Au-Ja! - Weniger ist mehr: Sparsame Netzteile unter 500 Watt - Duckansicht
 

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Weniger ist mehr: Sparsame Netzteile unter 500 Watt - Druckansicht - Seite 1 von 17

UPDATE: 22.06.2009
Neu im Testfeld: Das 400 Watt starke Xigmatek NRP-PC402 mit 80-Plus-Bronze Zertifizierung und 140mm-Lüfter.

UPDATE: 03.04.2009
Neu im Testfeld: Das 450 Watt Netzteil Jersey Modular Edition CM-450-E85 VX450W mit abnehmbaren Kabelsträngen.




"Moderne Computer brauchen für ihre leistungsstarken Komponenten auch ein starkes Netzteil", so oder ähnlich argumentieren diverse Firmen, wenn sie ihre teuren 1000-Watt-Boliden an den Kunden bringen wollen. Doch angesichts der Klimadiskussion und aktueller Strompreise wirken 1000 Watt auf viele Kunden abschreckend, womit sich die Frage stellt, ob für die eigenen Bedürfnisse nicht auch ein schwächeres Netzteil ausreichen würde. Wir haben fünf aktuelle Modelle mit 400 bis 450 Watt Leistung und 80Plus-Zertifizierung gestestet, um herauszufinden, was man in dieser Leistungsklasse erwarten darf.

Von Wattwahn und Stromverschwendung
Bevor wir uns den drei Testkandidaten zuwenden, müssen zunächst noch zwei weit verbreitete Missverständnisse aufgeklärt werden.

  1. Moderne Computer verbrauchen viel Strom
    Zugegeben, Computer werden immer schneller. Doch das bedeutet keinesfalls, dass sie gleichzeitig auch immer mehr Strom verbrauchen. Gerade in den letzten Jahren haben die Hersteller auf eine möglichst hohe Energieeffizienz gesetzt und normale Dual-Core Prozessoren verbrauchen heutzutage unter voller Auslastung gerade einmal 65 Watt. Die schnellsten Quad-Core CPUs schlagen mit 130 bis 140 Watt zu Buche und rechtfertigen ebenfalls nicht den Kauf eines Netzteils mit 500 oder mehr Watt. Die eigentlichen Stromschlucker sind heutzutage leistungsstarke Grafikkarten, denn hier kann man pro Grafikprozessor durchaus 200 Watt oder mehr veranschlagen. Erst wenn man mehrere Grafikkarten der Oberklasse als CrossFire- oder SLI-Verbund betreibt, muss man sich Gedanken über 700 oder mehr Watt machen.

  2. Leistungsstarke Netzteile verbrauchen viel Strom
    Natürlich verbraucht ein 1000 Watt starkes Netzteil nur dann 1000 Watt, wenn es entsprechend belastet wird. Die Wattzahl gibt lediglich an, wieviel Dauerleistung das Netzteil maximal liefern kann. Wenn das Gerät über eine 80Plus-Spezifizierung verfügt, muss es bei einer Auslastung von 20, 50 sowie 100 Prozent mit einem Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent arbeiten. Das 1000 Watt starke Netzteil aus unserem Beispiel muss somit auch bei einer Last von 500 oder 200 Watt einen Wirkungsgrad von 80 Prozent oder höher erreichen. Ein starkes Netzteil muss daher keine Stromschleuder sein, aber in jedem Fall ist es für normale Systeme eine Geldverschwendung.

Das Testsystem
Basis unseres Testsystems für Netzteile ist seit einiger Zeit das MSI P6N SLI Platinum, welches sich als unkompliziert und stabil erwiesen hat. Die wichtigsten Stromverbraucher in unserem Aufbau sind ein Intel Core 2 Extreme QX6800 Quad-Core Prozessor mit einer TDP von 130 Watt sowie zwei Grafikkarten vom Typ MSI NX7900GT-VT2D256E.

Da drei der getesteten Netzteile nur einen PEG-Stecker für PCI-Express Grafikkarten besitzen, verwenden wir bei diesen Geräten einen Adapter von Molex auf 6-Pin-PEG zur Versorgung der zweiten Grafikkarte.




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Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die Eckdaten, welche die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter umfassen:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! E6 450450287%1 x 120 mm
be quiet! P7-Pro 450450488%1 x 120 mm
Corsair VX450W450185%1 x 120 mm
Jersey CM-450-E85450482%1 x 120 mm
Xigmatek NRP-PC402400285%1 x 140 mm

Der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 für Netzteile schreibt zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten:

"System components that use 12V are continuing to increase in power. In cases where expected current requirements is greater than 18A a second 12 V rail should be made available. ATX12V power supplies should be designed to accommodate these increased +12 VDC currents."

Hierbei geht der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 von der CPU als Hauptverbraucher aus, der zweite +12V-Spannungskreis soll die übrigen Verbraucher bedienen. Das be quiet! Straight Power E6 450 und Xigmateks NRP-PC402 sind typische Vertreter dieser Generation, denn diese Geräte bieten zwei unabhängige +12V-Spannungskreise.

Der Hauptprozessor ist zwar ein recht unberechenbarer +12V-Konsument geblieben, der insbesondere aufgrund moderner Stromsparmechanismen zu deutlichen Lastwechseln neigt, doch in vielen Systemen dominieren mitlerweile die Grafikkarten als +12V-Verbraucher. Viele Hersteller haben die +12V-Schiene daher noch weiter aufgetrennt und eigene Spannungskreise für die CPU, die Laufwerke und die einzelnen Grafikkarten bereitgestellt. Beispiele hierfür sind das be quiet! Dark Power P7-Pro 450 und Jerseys "Modular Edition" CM-450-E85, die vier unabhängige +12V-Spannungskreise besitzen.

