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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 1/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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UPDATE 03.07.2006:
Mit dem NesteQ NA 5201 fügen wir dem Testfeld das vierzehnte Netzteil hinzu. Es handelt sich hierbei um ein semi-passives Gerät mit einem 120 mm Lüfter.

UPDATE 21.03.2006:
Das dreizehnte Netzteil in diesem Roundup ist das be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt. Mit der "Dark Power Pro"-Familie führt be quiet! nicht nur das Kabelmanagement sondern auch den 120 mm Lüfter im Netzteilboden ein.

UPDATE 23.02.2006:
Nach Rücksprache mit Antec möchten wir unseren Lesern nun darlegen, warum wir das Antec Neo HE 500 Watt nicht empfehlen können.

UPDATE 18.02.2006:
Das Testfeld wurde um ein weiteres Modell aus der 500 Watt-Klasse erweitert. Neu hinzugekommen ist das Antec Neo HE 500 Watt mit SLI-Unterstützung und abnehmbaren Kabeln. Zudem soll das Netzteil mit 18 dB(A) besonders leise arbeiten und eignet sich für ATX- sowie EPS-Systeme.

UPDATE 08.01.2006:
Wir haben unser Testfeld um zwei weitere Modelle der 500 Watt-Klasse erweitert: Das Cooler Master Real Power 550W (RS-550-ACLY) und das neue Cooler Master Real Power 550W SLI (RS-550-ACLY) empfehlen sich für besonders fordernde Konfigurationen und unterstützen sowohl ATX- als auch EPS-Systeme.

UPDATE 28.11.2005:
Für das be quiet! Dark Power 520 Watt haben wir nun ein Austauschgerät bekommen und können im Rahmen eines Nachtests klären, ob sich die 6-Pin Stromanschlüsse jetzt auch auf unsere PCI-Express Grafikkarten stecken lassen.

UPDATE 01.11.2005:
Wir haben unser Testfeld um zwei neue Netzteile erweitert: Das be quiet! Dark Power 520 Watt bietet nun zwei getrennte 12 Volt Spannungskreise sowie zwei 6-Pin Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Auch das Enermax Liberty 400 Watt bietet diese beiden Merkmale, verfügt darüberhinaus jedoch auch über abnehmbare Kabelstränge.




Netzteile sind ein gutes Geschäft: Preiswert in Fernost gefertigt, werden sie unter diversen Markennamen in Europa teuer angeboten, dabei laufen Noname und Markenartikel oft beim selben Hersteller vom Band. Im Gegensatz zu Arbeitsspeicher oder Mainboards kann man mit Netzteilen und Gehäusen noch viel Geld verdienen, daher müssen teure Markenprodukte nicht unbedingt besser sein als die OEM-Modelle, welche sich in preiswerten Gehäusen oder Komplettsystemen finden.

Der Hauptunterschied besteht zumeist in der Vielfalt der Anschlüsse sowie der Laufruhe der Lüfter. Preiswerte OEM-Netzteile sind zumeist leicht und haben nur kleine Kühlprofile. Das senkt das Transportgewicht und die Herstellungskosten, erfordert aber auch schneller drehende Lüfter. Das wiederum macht das Netzteil laut, ermöglicht aber auch die Verwendung preiswerterer Komponenten, die nicht so hohe Anforderungen an die Umgebungstemperatur stellen. Die Leistungsdaten eines solchen Netzteiles können oft durchaus überzeugen, die Verarbeitung und Lautstärke jedoch meist weniger.
Diese Aussagen gelten für Netzteile bis 350, maximal 400 Watt. Sollte das Billig-Netzteil 500, 600 oder gar 700 Watt anpreisen, so tut man gut daran, dem Gerät mit Mißtrauen zu begegnen. 350 Watt reichen für ein performantes System, das eine aktuelle Top-Grafikkarte einsetzt, vollkommen aus, zudem lassen sich Netzteile mit dieser Leistung durchaus preiswert herstellen. Aktuelle Preislisten chinesicher Hersteller sprechen von 6 bis 8 US-Dollar.
Bei 500 bis 700 Watt ist deutlich mehr Aufwand gefragt, die Kosten steigen, und das Netzteil kann nicht mehr für weniger als 10 US-Dollar angeboten werden. Das manche Hersteller dies dennoch tun, kann nur als Etikettenschwindel bezeichnet werden. Hier wird darauf spekuliert, daß die meisten Käufer, die zu einem solchen 500 bis 700 Watt Schnäppchen greifen, in Wahrheit auch mit 350 bis 400 Watt auskommen würden.

Das andere Extrem sind passiv gekühlte Netzteile, welche eine wahre Materialschlacht veranstalten, um komplett auf Lüfter verzichten zu können - das kostet natürlich deutlich mehr. Auch Extras wie Regelungen für die Gehäuselüfter oder spezielle Anschlüsse für Grafikkarten oder EPS-Netzteile sind im Massenmarkt nur selten gefragt, für diese Ausstattungsmerkmale muß man also tiefer in die Tasche greifen. Zudem bieten einige Markenhersteller auch bessere Garantieleistungen und eine Hotline an, wichtig im Ernstfall, aber auch ein Kostenfaktor.
Dennoch bleibt für den Hersteller, den Importeur, den Zwischenhandel und Verkäufer genug Geld übrig, wenn der Kunde mit seinem Markennetzteil nach Hause geht. Wir werden uns heute neun aktuelle Marken-Netzteile ansehen, die dem Kunden im Vergleich zur billigen Massenware aus Fernost, bei der 550 Watt für einen Endkundenpreis von 30€ zu haben sind, einen deutlichen Mehrwert bieten wollen. Ob die Luxus-Ware - ebenfalls aus Fernost - überzeugen konnte und ihr Geld wert ist, wollen wir in diesem Test klären.

Die folgende Übersicht stellt die Testkandidaten in Hinblick auf alle wichtigen Ausstattungsmerkmale gegenüber:

  Antec NeoPower
480 Watt
Antec Phantom
350 Watt
be quiet! BQT P5
420 Watt
Leistung in Watt 480 350 420
12 Volt Kreise 2 2 1
Active PFC ja ja ja
Lüfter 1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
lüfterlos 2x 80 mm,
temperaturgeregelt
Floppyanschlüsse 2 (Adapter) 2 2
ATX-Anschluss 20/24 Pin 20/24 Pin 20/24 Pin
ATX 12V / EPS ja / nein ja / nein ja / nein
VGA 6 Pin ja ja ja
VGA Molex nein nein ja
HDD Molex/SATA 9 / 2 7 / 2 6 / 4
Lüfter Molex/3-Pin 2 / - - / - 3 / 3
Besonderheiten Abnehmbare Kabel,
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter
Lüfterregelung
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter,
Lüfterregelung,
3 Jahre Garantie

  Levicom VisiblePower
450 Watt
ichbinleise Power NT
400 Watt
Sharkoon Silentstorm SHA430-9A
430 Watt
Leistung in Watt 450 400 430
12 Volt Kreise 1 2 2
Active PFC ja ja ja
Lüfter 2 x 80 mm,
temperaturgeregelt
1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
1 x 92 mm,
1 x 80 mm,
temperaturgeregelt
Floppyanschlüsse 2 1 2
ATX-Anschluss 20+4 Pin 20/24 Pin 20+4 Pin
ATX 12V/EPS ja / nein ja / nein ja / nein
VGA 6 Pin nein nein ja
VGA Molex nein nein nein
HDD Molex/SATA 8 / 2 5 / 2 8 / 2
Lüfter Molex/3-Pin - / - - / - - / -
Besonderheiten Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
Adapter:
1x/4x Molex
Molex auf SATA
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch

  Tagan TG480-U22
480 Watt
be quiet! BQT P6
520 Watt
Enermax Liberty
400 Watt
Leistung in Watt 480 520 400
12 Volt Kreise 2 2 2
Active PFC ja ja ja
Lüfter 2 x 80 mm,
temperaturgeregelt
2 x 80 mm,
temperaturgeregelt
1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
Floppyanschlüsse 2 2 1
ATX-Anschluss 20+4 Pin 20/24 Pin 20+4 Pin
ATX 12V/EPS ja / ja ja / ja ja / ja
VGA 6 Pin ja 2x 2x
VGA Molex ja ja nein
HDD Molex/SATA 8 / 4 6 / 4 6 / 6
Lüfter Molex/3-Pin - / - 3 / 3 - / -
Besonderheiten Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
Erdung,
Adapter:
2x Molex-zu-PEG
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter,
Lüfterregelung,
3 Jahre Garantie
Abnehmbare Kabel,
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter,
3 Jahre Garantie

  Cooler Master Real Power
550 Watt
Cooler Master Real Power
550 Watt SLI
Antec Neo HE
500 Watt
Leistung in Watt 550 550 500
12 Volt Kreise 3 3 3
Active PFC ja ja ja
Lüfter 1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
1 x 80 mm,
temperaturgeregelt
Floppyanschlüsse 1 1 2
ATX-Anschluss 20/24 Pin 20/24 Pin 20+4 Pin
ATX 12V/EPS ja / ja ja / ja ja / ja
EPS 6-Pin ja nein nein
VGA 6 Pin ja 2x 2x
VGA Molex nein nein nein
HDD Molex/SATA 6 / 3 6 / 3 6 / 4
Lüfter Molex/3-Pin - / - - / - - / -
Besonderheiten Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
Verbrauchsanzeige,
20 Pin-Adapter
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
Verbrauchsanzeige,
20 Pin-Adapter
Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch

  be quiet! BQT P6-Pro
530 Watt
NesteQ NA 5201
520 Watt
Leistung in Watt 530 520
12 Volt Kreise 2 2
Active PFC ja ja
Lüfter 1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
1 x 120 mm,
temperaturgeregelt
Floppyanschlüsse 1 2
ATX-Anschluss 20/24 Pin 20+4 Pin
ATX 12V/EPS ja / ja ja / ja
VGA 6 Pin 2x 2x
VGA Molex ja* nein
HDD Molex/SATA 8 / 6 8 / 4
Lüfter Molex/3-Pin 3 / 3 - / -
Besonderheiten Kaltgerätekabel,
4 Schrauben,
mehrsprachiges
Handbuch,
20 Pin-Adapter,
Lüfterregelung,
3 Jahre Garantie
Kaltgerätekabel,
mehrsprachiges
Handbuch,
semi-passive Kühlung,
3 Jahre Garantie

* zwei einzelne Molex-Anschlüsse vorhanden

Der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 für Netzteile schreibt zwei unabhägige 12 Volt Spannungskreise vor, um eine höhere Stabilität zu gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" zu glätten. Gerade die CPU ist ein recht unberechenbarer 12 Volt Konsument und neigt zu deutlichen Lastwechseln. Diese können den 12 Volt Strang überfordern, denn auch Grafikkarten, Lüfter und Laufwerke hängen als Verbraucher an der 12 Volt Schiene. In unserem Testfeld bieten fast alle Kandidaten zwei getrennte 12 Volt Rails, lediglich das be quiet! BQT P5 420 Watt und das Levicom VisiblePower 450 Watt setzten auf eine einzelne 12 Volt Schiene. Tagan erlaubt beim TG480-U22 480 Watt das Umschalten auf der Rückseite des Netzteiles. Sollte das System mit zwei getrennten Leitungen instabil werden, z.B. weil zwei Grafikkarten im SLI-Betrieb noch unberechenbarer als eine CPU sein können, bietet Tagan die Möglichkeit, beide 12 Volt Schienen wieder zu kombinieren. Auch die beiden Modelle von Cooler Master und das Antec Neo HE 500 Watt bilden eine Ausnahme: Sie bieten gleich drei 12 Volt-Rails und versprechen somit zusätzliche Stabilität.

Betrachten wir nun die einzelnen Testkandidaten...

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 2/20
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Antec NeoPower 480 Watt
Das Antec NeoPower 480 Watt gehört zu den ersten Netzteilen mit abnehmbaren Kabelsträngen. Es wird ein vielfältiges Kabelsortiment mitgeliefert, welches man an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Auf diese Weise spart man sich unnötige Kabel, welche ansonsten unnütze im Gehäuse herumhängen.


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Antec bietet ein 6-Pin Kabel für PCI-Express Grafikkarten, aber keinen separaten Molex-Anschluß für AGP-Grafikkarten. Wem die Kabelvielfalt noch nicht ausreicht, der kann sich mit je zwei weiteren Molex- und SATA-Anschlüssen die mitgelieferten Kabelstänge modifizieren.


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Zur Kühlung setzt Antec einen 120 mm Lüfter im Boden des Netzteiles ein, die dort angesaugte Luft verläßt das Netzteil zur Rückseite hinaus. Die Kühlprofile im Netzteil sind von mittler Größe, der Aufbau wirkt kompakt, übersichtlich und doch nicht gedrängt.


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Technische Daten:


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Anschlüsse:

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 3/20
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Antec Phantom 350 Watt
Statt auf pure Leistung setzt Antec beim Phantom 350 Watt auf absolute Stille. Das passiv gekühlte Netzteil ist mit Kühlprofilen versehen und recht gewichtig - sorgfältiges Verschrauben ist daher oberste Pflicht! Die Verarbeitung ist vorbildlich. Da sich ja kein Lüfter dreht, zeigt eine blaue LED an, ob das Netzteil gerade in Betrieb ist oder nicht.


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Antec bietet zwar ein 6-Pin Kabel für PCI-Express Grafikkarten, ein separater Molex-Anschluß für stromhungrige AGP-Grafikkarten fehlt jedoch. Auf vier Kabelstränge verteilt Antec die Anschlüsse für Lüfter und Laufwerke, das erscheint ausreichend.


