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Im Test: MSI RS482M4-ILD mit ATI Radeon XPRESS 200 (RS482/SB450) - 4/12
02.02.2006 by doelf
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MSI RS482M4-ILD: BIOS und Overclocking
Wir haben das MSI RS482M4-ILD mit dem BIOS 1.1 erhalten, welches leider einige nervige Macken hatte. So wurde bei jedem Start eine Warnung ausgegeben, daß keine PS/2-Mouse angeschlossen sei. Diese Warnung konnte nur mit einem Tastendruck beendet werden, ansonsten wurde der Bootvorgang nicht fortgesetzt. Wenn man, wie wir, eine USB-Mouse einsetzt, ist dieser Bug hochgradig lästig. MSI hat diesen Fehler im BIOS 1.2 behoben.

Ein zweites Problem ergab sich beim Booten von der Festplatte. Nachdem sich Windows ordentlich installiert hatte, wurde leider kein Startsektor gefunden. Hier liegt das Geheimnis in der Bootreihenfolge begründet. Wir nutzen folgende Einstellung:

  1. Floppy
  2. DVD-ROM
  3. Serial-ATA HDD

Bei dieser Bootreihenfolge konnten wir von Floppy oder CD/DVD booten, nicht aber von unserer Maxtor MaxLine III 250 GB. Sobald wir die Festplatte als erstes Startgerät in der Bootreihenfolge eintrugen, konnten wir das System auch ganz normal von der Festplatte starten. Dieser Bug besteht auch in den aktuellen BIOS-Versionen 1.2 sowie 1.3 Beta 2.

Problem Nummer 3 war der S3 - Suspend-to-RAM - Modus. Die Lüfter liefen weiter, so daß wir zunächst vermuteten, das Mainboard sein in den S1 gegangen. Weit gefehlt, denn aufwachen wollte es nicht mehr! Anscheinend gibt es im BIOS 1.1 sowie 1.2 mit der von uns getesteten Konfiguration ein Problem beim Eintritt in den S3-Mode. Dieses Problem tauchte nach der Aktualisierung des BIOS auf die Version 1.3 Beta 2 nicht mehr auf.

Die BIOS-Versionen 1.1 sowie 1.2 haben zudem zwei Schwachstellen bei der Ansteuerung des Arbeitsspeichers: Bei der Verwendung von zwei DDR400 Speicherriegeln wird die 1T-Command-Rate nicht aktiviert und der Betrieb mit vier doppelseitigen DDR333-Riegeln ist nicht stabil. Auf Umwegen kam von MSI USA das BIOS 1.3 Beta 2 zu uns, welches sehr vielversprechend ist. Abgesehen von dem Bug mit der Bootreihenfolge haben wir nun nichts mehr zu beanstanden.

Kommen wir nun zu den BIOS-Einstellungen. Im BIOS 1.1, 1.2 sowie 1.3 Beta 2 finden wir folgende Optionen:

  • CAS latency: 2,0 / 2,5 / 3,0
  • Bank Interleaving: Auto / Disabled
  • Burst Lenght: 2 / 4 / 8 Beats
  • DDR Memory Frequency: 100 / 133 / 166 / 200
  • CPU Ratio: 5x bis x25

Obwohl die CPU Ratio beliebig eingestellt werden kann, werden nur Werte umgesetzt, welche der maximalen Ratio der verwendeten CPU entsprechen. Sobald der hier ausgewählte Faktor multipliziert mit der gewählten Bezugsfrequenz den Maximaltakt des Prozessors übersteigt, wird die Einstellung ignoriert. Im Test verwendeten wir einen AMD Athlon 64 3500+ mit Winchester-Kern, welcher mit 2200 MHz taktet. Das bedeutet, daß bei der Einstellung "5x" und dem Einsatz von DDR400 Arbeitsspeicher 5x 200 MHz = 1000 MHz anliegen, dies wird auch so umgesetzt. Stellen wir bei Verwendung von DDR400 auf 12x, also 12x 200 = 2400 MHz, so arbeitet die CPU hingegen nur mit 2200 MHz, legt also eine CPU Ratio von 11x an. Mit anderen Worten: Wir können die CPU untertakten, aber nicht übertakten. Auch an den Spannungen für CPU, Speicher und Chipsatz dürfen wir nicht herumspielen. Darüberhinaus sind die Speicheroptionen extrem mager. Wer Übertakten möchte, sollte sich ein anderes Mainboard zulegen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Beim Betrachten der Taktraten zeigte sich, daß MSI das Mainboard von Hause aus untertaktet. Statt mit 2200 MHz arbeitete unser Winchester 3500+ mit 2193,6 MHz und statt DDR400 sahen wir "DDR398,8". Sobald wir im BIOS die Option "Spread Spectrum" deaktivierten, legte das RS482M4-ILD den richtigen Takt an, das bedeutet aber nicht, daß damit auch die Systemleistung stieg. Grund hierfür war ein Einbruch beim Speicherdurchsatz:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Mem/INT; Mem/FPU
MSI RS482M4-ILD
2193,6/199,4
BIOS 1.2; 2T
4850
4834

MSI RS482M4-ILD
2200/200
BIOS 1.2; 2T
4644
4621

Bei den Grafikbenchmarks sahen wir daher durch die Bank eine geringere Leistung, sobald wir "Spread Spectrum" deaktivierten. Zugewinne gab es nur in den CPU-Tests von SiSoft Sandra 2005.SR1 sowie beim Durchlauf des Windows Media-Encoders 9, welcher seine Aufgabe neun Sekunden füher fertigstellen konnte. Die beste Performance zeigte das RS482M4-ILD, wenn wir mit aktiviertem "Spread Spectrum" und dem BIOS 1.3 Beta 2 sowie der 1T Command Rate arbeiteten.

Weiter: 5. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme

1. Chipsatz und Micro-ATX
2. Das MSI RS482M4-ILD: Layout #1
3. Das MSI RS482M4-ILD: Layout #2
4. BIOS und Overclocking
5. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
6. Stabilität und Kompatibilität
7. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
8. Benchmarks: CPU und Speicher
9. Benchmarks: 3D-Spiele
10. Benchmarks: 3D-Anwendungen
11. Benchmarks: Encoding
12. Fazit

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