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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 1/8
16.01.2005 by holger
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Was soll ein Netzteil eigentlich bieten? Eigentlich nur Strom liefern, sauberen, stabilen, Strom. Hört sich eigentlich nach einer trivialen Aufgabe an! Hält der User sich vor Augen, wie rasant die Anforderungen durch technische Entwicklungen im CPU- und Grafikkartenbereich steigen, relativiert sich obige Aussage. Weiterhin sollte die Ausstattung dergestalt sein, dass genügend Anschlüsse zur Verfügung stehen und die Kabellängen ausreichend bemessen sind. Dazu kommt, dass einige User extremen Wert auf Äußerlichkeiten legen, wobei es uns ein wenig unbegreiflich ist, warum ausgerechnet das Stückchen Blech an der Gehäuserückwand aufwendig gestaltet sein muss. Ja, richtig, da gibt es noch die Gucklochfraktion… Für wichtiger halten wir eine möglichst geräuschlose Arbeitsweise der Probanten, heutige Rechnersysteme sind aufgrund des freimütigen Energieverbrauchs ohnehin laut genug. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und um gleichzeitig die Energielieferfähigkeiten der Kraftspender zu strapazieren, kommt ein P4E 3,4 GHz (Prescott), eine MSI GeForce 6800Ultra, 2x120 GB Seagate SATA sowie 2x512 MB Corsair auf unserem Referenzboard Intel 875PBZ zum Einsatz. Hört sich brutal an, ist es auch!

Die folgende Übersicht stellt die Testkandidaten in Hinblick auf alle wichtigen Ausstattungsmerkmale gegenüber:

  Enermax Noisetaker
420 Watt
Enermax Noisetaker
470 Watt
Etasis EFN-300
(0 dB Design)
Leistung in Watt 420 470 300
Lüfter 2 x 80 mm,
temperaturgeregelt,
manuelle Regelung
möglich
2 x 80 mm,
temperaturgeregelt,
manuelle Regelung
möglich
lüfterlos
Lautstärke sehr leise-leise sehr leise-leise nicht hörbar
Floppyanschlüsse 2 2 2
PATA / SATA 6 / 2 7 / 2 6 / 2
ATX-Anschluss 20 Pin 24 Pin 20 Pin
Auxiliary-Anschluss ja nein nein
4- / 8-Pin ja / nein ja / nein ja / nein
VGA 6 Pin nein ja nein
Kabelbäume 6 7 7
Kabellänge:
ATX-Power
37 cm 46 cm 48 cm
Kabellänge:
Laufwerke
66 cm 81 cm 86 cm
Besonderheiten Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
Fan-Monitoring
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
Fan-Monitoring,
Adapter: 20 Pin-ATX,
1xPATA auf 2xSATA
Kaltgerätekabel,
Handbuch (englisch),
Gehäuse-Bracket

  Tagan
TG480-U01
LC Power
by Noiseblocker
QTechnology
"Papst Series"
Leistung in Watt 480 550 350
Lüfter 2 x 80 mm,
temperaturgeregelt
1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
Lautstärke sehr leise-leise sehr leise sehr leise
Floppyanschlüsse 2 2 2
PATA (davon VGA)
SATA
10 (2)
4
5 / 0 8 / 2
ATX-Anschluss 20+4 Pin 20 Pin 20 Pin
Auxiliary-Anschluss ja nein ja
4- / 8-Pin ja / 4+4 Pin ja / nein ja / nein
VGA 6 Pin nein nein nein
Kabelbäume 10 6 8
Kabellänge:
ATX-Power
51 cm 41 cm 50 cm
Kabellänge:
Laufwerke
82 cm 71 cm 88 cm
Besonderheiten Kaltgerätekabel,
mehrsprachiges
Handbuch,
Massekabel,
5 Klettbänder,
2 Kabelbinder
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben
Kaltgerätekabel,
Handbuch (englisch),
4 Schrauben

Betrachten wir nun die einzelnen Testkandidaten...