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Während vier Seiten des Netzteiles mit Kühlprofilen versehen wurden, dienen Vorder- und Rückseite als Lufttunnel. Die warme Luft kann hier aus dem Gehäuse nach außen entweichen. Im Testbetrieb wurde das Netzteil nicht besonders heiß - eine Gehäuselüftung vorrausgesetzt.


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Technische Daten:


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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 4/20
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be quiet! BQT P5 420 Watt
be quiet! setzt beim BQT P5 420 Watt auf Qualität und gibt 3 Jahre Garantie sowie 48-Stunden Vor-Ort-Austausch im ersten Jahr. Die spiegelnde Oberfläche soll nicht nur schick aussehen, sondern auch für besonders niedrige Strahlungswerte sorgen. Sie ist allerdings auch sehr empfindlich, man sieht jeden Kratzer und Fingerabdruck.


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Das BQT P5 420 Watt bietet drei Lüfteranschlüsse, deren Drehzahl vom Netzteil geregelt wird. Zudem laufen die Netzteil- und Gehäuselüfter nach dem Ausschalten des Computers noch drei Minuten lang nach, um eine ausreichende Abkühlung zu ermöglichen und die Komponenten somit zu schonen.


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be quiet! trennt nicht nur die Lüfter komplett aber, sondern bietet auch einen 6-Pin Anschluß für PEG sowie einen separaten Molex-Anschluß für AGP-Grafikkarten. Für die Laufwerke gibt es vier weitere Anschlußkabel, dabei erscheinen vor allem die vier SATA-Anschlüsse sehr zeitgemäß. Weiniger zeitgemäß: Das Netzteil weist keine zwei getrennten 12V Spannungskreise auf.


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Zur Kühlung verwendet be quiet! zwei 80 mm Lüfter, einer zieht Luft oberhalb der CPU ab, der zweite bläst die heiße Luft zur Rückseite hinaus. Das Netzteil wirkt im Inneren sehr vollgestopft und enthält großzügig dimensionierte Kühlprofile.

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Technische Daten:


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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 5/20
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Levicom VisiblePower 450 Watt
Das Levicom VisiblePower 450 Watt Netzteil in der schwarzen Ausführung (black) besteht aus Aluminium und Plexiglas. Der durchsichtige Kunststoff gibt den Blick frei auf die rote Platine, recht kleine Kühlkörper in Neon-Grün und die blauen Lüfter. Diese 80 mm Lüfter wurden mit jeweils 4 blauen LEDs versehen, die abhängig von der Drehzahl heller oder dunkler leuchten.


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Auch die UV-sensitive Ummantelung des ATX-Stromkabels sowie die UV-sensitiven Stecker zeigen ganz klar die Zielgruppe des Levicom VisiblePower an: Die Modder-Gemeinde! Leider fehlen jedoch 6-Pin-Versorgungskabel für PCI-Express Grafikkarten der gehobenen Leistungsklasse bzw. separate Molex-Anschlüsse für stromhungrige AGP-Grafikkarten. Auch eine Lüfterregelung für Gehäuselüfter fehlt. Wie das Modell von be quiet! setzt auch Levicom beim Visible Power 450 Watt auf einen einzelnen 12V Spannungskreis.


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Die Laufweksanschlüsse verteilen sich auf lediglich drei Kabel. Dadurch sind Störeinflüsse einzelner Geräte auf die komplette Kette möglich. Insbesondere die Stromversorgung von Grafikkarten und Lüftern sollte nach Möglichkeit von der der Laufwerke abgetrennt werden. Beim Levicom VisiblePower 450 Watt Netzteil ist das jedoch kaum möglich.


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Die Lüftung geschieht als Tunnel, auf einen Luftabzug oberhalb der CPU wird verzichtet. Obwohl die Kühlprofile recht klein geraten sind und die Plexiglashaube keine Wärme abführen kann, arbeitet das Netzteil überraschend kühl.

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Technische Daten:


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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 6/20
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ichbinleise Power NT 400 Watt
Das ichbinleise Power NT 400 Watt ist ein Fortron FSP400-60THN-P, welches mit einem temperaturgeregelten MR Fan 12/2350 versehen wurde. Dieses Netzteil wird als stromsparend eingestuft, ist jedoch auf OEM-Hersteller zugeschnitten und geizt daher mit Anschlüssen. Dort kommt es auf jeden Pfennig an und jedes überzählige Kabel kostet Geld und Arbeitszeit beim Wegbinden.


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MR Computertechnik hat diesen Mangel erkannt und liefert einen Molex 1-auf-4 Verteiler sowie einen Molex-auf-SATA Adapter von Sharkoon mit. Einen 6-Pin Anschluß für PCI-Express Grafikkarten oder einen separaten Molex-Anschluß für AGP-Grafikkarten bekommt man hierdurch trotzdem nicht.


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Die Verarbeitung des Netzteiles ist gelungen, im Gegensatz zu den Modellen von Levicom und be quiet! wird hier ein Trennung in zwei 12 Volt-Stromkreise vorgenommen. Aufwand und Kühlprofile stehen den Mitbewerbern in keinem Punkt nach, und das Gewicht des Fortron FSP400-60THN-P ist entsprechend hoch.


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Technische Daten:


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Sharkoon Silentstorm SHA430-9A 430 Watt
Das Sharkoon Silentstorm SHA430-9A ist gut verarbeitet und macht einen robusten und umempfindlichen Eindruck. Auf der Rückseite befindet sich ein Drehknopf, mit dem man die Umdrehungszahl der Lüfter voreinstellen kann. Nach dem Drehen dauert es allerdings ein paar Sekunden, bis die Drehzahl langsam angepaßt wird.


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Sharkoon bietet eine mittelere Auswahl an Anschlüssen: Während man das Fortron FSP400-60THN-P und das Levicom VisiblePower 450 Watt übertreffen kann, bleibt man dennoch klar hinter Antecs Neopower 480 Watt, dem Tagan TG480-U22 480 Watt oder dem be quiet! BQT P5-420 Watt zurück. Erfreulich ist der 6-Pin Anschluß für PCI-Express Grafikkarten, das Pendant für AGP-Modelle vermissen wir jedoch. Dafür ist die 12 Volt-Versorgung in zwei unabhängige Spannungskreise aufgeteilt.


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Das Netzteil läßt seine Lüfter nach dem Abschalten des Rechners noch bis zu zwei Minuten nachlaufen, um die Innentemperatur des Gehäuses unter 40°C zu senken. Das Tachosignal des Netzteillüfters kann über einen 3-Pin Anschluß vom Mainboard ausgewertet werden, eine Steuerung für Gehäuselüfter wird leider nicht geboten.


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In Bezug auf die Kühlung setzt Sharkoon auf zwei Lüfter: Im Boden des Netzteiles befindet sich ein 92 mm Lüfter, auf der Rückseite ein 80 mm Lüfter. Um heiße Luft hinter den CD/DVD-Laufwerken anziehen zu können, wurde die Vorderseite weitgehend perforiert. Die Kühlprofile im Inneren sind von mittlerer Größe, die Luftführung wurde klar umgesetzt.

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Technische Daten:


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Anschlüsse:

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 8/20
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Tagan TG480-U22 480 Watt
Besonders flexibel gibt sich das Tagan TG480-U22, welches sowohl auf Mainboards mit ATX- als auch auf Platinen mit EPS-Anschluß eingesetzt werden kann. Hierfür bietet Tagan ein zweites Kabel, welches mit dem ATX 12V-Stecker zusammen einen EPS 8-Pin Connector ergibt. Weiterhin werden zwei speziell abgeschirmte Kabel geboten, die für den Anschluß an Grafikkarten bestimmt sind. Es handelt sich um einen 6-Pin-Anschluß für PCI-Express- sowie einen Molex-Anschluß für AGP-Grafikkarten. Für SLI-Systeme legt Tagan einen zweiten 6-Pin-Anschluß bei, der durch zwei Molex-Stecker gespeist wird.


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Anschlußkabel gibt es reichlich, so daß Grafikkarte, Lüfter und Laufwerke getrennt verkabelt werden können. Die Kabel könnten jedoch ein paar Zentimeter länger sein. Mit vier SATA-Anschlüssen ist das Tagan gut bestückt, ein Erdungskabel gehört hierbei zu den ungewöhnlicheren Ausstattungsmerkmalen des Netzteiles.


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Zwei getrennte 12V-Spannungskreise zeigen, daß Tagan auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Doch auch hier gibt es wieder eine Besonderheit: Mit einem Schalter auf der Rückseite des Netzteiles lassen sich die beiden 12V-Kreise kombinieren, ein Vorgehen, was auf kritischen Systemen u.U. die Stabilität verbessern kann.

Wie be quiet! packt auch Tagan neben den üblichen Kabelbindern farbige Klettbinder bei, welche wiederverwertet werden können. Mit be quiet! hat Tagan auch die 3-jährige Garantie gemein. Das besonders gut abgeschirmte Kaltgerätekabel mit Ferritkern ist jedoch einzigartig.


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Das Kühlprinzip ist bei Tagan ein Tunnel: Auf der Vorderseite zieht das Netzteil mit einem 80 mm Lüfter heiße Luft hinter den Laufwerken an und befördert sie auf der Rückseite mit einem weiteren 80 mm Lüfter aus dem Gehäuse. Auf der Oberseite findet sich ein sehr feinmaschiges Lochblech, welches den Blick auf die Rückseite der Platine freigibt. Ob dies der zusätzlichen Kühlung dienen soll, bleibt jedoch unklar.

Lieferumfang:

Technische Daten:


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Anschlüsse:

- Seite 8 -

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be quiet! BQT P6 520 Watt
Mit der "Dark Power"-Serie (BQT P6) liefert be quiet! nun den Nachfolger der erfolgreichen BQT P5-Familie aus. Abermals setzt man auf Service und bietet 3 Jahre Garantie sowie 48-Stunden Vor-Ort-Austausch im ersten Jahr. Auch das be quiet! BQT P6 520 Watt wurde mit dem spiegelnden Lack versehen, den wir von der BQT P5-Serie her kennen. Das sieht zwar schick aus, aber man sieht auch jeden Fingerabdruck.


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Den Lüfternachlauf von 180 Sekunden nach dem Herunterfahren des PC und die temperaturabhängige Drehzahlregelung von bis zu drei Gehäuselüftern kennen wir bereits vom BQT P5 420 Watt, be quiet! hat diese sinnvollen Extras beibehalten und die Lüfteranschlüsse im Molex- und 3-Pin-Format um einige Zentimeter verlängert.


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Wir finden es positiv, daß be quiet! die Lüfter und die Stromversorgung für AGP-Grafikkarten von den Laufwerksanschlüssen abtrennt. Zudem sind die beiden 6-Pin Stromanschlüsse für leistungsstarke SLI- oder Crossfire-Plattformen ein sinnvoller Schritt gegenüber dem BQT P5 420 Watt, welches nur einen dieser Anschlüsse hat. In der Praxis erwiesen sich die 6-Pin Stecker als extrem schwergängig, auf drei Testkarten konnten wir die Stecker nicht vollständig aufstecken.


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UPDATE: Unsere Rückfrage bei Listan ergab zunächst Verwunderung, wir waren wohl die einzigen, die Probleme mit dem 6-Pin Stecker hatten. Listan prüfte daraufhin die Lieferung und es stellte sich heraus, daß einige Netzteile der Musterlieferung mit den problematischen Steckern versehen waren. Man sicherte uns sogleich ein Austausgerät zu, welches 14 Tage später bei uns eintraf und für einen Nachtest verwendet wurde. Das Austausgerät entspricht unserem ursprüglichen Testmuster, hat aber ganz normale, leichtgängige 6-Pin Stecker für PCI-Express Grafikkarten.

Die wichtigste Änderung steckt allerdings im Detail: Das BQT P6 520 Watt unterstützt die ATX12V Spezifikation in der Version 2.2 und bietet zwei getrennte 12 Volt Spannungskreise, die gab es bei der BQT P5-Serie noch nicht. Bei den Laufwerksanschlüssen gibt es hingegen keine Änderungen: 6x Molex, 4x SATA, 2x Floppy.


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Zur Kühlung verwendet be quiet! weiterhin zwei 80 mm Lüfter, einer zieht Luft oberhalb der CPU ab, der zweite bläst die heiße Luft zur Rückseite hinaus. Im Inneren wirkt das Netzteil aufgeräumter als die BQT P5-Serie, ein eindeutiger Luftkanal ist vorhanden und die Kühlprofile sind dennoch ausreichend dimensioniert, die neue Platine besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das weitgehend überarbeitete Innenleben des be quiet! BQT P6 520 Watt gefällt uns sehr gut, auch die großzügigeren Kabellängen erleichtern den Einbau deutlich. Laut Hersteller entsprechen die verwendeten Materialien übrigens der Umweltverordnung nach RoHS (Restriction of Hazardous Substances). be quiet! hat die Schwachstellen des Vorgängers vollständig beseitigt, nun müssen nur noch die Messwerte stimmen.

Lieferumfang:

Technische Daten:

Anschlüsse:

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 10/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Enermax Liberty 400 Watt
Das von uns getestete Enermax Liberty 400 Watt ist das kleinste Modell der Serie, die beiden anderen Varianten bieten 500 und 620 Watt und sind somit besser für SLI- oder Crossfire-Systeme geeignet. Für den Betrieb mit zwei High-End Grafikkarten dürften dem 400 Watt Modell nämlich die Reserven fehlen. Das Netzteil kommt mit einem unempfindlichen schwarzen Effektlack und ist gleich dreifach eingepackt.


