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Neu von MSI

Samsung SSD 840 Basic 120GB mit TLC-Speicher im Test

Autor: doelf - veröffentlicht am 22.12.2012
s.2/12
Controller und Cache
Nicht nur beim NAND-Flash-Speicher hat sich einiges getan. Bei der 840er-Serie kommt auch ein neuer Controller namens MDX zum Einsatz, dessen drei ARM-Kerne der Generation Cortex R4 mit 300 MHz takten. Beim MCX-Controller der 830er-Serie kommen hingegen drei weniger leistungsstarke ARM-Kerne vom Typ Cortex A9 zum Einsatz, die mit 220 MHz arbeiten. Die Anbindung des Flash-Speichers erfolgt bei beiden Controllern über acht Kanäle. Bis 128 GB - also auch bei unserem SSD 840 Basic 120GB - stellt Samsung dem Controller 256 MByte Cache zur Seite, ab 250 GB gibt es 512 MByte. Neuerdings handelt es sich dabei um einen LPDDR2-1066-Chip, der zugleich schnellerer und energieeffizienter ist als der DDR2-800-Speicher der 830er-Baureihe.
Natürlich beherrschen alle Laufwerke der 840er-Serie den TRIM-Befehl und verfügen über eine automatische Garbage-Collection. Neu hinzugekommen ist die "Full Disk"-Verschlüsselung mit AES 256 Bit. Der Lieferumfang unserer Samsung SSD 840 Basic 120GB ist schnell aufgezählt: Kurzanleitung, Garantiekarte, Aufkleber und eine CD. Auf der CD befindet sich Samsungs "Magician Software" und ein interaktives Handbuch. Das Laufwerk ist auch als Kit mit einem Einbaurahmen für 3,5-Zoll-Schächte erhältlich.
Das Testsystem
Unser Testsystem basiert auf dem Mainboard MSI Z68A-GD80 (B3), welches Intels Chipsatz Z68 verwendet. Alle SSDs wurden am ersten SATA-6-Gbps-Port des Z68 betrieben, während die Festplatte mit dem Betriebssystem und der Software am ersten SATA-3-Gbps-Port angeschlossen war. Die SATA-Ports liefen im AHCI-Betrieb mit Intels Rapid Storage Technik in der Version 10.6.0.1022.
Da wir möglichst hohe und konstante Werte erreichen wollten, wurden EIST, C1E und die C-States für alle Benchmark-Messungen deaktiviert. Im normalen Betrieb mit aktivierten Stromspartechnologien fallen die Leistungswerte etwas geringer aus und schwanken zudem deutlicher. Dies ist allerdings abhängig von der jeweiligen Plattform und sogar von der verwendeten BIOS-Version.
Die Testsoftware
Für unsere Messungen verwenden wir vier Programme, um die Leistung der Laufwerke möglichst objektiv beurteilen zu können:
  • HDTune Pro 4.61
  • ATTO Disk Benchmark 2.47
  • AS SSD 1.6.4237.30508
  • Iometer 2006.07.27
Zunächst machen wir Lesetests mit HDTune Pro 4.61. Für Schreibtests ist HDTune Pro nicht geeignet, da diese Software nur auf unformatierte Datenträger schreibt und in diesem Fall der TRIM-Befehl und die Garbage Collection der Laufwerke nicht greifen. Im Anschluss formatieren wir die SSDs mit dem Dateisystem NTFS und befüllen sie mit knapp 33 GByte Daten. Diese Daten werden nach wenigen Minuten wieder gelöscht und wir räumen den Laufwerken eine halbe Stunde ein, um den TRIM-Befehl und die Garbage Collection durchzuführen. Danach führen wir ATTO Disk Benchmark 2.47 und AS SSD 1.6.4237.30508 jeweils dreimal aus. Zum Abschluss lassen wir Iometer 2006.07.27 dreimal für eine halbe Stunde laufen, zwischen den einzelnen Durchläufen gibt es eine Pause von 15 Minuten. Iometer soll uns insbesondere darüber Auskunft geben, ob die Leistung der Laufwerke nach mehreren Durchgängen abbaut.
Der Einsatz synthetischer Tests ist unter unseren Lesern umstritten und wir können die geäußerten Bedenken durchaus verstehen. Doch praxisnahe Messungen wie Boot- und Ladezeiten bringen gerade bei SSDs nur selten klare Ergebnisse, da es einfach viel zu viele Variablen gibt. Mit Hilfe synthetischer Tests können wir die Zahl dieser Variablen einschränken und somit die Stärken und Schwächen deutlicher herausarbeiten.
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