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Macht der Preis die Leistung? Drei 500W-Netzteile zwischen 38 und 80 Euro

Autor: doelf - veröffentlicht am 23.11.2009
s.13/13
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Fazit
Wer billig kauft, zahlt am Ende mehr, denn selbst wenn ein PC nicht rund um die Uhr läuft, hat man nach zwei Jahren Mehrkosten beim Stromverbrauch, die den Mehrpreis eines 80-Plus-Netzteils zumindest ausgleichen. Wenn der Computer an Projekten wir BOINC mitrechnet, kann sich das effizientere Netzteil bereits nach wenigen Monaten bezahlt machen. Zudem muss man bei preiswerten Netzteilen zu einer höhren Wattklasse greifen, um bei modernen Computern eine ausreichende Versorgung der +12V-Schiene sicherzustellen. Zuweilen bieten hochwertige 400W-Modelle mehr Leistung für +12V-Verbraucher als billige Netzteile der 550W-Klasse. Wieviel Geld man für Extras wie Kabelmanagement investieren will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aktives PFC und eine 80-Plus-Zertifizierung sind unserer Meinung jedoch Pflicht.




NesteQ XStrike E2CS XS-500
Sehr Gut Die Straßenpreise für das NesteQ XStrike E2CS XS-500 beginnen knapp unter 80 Euro, damit ist das nur 500 Watt starke Netzteil sowohl das leistungsschwächste als auch das mit Abstand teuerste in diesem Vergleich. Als Besonderheiten bietet NesteQ ein extrem flexibles Kabelmanagement, bei dem der Benutzer die Kabelstränge aus einzelnen Teilstücken zusammenstellen kann, und einen 135mm-Lüfter, der nach dem Herunterfahren des Computers zwei Minuten lang weiterläuft und dabei die Hardware herabkühlt. Im Lieferumfang finden sich zudem Kabelstränge für Gehäuselüfter, die wahlweise mit +12 oder +5 Volt betrieben werden. Auf der Rückseite des Netzteils hat NesteQ mit dem "Power Monitoring Panel" vier LEDs verbaut, welche zur Fehlerdiagnose dienen. Passend hierzu findet sich ein PS-On-ATX-Adapter im Lieferumfang, der das Starten des Netzteils auch ohne angeschlossenes Mainboard erlaubt.


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Und dann wäre da noch die "+12V Power-Plus Technologie", welche die vier unabhängigen +12V-Spannungskreisen zugleich als kombinierte Kraft für das Mainboard und die Grafikkarten nutzt. Betrachtet man die Ergebnisse der Spannungsmessung, hat sich dieses Konzept bewährt, denn das vermeintlich schwächste Gerät liefert die besten Messwerte. Das gilt leider nicht für den Stromverbrauch, denn unser Testaufbau bestätigt die Ergebnisse von 80 Plus: Das NesteQ XStrike E2CS XS-500 erreicht zwar eine Effizienz von über 80 Prozent, doch sein Vorgänger ECS 5001 war etwas sparsamer. Deswegen reicht es diesmal auch nicht ganz für unseren "Editor's Choice".




be quiet! Pure Power BQT L7-530W
Editor's Choice Das Top-Modell der "Pure Power L7"-Baureihe von be quiet! überzeugt in diesem Vergleich mit einem extrem niedrigen Stromverbrauch sowie einem sehr leisen Lüfter. be quiet! hat sich beim Pure Power BQT L7-530W auf das Wesentliche wie aktives PFC und eine 80-Plus-Zertifizierung beschränkt und auf kostenintensive Extras verzichtet. Dieses Konzept geht auf, denn das Netzteil gewinnt unserer Meinung nach genau die Disziplinen, auf die es letzten Endes auch ankommt. Zudem bietet es immerhin zehn Laufwerksanschlüsse, auch wenn sich diese auf nur drei Kabelstränge verteilen. Obwohl be quiet! zwei 6+2-Anschlüsse für PCI-Express-Grafikkarten implementiert hat, finden wir die Ausführung nicht gerade ideal, denn beide Stecker hängen an einen Strang und liegen nur 7 cm auseinander. Das macht die Verkabelung zuweilen unnötig kompliziert.


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Im Praxisbetrieb lief das Pure Power BQT L7-530W problemlos mit unserer Radeon HD 4870, so dass man mit diesem Netzteil durchaus ein ordentliches Spiele-System realisieren kann. Die Spannungen blieben sehr stabil und die deutlichste Abweichung trat mit gerade einmal 1,67 Prozent auf der +12V-Schiene auf. Angesichts eines Straßenpreises von 55,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten können wir dieses Netzteil nur wärmstens empfehlen.




LC Power Super Silent LC6550 V2.2
Mit einem Preis von 37,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten ist das LC Power Super Silent LC6550 V2.2 nicht nur das billigste sondern zugleich auch das leistungsstärkste Netzteil in diesem Vergleich. Doch trotz seiner Gesamtleistung von immerhin 550 Watt bieten bereits viele Netzteile der 400-Watt-Klasse deutlich mehr Leistungsreserven für +12V-Geräte. Nur magere 318 Watt sind für die +12V-Schiene gedacht und das erklärt auch, warum LC Power trotz der Leistungsklasse nur einen Anschluss für PCI-Express-Grafikkarten anbietet. Dennoch schlägt sich das LC Power Super Silent LC6550 V2.2 mit dem übertakteten Intel Core i7 965 Extreme und der Radeon HD 4870 recht wacker und zeigt eine durchweg gute Spannungsstabilität sowie einen befriedigenden Geräuschpegel. Das ändert sich allerdings unter Last, wo der Lüfter aufgrund der höheren Wärmeentwicklung schneller hochregelt als bei den Mitbewerbern.


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Der Stromverbrauch des LC Power Super Silent LC6550 V2.2 liegt zwischen 7,2 und 8,7 Prozent über dem des be quiet! Pure Power L7 530W, wozu insbesondere der passive PFC beiträgt. Läuft der Rechner 6 Stunden pro Tag ohne allzu große Last, bedeutet dies bei unserem Testaufbau zusätzliche Stromkosten in Höhe von 7 Euro pro Jahr. Wer den PC rund um die Uhr mit BOINC belastet, muss sich auf einen Mehrverbrauch in Höhe von 52 Euro gefasst machen (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh). Wer sich für dieses Netzteil entscheidet, spart also nur einmal und unserer Meinung nach an der falschen Stelle.




Unser Dank gilt:




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