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Wie Antec beim NeoPower 480 Watt setzt auch Enermax auf ein moduleres Kabelsystem, bei dem sich nicht benötigte Stränge entfernen lassen. Das Kabelchaos im PC hat also zumindest teilweise ein Ende gefunden. Während Antec Molex- und SATA-Anschlüsse auf getrennte Stränge verteilt, setzt Enermax auf gemischte Kabel, welche allerdings etwas widerspenstiger sind. Zudem liegen die Anschlüsse bei Enermax dichter zusammen, da Enermax davon ausgeht, daß maximal zwei Geräte pro Stang angeschlossen werden (2x Molex, 2x SATA oder 1x Molex + 1x SATA). Da viele moderne Systeme Molex-Anschlüsse nur noch für die CD- und DVD-Laufwerke verwenden und bei den Festplatten auf Serial-ATA setzen, gefällt uns Antecs Lösung unterm Strich etwas besser. Ein Pluspunkt für Enermax ist allerdings das Easy-Plug Design der Molex-Anschlüsse: Die Stecker wurden mit einer griffigen Lasche versehen, welche das Aufstecken und Abziehen erleichtert und die Finger schont.


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Zudem bietet das Enermax Liberty 400 Watt zwei Buchsen für die 6-Pin Stromversorgung von PCI-Express Grafikkarten sowie sechs Buchsen für weitere Kabelstänge, Enermax packt aber nur drei weitere Kabelstränge für Laufwerke bei, einen Kabelstrang mit einem einzelnen, geschirmten Molex-Anschluß für leistungsstarke AGP-Grafikkarten gibt es nicht, und auch Anschlüsse für Gehäuselüfter bietet das Netzteil leider nicht. Ein Monitoring-Anschluß für den Netzteillüfter ist, wie bei Enermax üblich, natürlich auch beim Liberty 400 Watt vorhanden.


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Technisch erfüllt das Liberty 400 Watt die ATX 12V 2.2 Spezifikationen und bietet zwei getrennten 12V Spannungskreise. Durch seinen einzelnen 120 mm Lüfter auf der Unterseite verspricht es zudem hohe Laufruhe. Da Enermax ein vorstehendes Lüftergitter verbaut, kann es bei einigen Gehäusen jedoch zu Problemen beim Einbau kommen, da das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt und die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse somit um einen guten Millimeter nach oben verlagert werden.


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Innen wirkt das Netzteil aufgeräumt, die Kühlrippen fallen allerdings etwas bescheiden aus.

Lieferumfang:

Technische Daten:

Anschlüsse:

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 11/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Cooler Master Real Power 550 Watt
Cooler Master bietet im Rahmen der "Real Power" Serie drei Netzteile an, von denen wir heute zwei vorstellen werden. Neben dem Real Power 450 Watt gibt es zwei Modelle mit 550 Watt. Davon ist eines mit einem 6-Pin EPS-Stecker und einem 6-Pin Stecker für PCI-Express Grafikkarten ausgestattet, das andere bietet zwei 6-Pin PCI-Express-Stecker und trägt daher den Beinamen "SLI".


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Das Cooler Master Real Power 550 Watt erfüllt die Anforderungen der ATX 12V V 2.01 und der EPS 12V V 2.1 Spezifikation, andere Hersteller sind hier bereits einen Schritt vorraus und orientieren sich am ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 wie z.B. das Enermax Liberty 400 Watt. Dennoch versucht sich Cooler Master von den Mitbewerbern abzusetzen und bietet statt zwei gleich drei 12 Volt-Spannungskreise. Mit einem 24-, 6- und einem 8-Pin EPS Stecker läßt sich das Netzteil vielseitig für Servermainboards verwenden. Die sechs Molex-Stecker wurden mit griffigen Laschen versehen, die stark an das Easy-Plug Design von Enermax erinnern. Zudem bietet das Real Power 550W drei SATA- und einen Floppy-Stromanschluß. In Anbetracht der Tatsache, daß Cooler Master keine weiteren Anschlüsse für Lüfter oder für die Stromversorgung einer AGP-Grafikkarte anbietet, ist dies für ein 550 Watt Netzteil schon etwas mager. Dennoch sollten die gebotenen Anschlüsse für die meisten Nutzer ausreichen. Auch die Kabellängen liegen eher im Mittelfeld. Hier bietet beispielsweise das be quiet! BQT P6 520 Watt deutlich mehr.


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Mit nur einem 6-Pin PCI-Express Anschluß ist das Cooler Master Real Power 550 Watt kein idealer Partner für CrossFire- oder SLI-Systeme, dafür gibt es die Real Power 550 Watt SLI Variante. Ein Novum ist das Panel für einen 3,5-Zoll Schacht, welches Cooler Master "Total Power Consumption Display" getauft hat. Es soll die aktuelle Leistungsaufnahme des gesamten Systems anzeigen. Wir werden dieses kleine Panel auf der nächsten Seite zusammen mit dem Cooler Master Real Power 550 Watt SLI näher betrachten.


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Der 120 mm Lüfter ist doppel kugelgelagert und leuchtet blau. Er dreht auch bei geringer Last mit 1200 U/min schon recht schnell und arbeitet somit im IDLE-Betrieb lauter als die Lüfter der meisten anderen Netzteile in diesem Testfeld. Ab 50 Prozent Last dreht der Lüfter bis auf 2400 U/min hoch. Zum Vergleich: Der Lüfter des Enermax Liberty 400 Watt rotiert nur in einem Bereich von 890 bis 1348 U/min. Das Lüftergitter wurde beim Real Power 550W vollständig in den Boden des Netzteiles eingelassen und stört beim Einbau nicht.


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Die Innenansicht zeigt ein aufgeräumtes Design, das einen guten Luftfluß ermöglicht. Die Kühlprofile fallen recht klein aus, was auch die höhere Lüfterdrehzahl erklären würde.


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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 12/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Cooler Master Real Power 550 Watt SLI
Auch das Cooler Master Real Power 550 Watt SLI ist schwarz, verwendet einen doppelt kugelgelagerten 120 mm Lüfter und verfügt über fest angeschlossene Kabelstränge. Selbst die Typenbezeichnung und die Aufkleber sind identisch.


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Der einzige Unterschied zum Cooler Master Real Power 550 Watt ohne "SLI" besteht in einem einzigen Kabelstrang: Statt des weißen 6-Pin EPS-Steckers finden wir beim Real Power 550 Watt SLI einen zweiten 6-Pin Stromstecker für PCI-Express Grafikkarten. Damit wird das Netzteil zu einem idealen Partner für CrossFire- oder SLI-Konfigurationen.


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Kommen wir nun zum Kurztest des "Total Power Consumption Displays", welches die aktuelle Leistungsaufnahme des gesamten Systems anzeigen soll. Das Display wird in einen freien 3,5-Zoll Einschub verbaut und bewegt einen roten Zeiger über eine horizontal angeordnete Skala. Diese Skala unterteilt sich in einen blauen Bereich, welcher bis "50" reicht, und einen roten, der die Skala bis "80" fortführt. Laut Cooler Master soll man den angezeigten Wert mit 10 multiplizieren, um den aktuellen Stromverbrauch in Watt zu erhalten. Da ein Netzteil, welches 550 Watt zu leisten vermag, nur selten in höhere Bereiche vordringen wird, finden wir den roten Bereich dieser Skala etwas fragwürdig - zumindest für die Werte, welche oberhalb der kurzfristigen Maximalbelastung von 650 Watt liegen.

Doch kommen wir zum Praxistest: Wir starten unser System und lassen es im IDLE-Modus laufen. Während unser Stromverbrauchsmesser 108 Watt anzeigt, pendelt sich der Zeiger des Displays deutlich unter "10" ein. Da die Ablesbarkeit aufgrund der gebogenen Skala und des gut 2 mm vor der Skala stehenden Zeigers recht mäßig ist, vermuten wir eine Anzeige von ca. 80 Watt:


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Wir setzen CPU und Grafikkarte unter Last, welches der Zeiger mit einem leichten Zucken registriert. Er wandert knapp über die "10" und bleibt bei ca. 110 Watt stehen. Für einen Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition mit Gallatin-Core unter Volllast, 1 Gigabyte Corsair TWINX XMS512-4000, eine MSI Radeon RX850XT Platinum Edition, eine 250 Gigabyte Maxtor MaxLine III SATA-Festplatte, ein DVD-ROM-Laufwerk von Toshiba und drei 120 mm Lüfter ist das ein wahrhaft phantastisches Resultat. Intel kann auf Core Duo und Core Solo verzichten, denn der Pentium 4 Extreme Edition ist der wahre Sparkünstler! Oder hat sich das "Total Power Consumption Display" vermessen? Unser Strommessgerät zeigt mit 260 Watt Leistungsaufnahme satte 150 Watt mehr an, die Werte auf der Anzeige des "Total Power Consumption Display" sind also - bei aller Liebe - unter aller Kanone.


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Da uns zwei dieser Displays zur Verfügung standen, prüften wir beide, um einen eventuellen Defekt auschließen zu können. Nach dem Ablesen der Messwerte können eigentlich nur beide Displays defekt sein, denn sie zeigen nicht einmal annähernd den tatsächlichen Stroverbrauch an.


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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 13/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Antec Neo 500 Watt
In der ersten Version dieses Testberichtes, welchen wir seither um etliche Netzteile erweitert haben, stellte das Antec NeoPower 480 Watt in Sachen Stabilität das Maß aller Dinge dar. Zudem handelte es sich um eines der ersten Netzteile mit abnehmbaren Kabelsträngen. Nun ist der Sinn abnehmbarer Netzteilkabel sehr umstritten, denn Steckverbindungen sind immer anfälliger als fest verlötete Verbindungen. Dennoch ist das Konzept der abnehmbaren Kabel praktisch und wird von Antec auch weiterhin verfolgt.


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Im Vergleich zum NeoPower 480 Watt möchte Antec allerdings eine deutlich bessere Effizienz bieten, denn der Vorgänger arbeitete nicht nur sehr stabil, sondern verbrauchte dabei auch mehr Strom als die Mitbewerber. Das "HE" des Antec Neo HE 500 Watt steht somit für "High Efficiency", das Netzteil soll einen Wirkungsgrad von beeindruckenden 85% erreichen. Dabei erfüllt es die Anforderungen des ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 , welcher 70% bei Vollast, 72% bei Halblast sowie 65% bei geringer Last fordert. Zudem entspricht das Antec Neo 500 Watt der EPS 12V Spezifikation.


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Etwas überraschend verzichtet Antec auf den 120 mm Lüfter des Vorgängers und verbaut einen einzelnen 80 mm Lüfter auf der Rückseite des Netzteiles. Oberhalb der CPU wird daher keine Luft angezogen und abgeführt. Antec setzt laut eigener Angabe auf einen einzelnen 80 mm Lüfter, da das neue Design nur wenig Abwärme erzeugt und mehrere oder größere Lüfter somit nicht mehr notwendig sind. Die Lautstärke des automatisch regelnden Lüfters liegt laut Antec unter 18 dB(A).


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Die Verarbeitung ist einwandfrei, im Inneren des Netzteils sehen wir einen klar definierten Kühlkanal mit zwei voluminösen Kühlkörpern. Die abnehmbaren Kabel sitzen bombenfest, vielleicht sogar etwas zu fest, um sie bequem abnehmen zu können.


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Da wir das Antec Neo HE 500 Watt gleich zweimal bekommen hatten, dazu gleich mehr, konnten wir beide Geräte miteinander vergleichen und stellten dabei fest, daß Antec den 20+4 ATX-Stecker zwischen Dezember und Januar geändert hat. In der alten Version schiebt man die 4-Pin Ergänzung in zwei Schienen ein, die neue Variante hat auf der einen Seite einen Clip und auf der anderen Seite eine feste Verbindung, die durchgebrochen werden muß.


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Das ist natürlich nicht sonderlich elegant und einmal getrennt halten die beiden Teilstecker auch nur noch mäßig zusammen.

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Technische Daten:

In der 500 Watt Klasse sehen wir sehr unterschiedliche Ansätze. Während die beiden +12 Volt Spannungskreise des be quiet! BQT P6 520 Watt zusammen 396 Watt leisten, kommen die drei +12 Volt Spannungskreise des Cooler Master Real Power 550 Watt nur auf 360 Watt. Antec stellt beide Mitbewerber in den Schatten und bringt in der Addition der drei +12 Volt Spannungskreise satte 456 Watt auf die Waage.
Die +5 Volt Leitung fällt mit 17 Ampere maximaler Stromstärke (85 Watt) vergleichsweise mager aus, Cooler Master bietet hier 25, be quiet! sogar 35 Ampere. Bei +3,3 Volt liegt das Antec Neo HE 500 Watt mit 23 Ampere (75,9 Watt) zwischen dem Cooler Master Real Power 550 Watt mit 20 Ampere und dem be quiet! BQT P6 520 Watt mit 28 Ampere.