Seit 2007 gibt es aber auch einen genau entgegengesetzten Trend, welchem beispielsweise das Corsair VX450W folgt. Diese Geräte legen wieder alle +12V Spannungskreise zusammen, um flexibler auf die Anforderungen des Systems reagieren zu können. Obwohl die Hersteller dies anders sehen, erfüllen solche Geräte streng genommen nicht die Vorgaben des ATX12V Power Supply Design Guide V2.2, denn der einzelne +12V Spannungskreis liegt nun weit jenseits von 18 Ampere, beim Corsair VX450W sind es beispielsweise 33 Ampere.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5 Volt Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! E6 450432160156,0-
be quiet! P7-Pro 450420170209,6-
Corsair VX450W39613012,59,6-
Jersey CM-450-E85425,424,6-
Xigmatek NRP-PC40238412012,53,6-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Geräten der Hersteller be quiet! und Xigmatek. Das Jersey CM-450-E85 kann auf den +3,3 und +5,0 Volt Leitungen zusammen maximal 155 Watt liefern und reiht sich somit zwischen den Geräten von be quiet! und Corsair ein. Leider macht der Hersteller keine Angabe zu den +12 Volt Spannungskreisen sondern nennt nur einen kombinierten Wert für +3,3, +5,0 und +12 Volt.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! E6 45025+1830303,00,5-
be quiet! P7-Pro 4504x 2030244,00,8-
Corsair VX450W3320202,50,8-
Jersey CM-450-E854x 1830363,00,8-
Xigmatek NRP-PC4022x 2015242,50,3-

Während Netzteile der 450W-Klasse noch vor zwei, drei Jahren zwischen 40 und 50 Ampere auf der +5V-Schiene verkraften konnten, kommt keines der neuen Geräte über 30 Ampere hinaus. Beim Xigmatek NRP-PC402 sind sogar nur 15 Ampere erlaubt. Dies zeigt deutlich, wie stark die Bedeutung dieser Schiene abgenommen hat. Bei der +3,3V-Schiene hat sich die maximale Stromstärke trotz der gestiegenen Leistungsklasse kaum verändert, der Ausbau konzentriert sich fast ausschließlich auf die +12V-Spannungskreise.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! E6 45020+44/81414
be quiet! P7-Pro 45020+44/82619
Corsair VX450W20+44/81626
Jersey CM-450-E8520+44+42515
Xigmatek NRP-PC40220+44+41624

Da der Wechsel von Parallel-ATA zu Serial-ATA immer weiter voranschreitet und Intel seit der 965er Chipsatzfamilie sogar vollständig auf Parallel-ATA verzichtet, sollte ein Netzteil zumindest vier Serial-ATA Anschlüsse vorweisen können. Diese Mindestanforderung erfüllen alle Geräte, dabei beschränken sich lediglich das be quiet! Straight Power E6 450 und Xigmateks NRP-PC402 auf vier Anschlüsse, während die beiden anderen Probanten fünf bis neun dieser Stecker bieten. Laut Datenblatt soll sich im Lieferumfang des be quiet! Dark Power P7-Pro 450 ein Kabelstrang mit vier Molex-Steckern befinden. Unserem Testmuster lag jedoch ein Strang mit zwei SATA- und zwei Molex-Steckern bei, so dass uns neun statt sieben SATA-Anschlüsse und sechs statt acht Molex-Stecker zur Verfügung standen.

Die Anschlüsse für Grafikkarten wurden bei beiden Geräten von be quiet! als 6+2-Pin-Stecker ausgeführt, welche sowohl auf 6- als auch auf 8-Pin-Buchsen passen. Bei den Modellen Corsair VX450W und Xigmatek NRP-PC402 wurde hingegen nur ein 6-Pin-Stecker verbaut. Zudem verfügen die Modelle be quiet! Dark Power P7-Pro 450 und Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 über zwei dieser Anschlüsse, so dass man diese Netzteile mit einer leistungsfähigen Grafikkarte oder zwei schwächeren Grafikkarten im CrossFire- oder SLI-Verbund betreiben kann. Wir werden für unseren Test eine SLI-Konfiguration mit zwei GeForce 7900 GT basierenden Modellen verwenden.

Nun fehlt noch ein wichtiger Punkt: Die Kabellängen. Wir haben uns dazu entschlossen, die Kabellängen in die Beschreibung des jeweiligen Gerätes zu verlagern und dabei die Bestückung jedes einzelnen Stranges sowie die Lage jedes einzelnen Steckers anzugeben. Betrachten wir also die einzelnen Testkandidaten...




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be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt #1
Das erste Modell in diesem Vergleich stammt von be quiet! und gehört zur zweiten Generation der "Straight Power"-Baureihe. Es trägt die Bezeichnung Straight Power BQT E6 450. be quiet! positioniert die "Straight Power"-Netzteile unterhalb der "Dark Power"-Familie und hat die Stärken 350, 400, 450, 500, 550, 600, 650 sowie 700 Watt im Angebot. Im Gegensatz zu den "Dark Power"-Geräten sind die Kabelstränge der "Straight Power"-Modelle fest mit dem Netzteil verbunden.


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Im Lieferumfang des Straight Power BQT E6 450 Watt befinden sich:

Wie gewohnt, finden wir im Karton ein gutes Handbuch in deutscher Sprache. Für die Verschraubung des Netzteils mit dem Gehäuse stehen normale sowie Rändelschrauben zur Auswahl. Der Hersteller hat alle Schrauben und Kabelbinder in schwarzer Farbe gehalten.


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Wie die Mehrzahl der aktuellen Netzteile kommt auch das Straight Power BQT E6 450 Watt mit einem einzigen Lüfter aus, welcher sich im Boden des Gerätes befindet. Es handelt sich um ein temperaturgeregeltes Modell mit 120 mm Durchmesser, dessen schwarzes Lüftergitter vollständig im Gehäuse versenkt wurde.


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Dieses nicht ganz unwichtige Detail - hervorstehende Lüftergitter erschweren den Einbau in zahlreichen Gehäusen - hatte be quiet! auch bei der ersten "Straight Power"-Serie bereits vorbildlich gelöst. Auch was die Abmessungen des Netzteils betrifft, hat der Käufer keine Probleme zu befürchten: Mit 140 x 150 x 86 mm (TxBxH) entspricht das Straight Power BQT E6 450 Watt der Norm.


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Seitlich wurde der Markenschriftzug ins hochglanzlackierte Blech gestanzt. Eigentlich schade, dass dieses Detail in den meisten Gehäusen verborgen bleibt, da es sich in Richtung des Mainboards und der rechten Gehäuseseite orientiert.


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Die Lackierung wirkt edel, doch sie ist nicht ganz unempfindlich und nimmt jeden Fingerabdruck mit Kusshand an. Auf der anderen Seite ist diese aufwändige Lackierung zu einem Markenzeichen von be quiet! geworden und so möchten wir sie auch nicht mehr missen.




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be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt #2
Das be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt wurde 80Plus zertifiziert und erreichte dabei eine Effizienz von 83,94 Prozent. Der Hersteller nennt einen maximalen Wirkungsgrad von 87 Prozent. Die Kabelstränge sind fest mit dem Netzteil verbunden. Vom 24-Pin ATX-Hauptstecker lässt sich ein 4-Pin Block abtrennen, so dass dieser Stecker auch auf ältere Mainboards mit 20-Pin Buchse passt. Für die +12V-Einspeisung des Mainboards stehen ein 4-Pin- und ein 8-Pin-Stecker zur Auswahl, es muss jeweils nur eines dieser beiden Kabel mit dem Mainboard verbunden werden.


