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Im Test: Revoltec Zirconium RT-101B - 1/6
01.06.2007 by Jan Philip
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Der Hersteller Revoltec ist eher für sein umfangreiches Sortiment an Moddingzubehör, Eingabegeräten und Festplattengehäusen als für Computergehäuse bekannt. Es ist auch schon etwas länger her, dass sich Revoltec mit seinem Tattoo Art Design Midi-Tower an dieses Thema heranwagte. Damals handelte es sich um ein CS601 Gehäuse mit Modding-Elementen, doch nun tritt Revoltec mit einer neuen und eigenständigen Gehäuseserie an. Den Anfang macht heute das Modell Zirconium RT-101, das hochpreisigere Rhodium RT-201 soll Mitte Juni folgen.


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Bei beiden Gehäusen handelt es sich um Midi-Tower, welche in den Farben Silber und Schwarz angeboten werden. Die Farbkennzeichnung wird dem Produktnamen angehängt, wobei ein "B" für black - also schwarz - steht und ein "S" die silberfarbene Variante kennzeichnet. Bei unserem schwarzen Testmuster handelt es sich folglich um das Modell Zirconium RT-101B.

Zirconium RT-101S und RT-101B auf der CeBIT 2007:

Das obige Foto stammt von der diesjährigen CeBIT, wo wir bereits einen ersten Blick auf die Modellreihen Zirconium und Rhodium werfen konnten. Hier noch ein Foto der kommenden Rhodium Gehäuse:

Rhodium RT-201B und RT-201S auf der CeBIT 2007:

Technische Daten
Kommen wir zurück zu unserem heutigen Testkandidaten, dem Zirconium RT-101B. Es handelt sich um ein Stahlgehäuse mit einem klassischen Midi-Tower Aufbau:

Vier externe Schächte für optische Laufwerke und eventuelle Frontpanels sind bei einem Midi-Tower Standard. Im Inneren können bis zu fünf Festplatten verbaut werden, was für die meisten Käufer sicherlich ausreichen wird. Revoltec gibt auf seiner Produktseite an, dass zwei der 3,5-Zoll Schächte extern seien. Das ist allerdings nur bedingt richtig, denn vor dem Schacht, welcher sich unterhalb der 5,25-Zoll Einschübe befindet, bringt der Hersteller eine 5,25-Zoll Blende an. Diese hat auf der Innenseite zwar eine 3,5-Zoll Gliederung, es gibt jedoch keine vorgegebene Bruchkante, um ein 3,5-Zoll Laufwerk nach außen zu führen.

Lieferumfang:
Im Lieferumfang findet sich ein Lüfter mit 120 mm Durchmesser, der auf der Rückseite des Gehäuses montiert wurde. Würde Revoltec auch noch den zweiten Lüfterrahmen hinter der Gehäusefront bestücken, könnten wir ein Lob aussprechen, doch dieser ist im Lieferzustand leider leer. Im Gehäuse liegt zudem folgendes Material:


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Der Lieferumfang ist zwar sehr minimalistisch, aber es ist alles dabei, was man benötigt. Erfreulicherweise auch eine - wenn auch etwas kurz gefasste - deutschsprachige Bedienungsanleitung.

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Das Äußere
Revoltecs Zirconium ist komplett in mattem Schwarz gehalten, es gibt - wie gesagt - auch eine silberfarbene Modellvariante. Die Front ist mit 215 mm etwas breiter als der Rest des Gehäuses (190 mm). Es fällt zunächst schwer, dieses Gehäuse in die Kategorie "dezent und elegant" oder "auffällig und gemoddet" einzuordnen.


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Für letzteres spricht die Verzierung des Deckels mit einem Plastikelement, dessen Form an das Logo der Sternenflotte (aus Star Trek) erinnert. Hier prangert auch gleich in Großbuchstaben der Firmenschriftzug vor den obligatorischen USB-, Firewire- und Audioanschlüssen.


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Wer sich das Gehäuse nur flüchtig ansieht, wird ein wichtiges Detail vermissen: Den Einschaltknopf. Doch Revoltec hat diesen keinesfalls eingespart, sondern so geschickt ins Design integiert, dass man ihn glatt übersehen kann. Er besteht aus durchsichtigem Kunststoff und ergänzt eine vertikale Lichtleiste, welche die Gehäusefront mittig gliedert. Sowohl die Lichtleiste als auch der Einschaltknopf leuchten im eingeschalteten Zustand blau, der Einschaltknopf dient somit zugleich als Power-LED.


