www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-plustekopticslimm12-print.phtml

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 1/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Vor kurzem erreichte die Au-Ja Redaktion als Testobjekt ein Scanner, aber nicht einer der sonst üblichen Scanner. Wir betrachten diesesmal den Plustek OpticSlim M12, welcher sich an die Bedürfnisse eines mobilen Office richtet. Durch seine kompakte Bauform und sein geringes Gewicht soll der Scanner dem Anwender den Transport und das Verstauen so leicht wie möglich machen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Technische Daten
Hier die technischen Daten des Herstellers:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Eine Anmerkung zur Leistungsaufnahme: Da der Scanner keine externe Stromversorgung besitzt und seine Energie über den USB-Anschluss bezieht, muss hier kurz ein Blick auf die Spezifikation geworfen werden. Gemäß der USB-Spezifikation sollte ein USB-Port mit maximal 2,5 Watt (5V bei 0,5A) belastet werden. Somit bleibt der Scanner ein gutes Stück unterhalb dieses Maximalwertes. Allerdings sollten geneigte Käufer zuerst das Handbuch des Notebooks lesen, an dem der Scanner angeschlossen werden soll. Nicht jedes Notebook folgt diesen Vorgaben, gegebenenfalls kann ein Anruf beim technischen Support des Notebook-Herstellers für Klärung sorgen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Lieferumfang
Der Packung liegt umfangreiches Zubhör bei, welches wir hier kurz auflisten möchten:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das Testsystem
Nach dem Auspacken kommen wir zur Installation, welche wir genau nach Herstellervorgabe durchführen. Wir verwenden ein Notebook als Testsystem, da dieser Scanner vornehmlich für den mobilen Einsatz gedacht ist.

- Seite 1 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 2/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Aufbewahrung und Aufstellen
Kommen wir nun zum mitgelieferten Zubehör, dass zum Aufbewahren bzw. Aufstellen des Scanners gedacht ist: Der Standfuß dient in erster Linie dazu, den Scanner auf dem Schreibtisch aufzustellen. Das Gerät kann, wenn der Anwender dies möchte, inklusive des USB-Kabels hinein gestellt werden, was der Lebensdauer der USB-Buchse am Scanner zu Gute kommt. Ein Scan ist im Standfuß zwar möglich, beschränkt sich aber auf kleinere Fotos und der Anwender braucht schon etwas Geduld, um hier ein gutes Ergebnis zu erhalten (was dann wohl auch niemand machen wird). Die Standfestigkeit ist gut, das Gerät steht sicher und fest.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Wandhalterung kann mittels mitgelieferter Schrauben und Dübel befestigt werden, was wir uns für diesen Test allerdings gespart haben. Etwas merkwürdig ist allerdings, dass der Scanner sehr stramm in der Wandhalterung sitzt, und auch nicht gänzlich in diese hineingleitet. Hierunter kann die Oberfläche des Gerätes leiden - Plustek sollte die Spritzgußform für die Wandhalterung überarbeiten, damit dieser Makel nicht mehr auftritt. Steckt der Scanner in der Wandhalterung, geht das auch mitsamt USB-Kabel und ein Scannen ist dabei möglich. Dies funktioniert dann sogar deutlich besser als im Standfuß.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Transporttasche nimmt den Scanner recht passgenau auf und die Verzurrschnur verhindert sicher ein Herausgleiten des Gerätes. In dieser Tasche ist der Scanner auch recht gut gegen Verkratzen und Scheuern geschützt, aber auf Grund der fehlenden Polsterung hat die Tasche Schlägen und Stößen kaum etwas entgegen zu setzen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Plustek hat somit an alles gedacht, was die Aufstellung und Aufbewahrung des Gerätes erleichtert - selbst wenn im Detail noch Verbesserungen denkbar sind.