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Weiterhin gibt es einen Stecker für PCI-Express Grafikkarten mit einer eigenen +12V-Einspeisung. Es handelt sich um einen roten 8-Pin Stecker, von dem sich zwei Pins abtrennen lassen, so dass jede Grafikkarte mit einer +12V-Buchse betrieben werden kann. Benötigt die Grafikkarte zwei Stecker, kann man dies mit Hilfe eines Molex-auf-PEG Adapters bewerkstelligen. Allerdings stellt sich hierbei die Frage, ob nicht für eine solche Konfiguration ein leistungsstärkeres Netzteil angebrachter wäre. Schließlich besitzt dieses Netzteil auch nur zwei +12V-Spannungskreise.


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Die Laufwerksanschlüsse verteilen sich auf zwei Stränge, welche SATA- und Molex-Stecker miteinander kombinieren. Da die SATA-Stecker immer die beiden ersten Positionen belegen, beträgt die maximale Entfernung eines SATA-Gerätes vom Netzteil lediglich 75 cm. Vier SATA- und vier Molex-Stecker sind zwar nicht besonders großzügig, für diese Leistungsklasse aber völlig ausreichend. Und einen Floppy-Stecker hat der Hersteller ebenfalls nicht vergessen.

Die Anschlüsse des be quiet! BQT E6 450
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-PinATX24
60cm
----
ATX+12VATX4
60cm
----
EPS+12VEPS8
60cm
----
PEGPEG6+2
60cm
----
SATA/Molex/FloppySATA
60cm
SATA
75cm
Molex
89cm
Molex
104cm
Floppy
120cm
SATA/MolexSATA
60cm
SATA
76cm
Molex
90cm
Molex
105cm
-
LüfterMolex
65cm
3-Pin
87cm
---
LüfterMolex
65cm
3-Pin
87cm
---


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Auch auf dedizierte Lüfteranschlüsse muss man beim be quiet! Straight Power BQT E6 450 nicht verzichten: Zwei Stränge bieten jeweils einen Molex und einen 3-Pin Anschluss, wobei nur ein Anschluss pro Strang bestückt werden darf. Das Netzteil übernimmt zugleich die temperaturabhängige Regelung der Lüfter, einen Lüfternachlauf (ECASO) oder ein Kabel zur Überwachung der Drehzahl des Netzteillüfters gibt es jedoch nicht.




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be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt #1
Unter dem Namen "Dark Power Pro" führt be quiet! seine Netzteile für besonders anspruchsvolle Nutzer. Erhältlich sind Geräte mit einer Leistung von 450, 550, 650, 750, 850, 1000 und 1200 Watt, unser Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt ist somit das aktuelle Einstiegsmodell. Im Vergleich zum Straight Power BQT E6 450 bietet es eine deutlich bessere Ausstattung und ein umfangreiches Kabelmanagement.


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Im Lieferumfang des Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt befinden sich:

Das Handbuch verdient diesen Namen wirklich und lässt kaum Fragen offen. Der Benutzer darf zwischen normalen Kreuzschlitz- und Rändelschrauben wählen und die Zahl der Kabelbinder sollte ausreichen, um Ordnung in jedes denkbare System zu bringen. Allerdings offenbart bereits der erste Blick auf das Netzteil einen klaren Nachteil:


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Obwohl unsere Ausführung des Dark Power Pro BQT P7-PRO lediglich 450 Watt liefert, teilt sie sich das gleiche Gehäuse mit den stärkeren Modellen der Serie. Mit Abmessungen von 180 x 150 x 86 mm (TxBxH) ist dieses Netzteil 40 mm tiefer als übliche Geräte dieser Leistungsklasse und damit auch zu groß für viele kompakte Gehäuse. Auch Gehäuse mit speziellen Einschüben oder Halterungen für Netzteile können aufgrund dieser enormen Tiefe zum Problem werden. Vor dem Kauf sollte man daher unbedingt zum Zollstock greifen und die maximale Einbautiefe im eigenen Gehäuse nachmessen.


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Der temperaturgeregelte Lüfter befindet sich im Boden des Netzteils, er hat einen Durchmesser von 120 mm und wird von einem goldfarbenen Gitter abgedeckt. Da be quiet! das Lüftergitter auch beim Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt vollständig im Netzteilboden versenkt hat, sind keine Probleme beim Einbau des Gerätes zu erwarten.


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Abermals verwendet be quiet! die bekannte, hochglänzende Lackierung, die sehr schön anzusehen ist, aber leider auch jeden Fingerabdruck dankend annimmt. Auf der rechten Seite (von der Gehäusefront des PC aus gesehen) befindet sich wie beim Straight Power BQT E6 450 das eingestanzte Markenlogo.


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Da der Hersteller dieses Logo auf der linken Seite wiederholt, ist dieses nett anzusehende Detail in den meisten Gehäusen mit Seitenfenster sichtbar. Und da be quiet! den Schriftzug um 180° dreht, sollte er auch immer richtig herum zu lesen sein.




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be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt #2
Auch das be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt besitzt eine 80Plus-Zertifizierung, mit einer Effizienz von 84,64 Prozent übertrifft es das Straight Power BQT E6 450 Watt (83,94 Prozent). be quiet! vermeldet einen maximalen Wirkungsgrad von bis zu 88 Prozent. Das wichtigste Argument für den Kauf des Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt wird für die meisten Interessenten jedoch das Kabelmanagement dieses Gerätes sein. Lediglich das 20+4-Pin ATX-Hauptkabel und ein 3-Pin Kabel, mit dem die Drehzahl des Netzteillüfters ausgelesen wird, sind fest mit dem Gehäuse verbunden.


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Zwölf Buchsen finden sich auf der Vorderseite des Netzteils. Der Hersteller hat diese mit unterschiedlichen Farben und Formen kodiert, so dass eine falsche Bestückung so gut wie ausgeschlossen ist. Links sehen wir vier schwarze 2-Pin Buchsen für die Lüfterkabel, die gelbe 8-Pin-Buchse ist für den EPS +12V-Strang vorgesehen, der blaue 4-Pin-Anschluss für das ATX +12V-Kabel.


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Mit den beiden roten Buchsen werden die Versorgungskabel der Grafikkarten verbunden und die vier flachen, schwarzen Anschlüsse auf der rechten Seite sind für die Laufwerksstränge gedacht. Das be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt ist das einzige Netzteil in diesem Vergleich, welches zwei 6+2-Pin Stecker und vier unabhängige +12V-Spannungskreise bietet und somit auch für leistungsstärkere Grafikkarten vorbereitet ist.