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Auch das Problem farblich abweichender Laufwerke hat Revoltec sehr elegant gelöst. Die gesamte Front ist horizontal untergliedert, wobei die Höhe der Segmente der Höhe eines optischen 5,25-Zoll Laufwerkes entspricht. Lediglich hinter den oberen sechs Segmenten verbergen sich tatsächlich Laufwerksschächte.


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Zwei dieser Blenden hat Revoltec mit Kunststoffknöpfen versehen, welche den Auswurfknopf der dort verbauten optischen Laufwerke betätigen. Zwei weitere Blenden lassen sich entfernen, falls man hier eine Lüftersteuerung, ein Display oder Ähnliches verbauen möchte. Die unterste Blende befindet sich vor dem zweiten 3,5-Zoll Schacht, doch trotz ihrer Untergliederung gibt es keinen Durchbruch für hier verbaute 3,5-Zoll Geräte.


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Beim Seitenteil verzichtet Revoltec auf ein Fenster und setzt stattdessen auf Stahl. Wie uns Revoltec auf der CeBIT erklärte, soll es Fenster aufgrund der EMV nur noch optional geben. Obwohl Revoltec auf Aluminium verzichtet und ausschließlich auf Stahl und Kunststoff setzt, kann man das Design insgesamt als gelungen bezeichnen.


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Die beiden Seitenteile des Revoltec Zirconium sind vorbildlicher Weise mit Thumbscrews befestigt, so dass man diese ohne Werkzeug entfernen kann. Sie lassen sich ohne größeren Kraftaufwand abnehmen - auch das haben wir schon anders erlebt. Werfen wir nun einen Blick auf das Innenleben des Gehäuses.

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Im Inneren
Revoltec setzt auf eine klassische Anordnung der Komponenten und platziert das Netzteil oberhalb des Mainboards. So kann der Lüfter im Netzteilboden die Abwärme aus dem Umfeld der CPU abführen. Unterstützt wird er von einem bereits vormontierten Lüfter aus der hauseigenen "Air Guard" Baureihe mit 120 mm Durchmesser, welchen Revoltec unterhalb des Netzteiles anordnet.


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Die Lüfter arbeitet mit 1200 U/min und entwickelt dabei einen Schallpegel von 23,94 dB(A), sein Luftdurchsatz beträgt 87,62 m3 pro Stunde. Angeschlossen wir dieser Lüfter mit einem handelsüblichen 3-Pin Stecker. Im Betrieb erscheint uns der Lüfter etwas lauter als die angegebenen 23,94 dB(A), was sich mit der nicht vorhandenen Entkopplung erklären lässt. Der Lüfter wird von einem Kunststoffrahmen gehalten und muss nicht verschraubt werden.


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Ein zweiter Lüfterkäfig befindet sich im vorderen Teil zwischen der Gehäusefront und dem Festplattenkäfig. Hier kann ein weiterer Lüfter mit 120 mm Durchmesser eingesetzt werden, im Lieferumfang befindet sich dieser allerdings nicht.


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Erfreulicherweise hat Revoltec an einen auswaschbaren Staubfilter gedacht. Da dieser Lüfter die Zuluft in das Gehäuse hineinsaugt, muss der Staub an dieser Stelle angefangen werden. Unpraktisch gestaltet sich indes das Reinigen des Filters, denn hierzu muss man zunächst die Gehäusefront entfernen.


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Oberhalb des CPU-Kühlers positioniert Revoltec ein Air-Duct. Diese Tunnel soll die CPU mit Frischluft versorgen und kann, falls er mit dem CPU-Kühler kollidiert oder nicht in die geplante Luftführung integriert werden kann, schnell entfernt werden. Befestigt ist der "Kaffebecher" mit vier Kunststoffpins.


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Revoltecs Zirconium RT-101B zeigt innen wie außen eine saubere Verarbeitung ohne scharfe Kanten oder qualitative Mängel. Im nächsten Schritt wollen wir uns ansehen, ob der Hersteller auch eine kompfortable Bestückung des Gehäuses umgesetzt hat.

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Der Einbau der optischen Laufwerke
Revoltec liefert Schienen für den Einbau der Laufwerke mit, so dass wir zunächst von einer weitgehend schraublosen Montage ausgehen. Wir beginnen mit dem Einbau der optischen Laufwerke und stoßen sogleich auf ein Problem: Umständlicher Weise muss zunächst die komplette Gehäusefront durch das Lösen von sechs Plastiknippeln entfernt werden - der (leider) übliche Preis, welchen man für die hinter Blenden versteckten Laufwerke zahlen muss.


