wo sich alle Hersteller "Green-IT" auf die Fahnen schreiben und "effiziente" Hardware propagieren, muss ein solcher Fehltritt zu einer Abwertung führen.

  • Speicherlatenzen: Setzten wir DDR2-1066 Module ein, legt MSI recht sinnlose Latenzen von CL5-7-7-24 an. Wer nun händisch CL5-5-5-15 oder CL5-5-5-18 einstellen möchte, muss zudem fünf weitere Parameter setzten. Während ASUS und andere Hersteller eine automatische Konfiguration einzelner Parameter zulassen, gibt es bei MSI nur Vollautomatik oder Handarbeit.

  • Unflexible Lüfterregelung: Der Benutzer kann zur Regelung des CPU-Lüfters eine Zieltemperatur zwischen 40 und 65°C angeben, was angesichts der 5°-Schritte etwas unflexibel ist. Übertroffen wird dies allerdings von der Regelung für die Gehäuselüfter: Von fünf Anschlüssen kann nur ein einziger geregelt werden und hierbei beschränkt sich MSI auf 50, 75 sowie 100 Prozent der maximalen Drehzahl. Hersteller wie ASUS oder Abit bieten hier deutlich mehr Flexibilität.

Ein Kapitel für sich ist der Dual-Core-Center: MSIs Dual-Core-Center dient als Monitoring-Software, regelt die Lüfter und erlaubt das Übertakten. Dabei beschränkt sich das Programm nicht nur auf Mainboard und Prozessor, sondern kann auch auf die Grafikkarten zugreifen.


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Leider ist die Oberfläche der Software nicht besonders übersichtlich und geizt mit Informationen. Wählt der Benutzer ein vorgegebenes Profil wie AV, Office, Game oder Silence, bemerkt er oftmals keine Veränderung oder wird mit einem Bluescreen konfrontiert. Dies passierte uns regelmäßig bei der Auswahl des Profils "AV".


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Fazit
Wer sich für das MSI P35 Neo2-FR entscheidet, bekommt viel Mainboard für sein Geld. Der Hersteller hat die Hauptplatine sogar für Intels aktuelle Top-CPU Core 2 Extreme QX9770 freigegeben, angesichts des Vier-Phasen-Spannungswandlers ist das P35 Neo2-FR jedoch besser für Dual-Core Prozessoren geeignet. Im Test erwies sich der Wandler zwar als stabil, doch mit zunehmender Belastung mangelte es dem Mainboard an Energieeffizienz. Erfreulich zu bewerten ist der stabile DDR2-1066 Betrieb mit vier Modulen, wobei nur eine von drei Speicherkombinationen ihren Dienst versagte. Für die Preisklasse um 75 Euro bietet das MSI P35 Neo2-FR eine sehr gute Ausstattung inklusive aufwändiger Heatpipe-Kühlung, ICH9R und zwei eSATA-Anschlüssen. Kleinere Probleme und das per Default deaktivierte EIST verhindern leider eine bessere Bewertung.


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Unser Dank gilt:

  • MSI für das P35 Neo2-FR
  • Intel für die Bereitstellung der Prozessoren
  • Corsair für den Arbeitsspeicher
  • Super Talent für den Arbeitsspeicher




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