Au-Ja! - Scythe Mine 2 - Dr. Leise trifft Mr. Lärm - Druckversion
 

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Scythe Mine 2 - Dr. Leise trifft Mr. Lärm - Druckansicht - Seite 1 von 7

Die Temperaturen werden immer sommerlicher und die leise Kühlung stromhungriger oder gar übertakteter Prozessoren fällt immer schwerer. Daher haben wir uns nach den beiden Riesen aus Österreich - Noctuas NH-D14 und NH-C14 - nun einen ausgewachsenen Sumo-Ringer aus Japan in Gestalt des Scythe Mine 2 in den Ring geholt. Wie wird sich der japanische CPU-Kühler in unserem Test schlagen?


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Der schwergewichtige Turmkühler vereint acht Heatpipes mit einem zentral platzierten Lüfter, der es auf 140 mm Durchmesser und bis zu 1.700 U/min bringt. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Japaner in die Oberklasse gehört. Dies zeigt sich auch an den Straßenpreisen, die für den Scythe Mine 2 verlangt werden: Sie beginnen derzeit bei etwa 53 Euro.

Lieferumfang
Wenn man den Mine 2 aus seiner Verpackung nimmt, ist der Lüfter bereits mit Drahtklammern am Kühlkörper befestigt. Fest mit dem Lüfter verbunden ist zudem eine Slot-Blende, welche ein Potentiometer und einen kleinen Schiebeschalter umfasst. Auf deren Funktion werden wir im Abschnitt zum CPU-Lüfter noch detailliert eingehen. Auf mehrere Tüten verteilen sich Bügel, Schrauben und weitere Kleinteile, die wir im Rahmen der Montage vorstellen werden.

Hier der Lieferumfang in der Übersicht:


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Die Montageanleitung ist ein beidseitig bedrucktes Blatt im DIN-A3-Format. Sie wurde mehrsprachig verfasst, worunter die Übersichtlichkeit ein wenig leidet. Dafür ist die deutsche Übersetzung verständlich und die Abbildungen sind groß genug, um alle Arbeitsschritte nachvollziehen zu können.




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Montagesystem und Lüfter
Scythe liefert eine universelle Konterplatte für Mainboards mit den Sockeln AM2, AM2+ und AM3 (AMD) sowie LGA775, LGA1155, LGA1156 und LGA1366 (Intel) mit, welche bei AMD-basierenden Plattformen den auf der Hauptplatine vorinstallierten Montagerahmen ersetzt. Bei Intels Sockeln LGA1155, LGA1156 und LGA1366 greift die universelle Konterplatte über die metallene Platte, welche sich auf der Rückseite des CPU-Sockels befindet. Für die alten Sockel 754, 939 und 940 (AMD) und 478 (Intel) ist Scythes Mine 2 nicht mehr geeignet.


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Der Kühler selbst wird mit Hilfe von zwei Bügeln für die gewünschte Plattform - AMD oder Intel - vorbereitet, obiges Foto zeigt diese Bügel und in der Mitte die universelle Konterplatte. Scythe lässt seinen Mine 2 auf allen Plattformen verschrauben, was uns aufgrund des hohen Gewichts dieses Kühlers auch sehr sinnvoll erscheint.

KompatibilitätIntelAMD
4787751155
1156
1366754
939
940
AM2
AM2+
AM3
Scythe
Mine 2
neinjajajaneinja

Beim Lüfter bedient sich Scythe im hauseigenen Sortiment. Es handelt sich um das Modell Slip Stream 140 PWM & V.R., welches einen Durchmesser von 140 mm hat, dessen Bohrungen aber denen herkömmlicher 120mm-Lüfter entsprechen. Daher kann der Benutzer beim Mine 2 auch jeden anderen Lüfter mit 120 mm Durchmesser verbauen.


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Scythe hat den Lüfter in der Mitte des Kühlers platziert und wie üblich mit Drahtbügeln an den Finnen befestigt. Der Lüfter verfügt über neun Blätter, die einen recht starken Schwung aufweisen und somit auch bei geringen Drehzahlen einen ausreichenden Druck aufbauen sollten.