- Seite 2 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 3/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Installation von Treiber und Software
Am Scanner wird das USB-Kabel (USB-B) angeschlossen, welches dann mit dem flachen Steckverbinder (USB-A) in das Notbook gesteckt wird. Das Notbook sollte bereits gestartet sein, damit die Geräteerkennung von Windows das neue USB-Gerät entdeckt. Das USB-Kabel aus dem Lieferumfang ist mit einer Länge von 1,5 Metern für den angedachten Verwendungsfall ausreichend lang. Windows fordert nach dem Erkennen des Gerätes auf, den Speicherort der Treiber anzugeben. Nun legt man die mitgelieferte CD-ROM in das CD-/DVD-Laufwerk ein und lässt die Automatik von Windows walten. Anschließend startet automatisch die Software-Installationsroutine der CD-ROM, welche dann folgende Programme aufspielt:

Die Installation verlief problemlos und komplett automatisiert, insbesondere für weniger versierte Anwender ist dies sehr angenehm. Um an die Einstellungen des Scanners - respektive der am Scanner vorhandenen Tasten - zu gelangen, verwendet man das Tool "Smart Touch". Hier die Ansicht für die Einstellung der Taste "Scan":


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Hier die Ansicht für die Einstellung der Taste "Custom":


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Nach dem Scannen der Vorlagen erscheinen das Material in dem Programm "Presto! PageManager" und hier im Ordner "Inbox":


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Zum Einlesen von Texten wird das OCR-Programm "ABBYY FeinReader 5.0 Sprint" mitgeliefert. Dieses kommt mit Texten recht gut zurecht, hat aber Probleme beim Erkennen des Layouts. Für den professionellen Einsatz sollte man in eine entsprechende Software investieren, welche den Preisrahmen eines solchen Gerätes allerdings sprengen würde.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Fotos können mit dem mitgelieferten Programm "Persto! ImageFolio" nachbearbeitet werden. Der Funktionsumfang reicht für kleinere Bearbeitungen aus, für die tiefgreifenden Veränderungen sollte man dann eher zu leistungsfähigeren Produkten greifen, beispielsweise zum Photoshop oder zur Open-Source Software "gimp".


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Mit der Software "Presto! Mr.Photo" kann aus den Fotos eine DIA-Show erstellt werden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auf den genauen Funktionsumfang der Programme gehen wir an dieser Stelle nicht ein, schließlich wollen wir uns primär mit der Hardware, also dem Scanner, beschäftigen. Der Softwareumfang hätte den Rahmen des Testberichtes deutlich gesprengt ;-)

- Seite 3 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 4/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Als Scan-Objekte dienten uns:

Fotoscan, farbig
Beim Scannen des Fotos kommt es zu einem Muster an dem Rand, wo wir das Bild angelegen. Je feiner man die Auflösung wählt, desto streifiger wird der Scan über die gesamte Länge und auch das Muster wird ausgeprägter. Möglicher Weise ist hier die Andruckkraft für die Dicke des Fotos zu hoch, die Andruckkraft kann leider nicht variiert werden. Auch der mitgelieferte Reinigungsflies half nicht bei dem Versuch, das Muster zu beseitigen oder zumindest zu verringern.


100 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


150 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


200 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


400 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


600 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Obige Ausschnitte zeigen deutlich die horizontalen und vertikalen Streifen, welche sich bei jedem Durchlauf an einer anderen Position befanden. Dies deutet darauf hin, dass der Scanner Probleme mit dem Einzug des Fotos hatte.


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Sehr gut zu erkennen ist auf obigem Ausschnitt die Streifenbildung entlang der Anlegekante (rechts).

- Seite 4 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 5/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Fotoscan, Graustufen
Die Streifen und das seitliche Muster, welche wir bei den Farbscans beobachtet haben, finden wir leider auch bei den Graustufenscans des Fotos wieder.


100 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


150 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


200 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


400 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


600 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Der Plustek OpticSlim M12 wurde sicherlich nicht als Fotoscanner konzipiert und zeigt in dieser Disziplin auch deutliche Schwächen. Die Ergebnisse sind weder für die Reproduktion geeignet, noch werden sie den Hobby-Fotografen zufriedenstellen.