Die Anschlüsse des be quiet! BQT P7-PRO 450
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
60cm
----
Netzteillüfter
fest am Gerät
3-Pin
75cm
----
ATX+12V
abnehmbar
4
60cm
----
EPS+12V
abnehmbar
8
60cm
----
PEG6+2
abnehmbar
PEG6+2
60cm
----
PEG6+2
abnehmbar
PEG6+2
60cm
----
Molex
abnehmbar
Molex
60cm
----
Molex
abnehmbar
Molex
50cm
----
SATA/Molex/Floppy
abnehmbar
SATA
58cm
SATA
72cm
Molex
86cm
Molex
101cm
Floppy
115cm
SATA/Molex
abnehmbar
SATA
59cm
SATA
73cm
Molex
86cm
Molex
103cm
-
SATA
abnehmbar
SATA
50cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
60cm
SATA
76cm
SATA
92cm
SATA
106cm
-
Lüfter
abnehmbar
Molex
61cm
3-Pin
77cm
---
Lüfter
abnehmbar
Molex
61cm
3-Pin
77cm
---
Lüfter
abnehmbar
Molex
61cm
3-Pin
77cm
---
Lüfter
abnehmbar
Molex
61cm
3-Pin
77cm
---


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Jedes der vier Lüfterkabel ist mit einem 3-Pin und einem Molex-Anschluss ausgestattet, pro Kabel soll allerdings maximal ein Lüfter angeschlossen werden. Das Netzteil regelt nicht nur seinen eigenen Lüfter, sondern auch die hier angeschlossenen Gehäuselüfter. Zudem laufen die Lüfter nach dem Abschalten des Computers bis zu drei Minuten nach, um die Hardware langsam herunterzukühlen (ECASO).




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Corsair VX450W #1
Im Unterschied zur HX-Serie verzichtet Corsair bei seinen preiswerteren VX-Modellen auf ein Kabelmanagement, ansonsten sehen sich die beiden Baureihen rein äußerlich sehr ähnlich. Im Angebot finden sich derzeit zwei Versionen mit Stärken von 450 und 550 Watt, von denen wir die stärkere bereits im letzten Jahr getestet hatten.


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Im Lieferumfang des Corsair VX450W finden wir:

Die Betriebsanleitung ist inklusive der deutschsprachigen Übersetzung recht gut gelungen, doch gleich nach den Glückwünschen zum guten Kauf lässt Corsair erst einmal seine Rechtsabteilung auf seine Kunden los:

"Die vorliegenden Benutzervereinbarungen ('Vereinbarungen') sind die rechtlich bindenden Vereinbarungen zwischen Ihnen ('Ihnen') und Corsair Memory. Durch die Verwendung des Corsair Netzteils VX550W/VX450W ('Produkts') erklären Sie sich mit den unten aufgeführten Bedingungen dieser Vereinbarung einverstanden und an diese gebunden..."


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Das VX450W wurde von Corsair mit einer extrem unempfindlichen, schwarzen Lackierung versehen, auf der es fast unmöglich ist, irgendwelche Fingerabdrücke zu hinterlassen. Wie bei den beiden Geräten von be quiet! sorgt auch beim Corsair VX450W ein 120 mm Lüfter im Boden des Netzteils für eine ausreichende Kühlung. Das schwarze Gitter des Lüfters wurde vollständig im Gehäuse versenkt und steht nicht hervor.


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Während beim VX550W noch ca. 40 Prozent der Lüfterfläche von einer klaren Folie aus Kunststoff bedeckt waren, ist diese beim VX450W erfreulicherweise verschwunden. Diese Folie sollte verhindern, dass Kabel in die Lüfterblätter geraten, ein Problem, welches Corsair zwischenzeitlich auch anders in den Griff bekommen konnte. Die Folie behinderte nicht nur den Luftfluss, sondern erhöhte auch den Schalldruck des Netzteils.


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Das Corsair VX450W hat die selben Abmessungen wie das be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt und hät sich mit 140 x 150 x 86 mm (TxBxH) exakt an die Spezifikation für ATX- und PS/2-Netzteile. Der Einbau in das Gehäuse sollte somit keinerlei Probleme bereiten.




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Corsair VX450W #2
Corsair nennt einen maximalen Wirkungsgrad von 85 Prozent, laut 80Plus-Zertifizierung erreicht das Gerät einen generellen Wirkunsgrad von 83,77 Prozent und bleibt damit knapp hinter dem Straight Power BQT E6 450 Watt (83,94 Prozent) sowie dem Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt (84,64 Prozent) zurück. Laut Hersteller erfüllt das Gerät die Vorgaben des ATX12V Power Supply Design Guide V2.2, dennoch kommt nur ein einzelner +12V-Spannungskreis zum Einsatz, welcher mit deutlich mehr als 18 Ampere Stromstärke belastet werden kann - das passt nicht recht zusammen.


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Da man vier Pins des 24-Pin ATX-Hauptsteckers abtrennen kann, steht dem Einsatz des VX450W mit älteren Mainboards nichts im Wege.


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Corsair hat das VX450W zwar mit getrennten 4-Pin ATX+12V- und 8-Pin EPS+12V-Steckern versehen, doch bei der Stromversorgung für PCI-Express Grafikkarten geizen die Amerikaner: Es gibt nur einen Anschluss und dieser hat auch nur sechs Kontakte. Für den Betrieb von Grafikkarten mit einem 8-Pin Anschluss ist dieses Netzteil daher nicht zu empfehlen.


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Über eine integrierte Regelung für Gehäuselüfter oder ein 3-Pin-Kabel zum Abgreifen der Drehzahl des Netzteillüfters verfügt das Corsair VX450W leider nicht.

Die Anschlüsse des Corsair VX 450
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-PinATX24
59cm
----
ATX+12VATX4
60cm
----
EPS+12VEPS8
60cm
----
PEGPEG6
60cm
----
Molex/FloppyMolex
42cm
Molex
57cm
Molex
62cm
Floppy
86cm
-
Molex/FloppyMolex
42cm
Molex
56cm
Molex
62cm
Floppy
85cm
-
SATASATA
43cm
SATA
58cm
SATA
72cm
--
SATASATA
42cm
SATA
57cm
SATA
72cm
--


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Das Netzteil besitzt vier Kabelstränge für Laufwerke und setzt hierbei auf eine strikte Trennung von SATA- und Molex-Anschlüssen. Obwohl die Kabellängen des Corsair VX450W ausreichend dimensioniert sind, bieten sich für große Gehäuse eher die beiden Geräte von be quiet! an, deren äußere Stecker um zwanzig bis dreißig Zentimeter weiter entfernt sind.