LüfterØ mmLagerU/minm3/hdB(A)Stecker
Slip Stream
140 PWM & V.R.
140Gleit500
-1700
46,21
-156,99
9,6
-36,4
4-Pin

In Bezug auf die Drehzahlregelung erweist sich der Slip Stream 140 PWM & V.R. als äußerst flexibel: Der Lüfter ist mit einem 4-Pin-Stecker ausgestattet, doch Scythe hat ihn zugleich auch mit einem Potentiometer versehen. Somit kann die Drehzahl automatisch vom Mainboard oder manuell vom Benutzer geregelt werden. Den gewünschten Modus wählt man mit Hilfe des Schiebers aus.


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Im manuellen Modus (VR), kann man die Drehzahl des Lüfters zwischen 500 und 1.700 U/min einstellen, bei unserem Testmuster lag der Regelbereich zwischen 555 und 1.720 U/min. Kommt der PWM-Modus, also die automatische Regelung durch das Mainboard mit Hilfe von Pulsweitenmodulation, zur Anwendung, bewegt sich der minimale Regelbereich von 500 bis 1.200 U/min und der maximale von 650 bis 1.700 U/min.




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Der Kühler im Detail
Mit einer Grundfläche von 143 x 130 mm ist der Scythe Mine 2 schon fast quadratisch, doch da dieser Kühler genau mittig über dem CPU-Sockel steht, ragt er nicht allzu weit über die DIMM-Slots des Mainboards. Mehr Probleme verursacht die Bauhöhe, da der Mine 2 mit stattlichen 160 mm die meisten Turmkühler um einige Millimeter überragt. Kühlkörper, Lüfter und das Montagematerial für den Sockel LGA1366 bringen zusammen 1,251 kg auf die Waage, hierbei wurde das Potentiometer nicht berücksichtigt.


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Scythe hat den eigentlichen Kühlkörper des Mine 2 achtfach unterteilt. Eine Zweiteilung nimmt zunächst der mittig angeordnete Lüfter vor, der sich zwischen die u-förmigen Heatpipes schiebt. Für eine weitere Zäsur sorgen Schlitze, die parallel zum Luftstrom verlaufen. Diese ordnen die Finnensegmente jeweils zwei Heatpipes zu. Mit Hilfe solcher Schlitze lässt sich der Widerstand der zwischen den Blechen stehenden Luft leichter brechen.

AbmessungenLängeBreiteHöheGewichtMaterial
in mmin g
Scythe
Mine 2
1431301601251Aluminium, Kupfer

Die Finnen des Mine 2 weisen Aussparungen auf, welche die Montage von zwei zusätzlichen Lüftern erlauben. Allerdings werden hierfür weitere Drahtbügel benötigt, welche sich leider nicht im Lieferumfang des Kühlers befinden.


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Insgesamt schichten die Japaner 44 Aluminiumbleche übereinander, welche eine Stärke von 0,38 mm aufweisen. Zwischen den Finnen bleibt jeweils ein Zwischenraum von 2,1 mm, der groß genug dimensioniert ist, um auch bei geringen Lüfterdrehzahlen einen ausreichenden Luftfluss zu gewährleisten.

KühlkörperFinnenHeatpipes
AnzahlDickeAbstandAnzahlØ mm
Scythe
Mine 2
440,382,1086

Die acht Heatpipes hat Scythe in zwei Lagen angeordnet, wobei alle Heatpipes parallel verlaufen und je zwei exakt übereinander liegen. Diese Heatpipe-Paare teilen sich dann auch rechts und links des Lüfters jeweils eines der acht Kühlblechsegmente.