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 2/8
16.01.2005 by holger
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QTechnology Ultra Quiet Power, QT-02350 G, Papst Series
Bereits das 400 Watt-Papst-Modell konnte in unserem Testlabor überzeugen. Der aktuelle Kandidat tritt mit einem 12 cm-Lüfter, dem Papst 4412 FGL, zum Test an und soll einerseits noch ein wenig leiser sein und andererseits das Gehäuse besser entlüften.


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Dies gelingt dem QTechnology in unserem Lian Li PC-60 ausgesprochen gut, nach kurzer Zeit pustet es die Abwärme des Prescott durch die durchlöcherte Rückwand. Dabei geht der Kraftspender kaum hörbar zu werke und tritt noch eine Spur leiser als die vormals getestete 400 Watt-Version in Aktion. Bei der Auswahl der passenden Systemkomponenten können User mit Hilfe dieses Netzteils auf eine weitere Gehäuseventilation verzichten.


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Der Testkandidat zeigt sich gut ausgestattet, alleine einen 24 Pin-ATX- sowie einen 8 Pin-Anschluss vermissen wir. Im Inneren des Netzteils finden wir äußerst hochwertige Bauteile und große passive Kühlkörper, darüber hinaus wurde die Qualitätskontrolle per Handzeichen dokumentiert - Hochachtung!

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 3/8
16.01.2005 by holger
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Enermax Noisetaker 420 und 470 Watt
Enermax war, soweit wir uns erinnern können, in Deutschland einer der ersten namhaften Hersteller, die im Retail-Bereich um die Gunst der User buhlten. Schick sehen beide Kandidaten aus: Beide kommen in Blaumetallic daher, und beide verfügen über die Smart-Fan-Ventilation, die die Lüfter nach dem Ausschalten des PCs solange weiter laufen lässt, bis die Netzteilinnentemperatur auf unter 40°C abgesunken ist. Angeblich soll dadurch die Lebensdauer der Komponenten im Netzteil sowie im PC-Gehäuse verlängert werden. Na ja, klingt - zumindest aus Marketingsicht - schon mal gut. Sinnvoller erscheint da schon die Möglichkeit, beide Lüfter (bei älteren Enermax-Modellen konnte nur der hintere Lüfter geregelt werden) um bis zu 10 % in der Drehzahl absenken zu können. Der User braucht trotzdem keine Angst zu haben, dass das Netzteil überhitzen könnte, die Drehzahlabsenkung bezieht sich lediglich auf das jeweilige Drehzahlmaximum der Regelungsautomatik.


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Die Verarbeitungsqualität kann als sehr gut bezeichnet werden, im Inneren fallen im Vergleich zum QTechnologie lediglich die wesentlich kleineren Kühlflächen auf. Direkt am Kabelbaumauslass verbaut Enermax bei beiden Modellen jeweils einen Ferritring, um EMV-Einstrahlungen zu reduzieren.


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Im Vergleich zu den anderen Kandidaten fallen die kurzen Kabelbäume der 420 Watt-Variante des Enermax ins Auge, da kann es in einem Big-Tower schon mal eng werden. Die Geräuschkulisse ist, je nach eingestelltem manuellem Regeleingriff, als sehr leise bis leise zu bezeichnen.


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Der große Enermax-Bruder zeigt sich im Vergleich zum 420er deutlich besser ausgestattet, er bringt sämtliche modernen Anschlüsse mit, die man sich wünschen kann. Die Kabellänge dürfte niemanden, selbst beim Einsatz großer Tower-Gehäuse, in Bedrängnis bringen.

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 4/8
16.01.2005 by holger
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Etasis EFN-300 (0 dB Design)
Die Firma Etasis sehen wir in unserem Testlabor zum ersten Mal mit einem Produkt vertreten, und sogleich fängt sich der Neuling beim Anblick der Verpackung mit der riesigen Aufschrift "433 Watt peak" einen dicken Rüffel ein. Suggeriert die Aufschrift doch, dass das Netzteil dauerhaft 433 Watt bereitstellt, im Handbuch lesen wir jedoch: "During operation the maximum load shall not be exceeded 300 Watt." - wobei die Zahl "300" auch noch fett gedruckt ist. Das gibt schon mal die rote Karte, und der Hersteller darf sich nicht bescheren, dass auch dieses Netzteil mit einer 6800er Ultra und einem P4E klarkommen muss.