- Seite 5 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 6/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Formular, farbig
Das Formular wird in allen Auflösungen und Abstufungen recht gut eingelesen, allerdings zieht der Scanner das Blatt am Blattanfang etwas ungleichmäßig ein, wodurch leider eine leichte Verzerrung entsteht. Im Farbmodus bekommen die Scans eine leichte Tendenz zur Sepia-Verfärbung - das verwundert allerdings nicht, denn das Formular besteht aus Recycling-Papier.


100 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


150 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


200 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


400 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


600 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Mit dem Formular der Deutschen Rentenversicherung kommt der Plustek OpticSlim M12 deutlich besser zurecht - und solche Formulare sind ja auch sein primäres Einsatzgebiet. Ab einer Auflösung von 150 dpi bekommt man Ergebnisse, die voll und ganz alltagstauglich sind.

- Seite 6 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 7/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Formular, Graustufen
Auch der Graustufen-Scan des Formulars kann überzeugen. Der Einzug des Scanners kommt mit dem Recycling-Papier deutlich besser zurecht als mit dem Foto, störende Streifen gibt es daher keine und auch an der Anlegekante ist kein Muster zu sehen.


100 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


150 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


200 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


400 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


600 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: BW photo(gray); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Die Ergebnisse können sich abermals in allen Durchgängen sehen lassen. Auch bei Graustufen-Scans würden wir mit Auflösungen ab 150 dpi arbeiten.

- Seite 7 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 8/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Formular, S/W
Zuletzt lesen wir das Formular in Schwarz und Weiß ein, wobei das Recycling-Papier als kleine Hürde gedacht ist.


100 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


150 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


200 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


400 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2


600 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß); Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Beim S/W-Scan hat der Plustek OpticSlim M12 erfreulicherweise keine Probleme mit dem Recycling-Papier und abermals ist das Ergebnis mehr als befriedigend. Zum Einlesen von A4-Blättern und Formularen eignet sich der Plustek OpticSlim M12 gut, einzig der ungleichmäßige Einzug am Blattanfang stört ein wenig.

- Seite 8 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 9/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Texterkennung, Farbe
Für die Texterkennung verwenden wir einen Zeitungsausschnitt. Dieser kurze Artikel bietet verschiedene Schwierigkeiten. So findet sich eine zweite Überschrift, rot hinterlegt mit weißen Buchstaben, sowie ein in vier Spalten gegliederter Text.


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: True Color; Helligkeit: 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Als OCR-Software verwenden wir das mitgelieferte "ABBYY FeinReader 5.0 Sprint". Wir scannen den Text zunächst in Farbe mit einer Auflösung von 300, 400 und 600 dpi und vergleichen die Ergebnisse:

Das Zeitungspapier der Tageszeitungen fällt sehr dünn aus. Es sollte sehr glatt und frei von Knicken und Falten sein, ansonsten zieht der Scanner dieses Medium nicht automatisch ein. Wir würden dazu raten, Spalten als einzelne Textblöcke zu verarbeiten, um die Erkennungsprobleme bestmöglich zu umgehen. Zudem erscheinen uns 300 dpi als beste Einstellung für die Texterkennung.

Texterkennung, S/W
Nun wollen wir das Formular der Deutschen Rentenversicherung einlesen. Dieses ist tabellarisch strukturiert und verwendet unterschiedliche Schriftgrößen.


300 dpi; Moiré-Kompensation: AUS; Modus: Text (Schwarzweiß): 50; Kontrast: 50; Gamma: 2

Beim Einlesen und Verarbeiten im OCR-Programm "ABBYY FeinReader 5.0 Sprint" kommt es bei den verschiedenen Auflösungen zu sehr unterschiedlichen Erkennungsergebnissen und keine der Textdateien kann wirklich überzeugen. Im OCR-Programm gibt es leider keine weiteren Parameter, mit denen man das Leseergebnis verbessern könnte. Auf den Benutzer wartet eine aufwändige Nachbearbeitung, sinnvoller wäre es wahrscheinlich, das Dokument neu anzulegen.