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Alle Heatpipes haben einen Durchmesser von 6 mm, sie bestehen aus Kupfer und ihre Oberfläche wurde nicht weiter behandelt. Nach wie vor verzichten die Japaner darauf, einen direkten Kontakt zwischen den Heatpipes und der Oberseite des Prozessors herzustellen. Stattdessen kommt auch beim Mine 2 eine vernickelte Kupferplatte zum Einsatz.




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Der Einbau #1
Wie bereits erwähnt, wird der Scythe Mine 2 grundsätzlich am Mainboard verschraubt. Da wir mit einem Intel basierenden System testen, müssen wir keinen auf dem Mainboard vorinstallierten Montagerahmen entfernen, und nehmen stattdessen gleich die universelle Konterplatte zur Hand:


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Die vier langen Schrauben führen wir von hinten durch die Bohrungen für den Sockel LGA1366. Die mit Moosgummi und Folie versehene Seite der Konterplatte weist dabei nach oben:


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Im nächsten Schritt führen wir die vier Bohrungen, welche den CPU-Sockel der Hauptplatine umgeben, über die Schrauben und lassen das Mainboard auf die Konterplatte herab:


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Dann nehmen wir die vier schwarzen Gummiringe und stülpen diese von oben über die Schrauben. Hierdurch wird die Konterplatte am Mainboard fixiert:


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Das Motherboard ist nun vorbereitet. Wir streichen noch Wärmeleitpaste auf den Heatspreader des Prozessors und wenden uns dann dem CPU-Kühler zu.




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Der Einbau #2
Damit wir den Scythe Mine 2 am Mainboard verschrauben können, müssen wir diesen zunächst mit den passenden Montagebügeln versehen. Während Scythe das Schraubgewinde bei den AMD-Bügeln in die Bohrungen integriert hat, müssen die Intel-Bügel erst noch konfektioniert werden - die Lochabstände für die unterschiedlichen Sockel liegen hier einfach zu dicht nebeneinander.


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Das Gewinde wird von unten eingeführt und von oben mit einer Rändelmutter am Bügel fixiert. Obiges Foto zeigt die einzelnen Schritte dieses Vorgangs.


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Die fertigen Bügel werden danach mit je zwei Schrauben unter dem Kühler montiert. Nun stellt man den Kühler auf eine feste, ebene Oberfläche, so dass die Bügel nach oben zeigen.


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Für den nächsten Schritt kann man Hilfe gebrauchen, denn das Mainboard muss auf den Kühler gelegt werden. Sind Bügel und Schrauben perfekt aufeinander ausgerichtet, beginnt man die Schrauben nach und nach festzuziehen. Wir bevorzugen es, wenn der CPU-Kühler von oben verschraubt wird, denn dabei fällt es einfacher sicherzustellen, dass der Kühler nicht verkantet.


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Im Falle des Scythe Mine 2 sollte man beim Festziehen der Schrauben besondere Vorsicht walten lassen, da dieser Kühler einen extrem hohen Druck aufbauen kann. Das ASUS P6T Deluxe, welches wir für diesen Test verwendet haben, verfügt über ein aufwändiges Kühlkonstrukt, welches das Mainboard aussteift und seine Biegefähigkeit vermindert. Aus diesem Grund konnten wir die Schrauben auch nicht bis zum Anschlag anziehen.




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Die Testkonfiguration
Wir haben den Scythe Mine 2 auf Intels Core i7 965X Extreme getestet, der insbesondere im übertakteten Zustand zu den heftigsten Stromverbrauchern und Abwärmeerzeugern auf dem Markt zählt. Die weitere Testkonfiguration sieht wie folgt aus:

Die Kühlleistung
Kommen wir nun zur Kühlleistung des Scythe Mine 2. An dieser Stelle haben wir die Kühlleistung des Mine 2 mit drei Lüftergeschwindigkeiten sowie in drei Lastszenarien zusammengefasst. Da die Auflistung aller Mess- und Vergleichsergebnisse den Rahmen dieses Tests sprengen würde, verweisen wir an dieser Stelle nochmals auf unsere CPU-Kühler-Charts - dort finden sich die Resultate des Scythe Mine 2 und der 17 Vergleichskühler auf 18 Seiten.