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Die Anfassqualität des Probanten ist indes sehr gut, ja sogar außergewöhnlich gut. Das Gehäuse besteht nicht aus dünnem Blech, sondern massiven Aluminiumprofilen - irgendwie muss ja schließlich die Hitze abgeleitet werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass insbesondere die Abwärme der CPU nicht über das Netzteil abgeführt werden kann. Vielmehr trägt das Netzteil selbst zur Aufheizung des PC-Gehäuseinneren bei.


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Zwei Dioden zeigen auf der Rückwand dem User an, ob das Netzteil einerseits korrekt arbeitet und andererseits die Temperaturverhältnisse im Rahmen sind, was auch immer das heißt. Im Handbuch fand sich der wenig Vertrauen erweckende Hinweis:

"2.3 Operating Environment; Operating Temperature range is 0°C-25°C; Maximum operating Humidity is 90% RH."
Da fragen wir uns natürlich, wie man eine Umgebungstemperatur von 25°C in einem PC-Gehäuse realisieren soll?! Vielleicht mit einigen hochdrehenden Delta-Lüftern?


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Aufgrund des hohen Gewichts kann - falls nötig - das Netzteil im Inneren des Gehäuse mit einem zusätzlichen Bracket befestigt werden. Leider bieten die wenigsten PC-Gehäuse eine solche Montagemöglichkeit, so dass der User im Notfall selbst Hand anlegen muss.

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 5/8
16.01.2005 by holger
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Tagan TG480-U01
Auch Tagan-Produkte sind uns bis jetzt noch nicht auf den Labortisch gekommen, umso gespannter waren wir auf den Neuling. Dieser präsentiert sich in schickem Schwarz und wartet mit einer 13A-Schmelzsicherung im Netzteilstecker auf. Dumm nur, dass es sich um ein UK-kompatibles Exemplar handelt. Die Erklärung war schnell gefunden: Der europäische Vertrieb, Maxpoint, hatte zum Testzeitpunkt nur solche Exemplare am Lager. Nicht schlimm, wir haben uns mit einem Standard-Kaltgerätestecker beholfen.


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Auffällig ist das Lüfter- oder besser, Durchlüftungskonzept, denn die heiße Luft des PC-Innenraums wird nicht direkt oberhalb der CPU abgesaugt, sondern durch die Rückwand des Netzteils. Warum man sich für diese Designvariante entschieden hat, erschloss sich für uns erst auf den zweiten Blick, nämlich den ins Geräteinnere: Da ging es überaus eng zu. Neben den wuchtigen Kühlkörpern fallen dicke Elkos sowie penibel bestückte Platinen auf.


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Den Ausstattungsaward, falls es so einen geben würde, hätte mit Sicherheit das Tagan verdient, Anschlussnöte werden den Besitzer dieses Netzteils mit Sicherheit nicht ereilen. Sehr clever finden wir indes die Idee, durch einen zusätzlichen 4 Pin- aus einem 20 Pin-ATX- einen 24 Pin-Stecker zu machen, das gleiche Prinzip findet sich im Übrigen bei den zusätzlichen 4/8 Pin-12V-Steckern. Augenfällig sind ebenfalls jeweils zwei getrennt ausgeführte VGA-Stromanschlüsse, die zusätzlich mit Ferritkernen ummantelt sind. Auch wenn es schwer fällt, auch uns gefällt die optische Aufmachung des Testkandidaten…ein ganz klein wenig zumindest.

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 6/8
16.01.2005 by holger; UPDATE 07.11.2004
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LC Power 550 Watt by Noiseblocker
Der vom Gewicht her leichteste Testkandidat stammt aus dem Hause Noiseblocker, bisher kannten wir den Hersteller lediglich durch deren hochwertige Lüfter in Verbindung mit ebensolchen CPU-Kühlern. Und so wundert es nicht, dass Noiseblocker einen mehr oder weniger bekannten Netzteilhersteller, LC Power, dazu erkoren hat, deren Produkte durch den hauseigenen Lüfter - den Noiseblocker Ultra Silent Fan SX2 - zu veredeln.