Betrachten wir einmal die Stromstärke der +5 Volt Schiene der anderen Testkandidaten:

Mit seinen 17 Ampere liegt das Antec Neo HE 500 Watt deutlich unter allen Mitbewerbern. Als Richtwert hatten wir in der Vergangenheit zumeist empfohlen, daß man beim Netzteilkauf auf mindestens 25 Ampere auf der +5 Volt-Schiene achten soll. Zugegeben, die +12 Volt Spannungskreise sind in letzter Zeit immer wichtiger geworden, doch 17 Ampere? Der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 sieht bei der typischen Leistungsverteilung eines 250 Watt ATX12V-Systems immerhin eine Anforderung von bis zu 12 Ampere für +5V VDC, der selbe Wert wird auch für 300 und 350 Watt ATX12V-Systeme angegeben. Ab 400 Watt steigt die Anforderung auf 14 Ampere, bei 450 Watt liegt sie bei 15 Ampere. Antec liegt mit 17 Ampere zwar im Soll, andere Hersteller bieten aber deutlich mehr Spielraum.

Auch die 23 Ampere der +3,3 Volt-Schiene sind recht knapp dimensioniert, denn bereits bei 450 Watt ATX12V-Konfigurationen können laut ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 bis zu 22 Ampere benötigt werden. Daher zum Vergleich hier auch die Werte der anderen Testkandidaten:

Und warum reiten wir auf der +3,3 und +5 Volt Leistung so herum? Weil unser erstes Testmuster genau auf diesen Leitungen die Hürde riss! Im Lasttest sahen wir Reboots kurz nachdem die +3,3 Volt-Schiene mit +3,2 Volt an der -4% Abweichung kratzte und sich die +5 VDC mit +4,77 Volt und -4,6% Abweichung der maximal zulässigen Grenze von -5% näherte.
Antec hat die ersten beiden Buchsen neben den ATX-Stromkabeln des Netzteils von den drei dahinter liegenden getrennt, zumindest was die 12 Volt-Leitung betrifft. So empfiehlt der Hersteller, bei SLI- oder Crossfire-Konfigurationen eine der beiden ersten sowie einen der drei weiteren Buchsen für die Grafikkarten zu verwenden. Wir probierten verschiedene Konfigurationen aus, mit einem ernüchternden Ergebnis:

UPDATE 23.02.2006:
Allerdings hatte uns Antec im Dezember nicht nur ein Neo HE 500 Watt geschickt, sondern auch ein Neo HE 550 Watt, zudem erreichte uns wenige Tage nach den Testmustern von Antec ein Neo HE 500 Watt von einem Händler, der massive Probleme mit diesem Netzteil hatte und uns um eine Prüfung bat. Alle drei Netzteile versagten im Zusammenspiel mit dem Albatron PX915P Pro, jedes Netzteil wurde mit den drei oben genannten Kabelkonfigurationen getestet, jeder Durchlauf endete mit einem Absturz. Das Gerät aus dem Handel sollte für Systeme mit Mainboards der Asus A8N-Serie dienen, daher probierten wir auch unser Asus A8N-SLI Deluxe mit den drei Netzteilen aus und uns gelang nicht einmal eine vollständige Installation von Windows XP.
Wir kontaktierten Antec und man sagte uns zu, das Problem ernsthaft zu prüfen. Im Januar traf dann ein Ersatzgerät ein, abermals ein Antec Neo HE 500 Watt. Dieses Netzteil verhielt sich in unseren drei Testläufen wie folgt:

Auch mit dem Asus A8N-SLI Deluxe arbeitete das neue Netzteil klaglos zusammen. Hatten wir einfach nur eine fehlerhafte Serie erwischt? Wir fragten bei Antec nach, bekamen aber erst nach der Veröffentlichung unseres Testberichtes eine Antwort. Folgendes können wir nun bestätigen:

  1. Es gab ein "Kompatibilitätsproblem"
  2. Antec hat dieses "gleich ausgebessert"

Wir wurden von Antec gebeten, uns auf obige Aussagen zu beschränken und da diese zutreffen, haben wir auch kein Problem damit. Gerne hätten wir unseren Lesern zudem mitgeteilt, an welchem Detail sich die alte und die neue Revision der Netzteile unterscheiden lassen und welche Mainboards von der Inkompatibilität betroffen sind. Wir wurden jedoch gebeten, diese Informationen, welche uns teilweise vorliegen, nicht zu veröffentlichen und diese Bitte respektieren wir. Damit ist es uns aber leider auch nicht möglich, eine Empfehlung für dieses Produkt auszusprechen, da sich der Kunde beim Kauf nicht sicher sein kann, ob es Probleme mit seinem Mainboard gibt und welche Revision des Netzteiles er erwirbt. Solche Kompatibilitätsprobleme sind keine Seltenheit und sagen nur wenig über die Qualität des Produktes aus, da zumeist erst das Zusammenspiel bestimmter Komponenten das Problem hervorruft. Unabdingbar ist in unseren Augen jedoch der transparente Umgang mit solchen Problemen - insbesondere wenn sich der Hersteller mit seinem Produkt an Retail-Kunden wendet.

Bleibt noch die Frage, warum Antec - gerade im Vergleich zum NeoPower 480 Watt - die +3,3 und +5 Volt Leitung derart herunterfährt. Die Antwort ist einfach: Um die Effizienz des Netzteils zu steigern. Es ist wesentlich einfacher, den durch die Steckdose ankommenden Wechselstrom mit geringen Verlusten auf die +12 Volt Spannungskreise zu verteilen, als ihn ebenso verlustarm auf noch niedrigere Spannungsniveaus, wie z.B. +3,3 oder +5 Volt, zu bringen. Eine stärkere 3,3 oder 5 Volt Schiene bei gleichzeitig hoher Effizienz verlangt deutlich mehr Aufwand. Und mit sinkender Effizienz steigt auch die Abwäre, wodurch wiederum eine aufwendigere und im Zweifelsfall auch lautere Kühlung notwendig wird.

Anschlüsse:

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 14/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt
Als wir Ende 2005 das be quiet! BQT P6 520 Watt bekamen, hatten wir ein Netzteil mit 120 mm Lüfter sowie Kabelmanagement erwartet. Doch diese Features hat sich be quiet! für die "Dark Power Pro"-Serie aufgespart, die zur diesjährigen CeBIT in den Handel ging. Doch das erste, was beim BQT P6-Pro 530 Watt ins Auge sticht, ist nicht der 120 mm Lüfter oder das Kabelmanagement, sondern die neue Lackierung. Auch das BQT P6-Pro 530 Watt kommt im Hochglanz-Look, allerdings ist die neue, gebürstete Lackierung wesentlich unempfindlicher und unsere fettigen Pfoten hinterließen keine Fingerabdrücke für die Ewigkeit. Das mag jetzt überflüssig und banal klingen, doch jeder Case Modder mit Seitenfenster und einem be quiet! Netzteil mutierte bisher innerhalb weniger Tage zum Putzteufel und hatte immer ein Staubtuch griffbereit.


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be quiet! setzt weiterhin auf zwei 12 Volt-Spannungskreise und umfangreiche Ausstattung. Für SLI- und Crossfire-Systeme gibt es zwei 6-Pin PEG-Anschlüsse, drei Gehäuselüfter werden vom Netzteil mitgeregelt und laufen - zusammen mit dem 120 mm Lüfter des Netzteiles selbst - für bis zu 3 Minuten nach dem Abschalten des Systems weiter, um die Hardware abzukühlen. be quiet! nennt diese Technik "ECASO".
Das be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt erfüllt die Anforderungen des ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 und erzielt bei 50 prozentiger Auslastung einen Wirkungsgrad von 80 Prozent. Das Netzteil bietet Active PFC mit einem Wirkunsgrad von 0,99 zur Stabilisierung der Ausgangsspannungen, weiterhin erfüllt es die RoHS Richtlinien (Restriction of the use of Hazardous Substances) zur Vermeidung gesundheitsschädlicher Substanzen. Mit dem be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt sehen wir also ein Netzteil auf dem aktuellen Stand der Technik.


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Die Platine wird aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt und soll somit eine besonders lange Lebensdauer haben. be quiet! gibt daher nicht nur 3 Jahre Garantie, sondern bietet auch einen Vor-Ort-Austausch innerhalb von 48 Stunden im ersten Jahr. Zudem bietet der Hersteller eine kostenlose Support-Hotline an - das nennen wir einen erstklassigen Service!


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Kommen wir nun zum Kabelmanagement und dem neuen Lüfter. be quiet! hat dem 120 mm Lüfter einen 3-Pin Anschluß spendiert, welcher das Tachosignal an das Mainboard weiterreicht. Wenn unser System keine Last erzeugt, dreht der Lüfter mit 981 U/min und ist quasi unhörbar. Unter Last drehte der Lüfter in unserem Testsystem bis 1172 U/min hoch und arbeitete auch dann noch sehr leise.


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Das Kabelmanagement besteht aus 6 Anschlüssen, zwei blauen für die PCI-Express Grafikkarten, sowie vier weiteren für die Laufwerke und weitere Stromverbraucher. Drei zusätzliche Anschlüsse sind mit der Lüftersteuerung des Netzteiles verbunden und den drei Gehäuselüftern vorbehalten. Da die blauen und schwarzen 6-Pin Stecker unterschiedlich belegt sind, hat be quiet! diese kodiert.
Wir zitieren das Handbuch:

"Alle Kabel sind so konzipiert, daß eine Verwechselung der Kabelrichtung und ein Vertauschen der Anschlüsse ausgeschlossen sind."


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Leider wurde diese Kodierung nur halbherzig umgesetzt. Während die beiden mittleren Kontakte der blauen PEG-Anschlüsse rund sind, ist einer dieser Kontakte bei den schwarzen Steckern eckig. Somit verhindert be quiet! zwar, daß man einen schwarzen Stecker in eine blaue Buchse steckt, doch was soll die beiden abgerundeten Kontakte der blauen Stecker davon abhalten, in die schwarzen Buchsen zu passen? Genau: Nichts! Hier sollte be quiet! dringend nachbessern, bevor jemand seine Grafikkarte grillt.

Ebenfalls nicht ideal wurde der 4/8-Pin Stromanschluß für das Mainboard gelöst. Der 4-Pin ATX 12 Volt Anschluß wird hierbei aus dem 8-Pin EPS verlängert. Wer einen 4-Pin Anschluß auf dem Mainboard hat, ärgert sich über den 8-Pin Stecker und wer einen 8-Pin Anschluß hat, ärgert sich über den 4-Pin Stecker, denn einer von beiden hängt immer im Weg. Zudem ist dieses Kabel - wie auch alle anderen - recht steif. be quiet! ummantelt die Kabel und versieht die Übergänge zum Stecker mit Schrumpfschläuchen. Damit will man die Abschirmung optimieren, das Verlegen der Kabel wird aber deutlich erschwert. Sitzen Festplatten dicht zusammen oder trifft eine extrem lange Grafikkarte (GeForce 7800/7900 oder Radeon X1900) auf ein Hindernis, so ist der Biegeradius der Kabel oftmals zu hoch. Zudem entsteht bei zu starker Biegung eine Hebelkraft, die sich auf den Stecker auswirkt. Beim Anschluß der Komponenten sollte man daher Vorsicht walten lassen und be quiet! sollte sich Gedanken über flexiblere Kabel machen.


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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 15/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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NesteQ NA 5201 520 Watt
Mit dem NA 5201 520 Watt von NesteQ betreten wir Neuland: Zum einen ist es das erste semi-passive Netzteil in unserem Testcenter, zum anderen handelt es sich um das erste Produkt der Firma NesteQ, welches wir unter die Lupe nehmen. Doch halt, einige Leser erinnern sich vielleicht noch an einen anderen Test, bei dem der Netzteillüfter nur bei Bedarf zugeschaltet wurde. Damals hatten wir uns ein Canterwood Mainboard von AOpen angesehen, das mit Hilfe von SilentTek II auch den Netzteillüfter regeln konnte. Dieses Konzept zeigte leider einige Schwachpunkte, da beispielsweise der Netzteillüfter auch dann ausgeschaltet blieb, wenn das System abstürzte.


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Der Advanced Silence Mode (ASM) von NesteQ arbeitet unabhängig von anderen Systemkomponenten und ist weder auf das Mainboard noch auf eine proprietäre Software angewiesen. Es handelt sich schlicht und einfach um eine automatische Regelung des Netzteillüfters, die den Lüfter nur dann zuschaltet, wenn die Temperatur im Inneren des Netzteiles über einen bestimmten Schwellenwert steigt. Dieser liegt bei unserem Testmuster bei 65°C. NesteQ geht davon aus, daß das Netzteil bis zu 99 Prozent der Zeit ohne Lüfter auskommt. Ob dem so ist, liegt vor allem an den verwendeten Systemkomponenten und wieviel CPU-Last im Hintergrund von Programmen generiert wird. Im IDLE-Betrieb, in unserem Fall bei einer Leistungsaufnahme zwischen 85 (AMD Athlon 64 3500+/GeForce 6150) und 120 Watt (Intel P4 EE 3,46 GHz/Radeon X850XT-PE) kommt das Netzteil fast immer ohne Lüfter aus.


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Wer sich intensiver mit Netzteilen beschäftigt hat, wird wissen, daß der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 einen Überhitzungsschutz (Over-temperature Protection) anrät. Dieser Schutzmechanismus soll in dem Moment aktiv werden, wenn der Bereich der Betriebstemperatur, welcher mit +10 bis +50°C definiert wurde, verlassen wird. NesteQ überschreitet diesen Richtwert um 15°C, der Hersteller muß die Bauteile folglich so auswählen, daß sie auch bei einer höheren Betriebstemperatur nicht ausfallen und zudem auch noch bei +65°C effizient arbeiten. Da NesteQ 3 Jahre Garantie auf seine Netzteile gibt, scheint man sich dort der Qualität der Geräte sicher zu sein.