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Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 #1
Den Namen Jersey werden wahrscheinlich die wenigsten unserer Leser kennen, denn bisher tauchte er im Endkundengeschäft nur selten auf. Jersey ist eine Marke der Cemos GmbH, unter der leise Netzteile, PC-Gehäuse, CPU-Kühler, Lüfter und Zubehör angeboten werden. Ganz neu sind die Netzteile der "Modular Edition" mit abnehmbaren Kabelsträngen, welche mit 450, 550, 650 sowie 750 Watt Leistung angeboten werden. Wir haben uns für diesen Vergleich das 450 Watt starke Einstiegsmodell ausgesucht.


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Im Lieferumfang des Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 befinden sich:

Das Handbuch hat diesen Namen verdient, denn es wurde ordentlich geheftet und in einem verständlichen Deutsch verfasst. Jersey packt drei wiederverwertbare Klettkabelbinder, fünf Schrauben und ein Kaltgerätekabel bei, so dass man ohne weiteres Zubehör mit dem Einbau beginnen kann.


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Die schwarze Lackierung des Geräts ist zwar nicht ganz so unempfindlich wie bei dem Netzteil von Corsair, doch im Gegensatz zur Hochglanzoptik von be quiet! sind Fingerabdrücke hier kein großes Problem. Wie seine Mitbewerber setzt auch das Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 auf einen 120 mm Lüfter, der sich im Boden des Netzteils befindet. Das Lüftergitter wurde weitgehend versenkt und steht nur minimal hervor.


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Auf der rechten Seite des Netzteils befindet sich der Schriftzug "Jersey" erhaben in das Blech gestanzt. Der Aufkleber mit den Eckdaten des CM-450-E85 wurde auf der linken Seite angebracht. Bei Gehäusen mit Fenster wird man somit den Aufkleber und nicht den Schriftzug sehen, was optisch vielleicht nicht ideal, dafür aber zumindest sinnvoll ist.


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Die Abmessungen fallen mit 165 x 150 x 85 mm (T x B x H) recht groß aus, nur das be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt baut mit 180 mm noch tiefer. Und 165 mm können in engen Gehäusen bereits problematisch sein.




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Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 #2
Laut Hersteller arbeitet das Netzteil mit einem Wirkungsgrad von 82 Prozent und besitzt eine 80Plus-Zertifizierung. Zudem bietet das Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 wie auch das be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt vier getrennte +12V-Spannungskreise. Die Buchsen der abnehmbaren Kabel wurden farblich und physikalisch eindeutig kodiert, so dass keine Fehlbestückung möglich ist.


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Der erste +12V-Spannungskreis speist die CPU, der zweite und vierte je einen PEG-Anschluss für Grafikkarten und der dritte wird für das Mainboard und die Laufwerke verwendet. Streng konform zum ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 liegt die Belastbarkeit der +12V-Spannungskreise bei jeweils 18 Ampere.


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Vom 24-Pin ATX-Hauptstecker lassen sich vier Kontakte abtrennen, so dass man das Netzteil auch mit älteren Mainboards verwenden kann. Der EPS+12V-Anschluss ist ebenfalls zweigeteilt und findet somit auch in ATX+12V-Buchsen Platz.


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Leider kann das Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 keine Gehäuselüfter regeln und auch der Abgriff der Drehzahl des internen Lüfters ist nicht möglich. Wer solche Funktionen sucht, muss zu be quiet! greifen.

Die Anschlüsse des Jersey CM-450-E85
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
41cm
----
EPS+12V
fest am Gerät
EPS8
42cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6
41cm
----
PEG
abnehmbar
PEG8
40cm
----
Molex/Floppy
abnehmbar
Molex
35cm
Molex
46cm
Floppy
58cm
--
Molex
abnehmbar
Molex
35cm
Molex
46cm
Molex
58cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
40cm
SATA
52cm
SATA
63cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
40cm
SATA
51cm
---


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Ein Schwachpunkt dieses Netzteils sind die geringen Kabellängen. Während be quiet! und Corsair die Stecker für Hauptplatine und Grafikkarte mit 60 cm langen Kabeln versehen, sind es bei Jersey nur um die 40 cm. Auch bei den Laufwerkskabeln sieht es nicht anders aus: Während die Mitbewerber mit 70, 85 oder gar über 100 Zentimetern protzen, enden die Kabel des Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 bereits bei Längen um die 60 cm. Dieses Netzteil ist somit für kleinere Gehäuse gedacht und sollte auf keinen Fall in jene Gehäuse eingebaut werden, die das Netzteil unter dem Mainboard platzieren.




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Xigmatek NRP-PC402 #1
Mit dem Namen Xigmatek verbinden wir in erster Linie CPU-Kühler mit direkt aufliegender Heatpipe, doch seit einiger Zeit bietet die Firma auch Netzteile und neuerdings zudem PC-Gehäuse an. Während die ersten Modelle eher auf Leistung getrimmt waren, schickt Xigmatek nun zwei besonders energieeffiziente Netzteile mit 400 und 500 Watt an den Start, die bereits 80-Plus Bronze zertifiziert wurden. Und auch beim Preis folgt Xigmatek unserem Motto "Weniger ist mehr".


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Ganz "öko" in einer brauen Pappschachtel kommt das Xigmatek NRP-PC402 daher. Im Lieferumfang finden wir:

Das Handbuch ist mehr ein Faltblatt, beschreibt aber alle wichtigen Funktionen und enthält Übersichten der Leistungsdaten und Stecker. Die deutsche Übersetzung ist verständlich, aber zuweilen etwas holprig.


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Das Netzteil steckt in einem schwarzen Stoffbeutel. Xigmatek hat eine mattgraue Lackierung gewählt, die extrem unempfindlich ist und Fingerabdrücken keine Angriffsfläche bietet. Im Boden des NRP-PC402 steckt ein Lüfter mit 140 mm Durchmesser, ein größeres Modell hätte nicht mehr gepasst. Das Lüftergitter wurde vollständig versenkt und behindert den Einbau nicht.


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Mit Abmessungen von 160 x 150 x 85 mm (T x B x H) ist das Xigmatek NRP-PC402 zwei Zentimeter tiefer als Standardnetzteile. Wenn das Netzteil in einem engen HTPC verbaut werden soll, lohnt es sich also nachzumessen. Das nur 140 mm tiefe be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt bietet sich für solche Fälle als Alternative an.


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Den Aufkleber mit den Eckdaten des Gerätes finden wir auf der linken Seite, wo man ihn auch im eingebauten Zustand lesen kann.