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Ein Blick ins Innere verrät, das niedrige Gewicht des LC Power: Übersichtlicher Aufbau und mickrige Kühlkörper, alleine die PCF-Drossel an der Rückwand sticht ins Auge. Beim LC Power handelt es sich übrigens um den einzigen Passiv-PFC-Kandidaten im Test.


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Das Netzteil mit der höchsten angegebenen Leistungsabgabe zeigt sich in Punkto Ausstattung keinesfalls von der goldenen Seite. Angenehm leise ist es ja, dass der Hersteller dafür jedoch gleich 79 Euro aufruft…?! Wenn die Leistungsfähigkeit stimmt, wollen wir nicht meckern, das Thema Messergebnisse wird es zeigen.

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 7/8
16.01.2005 by holger
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Messergebnisse
Als Testsystem kam ein Intel P4E mit 3,4 GHz auf dem Referenzmainboard Intel D875PBZ, 2x512 MB Corsair TWIMX XMS512-4000 sowie die MSI GeForce 6800Ultra und 2x120 GB Seagate im Raid 0 zum Einsatz. Die GeForce wurde während der Tests, so empfiehlt es ja auch nVidia, an zwei getrennten Kabelbäumen angeschlossen.

Das System wurde mit unserem legendären Torture-Test, der wie üblich 3DMark2001 SE, SiSoft Sandra „burn-in“ und Prime95 umfasst, ausgelastet. Die Messergebnisse wurden unter Vollauslastung mit einem digitalen Messgerät direkt am ATX-Stecker genommen, so dass keinerlei Abweichungen durch die verbauten Monitoring-Chips, die bekanntlich hohen Tolleranzen unterliegen, entstehen können.

+3,3 V +5 V +12 V -12 V +5V VSB
Enermax Noisetaker
420 Watt
+3,35 +5,17 +12,19 -12,02 +5,17
Enermax Noisetaker
470 Watt
+3,34 +5,11 +12,03 -12,00 +5,09
Etasis EFN-300
(0 dB Design)
+3,35 +5,05 +11,87 -12,05 +5,04
Tagan
TG480-U01
+3,39 +5,17 +11,96 -12,56 +4,96
LC Power
by Noiseblocker
+3,33 +5,16 +12,01 -12,72 +5,08
QTechnology
"Papst Series"
+3,25 +5,24 +11,88 -12,23 +5,0

Die direkte Messung bringt allerdings fast immer höhere Abweichungen ans Licht. Solange sich diese unterhalb von 5% befinden, sind sie kein Grund zur Besorgnis, liegen sie jedoch oberhalb von 5%, führt dies zur Disqualifikation des Testkandidaten.

Enermax Noisetaker 420 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V0.6%
+ 5V3.4%
+ 12V1.58%
- 12V0.17%
+ 5V VSB3.4%

Das Enermax Noisetaker 420 Watt zeigt gute Ergebnisse, gröbere Ausrutscher leistet es sich nicht.

Enermax Noisetaker 470 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V0.3%
+ 5V2.2%
+ 12V0.25%
- 12V0%
+ 5V VSB1.8%

Sieger des Messtechnikkapitels ist das Enermax-Netzteil mit 470 Watt, das mit sehr guten Werten glänzen kann. Wichtiger ist jedoch der Umstand, daß die guten Werte mit einem stabilen Testsystem einhergingen!

Etasis EFN-300: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V0.6%
+ 5V1%
+ 12V-1.08%
- 12V0.42%
+ 5V VSB0.8%

Das Etasis mit seiner Peak-Leistung von 433 Watt kann zwar mit guten Messwerten glänzen, trotzdem fiel die 6800Ultra reproduzierbar aus: Das TFT wurde schwarz, der Lüfter der Grafikkarte drehte hörbar schneller... that’s it. Mit einer MSI GeForce 5950 Ultra hatte das Netzteil indes keinerlei Probleme. Für aktuelle High-End-Systeme ist das Netzteil nicht geeignet, auch ambitionierte Spieler mit schnellen Grafikkarten sollten lieber die Finger vom Etasis lassen.

Tagan TG480-U01: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V1.8%
+ 5V3.4%
+ 12V-0.33%
- 12V4.67%
+ 5V VSB-1.2%

Beim Tagan stört lediglich der Abfall auf der -12 V-Leitung, die 5%-Grenze wird jedoch nicht unterschritten.