Die mitgelieferte OCR-Software funktioniert mit einfachen Texten recht gut, komplexe Layouts und Formulare überfordern sie jedoch. Eine gute Software ist allerdings auch immer eine Preisfrage - und der Preis der Software übersteigt den des Scanners sehr schnell.

- Seite 9 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 10/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Geschwindigkeit
Wir beginnen mit der Zeitmessung beim Tastendruck (Scan, mit der jeweiligen Einstellung für die Auflösung) und messen bis zum Erscheinen des Scans im Programm Presto! PageManager.

Dauer des Scans: A4 (in s, niedriger ist besser!)
200 dpi, S/W
27
300 dpi, Graustufen
28
150 dpi, S/W
28
200 dpi, Graustufen
29
400 dpi, S/W
29
100 dpi, True Color
30
100 dpi, Graustufen
30
150 dpi, Graustufen
31
100 dpi, S/W
32
300 dpi, S/W
32
400 dpi, Graustufen
34
150 dpi, True Color
40
200 dpi, True Color
44
600 dpi, S/W
56
600 dpi, Graustufen
63
300 dpi, True Color
80
400 dpi, True Color
84
600 dpi, True Color
161

Der Plustek OpticSlim M12 ist kein Sprinter und geht mit seiner USB 1.1 Schnittstelle eher gemütlich zu Werke. Insbesondere bei 600 dpi wird der Scan zu einer kleinen Geduldsprobe. Eine niedrige Auflösung sowie eine geringere Farbtiefe sorgen normalerweise für einen schnelleren Scan. Das ist auch hier so, allerdings liegen die Ergebnisse bei den Schwarz-Weiß und Graustufen Durchläufen bis zu einer Auflösung von 400 dpi sehr eng beisammen.

Die Texterkennung dauert vergleichbar lange wie ein entsprechender Bild-Scan. Gemessen wurde vom Zeitpunkt des Tastendrucks auf "Custom" bis zum Öffnen des Textes in Wordpad:

Dauer des OCR-Scans: A4 (in s, niedriger ist besser!)
300 dpi, OCR
30
400 dpi, OCR
32
600 dpi, OCR
53

Wie zu erwarten ist der mobile Scanner deutlich langsamer als ein Flachbett-Scanner, doch der Plustek OpticSlim M12 soll in erster Linie klein und leicht sein. Daher werten wir die Geschwindigkeit als angemessen.

Notizen zum Praxiseinsatz
Bei den ersten Versuchen dem Scanner das Formular zuzuführen, gelang es dies nicht. Mit dem Druck auf die Scan-Taste, der den Scanner dazu veranlasst, das Blatt automatisch einzuziehen, bewegte sich das Formular nicht vorwärts. Nach einigem Herumprobieren stellte sich heraus, dass man das Blatt mit etwas Schwung in den Scanner schieben muss: Ist man zu langsam, erkennt die Fotodiode das Medium zu schnell und die Einzugswalze greift ins Leere, da das Blatt noch nicht an der Walze angelangt ist.

Was man noch beachten sollte: Bekannterweise ist nichts für die Ewigkeit, dies gilt auch für die Steckkontakte des USB-Anschlusses. Verschiedentlich werden die maximalen Steckzyklen für einen USB-Anschluss mit 20.000 bis 50.000 angegeben, einige Hersteller nennen sogar bis zu 200.000, wobei dies vom verwendeten Kontaktzungenmaterial abhängig ist. Plustek verzichtet bei seinem Scanner auf eine solche Angabe, wie leider auch die meisten Notebook- und PC-Hersteller. Da der Plustek OpticSlim M12 für den mobilen Einsatz gedacht ist und das An- und Abklemmen des USB-Kabels zur tagtäglichen Arbeit mit diesem Gerät dazugehört, hätten wir uns über eine entsprechende Angabe gefreut.