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Xigmatek NRP-PC402 #2
Laut Hersteller arbeitet das Netzteil mit einem Wirkungsgrad von über 85 Prozent und besitzt eine 80Plus-Bronze-Zertifizierung. Dies bedeutet, dass der Wirkungsgrad des Netzteils bei zwanzig- und einhundertprozentiger Auslastung nicht unter 82 Prozent und bei fünfzigprozentiger Auslastung nicht unter 85 Prozent fallen darf. Die Messergebnisse des Xigmatek NRP-PC402 liegen bei 83,57% (20% Last), 86,44% (50% Last) und 84,68% (100% Last).


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Alle Kabel sind fest mit dem Netzteil verbunden. Es gibt einen 6-Pin-Anschluss für PCI-Express Grafikkarten sowie drei Stränge für Laufwerke. Zwei der Laufwerksstränge sind mit jeweils drei Molex- und einem Floppy-Stecker bestückt, am dritten reiht Xigmatek vier SATA-Anschlüsse auf.


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Uns wäre es lieber gewesen, wenn der Hersteller die SATA-Stecker auf zwei Kabel verteilt hätte, denn oft befinden sich die optischen Laufwerke ganz oben im Gehäuse, während die Festplatten in Bodenhöhe verbaut werden. Ohne Molex-zu-SATA-Adapter lässt sich eine solche Konfiguration kaum verkabeln und nur wenige Kunden werden noch zu PATA-Modellen mit Molex-Buchse greifen.


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Die Anschlüsse des Xigmatek NRP-PC402
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-PinATX24
48cm
----
EPS+12VEPS8
51cm
----
PEGPEG6
50cm
----
Molex/FloppyMolex
50cm
Molex
64cm
Molex
79cm
Floppy
94cm
-
Molex/FloppyMolex
49cm
Molex
63cm
Molex
78cm
Floppy
93cm
-
SATASATA
49cm
SATA
64cm
SATA
79cm
SATA
93cm
-

In Bezug auf die Kabellängen landet das Xigmatek NRP-PC402 zusammen mit dem Corsair VX450W im Mittelfeld: Seine Mainboardkabel sind zwar kürzer als bei Corsair, die Laufwerksstränge dafür jedoch deutlich länger.


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Der beeindruckende 140mm-Lüfter im Boden des Netzteils bleibt im Betrieb unbeleuchtet, denn bunte LEDs stünden im Widerspruch zum Konzept der höchstmöglichen Energieeffizienz.




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Messergebnisse: Spannung
Jedes Netzteil wurde 24 Stunden unter Volllast in unserem Testsystem betrieben. Gegen Ende dieser Testphase - durch die sich das Netzteil gut erwärmt hat - messen wir über zehn Minuten die Minimal- und Maximalwerte für die +3,3, +5,0 und +12,0 Volt Leitungen. Da uns kein Oszilloskop zur Verfügung steht, wird diese Messung mit einem hochwertigen Multimeter durchgeführt. Während des Lasttests überwacht zusätzlich eine Monitoring-Software (Speedfan) die Spannungen. Auf zwei der vier Kerne erzeugen wir die Last mit Core2MaxPerf 1.2, die beiden anderen Kerne und die Grafikkarten werden mit 3DMark06 belastet. Im Rahmen unserer Verbrauchsmessung hatte sich gezeigt, dass diese Kombination den meisten Strom verbraucht.

Es werden die folgenden Einstellungen im Grafiktreiber genutzt:

Mit diesem Aufbau erzielen wir je nach Netzteil einen maximalen Stromverbrauch von mehr als 350 Watt.

Netzteil+3,3 V
min.
+3,3 V
max.
+5 V
min.
+5 V
max.
+12 V
min.
+12 V
max.
be quiet! E6 450+3,31+3,34+5,05+5,05+11,97+12,14
be quiet! P7-Pro 450+3,38+3,40+5,00+5,00+11,88+11,97
Corsair VX450W+3,28+3,30+4,88+4,92+11,88+12,14
Jersey CM-450-E85+3,36+3,39+4,96+4,96+12,23+12,41
Xigmatek NRP-PC402+3,30+3,33+4,88+4,92+11,88+12,14

Ein erfreuliches Ergebnis vorweg: Die maximale erlaubte Abweichung vom Soll liegt bei 5 Prozent und diese Grenze wurde von keinem der Netzteile überschritten. Alle Geräte haben den 24-stündigen Lasttest ohne Probleme überstanden.

be quiet! E6 450: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
1.17

be quiet! Straight Power E6 450: Mit einer maximalen Abweichung von 1,21 Prozent auf der +3,3V-Schiene zeichnet das Straight Power E6 450 das beste Gesamtbild in diesem Vergleich. Ein vorbildliches Ergebnis, an dem es nichts zu mäkeln gibt.

be quiet! P7-Pro 450: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
0
+12V
1

be quiet! Dark Power P7-Pro 450: Mit knapp über drei Prozent zeigt dieses Netzteil die deutlichste Abweichung auf der +3,3V-Schiene. Dies kommt wenig überraschend, denn auch die anderen Modelle dieser Baureihe lagen hier am weitesten neben dem Soll. Da das Dark Power P7-Pro 450 innerhalb der Spezifikation bleibt, ist dieser kleine Ausrutscher allerdings unbedenktlich.

Corsair VX450W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
2.4
+12V
1.17

Corsair VX450W: Ausgerechnet auf der kaum genutzten +5V-Schiene messen wir eine Abweichung um 2,4 Prozent. Das ist schade, denn obwohl dieser Wert vollkommen in Ordnung ist, verdirbt er dem VX450W das beste Gesamtergebnis in diesem Testlauf.

Jersey CM-450-E85: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.73
+5V
0.8
+12V
3.42

Die deutlichste Abweichung messen wir mit 3,42 Prozent an der +12V-Schiene. Liegt keine Last auf dem Prozessor, steigt die Spannung hier auf bis zu +12,41 Volt. Sobald wir Last anlegen, geht dieser Wert auf ca. +12,27 Volt zurück.

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.91
+5V
2.4
+12V
1.17

Die +12V-Schiene des Xigmatek NRP-PC402 ist sehr stabil und weicht maximal 1,17 Prozent nach oben ab, bei +3,3V liegt die maximale Abweichung sogar nur bei 0,91 Prozent. Das "schwächste" Ergebnis messen wir mit einem Einbruch um 2,4 Prozent an der +5V-Schiene, deren 15 Ampere keine allzu große Belastbarkeit erahnen ließen.