In der Praxis finden wir auf der Rückseite des Netzteiles einen kombinierten Druckknopf und Drehregler sowie drei LEDs. Leuchtet die blaue LED, so befindet sich das Netzteil im ASM Modus. Ab einer Temperatur von +65°C schaltet sich der Lüfter ein und die rote "FAN ON"-LED beginnt zu leuchten. Sobald die Temperatur wieder unter 65°C abgesunken ist, schalten sich Lüfter und LED wieder aus.


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Alternativ kann die Lüfterdrehzahl auch manuell eingestellt werden. Hierzu drückt man auf den Knopf und justiert die Lüftergeschwindigkeit durch drehen desselben. Im manuellen Modus leuchtet eine grüne LED ("FAN ADJ ON"). Sollte die Lüfterdrehzahl zu gering für eine ausreichende Kühlung gewählt werden, regelt das Netzteil den Lüfter automatisch hoch. Als Lüfter setzt NesteQ den kugelgelagerten Globe Fan B1202512M mit 120 mm Durchmesser ein. Dieser Lüfter kann zwischen 6 und 12 Volt geregelt werden, bei 12 Volt erreicht er ca. 2400 U/min.


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Es stellt sich nun die Frage, für welche Fälle welcher Betriebsmodus sinnvoll ist. Wer die Lüftung des Gehäuses ohne Einbeziehung des Netzteiles konzipiert hat, sollte den ASM-Betrieb wählen. Bei einer solchen Konstellation ist das Netzteil in erster Linie nur für sich selbst verantwortlich, sobald es sich unter Last stark erwärmt, wird der 120 mm Lüfter im Boden des Netzteiles natürlich auch zur Kühlung des Systems beitragen. Wer auf rückwärtige Gehäuselüfter verzichten will und deshalb das Netzteil als aktives Element im Belüftungskonzept benötigt, sollte den manuellen Betriebsmodus wählen und die Lüfterdrehzahl auf die Bedürfnisse seines Computers anpassen.


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Das NesteQ NA 5201 520 Watt entspricht dem aktuellen ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 und beherrscht die in der gehobenen Klasse üblichen Schutzmechanismen Over Voltage Protection (OVP), Over Current Protection (OCP), Over Temperature Protection (OTP) sowie Over Power Protection (OPP). Das Netzteil bietet Active PFC (Active Power Factor Correction, >99%) und erreicht laut Hersteller eine Effizienz von bis zu 83 Prozent. Die Gehäuselackierung ist sehr unempfindlich und die Verarbeitung auf einem hohen Niveau. Die Kabelstränge sind fest mit dem Gehäuse verbunden und nicht abnehmbar.


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Wie bei den Modellen von be quiet! finden wir auch am NesteQ NA 5201 520 Watt einen kombinierten ATX 12V/EPS 12V Anschluß, bei dem sich der 4-Pin Stecker aus dem 8-Pin Anschluß verlängert. Diese Methode hat den Nachteil, daß einer der beiden Anschlüsse immer ungenutzt im Bereich des CPU-Lüfters herumhängt. NesteQ ummmantelt jeden Kabelstrang, um das Verlegen im Gehäuse zu erleichtern und die einzelnen Adern durch das Netzgeflecht zusätzlich zu schützen. NesteQ versieht die Molex-Anschlüsse mit griffigen Laschen, die sehr an das Easy-Plug System von Enermax erinnern:


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Durch die beiden 6-Pin Stromanschlüsse für PCI-Express Grafikkarten ist das Netzteil für CrossFire- sowie SLI-Systeme geeignet. Angesichts von 40 A auf den kombinierten 12 Volt Schienen sollte auch der Betrieb eines ATi Radeon X1900XT CrossFire Dopples kein Problem darstellen - ATi empfahl für eine solche Konfiguration kürzlich noch mindestens 38 A. Die Kabellängen des Netzteiles entsprechen den üblichen Abmessungen, wer längere Stränge benötigt, sollte sich die Modelle von be quiet! ansehen.

Lieferumfang:

Technische Daten:

Anschlüsse:

- Seite 15 -

Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 15/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Das Testsystem
Um der Leistungsklasse der getesteten Netzteile gerecht zu werden, haben wir mit folgender Konfiguration getestet:

Die Last wurde mit Prime95 (maximale CPU-Last) sowie 3DMark2001SE (1280x1024x32, 4xAA, 8xAF) erzeugt. Auf diese Weise wurden CPU und Grafikkarte gleichzeitig gefordert und eine möglichst hohe Belastung für die Netzteile erzeugt. Die Auslastung beträgt auch bei Systemen mit Dual-Core oder HyperThreading CPU knapp 100 Prozent, da Prime95 einen Kern und 3DMark2001SE den anderen auslastet.

Messergebnisse
Jedes Netzteil wurde 24 Stunden unter Volllast in unserem geschlossenen Testsystem betrieben. Auf diese Weise stellen wir sicher, daß sich tageszeitabhängige Schwankungen im Stromnetz nicht zu stark auf das Testergebnis auswirken. Während der Testphase werden die Minimal- und Maximalwerte für die +3,33, +5,0 und +12,0 Volt Leitungen aufgezeichnet. Gibt es mehrere 12 Volt Spannungskreise, so messen wir den 12 Volt Spannungskreis der CPU. Hierzu werden drei hochwertige Multimeter eingesetzt.

Idealerweise sollten für solche Messungen spezielle Teststationen oder ein Oszilloskop verwendet werden, dies würde jedoch unseren finanziellen und personellen Rahmen sprengen. Somit lief parallel zu den Multimetern eine Monitoring-Software (Speedfan), die neben den zuvor genannten Leitungen auch 5 Vsb (Standby) sowie die Temperatur der CPU und des Chipsatzes protokolliert. Nach dem 24 stündigen Testlauf - durch den sich das Netzteil gut erwärmt hat - wird der Stromverbrauch des kompletten Systems gemessen, einmal ohne Last und einmal unter Volllast. Zuletzt messen wir die Geräuschkulisse auf einem Testsystem ohne Lüfter und ohne Laufwerke.

+3,3 V
min.
+3,3 V
max.
+5 V
min.
+5 V
max.
+12 V
min.
+12 V
max.
Antec Neo HE
500 Watt
+3,25 +3,33 +4,88 +5,01 +11,73 +12,04
Antec NeoPower
480 Watt
+3,28 +3,36 +4,96 +5,04 +11,86 +12,10
Antec Phantom
350 Watt
+3,31 +3,38 +4,88 +4,96 +11,98 +12,28
be quiet! BQT P5
420 Watt
+3,33 +3,41 +5,04 +5,15 +11,67 +12,22
be quiet! BQT P6
520 Watt
+3,38 +3,44 +5,04 +5,15 +11,92 +12,40
be quiet! BQT P6-Pro
530 Watt
+3,31 +3,42 +4,99 +5,12 +11,86 +12,28
Cooler Master Real Power
550 Watt
+3,28 +3,36 +4,93 +5,09 +11,61 +12,16
Cooler Master Real Power
550 Watt SLI
+3,28 +3,36 +4,93 +5,07 +11,61 +12,04
Enermax Liberty
400 Watt
+3,28 +3,38 +5,04 +5,15 +11,86 +12,22
ichbinleise Power NT
400 Watt
+3,30 +3,36 +4,93 +5,04 +11,61 +12,04
Levicom VisiblePower
450 Watt
+3,31 +3,39 +5,01 +5,15 +11,49 +12,10
NesteQ NA 5201
520 Watt
+3,31 +3,39 +4,99 +5,12 +11,86 +12,16
Sharkoon Silentstorm SHA430-9A
430 Watt
+3,28 +3,34 +5,04 +5,12 +11,92 +12,28
Tagan TG480-U22
480 Watt
+3,34 +3,41 +5,04 +5,12 +11,55 +12,04

Das erste erfreuliche Resultat: Alle Netzteile haben das Testsystem stabil über 24 Stunden betreiben können.
Die ATX Spezifikation sieht für die +3,33, +5,0 und +12,0 Volt sowie +5,0 Volt VSB eine maximale Abweichung von 5 Prozent vor. Damit wären wir bei der zweiten erfreulichen Mitteilung: Alle Netzteile haben die ATX-Spezifikation erfüllt.
Betrachten wir nun die Ergebnisse der einzelnen Probanten im Detail:

Antec Neo HE 500 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-2.4%
+ 5V-2.4%
+ 12V-2.25%
+ 5V VSB-3.4%

Das Neo HE 500 Watt wurde von Antec auf Stromsparen getrimmt, kann aber nicht an die Werte seines Vorgängers, das Antec NeoPower 480 Watt, heranreichen. Nachdem das erste Testmuster auf der 5 Volt-Leitung die Hürde riss, zeigte sich das zweite zahmer. Die Schwankungen liegen diesmal unter 2,4 Prozent, lediglich die +5 VSB Schiene, welche für die Standby-Power sorgt und somit das Aufwachen des PC via PS/2, USB oder LAN ermöglicht, liegt mit -3,4 Prozent deutlicher neben dem Soll.

Antec NeoPower 480 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-1.5%
+ 5V-0.8%
+ 12V-1.17%
+ 5V VSB1.6%

Das Antec NeoPower 480 Watt zeigt ein wirklich hervorragendes Ergebnis! Keine der überwachten Leitungen weicht mehr als 1,6 Prozent vom Soll ab, das ist die Bestleistung in diesem Testfeld.

Antec Phantom 350 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V1.5%
+ 5V-2.4%
+ 12V2.33%
+ 5V VSB2.4%

Auch das Antec Phantom 350 Watt schlägt sich sehr gut: Die maximalen Abweichungen sehen wir auf den 5 Volt Leitungen, und diese betragen nicht mehr als 2,4 Prozent. Für ein Netzteil der 350 Watt Klasse, welches mit diesem Testsystem schon stark gefordert wird, ist das Ergebnis sogar hervorragend.

be quiet! BQT P5 420 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V2.4%
+ 5V3%
+ 12V-2.75%
+ 5V VSB2.4%

Das be quiet! BQT P5 420 Watt zeigt die stärkste Abweichung mit +3 Prozent auf der +5 Volt Leitung, die +12 Volt bricht maximal um -2,75 Prozent ein. Auch das ist ein gutes Ergebnis, allerdings wurde das Netzteil von unserem Setup nicht bis an seine Grenzen gefordert. Angesichts der Herstellerangabe von 37 A für die +5 Volt Leitung ist die Abweichung schon etwas überraschend, einen derart deutlichen Ausschlag zeigt ansonsten nur das Levicom VisiblePower 450 Watt.

be quiet! BQT P6 520 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V3.3%
+ 5V3%
+ 12V3.33%
+ 5V VSB1.4%

Statt 37 A (BQT P5 420 Watt) gibt be quiet! die +5 Volt Leitung beim BQT P6 520 Watt mit 35 A an, das Ergebnis bleibt jedoch unverändert und wir sehen weiterhin +3 Prozent Abweichung nach oben. Die Abweichung der +3,33 Volt Leitung ist auf +3,03 Prozent gestiegen, die +12 Volt Leitung zeigt im Test die deutlichste Abweichung und liegt mit +12,40 Volt ca. +3,33 Prozent über dem Soll. be quiet! verspricht besonders starke 12 Volt Leitungen und scheint dies mit besonders viel Volt zu verwechseln. Während das Modell BQT P5 420 Watt einen Einbruch auf +11,67 Volt zeigte, der einer Abweichung von -2,75 Prozent entspricht, schießt man nun ein wenig über das Ziel hinaus. Abweichungen zwischen 3 und 3,33 Prozent sind zwar kein schlechtes Ergebnis, dennoch geht es hier, wie beim Dartspiel, darum, möglichst genau den Soll-Wert zu treffen.

be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V2.7%
+ 5V2.4%
+ 12V2.33%
+ 5V VSB1.4%

Beim BQT P6 520 schoß be quiet! für unseren Geschmack ein wenig über das Ziel hinaus. Das Netzteil blieb zwar innerhalb der erlaubten Grenzwerte, legte aber durch die Bank etwas zuviel Spannung an. Wie sieht es nun beim BQT P6-Pro 530 Watt aus? Deutlich besser! Der Ausbruch auf der 12 Volt-Schiene ist verschwunden und auch auf der +3,33 und +5 Volt Leitung sehen wir bessere Werte. Die maximale Abweichung liegt bei nur 2,7 Prozent, ein sehr gutes Ergebnis.

Cooler Master Real Power 550 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-1.5%
+ 5V1.8%
+ 12V-3.25%
+ 5V VSB-1.4%

Das Cooler Master Real Power bringt 550 Watt und drei 12 Volt Stromkreise mit in den Ring. Doch eine hohe Watt-Zahl bedeutet nicht unbedingt auch eine Bestleistung und die drei 12 Volt Spannungskreise können unter Umständen sogar eine größere Abweichung verursachen, da die Ampere-Leistungen der einzelnen Spannungskreise geringer ausfallen, als bei einem einzelnen. Die höhere Stabilität wird ja durch die Verminderung (Glättung) der "Peak Voltage Ripple" erreicht, die bei den starken Lastwechseln moderner Computersysteme auftreten. Die einzige Abweichung um mehr als zwei Prozent betrifft einen Abfall auf der +12 Volt Leitung.