maximale Lüfterdrehzahl: Kern 1 bis 4 (niedriger ist besser)
Idle+EIST
1x 140mm @ 1720U/min
39
36
34
31
Volllast
1x 140mm @ 1720U/min
68
66
62
61
Übertaktet
1x 140mm @ 1720U/min
83
82
77
77

leiser Betrieb: Kern 1 bis 4 (niedriger ist besser)
Idle+EIST
1x 140mm @ 1100U/min
40
38
35
33
Volllast
1x 140mm @ 1100U/min
70
69
66
64
Übertaktet
1x 140mm @ 1100U/min
87
86
81
81

ultra-leiser Betrieb: Kern 1 bis 4 (niedriger ist besser)
Idle+EIST
1x 140mm @ 700U/min
41
39
37
34
Volllast
1x 140mm @ 700U/min
75
75
72
70
Übertaktet
1x 140mm @ 700U/min
0
0
0
0

Die kritische Temperaturschwelle des Core i7 965 liegt bei 100°C. Wird diese erreicht, schaltet das System aus. Oberhalb von 90°C beginnt der Prozessor mit dem Throttling. Dies bedeutet, dass der Prozessor einzelne Takte aussetzt, um die Temperatur abzusenken. Sinnvolle Temperaturen sollten daher unter unter Volllast 90°C nicht überschreiten, maximale Werte von 85°C wären wünschenswert.

Obwohl der Lüfter des Scythe Mine 2 auf 1.720 U/min kommt und dabei viel Lärm produziert, reicht dies dem Kühler bei Vollast und bei Übertaktung nur für den achten Platz. Das ist ein wenig enttäuschend, selbst wenn die Mitbewerber ebenfalls namhaft sind. Reduzieren wir die Drehzahl auf 1.100 U/min, arbeitet der Mine 2 deutlich leiser und kämpft sich zugleich auf den sechsten Rang vor. Einen weiteren Platz macht der Kühler gut, wenn sein Lüfter nur noch mit 700 U/min und damit fast lautlos rotiert. Hier reicht seine Leistung zwar noch für den Volllast-Betrieb, doch der übertaktete Prozessor beginnt mit dem Throttling.

Der Geräuschpegel
An einer komplett passiv gekühlten Teststation messen wir den Schallpegel. Aufgrund des geringen Schallpegels positionieren wir das Schallpegelmeter in einem Abstand von nur 35 cm seitlich neben dem Kühler. Die gemessenen Werte rechnen wir anschließend auf einen Abstand von 100 cm um, damit eine grobe Vergleichbarkeit mit den Herstellerangaben möglich ist. Wir fassen an dieser Stelle nur die Ergebnisse des Scythe Mine 2 zusammen, die umfangreichen Vergleichswerte anderer Kühler finden sich in unseren CPU-Kühler-Charts.

Schalldruck in dB(A), Abstand 100 cm
1x 140mm @ 555U/min
20.68
1x 140mm @ 700U/min
21.78
1x 140mm @ 1100U/min
25.38
1x 140mm @ 1720U/min
36.88

Mit Drehzahlen unter 1.000 U/min ist der Scythe Mine 2 so leise, dass unser Messaufbau an seine Grenzen stößt. Bei 555 U/min ist der Lüfter auch aus nächste Nähe nicht zu hören und mit 700 U/min arbeitet er kaum wahrnehmbar. Einen sehr guten Kompromiss aus Schallpegel und Kühlleistung erzielt man zwischen 1.000 und 1.200 U/min, während der Kühler oberhalb von 1.500 U/min einfach nur noch laut wird. Insbesondere bei maximaler Drehzahl ist der Mine 2 ein Schreihals und findet sich in unseren CPU-Kühler-Charts bei den lautesten Modellen wieder.