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Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir hoffen, dass sich dieser erfreuliche Trend auch bei unseren aktuellen Probanten fortsetzt. Der offene Aufbau für den Schallpegeltest besteht aus einem passiv gekühlten Prozessor, einer passiv gekühlten Grafikkarte und einem Mainboard mit passiv gekühltem Chipsatz. Laufwerke kommen hierbei nicht zum Einsatz. Da dieses System kaum Last erzeugt, wird die Geräuschkulisse im IDLE-Modus gemessen, also wenn der PC nicht unter Last steht.

Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! P7-Pro 450
21.38
be quiet! E6 450
21.48
be quiet! P7-Pro 550
21.64
be quiet! P7-Pro 650
22.74
NesteQ ECS 5001
23.14
Fortron Epsilon
23.84
Corsair HX620W
23.94
Jersey CM-450-E85
23.98
Seasonic M12-500
24.64
Corsair HX520W
24.84
Corsair VX450W
25.58
Corsair VX550W
25.94
Fortron Blue Strom II
27.04
Silverstone DA650
27.94
be quiet! P6-Pro 1000
28.24
Fortron Everest
29.24
be quiet! P6-Pro 850
31.24
Etasis ET650
32.74
Xigmatek NRP-PC402
32.78
be quiet! P6-Pro 750
32.94

Die beiden Netzteile von be quiet! sind in etwa gleich leise, ihr Lüfter ist aus einer Entfernung von einem Meter fast nicht mehr wahrnehmbar. Zudem läuft der Lüfter trotz seiner geringen Drehzahl sehr gleichmäßig. Beim be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt haben wir die Drehzahl abgegriffen und 650 U/min gemessen.

Der Lüfter des Corsair VX450W arbeitet zwar ebenfalls leise, doch diesen kann man aus einem Meter Abstand durchaus wahrnehmen. Rotiert der Lüfter mit geringer Drehzahl, läuft er zudem deutlich unruhiger als die Lüfter von be quiet!. Das Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 ist aus einem Meter Entfernung ebenfalls noch wahrnehmbar, aber leiser als das Corsair VX450W, da sein Lüfter einen gleichmäßigeren Lauf hat.

Beim Xigmatek NRP-PC402 regelt der Lüfter innerhalb weniger Minuten etwas hoch und rotiert dann deutlich lauter als seine Mitbewerber. Mit 32,78 dB(A) ist dieses Netzteil für wirklich leise Systeme nicht zu empfehlen, doch kühlere Bauteiltemperaturen ermöglichen einen effizienteren Betrieb und so muss man irgendwo immer einen Kompromiss machen. Zumindest läuft der 140mm-Lüfter sehr gleichmäßig und klingt nie unangenehm.




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Leistungsaufnahme
Netzteile nehmen grundsätzlich mehr Leistung auf, als sie wieder an die Verbraucher abgeben. Je geringer diese Verlustleistung ausfällt, desto höher ist der Wirkungsgard des Netzteils und desto besser ist es für die Umwelt und den Geldbeutel. Da sich der Wirkungsgrad in den verschiedenen Lastzuständen klar unterscheiden kann, haben wir die Stromaufnahme einmal im IDLE-Betrieb unseres Testsystems, also ohne CPU- oder Grafik-Last, sowie unter Volllast gemessen. Eine weitere Messung wurde im Suspend-To-RAM (S3) Ruhezustand gemacht und eine vierte im Standby. Da auch hohe Temperaturen den Wirkungsgard eines Netzteils verringern, haben wir die Probanten direkt nach dem 24-stündigen Stresstest vermessen. Die Netzteile waren hier schon gut angewärmt und lieferten somit praxisnahe Werte.

Wir haben alle vier Diagramme auf den maximal gemessenen Stromverbrauch skaliert, so dass die Balken über die einzelne Tabelle hinaus vergleichbar sind und somit die Verbrauchsunterschiede der unterschiedlichen Lastzustände verdeutlicht werden.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
Xigmatek NRP-PC402
132
be quiet! P7-Pro 450
134
Jersey CM-450-E85
135
be quiet! E6 450
136
Corsair VX450W
137

Leistungsaufnahme Gesamtsystem LAST in Watt (niedriger ist besser)
Xigmatek NRP-PC402
295
Corsair VX450W
310
be quiet! P7-Pro 450
312
be quiet! E6 450
312
Jersey CM-450-E85
315

Leistungsaufnahme Gesamtsystem S3 in Watt (niedriger ist besser)
Xigmatek NRP-PC402
6.5
be quiet! E6 450
7.5
be quiet! P7-Pro 450
8.0
Corsair VX450W
8.5
Jersey CM-450-E85
8.5

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby in Watt (niedriger ist besser)
Corsair VX450W
1.5
be quiet! P7-Pro 450
2.0
be quiet! E6 450
2.5
Xigmatek NRP-PC402
2.5
Jersey CM-450-E85
3.5

Ohne Last liegen die fünf Netzteile lediglich um fünf Watt auseinander, im Volllastbetrieb steigt dieser Unterschied jedoch auf 20 Watt an. Während die 450 Watt starken Modelle nur fünf Watt auseinander liegen, passt die maximale Last des Testsystems besser zum nur 400 Watt starken Xigmatek NRP-PC400, welches überdies auch 80-Plus Bronze zertifiziert ist.

Im Ruhezustand S3, bei dem der Arbeitsspeicher weiter mit Strom versorgt wird, messen wir Werte zwischen 6,5 und 8,5 Watt, auch diesen Durchlauf entscheidet das Xigmatek NRP-PC402 für sich. Fahren wir den PC herunter, gehen die Netzteile in den Standby-Betrieb und verbrauchen zwischen 1,5 und 3,5 Watt. Während sich die 1,5 Watt des Corsair VX450W sehen lassen können, finden wir die 3,5 Watt des Jersey CM-450-E85 etwas happig.




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Fazit #1: Geräte ohne Kabelmanagement
Bevor wir uns den einzelnen Geräten zuwenden, zunächst ein positives Gesamtfazit: Die getesteten Netzteile sind leise, effizient und erfüllen die Spezifikationen ohne Fehl und Tadel. Obwohl sie nur 400 bis 450 Watt leisten, können sie einen leistungsstarken Quad-Core Prozessor und zwei Grafikkarten der mittleren Verbrauchsklasse problemlos betreiben. Für die Mehrzahl der Anwender reicht ein Netzteil dieser Leistungsklasse voll und ganz aus. Und bei weniger Watt bleibt auch mehr Geld im Portemonnaie.




be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt
GutDas 450 Watt starke Modell der zweiten "Straight Power"-Generation überzeugt mit hervorragenden Messwerten, einer sauberen Verarbeitung, einer sehr hohen Laufruhe und der Möglichkeit, die Drehzahl zweier Gehäuselüfter zu regeln. Es gibt zwar nur einen +12V-Anschluss für Grafikkarten, doch dieser wurde zumindest mit 6+2 Pins ausgeführt. Neun Laufwerksanschlüsse sind ausreichend, aber nicht gerade üppig - zumal sie sich auf nur zwei Kabelstränge verteilen. In Preisvergleichen findet man das be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt ab 58 Euro (Stand 04/2009), dafür bekommt man bereits die 600W-Modelle anderer Hersteller. Aufgrund der sehr guten Laufruhe, Effizienz und Qualität ist dieser Preis dennoch angemessen, zumal auch die Service-Leistungen überzeugen: 3 Jahre Hersteller-Garantie, kostenloser Austausch-Service innerhalb 48 Stunden im ersten Jahr und eine kostenlose Hotline sprechen für be quiet!.