Cooler Master Real Power 550 Watt SLI: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-1.5%
+ 5V1.4%
+ 12V-3.25%
+ 5V VSB-1.4%

Beim Cooler Master Real Power 550 Watt SLI sehen wir fast identische Werte im Vergleich zum Cooler Master Real Power 550 Watt ohne "SLI". Kein Wunder, denn beide Netzteile sind ja weitgehend baugleich und unterscheiden sich nur durch einen einzigen Kabelstrang. Immerhin können wir mit dieser Messung belegen, daß die Serienstreuung bei Cooler Master ausgesprochen gering ist. Die SLI-Variante des Real Power 550W zeigt den gleichen Abfall auf der 12 Volt Leitung um 3,25 Prozent, alle anderen Schienen zeigen sehr gute Ergebnisse mit lediglich 1,4 und 1,5 Prozent Abweichungen.

Enermax Liberty 400 Watt
LeitungAbweichung
+ 3,33V1.5%
+ 5V3%
+ 12V1.83%
+ 5V VSB2.4%

Das Enermax Liberty 400 Watt zeigt Abweichungen von +/-1,50 Prozent auf der 3,33 Volt Leitung, +3 Prozent auf der +5 Volt Leitung und 1,83 Prozent auf der +12 Volt Leitung. Damit liegen alle Messungen im grünen Bereich und das Enermax Liberty 400 Watt trotz seiner vergleichsweise schwachen Nenn-Leistung im oberen Drittel des Testfeldes.

ichbinleise Power NT 400 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-0.9%
+ 5V-1.4%
+ 12V-3.25%
+ 5V VSB-1.4%

Die Abweichungen des ichbinleise Power NT 400 Watt sind vorbildlich, lediglich die +12 Volt Schiene fällt mit -3,25 Prozent schon recht kräftig ab. Da es keinen 6-Pin PEG Anschluß gibt, mußten wir unsere Grafikkarte mit einem Adapter aus einem Molexstecker speisen. Immerhin bietet das Netzteil zwei getrennte 12 Volt Kreise.

Levicom VisiblePower 450 Watt
LeitungAbweichung
+ 3,33V1.8%
+ 5V3%
+ 12V-4.25%
+ 5V VSB1.4%

Das Levicom VisiblePower 450 Watt ist das Schlußlich in diesem Testabschnitt: +3 Prozent Abweichung auf der +5 Volt Schiene und ein Abfall von -4,25 Prozent auf +12 Volt (bei nur einem 12 Volt Kreis!) zeigen eindeutig, daß die Einstufung von 450 Watt ein wenig optimistisch gewählt wurde. Unser Testsystem kann das Netzteil zwar stabil stützen, allzu viel Reserven bleiben dabei jedoch nicht übrig.

NesteQ NA 5201 520 Watt
LeitungAbweichung
+ 3,33V1.8%
+ 5V2.4%
+ 12V1.33%
+ 5V VSB1.8%

Das NesteQ NA 5201 520 Watt kann mit einem sehr guten Ergebnis aufwarten: Die maximale Abweichung liegt mit +2,4 Prozent auf der +5 Volt Schiene, +3,33 Volt (+1,8%) und +12 Volt (+1,33%) bleiben sogar deutlich darunter. Damit gehört das NesteQ zu den stabilsten Spannungslieferanten in unserem Testfeld und wird nur vom Altmeister Antec NeoPower 480 Watt übertroffen. Während des Lasttests arbeitete das NesteQ NA 5201 520 Watt im ASM-Betrieb, der 120 mm Lüfter wurde vom Netzteil aktiviert und rotierte mit niedriger Geschwindigkeit.

Sharkoon Silentstorm SHA430-9A 430 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V-1.5%
+ 5V2.4%
+ 12V2.33%
+ 5V VSB2.4%

Das Sharkoon Silentstorm SHA430-9A 430 Watt zeigt die gleichen Abweichungen wie das Antec Phantom 350 Watt, es bietet für seine Einstufung noch einige Reserven. Die maximale Abweichung liegt bei +2,4 Prozent auf den 5 Volt Leitungen.

Tagan TG480-U22 480 Watt: Abweichungen
LeitungAbweichung
+ 3,33V2.4%
+ 5V2.4%
+ 12V-3.75%
+ 5V VSB2.4%

Angesichts des Aufwandes, welchen Tagan bei dem TG480-U22 480 Watt treibt, hätten wir ein etwas besseres Ergebnis erwartet. Die Abweichungen liegen bei +2,4 Prozent, lediglich die +12 Volt Schiene liegt mit einem Abfall von -3,75 Prozent deutlich darunter - das zweitschlechteste Resultat in diesem Test. Allerdings hat das Tagan TG480-U22 480 Watt gegenüber dem Levicom VisiblePower 450 Watt einen entscheidenden Vorteil: Es arbeitet mit zwei getrennten 12 Volt Kreisen, kann diese aber auf Wunsch - nach dem Umlegen eines Schalters auf der Rückseite des Netzteiles - auch wieder kombinieren. Gerade auf Systemen mit leistungsstarker Grafikkarte oder gar zwei Grafikkarten im SLI-Betrieb könnte die Combined Power der beiden 12 Volt Spannungskreise Sinn machen. Nichtsdestotrotz sollte unser Testsystem auch mit zwei getrennten 12 Volt Spannungskreisen kein Problem für ein 480 Watt starkes Netzteil darstellen.

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 16/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren immer leiser geworden und dieser erfreuliche Trend setzt sich auch bei unseren Probanten fort. Der offene Testaufbau für den Schallpegeltest besteht aus einem passiv gekühlten Prozessor, einer passiv gekühlten Grafikkarte und einem Mainboard mit passiv gekühltem Chipsatz. Laufwerke kommen hierbei nicht zum Einsatz. Da dieses System keine Last erzeugt, wird die Geräschkulisse im IDLE-Modus gemessen, also wenn der PC nicht unter Last steht.

Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 40 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die Netzteile sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
Antec Phantom
350W
0,00
NesteQ NA 5201
520W;Lüfter aus
0,00
Antec Neo
500W
22,24
Tagan TG480-U22
480W
23,14
Antec Neopower
480W
24,24
ichbinleise Power NT 400W24,24
Levicom VisiblePower
450W;min U/min
24,24
Sharkoon Silentstorm
430W;min U/min
24,34
be quiet! BQT P5
420W
24,64
Enermax Liberty
400W
24,64
be quiet! BQT P6
520W
26,44
be quiet! BQT P6-Pro
530W
26,54
NesteQ NA 5201
520W;min U/min
31,14
Cooler Master Real Power
550W SLI
31,84
Cooler Master Real Power
550W
32,04
Sharkoon Silentstorm
430W;max U/min
32,54
Levicom VisiblePower
450W;max U/min
45,74
NesteQ NA 5201
520W;max U/min
51,64

Die einzigen Ausreißer über 27 dB(A) sind die manuell regelbaren Netzteile von Sharkoon und Levicom bei maximaler Lüfterdrehzahl, die beiden Cooler Master Real Power Modelle mit 550 Watt sowie das NesteQ NA 5201 520 Watt mit manueller Lüfterregelung. Der kugelgelagerte Globe Fan B1202512M, welchen das NesteQ NA 5201 520 Watt im IDLE-Betrieb zumeist komplett abschaltet, ist bei minimaler Drehzahl bereits deutlich wahrnehmbar und entfesselt bei maximaler Drehzahl einen wahren Orkan. Glücklicherweise kam das Netzteil in unserem Test immer mit geringen Drehzahlen aus und wurden selten lauter als 32 dB(A). Auch der blau leuchtende, doppel kugelgelagerte 120 mm Lüfter der Cooler Master Netzteile geht deutlich lauter zu Werke als die 120 mm Lüfter anderer Netzteile. Der schnelle Luftstrom zeigt, daß dies an der vergleichsweise hohen Drehzahl liegt. Die von Cooler Master genannten 23 dB(A) können wir somit nicht bestätigen.

Die von Antec für das Neo HE 500 Watt genannten 18 dB(A) sind hier realistischer. Das Netzteil arbeitete mit seinem geregelten 80 mm Lüfter so leise, daß es aus dem Umgebungsschall so gut wie nicht hervortrat.
Die beiden 500 Watt Modelle von be quiet!, das BQT P6-Pro 530 Watt und das BQT P6 520 Watt, sind im Leerlauf ca. 2 dB(A) lauter als die Mehrheit der Probanten. Unter Last drehen alle getesteten Netzteile temperaturabhängig hoch und werden lauter, dabei lassen sich dann aber auch CPU und Grafikkarte kaum noch passiv kühlen. Zudem wird eine Festplatte benötigt, deren Laufgeräusch die Messung ebenfalls verfälschen würde, die Netzteile spielen in diesem Reigen dann eine untergeordnete Rolle. Aus diesem Grund haben wir keine Messung der Geräuschkulisse unter Volllast vorgenommen.

Temperaturen
Wir hatten im Rahmen dieses Testberichtes auch die Lasttemperaturen von CPU und Chipsatz veröffentlicht. Allerdings zeigte es sich, daß unser Testsystem eine sehr eigene Luftführung hat, so daß die Werte sehr stark von denen, die man bei Verwendung eines Intel boxed Kühlers erreicht, abweichen - ja, diesen gar widersprechen. Da die Temperaturen somit keinen wirklichen Praxiswert haben, möchten wir die Gelegenheit vielmehr dazu nutzen, um einen Denkanstoß zu geben:
Unser Testsystem besteht aus dem Aluminiumgehäuse Antec Performance One P160 und zwei darin montierten 120 mm Gehäuselüftern, einen mit 1200 U/Min auf der Front- und einen weiteren 1600 U/Min auf der Rückseite. Als CPU-Kühler kommt der Titan Vanessa L-Type zum Einsatz, welcher ebenfalls einen 120 mm Lüfter verwendet. Dieser Aufbau sorgt auch bei minimaler Lüfterdrehzahl für eine gute CPU-Kühlung, allerdings bekommen der Chipsatz und die Stromversorgung des Mainboards trotz dreier 120 mm Lüfter kaum Luftbewegung ab. Je nach Drehzahl und Lage des Netzteillüfters, arbeitet dieser sogar gegen den Lüfter des CPU-Kühlers, der mit seiner langsamen Drehzahl ja nur einen sehr geringen Luftfluß erzeugt. Es ist daher wichtig das Lüftungskonzept - insbesondere bei Rechnern mit leistungsstarken Komponenten - sorgfältig zu planen und aufeinander abzustimmen. Insbesondere Turmkühler neigen dazu, den Luftfluß komplett an den Mainboardkomponenten vorbeizuführen und sich nur um die CPU zu kümmern.

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 17/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Leistungsaufnahme
Netzteile nehmen grundsätzlich mehr Leistung auf, als sie wieder an die Verbraucher abgeben. Je geringer diese Verlustleistung ausfällt, desto höher ist der Wirkungsgard des Netzteiles und desto besser ist es für die Umwelt und den Geldbeutel. Da sich der Wirkungsgrad in den verschiedenen Lastzuständen klar unterscheiden kann, haben wir die Stromaufnahme einmal im IDLE-Betrieb unseres Testsystems, also ohne CPU- oder Grafik-Last, sowie unter Volllast getestet. Da auch hohe Temperaturen den Wirkungsgard eines Netzteiles verringern, haben wir die Probanten direkt nach dem 24-stündigen Stresstest gemessen. Die Netzteile waren hier schon gut angewärmt und lieferten somit praxisnahe Werte.

Leistungsaufnahme des Testsystems in Watt, IDLE, (niedriger ist besser)
be quiet! BQT P6-Pro
530W
106
Cooler Master
Real Power 550W SLI
106
ichbinleise
Power NT 400W
107
Antec Neo
500W
109
be quiet! BQT P6
520W
109
Cooler Master
Real Power 550W
109
Enermax Liberty
400W
111
Sharkoon Silentstorm
430W
114
NesteQ NA 5201
520W
114
Antec Phantom
350W
115
be quiet! BQT P5
420W
115
Tagan TG480-U22
480W
116
Levicom VisiblePower
450W
117
Antec Neopower
480W
128

Ohne Last durch Grafikkarte oder CPU sehen wir ein sehr geschlossenes Feld mit einer Leistungsaufnahme zwischen 106 und 117 Watt. Es gibt nur einen Ausreißer: Das Antec Neopower 480 Watt schneidet in diesem Durchgang leider gar nicht gut ab. Der Primus in Sachen Stabilität verbraucht mit 128 Watt deutlich mehr Strom als die Mitbewerber.
Während die Modelle Antec NeoPower 480 Watt und Antec Phantom 350 Watt einen sehr stabilen Stromkonsum an den Tag legten (+/- 1 Watt), schwankte die Leistungsaufnahme der anderen Probanten im IDLE-Betrieb um 4 bis 7 Watt. Beim Tagan TG480-U22 480W haben wir sogar Werte zwischen 107 und 121 Watt messen können.

Die beiden Nachrücker be quiet! BQT P6 520 Watt und Enermax Liberty 400 Watt werben mit einer hohen Effizienz und erreichen diese im Praxistest auch. Beide Netzteile schwanken dabei leicht zwischen 105 und 112 Watt.
Cooler Master gibt für die beiden Real Power Probanten mit 550 Watt eine Effizienz von 75% an, die Durchschnittswerte sind mit 106 bzw. 109 Watt entsprechend gut. Während der Messung schwankten die Werte der Cooler Master Netzteile zwischen 104 und 108 bzw. 107 und 111 Watt.
Antec wirbt für das Neo HE 500 Watt mit einer Effizienz von 85% und mit einer durchschnittlichen Stromaufnahme von 109 Watt (107 bis 112 Watt) präsentiert sich die HE-Serie in diesem Test deutlich besser als ihr Vorgänger.
be quiet! kann mit dem BQT P6-Pro 530 Watt seine beiden Vorgänger nochmals toppen und erreicht im Schnitt 106 Watt (105 bis 108 Watt). Das ist, zusammen mit dem Cooler Master Real Power 550W SLI, der Bestwert in diesem Testfeld!
Das NesteQ NA 5201 soll eine Effizienz von bis zu 83 Prozent erreichen, im Rahmen dieses Tests landet das Netzteil allerdings nur im Mittelfeld. ASM war im IDLE-Durchlauf aktiv und der Lüfter des Netzteiles abgeschaltet.