- Seite 10 -

Plustek OpticSlim M12 - ein Scanner für unterwegs - 11/11
28.08.2007 by Rolf
Zur HTML-Ansicht

Fazit
Handlich, kompakt und vergleichsweise leicht kommt der Plustek OpticSlim M12 daher, selbst wenn er mit seinen 330 Gramm kein Fliegengewicht ist. Der Lieferumfang ist komplett und deckt den kleinen Bedarf gut ab - auch was die Software betrifft. Dass der Scanner ohne eine zusätzliche und im mobilen Betrieb sehr lästige Stromversorgung auskommt, erhöht seine Praxistauglichkeit enorm. Die Scannergebnisse reichen für das anvisierte Einsatzgebiet aus. Wer höhere Ansprüche hat, sollte lieber zu einem Flachbett-Scanner greifen, verzichtet damit jedoch auch auf die Mobilität.

Konstruktionsbedingt sind gebundene Buchseiten für den Scanner tabu. Die Domäne des Plustek OpticSlim M12 sind eher die Graustufenscans, vorzugsweise die von Formularen, denn hier erzielt das Gerät seine besten Ergebnisse. Bei Fotos sehen wir leider Streifen und ein Muster an der Anlegeseite, dies gilt sowohl für farbige als auch für Graustufen-Scans. Dies scheint ein Problem des Einzugs zu sein: Während etwas dickere Kartons mit bis zu 200g/m2 dem Scanner keine Probleme bereiten, sehen wir bei Glanzflächen, also Glossydrucken oder Fotos, besagte Streifen und das störende "Andruckmuster". Je nach Anspruch sollte man eine alternative Texterkennung (OCR) verwenden, die mitgelieferte Software befriedigt nur die Grundbedürfnisse. Klare und große Texte werden aber recht gut erkannt. Leider können wir mit unserer Version des Scanners nicht in PDF-Dateien scannen, dies ist den umfangreicher ausgestatteten Versionen des Gerätes vorbehalten.

Wir hatten den Plustek OpticSlim M12 in der kleinsten Ausstattungsvariante getestet, deren Straßenpreis um die 100 Euro liegt. Für 140 Euro bietet Plustek die Variante OpticSlim M12 Plus an und für 240 Euro gibt es das Modell OpticSlim M12 Corporate. Während die Hardware weitgehend identisch ist, unterscheiden sich die drei Varianten in der mitgelieferten Software. Genaue Details hierzu findet man bei Plustek. Für Privatanwender ist das Gerät unserer Meinung nach weniger interessant, da sein Einsatzgebiet sehr spezialisiert ist. Für den professionellen Einsatz würden wir uns allerdings PDF-Unterstützung wünschen und daher eher zu den teureren Varianten greifen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Unser Dank gilt Plustek für die Teststellung des OpticSlim M12.

- Seite 11 -
© copyright 1998-2019 by Dipl.-Ing. Michael Doering
www.Au-Ja.de / www.Au-Ja.org / www.Au-Ja.com / www.Au-Ja.net ist eine Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Doering.
Alle Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Inhalte spiegeln die subjektive Meinung der jeweiligen Autoren wieder und sind geistiges Eigentum dieser Autoren. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Wir setzen bei Nutzung unserer Publikation ausdrücklich die Verwendung des gesunden Menschenverstandes voraus. Sollten Sie mit dieser Voraussetzung nicht einverstanden sein, verstoßen sie gegen unsere Nutzungsbedingungen! Die Verwendung jeglicher Inhalte - auch auszugsweise - ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung erlaubt. Die Nutzung kurzer Ausschnitte für Nachrichten-Ticker ist hiervon ausdrücklich ausgenommen! Die geheimdienstliche Erfassung und Verarbeitung dieser Internetseite ist strengstens untersagt!
Sollten Ihnen über Hyperlink verknüpfte externe Inhalte auffallen, welche mit der deutschen oder europäischen Rechtssprechung in Widerspruch stehen, bitten wir um eine kurze Meldung. Kommentare und Hinweise zu rechtswidrigen Inhalten unseres lokalen Angebotes sind natürlich ebenfalls erwünscht. Weitere Informationen finden Sie im Impressum!

www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-plustekopticslimm12-print.phtml