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Zum Thema 6 Kerne

Scythe Kro Craft Speaker Rev. B und Kama Bay AMP Kro im Test

Autor: doelf - veröffentlicht am 16.12.2011
s.5/7

Höreindrücke: Rock und Pop
Kommen wir nun zum eigentlichen Test oder genauer gesagt zu unseren Höreindrücken. Vor den eigentlichen Hörproben hatte Scythes Set einen ganzen Tag Zeit, um sich bei mittlerer Lautstärke einzuspielen. Drei Testpersonen haben die drei Lautsprecherpaare unabhängig voneinander in getrennten Durchgängen gehört und sich dabei Notizen zur Klangcharakteristik, zu Auffälligkeiten und über subjektive Eindrücke gemacht. Diese Notizen wurden am Ende ausgewertet und zusammengefasst, was nicht allzu schwer viel, da in den wesentlichen Punkten Einigkeit bestand. Die drei Lautsprecherpaare haben zudem für jedes der sieben Musikstücke eine Schulnote bekommen, welche als grober Anhaltspunkt dienen soll.

Alanis Morisette - Jagged Little Pill (1995): You Oughta Know
CD1"Jagged Little Pill" ist das erfolgreichste Album der kanadischen Sängerin Alanis Morisette und die Single "You Oughta Know" das wohl emotionalste Stück daraus. Es bietet ruhige sowie kraftvolle Passagen und kann gemeinhin unter "Alternative Rock" eingeordnet werden.

  • Scythe Kro Craft Rev. B: Am Anfang des Stücks singt Alanis wie durch ein Stück Stoff, der Stimme fehlen Details und Klarheit. Wenn dann bei 00:18 das Schlagzeug einsetzt, bleibt dieses dumpf und zugleich flach. Der Refrain ab 00:55 überfordert die Lautsprecher, Stimme, Schlagzeug und Guitarren verwaschen zu einem Brei, der keinerlei Ortung einzelner Positionen zulässt. Fast alles spielt sich in den Mitten ab, es fehlen echte Bässe. - ausreichend
  • JBL Control One: Alanis' Stimme hat ihren Schleier abgelegt und klingt nun viel frischer und akzentuierter. Das Schlagzeug kommt knackiger und beim Refrain gibt es viel mehr Details. Auch die klangliche Bandbreite spannt weiter und die einzelnen Instrumente bilden sich klar ab. Die Lautsprecher neigen allerdings zu einem recht analytischen Klangbild. - gut
  • Infinity Alpha 5: Im Vergleich zu Scythes Lautsprechern bieten die kleinen Alphas eine höhere Auflösung und deutlich mehr Details. Der Gesang klingt natürlich und selbst beim Refrain bleiben die einzelnen Instrumente klar erkennbar. Die Alphas zeichnen das Stück insgesamt runder und gefälliger als die Control One. - gut

Sonic Youth - The Destroyed Room (2006): The Diamond Sea
CD2Auf "The Destroyed Room" befinden sich B-Seiten und Raritäten der in New York gegründeten Noise-Rock-Band Sonic Youth. Besonders bemerkenswert ist das auf diesem Tonträger erstmals in voller Länge gebotene Stück "The Diamond Sea", mit dem Sonic Youth vieler ihre Konzerte abgeschlossen hatten. "The Diamond Sea" beginnt mit gemächlichem Gesang und mündet in einem Meer instrumentaler Improvisationen.

  • Scythe Kro Craft Rev. B: Den Gesang von Thurston Joseph Moore bilden die Lautsprecher recht gut ab, während den Instrumenten die Details fehlen. Abermals dominieren die Mitten und insbesondere der Bass ist unterrepräsentiert. Der Instrumentalteil beginnt bei 03:18 etwas blechern und ab 04:40 sind die Boxen völlig überfordert. Sie spielen einfach zu träge, um dieses Klanggewitter entwirren zu können. - ausreichend
  • JBL Control One: JBLs Lautsprecher zeichnen die Stimme noch etwas detaillierter und die Instrumente lassen sich wesentlich besser differenzieren. Im Instrumentalteil bieten sie wesentlich mehr Volumen und Spielfreude, sind durchweg flinker und lassen sich auch von chaotischen Passagen nicht aus dem Tritt bringen. - sehr gut
  • Infinity Alpha 5: Die beste Abbildung der Stimme schaffen die Alphas, bei den Instrumenten reichen sie jedoch nicht ganz an die Control One heran. Abermals zeichnen Infinitys Laufsprecher das Stück etwas runder und nehmen einigen Passagen dadurch die Spitzen und Schärfen. Insgesamt kommt dieses anspruchsvolle Stück aber sehr stimmig herüber - gut