Die Last wurde auch diesmal mit Prime95 (maximale CPU-Last) sowie 3DMark2001SE (1280x1024x32, 4xAA, 8xAF) erzeugt. Auf diese Weise wurden CPU und Grafikkarte gleichzeitig gefordert und eine möglichst hohe Belastung für die Netzteile erzeugt.

Leistungsaufnahme des Testsystems in Watt, Volllast, (niedriger ist besser)
Antec Phantom
350W
233
Sharkoon Silentstorm
430W
238
Tagan TG480-U22
480W
244
Antec Neo
500W
500W
245
Enermax Liberty
400W
245
ichbinleise Power NT 400W246
Cooler Master Real Power 550W SLI247
be quiet! BQT P6
520W
248
be quiet! BQT P6-Pro
530W
248
Cooler Master Real Power 550W249
NesteQ NA 5201
520W
253
be quiet! BQT P5
420W
255
Levicom VisiblePower
450W
258
Antec Neopower
480W
267

Unter Volllast büßt das ichbinleise Power NT 400W ein wenig Effizienz ein, es reiht sich mit den Modellen von Tagan, be quiet! und Levicom im Mittelfeld ein. Einen besonders guten Wirkungsgard zeigen Antecs Phantom 350 Watt und das Sharkoon Silentstorm 430 Watt. Schlußlicht ist abermals das Antec Neopower 480 Watt, dessen Leistungsaufnahme mit 267 Watt ganze 34 Watt höher ausfällt, als beim Spitzenreiter aus dem selben Hause.
Abgesehen von diesen Durchschnittswerten sind aber auch die Spitzen recht interssant:

Während die Schwankungen beim Antec Phantom 350 Watt, Sharkoon Silentstrom 430 Watt, ichbinleise Power NT 400 Watt und Levicom VisiblePower 450 Watt zwischen 20 und 24 Watt liegen, fallen sie beim Antec Neopower 480 Watt mit 40 Watt ungleich deutlicher aus. Noch stärkere Schwankungen sehen wir beim Tagan TG480-U22 480 Watt (59 Watt) und be quiet! BQT P5 420 Watt (68 Watt).

Beim BQT P6 520 Watt belaufen sich die gemessenen Schwankungen hingegen auf lediglich 22 Watt, trotz 100 Watt höherer Nennleistung verbraucht dieses Netzteil im Lasttest 7 Watt weniger Strom als das 420 Watt starke Vorgängermodell. Mit 26 Watt Schwankungen und einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 245 Watt zeigt auch das Enermax Liberty 400 Watt ein gutes Ergebnis.
Auch die beiden Real Power Netzteile von Cooler Master finden sich im Mittelfeld wieder und erzielen hierbei ein ordentliches Ergebnis. Unter Last schwankte die Stromaufnahme dieser Netzteile um 28 (Real Power 550W) bzw. 25 Watt (Real Power 550W SLI).
Mit dem Neo HE 500 Watt schneidet Antec satte 22 Watt besser ab als mit dem NeoPower 480 Watt. Zudem schwankt die Leistungsaufnahme nur noch um 25 Watt und liegt damit in einem ähnlichen Bereich wie bei den anderen Modellen der 500 Watt-Klasse.
Das be quiet! BQT P6-Pro erreicht das Verbrauchsniveau seines Vorgängers mit 520 Watt. Die Schwankungen bei der Leistungsaufnahme konnte be quiet! weiter glätten, so daß diese nunmehr zwischen 243 und 258 Watt liegen.
Beim NesteQ NA 5201 sehen wir ein durchwachsenes Ergebnis. Dieses Netzteil schwankt im Lasttest um 28 Watt und ordnet sich in der unteren Hälfte des Testfeldes hinter dem Real Power 550W von Cooler Master ein.

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Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 18/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Fazit
Dieser Test hat bisher etwa 8 Wochen Arbeitszeit verschlungen, doch ich denke, es hat sich gelohnt, denn der Netzteilmarkt hat sich sehr positiv entwickelt. Die Markengeräte zeigen in diesem Test ein durchaus gutes Ergebnis, die Geräte sind gut bis sehr gut verarbeitet, deutlich leiser als noch vor zwei oder drei Jahren und verbrauchen weniger Strom. Auch die Ausstattung wird immer besser: Lüftersteuerung, das Nachlaufen der Lüfter nach dem Abschalten des PCs, spezielle Versorgungskabel für Grafikkarten oder auch EPS-Unterstützung sind nur einige Besonderheiten, mit der mancher Testkandidat aufwarten kann. Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die uns nicht ganz so gut gefallen haben und diese sprechen wir nun im Detail an:




NesteQ NA 5201 520 Watt
Das erste Netzteil von NesteQ, das den Weg in unser Testcenter gefunden hat, erzielt im Spannungstest ein vorbildliches Ergebnis und die zweitniedrigsten Abweichungen des bisherigen Testfeldes. Das Netzteil bietet zahlreiche Anschlußmöglichkeiten (20+4 Pin ATX-Stecker, 4+4 Pin ATX/EPS 12V-Stecker, 2x 6-Pin PCIe für CrossFire oder SLI) und hinterläßt einen wertigen Eindruck. Die Molex-Stecker wurden mit griffigen Laschen versehen, die das Aufstecken und Abziehen erleichtern, zudem kombiniert NesteQ Serial-ATA und Molex Stromstecker an zwei Kabelsträngen, was die Verkabelung unterschiedlicher Festplattentypen erleichtert. Leider sind die Kabel nicht abnehmbar.
Die Besonderheit dieses Netzteiles ist der semi-passive Betrieb (ASM). Der Lüfter des NesteQ NA 5201 schaltet erst bei 65°C (Innentemperatur des Netzteiles) ein, im IDLE-Betrieb des PC springt der Lüfter - abhängig von der verwendeten Hardware - nur selten an. Damit wird der PC zwar leiser, doch je nach Aufbau bricht das Belüftungskonzept zusammen. Wer den ASM-Betrieb nutzen möchte, sollte zumindest einen Gehäuselüfter auf der Rückseite seines Computers verwenden. Alternativ kann der Lüfter zwar auch manuell geregelt werden, ist bei minimaler Drehzahl dann jedoch lauter als andere Netzteile mit 120 mm Lüfter. Eine Lüftersteuerung für die Gehäuselüfter implementiert NesteQ leider nicht.
Die Effizienz des Netzteiles war im Zusammenspiel mit unserer Testkonfiguration leider nicht ganz so hoch, wie wir es uns erhofft hatten, das NesteQ NA 5201 520 Watt erzielt hier nur ein befriedigendes Ergebnis. Positiv fallen die hochwertige Verarbeitung sowie 3 Jahre Herstellergarantie auf. Der Preis ist nicht günstig, aber angemessen. Das NesteQ NA 5201 520 Watt kostet 114,90 €.


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be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt
Mit der "Dark Power Pro"-Serie legt be quiet! nochmals nach. Zur Lüfterregelung mit Lüfternachlauf, reichhaltigen Anschlüssen, einer hochwertigen Verarbeitung und 3 Jahren Garantie mit einem Vor-Ort-Austauschservice binnen 48 Stunden im ersten Jahr gesellen sich nun ein 120 mm Lüfter sowie abnehmbare Kabel. Der Lüfter hat das Netzteil zwar nicht leiser gemacht, aber es ist auch nicht lauter geworden. Das Kabelmanagement entpuppt sich als praktisch, die Auswahl an mitgelieferten Kabeln ist vorbildlich. be quiet! hat alle Kabel sorgfältig ummantelt, wodurch sie recht steif und zuweilen gar widerspenstig sind. Auch die Kodierung, welche eine Verwechslung der Stecker beim Einführen in die Buchsen verhindern soll, ist noch nicht ausgereift. Da die Anschlüsse zusätzlich auch farblich gekennzeichnet sind und das Handbuch in deutscher Sprache die richtige Belegung erklärt, möchten wir diesen Lapsus allerdings auch nicht überbewerten.
Positiv überrascht haben uns die Messergebnisse: be quiet! drückt alle Spannungs-Schwankungen unter 2,7 Prozent und auch der Stromverbrauch im IDLE-Betrieb ist weiter gesunken. Trotz etwas zu steif geratener Kabel und unvollständiger Kodierung der Stecker sehen wir hier das beste be quiet! Netzteil dieses Roundups. Und - Überraschung - das be quiet! BQT P6-Pro 530 Watt ist sogar noch preiswerter als das BQT P6 520 Watt: 104,90 €.


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Antec Neo HE 500 Watt
Mit dem Neo HE 500 Watt erfüllt Antec das Versprechen der "High Efficency" und demonstriert einen niedrigen Stromverbrauch. Zudem soll das Netzteil sehr leise sein, Antec spricht hier gar von weniger als 18 dB(A). Auch dieses Versprechen wird eingelöst, ein leiseres Netzteil mit Lüfter hatten wir noch nicht im Test. Desweiteren gibt es von nun an drei +12 Volt-Spannungskreise, EPS- sowie SLI-Unterstützung und weiterhin abnehmbare Kabelstränge. Was soll dieses Netzteil vom Editor's Choice abhalten?
Das erste Testmuster schaltete sich im Lasttest ab oder sorgte für Instabilitäten, wobei auf der +3,3 Volt Leistung Abweichungen von -4% und auf der +5 V (VSB) Abweichungen von bis zu -4,6% vor dem Fehler gemessen wurden.

UPDATE 23.02.2006:
Zwei weitere Testgeräte versagten ebenfalls. Wir kontaktierten Antec und wie sich herausstellte, handelte es sich um ein "Kompatibilitätsproblem", welches Antec "gleich ausgebessert hat". Das Austauschgerät kam in der neueren Version und funktionierte einwandfrei.
Solche Kompatibilitätsprobleme sind kein Beinbruch und hätten wir an dieser Stelle dokumentieren dürfen, woran man die neue Revision des Netzteils erkennt und im Zusammenspiel mit welchen anderen Komponenten die Probleme auftreten, würden wir hier auch anders über das Antec Neo HE 500 Watt urteilen können. Da uns Antec jedoch gebeten hat, diese Informationen nicht zu veröffentlichen, können wir dieses Netzteil auch nicht guten Gewissens empfehlen.


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Cooler Master Real Power 550 Watt und 550 Watt SLI
Da die Unterschiede zwischen dem Cooler Master Real Power 550W und dem Cooler Master Real Power 550W SLI nur einen einzigen Kabelstrang betreffen, werden wir die beiden Modelle gemeinsam bewerten. Welches der beiden Netzteile man kaufen sollte, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab: Wer ein Servermainboard mit 6-Pin EPS-Anschluß verwendet, braucht die Variante ohne "SLI", allen anderen würden wir zum SLI-Modell raten.
Beide Varianten des Real Power 550 Watt zeigen im Belastungstest einen Abfall von 3,25 Prozent auf der 12 Volt Schiene, das haben wir zwar schon besser gesehen, doch dieser Wert liegt innerhalb der Spezifikationen und alle anderen Schienen arbeiten mit Abweichungen von deutlich unter zwei Prozent sogar vorbildlich. Mit gleich drei 12 Volt Spannungskreisen möchte Cooler Master die sogenannten "Peak Voltage Ripple" noch wirkungsvoller bekämpfen, als dies andere Hersteller tun. Positiv fallen zudem die Grifflaschen an den Molex-Steckern und der 120 mm Lüfter im Boden des Netzteiles auf, welcher eine leise Kühlung verspricht. Doch leider entpuppt sich der doppelt kugelgelagerte, blau leuchtende Lüfter als recht laut, denn er dreht sich mit 1200 bis 2400 Umdrehungen pro Minute schneller als die 120 mm Lüfter der meisten Mitbewerber.
Mit 6 Molex-, 3 SATA- und einem Floppy-Anschluß liefert Cooler Master Standardkost für die Laufwerke. Bei 550 Watt darf es ruhig auch mal etwas mehr sein. Positiv fallen die EPS-Anschlüsse für den Betrieb von Servermainboards auf. Beim Stromverbrauch sehen wir die beiden Real Power Netzteile im IDLE-Betrieb an der Spitze des Testfeldes, unter Volllast fallen sie allerdings ins Mittelfeld zurück. Den Stromverbrauch möchte Cooler Master mit dem "Total Power Consumption Display" messen und anzeigen. Eigentlich eine sehr löbliche Idee, doch leider hat die mäßig ablesbare Anzeige keinerlei Bezug zum tatsächlichen Stromverbrauch.
Bleibt noch die Frage des Preises: Die nicht-SLI Variante konnten wir für satte 130 Euro bei einem einzigen Anbieter in Deutschland finden. Nicht gerade preiswert, wenn wir dies mit anderen Modellen aus diesem Testfeld vergleichen. Allerdings ist es fraglich, wie repräsentaitiv dieser Preis ist, denn die 450 Watt Variante konnten wir für faire 79,90 Euro finden. Das Cooler Master Real Power 550 Watt und seine SLI-Variante zeigten in diesem Test sowohl Stärken, als auch einige Schwächen. Unterm Strich bleibt ein solides Netzteil mit hochwertiger Verarbeitung, dessen Lüfter für Silent-Freunde leider etwas zu laut ist. Wertung: "Gut".


