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NesteQ MaxZero - Regelung für bis zu acht Lüfter - Druckansicht - Seite 1 von 5

Unser heutiger Test beschäftigt sich mit einem Thema, welches wir in letzter Zeit vernachlässigt hatten: Lüftersteuerungen wie beispielsweise NesteQs MaxZero. Während es bei den meisten Computern ausreicht, mit zwei oder drei langsam drehenden Lüftern für einen konstanten Luftfluss zu sorgen, stellen insbesondere Gamer-Systeme mit mehreren Grafikkarten ganz andere Ansprüche.


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Leider bieten nicht alle Mainboards die Möglichkeit, neben dem CPU-Lüfter auch die Gehäuselüfter zu regeln. Wird eine Regelung angeboten, ist diese oft nur auf die CPU-Temperatur ausgerichtet und auf zwei oder drei Lüfter beschränkt. Wer viele Festplatten oder mehrere Grafikkarten in seinem Computer verwendet, hat es jedoch mit ganz anderen Hitzequellen zu tun und benötigt zuweilen auch mehr als drei Gehäuselüfter. Lüftersteuerungen wie NesteQs MaxZero sollen auch bei solch anspruchsvollen Konfigurationen eine vernünftige Balance zwischen Kühlung und Lautstärke ermöglichen.

Technische Daten
NesteQs MaxZero kümmert sich um bis zu acht Lüfter und ist mit vier Temperatursensoren ausgestattet. Je Kanal werden zwei Lüfter angeschlossen, welche jeweils in vier Stufen geregelt werden. Es ist hierbei möglich, die Lüfter erst ab einer Temperatur von über 45°C anlaufen zu lassen.


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Die Stromversorgung der Lüfterregelung übernimmt ein Molex-Anschluss. Weiterhin finden wir acht Lüfteranschlüsse mit jeweils 3 Kontakten, welche mit einer Schutzkappe versehen sind. Die Lüfteranschlüsse sind, wie auch die vier Temperatursensoren, welche in transparenten Schutzhüllen stecken, bereits am MaxZero angeschlossen. Dank der 80 cm langen Kabel, sollte man auch in großen Gehäuse jeden Punkt erreichen können.


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Lieferumfang
Im Karton der Lüfterregelung befinden sich zwei Jumper, vier Schrauben und vier Klebestreifen. Mit den Klebestreifen fixiert man die Temperaturfühler an den Messpunkten, mit den Schrauben montiert man die MaxZero in einem freien 5,25-Zoll-Einschub und ein Jumper wird benötigt, um den akustischen Alarm zu aktivieren.


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Weiterhin finden wir acht Adapter, mit denen sich das Drehzahlsignal von der Stromversorgung der Lüfter abkoppeln lässt. Sinn und Zweck dieser Adapter ist es, die Lüfterdrehzahl an das MaxZero weiterzuleiten, die Regelung aber über ein anderes Gerät vorzunehmen. Die bebilderte, zweisprachige Anleitung (Deutsch und Englisch) erklärt dies recht gut.




NesteQ MaxZero - Regelung für bis zu acht Lüfter - Druckansicht - Seite 2 von 5

Erscheinungsbild der Lüfterregelung
NesteQ setzt beim MaxZero auf eine glatte, glänzende Front, welche lediglich von drei kleinen Knöpfen durchbrochen wird. Diese sind mit "Reset", "Set" und "Select" beschriftet und dienen der Konfiguration der Lüftersteuerung.


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Auf der linken Seite der Platine sehen wir den runden Piezo-Lautsprecher und links daneben die beiden Kontakte, mit denen dieser aktiviert wird. Darunter befindet sich ein weißer Stecker, an dem die vier Temperatursensoren hängen.


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Die rechte Seite beherbergt die vier Stecker, welche mit den acht Lüfteranschlüssen verbunden sind. Darunter befindet sich ein weiterer Stecker, welcher in einem Molex-Anschluss mündet. Dieser versorgt das MaxZero mit Strom.


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Herstellerseitig ist der Piezo-Lautsprecher deaktiviert. Legt man auf einen akustischen Alarm wert, muss man einen der mitgelieferten Jumper auf die beiden "BEEP ON/OFF" Kontakte stecken.


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Erst im Betrieb offenbart das MaxZero seine Anzeige, die in der Praxis leider nicht ganz so Schwarz/Weiß ausfällt, wie die Abbildung auf dem Karton es verspricht. Die Zahlen und Symbole erscheinen in einem hellen Blau und der Hintergrund leuchtet schwach dunkelblau.




NesteQ MaxZero - Regelung für bis zu acht Lüfter - Druckansicht - Seite 3 von 5

Das Display zeigt vier Temperaturen an, je eine pro Kanal. Über und unter den Temperaturen sehen wir die Drehzahlen der am jeweiligen Kanal angeschlossenen Lüfter. Wurde irgendwo kein Lüfter angeschlossen, werden 0 RPM angezeigt.