Morrissey - You Are The Quarry (2004): Irish Blood, English Heart
CD3Morrissey, der ehemalige Sänger der britischen Indie-Band "The Smiths", setzt in seiner Solo-Karriere auf provokante und gewitzte Texte. Auch wenn Morrissey gemeinhin dem Genre "Alternative Rock" zuzuordnen ist, lebt die Single "Irish Blood, English Heart" primär von der charismatischen Stimme des Sängers.

  • Scythe Kro Craft Rev. B: Mit Männerstimmen kommen Scythes Lautsprecher definitiv besser zurecht, auch Morrissey klingt natürlich, druckvoll und akzentuiert, obwohl wieder etwas Tiefe fehlt. Wenn um 00:43 die Instrumente voll einsetzen, fehlt die räumliche Abbildung. Alles kling zweidimensional und die Bässe dröhnen kraftlos im Hintergrund. - befriedigend
  • JBL Control One: Einmal mehr spielen JBLs Lautsprecher in Sachen Auflösung und Dynamik um zwei Klassen besser. Dies merkt man insbesondere beim Übergang in die schnellere Passage, welche diese Boxen mit einer erfrischenden Leichtigkeit meistern. Es werden deutlich mehr Details, klare Höhen und präzise Tiefen geboten, so dass ein dreidimensionales Abbild der Musik entsteht. - sehr gut
  • Infinity Alpha 5: Auch Morrisseys Stimme klingt auf den Alphas noch einen Hauch natürlicher, tritt dafür aber ein wenig zurück. Zugleich bemühen sich die Lautsprecher um einen runden, möglichst angenehmen Klang, der dieses Stück insgesamt allerdings etwas zu weich zeichnet. - gut

Foo Fighters - Echos, Silence, Patience & Grace: The Pretender
CD5So langsam wird es Zeit, dass ein Stück mal voll auf die zwölf haut. Für diese Aufgabe haben wir "The Pretender" vom sechsten Studioalbum "Echos, Silence, Patience & Grace" der amerikanischen Rockband Foo Fighters ausgewählt.

  • Scythe Kro Craft Rev. B: Das ruhige Intro aus Gitarre und Stimme klingt gut, doch das einsetzende Schlagzeug bei 00:32 verhauen die Lautsprecher total - die Schläge klingen dumpf, leer und kraftlos. Danach wird es wieder besser, wobei das Schlagzeug zu Lasten des Gesangs in den Vordergrund tritt. Bei den schnellen Passagen kommen die Boxen wieder nicht mit, weshalb diese etwas verwaschen klingen. - befriedigend
  • JBL Control One: Auch bei JBLs Lautsprechern tritt der Gesang während der schnelleren Passagen in den Hintergrund, doch die Bässe sind hier knackiger, kommen auf den Punkt und machen einfach mehr Spaß. Zudem musizieren die Control One flink genug, um ein Verwischen zu vermeiden. - sehr gut
  • Infinity Alpha 5: Infinitys Drang zur Ausgewogenheit lässt sich mit diesem druckvollen Stück nicht so gut vereinen. Auflösung und Dynamik können zwar wieder überzeugen, doch die Ecken und Kanten wurden zu rund gelutscht. - gut

Bezüglich der Schulnoten müssen wir anmerken, dass wir bei Käufern, die zu passiven Lautsprechern und einem dazugehörigen Verstärker greifen, einen gewissen Qualitätsanspruch voraussetzen. Es geht hier keinesfalls um "High End", dennoch muss die Musik so ausgewogen und natürlich klingen, dass man gerne zuhört. In Anbetracht des Preises, welchen Scythe für sein Set "Kro Craft Speaker Plus Rev. B" verlangt, mögen die Noten sehr streng erscheinen, doch wir wollen hier keine falschen Erwartungen wecken.

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