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Corsair VX450W
GutWer denkt, dass drei Jahre Garantiezeit besonders lang sind, wird von Corsair eines besseren belehrt: Gleich fünf Jahre Garantie geben die Amerikaner auf das VX450W, das mit vierzehn Laufwerksanschlüssen mit dem be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt gleichziehen kann. Allerdings fehlen dem VX450W dedizierte Lüfteranschlüsse sowie eine Lüfterregelung und für Grafikkarten gibt es nur einen einzelnen 6-Pin-Anschluss. Der Lüfter könnte runder laufen und noch etwas leiser sein, dafür stimmen die Energieeffizienz und die Spannungswerte. Zum Zeitpunkt des Tests kostete dieses Gerät gut 10 Euro weniger als das be quiet! Straight Power BQT E6 450 Watt, doch dies hat sich zwischenzeitlich geändert. Mit Straßenpreisen ab 60 Euro (Stand 04/2009) ist es nun ein wenig teurer, setzt aber andere Schwerpunkte und bietet sich daher als Alternative an.


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Xigmatek NRP-PC402
Sehr GutXigmatek liefert mit dem NRP-PC402 eines der besten Argumente gegen den Watt-Wahn: Dieses Netzteil arbeitet hoch effizient und ist zurecht 80-Plus-Bronze zertifiziert. Hinsichtlich des Stromverbrauchs setzt es in diesem Vergleich die Maßstäbe. Zugleich bleiben die Abweichungen aller Schienen deutlich unter 3 Prozent und insbesondere die wichtige +12V-Schiene arbeitet hoch stabil. Dass dieses Netzteil nur einen 6-Pin-Stecker für PCI-Express Grafikkarten besitzt, wird die meisten Käufer angesichts der Leistungsklasse nicht stören. Da ärgert eher der Umstand, dass es lediglich vier SATA-Anschlüsse gibt und sich alle vier an einem Kabelstrang befinden. Die Lautstärke von 32,78 dB(A) liegt leider deutlich über den Werten der Mitbewerber, doch die kühleren Komponenten scheinen zugleich auch die effizienteren zu sein. Bleibt noch der Preis: 49,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten sind für ein qualitativ hochwertiges Netzteil der 400-Watt-Klasse fair, doch da das Xigmatek NRP-PC402 eine 80-Plus-Bronze Zertifizierung aufweisen kann, können wir es getrost als Preisbrecher bezeichnen. Lediglich seine Lautstärke verwehrt unseren Editor's Choice und somit werten wir das Xigmatek NRP-PC402 mit "Sehr Gut".


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Fazit #2: Geräte mit Kabelmanagement
Niemand braucht abnehmbare Kabel, denn alle Stränge, die nicht benötigt werden, kann man genauso gut wegbinden. In der Praxis ist es jedoch von Vorteil, wenn sich nur Kabel im Gehäuse befinden, die auch wirklich benötigt werden. Modulare Kabelkonzepte schaffen Ordnung, verbessern den Luftfluss und erleichtern den Einbau der Hardware in kompakte Gehäuse. Wir haben mit dem Kabelmanagement diverser Netzteile gute Erfahrungen gemacht und möchten dieses Merkmal nicht mehr missen. Allerdings basteln wir auch mehr als der Otto-Normal-User.




be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt
Sehr GutDie dunkle Seite der Macht hat ihren Preis, das wissen wir nicht zuletzt seit Star Wars. Mit Straßenpreisen ab 74 Euro ist das be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt das teuerste Netzteil in diesem Vergleich, unserer Meinung nach aber auch das beste. Man bekommt als Gegenwert ein durchdachtes Kabelmanagement, bei dem man bis zu 14 Laufwerksanschlüsse zeitgleich nutzen kann. Statt einem bietet dieses Gerät gleich zwei 6+2-Stecker für Grafikkarten und das Netzteil kann die Drehzahl von maximal vier Gehäuselüftern regeln. In Hinblick auf seine Laufruhe und Energieeffizienz liegt das Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt mit dem Straight Power BQT E6 450 Watt gleich auf. Bei der Verarbeitung erweist es sich zumindest als gleichwertig, doch mit einer Tiefe von 180 mm ist es für ein Netzteil dieser Leistungsklasse viel zu groß geraten. Die Service-Leistungen entsprechen denen des Straight Power BQT E6 450 Watt: 3 Jahre Hersteller-Garantie, kostenloser Austausch-Service innerhalb 48 Stunden im ersten Jahr und eine kostenlose Hotline.


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Jersey "Modular Edition" CM-450-E85
GutIn Preisvergleichen findet man das Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 bereits ab 68 Euro, für ein Netzteil mit Kabelmanagement und vier +12V-Spannungspreisen ist das durchaus fair kalkuliert. Seine Messwerte setzten zwar keine neuen Maßstäbe, liegen aber alle im grünen Bereich. Eine Regelung der Gehäuselüfter gibt es nicht und der verbaute Lüfter ist etwas lauter als der des be quiet! Dark Power Pro BQT P7-PRO 450 Watt. Beim Stromverbrauch schlägt sich das Jersey bei einer 30-prozentigen Auslastung sehr gut. Unter Last fällt es geringfügig hinter die anderen Geräte zurück und im Standby zeigt es sich mit 3,5 Watt etwas zu durstig. Mit zwei +12V-Anschlüssen für PCI-Express Grafikkarten, von denen einer über acht Kontakte verfügt, ist das Jersey "Modular Edition" CM-450-E85 auch für schnelle Grafikkonfigurationen geeignet. An der Verarbeitung ist nichts auszusetzen, aber die Kabellängen sind für unseren Geschmack zu kurz. Vor dem Kauf sollte man genau nachmessen, denn hier kann es zu Engstellen kommen. Ebenfalls etwas kurz im Vergleich zu den Mitbewerbern ist die zweijährige Garantiezeit.


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