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Neu von MSI

Noblesse Design-Tower Review
24.06.2002 by staedler

Diesmal habe ich mir den Noblesse Miditower etwas genauer angesehen. Der Tower fällt mit seinem mattschwarzen extravagantem Aussehen sofort in jedem Zimmer auf. Die Frontklappe ist mit dunkelblau spiegelnden Einsätzen versehen. Sie ist sehr massiv ausgefallen und kann somit nicht klappern. Das Schließen der Tür erfolgt nicht durch einfaches Einrasten, sondern durch ein Magnetverschluss. Falls die Tür stört, kann sie auch problemlos abgenommen werden. Um die dann entstehende Lücke am Anschlag der Tür zu verschließen ist im Lieferumfang eine kleine Blende beigelegt. Weitere Zugaben sind: ATX-Blende, diverse Schrauben und Abstandshalter, 2 Gummifüße, eine Kabelpeitsche, 2x 5,25 Zoll Abdeckblenden, eine 3,5 Zoll Abdeckblende, 2 Slotblenden und eine Multifunktionsbox, auf die ich später noch genauer zu Sprechen komme.


Vorder- und Rückansicht ohne Seitenteile

Der Aufbau des Noblesse ist anders als die der breiten Gehäuse-Masse. Von oben gesehen bietet es Platz für 3x 5,25 Zoll Laufwerke und 2x 3,5 Zoll Laufwerke, welche von außen zugänglich sind. Danach folgen 5 interne Einbauplätze für 3,5 Zoll Festplatten und am Fuß des Gehäuses ein weiterer Einbauplatz für ein 5,25 Zoll Gerät. Der Schacht ist mit einer Schiebeklappe bestückt, sodass er auf den ersten Blick nicht zu sehen ist. Verwendung finden hier Geräte, die man nicht täglich braucht z.B.Lüfterregelungen oder ein Creative Live-Drive. Für DVD-Laufwerke oder Brenner ist es für die meisten User unbrauchbar, da man sich ständig bücken muss.


Blick ins Innere

Das Gehäuse bietet für seine bescheidenen Ausmaße von 200mm (B) x 450mm (H) x 495mm (T) mächtig viel Platz. Kommen wir nun zu der oben schon erwähnten Multifunktionsbox: Sie ist ab Werk in dem unteren Einbauschacht montiert und kann bei Nichtbenutzung verschlossen werden. Diese Box ist sehr interessant und bedeutet für viele PC-User eine Erleichterung. Die Benutzung ist denkbar einfach. Am Ende des Kabels der Box ist ein Slotblech mit einem Stecker angebracht, der in einem leeren Slot des Gehäuses montiert wird. Mit der dazugehörigen Kabelpeitsche kann man nun, von Außen, auf der Rückseite genau die Anschlüsse belegen, welche man auf der Vorderseite braucht. Folgende Anschlüsse kann man auf diese Art nach Vorne legen: Mikrofon, Sound-In, Sound-Out, Fire-Wire, Maus, Gameport und 2x USB.


Die Frontanschlüsse; Power-On- und HDD-LED verstecken sich in Power- und Resetschalter

Praxistest:
Damit ich mir ein möglichst genaues Bild von der Funktionalität machen konnte, musste mein kompletter Rechner in das Noblesse Gehäuse umziehen. Gleich am Anfang sind die Abstandhalter des Mainboard unangenehm aufgefallen: Sie sind mit dem Mainboardhalter vom Gehäuse vernietet. Wenn durch irgendwelche widrigen Umstände das Gewinde eines Abstandhalters zerstört wird, ist ein Auswechseln ohne Gewaltanwendung nicht möglich.