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be quiet! BQT P6 520 Watt
Mehr Leistung, weniger Verbrauch und endlich zwei getrennte 12 Volt Spannungskreise, be quiet! ist mit dem BQT P6 520 Watt auf dem aktuellen Stand der Technik angelangt. Die schicke Lackierung des Netzteilgehäuses gefällt, doch leider wird auch jeder Fingerabdruck überdeutlich sichtbar. Bei den Lüftern greift be quiet! entgegen aktueller Trends zu zwei leisen 80 mm Modellen und setzt somit auf ein bewährtes Design. Im Inneren wurde das Netzteil entschlackt und wirkt jetzt aufgeräumter, auch der Luftkanal wurde deutlich optimiert. Zudem hat be quiet! die Kabel verlängert, bietet nun zwei 6-Pin Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten und einen Molex-Anschluß für eine AGP-Grafikkarte. Die praktische Lüftersteuerung für bis zu drei Gehäuselüfter mit 3 Minuten Nachlaufzeit nach dem Herunterfahren des PC bietet das BQT P6 520 Watt ebenfalls.
Nicht ganz so gut fallen die Messwerte aus: Die Abweichungen liegen zwischen 3 und 3,33 Prozent, wobei be quiet! besonders auf der 12 Volt Leitung etwas zu viel Spannung anlegt. Diese Werte sind zwar eindeutig innerhalb der Spezifikationen, welche Abweichungen bis zu 5 Prozent erlauben, dennoch zeigen andere Netzteile in diesem Testfeld, daß es auch besser geht.
Angesichts von 3 Jahren Garantie und Vor-Ort-Austausch im ersten Jahr erscheint uns der empfohlene Verkaufspreis von 119,90 € für das 520 Watt Modell ausgesprochen fair. Die 470 Watt Variante schlägt mit 94,90 € zu Buche, das 600 Watt Modell kostet 148,90 €. Dafür bekommt man zwar kein Netzteil mit abnehmbaren Kabeln, aber die beste Ausstattung, welche derzeit am Markt geboten wird.

UPDATE: Nachdem wir aufgrund unserer Probleme mit dem 6-Pin Stecker die Wertung zunächst einmal ausgesetzt hatten, möchten wir sie heute nachliefern: Bereits das be quiet! BQT P5 420 Watt hatte uns gefallen, das BQT P6 520 Watt tritt nun in dessen Fußstapfen und bietet nochmals eine bessere Anschlußvielfalt sowie zwei getrennte 12 Volt Spannungskreise. In vielen Punkten stimmen die Ergebnisse des BQT P6 520 Watt mit denen des Tagan TG480-U22 480 Watt überein, welches jedoch keine Lüftersteuerung bietet und den zweiten 6-Pin Stecker mit einen Adapter realisiert. Wenn die mäßigen Ergebnisse im Spannungstest den Gesamteindruck nicht etwas trüben würden, wäre wohl ein Editor's Choice fällig. Wir bewerten das be quiet! BQT P6 520 Watt abschließend mit "Sehr Gut".


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Enermax Liberty 400 Watt
In diesem Test bot das Enermax Liberty 400 Watt wenig Anlaß zur Kritik, deswegen wenden wir uns den negativen Punkten zuerst zu und haken diese ab.
Punkt 1: Wir hätten uns mehr Ausstattung gewünscht. Das Enermax Liberty 400 Watt bietet weder einen speziellen Molex-Anschluß für stromhungrige AGP-Grafikkarten, noch hat man dem Netzteil eine Lüftersteuerung oder überhaupt Anschlüsse für die Gehäuselüfter spendiert. Da Enermax dem Benutzer empfielt, nur zwei Geräte pro Strang zu verwenden, kann es somit schnell eng werden (Beispiel: 1. Strang für die AGP-Grafikkarte, 2. Strang für zwei Gehäuselüfter - bleibt noch der 3. Strang für zwei Laufwerke). Da das Netzteil über sechs Anschlüsse für Molex/SATA-Stränge verfügt, kann der Benutzer noch drei weitere Stränge nachkaufen - wir hätten uns gefreut, wenn diese bereits im Lieferumfang enthalten gewesen wären.
Punkt 2: Das Lüftergitter sollte mit dem Netzteilgehäuse abschließen und nicht hervorstehen, da es ansonten Probleme beim Einbau in einige Gehäuse geben kann.
Der Stromverbrauch kann sich sehen lassen, insbesondere im IDLE-Betrieb ohne Last. Zudem arbeitet das Netzteil sehr stabil, es weicht auf der +5 Volt Leitung um 3 Prozent ab, während die Abweichungen auf der +3,33 und +12 Volt Leitung deutlich unter 2 Prozent bleiben. Enermax bietet 3 Jahre Garantie und eine kostenlose Kunden-Hotline (0800-3637629; Mo. bis Fr. zwischen 8.30 Uhr und 17.00 Uhr). Angesichts des Gebotenen ist das Gerät bei einem Preis von 74,90 € ein echtes Schnäppchen: "Sehr Gut".


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- Seite 18 -

Netzteil-Roundup 2005/2006 - 14 Netzteile zwischen 350 und 550 Watt - 19/20
30.08.2005 by doelf; UPDATE: 03.07.2006
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Antec NeoPower 480 Watt
Die Messergebnisse der gelieferten Spannungen sind absolut vorbildlich, das Antec NeoPower 480 Watt ist der Primus in Sachen Spannungstabilität. Zudem ist das modulare System, welches es dem Benutzer erlaubt, die Anschlüsse in Abhängigkeit von seinen tatsächlichen Bedürfnissen zu konfigurieren, äußerst praktisch. Auch ist die Auswahl an Anschlüssen reichhaltig. Das Betriebsgeräusch ist sehr gering, die Temperaturverteilung in unserem Testsystem optimal. Das sollte eigentlich für den Editor's Choice ausreichen, oder?
Der Preis lang Ende August mit 136,99 € noch etwas hoch, zwischenzeitlich ist er auf 103,79 € gefallen. Das erscheint uns angesichts der Leistung als absolut angemessen, der hohe Stromverbrauch jedoch nicht. Sowohl im IDLE-Betrieb als auch unter Last verbraucht das Antec NeoPower 480 Watt deutlich mehr Strom als seine Mitbewerber. Somit muß sich das Netzteil mit der Wertung "Sehr Gut" begnügen.


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Antec Phantom 350 Watt
Das passiv gekühlte Antec Phantom 350 Watt arbeitet nicht nur lautlos (es ist auch kein Brummen wahrzunehmen), sondern auch hoch effizient. Beim Stromverbrauch glänzt das Netzteil insbesondere unter Volllast. Die Verarbeitung ist hervorragend, die Anschlußvielfalt ordentlich. Im Spannungstest zeigt das Gerät ein gutes Ergebnis, als nominell schwächstes Netzteil erreicht es eines der besten Ergebnisse im Testfeld. Wie zu erwarten steigt die Temperatur im Gehäuse etwas an, in unserem Testaufbau wirkt sich das nicht auf die Temperatur der CPU, aber die des Chipsatzes aus.
Die einzig bittere Pille ist der Preis: 169,79 € sind nicht gerade wenig für ein 350 Watt Netzteil! Dennoch vergeben wir angesichts der vielen positiven Punkte den Editor's Choice.


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be quiet! BQT P5 420 Watt
Mit 3 Jahren Garantie und Vor-Ort-Austausch im ersten Jahr setzt be quiet! neue Maßstäbe. Die Lackierung des Netzteiles sieht zwar schick aus, ist aber auch empfindlich und nimmt jeden Fingerabdruck dankend an. Nach dem Abschalten des Rechners drehen nicht nur die beiden Netzteillüfter, sondern auch die angeschlossenen Gehäuselüfter, deren Drehzahl vom Netzteil geregelt wird, nach. Das Netzteil bietet reichlich Anschlüsse, aber nur einen 12V Spannungskreis. Im Test sehen wir stabile Spannungen, lediglich die +5 Volt Leitung steigt überaschend stark an, bleibt jedoch mit 3 Prozent klar unter dem spezifizierten Limit von 5 Prozent.
Das be quiet! BQT P5 420 Watt arbeitet recht leise und zeigt mittlere Verbrauchswerte. Der Lüfter im Boden des Netzteiles läßt in unserem Testsystem die CPU-Temperatur ansteigen, da dem CPU-Kühler die Zuluft "geklaut" wird. Der Preis von 79,90 € erscheint für das Gebotene sehr attraktiv.


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Levicom VisiblePower 450 Watt
Das Levicom VisiblePower 450 Watt zeichnet sich durch zwei leuchtende 80 mm Lüfter mit je vier blauen LEDs sowie UV-aktiven Ummantelungen und Anschlüssen aus. Leider hält sich dabei die Anschlußvielfalt in Grenzen. In Sachen Stromverbrauch findet sich das Netzteil im unteren Mittelfeld, mit minimaler Drehzahl ist es so leise wie die anderen Probanten, mit maximaler Drehzahl jedoch recht laut. Hinzu kommt ein deutlicher Spannungsabfall auf der 12-Volt Schiene, die uns an der Einstufung mit 450 Watt doch etwas zweifeln läßt. Auch die 3 Prozent Überspannung auf der 5 Volt Leitung sind zwar noch innerhalb der Spezifikationen, aber dennoch unerwartet hoch. Die 12 V Schiene wurde zudem nicht in zwei separate Spannungskreise getrennt.
Das Levicom VisiblePower 450 Watt ist kein schlechtes Netzteil, aber auch keines, was sich in userem Testfeld positiv hervorheben kann. Außer beim Preis: 49,90 € sind recht attraktiv.


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ichbinleise Power NT 400 Watt
Als Basis für das ichbinleise Power NT 400 Watt dient ein Fortron FSP400-60THN-P, dessen Lüfter gegen ein leiseres Modell ausgetauscht wird. Das Ergebnis ist sehr leise, verbraucht wenig Strom und zeigt vorbildliche Spannungsstabilität, die von einem Abfall von 3,25 Prozent auf der 12 Volt Schien getrübt wird.
Leider bietet das gut verarbeitete Netzteil nur wenige Anschlüsse, was MR Computertechnik durch die Beigabe von Adaptern auszugleichen versucht. Bei einem Preis von 99 € ist dies aber auch erforderlich.


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Bester Preis:
ichbinleise Power NT 400 Watt
für 99 € bei ichbinleise.de




Sharkoon Silentstorm SHA430-9A 430 Watt
Gute Ergebnisse im Spannungstest, ein leiser Betrieb bei minimaler Drehzahl und eine gute Energieeffizienz machen das Sharkoon Silentstorm SHA430-9A 430 Watt zu einem attraktiven Angebot. Die Anschlußmöglichkeiten könnten zwar etwas umfassender ausfallen, doch das Gebotene wird den meisten Nutzern voll und ganz ausreichen. In unserem Testsystem sorgte die Luftführung des Netzteiles für etwas höhere Temperaturen, doch diese Auswirkungen sind stark von CPU-Kühler und Gehäuse abhängig und sollten nicht überbewertet werden. Das Sharkoon bietet einen Lüfternachlauf nach dem Abschalten für die Netzteillüfter sowie zwei getrennte 12V Spannungskreise.
Preislich liegt das Sharkoon Silentstorm SHA430-9A 430 Watt mit 69,90 € (Ende August noch 78,90 €) ca. 10 € unter dem be quiet! BQT P5 420 Watt, in Bezug auf die Spannungsstabilität, den Stromverbrauch und die gebotenen Anschlüsse läßt es sich jedoch eher mit dem Antec Phantom 350 Watt vergleichen. Es ist zwar nicht lautlos, aber deutlich preiswerter - womit wir den zweiten Editor's Choice hätten.


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Tagan TG480-U22 480 Watt
Das Tagan TG480-U22 480 Watt versucht sich in diesem Testfeld als Alleskönner, lediglich eine Lüftersteuerung fehlt dem Netzteil. Die Anschlußvielfalt ist umfassend, selbst der Betrieb von EPS-Mainboards ist möglich. Wir haben das Netzteil im Zusammenspiel mit zwei Opteron 246 CPUs und einer ATi Radeon 9800 Pro auf einem MSI K8T Master 2 ohne irgendwelche Probleme betreiben können.
Bei der Lautstärke glänzt das Tagan als leisestes Modell mit Lüfter und liegt bei dem Temperaturen unseres Testsystems im Mittelfeld. In Hinblick auf den Stromverbrauch liegt das Netzteil ebenfalls im Mittelfeld, unter Volllast erreicht es jedoch einen guten dritten Platz. Die Spannungsmessung verläuft hingegen nicht ganz optimal: 2,4 Prozent Abweichung auf +3,33 und +5 Volt sind okay, aber ein Abfall von 3,75 Prozent auf der 12V Leitung trifft uns doch etwas unerwartet. Das liegt zwar innerhalb der Spezifikation von bis zu 5 Prozent Abweichungen, aber im Grenzbereich dürfte es mit der Einstufung von 480 Watt doch etwas knapp werden. Zur Not erlaubt das Tagan TG480-U22 480 Watt den gemeinsamen Betrieb der beiden 12V Spannungskreise.
Das preislich ähnlich eingestufte ichbinleise Power NT 400W bietet eine bessere Spannungsstabilität, aber deutlich weniger Anschlüsse. Zudem hat es im IDLE-Betrieb beim Stromverbrauch die Nase vorne. Wir beurteilen auch das Tagan TG480-U22 480 Watt mit "Gut".


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