LC Power by Noiseblocker: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V0%
+ 5V3.2%
+ 12V0.08%
- 12V6%
+ 5V VSB1.6%

Beim LC Power, dem angeblich stärksten Netzteil des Testfeldes, fing die 6800Ultra über den Piezo-Lautsprecher nach wenigen Minuten 3DMark an zu piepsen - Strommangel! NVIDIA verbaut auf diesen Karten einen Piezo-Lautsprecher, der einen Warnton von sich gibt, falls die Karte unter Strommangel leidet und es dadurch zu Instabilitäten oder gar Beschädigungen kommen kann. Der Testdurchlauf wurde mehrfach wiederholt, um festzustellen, ob es sich um ein reproduzierbares Problem handelt. Dies war beim LC by Noiseblocker der Fall. Um Beschädigungen an der Ultra zu verhindern, haben wir die Testserie an dieser Stelle abgebrochen. Auf der -12 Volt-Leitung herrscht mit 6% Abweichung der Ausnahmezustand. Tja, 550 Watt sind eben nicht 550 Watt.

QTechnology "Papst Series": Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-2.4%
+ 5V4.8%
+ 12V-1%
- 12V1.92%
+ 5V VSB0%

Erstaunlich tapfer schlägt sich das QTechnologie-Netzteil, obwohl es vermeintlich über die geringste Leistungsabgabe verfügt.

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Netzteil-Roundup - 6 Netzteile im Härtetest - 8/8
16.01.2005 by holger
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Fazit und Empfehlung
Die „Empfehlung der Redaktion“ hat sich das große Enermax mit 470 Watt redlich verdient. Es bietet eine hervorragende Ausstattung und Leistung, mit einem Preis von ca. 110 Euro kann man in Anbetracht der Gegenleistung mehr als zufrieden sein. Wem die Ausstattung des kleinen Enermax genügt, kommt 20 Euro günstiger weg, verzichtet aber nicht auf die Stabilität des großen Bruders. Weitere 10 Euro spart derjenige, der zum QTechnology der Papst-Series greift. Das Netzteil bietet zwar nicht die Ausstattung des großen Enermax, ist jedoch ganz hervorragend verarbeitet und mit edlen Bauteilen bestückt. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit des Leisetreters über jeden Zweifel erhaben. Das Tagan legen wir dem kostenbewussten, nimmersatten Ausstattungsfreak ans Herz, denn mit nur 79 Euro bietet dieses Netzteil ein unglaublich gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die etwas schlechteren Messwerte sowie das etwas ungeschickte Design (die CPU wird nicht aktiv gekühlt), verhindern ganz knapp den "Editor’s Choise". Beim Etasis 300 Watt scheiden sich die Geister: Einerseits ist der Wunsch vieler User nach einem lautlosen Netzteil verständlich, andererseits wird das passive Kühlkonzept den PC-Innenraum weiter aufheizen, so dass zumeist eine zusätzlich Belüftung zur Pflicht wird, auf die beim Einsatz des super leisen QTechnology sicher verzichtet werden könnte - insofern entsprechende Komponenten eingesetzt werden. Darüber hinaus hat uns die Leistungsangabe auf dem Karton mehr als verärgert, die wirklichen Leistungswerte erfährt der User erst zu Hause, nachdem er das Handbuch studiert hat. Mit einem Preis von 179 Euro eignet sich dieses Produkt wirklich nur für diejenigen User, die ein Produkt für einen sehr eingeschränkten Anwendungszweck suchen und die richtigen Komponenten auszuwählen wissen. Das von Noiseblocker modifizierte LC Power konnte uns nicht wirklich überzeugen: Mit einem Preis von 79 Euro ist es für die gebotenen Leistung einfach zu teuer und kann sich nicht von der Konkurrenz absetzen - da reicht die goldene Farbe leider nicht aus.




Enermax Noisetaker 420 Watt


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Enermax Noisetaker 470 Watt


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Tagan TG480-U01


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QTechnology Ultra Quiet Power, QT-02350 G, Papst Series


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Unser Dank gilt:




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