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Um an alle sechs Haltenippel gelangen zu können, muss man jedoch nicht nur beide Seitenteile abnehmen, sondern auch den Festplattenkäfig entfernen, welcher mit sage und schreibe sechs Schrauben arretiert ist. Dies ist eindeutig zu umständlich, denn zum Einbau der Festplatten muss der Käfig keinesfalls ausgebaut werden.


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Wir nehmen nun zwei graue Laufwerksschienen aus der praktischen "Schublade", welche nach dem Einbau in einem unbenutzten 3,5-Zoll Schacht verstaut werden kann, und stecken diese auf unser DVD-Laufwerk:


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Dieses führen wir nun in einen der beiden oberen 5,25-Zoll Schächte ein, denn hier befinden sich ja die passenden Klappblenden inklusive Taster in der Gehäusefront.


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Obwohl wir bisher ohne Werkzeug ausgekommen sind, gestaltet sich der Einbau recht aufwändig. Wir werden nun mit der Festplatten fortfahren.

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Einbau der Festplatten
Auch die Festplatten werden beidseitig mit einer Schiene versehen und können dann einfach in den Käfig geschoben werden.


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Dies gilt zumindest für drei der fünf möglichen Festplatten. Die vierte wird oben auf dem Festplattenkäfig verschraubt, während die fünfte unter den 5,25-Zoll Schächten ebenfalls mit Schrauben befestigt wird. Abhängig von der Befestigungsmethode wählt Revoltec auch die Ausrichtung der Laufwerke: Die zu verschraubenden Festplatten werden in Längsrichtung eingebaut, so dass man die Geräte seitlich verschrauben kann, ohne den Käfig zuvor ausbauen zu müssen. Die auf Schienen montierten Festplatten werden quer eingesetzt, so dass sich die Anschlüsse zur linken Gehäuseseite hin orientieren, wo der Benutzer sie leicht verkabeln kann.


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Das Mainboard wird mit der üblichen Kombination aus Schrauben und Abstandshaltern befestigt, hier müssen wir - wie bei der Montage des Netzteils - zu einem Schraubenzieher greifen. Das finden wir alles andere als tragisch, denn die schraublosen Systeme zur Befestigung der Hauptplatine waren zumeist deutlich umständlicher als ein paar simple Schrauben.


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Das Befestigen der Steckkarten erfolgt dann wieder über ein schraubenloses System. Hierzu klappt man zunächst eine schwarze Plastiklasche nach oben und entfernt, die vorhandene Blende. Jetzt kann man die Steckkarte einsetzen und schließt die Lasche einfach wieder: fertig.


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Abgesehen vom Einbau der optischen Laufwerke, welcher sich bei anderen Gehäusen, die diese Geräte ebenfalls mit einer Blende verdecken, ähnlich aufwändig gestaltet, verläuft die Bestückung des Revoltec Zirconium RT-101B problemlos. Revoltec wählt einen konservativen Ansatz ohne das Rad dabei neu erfinden zu wollen, überzeugt dabei aber mit durchdachten Details und hoher Qualität.

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Fazit
Insgesamt hat Revoltec bei seinem Wiedereinstieg in den Gehäusemarkt gute Arbeit geleistet. Das Zirconium RT-101B kommt ohne Verarbeitungsmängel aus und auch bei der Platzierung der externen Anschlüsse und des Einschaltknopfes hat Revoltec weise entschieden. Das äußere Design ist eigenständig und schlägt eine Brücke zwischen Modding und Eleganz, im Inneren setzt Revoltec auf einen bodenständigen Midi-Tower.

Beim Einbau der Hardware benötig man nahezu kein Werkzeug. Das einzige, was man hier noch verbessern könnte, wäre die Demontage der Gehäusefront zu vereinfachen. Diese muss man leider nicht nur zum Einbau der 5,25-Zoll Geräte abnehmen, sondern auch um an den Staubfilter zu gelangen. Angesichts eines Straßenpreises von 64,90 € ist das Revoltec Zirconium RT-101B nicht nur ein gutes Gehäuse, sondern auch ein überaus attraktives Angebot. Wir vergeben daher unseren Preistipp!

Pro:
  • gute Verarbeitung
  • durchdachtes Design
  • 120 mm Lüfter
  • Staubfilter
  • Air-Duct
  • Anschlüsse und Einschaltknopf sind leicht erreichbar
  • günstiger Preis
Contra:
  • umständliches Entfernen der Gehäusefront
  • Staubfilter schwer erreichbar


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Unser Dank gilt Listan für die Teststellung des Revoltec Zirconium RT-101B.

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