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Fazit
Sehr GutMit dem Mine 2 hat Scythe einmal mehr einen leistungsstarken CPU-Kühler in seinem Sortiment, der es mit den Besten aufnehmen kann. Acht Heapipes sind selbst heutzutage noch eine beachtliche Anzahl und auch das Kampfgewicht von 1,251 kg (Kühlkörper inklusive Lüfter und Montagematerial) beweist, dass es die Japaner mit ihrem Angriff auf die Leistungsspitze ernst meinen. Dass es am Ende dann doch nicht ganz für die obersten Plätze reicht, liegt am Lüfter. Denn während Noctua und be quiet! ihren Top-Modellen gleich zwei Lüfter spendieren, setzt Scythe auf einen einzigen Lüfter mit 140 mm Durchmesser. Dieser muss sich mit bis zu 1.700 U/min abstrampeln und ist dabei natürlich lauter als zwei Lüfter, die mit geringeren Drehzahlen für einen gleichmäßigeren Luftfluss sorgen können. Zudem fällt auf, dass wir durch die Drehzahlsteigerung von 1.100 auf 1.700 U/min lediglich drei Grad bei Volllast und vier Grad beim übertakteten Prozessor gewinnen. Und während sich die Kühlleistung nur geringfügig verbessert, steigt der Lärmpegel sehr stark an.


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Im Drehzahlbereich zwischen 700 und 1.100 U/min wendet sich das Blatt: Der Scythe Mine 2 arbeitet nun leise bis unhörbar und erzielt dabei eine sehr gute Kühlwirkung. Dass dies gelingt, verdankt der CPU-Kühler verschiedenen Maßnahmen, welche den Luftfluss bei geringen Drehzahlen optimieren. Hierzu gehört der mittig angeordnete Lüfter mit seinen stark geschwungenen Blättern, der großzügige Abstand zwischen den Kühlblechen sowie die Schlitzung derselben. Es wirkt fast so, als hätte Scythe diesen Kühler für den leisen Betrieb optimiert und als Konzession für Übertakter dann auch höhere Lüfterdrehzahlen ermöglicht. Insofern ist es ein Glück, dass der Hersteller seinen Kunden die volle Kontrolle über die Lüfterdrehzahl einräumt. Im automatischen PWM-Betrieb bewegt sich der Regelbereich zwischen 500 bis 1.200 U/min und 650 bis 1.700 U/min, so dass man die lärmenden Drehzahlbereiche aussparen kann. Bei manueller Regelung kann man jede Drehzahl zwischen 500 und 1.700 U/min wählen.

Wer mit dem Lüfter gar nicht zufrieden ist, kann ihn gegen jedes beliebige 120mm-Modell tauschen. Zudem lassen sich am Mine 2 zwei zusätzliche Lüfter montieren, doch leider liefert Scythe nur ein Paar Drahtbügel mit. Das finden wir recht schade, denn angesichts von Straßenpreisen ab 53 Euro hätte ein bisschen Draht das Budget mit Sicherheit nicht gesprengt. Zwei weitere Kritikpunkte betreffen die Montage: Zunächst einmal ist es immer sehr umständlich, einen Kühler von unten am Mainboard zu verschrauben. Wenn dabei dann noch soviel Druck aufgebaut wird, dass man die Schrauben nicht bis zum Anschlag anziehen kann, fällt es umso schwerer, einen gleichmäßig verteilten Anpressdruck zu erreichen. Doch genug der Kritik, denn eigentlich hat uns der Scythe Mine 2 recht gut gefallen. Von den beiden Seiten, die der CPU-Kühler in unserem Test offenbarte, bevorzugen wir natürlich Dr. Leise. Auf Mr. Lärm können wir gerne verzichten und dank des Reglers fällt uns das auch sehr leicht. Am Ende rettet diese Flexibilität dem Scythe Mine 2 so gerade noch die Wertung "Sehr Gut".

Die Messergebnisse weiterer CPU-Kühler finden sich in unseren CPU-Kühler-Charts.




Unser Dank gilt Scythe für die Teststellung des Mine 2 (SCMN-2000).







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