Demontage der Frontblende; die dicke Tür schluckt viel Schall

Nachdem das Mainboard montiert war, kamen die Lüfter an die Reihe. Hier gab es ebenfalls Negatives zu Berichten. Meine beiden Pabst Lüfter konnte man nur mit sanfter Gewalt an der Rückseite montieren. Probeweise habe ich noch zwei YS-Tech ausprobiert, sie sind etwas kleiner und passen gerade so in die vorgesehene Öffnung. Um die beiden Lüfter an der Vorderseite zu Montieren, dürfen keine Festplatten eingebaut sein und die komplette Frontblende muss abgenommen werden, dies ist aber ganz einfach, man muss nur vier Kunststoffnasen auseinanderbiegen und schon hat man die Frontblende in der Hand. Da die beiden Lüfter nebeneinander liegen, erreicht der Luftstrom nur die untern drei Festplatten. Um die Festplatten einzubauen, muss man beide Seitenteile entfernen, da es leider über keine herausnehmbaren Einbaukäfige wie beim CS601 verfügt. Wird jeder Festplattenplatz belegt, ist, meiner Meinung nach, zu wenig Platz zwischen den Platten. Teilweise beträgt der Luftspalt nur 1 mm, was einer guten Belüftung nicht förderlich ist. In meinem Fall wurden zwei Festplatten eingebaut, im unteren und im mittleren Einbauplatz. Somit ist für eine gute Belüftung gesorgt, was bei den schnell drehenden Platten (7200U/min) auch wichtig ist.


Herausführung der Fontanschlüsse; schlecht: vernietete Mainboardhalter; gut: keine scharfen Kanten!

Beim Einbau des Brenners und des DVD-Laufwerks gab es noch eine Überraschung, leider wieder eine unangenehme. Der untere Einbauschacht war im Zusammenspiel mit meinen Board nicht zu verwenden. Mein EPoX 8K3A+ ragt in den Einbaubereich des Laufwerks hinein und verhindert ein komplettes Einschieben des Laufwerks, das DVD steht ca. 30mm nach außen, somit kann man die Frontklappe nicht ganz schließen. Da es viele Boards gibt, die kleiner als mein EPoX sind, muss dieses Problem nicht immer auftreten. Nachdem ich nun alle Klippen umschifft hatte, und zu guter Letzt alle PCI-Steckkarten eingebaut waren, ging es an die Inbetriebnahme, sogar der Einbau einer doch sehr langen MSI GeForce4 Ti4400 bereitete keine Probleme, sie passte einwandfrei.
Nach Betätigen des Power-Tasters war ich überrascht, wie leise der Rechner trotz 4 YS-Tech 80 mm silent Lüfter und eines Enermax 431 Watt Netzteils mit 2 Lüftern war. Die Strömungsgeräusche waren, dank der großen Luftaustrittsöffnungen minimal. Überraschend war allerdings das offensichtliche Fehlen der beiden Power-On- und HDD-LED, diese verstecken sich jedoch in den Bedientastern (Power und Reset) selbst:-)


zum Abschluß: die Seitenansicht

Fazit:
Ein eindeutiges Fazit fällt hier sehr schwer: Auf der einen Seite bekommt man ein qualitativ hochwertiges Gehäuse. Scharfe Ecken und Kanten sucht man vergebens, alle sind gefalzt oder abgerundet. Die Kanten des Gehäusedeckels sind sogar mit Kunststoffband überzogen. Die Frontseite wirkt edel und der Kunststoff macht alles andere als einen billigen Eindruck. Auf der anderen Seite sind nicht alle Laufwerksschächte effektiv nutzbar: Ein 5 ¼-Laufwerksschacht kollidierte mit meinem Mainboard, lediglich 3 der 5 Festplatteneinbauplatze können verwendet werden, da die Laufwerke ansonsten überhitzten. Für den Normaluser, der wenig Laufwerke benötigt, ist das Gehäuse mit Sicherheit eine gute Alternative. Der Poweruser hingegen sollte sich vorher genau überlegen, ob das Gehäuse genug Platz für seine Bedürfnisse bietet. Ein paar Zentimeter mehr an Höhe und Tiefe könnten die angesprochenen Probleme lösen: Große Mainboards würden nicht mehr mit dem im dritten Laufwerksschacht montierten DVD kollidieren, außerdem müssten die Festplatten nicht derart dicht gestapelt werden. Weiterhin sollte der Hersteller unbedingt das benötigte Befestigungsmaterial für die Montage der 80 mm-Lüfter beilegen. Werden gängigen M4-Schrauben (35 mm Länge) im Frontbereich verwendet, so kann es zu Problemen mit der Abdeckung des unteren 5 ¼-Zoll-Schachtes kommen, da sich die Klappe nicht mehr in die Parkposition bringen lässt. Schade, auf den ersten Blick macht das Gehäuse ein ansprechenden Eindruck, aufgrund der konstruktiven Mängel können wir keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.

Der Noblesse Design-Tower kann bei unserem Partner Listan erworben werden.

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