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Die Alarmschwelle definieren
Für jeden Kanal kann man eine Alarmschwelle definieren, welche zwischen 38 und 85°C liegen darf. Hierzu drückt man die Set-Taste für mehr als vier Sekunden und wählt dann die gewünschte Temperatur mit der Select-Taste aus. Ein kurzer Druck auf die Set-Taste wechselt zum nächsten Kanal. Wird die Alarmschwelle überschritten blinken auf dem Display zwei kleine Ausrufezeichen, die man jedoch schnell übersehen kann. Falls der Jumper gesteckt wurde, ertönt zudem ein unüberhörbarer Piepton. Auf die Drehzahl der Lüfter hat die Alarmschwelle seltsamerweise keinen Einfluss.

Die Startmodi
Zur Regelung der Drehzahl verwendet NesteQ vier Modi sowie vier Temperaturstufen. Kommen wir zunächst zu den Modi, welche wir für jeden der vier Kanäle separat einstellen können. Genau genommen handelt es sich um Startmodi, denn mit ihnen legen wir fest, mit welcher Spannung die Lüfter mindestens versorgt werden sollen. Zur Auswahl stehen:

Um die Startmodi einzustellen, hält man die Set-Taste für eine Sekunde gedrückt. Dann schaltet die Anzeige auf "F2" und man kann mit der Select-Taste zwischen den unterschiedlichen Modi wechseln. Durch einen kurzen Druck auf die Set-Taste gelangt man zum nächsten Kanal.

Die Temperaturbereiche
NesteQ hat vier Temperaturbereiche definiert, welche zum Umschalten in die nächst höhere Drehzahlstufe führen. Diese Schwellen wurde fest hinterlegt und können nicht verändert werden. Zudem gibt es keinerlei Abhängigkeit von der Alarmtemperatur. Hier die Temperaturbereiche im Detail:

Zwei Beispiele: Wählt man den Startmodus F1 und der Temperatursensor meldet weniger als 45°C, stehen die Lüfter still. Ab 45°C werden automatisch 5 Volt angelegt, ab 55°C sind es dann 7 Volt und sofern 65°C überschritten werden, drehen die Lüfter mit ihrer vollen Drehzahl. Ist hingegen der Startmodus F3 aktiv, werden die Lüfter bis 65°C mit 7 Volt versorgt und schalten dann auf 12 Volt um.




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Fazit
GutMit vier Temperatursensoren und Anschlüssen für maximal acht Lüfter ist NesteQs MaxZero gut ausgestattet und bietet ausreichende Reserven für beinahe jedes System. Die Regelung ist an die Temperatursensoren gekoppelt, so dass je zwei Lüfter auf jeden Kanal kommen. Jeder Kanal leistet bis zu 4,8 Watt, was für die meisten Lüfter mehr als ausreicht. Sehr gut gefallen hat uns der Startmodus F1, welcher die Lüfter erst oberhalb von 45°C anlaufen lässt. Lüfter, die im Alltagsbetrieb nicht benötigt werden, laufen somit erst gar nicht an und machen folglich auch keinen Lärm. Auch das schlichte, aber durchaus elegante Design der Lüftersteuerung weiß zu gefallen.


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Dass es einen optischen sowie einen akustischen Alarm gibt, ist ebenso positiv wie der Umstand, dass letzterer optional aktiviert wird. Leider ist der optische Alarm recht unauffällig. Wir können allerdings nicht nachvollziehen, warum der Alarm keinerlei Auswirkung auf die Lüfterdrehzahl hat. Statt auf die Vorgaben des Benutzers zu reagieren, kommen bei NesteQs MaxZero nämlich unveränderliche Temperaturstufen zum Einsatz. Der Alarm hilft somit zwar bei der Suche nach den optimalen Einstellungen, kann im Falle einer Überhitzung aber keine Gegenmaßnahmen einleiten.

Für den Benutzer bedeutet dies zudem, dass er sich ganz genau überlegen muss, wo die Temperatursensoren zu platzieren sind. Ansonsten kann es erst gar nicht zu einer sinnvollen Regelung kommen. Mit vier Stufen - 0, 5, 7 und 12 Volt - wurde die Regelung zudem recht grob umgesetzt und da es keine Regelkurve gibt, kann man diese auch nicht beeinflussen. Im Handel finden wir NesteQs MaxZero zu Preisen ab 26 Euro. Als Gegenwert für die automatische Regelung von bis zu acht Lüftern ist das ein wirklich faires Angebot - auch wenn NesteQs MaxZero noch einigen Spielraum für Verbesserungen lässt.




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